{"id":9899,"date":"2011-06-28T08:43:40","date_gmt":"2011-06-28T06:43:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9899"},"modified":"2011-06-28T08:43:40","modified_gmt":"2011-06-28T06:43:40","slug":"hinweise-des-tages-1412","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9899","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Die unglaubliche monet&auml;re Subvention der Finanzwirtschaft; Viele erben wenig, wenige Erben viel; Deutsche Konjunktur zur Jahresmitte 2011; Steuervereinfachung &ndash; Drei Mal ein Steuersatz; Bankenpleite: D&auml;nemark will Gl&auml;ubiger bluten lassen; Lars Niggemeyer: Fachkr&auml;ftemangel &ndash; eine Drohkulisse f&uuml;r den Arbeitsmarkt?; Gerd Bosbach: Gesch&ouml;nte Zahlen; Jutta Roitsch: Das &bdquo;Bildungspaket&ldquo; und seine fragw&uuml;rdige Umsetzung; Bildungsgutscheine: Leyen will Eltern Hartz-IV-Geld hinterhertragen; Manifest zur &Uuml;berwindung der Massenarbeitslosigkeit: Notwendige Debatte; Stresstest bestanden? Auf welcher Basis?; Tunesien: Geburtswehen einer Demokratie; Sklavenhaltung: Unter dem Deckmantel der Immunit&auml;t; Kost&uuml;mierte Antisemiten; Gr&uuml;ne: Staatstragend wie die CDU; Rechte Burschen.  (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Die unglaubliche monet&auml;re Subvention der Finanzwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Viele erben wenig, wenige Erben viel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Deutsche Konjunktur zur Jahresmitte 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Steuervereinfachung &ndash; Drei Mal ein Steuersatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Bankenpleite: D&auml;nemark will Gl&auml;ubiger bluten lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Lars Niggemeyer: Fachkr&auml;ftemangel &ndash; eine Drohkulisse f&uuml;r den Arbeitsmarkt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Gerd Bosbach: Gesch&ouml;nte Zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Jutta Roitsch: Das &bdquo;Bildungspaket&ldquo; und seine fragw&uuml;rdige Umsetzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Bildungsgutscheine: Leyen will Eltern Hartz-IV-Geld hinterhertragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Manifest zur &Uuml;berwindung der Massenarbeitslosigkeit: Notwendige Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stresstest bestanden? Auf welcher Basis?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Tunesien: Geburtswehen einer Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Sklavenhaltung: Unter dem Deckmantel der Immunit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Kost&uuml;mierte Antisemiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Gr&uuml;ne: Staatstragend wie die CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Rechte Burschen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9899&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rudolf Hickel: Deutschland unter dem Spardiktat wie Griechenland: Das 410 Milliarden Euro Sanierungs- Szenario<\/strong><br>\nUm die Dimension dieser Politik der Auflagen und die den Griechen abverlangte Herkulesaufgabe zu erfassen, lohnt sich ein Vergleich mit Deutschland. Dies zeigt das folgende Szenario: Deutschland wird wegen seiner hohen Staatsverschuldung von derselben Troika verpflichtet, ein Sparprogramm vergleichbar zu Griechenland<br>\ndurchzusetzen. Auf der Basis von f&uuml;nf Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Griechenland f&uuml;r das erste Sparpaket aufzubringen hat, w&auml;ren das f&uuml;r Deutschland 120 Milliarden Euro. Mit dem neuen Programm k&auml;men auf der Basis von 12,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 280 Milliarden Euro hinzu. Ingesamt m&uuml;ssten im Vergleich zu Griechenland ab 2011 in den kommenden sechs Jahren 410 Milliarden Euro an Einsparungen und Steuererh&ouml;hungen vorgenommen werden. Die Jahresrate beliefe sich auf knapp 70 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/m2111.pdf\">Arbeitgruppe Alternative Wirtschaftspolitik [PDF &ndash; 52.2 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Es kriselt<\/strong><br>\nGriechenland-Krise ist demnach der Kollaps Athens alleine; die Euro-Krise ist die Kalamit&auml;t der W&auml;hrung einzig; Regierungskrise ist eine Konfusion, die ausschlie&szlig;lich unzufriedene B&uuml;rger verursachen; die EU-Krise gilt somit als Beklemmung europ&auml;ischer Organe nur; die Wirtschafts- und Finanzkrise ist das Dilemma der M&auml;rkte lediglich &ndash; dass aber alle Krisen zusammengefasst als ein einziges Krisenszenario durchgewinkt werden k&ouml;nnen, kommt da keinem mehr in den Sinn. Jede Krise ist fein s&auml;uberlich in seine Kompetenzen gewiesen, sie kann nicht &uuml;bergreifen und nicht generalisiert verstanden werden &ndash; sie ist eine beschr&auml;nkte Krise, die die unbeschr&auml;nkte Krise des Systems bedeckt.<br>\nDie Taktik derer, die das System weiterhin als alternativlos und als bestes aller m&ouml;glichen Systeme beschreiben, ist weniger die Leugnung der Krise. Der Turbo-Kapitalismus unserer Tage ist innovativ, wenn es darum geht, seine eigene Agonie hinter Floskeln und falschen Informationen zu verstecken. Er bestreitet die Krise nicht, er schafft viele kleine Duodez-Krisen, die die gro&szlig;e Krise des gesamten Komplexes tarnen sollen. Wo Griechenland, Euro, EU oder Banken in der Krise sind, da ist es das kapitalistische System nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/06\/es-kriselt.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Klassenkampf auf Spanisch<\/strong><br>\nWie geht es weiter f&uuml;r die &raquo;Bewegung der Emp&ouml;rten&laquo; in Spanien nach den Platzbesetzungen und Aktionen wie der Blockade des Regionalparlaments in Barcelona? Die Bewegung ist sehr heterogen und sucht nach B&uuml;ndnissen, um die sozialen Proteste in die Gesellschaft zu tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2011\/25\/43450.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Furcht vor einer Ansteckung Italiens<\/strong><br>\nZu dem sich abzeichnenden Wechsel der Marktstimmung gegen&uuml;ber Italien d&uuml;rfte die Warnung der Rating-Agentur Moody&rsquo;s vor einer m&ouml;glichen Zur&uuml;ckstufung der staatlichen Anleihen beigetragen haben. Die Marktkommentatorin Rebecca Wilder beispielsweise sieht wachsende Kreditrisiken, da die Rating-Unsicherheit durch sich versch&auml;rfende politische Turbulenzen und einen sich verschlechternden zyklischen Konjunkturausblick erg&auml;nzt wird. Eine Zur&uuml;ckstufung der Anleihen h&auml;tte negative Auswirkungen auf die Kosten der Verschuldung, die fast 120% des Bruttoinlandproduktes (BIP) entspricht. Die Analytiker der Investmentbank Barclays Capital erwarten, dass der Verschuldungsgrad des Landes ohne strukturelle Reformen in den kommenden Jahrzehnten kontinuierlich bis auf 200% des BIP steigen w&uuml;rde. Zwar erreicht der Spread gegen&uuml;ber deutschen Bundesanleihen bei weitem nicht griechische Dimensionen (&uuml;ber 1400 Basispunkte) und ist auch noch weit entfernt von den Aufschl&auml;gen f&uuml;r irische oder portugiesische Papiere (&uuml;ber 900 Basispunkte), doch er ist auf &uuml;ber 200 Basispunkte gestiegen. Sollte Griechenland umschulden, w&auml;re eine Ausweitung der Aufschl&auml;ge auch f&uuml;r italienische Bonds zu erwarten.<br>\nDer Chef von Pimco, Mohamed al-Erian glaubt, dass Griechenland (und andere L&auml;nder) ihre Zahlungen einstellen werden, denn es sei bisher nichts getan worden, was das wirtschaftliche Wachstum beschleunigt h&auml;tte. Eine &laquo;L&ouml;sung&raquo; der Krise zeichnet sich ab. Ein Teil der Schulden Griechenlands (und anderer L&auml;nder) befindet sich durch die Rettungsversuche bereits in &ouml;ffentlicher Hand &ndash; deren Anteil wird weiter steigen. Mark Schofield von der Citibank sch&auml;tzt, dass 45% der Schulden Griechenlands auf diese Weise &laquo;umgeschuldet&raquo; worden seien. Laut Barclays Capital sind &uuml;ber die H&auml;lfte der griechischen Schulden in H&auml;nden der EZB und von anderen &ouml;ffentliche Institutionen. Francesco Garcarelli von Goldman Sachs sieht auch einen Prozess des &laquo;managed deleveraging&raquo;, in dem die &ouml;ffentliche Schuld Griechenlands zunehmend von Kapitalmarktinstrumenten in Kredite &ouml;ffentlicher Institutionen mit langen Laufzeiten und tragbaren Zinsen umgestaltet wird. Als Resultat dieses Transferprozesses werde der &ouml;ffentliche Sektor der Euro-Zone zum dominanten Gl&auml;ubiger Griechenlands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/furcht_vor_einer_ansteckung_italiens_1.11066359.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bekannte und unbekannte Risiken einer Eurozonen-Pleite<\/strong><br>\nDie Finanzm&auml;rkte haben Europa offenbar in Geiselhaft genommen und drohen im Pleitefall den finanziellen Weltuntergang an. Daf&uuml;r w&auml;ren sie dann zwar ausschlie&szlig;lich selbst verantwortlich, die Folgen tr&auml;gt aber in jedem Fall die Allgemeinheit.<br>\nBei allen Beschwichtigungen, die Eurozone werde keinen &ldquo;unkontrollierten Bankrott&rdquo; eines Mitgliedsstaates zulassen, d&uuml;rfte angesichts der Leistungen der politischen Entscheidungstr&auml;ger inzwischen auch ein pl&ouml;tzlicher Zahlungsausfall nicht mehr auszuschlie&szlig;en sein. Immerhin war von Anfang an klar absehbar, welche Folgen die bisherigen L&ouml;sungsbem&uuml;hungen haben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35000\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die unglaubliche monet&auml;re Subvention der Finanzwirtschaft<\/strong><br>\nDie EZB leiht den Banken Geld, diese wiederum verleihen es an die Einzelstaaten weiter. Damit erhalten die Banken eine Subvention von mehr als 4,5 Mrd. Euro<br>\n&Ouml;sterreich und alle anderen Euro-Staaten haben ein einfaches Finanzierungssystem. Die EZB leiht den Banken Geld, diese wiederum verleihen es an die Einzelstaaten weiter. Damit erhalten die Banken f&uuml;r eine Transaktion, die kaum mehr als einen Mausklick ben&ouml;tigt, eine gigantische Subvention &ndash; Geld, das im Staatshaushalt derzeit bitter abgeht. Nach einer Sch&auml;tzung des Autors betr&auml;gt diese Summe f&uuml;r &Ouml;sterreich mehr als 4,5 Mrd. Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1308679763869\/Die-unglaubliche-monetaere-Subvention-der-Finanzwirtschaft\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Artikel von Oliver Picek stellt eine inhaltliche Erg&auml;nzung zum Artikel <a href=\"\/?p=9857\">Staatsfinanzierung als Subvention des Finanzsektors<\/a> auf den NachDenkSeiten dar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Viele erben wenig, wenige Erben viel<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wird heftig kritisiert, weil sie private Gl&auml;ubiger an den Kosten der Griechenlandkrise beteiligen will. Dabei k&ouml;nnte Schwarz-Gelb die Verursacher der Finanzkrise viel einfacher &uuml;ber die Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuern zur Kasse bitte. Geld w&auml;re genug da: Gesch&auml;tzte 2,6 Billionen Euro vererben die Deutschen bis 2020 &ndash; 800 Milliarden davon gehen auf das Konto der reichsten zwei Prozent.<br>\nDas Geldverm&ouml;gen wuchs im letzten Jahr um 4,7 Prozent.<br>\nDas spiegelt sich auch in den Erbschaften wider. Bis 2020 werden in Deutschland voraussichtlich 2,6 Billionen Euro vererbt. Damit wechselt mehr als ein Viertel des Volksverm&ouml;gens von insgesamt rund 9,4 Billionen Euro den Besitzer. Es hat sich im letzten Jahrzehnt um ca. 20 Prozent erh&ouml;ht. Die Verteilung des Erbverm&ouml;gens ist allerdings sehr ungleich: Viele erben wenig, wenige erhalten viel. So ist die Erbschaft nur in 0,2 Prozent der F&auml;lle mehr als 250.000 Euro wert. 28 Prozent der Erbschaften machen weniger als 25.000 Euro aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++088177b4-9e6a-11e0-6c58-00188b4dc422\">DGB klartext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche Konjunktur zur Jahresmitte 2011<\/strong><br>\nDie deutsche Konjunktur, die bereits seit dem Sommer 2009 auf Erholungskurs gewesen ist, befindet sich seit dem ersten Quartal 2011 nunmehr in einem Aufschwung. Das Vorkrisenniveau der Produktion ist &uuml;berschritten, und die Wachstumsrate liegt &uuml;ber dem langfristigen Trend. Das Wachstum ist zunehmend balancierter. Sowohl der Au&szlig;enbeitrag als auch die Inlandsnachfrage, vor allem die Investitionen, stiegen kr&auml;ftig. Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betrug im ersten Quartal gegen&uuml;ber dem Vorquartal saisonbereinigt 1,5 %. Allerdings d&uuml;rfte dies die konjunkturelle Dynamik &uuml;berzeichnen, da die Bauinvestitionen durch einen starken witterungsbedingten Nachholeffekt gepr&auml;gt waren.<br>\nIm weiteren Jahresverlauf d&uuml;rften die Wachstumsraten wieder die konjunkturelle Grundtendenz widerspiegeln. Dabei verlagern sich die Auftriebskr&auml;fte mehr und mehr Richtung inl&auml;ndische Verwendung.<br>\nF&uuml;r das Jahr 2011 insgesamt wird die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts im Jahresdurchschnitt 4 % betragen. Das IMK erh&ouml;ht somit, gegen&uuml;ber M&auml;rz dieses Jahres, seine Prognose um 1,3 Prozentpunkte.<br>\nIm kommenden Jahr wird sich das Tempo des Aufschwungs etwas abflachen. Die Zunahme der Exporte wird infolge der leicht nachlassenden Dynamik der Weltkonjunktur und vor allem wegen der f&uuml;r die deutsche Exportwirtschaft ung&uuml;nstigeren Zusammensetzung der globalen Nachfrage geringer ausfallen.<br>\nAuch die Investitionst&auml;tigkeit wird etwas verhaltener zunehmen. Hingegen d&uuml;rften die privaten Konsumausgaben bei etwa gleich stark steigenden verf&uuml;gbaren Einkommen &auml;hnlich kr&auml;ftig expandieren wie in diesem Jahr. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts wird 2012 im Jahresdurchschnitt voraussichtlich 2,3 % betragen. Damit hebt das IMK seine Prognose f&uuml;r das kommende Jahr leicht an, und zwar um 0,6 Prozentpunkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_64_2011.pdf\">IMK Report Nr. 64\/ Juni 2011 [PDF &ndash; 234 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuervereinfachung &ndash; Drei Mal ein Steuersatz<\/strong><br>\nDer ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof legt einen Entwurf f&uuml;r ein neues Bundessteuer-Gesetzbuch vor. Im Mittelpunkt stehen zahlreiche Vereinfachungen der Steuers&auml;tze. Er verspricht das sozialste Steuergesetz, das es je in Deutschland gegeben hat.<br>\nIn der Einkommensteuer, in der Mehrwertsteuer und in der Erbschaftsteuer sollte k&uuml;nftig jeweils nur noch ein Steuersatz gelten. Das schl&auml;gt der fr&uuml;here Verfassungsrechtler Paul Kirchhof in seinem Entwurf f&uuml;r ein Bundessteuergesetzbuch vor. Bei der Einkommensteuer verzichtet er auf die Unterscheidung, ob jemand sein Geld als Arbeitnehmer, Selbst&auml;ndiger, Landwirt oder Gewerbetreibender verdient. Statt der bisher insgesamt sieben Einkunftsarten mit unterschiedlichen Rechtsfolgen gibt es bei ihm nur eine. Damit entfiele auch die Grundlage f&uuml;r die Gewerbesteuer. Die Kommunen erhielten zum Ausgleich das Recht, einen Zuschlag auf die Einkommensteuer zu erheben. &bdquo;Wenn der B&uuml;rger mehr Leistungen will, dann zahlt er mehr&ldquo;, erl&auml;uterte Kirchhof den dahinterstehenden Gedanken. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Das ist das sozialste Steuerrecht, das es je in Deutschland gegeben hat&ldquo;, wirbt Kirchhof f&uuml;r sein Konzept. Verlierer sind nach seinen Worten alle, die von den bisher 435 Ausnahmen profitierten. Allerdings sollen die B&uuml;rger weiterhin steuerfrei Mittel f&uuml;r ihre Zukunftssicherung etwa zur Altersvorsorge zur&uuml;cklegen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30350\/steuervereinfachung-drei-mal-ein-steuersatz-30449591.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Wiederkehr eines Untoten aus seiner Gruft. Kirchhof kann doch nicht ernsthaft glauben, da&szlig; die Menschen heute noch auf seine Radikalinski-Version eines neoliberalen FDP-Steuerkonzepts hereinfallen, das unbezahlbar, sozial zutiefst ungerecht, wirtschaftsfeindlich und nicht zuletzt wiederum voller Ausnahmen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bankenpleite: D&auml;nemark will Gl&auml;ubiger bluten lassen<\/strong><br>\nNachdem die Fjordbank Mors es nicht geschafft hat, die Kapitalanforderungen der Finanzaufsicht zu erf&uuml;llen, ist sie unter den Bankenrettungsschirm des Landes geschl&uuml;pft. Der Staat wird die Kontrolle &uuml;ber das Institut &uuml;bernehmen. Es ist bereits die zweite Bankenpleite des Landes in diesem Jahr. Im Februar war die Amagerbanken vom Staat &uuml;bernommen worden. Noch im Mai hatte die Bank Spekulationen &uuml;ber einen bevorstehenden Konkurs dementiert. Nun die Kehrtwende: Weil die Finanzaufsicht ein Anheben der Eigenkapitalbasis von 9,7 auf 16 Prozent und Abschreibungen auf faule Kredite in H&ouml;he von 340 Mio. d&auml;nischen Kronen (45,6 Mio. Euro) gefordert habe, fehlten dem Haus 700 Mio. Kronen &ndash; eine Summe, die man bis zum Ablauf der Frist am vergangenen Sonntag nicht habe aufbringen k&ouml;nnen, schreibt das Institut in einer Mitteilung. Das gr&ouml;&szlig;te Problem im Mors-Portfolio sind faule Kredite an den kriselnden Bau- und Agrarsektor des Landes.<br>\nBeachtung findet die Pleite der Bank vor allem deshalb, weil die d&auml;nische Regierung in Bezug auf ihre Banken und deren Gl&auml;ubiger einen harten Kurs f&auml;hrt. Die Inhaber vorrangiger Anleihen werden an den Verlusten beteiligt. Bei der im Februar pleite gegangenen Amagerbanken mussten die Bondholder einen Haircut von 41 Prozent hinnehmen. Infolgedessen hatte die Ratingagentur Moody&rsquo;s eine Reihe d&auml;nischer Banken aufgrund der fehlenden staatlichen Unterst&uuml;tzung herabgestuft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:bankenpleite-daenemark-will-glaeubiger-bluten-lassen\/60070367.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lars Niggemeyer: Fachkr&auml;ftemangel &ndash; eine Drohkulisse f&uuml;r den Arbeitsmarkt?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/435054_morgenmagazin\/7485884_fachkr-ftemangel---eine-drohkulisse-f-r-den-arbeits?type=null\">Das Erste Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gerd Bosbach: Gesch&ouml;nte Zahlen<\/strong><br>\n&ldquo;Wenn ich wei&szlig;, welches Interesse hinter einer Zahl steckt, wei&szlig; ich auch, in welche Richtung sie sch&ouml;n gef&auml;rbt worden ist&rdquo;, meint Statistiker Gerd Bosbach.<br>\nPolitiker argumentierten deshalb gerne mit Zahlen, weil sie dahinter ihre Meinung verstecken k&ouml;nnten. &ldquo;Ich habe Leuten 30 Statistiken vorgelegt, von denen 28 eindeutig in eine Richtung wiesen&rdquo;, schildert Bosbach. Die Politiker seien dann mit den beiden abweichenden in den Bundestag gegangen.\n<ul>\n<li>&ldquo;40 Prozent der Akademikerinnen haben keine Kinder.&rdquo; &ndash; Ein Erhebungsfehler, meint Statistiker Gerd Bosbach, schlie&szlig;lich seien nur westdeutsche Akademikerinnen zwischen 35 und 39 Jahren befragt worden. &ldquo;Bei den kinderlosen Akademikerinnen wurde eine gro&szlig;e Gruppe ins Auge gefasst, von denen Teile gar nicht kinderlos waren. Erst als eine Forscherin widerlegt hat, was an dieser Zahl falsch ist, kam die Diskussion neu auf.&rdquo; Die Zahlen l&auml;gen eher bei 25 als 40 Prozent und damit f&uuml;nf Prozent &uuml;ber dem deutschen Durchschnitt&hellip;<\/li>\n<li>&ldquo;Die Kosten im Gesundheitswesen explodieren.&rdquo; &ndash; Seit 1992 machen die Kosten relativ stabil zehn Prozent des Bruttoinlandprodukts aus &ndash; die Kosten steigen synchron mit dem Wohlstand und damit zwar absolut, nicht jedoch relativ. &ldquo;Die Politik laboriert an der falschen Seite&rdquo;, meint Bosbach: &ldquo;an den Kosten, die nicht &uuml;berdimensional wachsen, aber nicht an den Einnahmen.&rdquo;<\/li>\n<li>&ldquo;Die Deutschen sterben aus.&rdquo; &ndash; Das sei &ldquo;keine Statistik, sondern Kaffeesatzleserei&rdquo;, sagt Bosbach. Auch wenn die aktuellen Geburtenzahlen niedrig liegen: Bei den Ver&ouml;ffentlichungen zur Bev&ouml;lkerungsentwicklung bis 2050 habe das Statistische Bundesamt ausdr&uuml;cklich darauf verwiesen, &ldquo;dass solche langfristigen Berechnungen nur Modellcharakter haben und keine Prognosen sind.&rdquo; Auch die verbreitete Annahme, dass Deutschland weltweit die niedrigste Geburtenrate pro Frau habe, sei &ldquo;schlicht und einfach falsch&rdquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/nano\/gesellschaft\/153689\/index.html\">3sat Nano<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jutta Roitsch: Das &bdquo;Bildungspaket&ldquo; und seine fragw&uuml;rdige Umsetzung<\/strong><br>\n&bdquo;Mit dem Bildungspaket denken wir zum ersten Mal in den Hartz-Gesetzen wirklich vom Kind her,&ldquo; lobte sie (von der Leyen) den im Vermittlungsausschuss erzielten Kompromiss&hellip;<br>\nDas Interesse der Eltern f&auml;llt bisher gering aus. Bis zu den Sommerferien haben in einigen St&auml;dten des Ostens bis zu einem Drittel, von Berlin bis Frankfurt am Main zwischen 10 bis 15 Prozent der Berechtigten Antr&auml;ge aus dem Bildungspaket (Mittagessen, Ausfl&uuml;ge, Klassenfahrten, Lernf&ouml;rderung oder Vereinsbeitr&auml;ge) gestellt, obwohl Ursula von der Leyen mit riesigen, lebensfrohen Plakaten zum Mitmachen aufgerufen hat&hellip;.<br>\nDie abschreckende Wirkung liegt im System. Zugespitzt: Sie hat System. Die praktische Umsetzung offenbart in aller Deutlichkeit, worauf Expertinnen und Sachverst&auml;ndige im vergangenen Jahr in den zwei sp&auml;rlichen Anh&ouml;rungen im Bundestag immer wieder hingewiesen haben: Das Bildungspaket konterkariert in Teilen bestehende Ans&auml;tze von kommunaler Sozial- und Bildungspolitik und erschwert sie&hellip;<br>\nDie L&ouml;sung liegt auf der Hand: dieses Bildungspaket muss neu geschn&uuml;rt werden, sp&auml;testens mit der Revisionsklausel. Alle Institutionen der Bildung und Ausbildung sind so auszustatten, dass kein Kind seine Lebenschancen verpasst. Das hei&szlig;t, dass Bund und L&auml;nder zur f&ouml;deralen Kooperation zur&uuml;ckkehren m&uuml;ssen und nicht ein einzelnes Hartz IV-Kind f&ouml;rdern, sondern  Kitas und Schulen direkt. Diese Vision einer jugendnahen Politik formulierten im &uuml;brigen schon die Verfassungsrichter in ihrem Urteil. Das Grundrecht auf soziale und kulturelle Teilhabe aber steht jedem Kind selbst zu. Es geht den Staat nichts an, was es mit den zehn Euro pro Monat  macht, ob es ins Theater geht oder zum Fu&szlig;ballverein. Ein solcher Verzicht auf staatliche Bevormundung und Kontrolle w&auml;re eine kleine St&auml;rkung und Anerkennung, die arme Kinder und ihre Familien bisher vermissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/09-2011\/++co++d2a438d2-98ee-11e0-4e28-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bildungsgutscheine: Leyen will Eltern Hartz-IV-Geld hinterhertragen<\/strong><br>\nWeil einer Studie zufolge ein F&uuml;nftel der Hartz-IV-Eltern kein Interesse an Bildungsgutscheinen hat, will Ursula von der Leyen, dass Sozialarbeiter &ldquo;nachfassen&rdquo;.<br>\nArbeitsministerin Ursula von der Leyen will sich mit dem geringen Interesse an Bildungsgutscheinen f&uuml;r Kinder aus Hartz-IV-Familien nicht zufriedengeben. Ein runder Tisch am Dienstag soll die wichtigsten Fragen zu dem seit dem 1. April geltenden Angebot kl&auml;ren. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Wenn Info-Briefe und gezielte Ansprache in Schulen und Kitas nicht reichen, m&uuml;ssen Sozialarbeiter eben vor der T&uuml;r stehen und beiden Eltern nachfassen,&rdquo; sagte von der Leyen der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Bis zum Jahr 2014 sind nach Informationen der Zeitung 400 Millionen Euro pro Jahr f&uuml;r Sozialarbeiter eingeplant. [&hellip;]<br>\nDer Erfolg des Paketes h&auml;nge davon ab, &ldquo;wie intensiv sich die &Auml;mter um die Familien bem&uuml;hen&rdquo;, so die Ministerin: &ldquo;Es geht um die Zukunftschancen der Kinder, damit sich das Hartz-IV-Schicksal ihrer Eltern nicht wiederholt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13452274\/Leyen-will-Eltern-Hartz-IV-Geld-hinterhertragen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Jetzt sind nat&uuml;rlich wieder die Eltern und die Kinder Schuld, nicht das v&ouml;llig vermurkste Gesetz. Diese b&uuml;rokratische Monstrosit&auml;t ist doch das Gegenteil der vielgepriesenen &ldquo;Eigenverantwortung&rdquo;. Wenn die l&auml;cherlichen 10 Euro pro Monat f&uuml;r Nachhilfe usw. gen&uuml;gen, &ldquo;damit sich das Hartz-IV-Schicksal ihrer Eltern nicht wiederholt&rdquo;, denn Arbeitsstellen braucht man laut von der Leyen nicht daf&uuml;r, dann k&ouml;nnte sie doch mit 20 Euro mehr im Monat ein Heer von Nobelpreistr&auml;gern z&uuml;chten. (Wieso eigentlich &ldquo;Hartz-IV-Schicksal&rdquo;? Kommen die Betroffenen bis zum Lebensende nicht mehr aus Hartz IV raus, obwohl doch Hartz IV angeblich f&uuml;r den Arbeitsmarkt aktivieren sollte?)<\/em><br>\n<em>Mit Ausnahme der FDP-Minister Bahr, R&ouml;sler und Westerwelle gibt es in dieser gruseligen Regierung wenige, die  inkompetenter sind; an Zynismus &uuml;bertrifft von der Leyen aber alle anderen um L&auml;ngen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Manifest zur &Uuml;berwindung der Massenarbeitslosigkeit: Notwendige Debatte<\/strong><br>\nOhne Kampf um Arbeitszeitverk&uuml;rzung f&uuml;hrt kein Weg aus der gewerkschaftlichen Defensive. Wissenschaftler liefern Argumente f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu bew&auml;hrten Forderungen. Zun&auml;chst verweisen die beiden Professoren darin auf die Differenz zwischen offizieller und realer Arbeitslosigkeit: Rechne man zur offiziellen Arbeitslosenzahl von 3,2 Millionen im Jahresdurchschnitt 2010 die verdeckte Erwerbslosigkeit und erzwungene Teilzeitbesch&auml;ftigung hinzu, komme man auf rund 5,9 Millionen. Vor dem Hintergrund dieser &raquo;katastrophalen Arbeitsmarktsituation&laquo; von einem &raquo;deutschen Besch&auml;ftigungswunder&laquo; zu sprechen, wie es derzeit Mode ist, sei zynisch. Bontrup und Massarrat &ndash; die zus&auml;tzlich f&uuml;r ein &ouml;ffentliches Besch&auml;ftigungsprogramm argumentieren &ndash; halten eine w&ouml;chentliche Arbeitszeit bei Vollzeitbesch&auml;ftigung von 30 Stunden f&uuml;r denk- und auch realisierbar. Diese Forderung habe aber nur dann Aussicht, verwirklicht zu werden, &raquo;wenn die gro&szlig;e Mehrheit der Lohn- und Gehaltsabh&auml;ngigen von deren Sinn &uuml;berzeugt und auch bereit ist, gegen massive kontr&auml;re Kapital- und Politikinteressen zu k&auml;mpfen&laquo;. Voraussetzung hierf&uuml;r wiederum sei die Forderung nach vollem Lohnausgleich. Dessen Finanzierung ist, so die Wissenschaftler weiter, &raquo;vor dem Hintergrund der (&hellip;) gigantischen Umverteilung in den letzten Jahren zur Gewinnquote&laquo; durchaus m&ouml;glich. Sie rechnen vor, da&szlig; eine zu Lasten der Gewinne finanzierte, f&uuml;nfprozentige Arbeitszeitreduzierung bei vollem Lohnausgleich lediglich die seit Anfang der 1980er Jahre erfolgte Umverteilung von unten nach oben umkehren w&uuml;rde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-27\/048.php\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.attac-netzwerk.de\/fileadmin\/user_upload\/AGs\/AG_Arbeitfairteilen\/Manifest.pdf\">Das Manifest [PDF &ndash; 123 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man muss die Forderungen dieses Manifests nicht im Einzelnen teilen. Klar sollte aber sein, dass eine Debatte &uuml;ber Arbeitszeitverk&uuml;rzung notwendig ist. Das Manifest soll am 30. Juni und am 1. Juli in Hannover auf einer Konferenz, dass der ver.di-Landesbezirk Niedersachsen, die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik und die ATTAC-AG Arbeit fair teilen sowie die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen organisieren, <a href=\"http:\/\/www.attac-netzwerk.de\/fileadmin\/user_upload\/AGs\/AG_Arbeitfairteilen\/Konferenz%20Arbeitszeitverk%C3%BCrzung.pdf\">diskutiert werden [PDF &ndash; 204 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stresstest bestanden? Auf welcher Basis?<\/strong><br>\nDer Schlichterspruch lautet folgenderma&szlig;en&hellip;:\n<blockquote><p>&bdquo;Die Deutsche Bahn AG verpflichtet sich, einen Stresstest f&uuml;r den geplanten Bahnknoten Stuttgart 21 anhand einer Simulation durchzuf&uuml;hren. Sie muss dabei den Nachweis f&uuml;hren, dass ein Fahrplan mit 30 Prozent Leistungszuwachs in der Spitzenstunde mit guter Betriebsqualit&auml;t m&ouml;glich ist.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Es gibt aus der Schlichtung keinerlei Basiszahl.<br>\nDie von den S21-Freuden unters Volk gebrachte Zahl 37 ist reine Spekulation. Die Berichterstattung auch.<br>\nLaut FAZ schafft S21 maximal 49 Z&uuml;ge. Weniger, als die DB f&uuml;r den heutigen Kopfbahnhof angab. Es w&uuml;rde mich auch wundern, wenn die DB nicht intern die Basiszahl reduziert h&auml;tte, um auf das gew&uuml;nschte Ergebnis zu kommen. Redakteuren f&auml;llt das nat&uuml;rlich nicht auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/railomotive.com\/2011\/06\/stresstest-bestanden-auf-welcher-basis\/\">railomotive<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tunesien: Geburtswehen einer Demokratie<\/strong><br>\nTunesien erlebt nun schon seit mehreren Wochen eine Welle von Streiks, Demonstrationen und Strassenblockaden. In den meisten F&auml;llen geht es um arbeitsrechtliche Fragen oder um Proteste gegen Vorgesetzte, die aus der &Auml;ra des fr&uuml;heren Staatschefs Ben Ali stammen. Aber auch Mitl&auml;ufer und Profiteure des alten Regimes, die jetzt die Rechnung pr&auml;sentiert erhalten, verschaffen sich mit Kundgebungen Geh&ouml;r. Besonders problematisch sind die landesweiten Streiks in Unternehmen wie Tunisie T&eacute;l&eacute;com oder Office des c&eacute;r&eacute;ales, weil sie wichtige Dienstleistungen oder die Lebensmittelversorgung gef&auml;hrden. Die Streikwelle h&auml;lt auch ausl&auml;ndische Unternehmen davon ab, im Land zu investieren. Die Bef&uuml;rchtung, Kr&auml;fte des fr&uuml;heren Regimes k&ouml;nnten hinter den Kulissen Einfluss nehmen, ist weit verbreitet. Auch besonnene Zeitgenossen, die nicht empf&auml;nglich sind f&uuml;r Verschw&ouml;rungstheorien, nehmen an, dass hinter den zahlreichen Gewaltakten der letzten Monate Anh&auml;nger Ben Alis steckten. Diese versuchten offensichtlich, Unruhe und Angst zu stiften oder gar eine Art Gegenrevolution in Gang zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/geburtswehen_einer_demokratie_1.11077180.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sklavenhaltung: Unter dem Deckmantel der Immunit&auml;t<\/strong><br>\nSie musste t&auml;glich bis zu 18 Stunden arbeiten, wurde von der Familie ihres Arbeitgebers geschlagen, gekratzt und beschimpft, durfte das Haus nicht verlassen und bekam noch nicht einmal ihr Gehalt. Diese Misshandlung erlebte die indonesische Hausangestellte Dewi Ratnasari bei einem saudischen Diplomaten in Berlin, bis es ihr nach 19 qualvollen Monaten gelang zu entkommen und in ihr Heimatland Indonesien zur&uuml;ckzukehren.  Ihr Schicksal wird nun zum Anlass, an den Grundfesten der diplomatischen Immunit&auml;t zu r&uuml;tteln. Diese sch&uuml;tzt den saudischen Attach&eacute; vor einer rechtlichen Verfolgung. &bdquo;Es muss ein sinnvoller Mechanismus geschaffen werden, um bei besonders schwerwiegenden Rechtsverletzungen durch Diplomaten eine Handhabe zu haben&ldquo;, fordert Heike Rabe, Projektkoordinatorin von &bdquo;Zwangsarbeit heute&ldquo;, einer Initiative des Deutschen Instituts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/unter-dem-deckmantel-der-immunitaet\/4330160.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;ber diesen Vorfall in diplomatischen Kreisen hinaus sollten wir uns daran erinnern, dass diese Form der Sklavenhaltung von Lateinamerika &uuml;ber Afrika bis in die arabischen L&auml;nder  kein Einzelfall ist. Sie stellt ein Problem dar, das in diesen Gesellschaften gr&ouml;&szlig;tenteils nicht einmal als solches wahrgenommen wird. Ein Bericht &uuml;ber Sklavenhaltung Hausangestellten in Mexiko ist <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/06\/20\/drk_20110620_1807_4bfa0b37.mp3\">hier anzuh&ouml;ren [Audio &ndash; mp3]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kost&uuml;mierte Antisemiten<\/strong><br>\nSie nennen sich harmlos Israelkritiker und geraten in Rassismus-Verdacht. Der Linken-Vorstand beteuert, die Partei habe kein Problem mit ihnen. Das w&auml;re &uuml;bel.<br>\nDer Nationalsozialismus sei ein Kind der &bdquo;v&ouml;lkischen Ideologie&ldquo;, der Zionismus ein anderes. Zu sagen, &bdquo;die Juden&ldquo; h&auml;tten den pal&auml;stinensischen Bauern das Land &bdquo;geklaut&ldquo;, sei zwar nicht angemessen differenziert, aber auch nicht antisemitisch &ndash; ebenso wenig wie die Beteuerung, der Kampf der Hamas gegen Israel sei richtig, und die K&auml;mpfer der Hamas seien &bdquo;unsere Verb&uuml;ndeten&ldquo;. So sprach Stefan Ziefle, Mitglied des trotzkistischen Netzwerks &bdquo;Marx 21&ldquo;, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden und internationale Politik der Linken und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Linken-Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/kostuemierte-antisemiten\/-\/1472602\/8583648\/-\/\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Prof. Dr. Werner Ruf:<\/strong> &ldquo;Kost&uuml;mierte Antisemiten&rdquo; Dieser Leitartikel ist ein Meisterst&uuml;ck journalistischer Untugend: Er verletzt die elementarsten Grunds&auml;tze journalistischen Arbeitens: Ungepr&uuml;ft werden hier Zitate von einem antideutschen Blog &ndash; also aus Dritter Hand &ndash; &uuml;bernommen, obwohl Herr Bommarius wissen m&uuml;sste, wie unseri&ouml;s und tendenzi&ouml;s solche Seiten sind. Die Originalzitate des Vortrags des inkriminierten Stefan Ziefle habe  ich -voller Emp&ouml;rung &uuml;ber seine &ldquo;&Auml;u&szlig;erungen&rdquo; &ndash; &uuml;berpr&uuml;ft: Sie sind problemlos im Netz zug&auml;nglich und widerlegen eindeutig die in diesem Artikel als Zitate wiedergegebenen &ndash; schlicht gef&auml;lschten &ndash; S&auml;tze wie  beispielsweise, die &lsquo;die K&auml;mpfer der Hamas seien &ldquo;unsere Verb&uuml;ndete&rdquo;&lsquo;!<\/em><br>\n<em>Doch der Akrobatik nicht genug: Da wird insinuiert, ein Teil der Linken  sei eine Art sp&auml;ter Vollstrecker der Anschl&auml;ge der Roten Armee Fraktion.  Der Sinn dieses Gebr&auml;us aus Verdrehungen und Unterstellungen ist nur  allzu durchschaubar: Irgendwie muss es doch gelingen, die LINKE oder  zumindest Teile derselben in eine grundgesetzwidrige Ecke zu stellen. Nachdem der Stalinismus-Vorwurf offensichtlich untauglich geworden ist, wird jetzt ein Gebr&auml;u aus Antisemitismus und Terrorismus zusammen gemischt. Da das leider nur &uuml;ber Zitat-F&auml;lschungen gelingen kann, ist halt auch dieses Mittel recht. Pressefreiheit ist ein hohes Gut. Sie lebt aber von journalistischer Seriosit&auml;t. Verleumderische Hetze dagegen besch&auml;digt das, was zu Recht die vierte Gewalt&rdquo; genannt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne: Staatstragend wie die CDU<\/strong><br>\nWie beim Atomausstieg geht es den Gr&uuml;nen in der Eurokrise: Sie fordern nur das, was auch anderen Parteien einf&auml;llt. Die Gr&uuml;nen fordern, dass die Griechen ihre Milit&auml;rausgaben senken sollen, was 2 Milliarden Euro im Jahr bringen w&uuml;rde. Darauf sind alle anderen Parteien allerdings auch schon gekommen. Die Gr&uuml;nen wollen, dass die bewilligten EU-Strukturmittel ausgezahlt werden, auch wenn die Kofinanzierung aus Griechenland fehlt. Auf diesen naheliegenden Gedanken ist selbst EU-Kommissar Barroso inzwischen gekommen. Die Gr&uuml;nen finden, dass Griechenland dringend ein Grundbuch ben&ouml;tigt, um den Immobilienbesitz wirksam zu besteuern. Das hat der Internationale W&auml;hrungsfonds auch schon erkannt &ndash; und l&auml;ngst entsprechende Experten nach Griechenland geschickt. Die Gr&uuml;nen favorisieren eine Finanztransaktionsteuer, was neuerdings die CDU ebenfalls f&uuml;r eine gute Idee h&auml;lt. Und schlie&szlig;lich sind die Gr&uuml;nen f&uuml;r eine &ldquo;sanfte Umschuldung&rdquo;, womit sich Finanzminister Sch&auml;uble gerade sehr unbeliebt in der Eurozone gemacht hat.<br>\nManche gr&uuml;ne Vorschl&auml;ge gehen durchaus weiter als die Ideen der konservativen Konkurrenz. So fordern die Gr&uuml;nen eine europaweite Verm&ouml;gensabgabe; sie wollen eine demokratische Kontrolle des Euro-Rettungsfonds; sie sind gegen eine schrankenlose Privatisierung in Griechenland. Aber diese Details gehen fast unter im staatstragenden Gesamtstil des Leitantrags. Zur&uuml;ck bleibt der Eindruck, dass die Gr&uuml;nen niemanden &uuml;berfordern wollten: weder ihre W&auml;hler noch ihre potenziellen Koalitionspartner nach der Bundestagswahl 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F06%2F27%2Fa0125&amp;cHash=a34cc90afe\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rechte Burschen<\/strong><br>\n&bdquo;Unser Mitglieder (Alte Herren) nehmen im Leben hervorragende Positionen in den unterschiedlichsten Berufen ein&hellip; &ndash; in unserer Burschenschaft sind die Pers&ouml;nlichkeiten, die Dir Dein Studium, Praktikum und Beruf weiterhelfen k&ouml;nnen&hellip; In unserem Dachverband, der Deutschen Burschenschaft sind zudem mehr als 15.000 Mitglieder organisiert &ndash; 21,5% der akademischen F&uuml;hrungskr&auml;fte in Deutschland sind Mitglieder einer Studentenverbindung!&ldquo; So wirbt die Berliner Burschenschaft Gothia (1877 gegr&uuml;ndet, DB (Deutsche Burschenschaft)-Mitglied, nat&uuml;rlich auch &bdquo;schlagend&ldquo;) um neue Mitglieder. 15.000 ist etwas &uuml;bertrieben. Die gute Vernetzung der &bdquo;Alten Herren&ldquo; nicht &ndash; selbst die SPD wagt es nicht, eine offene Frontstellung zu den rechten Burschen zu beziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110627_rechte_burschen.pdf\">Das Bl&auml;ttchen [PDF &ndash; 28.9 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dar&uuml;ber findet man in den Medien kaum etwas.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Die unglaubliche monet&auml;re Subvention der Finanzwirtschaft; Viele erben wenig, wenige Erben viel; Deutsche Konjunktur zur Jahresmitte 2011; Steuervereinfachung &ndash; Drei Mal ein Steuersatz; Bankenpleite: D&auml;nemark will Gl&auml;ubiger bluten lassen; Lars Niggemeyer: Fachkr&auml;ftemangel &ndash; eine Drohkulisse f&uuml;r den Arbeitsmarkt?; Gerd Bosbach: Gesch&ouml;nte Zahlen; Jutta Roitsch: Das &bdquo;Bildungspaket&ldquo; und seine<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9899\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9899","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9899","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9899"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9899\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9907,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9899\/revisions\/9907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9899"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9899"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9899"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}