{"id":9887,"date":"2011-06-24T16:08:58","date_gmt":"2011-06-24T14:08:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9887"},"modified":"2011-06-24T16:08:58","modified_gmt":"2011-06-24T14:08:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9887","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:  Eurokrise ;Mehr Million&auml;re mit gr&ouml;sseren Verm&ouml;gen; Andres Velasco &ndash; Gesunder Menschenverstand bei Kapitalkontrollen; US-Notenbank: Bernankes Hilflosigkeit; EZB bremst zu fr&uuml;h; Das kreative Prekariat; Riester-Rente kostet den Staat fast neun Milliarden Euro; Argumente von Bescheuerten f&uuml;r Bescheuerte; Der neue Bahnhof &ndash; Projektgegner und die Polizei; Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt; Das Verh&auml;ltnis zwischen Tel Aviv und Washington; &Auml;gypten; China; Plagiierende Politiker;  Doktor Arbeitsamt &ndash; Wie wissenschaftliche Mitarbeiter in die Illegalit&auml;t getrieben werden; SPD am Steuer, das wird teuer; Verleger klagen gegen Tagesschau-App; Jugend hetzt;  zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Im Dispo (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Mehr Million&auml;re mit gr&ouml;sseren Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Andres Velasco &ndash; Gesunder Menschenverstand bei Kapitalkontrollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">US-Notenbank: Bernankes Hilflosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">EZB bremst zu fr&uuml;h<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Das kreative Prekariat: Es lohnt sich nicht, flei&szlig;ig und gebildet zu sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Riester-Rente kostet den Staat fast neun Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Argumente von Bescheuerten f&uuml;r Bescheuerte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Der neue Bahnhof &ndash; Projektgegner und die Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Das Verh&auml;ltnis zwischen Tel Aviv und Washington: Der Elefant und die Maus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">&Auml;gypten: Wir leben in einer Milit&auml;rdiktatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">China: Meinung macht mundtot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Plagiierende Politiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Doktor Arbeitsamt &ndash; Wie wissenschaftliche Mitarbeiter in die Illegalit&auml;t getrieben werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">SPD am Steuer, das wird teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Verleger klagen gegen Tagesschau-App<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Jugend hetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Im Dispo<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9887&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Rechnung an die Bank<\/strong><br>\nDie Kanzlerin hat in letzter Minute darauf verzichtet, Private f&uuml;r Griechenlands Drama zahlen zu lassen. Gut so. Es gibt subtilere Mittel, Geldinstitute am Schuldenabbau zu beteiligen. [&hellip;]<br>\nNach Kriegsende hatten die Briten Staatsschulden, die mehr als doppelt so hoch waren wie ihr Bruttoinlandsprodukt, viel mehr als heute die Griechen. Die Amerikaner kamen auf fast 120 Prozent. Zehn Jahre sp&auml;ter lagen die Raten nur noch etwa halb so hoch &ndash; atemberaubend.<br>\nAm Wirtschaftswachstum allein k&ouml;nne das nicht gelegen haben, so Reinhart und Sbrancia. So hoch war das damals nicht. Es gab auch keinen Schuldenschnitt, wie ihn Rumpel&ouml;konomen gerade f&uuml;r ein h&auml;ufig zitiertes s&uuml;deurop&auml;isches Land fordern. Auch keine Hyperinflation, mit der Staatsschulden weginflationiert werden und die ja auch, sagen wir, nicht uneingeschr&auml;nkt popul&auml;r ist.<br>\nDer Trick lag in der starken Regulierung, die Amerikaner wie Briten nach dem Liberalisierungsdesaster samt Gro&szlig;er Depression in den 30er-Jahren begonnen hatten. Dazu geh&ouml;rte, dass auf Bankeinlagen Zinsobergrenzen eingef&uuml;hrt wurden, die dazu f&uuml;hrten, dass es attraktiver schien, dem Staat m&auml;&szlig;ig verzinste Staatsanleihen abzukaufen. Oder dass die Leitzinsen niedrig gehalten wurden. Und dass es strikte Auflagen daf&uuml;r gab, Geld ins Ausland zu schaffen, damit auch keiner vor den niedrigen Zinsen fliehen konnte. Dazu geh&ouml;rte auch, dass die Regierungen Auflagen erlie&szlig;en, wonach zum Beispiel Pensionsfonds gezwungen wurden, einen bestimmten Teil der Depots mit Staatsanleihen zu best&uuml;cken. Was den Schuldendienst ebenso erleichterte.<br>\nWie die US-Expertinnen eindrucksvoll darlegen, lagen die Zinsen in dieser Zeit daraufhin viel niedriger als in (fr&uuml;heren oder sp&auml;teren) Zeiten stark liberalisierter Finanzm&auml;rkte &ndash; bei m&auml;&szlig;ig h&ouml;herer Inflation. In den USA gab es in jedem vierten Jahr zwischen 1945 und 1980 mehr Inflation als Zinsen, sprich: negative Realzinsen. Bei den Briten war das in fast jedem zweiten Jahr so. Unter einem Prozent lagen die britischen Realzinsen knapp drei von vier Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-thomas-fricke-rechnung-an-die-bank\/60068724.html?utm_source=twitter&amp;utm_medium=aus_artikel&amp;utm_campaign=button_oben&amp;amp\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Studie von Reinhart und Sbrancia kann <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/np\/seminars\/eng\/2011\/res2\/pdf\/crbs.pdf\">hier heruntergeladen werden [PDF &ndash; 269 KB]<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zu erg&auml;nzen w&auml;re noch, dass der Spitzensteuersatz in den USA w&auml;hrend der Nachkriegszeit teilweise &uuml;ber 90% lag und erst von Ronald Reagan erstmals unter 70% gesenkt wurde. F&uuml;r  die Forderung nach weitaus geringeren Spitzensteuers&auml;tzen muss man sich heute bereits als verkappter Kommunist bezeichnen lassen.<\/em> <\/p>\n<p><em>Zu diesem Thema m&ouml;chte ich den Lesern noch einen ganz hervorragenden <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2002\/46\/200246_krugmann.neu.xml%20\">Artikel von Paul Krugmann<\/a> empfehlen, der zwar bereits fast 10 Jahre alt ist, aber nichts an seiner Bedeutung verloren hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Achtung, Ansteckungsgefahr!<\/strong><br>\nGriechenland muss gerettet werden, damit Spanien und Italien nicht in die Pleite rutschen, hei&szlig;t es. Aber wie funktioniert diese Ansteckung eigentlich? Die Antwort findet sich in einem Papier, das der renommierte belgische &Ouml;konom Paul De Grauwe k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlicht hat. Die einzige M&ouml;glichkeit, diese &ldquo;Ansteckungsgefahr&rdquo; zu stoppen, w&auml;re ein gemeinsamer Eurobond. Wenn die Investoren nicht mehr unterscheiden k&ouml;nnten, ob sie eine spanische oder eine deutsche Staatsanleihe kaufen, k&ouml;nnten sie nicht mehr gegen Spanien spekulieren. Von einem Eurobond sind die EU-Politiker jedoch weit entfernt. Deswegen muss die &ldquo;Ansteckungsgefahr&rdquo; anders gebannt werden &ndash; indem man Griechenland nicht in die Pleite rutschen l&auml;sst und immer neue Rettungspakete beschlie&szlig;t. Diese Beruhigungspille f&uuml;r die Investoren ist jedoch teurer, als es die Eurobonds w&auml;ren. Doch f&uuml;r sie gibt es bisher keine Mehrheit &ndash; schon gar nicht bei den W&auml;hlern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F06%2F24%2Fa0075&amp;cHash=2bb037167b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der Frage ob Paul De Grauwe recht hat, w&auml;re es doch einmal an der Zeit zu fragen, ob tats&auml;chlich dem Wahlb&uuml;rger nicht zu vermitteln w&auml;re, dass Eurobonds letztlich billiger k&auml;men als immer neue Rettungspakete. Nicht &uuml;bersehen werden sollte, dass der die Regierungen beratenden Finanzindustrie mit den Eurobonds ein ganzer Gesch&auml;ftsbereich verlustig ginge.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mehr Million&auml;re mit gr&ouml;sseren Verm&ouml;gen<\/strong><br>\nDie Zahl wohlhabender Personen, die mindestens 1 Mio. $ an frei verf&uuml;gbarem Verm&ouml;gen halten, ist laut einer Untersuchung von Merrill Lynch Wealth Management und Capgemini auf weltweit 10,9 Mio. gestiegen. Dieses Total liegt &uuml;ber dem vor der Krise im Jahr 2007 erreichten H&ouml;chstwert (10,1 Mio.). Nicht nur die Zahl der Million&auml;re, sondern auch ihre Verm&ouml;gen &uuml;bersteigen mit 42 700 (i. V. 39 000) Mrd. $ den Vor-Krisen-Stand. Zu dieser Wohlstandsvermehrung haben vor allem die Regionen Asien\/Pazifik, Lateinamerika und Afrika beigetragen. Allerdings vereinigen die drei f&uuml;hrenden L&auml;nder USA, Japan und Deutschland immer noch &uuml;ber die H&auml;lfte der weltweiten Verm&ouml;gen auf sich, vor China, Grossbritannien, Kanada und der Schweiz. Laut der Untersuchung hat der &laquo;Risikoappetit&raquo; der Million&auml;re erneut zugenommen. W&auml;hrend die globalen Barbest&auml;nde innert Jahresfrist auf 14 (17)% zur&uuml;ckgingen, stieg der Aktienanteil auf 33 (29)%. Die risikofreudigsten Million&auml;re (geringer Barbestand, hohe Aktienquote) finden sich in Nordamerika, die konservativsten in Japan. Generell geht die Untersuchung davon aus, dass der Hang zu mehr Risiko im laufenden und im n&auml;chsten Jahr anhalten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/mehr_millionaere_mit_groesseren_vermoegen_1.11022147.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Andres Velasco &ndash; Gesunder Menschenverstand bei Kapitalkontrollen<\/strong><br>\nIWF-&Ouml;konomen untersuchten, wie es 50 L&auml;ndern w&auml;hrend des j&uuml;ngsten globalen Finanzgaus erging, wobei deren Entwicklung anhand des Wirtschaftswachstums 2008-09 im Vergleich zu 2003-2007 gemessen wurde. Ihr zentrales Ergebnis war, dass es L&auml;ndern, die bereits vorher Kapitalkontrollen eingerichtet hatten, besser erging &ndash; ihre Wachstumsraten fielen w&auml;hrend der Krise weniger stark. Der Grund daf&uuml;r war, dass sie weniger Schulden abzubauen hatten und es weniger freies Kapital im Lande gab, dass im Falle einer globalen Finanzklemme abgezogen werden konnte. Dies hei&szlig;t nicht, dass sich mit Kapitalkontrollen alle Probleme l&ouml;sen lassen: Dieselbe Arbeit zeigt, dass sie relativ ineffektiv dabei sind, Kreditbooms &ndash; eine weitere wichtige Ursache wirtschaftlicher Anf&auml;lligkeit &ndash; zu verhindern. Dies sollte nicht &uuml;berraschen, da neben internationalen Schuldenfl&uuml;ssen viele weitere Faktoren dazu f&uuml;hren k&ouml;nnen, dass die Banken eines Landes alle Vorsicht in den Wind schlagen und anfangen, auf waghalsige Weise Kredite zu vergeben. -Alle angehenden &Ouml;konomen m&uuml;ssen die Kardinalregel der Disziplin erlernen: Regierungen (und &uuml;brigens auch Personen) sollten eine Ma&szlig;nahme bis zu dem Punkt betreiben, an dem Nutzen und Grenzkosten identisch sind. J&uuml;ngste Forschungen zeigen, dass sich diese g&auml;ngige Logik bei sorgf&auml;ltiger Quantifizierung von Kosten und Nutzen auch auf die Frage anwenden l&auml;sst, ob und wann man Kapitalkontrollen anwenden soll. F&uuml;r einen &Ouml;konomen ist dies ein Grund zum Feiern &ndash; kein Cocktail erforderlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/velasco7\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Notenbank: Bernankes Hilflosigkeit<\/strong><br>\nWenn ein Wirtschaftsweiser wie der Fed-Chef ratlos ist und ihm weder Kompetenz noch Macht weiterbringen, ist das ern&uuml;chternd. Denn das Rezept des Notenbankchefs gegen den Absturz der amerikanischen Volkswirtschaft bringt nicht die erhofften Resultate: Da die US-Leitzinsen bereits gegen null tendierten, flutete Bernanke das Land mit Geld, indem die Fed Hypotheken- und Staatsanleihen im Volumen vieler Hundert Milliarden Dollar kaufte und so ihre Bilanz vervielfachte. Mit dieser geldpolitischen Lockerung konnte Bernanke zun&auml;chst vermeiden, dass die USA in ein japanisches Szenario mit Deflation und Stagnation abst&uuml;rzten. Doch nun endet die zweite Runde der Lockerung, und die US-Volkswirtschaft ist weit entfernt von einem Aufschwung. &ndash; Die Optionen des Zentralbankchefs sind jetzt beschr&auml;nkt. Vorerst kann er die lockere Geldpolitik weiterverfolgen, indem er die Leitzinsen auf dem historischen Tief h&auml;lt und die aufgebl&auml;hte Notenbankbilanz aufgebl&auml;ht l&auml;sst. Doch diese Politik, deren stimulierende Wirkung in den USA durch die schlechten Wirtschaftsdaten hinterfragt wird, bewirkt Sch&auml;den im Rest der Welt. So flie&szlig;en die billigen Dollar etwa in Schwellenl&auml;nder, wo sich derzeit gef&auml;hrliche Blasen aufbauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:us-notenbank-bernankes-hilflosigkeit\/60068748.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EZB bremst zu fr&uuml;h<\/strong><br>\nErstmals seit 2009 verlangsamt sich in vielen L&auml;ndern der Euro-Zone das Wachstum &ndash; und zwar deutlich. An Warnsignalen f&uuml;r eine bedrohliche Entwicklung mangelt es nicht. Doch die Notenbank schl&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:konjunktur-und-leitzins-ezb-bremst-zu-frueh\/60068750.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das kreative Prekariat: Es lohnt sich nicht, flei&szlig;ig und gebildet zu sein<\/strong><br>\nDeutschland braucht die kreativen K&ouml;pfe &ndash; bezahlt sie aber zu schlecht: Die Journalistin Katja Kullmann widerlegt in ihrem Buch &bdquo;Echtleben&ldquo; das M&auml;rchen, dass gute Ideen und Arbeitsdisziplin zu einem guten Auskommen f&uuml;hren. Der Untertitel von &bdquo;Echtleben&ldquo; ist irref&uuml;hrend: Es geht nicht darum, die richtige Haltung zu finden, sondern um Geld. Die soziale &Ouml;konomie einer freien Journalistin und Schriftstellerin, die die Autorin mit poetischer Genauigkeit schildert, ist dabei symptomatisch f&uuml;r die Sorgen einer ganzen gesellschaftlichen Schicht und einer Altersgruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30351\/das-kreative-prekariat-es-lohnt-sich-nicht-fleissig-und-gebildet-zu-sein-30443162.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Riester-Rente kostet den Staat fast neun Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie Riester-Rente kommt den Staat teuer zu stehen: In den zehn Jahren seit Einf&uuml;hrung der staatlich gef&ouml;rderten Privatrente habe der Staat fast 8,7 Milliarden Euro in die Zulagen f&uuml;r Riester-Vertr&auml;ge gesteckt, teilt das Finanzministerium laut der &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo; mit. Die Zahlen beruhen auf der Steuersch&auml;tzung. Bis 2015 d&uuml;rften demnach weitere 17,3 Milliarden f&auml;llig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,770246,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellt sich die Frage, wie hoch der Anteil dieser Subventionen ist, der direkt in die Kassen der Anbieter gewandert ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: 14,6 Millionen Riester-Vertr&auml;ge abgeschlossen<\/strong><br>\nBis Ende M&auml;rz 2011 waren in Deutschland 14,6 Millionen Altersvorsorgevertr&auml;ge abgeschlossen. Der Anteil der ruhend gestellten Vertr&auml;ge, f&uuml;r die keine Beitr&auml;ge gezahlt w&uuml;rden, werde auf 15 Prozent gesch&auml;tzt, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/6050) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/5849) mit. Bis Ende 2008 seien 1,4 Millionen Rentenversicherungsvertr&auml;ge wieder gek&uuml;ndigt worden.<br>\nZur Frage nach den Renditen dieser Versicherungen schreibt die Bundesregierung, die Riester-Rente sei als freiwillige private zus&auml;tzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge konzipiert. Sie sei ein Angebot des Staates an f&ouml;rderberechtigte B&uuml;rger, im Rahmen von Lebensversicherungen, Bank-, Fonds- oder Bausparpl&auml;nen eine Zusatzrente aufzubauen. &rdquo;Die Rendite und die H&ouml;he der Rentenzahlung sind davon abh&auml;ngig, f&uuml;r welchen Anbieter und f&uuml;r welches Altersvorsorgeprodukt sich der Anleger entscheidet&ldquo;, schreibt die Regierung. Jedes Anlageprodukt habe Vor- und Nachteile. So sei bei einem Banksparplan die voraussichtliche Rendite eher gering, aber der einmal erreichte Stand des Altersvorsorgeverm&ouml;gens sicher. Bei einem Fondssparplan k&ouml;nnten zwar h&ouml;here Renditen erzielt werden, aber das Verm&ouml;gen unterliege auch h&ouml;heren Kapitalmarktrisiken, so dass die tats&auml;chliche Rendite geringer ausfallen k&ouml;nne als bei einem Banksparplan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_06\/2011_259\/05.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Antwort der Bundesregierung belegt, dass die Konditionen und Kosten der Riester-Vertr&auml;ge undurchschaubar sind. Zudem ist die Riester-Rente ein <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:portfolio-staat-bessert-riester-foerderung-nach\/60047710.html\">b&uuml;rokratisches Monster<\/a>. Und daf&uuml;r hat der Staat inzwischen 8,5 Milliarden Euro an Subventionen bezahlt.<\/em><br>\n<em>Es bleibt dabei: F&uuml;r die Reicheren mag Riester eine Sparanlage sein, die aber nicht wirklich viel bringt, die &Auml;rmeren k&ouml;nnen sich Riester kaum leisten und f&uuml;r Viele bringt Riester gar nichts, wenn die gesetzlichen Rentenanspr&uuml;che unter dem Niveau der Grundsicherung liegen.<\/em><br>\n<em>Es ist schon bemerkenswert, dass 10 Prozent der Riester-Renten wieder gek&uuml;ndigt wurden und dass 15 Prozent der Vertr&auml;ge ruhend gestellt sind, l&auml;sst vermuten, dass Viele nicht in der Lage sind die Beitr&auml;ge zu leisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Argumente von Bescheuerten f&uuml;r Bescheuerte<\/strong><br>\nClaudia Roth beschw&ouml;rt die Basis auf ein erfolgreiches Atom-Ausstiegskonzept: &bdquo;Wir w&auml;ren doch bescheuert, wenn wir uns diesen Erfolg wegdefinieren w&uuml;rden&ldquo;. Stephan Hebel liefert Argumente von Bescheuerten f&uuml;r Bescheuerte.<br>\nClaudia Roth hat zwischen sich und die Andersdenkenden eine klare Grenze gezogen: Die Andersdenkenden, das sind diejenigen in der eigenen Partei, die die schwarz-gelbe Variante des Atomausstiegs ablehnen wollen. Und die sind offensichtlich &bdquo;bescheuert&ldquo;. &bdquo;Wir&ldquo; dagegen, das sind Claudia Roth und die anderen F&uuml;hrungsfiguren der Gr&uuml;nen. &bdquo;Wir w&auml;ren doch bescheuert&ldquo;, hat Claudia Roth gesagt, &bdquo;wenn wir uns diesen Erfolg wegdefinieren w&uuml;rden&ldquo;. Wenn das so ist: Hier ein paar Argumente von Bescheuerten f&uuml;r Bescheuerte. F&uuml;r alle, die heute beim Gr&uuml;nen-Parteitag den Merkelschen Ausstieg ablehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/argumente-von-bescheuerten-fuer-bescheuerte\/-\/1472602\/8593728\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der neue Bahnhof &ndash; Projektgegner und die Polizei <\/strong><br>\nDie Eskalation vom 20.06.2011 nach der Montagsdemonstration &ndash; was war passiert&hellip;<br>\nEs darf aber nicht sein, dass Pressemitteilungen verfasst werden, wenn die Fakten noch taufrisch sind und keines Falls valide sind. Man h&auml;tte die Sachverhalte in den ersten Meldungen neutraler formulieren k&ouml;nnen und somit das Ansehen aller Beteiligten wahren. Leider ist der zivile Polizist nun der Buhmann bei den Demonstranten und verbrannt bei der Polizei.<br>\nDie Landesregierung w&auml;re auch diese Mal gut beraten, die Vorf&auml;lle in einem Untersuchungsausschuss zu kl&auml;ren. Damit der B&uuml;rger merkt, dass nicht alles nur vertuscht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.new-facts.eu\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=512:der-neue-bahnhof-projektgegner-und-die-polizei&amp;catid=108:stuttgart-21&amp;Itemid=164\">new-facts.eu<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt<\/strong><br>\nDer WWF gilt als gr&ouml;&szlig;te Umweltschutzorganisation der Welt. Fast grenzenlos ist das Vertrauen in seine gr&uuml;nen Projekte. Mit aufr&uuml;ttelnden Kampagnen zielt der WWF direkt auf das gute Gewissen der Spender &ndash; alle sollen sich beteiligen wenn aussterbende Arten gesch&uuml;tzt und das Klima oder der Regenwald gerettet werden.<br>\nVor 50 Jahren wurde der WWF gegr&uuml;ndet &ndash; am 11. September 1961. Heute ist der WWF die einflussreichste Lobbyorganisation f&uuml;r die Umwelt &ndash; weltweit. Dank bester Kontakte zur Politik und zur Industrie. Eine st&auml;ndige Gratwanderung zwischen Engagement und K&auml;uflichkeit. Ein ganzes Jahr arbeitete der Dokumentarfilmer Wilfried Huismann an einem Film, der das gr&uuml;ne Bild des WWF entzaubern wird. Hinter der &Ouml;ko-Fassade entdeckte der Autor w&auml;hrend seiner Dreharbeiten weltweit Geschichten voller Sprengkraft.<br>\nDie Dokumentation will die Geheimnisse des WWF ergr&uuml;nden. Sie wird zur einer Reise ins Herz des gr&uuml;nen Empire und sie ersch&uuml;ttert den Glauben an den Panda.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/programm.daserste.de\/pages\/programm\/detailArch.aspx?id=DECB2B6FDA2C242F119126FBCE2A45B1\">Das Erste<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/799280_reportage---dokumentation\/7495082_der-pakt-mit-dem-panda--was-uns-der-wwf-verschweigt\">&bdquo;Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt&ldquo; in der ARD-Mediathek<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/themen\/huismann-kritik-pakt-mit-dem-panda-faktencheck\/\">Die Entgegnung des WWF<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/funkhauseuropa\/sendungen\/nova\/audio62348-popup.html\">Ein Interview mit dem Filmemacher Wilfried Huismann von Radio Bremen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Verh&auml;ltnis zwischen Tel Aviv und Washington: Der Elefant und die Maus<\/strong><br>\nDer Diskurs &uuml;ber den Nahostkonflikt ist von vielerlei Meinungen, Ideologemen, Binsenweisheiten, Klischees und Wunschvorstellungen &uuml;berfrachtet. Das hat zum einen mit seiner realen Brisanz zu tun, welche sich seinem genuinen Stellenwert in der globalen Politik des 20. Jahrhunderts verdankt; zum anderen aber auch mit der eigent&uuml;mlichen Neuralgie des Redens &uuml;ber diesen Konflikt, die sich ihrerseits von der Konstellation seiner Protagonisten, der nahezu mythisch anmutenden Vorstellung seiner Unl&ouml;sbarkeit und der steten Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden, die von ebendieser Unl&ouml;sbarkeit ausgeht, speist. Das Reden &uuml;ber den Nahostkonflikt, will es scheinen, geht stets &uuml;ber den Nahostkonflikt hinaus.  G&auml;ngig und zugleich verwunderlich ist in diesem Zusammenhang die Hervorhebung einer vorgeblichen Macht der sogenannten Israel-Lobby und ihres legend&auml;ren Einflusses auf die staatsoffizielle Politik der USA. Dabei l&auml;&szlig;t sich die Etablierung und zunehmende Verfestigung der Vorstellung dieses Einflusses durchaus nachvollziehen, denn das enge Verh&auml;ltnis zwischen dem winzigen Israel und der Supermacht USA ist mitnichten f&uuml;r selbstverst&auml;ndlich zu erachten und erfordert mithin in der Tat eine Erkl&auml;rung. Da kann einem (bei angemessener Pr&auml;disposition) schon in den Sinn kommen, da&szlig; da &raquo;die Juden&laquo; am Werk sind und eine Macht aus&uuml;ben, die den realen Gr&ouml;&szlig;en- und Gewaltverh&auml;ltnissen zwischen den Staaten als zutiefst inad&auml;quat erscheinen lassen mag. Und da diese Einflu&szlig;nahme auch eine institutionalisierte Form aufweist, kann sie nicht nur ideologisch verdinglicht, sondern auch mit allem projektiv besetzt werden, was als unangemessen postuliert und entsprechend konspirationstheoretisch &raquo;erkl&auml;rt&laquo; werden mu&szlig;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-23\/025.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist davon auszugehen, dass der Haltung des US-Pr&auml;sidenten die Auffassung zugrunde liegt, dass die USA auch angesichts der Demokratiebewegung im Nahen Osten den pal&auml;stinensisch-israelischen Konflikt als Dauermotiv f&uuml;r den Kampf der muslimisch-arabischen Welt gegen den Westen nicht mehr ignorieren kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Auml;gypten: Wir leben in einer Milit&auml;rdiktatur<\/strong><br>\nDie Protestbewegung in &Auml;gypten hat mit vielen R&uuml;ckschl&auml;gen zu k&auml;mpfen. Inhaltlich jedoch markiert die Demonstration vom 27. Mai, zu der die Protestbewegungen, Jugendb&uuml;ndnisse und rund zwanzig Parteien aufgerufen haben, einen doppelten Bruch. Zum einen zwischen der Bewegung und dem Milit&auml;r: Zum ersten Mal mobilisierte die Bewegung offen und mit scharfer Kritik gegen den herrschenden Milit&auml;rrat (SCAF). Zum anderen zwischen der Protestbewegung und den religi&ouml;sen Gruppen, insbesondere der Muslimbruderschaft. Denn diese ist bei der Demonstration zum ersten Mal seit dem R&uuml;cktritt Mubaraks nicht dabei. Sie hat im Vorfeld sogar aggressiv gegen diejenigen agitiert, die dazu aufgerufen haben. Die Protestierenden w&uuml;rden &raquo;das Land ruinieren&laquo;, seien &raquo;gegen die Revolution&laquo; und wollten einen &raquo;Keil zwischen Armee und Volk treiben&laquo;. Einige Salafiten-Gruppen schlossen sich an und lie&szlig;en verlauten, alle, die an diesem Tag auf dem Tahrir-Platz erscheinen w&uuml;rden, seien &raquo;ungl&auml;ubig&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/26703\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>China: Meinung macht mundtot<\/strong><br>\nDie an Bedingungen gekn&uuml;pfte Freilassung von Ai Weiwei betrifft nur einen einzigen, wenn auch sehr prominenten, Regimekritiker. Sein Fall ist nach Meinung der Menschenrechtsorganisation amnesty international jedoch Teil eines Repressionsmusters, das bis heute in China anh&auml;lt. &ldquo;Wir beobachten seit Februar dieses Jahres eine Zunahme der Repression&rdquo;, sagt Dirk Pleiter, Leiter der China-Koordinationsgruppe der deutschen Sektion der Menschenrechtsorganisation amnesty international. &ldquo;Wir wissen von rund 130 Aktivisten, die seit Februar verhaftet wurden oder verschwunden sind&rdquo;, so Pleiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F06%2F24%2Fa0085&amp;cHash=4afee2bd4f\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Plagiierende Politiker<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutsche EU-Politiker verh&ouml;hnen Silvana Koch-Mehrin<\/strong><br>\nDie Berufung der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin in den Forschungsausschuss des Europaparlaments ruft Spott und Irritationen hervor. Schlie&szlig;lich war der Europa-Parlamentarierin von der Universit&auml;t Heidelberg erst unl&auml;ngst der Doktortitel aberkannt worden, weil sie in ihrer Dissertation abkupferte, sprich: wissenschaftliche Standards verletzte. &ldquo;Nachdem die FDP das beschlossen hat, sehen wir das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die europ&auml;ische Forschungspolitik wird daran nicht zugrunde gehen&rdquo;, frotzelte Markus Ferber, Chef der CSU-Europa-Gruppe im Europa-Parlament im Gespr&auml;ch mit dem Boulevard-Medium: &ldquo;Wenn sie im Forschungsausschuss so viel Flei&szlig; an den Tag legt wie fr&uuml;her im Haushaltsausschuss, wird ohnehin nicht viel passieren&rdquo; &ndash; eine Anspielung auf die Fehlzeiten Koch-Mehrins im Haushaltsauschuss und Haushaltskontrollausschuss, die vor einiger Zeit schon f&uuml;r Aufsehen gesorgt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/plagiatsaffaere-in-der-fdp-deutsche-eu-politiker-verhoehnen-koch-mehrin-1.1111791\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die vors&auml;tzliche W&auml;hlerbeleidigung der Silvana Koch-Mehrin<\/strong><br>\nSpieglein, Spieglein an der Wand: Sag mir, wer ist der dreisteste Schummler im ganzen Land? Mit ihrer Berufung in den Forschungsausschuss l&auml;sst Silvana Koch-Mehrin jede Form von Anstand und Moral vermissen. Die FDP-Politikerin besch&auml;digt damit sich, ihre Partei und ihren Parteichef. Da darf sich keiner wundern, wenn die B&uuml;rger sich entnervt abwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/plagiatsaffaere-der-fdp-abgeordneten-die-vorsaetzliche-waehlerbeleidigung-der-silvana-koch-mehrin-1.1111992\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Chatzimarkakis hat mich plagiiert!<\/strong><br>\nWas denken die um ihr Zitat Gebrachten &uuml;ber die Praxis prominenter Politiker, ihre Doktortitel einst auf dem Kopierweg erworben zu haben? Ein betroffener Hochschullehrer packt aus. [&hellip;]<br>\nHierzu ein erster Gedanke: In der scheu&szlig;lichen Bologna-Universit&auml;ts-Unwelt, in dem der dort verordnete Ungeist des &bdquo;Publish or perish&ldquo; nur noch an quantitativen Indikatoren festgemacht wird, sollte bei der Ernennung zuk&uuml;nftiger Professoren deren Qualit&auml;t daran gemessen werden, wie viele S&auml;tze aus ihren Arbeiten in den Arbeiten anderer Wissenschaftler ohne Zitathinweis &uuml;bernommen wurden. Welchen gr&ouml;&szlig;eren Nachweis der eigenen wissenschaftlichen Qualit&auml;t aber kann es geben als den, wie h&auml;ufig man beklaut wurde? [&hellip;] Mein weiteres Nachdenken &uuml;ber das Urheberrecht konfrontiert meinen Lieblingsplagiator Chatzimarkakis und seine FDP-Kollegin Koch-Mehrin mit Stellungnahmen der FDP zum Urheberrecht. Dazu zun&auml;chst Hans-Joachim Otto, heute Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Bundeswissenschaftsministerium: &bdquo;Eine Gesellschaft, in der geistige Eigentumsrechte nichts mehr z&auml;hlen, Kulturschaffende enteignet werden und eine intransparente Mammutb&uuml;rokratie &agrave; la GEZ &ndash; wom&ouml;glich noch nach politischen Kriterien &ndash; Geld verteilt, wird intellektuell und kulturell versiegen. Das w&auml;re der Einstieg in den Kultur-Sozialismus.&ldquo;<br>\nFrei nach Otto und Leutheusser-Schnarrenberger ist Chatzimarkakis also ein Kultur-Sozialist und Zwangskollektivierer. Doch selbst das alte linksliberale Freiburger FDP-Programm von 1971 h&auml;tte einen solch gemeingef&auml;hrlichen Linksradikalismus nicht abgedeckt. Und deswegen schlage ich den Parteiausschluss von Chatzimarkakis und Koch-Mehrin aus der FDP wegen grundsatzwidrigen Verhaltens vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30870\/wertewandel-beim-urheberrecht-chatzimarkakis-hat-mich-plagiiert-30445639.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Doktor Arbeitsamt &ndash; Wie wissenschaftliche Mitarbeiter in die Illegalit&auml;t getrieben werden<\/strong><br>\nDreistheit siegt. Das hat sich auch schon so mancher Firmenchef gesagt, und seine Festangestellten durch vogelfreie Billigl&ouml;hner ersetzt oder durch kostenlose Praktikanten. MONITOR hat dar&uuml;ber immer wieder berichtet. Doch was wir jetzt gefunden haben, hat selbst uns umgehauen. An einigen staatlichen Hochschulen ist man offenbar noch kreativer. Warum nicht einfach die Mitarbeiter kostenlos arbeiten lassen, w&auml;hrend sie Arbeitslosengeld beziehen? Jan Schmitt und Claudia M&uuml;ller &uuml;ber &ldquo;Dekadenz&rdquo; statt &ldquo;Exzellenz&rdquo;.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/0616\/arbeitsamt.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD am Steuer, das wird teuer<\/strong><br>\nWeil Griechenland, EHEC und die st&auml;ndige Aberkennung von Doktortiteln auf Dauer langweilen, widmet sich &ldquo;Bild&rdquo; derzeit den vagen Pl&auml;nen der Bundesregierung, die Steuern zu senken. Sogar einen Brief an die Bundesregierung sollten die Leser abschicken. (Mehr zu den Steuersenkungs-Versprechen von FDP und &ldquo;Bild&rdquo; bei den Nachdenkseiten.)<br>\nDie Ministerpr&auml;sidenten einiger Bundesl&auml;nder sind von den Ideen eher weniger begeistert &mdash; und werden von &ldquo;Bild&rdquo; einigerma&szlig;en erwartbar als &ldquo;Steuer-N&ouml;rgler&rdquo; beschimpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/31390\/spd-am-steuer-das-wird-teuer\/\">BildBlog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Verleger klagen gegen Tagesschau-App<\/strong><br>\nMillionenfach heruntergeladen, erprobt und gelobt im &ouml;ffentlich-rechtlichen Auftrag: die Tagesschau-App f&uuml;r Smartphones und Tablet-Computer. Doch den deutschen Verlegern ist sie ein Dorn im Auge. Nun reichten acht Zeitungsverlage Klage ein. ARD und ZDF halten die Vorw&uuml;rfe f&uuml;r unbegr&uuml;ndet. [&hellip;]<br>\nVom Flensburger Tageblatt &uuml;ber den K&ouml;lner Stadtanzeiger, die Frankfurter Allgemeine Zeitung bis zur S&uuml;ddeutschen Zeitung &ndash; um nur einige zu nennen &ndash; geht die Allianz gegen die App. Die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Klage: &ldquo;Wir wehren uns gegen die textdominante Berichterstattung in der Tagesschau-App ohne Sendungsbezug.&rdquo;<br>\nMit dieser Sichtweise gehen Nienhaus und die Verleger ins Grunds&auml;tzliche. Ist ein Internetangebot wie tagesschau.de, denn nichts anderes zeigt die Tagesschau-App, ein presse&auml;hnliches Erzeugnis, das nur den Zeitungen zusteht? So begr&uuml;nden die Verleger ihre Ablehnung seit der Einf&uuml;hrung der App Ende 2010 und laden seither die Apps der ARD &ndash; bei allem Erfolg des Angebots &ndash; mit sehr viel Bedeutung auf. Das Erste mache Zeitung im Netz und die Zeitungen im Netz damit kaputt. So ist es seit mehr als einem Jahr auf jedem Medienforum zu h&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/tagesschauapp102.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein schlagendes Beispiel, dass es den Verlegern nicht um Information sondern ums Gesch&auml;ft geht. Wenn die Verleger meinen, dass das Tagesschau-Angebot &bdquo;ihre&ldquo; M&auml;rkte kaputt macht, dann ist das ein Beleg daf&uuml;r, dass ihre Angebote auf diesem &bdquo;Markt&ldquo; nicht bestehen k&ouml;nnen, weil ihr Angebot zu schlecht sind.<br>\nSchon dass die &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihre Informationsangebote erst nach einem <a href=\"\/wp-print.php?p=9147\">aufw&auml;ndigen Pr&uuml;fverfahren<\/a> ins Netz stellen k&ouml;nnen, war eine <a href=\"\/?p=3288\">Zensur durch den Markt<\/a>. Diese Zensur soll nun auch auf Smartphones und Tablet-Computer ausgedehnt werden.<\/em> <\/p>\n<p><strong>dazu: Betonierung des status quo<\/strong><br>\nDazu haben die Zeitungen nat&uuml;rlich ein gutes Recht! Nur sollten sie dann nicht behaupten, dass sie im Internet &ldquo;Zeitung&rdquo; machen und daf&uuml;r auch noch Leistungsschutzrechte verlangen. [&hellip;] Das was die Zeitungen im Netz machen, ist nicht Zeitung, aber das was die &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten im Netz machen, soll auch auf keinen Fall Zeitung sein. Die Verleger heucheln, dass sich die Balken biegen.<br>\nUnd ihre Reaktion ist zutiefst reaktion&auml;r. Sie sagt: Hier die Zeitungskonzerne, die die Gattung der Texte verwalten. Dort die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen, die das Genre des Bewegtbilds pflegen. Die Trennungen der vordigitalen &Auml;ra sollen k&uuml;nstlich ins Netz transferiert werden. Und beide Sph&auml;ren erhalten Bestandsschutz.<br>\nAber in Wirklichkeit sind die Onlinetexte der &ouml;ffentlich-rechtliche Anstalten so &ldquo;zeitungs&auml;hnlich&rdquo; wie die Videoblogs von Matthias Matussek &ldquo;fernseh&auml;hnlich&rdquo; sind. Diese Begriffe sind obsolet, denn sie sind beide Internet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/blog\/210_betonierung_des_status_quo\">Perlentaucher<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Jugend hetzt<\/strong><br>\nIch kenne Paul Ronzheimer nicht pers&ouml;nlich. Er ist Redakteur im Parlamentsb&uuml;ro der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Heute wird er gemeinsam mit seinem Kollegen Nikolaus Blome den mit 10.000 Euro dotierten Herbert Quandt Medien-Preis f&uuml;r ihre gemeinsame Artikel-Serie &ldquo;Geheimakte Griechenland&rdquo; erhalten. [&hellip;]<br>\nRonzheimers bisheriges Lebenswerks erweckt nicht unbedingt den Eindruck, als sei er jemand, der sich &uuml;berm&auml;&szlig;ig f&uuml;r Details oder gr&ouml;&szlig;ere Zusammenh&auml;nge interessiert. Damit w&auml;re er bei &ldquo;Bild&rdquo; freilich nur einer unter vielen, aber Ronzheimer ist gerade mal 25 Jahre alt. Und da setzt meine Vorstellungskraft aus. [&hellip;]<br>\nMein Weltbild l&auml;sst es zugegebenerma&szlig;en schon nur schwer zu, dass Menschen unter 80 in die Junge Union oder bei den Jungliberalen eintreten und ihre hochschulpolitischen Metzger damit nicht nur w&auml;hlen, sondern selber Teil davon sind. Andererseits verzeihe ich jedem hochtalentierten Jungfu&szlig;baller einen Wechsel zum FC Bayern, auch wenn sich die wenigsten dort durchsetzen. Aber ein Kerl wie Ronzheimer, der l&auml;sst mich v&ouml;llig ratlos zur&uuml;ck. Er ist ja offensichtlich nicht dumm, man muss also annehmen, dass er sehr genau wei&szlig;, an was f&uuml;r menschenverachtenden, b&ouml;swilligen Kampagnen er da flei&szlig;ig mitarbeitet.<br>\nMehr noch: Ronzheimer scheint sich bei seiner Arbeit ja richtig wohl zu f&uuml;hlen. Was treibt diesen offensichtlich Getriebenen an? Woher kommt sein Hass auf die Griechen? Oder hat er gar keinen Hass und hetzt nur gegen das ganze Volk, weil er es kann &mdash; und bei &ldquo;Bild&rdquo; auch soll? Und w&auml;re letzteres nicht sogar noch schlimmer?<br>\nVor rund zwanzig Jahren gab es bei &ldquo;Bild&rdquo; schon mal einen jungen &Uuml;berflieger mit l&auml;ssiger Frisur und stylischer Brille. Sein Name: Kai Diekmann. Vor Paul Ronzheimer liegt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.coffeeandtv.de\/2011\/06\/22\/jugend-hetzt\/\">Coffee and TV<\/a>\n<p><strong>dazu: Wolfgang Storz &ndash; Unfassbar!<\/strong><br>\n&bdquo;Bild&ldquo;-Report zur Griechen-Krise bekommt einen Journalistenpreis f&uuml;r &ldquo;exzellenten Wirtschaftsjournalismus&rdquo;. Z&auml;hlt differenzierte Berichterstattung gar nichts mehr?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/kultur\/1125-medientagebuch\">Der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Im Dispo<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise ;Mehr Million&auml;re mit gr&ouml;sseren Verm&ouml;gen; Andres Velasco &ndash; Gesunder Menschenverstand bei Kapitalkontrollen; US-Notenbank: Bernankes Hilflosigkeit; EZB bremst zu fr&uuml;h; Das kreative Prekariat; Riester-Rente kostet den Staat fast neun Milliarden Euro; Argumente von Bescheuerten f&uuml;r Bescheuerte; Der neue Bahnhof &ndash; Projektgegner und die Polizei; Der Pakt mit dem Panda:<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9887\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9887","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9887"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9887\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9889,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9887\/revisions\/9889"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}