{"id":9837,"date":"2011-06-20T08:08:30","date_gmt":"2011-06-20T06:08:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9837"},"modified":"2011-06-20T08:08:30","modified_gmt":"2011-06-20T06:08:30","slug":"hinweise-des-tages-1407","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9837","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Memorandum 2011; Mitschuld an Finanzkrise: US-B&ouml;rsenaufsicht will Rating-Riesen verklagen; Hartz-IV-Empf&auml;nger erreichen h&auml;ufig nur unsichere Jobs; Krankenversicherung &ndash; Die Privaten werden immer teurer; Gesetzliche Krankenversicherung erwirtschaftet Milliarden&uuml;berschuss; PKV Basistarife &ndash; Behinderte begrenzt versicherbar; Sicherheitsrisiko &ndash; Viele Lokf&uuml;hrer &uuml;berm&uuml;det und schlecht ausgebildet; Teller statt Tank; Man unterst&uuml;tzt sich im Wahlkreis; Was verborgen bleibt; Gro&szlig;britannien: Gewerkschaften drohen mit Jahrhundert-Streik; Mal eben ausgesp&auml;ht; Verordnete Tristesse; Gegen alles, was links ist; Gabriels schwere Geburt; Ein Viertel aller Studierenden verl&auml;sst Uni ohne Abschluss; Pseudowissenschaften &ndash; Der akademische Geist; Die Twitter-Krieger von Jerusalem (MB\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Memorandum 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Mitschuld an Finanzkrise: US-B&ouml;rsenaufsicht will Rating-Riesen verklagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Hartz-IV-Empf&auml;nger erreichen h&auml;ufig nur unsichere Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Krankenversicherung &ndash; Die Privaten werden immer teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Gesetzliche Krankenversicherung erwirtschaftet Milliarden&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">PKV Basistarife &ndash; Behinderte begrenzt versicherbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Sicherheitsrisiko &ndash; Viele Lokf&uuml;hrer &uuml;berm&uuml;det und schlecht ausgebildet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Teller statt Tank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Man unterst&uuml;tzt sich im Wahlkreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Was verborgen bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Gro&szlig;britannien: Gewerkschaften drohen mit Jahrhundert-Streik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Mal eben ausgesp&auml;ht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Verordnete Tristesse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gegen alles, was links ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Gabriels schwere Geburt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Ein Viertel aller Studierenden verl&auml;sst Uni ohne Abschluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Pseudowissenschaften &ndash; Der akademische Geist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die Twitter-Krieger von Jerusalem<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=9837&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>20 beliebte Irrtu&#776;mer in der Schuldenkrise<\/strong><br>\nEs ist wieder soweit: Griechenland braucht neue Kredite, und in Europa streiten die Regierungen daru&#776;ber, ob das n&ouml;tig ist und wer das zahlen soll. In Deutschland herrscht vielfach die Meinung vor, Griechenland sei selbst schuld an seinem Elend: Erst habe sich das Land in die Euro-Zone gemogelt, dann habe die Regierung zu viel ausgegeben, die Regierten h&auml;tten zu wenig gearbeitet. Gen&auml;hrt werden solche latent nationalistischen Deutungsmuster von deutschen Politikern und den Medien, die entsprechende &laquo;L&ouml;sungen&raquo; der Krise vorschlagen: Die Griechen mu&#776;ssten mehr sparen, mehr arbeiten und ihr &ouml;ffentliches Eigentum verkaufen &ndash; und wenn das alles nichts hilft, muss Griechenland eben raus aus der Euro-Zone bzw. bankrott machen. Das Dumme daran: Weder sind die genannten Ursachen der Krise zutreffend, noch die Auswege zielfu&#776;hrend.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/110619_RLS_Pleite-Griechen%202011.pdf\">Rosa Luxemburg Stiftung [PDF &ndash; 480 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck &ndash; &ldquo;IWF sollte sich aus der Euro-Krise heraushalten&rdquo;<\/strong><br>\nWie weiter beim IWF nach Strauss-Kahn? UN-Chef&ouml;konom Heiner Flassbeck spricht sich im heute.de-Interview daf&uuml;r aus, dass ein Nicht-Europ&auml;er den W&auml;hrungsfonds in die Zukunft f&uuml;hrt &ndash; und kritischer mit Hilfen f&uuml;r strauchelnde Euro-L&auml;nder umgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/25\/0,3672,8245625,00.html\">ZDF heute<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein letztes Aufgebot in Athen<\/strong><br>\nDie neue Regierung muss die eigene Partei &uuml;berzeugen, die Troika beeindrucken und die &ldquo;Emp&ouml;rten&rdquo; auf der Stra&szlig;e zumindest zum Zuh&ouml;ren bringen. Dass dies fast unm&ouml;glich ist, zeigen die Probleme bei der Besetzung des Finanzministeriums: Der alte &ldquo;Sparkommissar&rdquo; Papakonstantinou wurde geopfert, weil er f&uuml;r die Demonstranten ein rotes Tuch und f&uuml;r die Fraktion ein st&auml;ndiges &Auml;rgernis war; bei der Troika aber galt er als &ldquo;verl&auml;sslicher&rdquo; Partner. Den unm&ouml;glichen Job bekam Ex-Verteidigungsminister Venizelos, der als Rambo gilt. Und vielleicht als letzte Hoffnung f&uuml;r eine Regierung, deren Schicksal von den Steuereinnahmen abh&auml;ngt. Denn das k&uuml;nstliche griechische Wirtschaftswunder bestand darin, auf Pump einen verfetteten Staatssektor zu finanzieren, ohne das Steuerparadies f&uuml;r die Beg&uuml;terten abzuschaffen. Nur wenn es den Steuers&uuml;ndern an den Kragen &ndash; und an die Auslandskonten &ndash; geht, werden die &ldquo;Emp&ouml;rten&rdquo; glauben, dass nicht nur sie zur Kasse gebeten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F06%2F18%2Fa0204&amp;cHash=eb2fd7b92e\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist dies eher eine psychologische bzw. moralische Argumentation, die darauf hinausl&auml;uft, dass wenn man schon sparen muss, auch die Reichen ihren Beitrag leisten m&uuml;ssen. So selbstverst&auml;ndlich diese Haltung unter Aspekten der Gerechtigkeit, nicht nur in Griechenland, sein sollte, &ouml;konomisch gewinnt man in Griechenland dadurch wenig. Ulrike Herrmann hat letztlich darauf hingewiesen, dass die Wohlhabenden Griechenlands knapp 6 Milliarden Euro pro Jahr in die Staatskasse einbringen k&ouml;nnten, was aber gegen&uuml;ber einer Verschuldung von 340 Milliarden relativ wenig ist. &ndash; &Ouml;konomisch ist die Reduktion des Staatshaushalts um 10 Prozent schlichtweg Irrsinn und ein Volksverhetzer ist, wer den Griechen unterstellt, sie w&uuml;rden nicht gen&uuml;gend sparen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wir brauchen die W&auml;hrungsunion 2.0<\/strong><br>\nAus &ldquo;Angst vor den Stammtischen&rdquo; gehe die Bundesregierung das Problem zu mutlos an, sagt Regierungsberater Peter Bofinger. Er pl&auml;diert f&uuml;r ein gemeinsames europ&auml;isches Schatzamt:<br>\n&ldquo;Wir stehen an einer Weggabelung. So wie die W&auml;hrungsunion jetzt beschaffen ist, hat sie keine Zukunft. Entweder die europ&auml;ischen Staaten kehren zur&uuml;ck zu ihren nationalen W&auml;hrungen oder sie treiben die Integration voran. Auch ich habe fr&uuml;her untersch&auml;tzt, welches Ma&szlig; an politischer Kooperation f&uuml;r das Funktionieren der W&auml;hrungsunion offenbar notwendig ist. &hellip; Wir brauchen eine W&auml;hrungsunion 2.0. Das hei&szlig;t, wir sollten ein gemeinsames europ&auml;isches Schatzamt gr&uuml;nden, das Staatsanleihen f&uuml;r die gesamte Eurozone herausgibt. Im Gegenzug dazu ben&ouml;tigen wir eine st&auml;rkere Kontrolle &uuml;ber die nationalen Haushalte. Sie k&ouml;nnte beispielsweise darin bestehen, dass L&auml;nder, deren Verschuldung 80 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung &uuml;bersteigt, was etwa dem aktuellen deutschen Niveau entspricht, ihren Haushalt vom EU-Parlament genehmigen lassen m&uuml;ssen. Verst&ouml;&szlig;t ein Staat gegen die Sparauflagen des Parlaments, sollte er die Eurozone in letzter Konsequenz verlassen. &hellip; Bei den Eurobonds der Mitgliedsl&auml;nder g&auml;be es keinen Unterschied mehr zwischen griechischen, italienischen oder auch deutschen Papieren. Die Investoren auf den Kapitalm&auml;rkten k&ouml;nnten nicht mehr unterscheiden, wem sie ihr Geld leihen. Damit w&auml;re ihnen auch die M&ouml;glichkeit genommen, die Zinsen einzelner L&auml;nder in die H&ouml;he zu treiben und gegen sie zu spekulieren. Auf diese Weise w&uuml;rde die Politik daf&uuml;r sorgen, dass sie den M&auml;rkten gegen&uuml;ber wieder das Heft das Handelns &uuml;bernimmt. Insbesondere k&ouml;nnte man auf diese Weise verhindern, dass nicht bald auch noch L&auml;nder wie Spanien und Italien in den Strudel der Schuldenkrise geraten.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F06%2F18%2Fa0198&amp;cHash=69b7eaf390\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon bemerkenswert, dass Peter Bofinger, ein Eurobef&uuml;rworter der ersten Stunde, einr&auml;umt, er habe untersch&auml;tzt, &bdquo;welches Ma&szlig; an politischer Kooperation f&uuml;r das Funktionieren der W&auml;hrungsunion offenbar notwendig&ldquo; sei. Er setzt sich damit von der &ldquo;Grundsteintheorie&rdquo; ab und n&auml;hert sich der sog. Kr&ouml;nungstheorie, Positionen, die seit dem ersten Plan einer gemeinsamen W&auml;hrung von Pierre Werner in den fr&uuml;hen 70ern gegeneinanderstehen. Die &ldquo;Grundsteintheorie&rdquo; oder &bdquo;Motortheorie&ldquo; postuliert, dass die fr&uuml;he Einf&uuml;hrung einer Gemeinschaftsw&auml;hrung zu einer St&auml;rkung der politischen Integration f&uuml;hre. Diese entwickle eine enorme Schubkraft im wirtschaftspolitischen Abstimmungsprozess und z&ouml;ge eine weitere Flexibilisierung der M&auml;rkte nach sich, die dazu beitrage, die nationalen Entwicklungsunterschiede ohne Besch&auml;ftigungseinbu&szlig;en in den peripheren Gebieten des neuen W&auml;hrungsraumes abzubauen. Die Kr&ouml;nungstheorie hingegen geht davon aus, dass eine tiefere politische und &ouml;konomische Integration Europas Voraussetzung einer W&auml;hrungsunion sei. Nur eine einheitliche Wirtschafts- und Fiskalpolitik k&ouml;nne eine gemeinsame Geldpolitik gew&auml;hrleisten. Andernfalls w&uuml;rden die schw&auml;cheren Volkswirtschaften einem zu harten Anpassungsdruck ausgesetzt, dessen Kosten Transferzahlungen nach sich z&ouml;gen und so die politische Zustimmung zur gemeinsamen W&auml;hrung und letztlich die Stabilit&auml;t des neuen Geldes selbst aufweiche. In der Konsequenz w&auml;re selbst dann nur eine kleine W&auml;hrungsunion sich sehr &auml;hnlicher Volkswirtschaften denkbar, denn auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Fiskalpolitik ist in einem W&auml;hrungsraum mit einem gro&szlig;en Entwicklungsgef&auml;lle nicht vorstellbar &ndash; ohne einen substantiellen Finanzausgleich. Beispiel: Deutsche W&auml;hrungsunion.<br>\nBofingers Vorschlag einer Auflage von Eurobonds ist nicht neu und hat in der Tat den Charme, die Spekulation gegen die Anleihen einzelner Staaten zu unterbinden. Der Preis von deutscher Seite w&auml;re, dass Deutschland f&uuml;r Eurobonds wahrscheinlich h&ouml;here Zinsen zahlen m&uuml;sste als f&uuml;r deutsche Anleihen allein. Soweit so gut. Die weiteren Vorschl&auml;ge Bofingers laufen allerdings auf eine Versch&auml;rfung des Maastricht- Regimes hinaus, n&auml;mlich auf die M&ouml;glichkeit eines Hinauswurfs aus dem Euro, nur dass letzten Endes das europ&auml;ische Parlament &uuml;ber Verschuldung und Sparbem&uuml;hungen einzelner Mitgliedstaaten urteilen w&uuml;rde. Nun ist die Genehmigung eines Haushalts durchaus eine der wichtigsten Aufgaben eines Parlaments, aber des Europ&auml;ischen Parlaments? Das europ&auml;ische Parlament ist in seinen Befugnissen nicht im geringsten mit den nationalen Parlamenten der Mitgliedstaaten der EU zu vergleichen. Voraussetzung eines Parlaments mit solchen Befugnissen ist die politische Union Europas, das hei&szlig;t die Wahl europ&auml;ischer Parteien in ein europ&auml;isches Parlament, welches dann eine europ&auml;ische Regierung stellt.<br>\nBei der von Bofinger angedachten &Uuml;berschreitung einer Staatsverschuldung von 80 Prozent als Kriterium f&uuml;r das Eingreifen des Parlaments, w&auml;ren heute nicht nur Griechenland, Irland und Portugal, sondern auch Italien und Belgien einer versch&auml;rften Kontrolle unterworfen. Statt sich zu &uuml;berlegen, wie die Not leidenden Volkswirtschaften realwirtschaftlich wieder auf die Beine kommen, entpuppt sich Bofinger leider als ein weiterer Kontrollfreak von Sparbem&uuml;hungen. &Auml;hnlich hat sich der Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank, Jean- Claude Trichet, letztlich bei der Verleihung des Karlspreises ge&auml;u&szlig;ert, nur dass hier ein europ&auml;isches Finanzministerium das Recht bekommen sollte, direkt in einem Mitgliedstaat einzugreifen (&bdquo;Durchgriff auf die Wirtschaftspolitik der L&auml;nder&ldquo;), wenn dieser seine Haushalts- und Wirtschaftsprobleme nicht mehr aus eigener Kraft bew&auml;ltigen k&ouml;nne. Trichet und Bofinger wollen Institutionen st&auml;rken und negieren in der Praxis eine echte Koordinierung der Wirtschaftspolitik, in dem sie diese auf die Vergabe von Sanktionen beschr&auml;nken. &ndash; Im &Uuml;brigen ist das Loblied Trichets auf die Erfolge der Eurozone nur schwer nachvollziehbar: &bdquo;Die Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion hat Wachstum gebracht&ldquo;. Nach Angaben der Kommission ist die urspr&uuml;ngliche W&auml;hrungsunion von 2001 bis 2010 auf ein durchschnittliches j&auml;hrliches Wachstum von 1, 1 Prozent gekommen. Die j&auml;hrliche Zunahme der Besch&auml;ftigten um 0,6 Prozent kann ebenso gut den statistischen Tricksereien der Mitgliedsl&auml;nder zugeschrieben werden, wie wir sie bei uns beobachten k&ouml;nnen. Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit ist jedenfalls mit 8,6 Prozent genauso hoch wie in den 80ern, bevor sie durch die Vorbereitung auf die W&auml;hrungsunion in den 90ern noch h&ouml;her getrieben wurde. 2011 wird die Arbeitslosenrate wahrscheinlich bei 10 Prozent liegen. Und ob die niedrige Inflationsrate wirklich der W&auml;hrungsunion zu verdanken ist, ist angesichts der globalen moderaten Preissteigerungen im letzten Jahrzehnt zu bezweifeln. Auch ohne Euro-Krise, die Trichet leugnet, ein Erfog der W&auml;hrungsunion sieht anders aus.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.france-allemagne.fr\/IMG\/pdf\/karlspreis_2011_trichet_dt.pdf\">www.france-allemagne.fr [PDF &ndash; 400 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>besser lesbar:<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/europa-voranbringen-institutionen-staerken\/4246476.html?p4246476=all\">Handelblatt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Memorandum 2011<\/strong><br>\nInterwiew mit Heinz-J. Bontrup:<br>\nSeit &uuml;ber 30 Jahren gibt die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik jeweils zum 1. Mai ihre wirtschaftspolitischen Memoranden heraus. Sie figurieren mittlerweile v&ouml;llig zu Recht als Gegenentwurf zum Jahresgutachten des so genannten Sachverst&auml;ndigenrates.<br>\nIm ersten Teil unseres Interviews mit dem Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, Heinz-J. Bontrup, geht es um die nationale &Ouml;konomie. Schwerpunkte hierbei sind die Fragen nach der Stabilit&auml;t der gegenw&auml;rtigen Konjunktur und nach dem Zustand des Arbeitsmarktes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/trotzfunk.de\/wordpress\/?p=1059\">Trotzfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mitschuld an Finanzkrise: US-B&ouml;rsenaufsicht will Rating-Riesen verklagen<\/strong><br>\nSie ist bei Banken gef&uuml;rchtet &ndash; und legt sich nun mit den m&auml;chtigen Analysten an: Die US-B&ouml;rsenaufsicht SEC erw&auml;gt laut einem Zeitungsbericht Betrugsklagen gegen die gro&szlig;en Rating-Agenturen. Ihre Fehlbewertungen hatten die Finanzkrise ma&szlig;geblich mitverursacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,769070,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann manches an den USA kritisieren, in der juristische Aufarbeitung der Finanzkrise sind sie uns weit voraus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hartz-IV-Empf&auml;nger erreichen h&auml;ufig nur unsichere Jobs<\/strong><br>\nIm Jahr 2008 haben &uuml;ber eine Million Hartz-IV-Empf&auml;nger eine sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung aufgenommen. Nur 55 Prozent dieser Jobs dauerten l&auml;nger als sechs Monate. Fast die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten musste zus&auml;tzlich Hartz-IV-Leistungen beziehen, weil ihr Verdienst ihren Lebensunterhalt nicht decken konnte. Das zeigt eine am Dienstag ver&ouml;ffentlichte Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news427915\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2011\/kb1411.pdf\">IAB-Studie [PDF &ndash; 500 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krankenversicherung &ndash; Die Privaten werden immer teurer<\/strong><br>\nDie private Krankenversicherung wird jedes Jahr teurer. Und die Beitragssteigerungen fallen immer h&ouml;her aus. In den vergangenen zehn Jahren erh&ouml;hten die Versicherungen die Tarife f&uuml;r M&auml;nner um j&auml;hrlich 5,67 Prozent, bei Frauen um 4,29 Prozent. Im schlimmsten Fall kletterten die Preise im Durchschnitt um fast 13 Prozent im Jahr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31501\/krankenversicherung-die-privaten-werden-immer-teurer-30443351.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gesetzliche Krankenversicherung erwirtschaftet Milliarden&uuml;berschuss<\/strong><br>\nDie Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verl&auml;uft deutlich besser als im vergangenen Jahr. Das teilte das Bundesgesundheits&shy;ministerium (BMG) heute mit.<br>\nDemnach nahmen die Krankenkassen im ersten Quartal 2011 rund 45,85 Milliarden Euro ein und gaben etwa 44,38 Milliarden Euro aus. Daraus ergibt sich ein &Uuml;berschuss von knapp 1,47 Milliarden Euro. Im Vergleichs&shy;zeitraum des Vorjahres hatten die Kassen lediglich ein Plus von 235 Millionen Euro erwirtschaftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/v4\/news\/news.asp?id=46283\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>PKV Basistarife &ndash; Behinderte begrenzt versicherbar<\/strong><br>\nIn ihrem aktuellen Aktionsplan zur Integration Behinderter wertet es die Bundesregierung als Erfolg, dass mit dem Basistarif der Privaten Krankenversicherungen ein Angebot geschaffen wurde, welches allen Behinderten offen steht. Doch die Basistarife sind f&uuml;r Behinderte eher ungeeignet. [&hellip;]<br>\nMit den Basistarifen werden von der Bundesregierung nun ausgerechnet jene Angebote erw&auml;hnt, die von den privaten Versicherungen selbst als l&auml;stiges &Uuml;bel betrachtet werden &ndash; und von denen sie sich schnellstm&ouml;glich wieder befreien wollen. Denn als die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die privaten Anbieter im Jahre 2009 verpflichtete, einen Tarif anzubieten, der &ndash; unabh&auml;ngig von Vorerkrankungen und Risikopr&uuml;fung &ndash; allen Versicherten offen steht, zog die Assekuranz bis vor das Bundesverfassungsgericht und wollte die Einf&uuml;hrung verhindern. Die Basistarife: sie sind das ungeliebte Stiefkind der privaten Versicherer.<br>\nEin wesentlicher Grund f&uuml;r die ablehnende Haltung besteht darin, dass die Versicherungen bef&uuml;rchten, besonders viele alte und kranke Menschen w&uuml;rden den neuen Tarif in Anspruch nehmen. Da die private Assekuranz mit den Beitragszahlungen ihrer Mitglieder Altersr&uuml;ckstellungen ansparen muss, sieht man mit den Basistarifen einen entscheidenden Grundsatz der Beitragsberechnung gef&auml;hrdet: wer als Teil einer Risikogruppe rein statistisch h&ouml;here Kosten verursachen k&ouml;nnte, soll gef&auml;lligst auch mehr f&uuml;r seinen Vertrag zahlen. Hier werden Erinnerungen an den alten Witz wach, dass nur gesunde und junge Menschen in der PKV Versicherungsschutz genie&szlig;en. Entsprechend sind auch viele Basistarife gestaltet. So mancher Vertrag leistet nicht viel &ndash; und f&uuml;r Behinderte noch weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/77129\/news.customer.reader.html\">Versicherungsbote<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sicherheitsrisiko &ndash; Viele Lokf&uuml;hrer &uuml;berm&uuml;det und schlecht ausgebildet<\/strong><br>\nVor allem bei privaten G&uuml;terbahnen herrschen haarstr&auml;ubende Zust&auml;nde. Den F&uuml;hrerschein gibt es auf dem Schwarzmarkt. [&hellip;]<br>\nIn der Theorie gibt es zwar seitenlange Vorschriften f&uuml;r jeden Lokomotivtypen. So ist f&uuml;r zahlreiche deutsche Bahnh&ouml;fe, die aufgrund ihrer Lage schwer anzusteuern sind, eine &bdquo;Richtlinie Standort&ldquo; hinterlegt. Die muss ein Lokf&uuml;hrer gr&uuml;ndlich lesen, dann muss er mit einem erfahrenen Kollegen die Einfahrt in den schwierigen Bahnhof &uuml;ben. Das aber, sagt Lokf&uuml;hrer Bernhard &bdquo;wird so gut wie nie &uuml;berpr&uuml;ft.&ldquo; [&hellip;]<br>\nImmerhin kontrolliert das EBA Ausbildungsschulen f&uuml;r Lokf&uuml;hrer &ndash; so effizient, wie das eine Bundesbeh&ouml;rde eben kann, bei der jedes Jahr weitere Stellen abgebaut werden. &bdquo;Wir beschr&auml;nken uns auf Stichproben&ldquo;, gesteht ein Beamter. Zwei Lokfahrschulen hat das EBA im vergangenen Jahr die Zulassung entzogen. &bdquo;Das Hauptproblem ist doch, dass die Bahnunternehmen am Ende selbst bestimmen, wer die Pr&uuml;fung besteht oder nicht&ldquo;, sagt der Chef der Lokf&uuml;hrergewerkschaft, Claus Weselsky. Die Anbieter seien wirtschaftlichen Zw&auml;ngen unterworfen. &bdquo;Die Bewertungskriterien, wer bestanden hat oder nicht, k&ouml;nnen daher nicht objektiv sein. Wir brauchen eine Zertifizierung der Firmen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nBislang ist der politische Wille, an dem System etwas zu &auml;ndern, nicht besonders ausgepr&auml;gt. Vielleicht ist es das schlechte Gewissen. Denn die mangelnde &Uuml;berpr&uuml;fung der Lokf&uuml;hrer und ihrer Ausbildung verweist auf einen grunds&auml;tzlichen Misstand, den es seit der Liberalisierung des Bahnverkehrs in Deutschland gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13436769\/Viele-Lokfuehrer-uebermuedet-und-schlecht-ausgebildet.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Teller statt Tank<\/strong><br>\nDie Weltmarktpreise f&uuml;r Getreide und andere Lebensmittel haben aktuell wieder das Niveau der Lebensmittelkrise im Sommer 2008 erreicht. Viele afrikanische L&auml;nder verzeichnen im Vergleich zum vergangenen Jahr Anstiege von 50 bis 60 Prozent &ndash; f&uuml;r viele Menschen werden Mais oder Reis damit wieder unbezahlbar. Es k&ouml;nnte eine Frage der Zeit sein, bis es erneut zu Hungerrevolten kommt. Dies d&uuml;rften die Agrarminister der G-20-Staaten im Blick haben, wenn sie am 22. und 23. Juni in Paris zusammenkommen, um &uuml;ber Strategien f&uuml;r mehr Ern&auml;hrungssicherheit zu beraten.  Es ist ein Thema, das eigentlich ganz oben auf der Agenda stehen m&uuml;&szlig;te, denn Hunger und Durst treiben jedes Jahr Millionen Menschen zur Flucht in die Industriel&auml;nder. Doch bislang wird von seiten der Politik wenig unternommen, um die Situtation in den Entwicklungsl&auml;ndern zu entsch&auml;rfen.<br>\n So hat die massive F&ouml;rderung der Agrarkraftstoffproduktion ma&szlig;geblich zur Verknappung und damit Verteuerung von Getreide, insbesondere Mais, aber auch von &Ouml;lpflanzen und Zucker auf dem Weltmarkt beigetragen. Doch der Trend wird anhalten, wenn es keinen scharfen Kurswechsel in den Industrie- und Schwellenl&auml;ndern der G 20 gibt. Nach einer am Freitag von der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ver&ouml;ffentlichten Sch&auml;tzung werden im Jahr 2020 bei Getreide 13, bei Pflanzen&ouml;l 15 und bei Zucker sogar 30 Prozent der Weltproduktion f&uuml;r die &raquo;Biosprit&laquo;-Erzeugung verwendet. Marita Wiggerthale, Agrar- und Handelsexpertin bei der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam Deutschland, findet es in diesem Zusammenhang &raquo;erstaunlich&laquo;, da&szlig; in der gleichen Prognose davon ausgegangen wird, da&szlig; die Lebensmittelpreise bis 2020 wieder zur&uuml;ckgehen. Dagegen gehen Experten, die Oxfam mit einer Prognose beauftragt hat, davon aus, da&szlig; die Weltmarktpreise f&uuml;r Nahrungsmittel bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 120 bis 180 Prozent steigen werden, wenn die Folgen des Klimawandels ber&uuml;cksichtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-18\/050.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Man unterst&uuml;tzt sich im Wahlkreis<\/strong><br>\nDas hessische CDU-Sozialministerium k&uuml;mmert sich um die Sorgen einer Privatklinik. Eine Klinik, die zuf&auml;llig gro&szlig;z&uuml;gig an die CDU gespendet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/politik\/parteispenden-watch\/artikel\/1\/man-unterstuetzt-sich-im-wahlkreis\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was verborgen bleibt<\/strong><br>\nDass Politiker Spenden annehmen, ist demokratisch. Trotzdem bleibt der &Ouml;ffentlichkeit vieles verborgen. Die 13 wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Parteispenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/politik\/parteispenden-watch\/artikel\/1\/was-verborgen-bleibt\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien: Gewerkschaften drohen mit Jahrhundert-Streik<\/strong><br>\nIm Streit um den Sparkurs der britischen Regierung droht dem Land eine Streikwelle. Sollte die Regierung ihre Pl&auml;ne zur Reform des &ouml;ffentlichen Dienstes nicht anpassen, werde Gro&szlig;britannien den gr&ouml;&szlig;ten Arbeitskampf seit dem Generalstreik 1926 erleben, drohte der Generalsekret&auml;r der Gewerkschaft Unison, Dave Prentis, am Samstag in einem Interview mit der Zeitung &ldquo;Guardian&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1308186362712\/Gewerkschaften-drohen-mit-Jahrhundert-Streik\">Der Standard<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/politics\/2011\/jun\/18\/biggest-strike-100-years-union?INTCMP=SRCH\">Guardian &ndash; Biggest strike for 100 years &ndash; union chief<\/a>\n<p>dazu passend: <strong>Pennys z&auml;hlen &ndash; so wie Poormum es tut<\/strong><br>\nDie britische Regierung streicht und k&uuml;rzt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Machen die B&uuml;rger das mit?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/25\/Grossbritannien\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mal eben ausgesp&auml;ht<\/strong><br>\nDie Technik ist da, die Polizei hat sie genutzt: Bei Protesten gegen Neonazis wurden in Dresden zehntausende Handydaten erfasst. Betroffene erw&auml;gen nun, dagegen zu klagen.<br>\nDie Dresdner Polizei hat bei den Antinaziprotesten im Februar dieses Jahres die Handyverbindungen von tausenden Demonstranten, Anwohnern, Journalisten, Anw&auml;lten und Politikern ausgesp&auml;ht. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden der taz best&auml;tigte, wurde am 19. Februar weitr&auml;umig eine sogenannte Funkzellenauswertung (FZA) durchgef&uuml;hrt.<br>\nDabei erfasste die Polizei &uuml;ber einen Zeitraum von mindestens viereinhalb Stunden s&auml;mtliche Anrufe und SMS-Nachrichten, die bei allen Personen ein- oder ausgingen, die sich in der S&uuml;dvorstadt aufhielten. Gespeichert wurden auch die exakten Positionen der Telefonnutzer. 12.000 Menschen wohnen in dem &uuml;berwachten Gebiet, hinzu kamen an diesem Tag tausende Demonstranten, etliche Journalisten, Anw&auml;lte und Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/mal-eben-ausgespaeht\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verordnete Tristesse<\/strong><br>\nSchimmel, Schikane und die T&uuml;cken der Fl&uuml;chlingsw&auml;hrung &raquo;Gutschein&laquo; &ndash; das ist die Realit&auml;t der Migranten im Lager Zella-Mehlis in Th&uuml;ringen. Nur arbeiten d&uuml;rfen sie nicht. Der UN-Sozialausschu&szlig; hat Ende Mai Deutschland wegen des Umgangs mit Asylsuchenden ger&uuml;gt: Sie lebten in &uuml;berf&uuml;llten Unterk&uuml;nften, erhielten ungen&uuml;gende Sozialleistungen, h&auml;tten keinen Zugang zum Arbeitsmarkt, lediglich medizinische Notfallversorgung werde gew&auml;hrt &ndash; doch die Hardliner im Landratsamt Schmalkalden-Meiningen ficht das nicht an: Das Heim will man nicht schlie&szlig;en, einzig Familien mit langem Aufenthalt in der Gemeinschaftsunterkunft &raquo;zum Teil&laquo; in Einzelwohnungen unterbringen. F&uuml;r alle anderen h&auml;lt man die schimmlige und feuchte Unterkunft offenbar zumutbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-18\/004.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine Reportage kann nat&uuml;rlich so konzipiert sein, dass sie einfach den Augenschein und die gef&uuml;hrten Gespr&auml;che wiedergibt und dazu die Einlassungen der verantwortlichen Beh&ouml;rde setzt.  Aber interessieren w&uuml;rde schon, ob es tats&auml;chlich stimmt, dass das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge entsprechend geschulten Asylanten den Dienst in der Bundeswehr anbietet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gegen alles, was links ist<\/strong><br>\nSozialdemokraten stehen bei der ab Dienstag tagenden Innenministerkonferenz als Partner f&uuml;r Law-and-Order-Politik bereit<br>\nBei ihrer Fr&uuml;hjahrskonferenz am Dienstag und Mittwoch in Frankfurt\/M. wollen sich die Innenminister von Bund und L&auml;ndern wieder einmal mit einem etwaigen Verbotsverfahren gegen die NPD befassen oder zumindest M&ouml;glichkeiten pr&uuml;fen, wie man die Neonazis von der staatlichen Parteienfinanzierung ausschlie&szlig;en k&ouml;nnte. Es ist zu bef&uuml;rchten, da&szlig; bei den Beratungen wie schon in der Vergangenheit wieder einmal nichts herauskommen wird. Nun r&auml;cht sich, da&szlig; im Bundestag immer wieder die von der Linken geforderte Antifaschismusklausel im Grundgesetz abgelehnt worden ist; eine solche Verfassungsbestimmung w&uuml;rde es den Beh&ouml;rden erleichtern, gegen den rechten Rand vorzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-20\/056.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gabriels schwere Geburt<\/strong><br>\nNach mehr als einem Jahr steht nun das Abgaben- und Steuerkonzept der SPD. Die Projektgruppe will f&uuml;r Einkommen zwischen 53.000 und 100.000 Euro eine dritte Progressionszone einf&uuml;hren &ndash; mit einem Steuersatz von 49 Prozent.<br>\nSeit mehr als einem Jahr haben sie gerechnet, jetzt haben die 25 Mitglieder der SPD-Projektgruppe f&uuml;r ein Abgaben- und Steuerkonzept ihre Arbeit beendet. Am Montag will SPD-Chef Sigmar Gabriel nach Informationen der FR im engsten Kreis &uuml;ber die Konsequenzen beraten. Zu diesem Kreis geh&ouml;ren Gabriels vier Stellvertreter und Ex-Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck. Die Erwartungen sind gro&szlig;: &bdquo;Das Steuerkonzept muss ein gro&szlig;er Wurf werden&ldquo;, sagt ein Mitglied der Parteispitze.<br>\nOb das gelingt, ist zumindest fraglich. [&hellip;] Die Projektgruppe unter Leitung von SPD-Fraktionsvize Joachim Po&szlig; macht nach FR-Informationen einen klaren Vorschlag f&uuml;r den Verlauf der Tarifkurve: Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von knapp 53.000 Euro im Jahr (Alleinstehende) soll sich bei der Einkommensteuer nichts &auml;ndern. Ab dieser Summe greift heute der Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Die SPD-Experten m&ouml;chten von 53.000 bis 100.000 Euro nun eine dritte Progressionszone einf&uuml;hren. [&hellip;] Gabriel befindet sich in der Zwickm&uuml;hle: Gerne m&ouml;chte er aus Marketing-Gr&uuml;nden das Steuerkonzept von Ex-Finanzminister Steinbr&uuml;ck pr&auml;sentieren lassen. Doch f&uuml;r ein reines Steuererh&ouml;hungsprojekt steht dieser nicht zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/gabriels-schwere-geburt\/-\/1472596\/8570428\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Herr Steinbr&uuml;ck steht also f&uuml;r ein &bdquo;reines Steuererh&ouml;hungsprojekt&ldquo; nicht zur Verf&uuml;gung? <a href=\"?p=9830\">Warum &uuml;berrascht das NachDenkSeiten-Leser nicht?<\/a> <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ein Viertel aller Studierenden verl&auml;sst Uni ohne Abschluss<\/strong><br>\nRund 24 Prozent aller Studierenden, die ihr Studium im Jahr 2000 aufgenommen haben, hatten dieses im Jahr 2009 noch nicht oder nur ohne Abschluss beendet. Wie das Statistische Bundesamt am 16. Juni in Wiesbaden vermeldete, liegt die niedrigste Erfolgsquote mit 66 Prozent in den F&auml;chern Mathematik und Naturwissenschaften. Schuld daran ist nach Ansicht der SPD-Bundestagsfraktion die Qualit&auml;t der Lehre. Um Anreize f&uuml;r deren Verbesserung zu schaffen, will die SPD einen Abschluss-Bonus einf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zwd.info\/index.php?group_id=102100001&amp;id=10427&amp;content_id=74\">ZWD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pseudowissenschaften &ndash; Der akademische Geist<\/strong><br>\nEsoteriker unterwandern die deutschen Hochschulen. Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Unsinn verwischt. [&hellip;]<br>\nIrrationale Lehren findet man mittlerweile selbst an unverd&auml;chtigen Institutionen. Auch in Beh&ouml;rden, Bildungsst&auml;tten und Unternehmen h&auml;lt die Esoterik Einzug. Oft wird der Hokuspokus dabei mit Steuergeldern gef&ouml;rdert.<br>\nDas Land Nordrhein-Westfalen etwa bezuschusst Fortbildungen im pseudopsychologischen Familienaufstellen zu 50 Prozent aus Mitteln des Europ&auml;ischen Sozialfonds. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit unterst&uuml;tzt mit Bildungsgutscheinen Erwerbslose, die sich zum Astrologen weiterbilden m&ouml;chten. Ein Problem sieht die Bundesagentur darin nicht: Die Astrologie sei &raquo;sicher keine wissenschaftlich anerkannte&laquo; Disziplin, erkl&auml;rt ein Sprecher, aber eine, f&uuml;r die es einen Arbeitsmarkt gebe. Im Klartext: In den Amtsstuben glaubt man nicht unbedingt an die Sternendeuterei, aber solange es genug andere tun, ist sie f&ouml;rderw&uuml;rdig.<br>\nManche Unternehmen w&auml;hlen ihr Personal nach Sch&auml;delform und Sternzeichen aus. Die Gewerkschaften mischen ebenfalls mit. Ver.di besch&auml;ftigt in Hamburg eine Seminarleiterin, die &raquo;energetische Psychotherapie&laquo; praktiziert und ihren Kursteilnehmern empfiehlt, unliebsame Gef&uuml;hle durch Klopfen auf bestimmte K&ouml;rperpunkte zu lindern.<br>\nAm anf&auml;lligsten f&uuml;r die Unterwanderung durch Esoteriker sind ausgerechnet die Universit&auml;ten. Das Internetprojekt esowatch.com z&auml;hlt deutschlandweit 17 Hochschulen mit pseudowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsangeboten. Besonders deutlich zu beobachten ist der Einzug des Hokuspokus in der Medizin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-wissen\/2011\/04\/Dossier-Esoterik-Esoterisierung\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Twitter-Krieger von Jerusalem<\/strong><br>\nIsraels Armee hat aus fr&uuml;heren PR-Desastern gelernt: Eigene Blogger sollen die Meinungsbildung im Internet pr&auml;gen. [&hellip;]<br>\nDer n&auml;chste Ernstfall f&uuml;r die Armee und damit f&uuml;r die &ldquo;Neue-Medien-Krieger&rdquo; &ndash; wie sie Ex-Armeesprecher Avi Benajahu nennt &ndash; d&uuml;rfte kurz bevorstehen. Die n&auml;chste Solidarit&auml;tsflotte steht schon bereit, um von der T&uuml;rkei in den abgeriegelten Gazastreifen zu fahren. Die St&uuml;rmung der letzten Flottille, bei der im vergangenen Jahr neun t&uuml;rkische Aktivisten get&ouml;tet wurden, f&uuml;hrte zu einem weltweiten Aufschrei. Dass Israel in der Folge gezwungen war, seine Blockadepolitik gegen Gaza erheblich aufzuweichen, f&uuml;hren die Armeestrategen vor allem auf die verlorene PR-Schlacht um den Zwischenfall im Internet zur&uuml;ck. Seitdem gilt es als noch wichtiger, die Meinungshoheit &uuml;ber den Cyberspace zu gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:pr-front-in-nahost-die-twitter-krieger-von-jerusalem\/60066921.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Damit reiht sich Israel in eine Reihe mit China, Nigeria, Wei&szlig;russland und dem Sudan ein &ndash; alle diese L&auml;nder haben mehr oder weniger offizielle &bdquo;Staatsblogger&ldquo;, deren Job es ist, die &ouml;ffentliche Meinung im Netz zu manipulieren. In den meisten westlichen Staaten &uuml;bernehmen Think-Tanks diesen Job.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Memorandum 2011; Mitschuld an Finanzkrise: US-B&ouml;rsenaufsicht will Rating-Riesen verklagen; Hartz-IV-Empf&auml;nger erreichen h&auml;ufig nur unsichere Jobs; Krankenversicherung &ndash; Die Privaten werden immer teurer; Gesetzliche Krankenversicherung erwirtschaftet Milliarden&uuml;berschuss; PKV Basistarife &ndash; Behinderte begrenzt versicherbar; Sicherheitsrisiko &ndash; Viele Lokf&uuml;hrer &uuml;berm&uuml;det und schlecht ausgebildet; Teller statt Tank; Man unterst&uuml;tzt sich im Wahlkreis;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9837\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9837","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9837"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9837\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9840,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9837\/revisions\/9840"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}