{"id":9913,"date":"2011-06-29T08:48:54","date_gmt":"2011-06-29T06:48:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9913"},"modified":"2011-06-29T09:21:57","modified_gmt":"2011-06-29T07:21:57","slug":"hinweise-des-tages-1413","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9913","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuersenkungsdebatte; Eurokrise; Gut ein Dutzend Bankdurchfaller beim Stresstest; Ein feste Bank? Die Gesch&auml;fte der Herren Ackermann &amp; Co.; Wenn die Fachkr&auml;fte das Land verlassen&hellip;; Schwarz arbeiten, Hartz IV kassieren; Die Arbeitslosigkeitsfalle vor und nach der Hartz-IV-Reform; Da wird einem angst und bange; Katholiken loben Rente mit 67; CO2-Wende ohne die Schiene nicht zu schaffen; Abgeordnete g&ouml;nnen sich mehr Geld; Munteres internationales Spitzeltreiben; Klassenkampf auf Sozialistisch; Der unbequeme Herr Steinbr&uuml;ck als idealer Kanzlerkandidat; Walter van Rossum &ndash; Die Antisemitismus-Kritik an der Linkspartei geht in die Irre; Die fabelhaften Springer-Boys; Bauchnabel; Laute T&ouml;ne, leise R&uuml;ckzieher; zu guter Letzt: Das Experteninterview (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Steuersenkungsdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Gut ein Dutzend Bankdurchfaller beim Stresstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ein feste Bank? Die Gesch&auml;fte der Herren Ackermann &amp; Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Wenn die Fachkr&auml;fte das Land verlassen&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Schwarz arbeiten, Hartz IV kassieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die Arbeitslosigkeitsfalle vor und nach der Hartz-IV-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Da wird einem angst und bange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Katholiken loben Rente mit 67<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">CO2-Wende ohne die Schiene nicht zu schaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Abgeordnete g&ouml;nnen sich mehr Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Munteres internationales Spitzeltreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Klassenkampf auf Sozialistisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Der unbequeme Herr Steinbr&uuml;ck als idealer Kanzlerkandidat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Walter van Rossum &ndash; Die Antisemitismus-Kritik an der Linkspartei geht in die Irre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die fabelhaften Springer-Boys<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Bauchnabel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Laute T&ouml;ne, leise R&uuml;ckzieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">zu guter Letzt: Das Experteninterview<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9913&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steuersenkungsdebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So radikal stutzt Kirchhof das Steuerrecht<\/strong><br>\nEs werde Licht: weniger Steuerarten, weniger Privilegien, weniger B&uuml;rokratie. Paul Kirchhof ist ein positiv Verr&uuml;ckter und glaubt an den gro&szlig;en Wurf. Der &ldquo;Professor aus Heidelberg&rdquo; will das deutsche Steuersystem radikal vereinfachen. Das h&auml;tte auch Einfluss auf Erbschaften &ndash; und auf den Bierpreis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13453675\/Paul-Kirchhof-will-Steuerrecht-radikal-vereinfachen.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum ein Lobbyist, der die Einkommensteuer auf 25% senken will, ein &bdquo;positiv&ldquo; Verr&uuml;ckter sein soll, wei&szlig; wohl auch nur die S&uuml;ddeutsche. Es ist ohnehin komplett unverst&auml;ndlich, warum sich in dieser Woche alle gro&szlig;en Zeitungen und Zeitschriften dazu berufen f&uuml;hlen, den abgestandenen Steuersenkungsirrwitz des Professors aus Heidelberg auszugraben.<\/em><\/p>\n<p><em>Alleine WELT-Online brachte gestern gleich drei durchweg unkritische Artikel zum Thema Kirchhof: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13453675\/Paul-Kirchhof-will-Steuerrecht-radikal-vereinfachen.html\">Paul Kirchhof will Steuerrecht radikal vereinfachen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13455009\/Kirchhof-glaubt-an-baldige-Umsetzung-seiner-Reform.html\">Kirchhof glaubt an baldige Umsetzung seiner Reform<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article13453673\/Kirchhofs-Entwurf-hat-das-Zeug-zum-Befreiungsschlag.html\">Kirchhofs Entwurf hat das Zeug zum Befreiungsschlag<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Der Professor aus Heidelberg<\/strong><br>\nPaul Kirchhof meldet sich zur&uuml;ck und pr&auml;sentiert ein neues Steuermodell. Der Ex-Verfassungsrichter wiederholt alte Fehler: Er verwechselt &Auml;pfel mit Birnen.<br>\nPaul Kirchhof kann offenbar nicht zuh&ouml;ren. Denn der ehemalige Verfassungsrichter begeht den gleichen Fehler nun zum zweiten Mal. Wieder schl&auml;gt er eine Steuerreform vor, die vor allem Million&auml;re beg&uuml;nstigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/der-professor-aus-heidelberg\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Sehr lesenswert und zum weitergeben geeignet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der kalten Steuerprogression auf der Spur<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Steuern senken &ndash; wahrscheinlich wird deshalb die kalte Progression beseitigt. Doch was ist das &uuml;berhaupt und wen trifft sie? FTD.de beantwortet die wichtigsten Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:entlastung-der-kalten-steuerprogression-auf-der-spur\/60070568.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die FTD liefert hier ein Paradebeispiel der medialen Verbl&ouml;dung. Stellt sich die Frage, ob die zust&auml;ndige Redakteurin es nicht besser wei&szlig; oder wirklich mit Absicht Falschinformationen verbreitet:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>Wie entsteht Progression?<\/em><br>\n<em>Wenn Arbeitnehmer h&ouml;here L&ouml;hne als Ausgleich f&uuml;r Inflation erhalten, wandern sie in immer h&ouml;here Steuerklassen [&hellip;] Grund: Der progressive Steuertarif. Der ist so konstruiert, dass die Belastung nicht gleichm&auml;&szlig;ig steigt, sondern umso schneller, je mehr man verdient.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das ist nat&uuml;rlich <a href=\"\/?p=9900\">falsch<\/a>. Die Belastung steigt in der ersten Progressionszone am st&auml;rksten &ndash; das sind die Einkommen zwischen 8.005 und 13.469 Euro. Bei h&ouml;heren Einkommen steigt die Belastung nicht &bdquo;schneller&ldquo;, sondern langsamer.<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>Was kann man dagegen tun?<\/em><br>\n<em>[&hellip;] Zudem k&ouml;nnte die Einkommensteuerkurve bei den unteren Einkommen abgeflacht werden, sodass die Belastung dort sinkt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Auch das ist falsch. Wenn man die Kurve im unteren Bereich abflacht, steigt der Eingangssteuersatz und somit die Belastung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutschland statuiert an Athen ein Exempel<\/strong><br>\nGriechenland hat eigentlich schon mehr gespart, als der Wirtschaft guttut. Und doch zwingt die EU das Land zu weiteren Einschnitten. Das ist ein riskantes Spiel.<br>\nAlle &Ouml;konomen sind sich ausnahmsweise einmal einig: Damit Griechenland wieder auf die Beine kommt, braucht es Wirtschaftswachstum. Weitere Sparanstrengungen machen die Misere nur schlimmer. Eigentlich wurde bereits zu viel gespart. Im vergangenen Jahr hat Griechenland sein Haushaltsdefizit um gut f&uuml;nf Prozent gemessen am Brutto-Inlandsprodukt gesenkt. So viel hat noch nie ein Industrieland in einem Jahr erreicht. Die durchschnittliche Reduktion des Staatsbudgets bei allen 133 Anpassungsprogrammen des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) betr&auml;gt 1,7 Prozent, allerdings in zwei Jahren! [&hellip;] Tats&auml;chlich scheint es eher so, als w&uuml;rde an Griechenland ein Exempel statuiert. Mit diesem Exempel will die Bundesregierung demonstrieren, dass sie erstens den Willen und zweitens die Macht hat, Euro-Staaten auf Biegen und Brechen dem Zwang zur &bdquo;Stabilit&auml;t&ldquo; zu unterwerfen. Diesen Zwang setzt sie gegen die griechische Regierung durch und die ihrerseits gegen die eigene Bev&ouml;lkerung: Es gilt zu zeigen, dass Athen trotz aller Massendemonstrationen auf &bdquo;Stabilit&auml;t&ldquo; verpflichtet werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/deutschland-statuiert-an-athen-ein-exempel\/-\/1472602\/8603994\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Das System wird gesprengt<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Stefan Homburg &uuml;ber die Rettung Griechenlands um jeden Preis, die Profiteure der Krise und die Gefahr, dass die Politik das Problem versch&auml;rft<br>\nSPIEGEL: Die EU und der IWF planen ein neues Rettungspaket f&uuml;r Griechenland, die Banken sollen sich freiwillig daran beteiligen. Was halten Sie davon?<br>\nHomburg: Banken k&ouml;nnen sich nicht freiwillig beteiligen. Ein Vorstand ist auf das Wohl seines Unternehmens verpflichtet, nicht auf das Gemeinwohl. Verzichtet er zu Lasten seiner Gesellschaft auf Forderungen, ist das Untreue und strafbar. [&hellip;]<br>\nSPIEGEL: Also bringt die freiwillige Beteiligung privater Gl&auml;ubiger, auf die sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy verst&auml;ndigt haben, wenig bis nichts?<br>\nHomburg: Das Ganze war ein Schauspiel, das vor allem die deutsche &Ouml;ffentlichkeit beruhigen sollte. Merkel wollte eine verpflichtende Beteiligung, Sarkozy wollte gar keine. De facto hat sich Sarkozy durchgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,770569,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Das kann nicht euer Ernst sein!<\/strong><br>\nSelten war die Chance so gro&szlig;, ein besseres Europa zu bauen. Selten ging es uns so gut. Warum untergraben wir gerade jetzt das europ&auml;ische Projekt?<br>\n&ldquo;Uns&rdquo;, das sind im Moment mehr denn je: wir Deutsche. Wer glaubte, die Grenzen in Europa seien in den vergangenen Jahren flie&szlig;ender geworden und nationale Egoismen kleiner, der hat sich gr&uuml;ndlich get&auml;uscht. Wenn es um &ldquo;unser&rdquo; Geld f&uuml;r &ldquo;die im S&uuml;den&rdquo; geht, versteht der deutsche Steuerzahler keinen Spa&szlig; mehr. Man hatte schon fast hingenommen, dass unsere Solidarit&auml;t nicht &uuml;ber die Grenzen Europas hinausreicht. Dass uns das Schicksal der Menschen aus Niger und Tunesien, die tausendfach im Mittelmeer ersaufen, egal ist, solange sie hier nicht um Arbeit und etwas Wohlstand bitten. Jetzt aber, wo die Griechen &ldquo;unser&rdquo; Geld wollen, endet unsere Solidarit&auml;t nicht an der Stra&szlig;e von Gibraltar, sondern kurz hinter Stuttgart.<br>\nDeshalb sind Zeitungsartikel so auflagentr&auml;chtig, wie sie derzeit vor allem die Bild-Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung drucken. Und so skandal&ouml;s.<br>\nDer Skandal an diesen Texten ist nicht, dass sie kritisch hinterfragen, ob die Regierungen in Europa richtig handeln, wenn sie den S&uuml;den mit Hilfskrediten versorgen. Auch sei verziehen, dass die Rechnungen, die dort aufgemacht werden, oft etwas aufgebauscht sind und dass sie die &ouml;konomischen Vorteile der Schuldenkrise in Europa f&uuml;r die deutsche Wirtschaft unter den Teppich der Aufgeregtheit kehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-06\/euro-griechenland-deutschland-hilfen\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gut ein Dutzend Bankdurchfaller beim Stresstest<\/strong><br>\nZehn bis 15 der 91 im Stresstest gepr&uuml;ften europ&auml;ischen Banken k&ouml;nnten durchfallen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf nicht weiter identifizierten Quellen aus einer europ&auml;ischen Notenbank und der Europ&auml;ischen Union. Reuters zufolge dr&auml;ngen EBA und die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) darauf, dass mehr Banken durchfallen als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig wollen die europ&auml;ischen Finanzminister genau dies verhindern, weil sie weitere Nothilfen f&uuml;r die Banken ihrer L&auml;nder f&uuml;rchten. Die EBA plane, dass in etwa zehn bis 15 Banken durchfallen, um zu zeigen, dass die Tests ernst zu nehmen seien. Gleichzeitig sollten es aber auch nicht mehr werden, um keine Panik zu erzeugen und damit die europ&auml;ische Schuldenkrise noch zu versch&auml;rfen. &ldquo;Um zu zeigen, dass der Test glaubw&uuml;rdig ist, muss die EBA erreichen, dass die Zahl der Banken, die durchfallen, gro&szlig; ist, aber nicht zu gro&szlig;. Eine Zahl im Zehnerbereich ist daf&uuml;r genau richtig&rdquo;, zitiert Reuters eine weiter nicht genannte Person. Die EBA kommentierte die Berichterstattung nicht. &ldquo;Wenn es so w&auml;re wie beim letzten Mal, dass nur sieben &ndash; was so gut ist wie nichts &ndash; durchfallen, dann w&uuml;rde niemand dem Stresstest glauben. Aber man kann auch nicht 50 durchfallen lassen, sonst w&uuml;rde das komplette Bankensystem zusammenbrechen&rdquo;, zitiert Reuters eine andere Quelle. Weiter berichtet die Nachrichtenagentur, dass das Ziel der Aufsichtsbeh&ouml;rde sei, dass die entsprechenden Banken aus m&ouml;glichst vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern stammten. Damit sollte ein zu gro&szlig;er Druck auf besonders gef&auml;hrdete L&auml;nder wie Spanien vermieden werden. &ldquo;Sie werden es schaffen zu verhindern, dass ein Land besonders hervorsticht&rdquo;, zitiert Reuters eine der Quellen. &ldquo;Wenn es Spanien w&auml;re, w&auml;ren das sehr schlechte Nachrichten. Fallen jedoch deutsche Banken im Stresstest durch, w&auml;re das sehr viel sicherer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:europaeische-finanzbranche-gut-ein-dutzend-bankdurchfaller-beim-stresstest\/60070896.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man fragt sich, was das f&uuml;r eine Versch&auml;rfung des Stresstests sein soll, wenn das Ergebnis dahingehend ausgekungelt wird, dass kein Land in besonderer Weise gef&auml;hrdet ist. Sollen diese Absprachen dazu dienen, einem Schwerkranken nicht zu sagen, dass er schwerkrank sei, in der Hoffnung, dass dann die Genesungschancen besser seien. Nur sollten die Steuerb&uuml;rger Europas schon Bescheid wissen, schlie&szlig;lich bezahlen sie nach bisherigen Erfahrungen die Therapie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein feste Bank? Die Gesch&auml;fte der Herren Ackermann &amp; Co.<\/strong><br>\nWenn jemand das Wort ?systemrelevant? verwendet, ist h&ouml;chste Wachsamkeit geboten, auch und besonders, wenn es Josef Ackermann tut, Noch-Vorstandschef der Deutschen Bank. Denn das funktioniert als elegante Drohung an die Politik: Wenn wir zusammenbrechen, so ginge der Klartext, dann bricht alles zusammen, auch das Finanzsystem&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20110627.mp3\">HR2 Der Tag [Podcast &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn die Fachkr&auml;fte das Land verlassen&hellip;<\/strong><br>\nW&auml;hrend Wirtschaft und Politik den Fachkr&auml;ftemangel beklagen, planen viele Hochqualifizierte den Wegzug oder sind schon gegangen [&hellip;]<br>\nDoch nicht nur die bereits ausgelernten, auch die zuk&uuml;nftigen Fachkr&auml;fte, wollen vielfach Deutschland den R&uuml;cken kehren. Eine aktuelle Studie des Reemtsma Begabtenf&ouml;rderungswerkes, die unter 2.968 Studenten durchgef&uuml;hrt wurde, zeigt auf, dass gerade die besten Studenten ihre Zukunft oft im Ausland sehen. 64% aller Studenten ziehen eine T&auml;tigkeit im Ausland in Betracht. Gut 20% sind fest entschlossen, Deutschland nach ihrem Studium zu verlassen. Als Gr&uuml;nde werden h&auml;ufig g&uuml;nstigere Karrierem&ouml;glichkeiten (40%) und besserer Verdienst (39%) angegeben. Dabei ist auff&auml;llig, dass gerade die H&ouml;chstqualifizierten gehen wollen. Von den angehenden Doktoranden sind es 22% und bei den Stipendiaten sogar 25%. Weitere 50-54% dieser Gruppe geben an, dass ein Wegzug ins Ausland f&uuml;r sie ebenfalls in Frage kommen k&ouml;nnte.<br>\nAlleine 17.000 deutsche &Auml;rzte arbeiten nach Auskunft des Kassen&auml;rztlichen Bundesverbandes und der Bundes&auml;rztekammer 2010 bereits im Ausland, zu einer Zeit, wo der l&auml;ndliche Raum bereits erhebliche L&uuml;cken in der &auml;rztlichen Versorgung beklagt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/10\/150053\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.begabtenfoerderungswerk.de\/studie\/downloads\/file\/5-reemtsma-allensbach-studie-summary-2011\">Reemtsma Allensbach Studie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Erinnert sich noch jemand daran, dass die DDR-B&uuml;rgerInnen einst auch mit den F&uuml;&szlig;en abgestimmt haben und in den Westen flohen? Tja, jetzt haben wir den Kapitalismus in Merkel-Deutschland und wieder stimmen die B&uuml;rger, zumindest die, die es sich leisten k&ouml;nnen, mit den F&uuml;&szlig;en ab. Wie? Indem die Deutschland verlassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schwarz arbeiten, Hartz IV kassieren<\/strong><br>\n2010 haben die Jobcenter wesentlich mehr potentielle Schwarzarbeiter unter den Hartz-IV-Empf&auml;ngern ertappt als 2009. Oft werden sie durch einen automatischen Datenabgleich entdeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sozialleistungen-schwarz-arbeiten-hartz-iv-kassieren-1.1113034\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.C.K.:<\/strong> 134.000 Missbrauchs-F&auml;lle bei insgesamt 22,7 Mio. Bescheiden p.a. bedeutet eine mutma&szlig;liche Betrugsquote von h&ouml;chstens 0,6% aller Hartz IV-Bezieher. Da wird ein Schankwirt beim Zapfen &ouml;fter den Eichstrich verfehlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Arbeitslosigkeitsfalle vor und nach der Hartz-IV-Reform<\/strong><br>\nZiel der Hartz-Reformen war es, am &Uuml;bergang zwischen dem System sozialer Sicherung und dem Arbeitsmarkt Grunds&auml;tzliches zu &auml;ndern: Durch forcierte Aktivierung der Transferbezieher sollten die Integration erwerbsf&auml;higer Grundsicherungsbezieher in den Arbeitsmarkt beschleunigt und staatliche Sozialtransferausgaben begrenzt werden. Die Reformen rekurrierten auf das Armutsfallentheorem der Wirtschaftswissenschaften: Arbeitslose lassen sich durch Lohnersatzleistungen dazu verleiten, keine Suchanstrengungen auf dem Arbeitsmarkt anzustellen und verbleiben im Sozialtransferbezug. Wir fassen dies als eine empirisch pr&uuml;fbare Hypothese auf und fragen nach der Dauer individueller Arbeitslosigkeit vor und nach der Hartz-IV-Reform.<br>\nZum einen konnten wir zeigen, dass die Verweildauern von Beziehern sozialpolitischer Transferleistungen in Arbeitslosigkeit nach 2005 tats&auml;chlich &uuml;berwiegend relativ kurz sind. Dies ist ein Ergebnis, das den Reformintentionen entspricht. Zugleich aber haben wir gezeigt, dass die Verweildauern vor 2005 &auml;hnlich kurz waren. Dieses Ergebnis relativiert die Erfolgsmeldung stark: Als Konsequenz l&auml;sst sich festhalten, dass das Problem, um das es der Hartz-Reform zentral ging, nicht existierte; oder, dass es nicht gelungen ist, die Arbeitslosigkeitsdauern weiter zu reduzieren.<br>\nMan k&ouml;nnte nun argumentieren, dass die Reform zumindest insoweit erfolgreich war, als sie keinen Schaden verursacht hat. Aber es ist zumindest fraglich, ob dies zutrifft. Es w&auml;re ja denkbar, dass die Umstellung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe auf Alg II neben ihrem &bdquo;Erfolg&ldquo; bei der Gestaltung von Arbeitsanreizen und Verweildauern auch soziale und politische Probleme nach sich gezogen hat: eine Zunahme von sozialer Ungleichheit und Armut, h&ouml;here Besch&auml;ftigungsunsicherheit sowie Armut trotz Arbeit (working poor), die als soziale Reformkosten zu Buche schlagen und Gerechtigkeitsnormen verletzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_wsi_2011_05_30.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 481 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Da wird einem angst und bange<\/strong><br>\nFamilien im Niedrigeinkommensbereich werden nach Ansicht von Sozialrichter Borchert &ldquo;behandelt wie Drogens&uuml;chtige&rdquo;, da &ldquo;man ihnen nicht zutraut, mit Bargeld umzugehen&rdquo;. Der Darmst&auml;dter war Sachverst&auml;ndiger im Bundestagsausschuss &ldquo;Arbeit und Soziales&rdquo;, als &uuml;ber den Bildungsgutschein beraten wurde. Borchert sch&auml;tzt, dass die Regelung ein weiteres Mal vom Bundesgerichtshof &uuml;berpr&uuml;ft wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1371616\/Da-wird-einem-angst-und-bange\">Frontal 21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Katholiken loben Rente mit 67<\/strong><br>\nDie deutschen katholischen Bisch&ouml;fe haben sich in einem sozialpolitischen Grundsatzpapier f&uuml;r kostenlose Kindergartenpl&auml;tze und eine st&auml;rkere Besteuerung von gro&szlig;en Erbschaften ausgesprochen. Au&szlig;erdem votieren sie daf&uuml;r, die Rentenanspr&uuml;che von der Kinderzahl abh&auml;ngig zu machen. Die Rente mit 67 und die Schuldenbremse werden als &ldquo;politische Schritte in die richtige Richtung&rdquo; hin zu mehr Generationengerechtigkeit gelobt. Das Bischofspapier, das am Montag in Berlin vorgestellt wurde, hat den Namen &ldquo;Chancengerechte Gesellschaft. Leitbild f&uuml;r eine freiheitliche Ordnung&rdquo; und wurde von der &ldquo;Kommission f&uuml;r gesellschaftliche und soziale Fragen&rdquo; der Bischofskonferenz erarbeitet. Federf&uuml;hrend war dabei der Erzbischof von M&uuml;nchen, Reinhard Marx. Der Kardinal betont in dem sogenannten Impulstext, dass neben der Gerechtigkeit die Freiheit die Grundlage aller Dokumente der christlichen Soziallehre und auch dieses neuen Papiers sei. Es gehe darum, so Marx, allen Menschen die M&ouml;glichkeit zu geben, dass sie ihre &ldquo;verantwortliche Freiheit&rdquo; auch nutzen k&ouml;nnten &ndash; das gelte gerade f&uuml;r die, die sich in einer immer weiter auseinanderdriftenden Gesellschaft an den Rand gedr&auml;ngt f&uuml;hlten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F06%2F28%2Fa0048&amp;cHash=e314ab2db6\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dbk.de\/fileadmin\/redaktion\/diverse_downloads\/presse\/2011-091a-Statement-Impulspapier-chancengerechte-Gesellschaft.pdf\">Chancengerechte Gesellschaft. Leitbild f&uuml;r eine freiheitliche Ordnung [PDF &ndash; 44.5]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Rede von den Katholiken ist sehr verk&uuml;rzt. Einige Katholiken, wie die katholischen Sozialethiker Bernhard Emunds (Nell-Breuning-Institut St. Georgen), Gabriel (M&uuml;nster), Hermann-Josef Gro&szlig;e Kracht (Darmstadt) und Matthias M&ouml;hring-Hesse (Vechta) sehen den Text &auml;u&szlig;erst kritisch. Das Papier mit dem Titel &ldquo;Chancengerechte Gesellschaft &ndash; Leitbild f&uuml;r eine freiheitliche Ordnung&rdquo; sei in seiner Ausrichtung letztlich &ldquo;neoliberal&rdquo; und best&auml;tige nur &ldquo;die Pragmatik der gegenw&auml;rtig in der Bundesrepublik politisch Verantwortlichen&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Deutschland: Sozialethiker kritisieren bisch&ouml;fliches Sozialpapier<\/strong><\/em><br>\n<em>Von dem bisch&ouml;flichen Text gehe kein &ldquo;politisch relevantes Signal&rdquo; und keim &ldquo;Impuls&rdquo; aus, vielmehr stelle es gar die &ldquo;Abkehr vom Sozialwort der Kirchen&rdquo; in Deutschland dar, hei&szlig;t es darin weiter. Der Text bleibe &ldquo;seltsam zeitlos&rdquo; und lasse etwa &ldquo;an keiner Stelle ahnen, dass dieses Land erst vor kurzem vor dem &lsquo;Abgrund&rsquo; einer weltweiten Finanzkrise gestanden hat&rdquo;. Kein Wort verliere der Text au&szlig;erdem zur Frage der Finanzmarktregulierung. Auch die Fokussierung des Papiers auf das Stichwort &ldquo;Freiheit&rdquo; komme gerade dort an die Grenzen, wo Freiheit und Solidarit&auml;t zusammengedacht werden m&uuml;ssen. Soziale Probleme wie etwa zunehmend prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, gesellschaftliche Ungewissheit und soziale Ungleichheit lasse das Papier &ldquo;an die liberale Gesellschaft nicht wirklich heran&rdquo;, mehr noch: &ldquo;Im Grundton des Papiers werden soziale Ungleichheiten, Prekariat und verfestigte Armut teils als unvermeidlich dargestellt, teils individualisiert, n&auml;mlich ausschlie&szlig;lich auf den Mangel an Einsicht und Verst&auml;ndnis bei den Betroffenen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt.&rdquo; Sozialk&uuml;rzungen betrachte das Papier den Sozialethikern zufolge als notwendige Kurskorrekturen in einem ansonsten funktionst&uuml;chtigen Sozialstaat betrachten, &ldquo;pikant&rdquo; sei in diesem Kontext etwa der &ldquo;bisch&ouml;fliche Segen f&uuml;r den Verzicht auf die Lebensstandardsicherung in der Rentenversicherung&rdquo;, so die Kritiker: &ldquo;Schlie&szlig;lich ging 1957 deren Einf&uuml;hrung (&hellip;) gerade auf die politischen Interventionen katholischer Sozialethiker zur&uuml;ck.&rdquo;<\/em><br>\nQuelle:  <a href=\"http:\/\/www.kathpress.at\/site\/nachrichten\/database\/40161.html\">KATHweb<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>CO2-Wende ohne die Schiene nicht zu schaffen<\/strong><br>\nDer Verkehrssektor ist weiter Europas Klimasorgenkind Nummer eins. Das geht aus k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Zahlen der Europ&auml;ischen Umweltagentur (EEA) hervor. Danach sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs EU-weit seit 1990 um 29 Prozent gestiegen. Alle anderen Sektoren konnten dagegen deutliche R&uuml;ckg&auml;nge verbuchen: Die Industrie kam auf ein Minus von 34 Prozent, bei der Energie-Erzeugung reduzierte sich der Aussto&szlig; von Treibhausgasen um 17 Prozent und die Haushalte konnten immerhin noch Einsparungen von 14 Prozent seit 1990 vorweisen. &bdquo;Seit Jahren sitzt die Politik den Missstand im Verkehr aus&ldquo;, sagte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Dienstag in Berlin.<br>\n&bdquo;Die CO2-Minderung im Verkehr ist eine dr&auml;ngende Herausforderung, die politisch in den Fokus r&uuml;cken muss&ldquo;, sagte Flege. &bdquo;Dabei ist auch Verkehrsverlagerung ein wichtiges Instrument.&ldquo; Der Allianz pro Schiene-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer verwies darauf, dass die Eisenbahn viel klimaschonender unterwegs sei als etwa der Lkw. So emittieren G&uuml;terz&uuml;ge in Deutschland pro transportierter Tonne und Kilometer nur ein Viertel so viel CO2 wie Lkw.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110629_treibhausgas_emission.jpg\" alt=\"Treibhaus Emission nach Sektoren\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/D2511\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Abgeordnete g&ouml;nnen sich mehr Geld<\/strong><br>\nDie Di&auml;ten der Bundestagsabgeordneten steigen. Die Fraktionen von Union, SPD und FDP verst&auml;ndigten sich darauf, die Bez&uuml;ge der Parlamentarier von derzeit monatlich 7668 Euro in zwei Schritten &ndash; 2012 und 2013 &ndash; um jeweils 292 Euro anzuheben. Das best&auml;tigten Koalitionskreise der Nachrichtenagentur dapd am Montag in Berlin.[&hellip;] Der Schritt bedeutet eine Anhebung von 3,8 und 3,7 Prozent. [&hellip;] Die Rede war von einer &ldquo;moderaten Erh&ouml;hung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundestag-diaeten-steigen-ab-abgeordnete-verordnen-sich-mehr-geld-1.1113005\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> F&uuml;r die meisten Arbeitnehmer sind solch &bdquo;moderate&ldquo; Erh&ouml;hungen ein reiner Wunschtraum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Munteres internationales Spitzeltreiben<\/strong><br>\nLinke politische Bewegungen werden auch weiterhin international infiltriert. Das Ziel ist, den Aktivisten schwere Beschuldigungen anzuh&auml;ngen [&hellip;]<br>\nNiedersachsens Innenminister Sch&uuml;nemann (CDU) hatte erst k&uuml;rzlich in der BILD-Zeitung gedroht[8], zuk&uuml;nftig noch mehr Spitzel in der linken Szene zu platzieren.<br>\nBeim letzten Castor-Transport ins Wendland wurden neben Spitzeln von Polizei und Verfassungsschutz zudem 266 Beamte allein von der Bundespolizei eingesetzt, deren Einsatz laut Bundesregierung[9] &ldquo;&uuml;berwiegend in ziviler Kleidung stattfand&rdquo;. In dem EU-Projekt GODIAC will die nieders&auml;chsische Landesregierung jetzt f&uuml;r diese &ldquo;bew&auml;hrten Praktiken&rdquo; international werben (EU-Projekt gegen linken Massenprotest[10]).<br>\nSch&uuml;nemann hatte erkl&auml;rt, eine &ldquo;Gefahr eines Linksterrorismus&rdquo; zum Schwerpunkt auf der diese Woche zu Ende gegangenen Innenministerkonferenz zu machen und hierf&uuml;r eine bereits existierende &ldquo;Koordinierungsgruppe&rdquo; der L&auml;nder zu nutzen, um die &ldquo;gewaltbereite linke Szene&rdquo; zu analysieren. Die wegen der Aktivit&auml;ten der Rote Armee Fraktion gegr&uuml;ndete &ldquo;Koordinierungsgruppe&rdquo; sei hierf&uuml;r geeignet: &ldquo;Bei der RAF fing es auch mit Brandanschl&auml;gen an. Sp&auml;ter wurden gezielt Menschen ermordet. Deshalb sage ich: Wehret den Anf&auml;ngen!&rdquo;, schwadroniert der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/34\/34998\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar von H-J. M.:<\/strong> Was will Sch&uuml;nemann damit sagen? Es ist heute hinl&auml;nglich bekannt, dass am Anfang der RAF-Aktivit&auml;ten ein Agent Provocateur und V-Mann des Berliner Verfassungsschutzes mit Namen Peter Urbach stand, der die damalige sog. &bdquo;gewaltbereite linke Szene&ldquo; bzw. einige Durchgeknallte mit Molotow-Cocktails, Bomben und Schusswaffen versorgte. Planen unsere r&uuml;hrigen Innenminister erneut eine Neuauflage staatlich initiierten &bdquo;Linksterrorismus&ldquo;? Nichtigall ick h&ouml;r dir trappsen!!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klassenkampf auf Sozialistisch<\/strong><br>\nDie chinesischen Gewerkschaften versuchen sich zu einer echten Interessenvertretung zu entwickeln. Internationale Unterst&uuml;tzung k&ouml;nnte den Prozess beschleunigen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1125-klassenkampf-auf-sozialistisch\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der unbequeme Herr Steinbr&uuml;ck als idealer Kanzlerkandidat<\/strong><br>\nDer Ex-Finanzminister w&auml;re nicht nur f&uuml;r Angela Merkel, sondern auch f&uuml;r die eigene Partei ein unbequemer Gegner. Gerade deshalb sollte die SPD ihn zum Kanzlerkandidaten machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:spd-vorreiter-der-unbequeme-herr-steinbrueck-als-idealer-kanzlerkandidat\/60070397.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines unserer Leser:<\/strong> An sich nichts besonderes, bis man sich den Autor anschaut (auf den Namen klicken): Arne Delfs, Jahrgang 1966, ist seit April 2008 Teamleiter Deutsche Politik. Zuvor war er Politikchef bei der Nachrichtenagentur ddp, Korrespondent bei der &ldquo;Berliner Morgenpost&rdquo; und &ldquo;Die Welt&rdquo; sowie Vize-Sprecher der Bundes-CDU. Volontiert hat er an der Axel-Springer-Journalistenschule. Delfs hat im Bereich amerikanische Kulturwissenschaft promoviert.<\/em><\/p>\n<p><em>Die SPD sollte sich ernsthaft Gedanken machen, wenn der politische Gegner ihnen Wahlkampftipps gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Walter van Rossum &ndash; Die Antisemitismus-Kritik an der Linkspartei geht in die Irre<\/strong><br>\nNach dem Zentralrat der Juden hat jetzt auch die Deutsche Bischofskonferenz die Linkspartei aufgefordert, sich von antisemitischen Tendenzen klar abzugrenzen. Der Vorwurf des Antisemitismus wird dieser Partei schon seit Tagen in den Medien gemacht. In unserer Medienkolumne fordert Walter van Rossum, Israelkritik und Antisemitismus nicht durcheinander zu bringen. Er stellt die Frage, ob, wer weiterhin so platt ideologisch den Antisemitismus instrumentalisiert, nicht in Wahrheit den realen Antisemitismus bagatellisiert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/fileadmin\/user_upload\/Sendungen\/Politikum\/2011\/06\/Manuskripte\/27%20Walter%20van%20Rossum.pdf\">WDR5 [PDF &ndash; 63.6 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1309196304\/radio\/politikum\/wdr5_politikum_20110627.mp3\">Die Sendung [Podcast &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die fabelhaften Springer-Boys<\/strong><br>\nBeim Springer Verlag regiert eine &bdquo;Wilde Reiter GmbH&ldquo;. Eine&hellip; &auml;hem&hellip; &ldquo;junge Garde&rdquo; aus Mittvierzigern, Mittf&uuml;nfzigern und Mittsechzigern, die auf ihren virtuellen Harleys durch die Medienlandschaft brettert. Eine Mediensatire.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/?p=317\">Wolfgang Michal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bauchnabel<\/strong><br>\nDie Welt ist ein einzig Deutschland. Die Auslandsberichterstattung deutscher Medien verkommt zunehmend zur Betrachtung des eigenen Bauchnabels.<br>\nDie Berichterstattung &uuml;ber Japans dreifache Katastrophe mit dem verheerenden Erdbeben, dem gewaltigen Tsunami und dem nuklearen Desaster machte dies besonders deutlich. Ursachen und Folgen in Japan interessierten in der &ouml;ffentlichen Diskussion kaum noch. Die Medien begn&uuml;gten sich im Gro&szlig;en und Ganzen mit der &Uuml;berzeugung, dass ein Tsunami zwischen Rhein und Oder ziemlich unwahrscheinlich ist, und wandten sich konsequent der Frage zu, welche Folgen ein Flugzeugabsturz auf einen deutschen Atommeiler haben w&uuml;rde.<br>\nDie &ouml;konomischen Zusammenh&auml;nge in der weltweit operierenden Nuklearindustrie wurden auf die simple Frage reduziert, wie gut oder schlecht Reaktoren sind, die mit deutscher Beteiligung entstehen. Vergebens suchte man nach einer Er&ouml;rterung der Frage, wie die Verbreitung von Atomwaffen und die zunehmende zivile Nutzung von Nuklearindustrie zusammenh&auml;ngen. Schlie&szlig;lich verf&uuml;gen heute viele L&auml;nder dank der Meiler &uuml;ber die Plutoniumvorr&auml;te, die f&uuml;r den Bau der Bombe unerl&auml;sslich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2011\/06\/bauchnabel\/#c1636\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Laute T&ouml;ne, leise R&uuml;ckzieher<\/strong><br>\nVor einem Jahr wollten Prominente ihre Solidarit&auml;t mit Griechenland zeigen: &ldquo;Wir kaufen griechische Staatsanleihen&rdquo;, verk&uuml;ndeten im Chor RWE-Boss Gro&szlig;mann, Ex-Finanzminister Eichel und &ldquo;Handelsblatt&rdquo;-Chefredakteur Steingart. Heute sieht die Sache allerdings etwas anders aus.<br>\nMan will nicht sagen, dass Gabor Steingart ein krawalliger Typ ist, das w&auml;re dann doch ein bisschen zu einfach. Aber man kann sagen, dass Gabor Steingart vor lauten T&ouml;nen zumindest nicht zur&uuml;ckschreckt, rein publizistisch. Steingart, 49, ist Chefredakteur der Wirtschaftszeitung Handelsblatt. Seit er diesen Job im April 2010 &uuml;bernommen hat, ist die Zeitung ein paar Mal mit polarisierenden Geschichten aufgefallen. Die wohl Strittigste von allen erschien kaum einen Monat nach Steingarts Amtsantritt: Unter dem Motto &ldquo;Wir kaufen griechische Staatsanleihen&rdquo; bekannten namhafte Manager, Banker und Ex-Politiker, dass sie ihr Geld in Athen investieren wollten &ndash; trotz und gerade wegen der schon damals prek&auml;ren griechischen Staatsfinanzen.  [&hellip;]<br>\nUnd Chefredakteur Steingart? Der hat seine Anleihen verkauft. An den genauen Zeitpunkt und den Preis k&ouml;nne er sich nicht erinnern, sagt er. Der Gewinn w&auml;re &ldquo;eher symbolisch&rdquo; gewesen. Insgesamt sei die Aktion als publizistische zu verstehen gewesen. Als Statement gegen antigriechische, bisweilen auch antieurop&auml;ische T&ouml;ne. Es sei aber keine &ldquo;Empfehlung zum Reichwerden&rdquo; gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/schuldenkrise-in-griechenland-laute-toene-leise-rueckzieher-1.1113065\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung  Jens Berger:<\/strong> Die SZ geht mit &bdquo;Krawallo&ldquo; Steingart sehr gn&auml;dig ins Gericht. Wer ein wesentlich ungn&auml;digeres, daf&uuml;r um so am&uuml;santeres, Psychogramm &uuml;ber den ehemaligen SPIEGEL-Mann lesen will, dem sei Tom Schimmecks beinahe schon legend&auml;rer Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2005\/09\/17\/a0015\">Arschlochalarm!<\/a>&ldquo; ans Herz gelegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Das Experteninterview<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/6376\/das-experteninterview\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuersenkungsdebatte; Eurokrise; Gut ein Dutzend Bankdurchfaller beim Stresstest; Ein feste Bank? 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