{"id":9857,"date":"2011-06-22T09:11:50","date_gmt":"2011-06-22T07:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9857"},"modified":"2014-11-13T18:24:33","modified_gmt":"2014-11-13T17:24:33","slug":"staatsfinanzierung-als-subvention-des-finanzsektors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9857","title":{"rendered":"Staatsfinanzierung als Subvention des Finanzsektors"},"content":{"rendered":"<p>Ein Leser stellte uns neulich die Frage, warum Staaten sich eigentlich &uuml;ber die M&auml;rkte finanzieren? Diese Frage ist mehr als berechtigt und es gibt keine zufriedenstellende Antwort, die diese Praxis rechtfertigen w&uuml;rde. Wenn sich die Eurol&auml;nder mit den selben Konditionen wie die Banken direkt &uuml;ber die EZB finanzieren w&uuml;rden, k&ouml;nnte der deutsche Bundeshaushalt jedes Jahr 25 Mrd. Euro einsparen. Auch Griechenland h&auml;tte, statt mit immer neuen Krediten seine Kreditzinsen zu finanzieren, realistische Chancen, seine Schuldenproblematik wieder in den Griff zu bekommen. Die Macht der Ratingagenturen w&uuml;rde mit einem Federstrich marginalisiert werden. Warum stellt sich die Politik eigentlich nicht so kluge Fragen wie unsere Leser? Von Jens Berger<br>\n<!--more--><\/p><p>Die &ouml;ffentlichen Hand der Bundesrepublik Deutschland hat einen Schuldenstand von rund 2.000 Mrd. Euro. Diese Schulden setzen sich aus Anleihen verschiedener Laufzeiten zusammen &ndash; wenn eine Anleihe ausl&auml;uft, wird eine neue Anleihe im gleichen Volumen aufgelegt und &uuml;ber die <a href=\"http:\/\/www.deutsche-finanzagentur.de\/startseite\/\">Finanzagentur<\/a> an den M&auml;rkten platziert. Der gr&ouml;&szlig;te Anteil der Anleihen wird von Banken und Versicherungen gehalten &ndash; teils in Portfolien von Lebensversicherungen oder Fonds, teils als Eigenanlage der Finanzdienstleister.<\/p><p><strong>Ein sehr lukratives Gesch&auml;ft f&uuml;r Banken<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die Banken ist dies nicht nur ein relativ sicheres, sondern vor allem sehr lukratives Gesch&auml;ft. Das Geld f&uuml;r die Staatsanleihen leihen sie sich bei der EZB zum Leitzins von 1,25%. Die gekauften Anleihen k&ouml;nnen sie dann bei der EZB als Sicherheit hinterlegen, um sich f&uuml;r andere Finanzmarktgesch&auml;fte frisches Geld zum Leitzins zu leihen. Ohne nennenswerte Eigenleistung kassieren die Banken bei diesem Gesch&auml;ft somit die Differenz zwischen dem Leitzins und dem Nominalzins der Staatsanleihe.<\/p><p>Da Bundesanleihen zu den sichersten Finanzinstrumenten auf dem Markt geh&ouml;ren, sind sie relativ bescheiden verzinst. Wenn man sich das Geld f&uuml;r die Anleihen f&uuml;r 1,25% leihen kann, sind allerdings auch die momentanen Renditen von rund 2,5% eine &auml;u&szlig;erst lukrative Investition &ndash; vor allem dann, wenn man die Anleihen zu 100% als Besicherung f&uuml;r Refinanzierungsgesch&auml;fte bei der EZB hinterlegen darf und somit fast keinen einzigen Cent der Kundeneinlagen daf&uuml;r aufwenden muss.<\/p><p>F&uuml;r die Bundesrepublik ist dies jedoch ein schlechtes Gesch&auml;ft. Das Geld, das sie sich &uuml;ber die M&auml;rkte leiht, stammt ohnehin fast ausschlie&szlig;lich von der EZB. W&uuml;rde sich beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/statistik\/statistik_zeitreihen.php?func=row&amp;tr=bu1131\">der Bund<\/a> das Geld direkt von der EZB leihen, m&uuml;sste er anstatt des <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/bundeshaushalt2011\/pdf\/vsp_2.pdf\">momentanen Zinsdienstes [PDF &ndash; 496 KB]<\/a> in H&ouml;he von 38 Mrd. Euro pro Jahr bei 1,25% lediglich 13,6 Mrd. Euro zahlen. Die Differenz in H&ouml;he von 24,4 Mrd. Euro stellt somit eine indirekte Subvention des Finanzsektors dar.<\/p><p><strong>Zinslast als Kernproblem der Griechenlandkrise<\/strong><\/p><p>Wesentlich dramatischer stellt sich jedoch die Situation f&uuml;r Schuldnerstaaten dar, die nicht &uuml;ber eine so ausgezeichnete Bonit&auml;t wie die Bundesrepublik verf&uuml;gen. Griechenland wird Ende 2011 laut des <a href=\"http:\/\/www.minfin.gr\/content-api\/f\/binaryChannel\/minfin\/datastore\/cb\/c1\/b8\/cbc1b841c70aab0450389fa723fc1e0cdc3d97d4\/application\/pdf\/Bulletin_5_ENG_FINAL_14-06-2011.pdf\">Rahmenfinanzplans des griechischen Finanzministeriums [PDF &ndash; 132 KB]<\/a> 364 Mrd. Euro Schulden aufget&uuml;rmt haben. Momentan zahlt Griechenland durchschnittlich 4,68% Zinsen f&uuml;r seine Schulden. In diesem Jahr muss Athen somit 15,9 Mrd. Euro nur f&uuml;r Zinsen aufbringen &ndash; ohne dass damit ein einziger Cent der Schulden abgebaut worden w&auml;re. Bei Staatseinnahmen von 55,6 Mrd. Euro macht dies immerhin 29% aus. Oder um es anders zu sagen: Fast jeder dritte Euro der Steuereinnahmen flie&szlig;t durch die Kassen des Finanzministeriums, nur um dann direkt bei den Gl&auml;ubigerbanken zu landen. Selbst Optimisten f&auml;llt es schwer, angesichts dieser Zahlen daran zu glauben, dass Griechenland jemals diese Schulden bedienen kann. <\/p><p><strong>Alternative zur Umschuldung<\/strong><\/p><p>Wenn Politiker und Analysten nun laut &uuml;ber eine Umschuldung Griechenlands nachdenken, geht es dabei weniger um den Schuldenstand, sondern vielmehr um die erdr&uuml;ckende Zinslast, die Jahr f&uuml;r Jahr den griechischen Staatshaushalt ruiniert. Eine echte &ndash; wenn auch nie offen ausgesprochene &ndash; Alternative zur Reduzierung der Zinslast durch eine Umschuldung stellt eine Reduzierung des Zinssatzes dar. Wenn sich Griechenland zum EZB-Einlagesatz von 0,5% refinanzieren k&ouml;nnte, h&auml;tte es im letzten Jahr f&uuml;r den Zinsdienst anstatt 15,9 Mrd. Euro nur 1,7 Mrd. Euro aufbringen m&uuml;ssen. Dadurch h&auml;tte die Neuverschuldung von 20,6 Mrd. Euro auf 6,4 Mrd. Euro gedr&uuml;ckt werden k&ouml;nnen. Mit diesen Zahlen st&uuml;nde Griechenland nicht vor der Pleite, sondern als &bdquo;Mustersch&uuml;ler&ldquo; da, l&auml;ge die Neuverschuldung mit 2,8% doch innerhalb der Maastricht-Kriterien. Die strukturellen Ungleichgewichte, die f&uuml;r die Krise des Landes verantwortlich sind, w&auml;ren zwar immer noch vorhanden, jedoch h&auml;tte der Staat in diesem Fall wenigstens die notwendige Man&ouml;vriermasse, um gegen die Krise anzugehen. Eine volkswirtschaftlich verheerende Sparpolitik w&auml;re somit nicht notwendig.<\/p><p>In der Realit&auml;t findet jedoch das genaue Gegenteil statt. Am gro&szlig;spurigen &bdquo;Rettungsprogramm&ldquo; von Eurozone und IWF verdienen sich die Banken eine goldene Nase, w&auml;hrend der Zinssatz f&uuml;r Griechenland nicht sinkt, sondern steigt. Wenn s&auml;mtliche Altanleihen gegen neue Anleihen, die unter dem europ&auml;ischen Rettungsschirm finanziert werden, ausgetauscht sind, zahlt Griechenland nicht mehr 4,68%, sondern mehr als f&uuml;nf Prozent Zinsen. Wie kann das sein? <\/p><p>Wenn Griechenland frisches Geld &uuml;ber die &uuml;blichen Finanzinstrumente der Eurozone bezieht, muss es einen &bdquo;Strafaufschlag&ldquo; bezahlen. Obgleich die Kredite dank der B&uuml;rgschaften und Sicherheiten der gesamten Eurozone ein AAA-Rating haben, profitiert Griechenland nicht von der hohen Bonit&auml;t. Die Anleihen der EFSF (Europ&auml;ische Finanzstabilisierungsfazilit&auml;t) und des ESM (Europ&auml;ischer Stabilisierungsmechanismus) werden zum gr&ouml;&szlig;ten Teil &ndash; wie auch deutsche Bundesanleihen &ndash; &uuml;ber die M&auml;rkte an den Finanzsektor verkauft, der daf&uuml;r rund 2,8% Rendite verlangt. Bei einem Leitzins von 1,25% und den Mindestreserveregelungen der EZB ist dies ein gro&szlig;artiges Gesch&auml;ft. Die Banken verdienen pr&auml;chtig an der &bdquo;Rettung&ldquo; Griechenlands. Griechenland muss f&uuml;r diese Kredite jedoch nicht 2,8%, sondern &ndash; je nach Finanzinstrument &ndash; dank des Strafaufschlags der &bdquo;Retter&ldquo; zwischen f&uuml;nf und sechs Prozent Zinsen zahlen. Das ist h&ouml;her als die momentane Verzinsung, wodurch der Anteil des Zinsdienstes im Staatshaushalt &ndash; unabh&auml;ngig von der Neuverschuldung &ndash; nicht etwa sinkt, sondern steigt. Will die europ&auml;ische Politik Griechenland helfen? Oder will sie nicht vielmehr ihrem eigenen Finanzsektor zu pr&auml;chtigen Renditen verhelfen?<\/p><p><strong>Private Staatsfinanzierung &ndash; ein Modell der Vergangenheit<\/strong><\/p><p>Es gibt heutzutage keinen &uuml;berzeugenden Grund daf&uuml;r, dass Staaten ihre Anleihen &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte refinanzieren. Fr&uuml;her war dies anders. Im sp&auml;ten 17. Jahrhundert f&uuml;hrte England einen kostspieligen Krieg gegen Frankreich. Das Pfund Sterling war damals eine Silberm&uuml;nze, deren Wert sich am Materialwert des Silbers orientierte. Da der englische K&ouml;nig Geld f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung des Krieges brauchte und kein Silber &bdquo;sch&ouml;pfen&ldquo; konnte, musste er sich bei wohlhabenden Privatpersonen verschulden. Dies f&uuml;hrte im Jahre 1694 zur Gr&uuml;ndung der Bank of England. Die damals noch private Notenbank lieh dem K&ouml;nig das ben&ouml;tigte Geld, nahm daf&uuml;r 8% Zinsen und durfte Banknoten ausgeben, die durch die Einlagen bei der Bank of England gedeckt waren. <\/p><p>Doch die Zeiten sind zum Gl&uuml;ck lange vorbei. Moderne Zentralbanken k&ouml;nnen Geld sch&ouml;pfen, ohne dass daf&uuml;r wohlhabende Privatpersonen eine Sicherheit stellen. Monetaristen, die die Aufgaben einer Zentralbank gerne auf die Wahrung der W&auml;hrungsstabilit&auml;t reduzieren, malen in diesem Zusammenhang jedoch gerne das Schreckgespenst der Inflation an die Wand. Diese Sorgen sind jedoch in einem modernen Staatensystem anachronistisch. Wenn die Bundesrepublik sich nicht f&uuml;r 2,5% an den M&auml;rkten, sondern f&uuml;r 1,25% bei der EZB (von der das Geld der Marktteilnehmer ohnehin zu fast 100% stammt) verschuldet, hat dies auch keine direkte Auswirkung auf die Inflation. <\/p><p>Eine Staatsfinanzierung &uuml;ber die Zentralbanken w&uuml;rde auch die Macht der Rating-Agenturen merklich beschneiden. Wen interessiert das CCC-Rating Griechenlands, wenn das Land gar keine Anleihen auf den M&auml;rkten platzieren m&uuml;sste? Die Forderung nach einer europ&auml;ischen Rating-Agentur w&auml;re in diesem Szenario zumindest f&uuml;r die Frage der Staatsverschuldung nahezu obsolet, da die Einstufung der Bonit&auml;t der Eurol&auml;nder einzig und allein der EZB obliegen w&uuml;rde.<\/p><p>Wenn wir also zur Eingangsfrage zur&uuml;ckkommen und uns fragen, warum sich Staaten &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte finanzieren, kann die Antwort nur hei&szlig;en: Weil der Finanzsektor dies will. Laut Grundgesetz ist jedoch das Volk der Souver&auml;n und nicht der Markt &ndash; und schon gar nicht der Finanzsektor. <\/p><p>Zum Thema auch <a href=\"\/?p=7775\">Heiner Flassbeck<\/a>: <\/p><blockquote><p><em>H&auml;tte man von Anfang an mit dem Mittel der Euro-Anleihe der Spekulation den Garaus gemacht, h&auml;tte das ganze Spektakel erst gar nicht gegeben.<\/em><\/p>\n<p><em>Man brauche im &Uuml;brigen das ganze &bdquo;Kartenhaus des Bankensystems&ldquo; dazu gar nicht. Die Banken seien nichts anderes als Kreditvermittler im Auftrag des Staates, denn sie leiteten letztlich die von der Zentralbank zur Verf&uuml;gung gestellte Liquidit&auml;t an Kreditnehmer weiter. Es sei auf Dauer nicht hinnehmbar, dass die Banken vom Staat billiges Geld via Zentralbank bek&auml;men und damit wiederum Staatsanleihen dieses Staates kauft, die weit h&ouml;here Zinsen abwerfen (S. 190). Dass die Europ&auml;ische Zentralbank nicht direkt, sondern nur &uuml;ber den Umweg der Refinanzierung der Banken Staatsanleihen kaufe, sei nur der Ideologie zu verdanken, wonach nur die Weisheit der &bdquo;M&auml;rkte&ldquo; den Staat hindere, das Geld zu verschleudern. Wenn aber Finanzmarktakteure dank der Finanzmarktliberalisierung ein W&auml;hrungssystem, ja die Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs f&uuml;hrten, dann st&ouml;re das die Neoliberalen nicht weiter. Der Aberwitz sei, dass im Fr&uuml;hjahr 2010 die gleichen Akteure, die mit ihren Wettschulden die Staaten in immer h&ouml;here Defizite getrieben h&auml;tten, nun anfingen &uuml;ber Staatsbankrotte zu reden.<\/em> <\/p>\n<p><em>Auf den Finanzm&auml;rkten, seien die Dinge fundamental schief gelaufen. Marktwirtschaft m&uuml;sse endlich wieder als ein dienendes Element der Demokratie zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. Nur weil die Finanzm&auml;rkte nach der gro&szlig;en Depression der 30er Jahre strikt reguliert worden seien, habe es das gro&szlig;e Wirtschaftswunder gegeben. Entscheidende Voraussetzung sei die Beendigung der Spekulation mit W&auml;hrungen. Wechselkurse zwischen W&auml;hrungen seien neben dem Zins der wichtigste Preis einer offenen Volkswirtschaft. Sie bewegten die gesamte Palette der Au&szlig;enhandelspreise. Solange das monet&auml;re Problem nicht gel&ouml;st sei, l&ouml;se man auch kein anderes.<\/em><\/p>\n<p><em>Man m&uuml;sse das W&auml;hrungssystem m&ouml;glichst handelsneutral machen, d.h. die nominalen Wechselkurse m&uuml;ssten der Inflationsdifferenz der L&auml;nder folgen, also den realen Wechselkurs konstant halten.<\/em><\/p><\/blockquote><p><strong>Erg&auml;nzung:<\/strong> Unser Leser D.W. schrieb uns:<\/p><blockquote><p>Da Irland in der Finanzkrise viele Banken verstaatlicht hat, gehen genau die von Ihnen angesprochenen Zinsgewinne indirekt an den irischen Staat. Dadurch kann sich der irische Staat unter dem Strich Geld zu 1.25% bei der EZB leihen.<br>\nDies funktioniert folgendermassen: Der irische Staat gibt Anleihen mit einem relativ niedrigen Zins heraus und ausser den irischen Banken hat kaum einer Interesse an diesen Anleihen. Die irischen Banken m&uuml;ssen sie abnehmen, da der Eigent&uuml;mer (d.h. der Staat) das so w&uuml;nscht. Dann werden diese Anleihen bei der EZB hinterlegt und daf&uuml;r das Geld f&uuml;r die angesprochenen 1.25% geliehen. Der irische Staat hat durch diese verstaatlichten Banken also drei Vorteile: Zum einen bekommt er sein Geld zu niedrigeren Zinsen als wenn er es wirklich &uuml;ber den freien Markt besorgen m&uuml;sste, zum zweiten kann er Anleihen ausgeben, ohne dass der Markt sich fragt, ob diese auch abgenommen werden und zum dritten fliessen alle Gewinne aus diesen Gesch&auml;ften indirekt an den Staat zur&uuml;ck.<br>\nDies w&auml;re aus meiner Sicht auch eine M&ouml;glichkeit, wie sich Griechenland im Rahmen des bestehenden Systems helfen k&ouml;nnte. Nur dummerweise stehen derzeit alle Zeichen auf &ldquo;Privatisierung&rdquo; anstatt &ldquo;Verstaatlichung&rdquo;.<\/p><\/blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/065f53d3aa534cff881fe3aae8e97d65\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Leser stellte uns neulich die Frage, warum Staaten sich eigentlich &uuml;ber die M&auml;rkte finanzieren? 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