{"id":98879,"date":"2023-06-06T08:30:10","date_gmt":"2023-06-06T06:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879"},"modified":"2023-06-06T08:30:10","modified_gmt":"2023-06-06T06:30:10","slug":"hinweise-des-tages-4371","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h01\">&bdquo;Die Stromkosten im Winter will ich sehen&ldquo;: Bauingenieurin rechnet mit Habecks Heizungsgesetz ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h02\">Hunderttausend ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte? Das reicht nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h03\">Armutszeugnis: Viele Millionen Euro, die den Staat nicht interessieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h04\">Profite, Profite, Profite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h05\">Abgeordnete von Union und FDP haben die h&ouml;chsten Nebeneink&uuml;nfte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h06\">F&uuml;r Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h07\">Eine d&uuml;stere Perspektive f&uuml;r Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h08\">Polnische Spezialeinheit best&auml;tigt Beteiligung an Angriffen auf Belgorod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h09\">Kriegs&uuml;bungen in S&uuml;dostasien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h10\">Offener Brief an Herbert Gr&ouml;nemeyer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h11\">FBI ermittelt offenbar weiter gegen Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h12\">Chance auf Zukunft: Afghanistan wird Teil des Neuen Seidenstra&szlig;enprojekts Chinas.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h13\">Entschlossen in den Abgrund: Spekulationen &uuml;ber &raquo;Ultimatum&laquo; an Wagenknecht.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98879#h14\">Zu guter Letzt: Entscheidend verz&auml;hlt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Die Stromkosten im Winter will ich sehen&ldquo;: Bauingenieurin rechnet mit Habecks Heizungsgesetz ab<\/strong><br>\nDie Bauingenieurin Lamia Messari-Becker ist unerbittlich: Habecks W&auml;rmewende ist mit dem aktuellen Heizungsgesetz nicht umsetzbar. Was muss der Wirtschaftsminister besser anpacken?<br>\nDie Ampel w&uuml;rde ihr umstrittenes Heizungsgesetz am besten schon vor der Sommerpause durchziehen. Also tritt Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) jetzt noch schnell mit seinen Kritikern in der Wirtschaft in Kontakt und versucht, den Gesetzentwurf mehr oder weniger verdaulich zu machen. Dabei geh&ouml;ren vor allem die Bauingenieure zu den h&auml;rtesten Kritikern des Dokuments wie Prof. Dr. Lamia Messari-Becker, bekannt durch ihre Auftritte im ZDF. Wir haben mit ihr gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/die-stromkosten-im-winter-will-ich-sehen-bauingenieurin-rechnet-mit-habecks-heiz-gesetz-ab-li.354215\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Falsche Reihenfolge: Nach Heizungsgesetz will Bundesregierung W&auml;rmeplanung angehen.<\/strong><br>\nEs fehlt ein schl&uuml;ssiges Gesamtkonzept.<br>\nDeutlich wird das bei Betrachtung einer anderen Gesetzesinitiative, n&auml;mlich der zur &raquo;W&auml;rmeplanung&laquo;. Mit ihr sollen L&auml;nder und Kommunen zur Konzeption einer klimaneutralen Heizinfrastruktur verpflichtet werden, der Ausbau von Fernw&auml;rmenetzen soll dabei eine zentrale Rolle spielen. An dem Entwurf arbeiten Wirtschafts- und Bauministerium schon eine Weile. Anders als beim Heizungsgesetz scheint die Zeit nicht zu dr&auml;ngen, vor dem Herbst soll sich der Bundestag jedenfalls nicht damit befassen. Und das ist die falsche Reihenfolge: Denn wer heute eine W&auml;rmepumpe einbauen l&auml;sst, k&ouml;nnte schon morgen dazu verdonnert werden, sein Haus ans ausgebaute Fernw&auml;rmenetz anzuschlie&szlig;en. Dass es sich bei der &raquo;W&auml;rmeplanung&laquo; um etwas absolut Grundlegendes handelt, macht der Gesetzentwurf hinl&auml;nglich klar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/452047.w%C3%A4rmewende-ja-mach-nur-einen-plan.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hunderttausend ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte? Das reicht nicht!<\/strong><br>\nDie Au&szlig;enministerin und der Arbeitsminister sind gemeinsam nach Brasilien gereist. Sie wollen dort Pflegekr&auml;fte f&uuml;r Deutschland begeistern. Wie das klappen soll, erl&auml;utern sie in diesem Gastbeitrag. (&hellip;)<br>\nDaf&uuml;r digitalisieren wir endlich die deutschen Verfahren. In unserem Pilotland Brasilien k&ouml;nnen hochqualifizierte Fachkr&auml;fte schon jetzt ihre Unterlagen f&uuml;r die Beantragung der Blauen Karte EU digital einreichen und haben innerhalb weniger Tage ihr Visum in der Hand. Bis 2025 erm&ouml;glichen wir dieses Verfahren weltweit und f&uuml;r alle Aufenthaltszwecke.<br>\nWir flexibilisieren die Arbeitsabl&auml;ufe unserer Beh&ouml;rden und bauen B&uuml;rokratie ab. Im Bundesamt f&uuml;r Ausw&auml;rtige Angelegenheiten, das wir vor zwei Jahren in Brandenburg geschaffen haben, wollen wir bis Ende 2024 viermal so viele Visa f&uuml;r Fachkr&auml;fte bearbeiten wie bisher.<br>\nAuch in unseren Visa-Stellen beschleunigen wir die Verfahren, indem wir unseren Auslandsvertretungen erm&ouml;glichen, mehr Entscheidungen vor Ort treffen und damit auch die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/baerbock-und-heil-in-brasilien-brauchen-fachkraefte-aus-dem-ausland-18940987.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anstatt hierzulande f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen einschlie&szlig;lich mehr Geh&auml;lter zu sorgen, wird weiterhin durch die Welt geflogen und nach Arbeitskr&auml;ften im Ausland gesucht. Die Lage am hiesigen Arbeits- und Wohnungsmarkt d&uuml;rfte so nicht entspannter werden. Fraglich ist, ob sich die beiden Politiker &uuml;ber die m&ouml;glichen finanziellen und sozialen Folgen im Klaren sind. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98207#h09\">Heil und Baerbock wollen Pflegekr&auml;fte in Brasilien anwerben<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Vernagelt: Baerbock und Heil in S&uuml;damerika<\/strong><br>\nKolonialistisch get&ouml;nter Starrsinn im Umgang mit dem &raquo;globalen S&uuml;den&laquo; bestimmt auch die &Auml;u&szlig;erungen Baerbocks und Heils, die in drei L&auml;ndern S&uuml;damerikas Pflegefachkr&auml;fte f&uuml;r das deutsche Gesundheitswesen rekrutieren sollen. Das hat die erste Koalition aus SPD und Gr&uuml;nen vor 20 Jahren entscheidend ruiniert. Wo Gesundheit eine Frage der Rendite ist, wird Personal davongejagt oder verschlissen, sind Patienten l&auml;stige Profitminderer, hat Barbarei wieder einen Namen. Wenn Heil jetzt von einer &raquo;Win-win-Situation&laquo; f&uuml;r Brasilien und die Bundesrepublik bei der Abwerbung von Pflegekr&auml;ften spricht, ist das nicht nur Sch&ouml;nf&auml;rberei, sondern imperialistische Demagogie. Noch w&auml;hrend der Tour der beiden Minister tagen die EU-Innenminister am Donnerstag, um die &raquo;Festung Europa&laquo; abzuschotten: massenhafter Tod den &raquo;illegalen&laquo; und feinere Auswahl &raquo;n&uuml;tzlicher&laquo; Migranten. Im globalen S&uuml;den hat sich herumgesprochen, dass beides im Westen zusammengeh&ouml;rt. Hierzulande wird jedoch das Problembewusstsein zur Migration weiterhin vernagelt. Reisende Kabinettsmitglieder h&auml;mmern mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/452199.vernagelt.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Armutszeugnis: Viele Millionen Euro, die den Staat nicht interessieren<\/strong><br>\nIn Deutschland werden Steuererkl&auml;rungen von Einkommensmillion&auml;ren immer weniger kontrolliert. Dabei f&uuml;hren die meisten Pr&uuml;fungen zu deutlichen Mehreinnahmen. In einer anderen Rangliste ging es jedoch nach oben.<br>\nAm 25. Mai 2023 erhielt die Bundestagsabgeordnete Dr. Gesine L&ouml;tzsch (Die Linke) eine Antwort des Bundesministeriums der Finanzen auf ihre Berichtsanforderung zum Thema &ldquo;Ergebnisse der steuerlichen Betriebspr&uuml;fung bei Steuerpflichtigen mit bedeutenden Eink&uuml;nften (Einkommensmillion&auml;re) im Jahr 2022&rdquo;.<br>\nIn einer Zeit, in der der Einsparungen und Schuldenreduzierung auf der Tagesordnung stehen, ist die Frage zentral, welches Interesse der Staat zeigt, eine gerechte Besteuerung und deren Einnahme sicherzustellen. Denn:\n<blockquote><p>Steuern sind die wichtigste Einnahmequelle des Staates. Damit finanziert er Aufgaben, die im Interesse der Gemeinschaft sind. Dazu geh&ouml;ren beispielsweise das Bildungs- und Gesundheitswesen oder die &ouml;ffentliche Infrastruktur. Jede B&uuml;rgerin und jeder B&uuml;rger ist also einerseits verpflichtet, Steuern zu zahlen. Andererseits profitieren alle auch von den Leistungen, die damit finanziert werden,<\/p><\/blockquote>\n<p>&hellip; wie das Bundesministerium f&uuml;r Finanzen erkl&auml;rt.<\/p>\n<p>Die per Mail versandte Antwort hat es in sich. Es gibt in dem angefragten Sinne in Deutschland 15.133 Einkommensmillion&auml;re. Gepr&uuml;ft wurden allerdings nur 870 Steuererkl&auml;rungen. 5,7 Prozent. Mit anderen Worten: Einkommensmillion&auml;re werden im Schnitt nur alle 17 Jahre gepr&uuml;ft, ob ihre Angaben korrekt sind. Das hei&szlig;t in der Regel nur dreimal in ihrem Arbeitsleben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Armutszeugnis-Viele-Millionen-Euro-die-den-Staat-nicht-interessieren-9163778.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Profite, Profite, Profite<\/strong><br>\nDividenden der Konzerne in Deutschland steigen auf Rekordniveau &ndash; Kinderarmut auch.<br>\nDie Anteilseigner der 750 Aktiengesellschaften in Deutschland k&ouml;nnen sich 2023 &uuml;ber Rekordzahlungen freuen. 75 Milliarden Euro wollen die Konzerne an Dividenden aussch&uuml;tten &ndash; eine Steigerung von fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den L&ouml;wenanteil davon planen die 40 DAX-Konzerne aus ihren Gewinnen abzugeben: Auf sie entfallen zwei Drittel der Rekordsumme. Neben Volkswagen schaffte es Siemens unter die Top Ten der Konzerne weltweit, bei denen die Dividenden am st&auml;rksten sprudelten. Zwei Tage nachdem die &raquo;Tagesschau&laquo; im ARD-Fernsehen diese Erfolge meldete, spuckte der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband in die neoliberale Suppe. Nach vorl&auml;ufigen Angaben aus dem Mikrozensus 2022 sei die Kinderarmut in Deutschland erneut auf einem Rekordhoch. Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni &raquo;leistete&laquo; sich eines der reichsten L&auml;nder, da&szlig; jedes f&uuml;nfte Kind in Armut aufw&auml;chst. Laut Parit&auml;tischem seien die vorl&auml;ufigen Zahlen vorsichtig zu betrachten. In den letzten Jahren hatte die Armutsstatistik jeweils nach oben korrigiert werden m&uuml;ssen. Insgesamt sei die Armut in Deutschland leicht r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1455379885489\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abgeordnete von Union und FDP haben die h&ouml;chsten Nebeneink&uuml;nfte<\/strong><br>\nIn den Fraktionen von CDU\/CSU und der FDP hat rund ein Drittel f&uuml;nfstellige Betr&auml;ge zus&auml;tzlich eingenommen. Zwei Abgeordnete kommen auf mehr als drei Millionen Euro.<br>\nJeweils rund ein Drittel der Bundestagsabgeordneten von CDU\/CSU und FDP haben seit Beginn der Legislaturperiode Nebeneink&uuml;nfte in f&uuml;nfstelliger H&ouml;he erzielt. Wie aus einer Auswertung des Spiegels und der Transparenzinitiative Abgeordnetenwatch hervorgeht, nahmen im Zeitraum vom 1. November 2021 bis zum 31. M&auml;rz 2023 38 Prozent der FDP-Abgeordneten und 31 Prozent der Parlamentarier der Union mehr als 10.000 Euro ein.<br>\nDie h&ouml;chsten Einnahmen erzielte demnach seit November 2021 CSU-Politiker Sebastian Brehm mit 3,5 Millionen Euro aus seiner T&auml;tigkeit als Steuerberater, gefolgt vom FDP-Abgeordneten Markus Herbrand (3,3 Millionen Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2023-06\/bundestag-abgeordnete-nebeneinkuenfte-cdu-csu-fdp\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit<\/strong><br>\n&Uuml;ber die deutsch-chinesischen Beziehungen im Licht der &raquo;Zeitenwende&laquo;. Gastvortrag von Sevim Dagdelen an der Shanghai International Studies University. (&hellip;)<br>\nMan muss betonen, welches Potential zum gegenseitigen Nutzen ein Ausbau der deutsch-chinesischen Beziehungen haben k&ouml;nnte &ndash; im kulturellen, wissenschaftlichen und im Bildungsbereich, aber auch in der Verst&auml;rkung der Handelsbeziehungen sowie der F&ouml;rderung vernetzter Produktionsketten und der daf&uuml;r erforderlichen Infrastruktur. (&hellip;)<br>\nDas Haupthindernis aber auf dem Weg zur F&ouml;rderung der deutsch-chinesischen Beziehungen sehe ich in der mangelnden Souver&auml;nit&auml;t der Bundesrepublik Deutschland. Gerade im Stellvertreterkrieg der NATO in der Ukraine zeigt sich, dass Berlin in Sekundenbruchteilen au&szlig;enpolitische Entscheidungen Washingtons nachvollzieht und sich, wie an der Frage der Lieferung deutscher Panzer ablesbar, sogar in die erste Reihe des Krieges schieben l&auml;sst. Die Situation in Deutschland erinnert an die Situation im Lateinamerika der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, bei der eine Kompradoren-Bourgeoisie die Interessen von US-Konzernen durchsetzt. Oft wird dabei auf die massive Pr&auml;senz von US-Truppen in Deutschland verwiesen, die seit 78 Jahren stationiert sind, oder auf die engmaschigen transatlantischen Netzwerke in Politik, Medien und Wirtschaft. Aber als alleinige Erkl&auml;rung f&uuml;r die extreme Willf&auml;hrigkeit, mit der die deutsche Politik gegen&uuml;ber den USA oft agiert, reicht dies nicht aus. Seit 1990 hat der US-Investmentfond Blackrock, mit &uuml;ber zehn Billionen US-Dollar weltweit die gr&ouml;&szlig;te Gesellschaft verwalteten Verm&ouml;gens, enorm in Deutschland investiert. Blackrock ist an allen 30 Dax-Unternehmen entscheidend beteiligt und gr&ouml;&szlig;ter Anteilseigner bei acht von ihnen. Sicher, Blackrock investiert auch in China, aber in keinem Fall kann von einer derart starken Stellung wie in Deutschland gesprochen werden. Diese Zusammenballung wirtschaftlicher Macht wirkt sich auf politische Entscheidungen in Deutschland aus. Das scheint mir unbestritten. Hier ist wie im Bereich der NATO ein weites Feld f&uuml;r wissenschaftliche Untersuchungen, inwieweit dieses Investment politisch dazu beitr&auml;gt, in ein Vasallenverh&auml;ltnis Deutschlands gegen&uuml;ber den USA und vor allem den US-Konzernen &uuml;bersetzt zu werden. (&hellip;)<br>\nAber wie im Stellvertreterkrieg scheint am Ende das All-In, ein Alles-oder-nichts-Prinzip zu herrschen, bei dem sowohl das Risiko eines Dritten Weltkriegs und zumindest eines Weltwirtschaftskriegs w&auml;chst mit m&ouml;glicherweise verheerenden Folgen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung auf dem gesamten Globus. Eine Politik am Roulettetisch aber f&uuml;hrt noch sicherer in den absoluten Verlust. Alles, was seit Ende des Zweiten Weltkriegs auch an internationalen Institutionen aufgebaut wurde, um an die Stelle des Krieges die Diplomatie und die Kooperation zu setzen, drohte eingerissen zu werden. Und auf diese Vernunft, die sich einer Apokalyptik der Spieler verweigert, m&uuml;ssen die deutsch-chinesischen Beziehungen in Gegenwart und Zukunft gr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/452038.interessenausgleich-f%C3%BCr-freiheit-frieden-und-gerechtigkeit.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine d&uuml;stere Perspektive f&uuml;r Kiew<\/strong><br>\nWann Gespr&auml;che &uuml;ber einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg beginnen, entscheiden US-Pr&auml;sident Biden und die Regierungschefs aus Gro&szlig;britannien, Frankreich und Deutschland. Ausschlaggebend ist, wie hoch der Preis f&uuml;r den Frieden sein wird.<br>\nDer Krieg in der Ukraine ist nach mehr als einem Jahr immer noch nicht entschieden. Erfolge und Niederlagen wechseln sich auf beiden Seiten ab. Vieles spricht derzeit daf&uuml;r, dass am Ende &ndash; trotz massiver westlicher Waffenlieferungen &ndash; eine Pattsituation entstehen k&ouml;nnte, die den Westen und Russland zu der &Uuml;berzeugung kommen lassen, dass ein Waffenstillstand die beste L&ouml;sung ist.<br>\nEs mag sein, dass die Regierung in Kiew anders denkt und weiterk&auml;mpfen will. Aber es entscheidet &ndash; entgegen den offiziellen Verlautbarungen des Westens &ndash; nicht die Ukraine souver&auml;n dar&uuml;ber, wann Gespr&auml;che &uuml;ber einen Waffenstillstand beginnen, sondern US-Pr&auml;sident Biden und die Regierungschefs aus Gro&szlig;britannien, Frankreich und Deutschland.<br>\nDenn ohne die Unterst&uuml;tzung dieser L&auml;nder w&auml;re die Ukraine machtlos gegen&uuml;ber Russland. Faktisch k&auml;me ein Waffenstillstand einer Niederlage f&uuml;r die Ukraine gleich. Warum? Die &uuml;berwiegende Mehrheit der EU- und Nato-L&auml;nder erwartet bis zu einem Waffenstillstand nicht, dass die ukrainischen Streitkr&auml;fte die russischen Besetzer vollst&auml;ndig aus ihrem Land vertreiben werden. Sie rechnen mit einer amputierten Ukraine. Das mag bitter sein, aber Politik ist eben mehr als &bdquo;die Flamme der reinen Gesinnung&ldquo; (Max Weber).<br>\nEntscheidend wird sein, welchen Preis Kiew und der Westen am Ende f&uuml;r einen Waffenstillstand oder gar Friedensverhandlungen zahlen m&uuml;ssen. Dabei ist zu bef&uuml;rchten, dass weder eine Mitgliedschaft der Ukraine in der EU noch in der Nato in den kommenden 15 bis 20 Jahren realistisch ist &ndash; alles andere w&uuml;rde Moskau bei Verhandlungen wohl nicht akzeptieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article245707604\/Ukraine-Krieg-Eine-duestere-Perspektive-fuer-Kiew.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Faszinierend, dass diese konservative WELT gelassen die Wahrheiten ausspricht, die woanders als Tabu gelten oder geleugnet werden, z. B. von der Bundesregierung: nicht die Ukraine, sondern ihre Waffenlieferanten aus dem Westen bestimmen &uuml;ber Waffenstillstandsverhandlungen, auch gegen den Willen der Ukraine; und allen Beteuerungen zum Trotz wird die Ukraine in absehbarer Zeit (oder &uuml;berhaupt je) weder Mitglied der EU noch der NATO. Wenn den Menschen in der Ukraine diese desillusionierende Perspektive bewusst w&auml;re, w&uuml;rden sie wohl mit den fruchtlosen K&auml;mpfen aufh&ouml;ren; so aber werden die Ukrainer mit vorgehaltener Karotte (EU, NATO) immer weiter in den Stellvertreterkrieg hineingedr&uuml;ckt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Polnische Spezialeinheit best&auml;tigt Beteiligung an Angriffen auf Belgorod<\/strong><br>\nDas polnische Freiwilligenkorps best&auml;tigte am Sonntagmorgen, dass es an den Angriffen in der russischen Grenzregion Belgorod beteiligt war. Ein russisches Korps widerspricht.<br>\nIn einem von Bildern und Videos begleiteten Beitrag auf Telegram hat das polnische Freiwilligenkorps (Polski Korpus Ochotniczy) seine Teilnahme an den K&auml;mpfen der vergangenen Wochen in der russischen Grenzregion Belgorod best&auml;tigt. Offizielle Stellen in Polen haben die Beteiligung aber nicht best&auml;tigt. Zu den Angriffen bekannten sich auch zwei paramilit&auml;rische russische Freiwilligenbataillone. Die Gruppierungen &bdquo;Russischer Freiwilligenkorps&ldquo; und &bdquo;Legion Freiheit Russlands&ldquo; k&auml;mpfen zwar aktuell aufseiten der Ukraine, bestehen aber aus zum Teil rechtsextremen Russen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/polnische-spezialeinheit-bestaetigt-beteiligung-an-angriffen-auf-belgorod-russland-li.355414\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kriegs&uuml;bungen in S&uuml;dostasien<\/strong><br>\nDie Bundeswehr verstetigt ihre Kriegs&uuml;bungen im Indischen und im Pazifischen Ozean und wird im n&auml;chsten Jahr mehr Einheiten der Marine und der Luftwaffe in die Asien-Pazifik-Region entsenden als zuvor. Dies best&auml;tigt das Bundesverteidigungsministerium anl&auml;sslich der gegenw&auml;rtigen Asienreise von Minister Boris Pistorius, die Ende vergangener Woche in Singapur begonnen hat. Dort nahm Pistorius &ndash; als erster deutscher Verteidigungsminister seit langem &ndash; am Shangri-La Dialogue teil, der aktuell wichtigsten Sicherheitskonferenz in Asien, und f&uuml;hrte Gespr&auml;che mit seinem singapurischen Amtskollegen Ng Eng Hen. Singapur, das drei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r das Milit&auml;r ausgibt &ndash; mehr als zehn Milliarden US-Dollar pro Jahr &ndash;, ist nicht nur einer der bedeutendsten Kooperationspartner der US-Streitkr&auml;fte in der Region, sondern auch einer der gr&ouml;&szlig;ten Abnehmer deutscher R&uuml;stungsexporte au&szlig;erhalb der NATO, und es intensiviert seine Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Zugleich dehnen die USA ihre Kriegs&uuml;bungen in S&uuml;dostasien auf Rekordniveau aus, w&auml;hrend China bem&uuml;ht ist, den milit&auml;rischen Einfluss des Westens nicht allzu stark werden zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9258\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Tragische Farce<\/strong><br>\nOb die Marxsche Feststellung zutrifft, dass sich manche geschichtlichen Ereignisse zweimal ereignen, das eine Mal als Trag&ouml;die, das andere Mal als Farce? Die Bundesregierung jedenfalls macht zur Zeit die Probe aufs Exempel. Am Wochenende bequemte sich Verteidigungsminister Boris Pistorius erstmals zum Shangri-La-Dialog nach Singapur; seine Amtsvorg&auml;ngerinnen hatten die renommierte Tagung &ndash; immerhin Asiens gr&ouml;&szlig;te Sicherheitskonferenz &ndash; jahrelang geschw&auml;nzt; ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r die immer wieder beschworene Wertsch&auml;tzung, die Berlin fernen Weltgegenden entgegenzubringen behauptet. Pistorius k&uuml;ndigte in Singapur f&uuml;r n&auml;chstes Jahr die Entsendung zweier Kriegsschiffe der Bundesmarine sowie eines Luftwaffengeschwaders zu Man&ouml;vern in die Asien-Pazifik-Region an; dann aber mimte er, wie es sonst der Kanzler, die Au&szlig;enministerin oder andere im Ausland weilende Berliner Regierungsmitglieder gew&ouml;hnlich tun, Cato den &Auml;lteren.<br>\nWie der r&ouml;mische Staatsmann jede seiner Reden, ob es inhaltlich passte oder nicht, mit dem Mantra beendet haben soll, das immer noch aufmuckende Karthago m&uuml;sse in einem dritten Krieg endg&uuml;ltig zerst&ouml;rt werden, so kaperte Pistorius nun den Shangri-La-Dialog mit der Lieblingsparole des Westens, es m&uuml;ssten sich jetzt alle Staaten gegen Russland verb&uuml;nden. (&hellip;)<br>\nCato der &Auml;ltere hatte mit seinem gebetsm&uuml;hlenhaften Insistieren, Karthago m&uuml;sse endlich zerst&ouml;rt werden, schlie&szlig;lich Erfolg: Rom beendete seinen Dritten Punischen Krieg im Jahr 146 vor unserer Zeitrechnung mit der vollst&auml;ndigen Vernichtung seines alten Rivalen. Es war damals allerdings noch eine in vollem Aufstieg begriffene Macht. Der heutige Westen hingegen hat den Zenit seiner globalen Dominanz inzwischen &uuml;berschritten. M&uuml;ndete Catos &raquo;ceterum censeo&laquo; damals f&uuml;r die antike nordafrikanische Metropole in eine furchtbare Trag&ouml;die, so hat das heutige Mantra des Westens, Russland m&uuml;sse ruiniert werden, das Zeug zur tragischen Farce.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/452063.tragische-farce.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98790#h07\">Peking soll Training durch fr&uuml;here Bundeswehrpiloten &raquo;unverz&uuml;glich&laquo; beenden<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Zwischenfall in Taiwanstra&szlig;e<\/strong><br>\nBeinahezusammensto&szlig; zweier Kriegsschiffe &uuml;berschattet Shangri-La-Dialog in Singapur.<br>\n&Uuml;berschattet wurde der Shangri-La-Dialog vom Beinahezusammensto&szlig; zweier Kriegsschiffe in der Taiwanstra&szlig;e. Dort hatte sich am Sonnabend ein chinesisches Schiff einem US-Zerst&ouml;rer auf 150 Meter gen&auml;hert. Das U.S. Indo-Pacific Command warf Chinas Marine daraufhin vor, mit &raquo;unsicherem&laquo; Vorgehen Gefahren zu schaffen. Das f&uuml;r Ostchina zust&auml;ndige Eastern Theatre Command der chinesischen Streitkr&auml;fte warnte hingegen, indem Kriegsschiffe aus anderen Weltregionen immer wieder vor der chinesischen K&uuml;ste kreuzten, provozierten sie &raquo;mutwillig Risiken&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/452028.asien-pazifik-region-zwischenfall-in-taiwanstra%C3%9Fe.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Offener Brief an Herbert Gr&ouml;nemeyer<\/strong><br>\nDer Lyriker und Musiker Jens Fischer Rodrian verfolgt die Karriere seines bekannten Kollegen Herbert Gr&ouml;nemeyer seit nun &uuml;ber 40 Jahren. Er war nach eigenen Worten nie Fan, aber zutiefst ber&uuml;hrt von dessen Album &bdquo;Mensch&ldquo;. Gr&ouml;nemeyers konforme Haltung zur Corona- und Kriegspolitik der Bundesregierung empfand er jedoch als Entt&auml;uschung. Als der ber&uuml;hmte Musiker am 23. Mai in der Berliner Mercedes-Benz Arena ein Konzert geben sollte, wollte Rodrian ihn auf einer Kundgebung davor mit der Ausgrenzung und Diffamierung sowohl von Ungeimpften als auch Ma&szlig;nahmenkritikern konfrontieren. Weil der Auftritt abgesagt worden war, hat er nun einen Offenen Brief an Gr&ouml;nemeyer formuliert. Rodrian reicht die Hand aus und strebt einen Dialog an. pb: schwarz auf wei&szlig; ver&ouml;ffentlicht das Schreiben in voller L&auml;nge:<br>\n&ldquo;Sehr geehrter Herr Gr&ouml;nemeyer,<br>\nmein Name ist Jens Fischer Rodrian, ich bin Musiker und Lyriker. Ich lebe in Berlin. Vor Jahren hatten wir gemeinsam die UNTEILBAR-Demo in Berlin bespielt, Sie als Headliner an diesem Abend, ich als Schlagzeuger von Konstantin Wecker.<br>\nIch war am 21. Mai 2023 eingeladen, auf einer Kundgebung vor der Mercedes-Benz Arena zu spielen, um auf ein paar Dinge aufmerksam zu machen, die mir und anderen Weggef&auml;hrten am Herzen liegen. Leider kam es nicht zu der Kundgebung. Daher w&auml;hle ich jetzt den Weg eines Offenen Briefes.<br>\nEinige K&uuml;nstler sind in den letzten drei Jahren einen anderen Weg gegangen als Sie und einige Ihrer Kollegen. Sie haben sich mit den Ma&szlig;nahmen aus unterschiedlichsten Gr&uuml;nden nicht einverstanden erkl&auml;rt. Viele von ihnen wurden daraufhin gecancelt und haben ihre Engagements oder Spielorte verloren. Dass die Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Ma&szlig;nahmen berechtigt waren, wei&szlig; man heute. Daher m&ouml;chte ich Sie bei allem Respekt darauf aufmerksam machen, dass f&uuml;r uns eine Aufarbeitung der Coronazeit unabdingbar ist. Das Geschehene totzuschweigen, kann keine Option sein, wenn wir die Spaltung der Gesellschaft &uuml;berwinden wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/paulbrandenburg.com\/offener-brief\/offener-brief-an-herbert-groenemeyer\/\">paulbrandenburg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>FBI ermittelt offenbar weiter gegen Julian Assange<\/strong><br>\nAm 1. Juni berichteten der Sydney Morning Herald und The Age, zwei f&uuml;hrende australische Zeitungen, &uuml;ber neue Informationen, die darauf hindeuteten, dass das amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) die Ermittlungen gegen den WikiLeaks-Herausgeber Julian Assange offenbar fortsetzt.<br>\nIn dem Artikel hei&szlig;t es, dass das FBI in der Vorwoche Andrew O&rsquo;Hagan, einen schottischen Journalisten und Autor, kontaktiert und um ein Interview &uuml;ber Assange gebeten habe. O&rsquo;Hagan hatte 2011 den Auftrag erhalten, als Ghostwriter f&uuml;r Assange dessen Autobiografie zu schreiben. [&hellip;]<br>\nDie Ermittlungen k&ouml;nnten darauf hinweisen, dass die US-Regierung versucht, neue Anklagen gegen Assange oder sogar gegen andere WikiLeaks-Vertreter auszuhecken. Vor allem aber zeigen sie, dass der amerikanische Staat nach all den Jahren nichts Stichhaltiges gegen Assange in der Hand hat und weiterhin im Tr&uuml;ben fischt, um ihn, gest&uuml;tzt auf L&uuml;gen und F&auml;lschungen, im laufenden Auslieferungsprozess anzugreifen. [&hellip;]<br>\nAm Freitag gab WikiLeaks eine Erkl&auml;rung ab und kritisierte die Art und Weise, in der im Sydney Morning Herald und in der Age &uuml;ber die FBI-Untersuchung berichtet wurde. Beide Publikationen hatten geschrieben, die Anfrage an O&rsquo;Hagan deute darauf hin, dass das FBI die Ermittlungen gegen den WikiLeaks-Gr&uuml;nder &bdquo;wieder aufgenommen&ldquo; habe.<br>\nWikiLeaks stellte jedoch fest: &bdquo;Seitdem die Trump-Administration das aktuelle Verfahren 2017 auf Druck von CIA-Chef Michael Pompeo er&ouml;ffnet hatte, ist die Untersuchung niemals abgeschlossen worden. Es ist daher unsinnig zu behaupten, sie sei &sbquo;wieder aufgenommen&lsquo; worden.&ldquo; [&hellip;]<br>\nAssanges australischer Anwalt Stephen Kenny reagierte in einer Stellungnahme gegen&uuml;ber dem Herald und The Age auf O&rsquo;Hagans Enth&uuml;llungen mit den Worten: &bdquo;Offenbar versuchen sie, weiter zu ermitteln, was ich angesichts der Zeit, die seit Beginn der Ermittlungen vergangen ist, ungew&ouml;hnlich finde. Ich denke, das ist insofern besorgniserregend, als wir uns um eine Regelung bem&uuml;ht haben, um Julian nach Hause zu bringen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDie j&uuml;ngste Entwicklung zeigt erneut, wie unwahrscheinlich es ist, dass der Fall Assange eine positive L&ouml;sung findet, wenn nicht eine Massenbewegung aktiv f&uuml;r seine Freiheit k&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/06\/04\/atzk-j04.html%20\">World Socialist Web Site<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert und besorgniserregend zugleich. Man fragt sich derzeit sowieso schon, wo eine vern&uuml;nftige Massenbewegung f&uuml;r Freiheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit &uuml;berhaupt ihren Ursprung nehmen soll.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chance auf Zukunft: Afghanistan wird Teil des Neuen Seidenstra&szlig;enprojekts Chinas.<\/strong><br>\nAfghanistan soll Teil des chinesischen Projekts der Neuen Seidenstra&szlig;e (Belt and Road Initiative, BRI) werden. Darauf einigten sich am 28. Mai Vertreter Chinas und Pakistans in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. In Anwesenheit des afghanischen Au&szlig;enministers Amir Khan Muttaqi unterzeichneten beide Staaten ein Abkommen, mit dem der chinesisch-pakistanische Wirtschaftskorridor (CPEC) nach Afghanistan erweitert werden soll. Es handelt sich um bis zu 60 Milliarden US-Dollar schwere Infrastrukturprojekte, die sich teilweise bereits im Bau befinden und das wirtschaftlich schwache Pakistan unterst&uuml;tzen sollen. Die Taliban-Regierung in Afghanistan ist politisch international weitgehend isoliert. China, Ru&szlig;land und der Iran kooperieren mit den Taliban vor allem durch Hilfslieferungen. Offizielle diplomatische Beziehungen gibt es nicht. F&uuml;r Afghanistan bedeutet die Vereinbarung, da&szlig; umfangreiche Bauprojekte und Investitionen helfen k&ouml;nnen, die marode Wirtschaftslage zu &uuml;berwinden. Nach mehr als 20 Jahren Krieg und dem &uuml;berst&uuml;rzten Abzug der von den USA gef&uuml;hrten Koalition im August 2021 ist die Bev&ouml;lkerung verarmt und die Infrastruktur im Land ist weitgehend zerst&ouml;rt. Die von den USA und der EU verh&auml;ngten Sanktionen blockieren den Wiederaufbau und die Entwicklung in Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1419759998176\/0\">Karin Leukefeld in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Entschlossen in den Abgrund: Spekulationen &uuml;ber &raquo;Ultimatum&laquo; an Wagenknecht.<\/strong><br>\nEin Bericht &uuml;ber ein angebliches &raquo;Ultimatum&laquo; des Vorstandes von Die Linke an die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht hat am Montag f&uuml;r weitere Unruhe in der kriselnden Partei gesorgt. Die Taz hatte berichtet, dass sich die Parteispitze am 25. Mai mit der Fraktionsf&uuml;hrung und Wagenknecht zusammengesetzt habe; dabei sei Wagenknecht ultimativ aufgefordert worden, bis zum 9. Juni zu erkl&auml;ren, ob sie in der Partei bleiben wolle oder nicht. Koparteichef Martin Schirdewan wollte am Montag nur best&auml;tigen, dass es ein Gespr&auml;ch mit Wagenknecht gab. Da Vertraulichkeit vereinbart worden sei, k&ouml;nne er zum Inhalt nichts sagen. Kofraktionschef Dietmar Bartsch best&auml;tigte ebenfalls das Gespr&auml;ch, bestritt im Deutschlandfunk aber, dass es ein Ultimatum gegeben habe. Davon k&ouml;nne &raquo;keine Rede sein&laquo;. Der Taz zufolge will der Vorstand, der am Wochenende zusammentritt, auf der Grundlage einer dann vorliegenden oder nicht vorliegenden R&uuml;ckmeldung von Wagenknecht &uuml;ber die n&auml;chsten Schritte entscheiden. Sollte das so geplant sein, dann agiert der Parteivorstand weiter zuverl&auml;ssig nach dem Drehbuch des rechten Parteifl&uuml;gels: Das &raquo;Netzwerk Progressive Linke&laquo; hatte erst am Wochenende einen Antrag an den Parteitag beschlossen, in dem der Vorstand aufgefordert wird, &raquo;Entscheidungen herbeizuf&uuml;hren&laquo; und mutma&szlig;lichen Bestrebungen zur Gr&uuml;ndung einer konkurrierenden Partei &raquo;entschlossen und kompromisslos entgegenzutreten&laquo;. Wagenknecht &auml;u&szlig;erte sich am Montag nicht zu dem &raquo;Ultimatum&laquo;. Daf&uuml;r meldete sich der Bochumer Bundestagsabgeordnete Christian Leye mit Kritik an der Parteif&uuml;hrung zu Wort. In einer Krisensituation mit einer &raquo;abgewirtschafteten Ampel&laquo; und einer AfD bei 19 Prozent versacke &raquo;die linke Opposition bei lausigen 4 bis 5 Prozent&laquo;. Leye fragte, warum der Vorstand nicht an einem &raquo;politischen Angebot&laquo; arbeite, das &raquo;die W&auml;hler wieder erreicht und &uuml;berzeugt&laquo;. Stattdessen diskutiere die Parteispitze &uuml;ber Ultimaten an die beliebteste Linken-Politikerin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/452607.niedergang-der-linkspartei-entschlossen-in-den-abgrund.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Entscheidend verz&auml;hlt<\/strong><br>\nBeim SP&Ouml;-Parteitag unterl&auml;uft ein Rechenfehler: Zwei Tage nach der Wahl des Vorsitzenden stellt sich ein anderer als Sieger heraus: Andreas Babler.<br>\nEs hei&szlig;t ja, &ouml;sterreichische Politik werde nie langweilig, und tats&auml;chlich hatten die vergangenen Jahre, vom Aufstieg des &Ouml;VP-Stars Sebastian Kurz &uuml;ber das Ibiza-Video bis zu zahlreichen Korruptionsermittlungen, reichlich Stoff f&uuml;r Schlagzeilen hergegeben. Nun ist eine neue hinzugekommen, die diesmal die SP&Ouml; betrifft, und eines ist gewiss: Wer den Schaden hat, muss f&uuml;r den Spott nicht sorgen. [&hellip;]<br>\nAufgrund eines Fehlers eines Mitarbeiters seien die Ergebnisse in einer Exceltabelle in der falschen Reihenfolge eingetragen worden, und sie habe das nicht mehr &uuml;berpr&uuml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spoe-parteichef-hans-peter-doskozil-andreas-babler-auszaehlungsfehler-1.5902490\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Eine Exceltabelle f&uuml;r ein Ausz&auml;hlungsergebnis, alles klar. Was ist denn eigentlich mit den Mitgliedern der Wahlkommission passiert, die die Zettel ausz&auml;hlten? Haben die nach Abgabe des Ergebnisses umgehend einen Ged&auml;chtnisverlust erlitten?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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