{"id":99166,"date":"2023-06-14T09:00:27","date_gmt":"2023-06-14T07:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99166"},"modified":"2023-06-14T10:00:02","modified_gmt":"2023-06-14T08:00:02","slug":"in-bombenstimmung-in-die-strahlende-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99166","title":{"rendered":"In Bombenstimmung in die strahlende Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl in einem aufkl&auml;renden Horror-Noir-Stil beschrieben und auf den gesunden Menschenverstand appellierend, war es nicht mal einem vorausschauenden Platon vor 2500 Jahren in seinem H&ouml;hlengleichnis gelungen, seine Zeitgenossen zum kritischen Nachdenken &uuml;ber die Begrenztheit des gemeinschaftlichen Bewusstseins anzuregen. Keine Chance: Schon unter den damaligen &bdquo;H&ouml;hlen-Herrschern&ldquo; hatte sich das ideologisierte Lenken des kommunikativen Erkennens als eine Selbstverst&auml;ndlichkeit des Machterhalts durchgesetzt. Und heute? Statt sich von der &bdquo;h&ouml;hlischen&ldquo; Weltbildgestaltung zu emanzipieren, konzentriert sich die westliche Wertegemeinschaft auf das Grunderneuern der ehemals d&uuml;steren Behausung mit Hightech und super Komfort in eine des zivilisiert beschr&auml;nkten Denkens, frei nach Huxleys &bdquo;Brave New Cave&ldquo;. Und wozu? Blo&szlig;, um in strahlender Bombenstimmung ihren Traum von einer erhabenen Weltordnung zum Wohle der Menschheit zu verwirklichen! Von <strong>Pentti Turpeinen<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4884\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-99166-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230613-In-Bombenstimmung-in-strahlende-Zukunft-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230613-In-Bombenstimmung-in-strahlende-Zukunft-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230613-In-Bombenstimmung-in-strahlende-Zukunft-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230613-In-Bombenstimmung-in-strahlende-Zukunft-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=99166-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230613-In-Bombenstimmung-in-strahlende-Zukunft-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230613-In-Bombenstimmung-in-strahlende-Zukunft-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Unsere &bdquo;Sch&ouml;ne neue H&ouml;hle&ldquo; f&uuml;hlt sich gegenw&auml;rtig nicht mehr von dem Rest der Welt akzeptiert, sieht ihre Macht auf der Weltb&uuml;hne br&ouml;ckeln, ihr zivilisiertes Erbe bedroht, wei&szlig; aber voller Tatendrang ihre geistigen und milit&auml;rischen Kr&auml;fte, die Internationale zitierend, &bdquo;auf zum letzten Gefecht&ldquo; zu vereinen. Das Ignorieren der eigenen geistigen Abh&auml;ngigkeiten von den gesellschaftlichen Gegebenheiten und Gewohnheiten hat eine lange Tradition. Und es f&uuml;hlt sich auch heute normal an, als wohlmeinender Repeater der &ouml;ffentlich-medialen Meinung die Effektivit&auml;t der gesellschaftlichen Dynamik zu unterst&uuml;tzen. Dass das Gemeinwohl nur gemeinschaftlich zu realisieren ist, gilt als eine allgemein nachvollziehbare nat&uuml;rliche &Uuml;berlebensstrategie. Das haben auch unsere zivilisierten Herrschaftssysteme fr&uuml;h erkannt und mit &uuml;berzeugendem Stolz ihre Macht-Profit-Ideale als die einzige Alternative zum allgemeinen Wohlergehen durchgesetzt.<\/p><p>Jede Lebensgemeinschaft braucht eben ein gemeinschaftliches Bewusstsein, um das gemeinschaftliche Handeln zu ordnen. Die Herrschaftssysteme entwickeln daf&uuml;r ihr spezielles Framing. Kreativ, wie die Nationen des christlichen Abendlandes schon immer waren, wussten sie die Effektivit&auml;tssteigerung des gemeinsamen Handelns als &bdquo;Wonne des reduzierten Blickes&ldquo; in ein Kulturerbe zu verwandeln. Auch heute muss die westliche Wertegemeinschaft die Mitgestalter der regelbasierten Weltordnung nicht mit komplizierten Zusammenh&auml;ngen bel&auml;stigen. Sich in die selbstlernende westliche Wertegemeinschaft einzugliedern, empfindet der freie B&uuml;rger als eine Ehre!<\/p><p>In nicht zu hinterfragenden Erkl&auml;rungen das Gl&uuml;cksgef&uuml;hl des Verstehens von hochkomplexen weltpolitischen Zusammenh&auml;ngen zu vermitteln, war schon lange der geistige Standard der christlich-abendl&auml;ndischen Informationspolitik. Mit den modernen Kommunikationsmitteln fand dieses Ideal eine zeitgem&auml;&szlig;e Form als &bdquo;Peepshow zu wahren Einsichten&ldquo;. In einem gemeinschaftlichen Blick durch das Einheitsloch wird das Informationsbed&uuml;rfnis, das B&ouml;se in all seinen Varianten zu erkennen, bestens befriedigt. Und um ihrem Aufkl&auml;rungsauftrag gerecht zu werden, schaffen es die Quantit&auml;tspresse und der ihr befreundete Internetstammtisch, die traditionelle &Uuml;berzeugung zu vermitteln, in der Werte-Westen-Mannschaft der Menschheit zu nutzen.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus wartet man, vor allem im globalen S&uuml;den, auf eine zeitgem&auml;&szlig;e Anpassung der abendl&auml;ndischen Weltschau an die nachkolonialistischen Realit&auml;ten; vergebens. In ihrer traditionellen Interpretation des heliozentrischen Weltbildes identifiziert die westliche Wertegemeinschaft sich weiterhin als Zentrum des Erdensystems und zeigt sich fest entschlossen, dies in strahlender Bombenstimmung zu verteidigen.<\/p><p>Trotz verheerender Kriege untereinander hatte sich unter den christlich-abendl&auml;ndischen Nationen eine gemeinsame Geisteshaltung bei der Eroberung der restlichen Welt gebildet: Wir sind der auserw&auml;hlte Menschenschlag, von Gott beauftragt, die primitiven V&ouml;lker auf den wahren Weg zu f&uuml;hren, sie zu zivilisieren und voller Menschenliebe sogar als Sklaven anzustellen, ihre Rohstoffe und andere Reicht&uuml;mer hochqualifiziert und sinnvoll zum Wohle der Menschheit einzusetzen.<\/p><p>Dabei hat sich im Laufe der Jahrhunderte w&auml;hrenden Welteroberung die Unf&auml;higkeit, den Zusammenhang von den Interessen der Machtstrukturen und der gemeinschaftlichen Meinungsbildung zu erkennen, als ein bew&auml;hrtes Bildungsideal voll durchgesetzt. Damit konnte man sichergehen, dass sowohl die derart aufgekl&auml;rten Herrscher als auch ihre Untertanen, da nur die notwendigsten Ansichten im Kopf, am effektivsten das Gemeinwohl der eigenen Lebensgemeinschaft, und somit der ganzen Menschheit, zu realisieren in der Lage sind. Frei nach Marx: Das Bewusstsein interpretiert das Sein, um sich als gesellschaftliche Dynamik zu bedingen.<\/p><p>Als Ideal der praktischen Vernunft unserer christlich-abendl&auml;ndischen Kultur gilt seit L&auml;ngerem: den Nagel auf den Kopf treffen, ohne dabei &uuml;berlegen zu m&uuml;ssen, was man eigentlich baut. Und die theoretische Vernunft jubiliert in Gestalt der westlichen Wertegemeinschaft &uuml;ber das Erlangen eines lang ersehnten zivilisatorischen Verlangens, unsere Existenz in einem einzigen Spruch zu definieren: Wir sind die Guten.<\/p><p>Auf unsere Jahrtausende alte kulturelle Tradition k&ouml;nnen wir in vielerlei Hinsicht stolz sein, &uuml;bersehen aber aus angelernter Denkfaulheit, dass auch die aktuelle Einf&auml;ltigkeit des politischen Erkennens und Handelns sich als eine zeitgem&auml;&szlig;e Weiterentwicklung einer uralten Tradition der Machterhaltung bewahrheitet. Gelernt ist gelernt.<\/p><p>Wir sind gewohnt, am effektivsten mit Sachargumenten zu kommunizieren. Als nicht realisierbar gelten die &Uuml;berlegungen &uuml;ber die Gesamtzusammenh&auml;nge der gesellschaftlichen Wirklichkeit und werden sowohl aus der politischen Diskussionskultur als auch gebildeten Analysen ausgeklammert.<\/p><p>Das Bed&uuml;rfnis nach einem zusammenh&auml;ngenden, kritischen Erkennen findet man ersatzweise in literarisch-k&uuml;nstlerischen und philosophischen Werken befriedigt. Die aufkl&auml;rende Sprache des Unbeschreiblichen fasziniert! So, wie man in Dichtung Wahrheit finden kann, schlummern in den schlichten Spr&uuml;chen und Imaginationen der fr&uuml;heren Epochen und fremden Kulturen einleuchtende Erkl&auml;rungen auch &uuml;ber das gegenw&auml;rtige Verhalten.<\/p><p>Mit einem &bdquo;h&ouml;hlischen&ldquo; Sinnbild die freien B&uuml;rger Athens zum Nachdenken &uuml;ber ihr eingeschr&auml;nktes gemeinschaftliches Wahrnehmen zu animieren, war ein ehrenwerter Versuch von Platon. Ja, es br&auml;uchte eine fantasievolle geistige Offenheit, um das eigene Wahrnehmen als von den aktuellen Lebensbedingungen gepr&auml;gtes gemeinschaftliches Wahrnehmen zu reflektieren. Da f&uuml;hlt sich sogar die Zeitenwende noch &uuml;berfordert!<\/p><p>Wenn man also, mit Verlaub, aus den philosophischen Sph&auml;ren im H&ouml;hlengleichnis von Platon in die profane Beschreibung der sozialpolitischen Mentalit&auml;t heruntersteigt, zeigt sich eine anschauliche Analogie von der Beschr&auml;nktheit der damaligen und heutigen Geisteshaltung.<\/p><p>Platon versetzt uns in eine finstere H&ouml;hle, von Kind an dort derart gefesselt, dass wir nur die Schatten beobachten k&ouml;nnen, die hinter unseren K&ouml;pfen erzeugt werden, und somit diese als die wahre Wirklichkeit zu interpretieren lernen. Und dann gelingt es einem, sich aus dieser Gefangenschaft zu befreien und, als seine Augen sich an die Helligkeit gew&ouml;hnen, in dem nat&uuml;rlichen Licht au&szlig;erhalb der H&ouml;hle die Beschr&auml;nktheit des eigenen Weltbildes zu erfahren. Bei dem wohlmeinenden Versuch, die Mitmenschen &uuml;ber die Enge ihres Erkennens aufzukl&auml;ren, wird der Ausrei&szlig;er ausgelacht, als Unruhestifter erniedrigt, und um in der gewohnten Herrlichkeit weiterleben zu k&ouml;nnen, sollen derartige Rebellen in der Zukunft f&uuml;r ihre Aufkl&auml;rungsversuche mit dem Tode b&uuml;&szlig;en. Die Mitgefangenen waren nicht zu &uuml;berzeugen. Den erhellenden Blick von au&szlig;en auf ihre gewohnte Lebensweise kannten sie nicht. Und es konnten ja keine Besichtigungen organisiert werden. Wer glaubt schon dem H&ouml;rensagen! Und wem schon ist die Wachheit des Geistes, die Komplexit&auml;t des Vorhandenen zu durchschauen, vertraut!<\/p><p>Wie die kreativen Mitgestalter der heutigen &bdquo;Brave New Cave&ldquo; wussten auch die Zeitgenossen von Platon die Berichte &uuml;ber eine Wirklichkeit au&szlig;erhalb ihrer &bdquo;H&ouml;hle-der-wahren-Werte&ldquo; als unglaubw&uuml;rdige und aufr&uuml;hrerische Fake News einzuordnen.<\/p><p>Um die &Uuml;berzeugungskraft des eigenen Weltbildes angemessen zu verteidigen, sich vor den Gefahren von Verschw&ouml;rungstheorien zu h&uuml;ten, fand man schon in den Anf&auml;ngen unserer Zivilisation eine praktikable L&ouml;sung, die sich lange bew&auml;hren sollte: Kill the Messenger! Und das nahm man lange wortw&ouml;rtlich.<\/p><p>Dank der demokratisch-humanistischen Weltanschauung sind wir davon abgekommen, und die Bestrafung der gegenw&auml;rtigen &bdquo;Systemsprenger&ldquo; besteht nun darin, sie vor dem &bdquo;Dom der gerechten &Ouml;ffentlichkeit&ldquo; zur Schau gefesselt und geistig gedem&uuml;tigt vorzuf&uuml;hren. In manchen schwerwiegenden F&auml;llen, wie Julian Assange, meinen die zivilisierten Werteverteidiger, die &bdquo;Unbeugsamen&ldquo; im Stile der vergangenen Jahrhunderte traditionsbewusst in der Isolierhaft lebendig &bdquo;begraben&ldquo; zu m&uuml;ssen.<\/p><p>Die ungetr&uuml;bte Freude an einer Einheitsmeinung hat schon die Menschen in der &bdquo;Sch&ouml;nen alten H&ouml;hle&ldquo; in eine eingeschworene Gemeinschaft vereint. Es ist ja eine nat&uuml;rliche &Uuml;berlebensstrategie, die Lebensbedingungen kollektiv zu erkennen und zu gestalten. Aber dass das kollektive Gestalten der Lebensbedingungen von Natur aus nicht zum Vermehren von Macht und Profit einer herrschaftlichen Minderheit vorgesehen war, mit all den katastrophalen Folgen, blieb der aufgekl&auml;rten Vernunft verborgen.<\/p><p>In Wissenschaften und Technik haben wir Bewundernswertes erreicht. Aber diese Intelligenz f&uuml;hlte sich seit Anbeginn nicht zust&auml;ndig f&uuml;r das Bew&auml;ltigen des gemeinschaftlichen &Uuml;berlebens als einen Gesamtzusammenhang. Und statt das soziale Erkennen in ein zusammenh&auml;ngendes Gestalten der Lebensbedingungen zu kultivieren, wussten die Herrschaftssysteme den Blick der Schwarmintelligenz auf die Herrlichkeit des Bestehenden zu lenken und damit von den Fragen nach den Profiteuren an der gesellschaftlichen Dynamik abzulenken.<\/p><p>Das tief verinnerlichte Bed&uuml;rfnis, sich beim gemeinschaftlichen &Uuml;berleben n&uuml;tzlich zu erweisen, hat sich in einem schlichten Spruch verfestigt: &bdquo;Ich mache ja nur meinen Job&ldquo;. Ja, es hat sich als eine lobenswerte B&uuml;rgerpflicht bew&auml;hrt, inmitten von Ungerechtigkeiten und Missst&auml;nden einen anerkennenden Blick auf das gemeinschaftlich Erreichte zu bewahren und sich beim Verehren und Bejubeln der eigenen Herrscher und der Eroberungsmentalit&auml;t als ebenso ehrenvoller Mitgestalter von h&ouml;heren Werten zu best&auml;tigen.<\/p><p>In der allt&auml;glichen Komplexit&auml;t der Un&uuml;berschaubarkeit braucht man gem&uuml;tsstabilisierende Orientierungshilfe, sei es die Monty-Python-Hymne: &bdquo;Always look on the bright side of life&ldquo;. Bei der Stabilisierung der Zufriedenheit &uuml;ber die eigenen gesellschaftspolitischen Zust&auml;nde haben sich auch die Berichte &uuml;ber das Elend in anderen Weltteilen als sehr hilfreich erwiesen; aber um eine wirkliche Empathie nicht entstehen zu lassen, nur als erschreckende Einzelbeispiele.<\/p><p>Auch das diskrete Schweigen &uuml;ber die Mitverantwortung der westlichen Wertegemeinschaft f&uuml;r die weltweite Zerst&ouml;rung der Lebenswirklichkeiten und Erzeugung von Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men stabilisiert hervorragend unser Selbstbewusstsein als Retter der Menschheit.<\/p><p>Die westlichen Kulturen haben in Technik und Wissenschaft, Kunst und Musik wahrlich Au&szlig;erordentliches hervorgebracht. Aber in unserer Selbstwahrnehmung reproduzieren wir die Beschr&auml;nktheit des gemeinschaftlichen Erkennens, wie von Platon vor 2500 Jahren in seinem H&ouml;hlengleichnis beschrieben.<\/p><p>So wie unsere antiken &bdquo;Br&uuml;der im Geiste&ldquo; leugnen auch wir die Abh&auml;ngigkeiten unseres gemeinschaftlichen Wahrnehmens, wollen die Begrenztheit unserer gesellschaftspolitischen &Uuml;berzeugungen nicht als Mitgestalten der etablierten Macht-Profit-Interessen erkennen. Jede Gemeinschaft erk&auml;mpft sich ihr gemeinschaftliches Bewusstsein. Auch der westlichen Wertegemeinschaft geht es um ihre Existenz, wenn sie mit ihrer medialen Fakten-Schreck-&Ouml;ffentlichkeit die allgemeine Akzeptanz f&uuml;r ihr erhabenes Vorhaben kultiviert.<\/p><p>Um uns diesmal endg&uuml;ltig von den &bdquo;h&ouml;hlischen&ldquo; Beschr&auml;nkungen des gemeinschaftlichen Bewusstseins zu befreien, um die kreative Offenheit des neugierigen Geistes wiederzuerlangen, bleibt uns noch eine kreative Charaktereigenschaft, die sogar Platon &uuml;bersehen hat, &uuml;brig: Jeder spinnt, wie er kann. Und ich kann auch gut, gell.<\/p><p>Titelbild: Shutterstock \/ zef art<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94865\">Manipulierer und Manipulierte im Eifer der Selbstmanipulation<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92982\">Dieses Weltreich spottet jeder Ironie<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88372\">Westliche &Uuml;berheblichkeit als Konfliktl&ouml;sungsstrategie hat sich noch nie bew&auml;hrt<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/7251a744c82f4c2f8fce11d712c23570\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl in einem aufkl&auml;renden Horror-Noir-Stil beschrieben und auf den gesunden Menschenverstand appellierend, war es nicht mal einem vorausschauenden Platon vor 2500 Jahren in seinem H&ouml;hlengleichnis gelungen, seine Zeitgenossen zum kritischen Nachdenken &uuml;ber die Begrenztheit des gemeinschaftlichen Bewusstseins anzuregen. 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