{"id":99322,"date":"2023-06-18T09:00:36","date_gmt":"2023-06-18T07:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322"},"modified":"2023-06-16T14:25:31","modified_gmt":"2023-06-16T12:25:31","slug":"hinweise-der-woche-312","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h01\">Wie die EZB den Monetarismus unfreiwillig entlarvt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h02\">China: Europ&auml;er wollen weniger Baerbock und mehr Macron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h03\">Atomm&auml;chte r&uuml;sten auf: &bdquo;Einer der gef&auml;hrlichsten Zeitr&auml;ume der Menschheitsgeschichte&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h04\">Zwischen Wahn und Hybris &ndash; die &ldquo;Nationale Sicherheitsstrategie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h05\">Nach Dammbruch in der Ukraine: EU-Raffinerien kaufen pl&ouml;tzlich mehr russisches &Ouml;l<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h06\">Netze vor &Uuml;berlastung sch&uuml;tzen? So werden Verbraucher stattdessen gemolken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h07\">Wie die Taz einen Artikel eines Ukraine-Kriegsreporters manipulierte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h08\">Protest gegen EU-Asylkompromiss: Andrea Ypsilanti aus der SPD ausgetreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h09\">24 Prozent w&uuml;rden Wagenknecht-Partei w&auml;hlen: &bdquo;Asylrecht ist kein Kniefall vor rechts&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99322#h10\">Auch der Alltag in der DDR war keine verlorene Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie die EZB den Monetarismus unfreiwillig entlarvt<\/strong><br>\nIn einem Interview f&uuml;r den Podcast &bdquo;Erkl&auml;r mir die Welt&ldquo; des Journalisten Andreas Sator von Ende Mai offenbart die Spitze der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), dass sie weiterhin fest an den Monetarismus glaubt. Das interviewte Mitglied des EZB-Direktoriums, Isabel Schnabel, dokumentiert sehr deutlich, dass diese Denkschule die europ&auml;ische Geldpolitik weiter in die Irre f&uuml;hrt. Man lernt, warum die Fehler der Deutschen Bundesbank aus der zweiten &Ouml;lpreiskrise Ende der 1970er Jahre aktuell wiederholt werden.<br>\nMan muss keinen Streit um Worte anzetteln. Wenn Isabel Schnabel aber eingangs (Minute 1:44) erkl&auml;rt &bdquo;Inflation ist, wenn sich das Preisniveau einer Volkswirtschaft erh&ouml;ht&ldquo; und sp&auml;ter (Minute 14:22) erl&auml;utert, warum die EZB Preisstabilit&auml;t bei einer mittelfristigen Preissteigerungsrate von zwei Prozent f&uuml;r gegeben h&auml;lt, tr&auml;gt sie zur Verwirrung bei. Viele verbinden n&auml;mlich mit dem Begriff Inflation von der Gr&ouml;&szlig;enordnung her die Bandbreite der Preissteigerungsrate, die oberhalb der Zielrate der EZB, aber unterhalb dessen liegt, was als Hyperinflation gilt. F&uuml;r Isabel Schnabel steht das Wort Inflation offenbar ganz allgemein f&uuml;r eine positive Preissteigerungsrate unabh&auml;ngig von ihrer H&ouml;he, ihrer Ursache und ihrer Dauer.<br>\nEigentlich ist aber mit Inflation das &uuml;berm&auml;&szlig;ige und anhaltende Aufblasen von Preisen auf breiter Front gemeint ohne erkennbare spezifische Ursache, also ohne Schocks, die f&uuml;r das Zustandekommen bestimmter Knappheiten sorgen. Eine Entwicklung des Preisniveaus einer Volkswirtschaft, die alle diese vier Kriterien erf&uuml;llt, st&ouml;rt die Aufgabe, die Preise in einer funktionierenden Marktwirtschaft erf&uuml;llen m&uuml;ssen, n&auml;mlich reale Knappheiten zuverl&auml;ssig anzuzeigen.<br>\nDoch wie dem auch sei, hier soll nicht um Definitionen gestritten werden. Wichtig ist, zwischen der reinen Definition eines &ouml;konomisch sch&auml;dlichen Ph&auml;nomens und der Erkl&auml;rung, wie es zu dem Ph&auml;nomen selbst kommt, zu unterscheiden und zwar so, dass man lernen kann, wie es zu verhindern ist. Das Ziel ist zu verstehen, warum die Geldpolitik derzeit so handelt, wie sie es tut, und die Folgen dieser Politik einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fspiecker.de\/2023\/06\/09\/wie-die-ezb-den-monetarismus-unfreiwillig-entlarvt\/\">Friederike Spiecker<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>IMK-Konjunkturindikator tr&uuml;bt sich erneut ein &ndash; weitere Zinserh&ouml;hungen riskant<\/strong><br>\nDie Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession durchl&auml;uft, ist erneut sp&uuml;rbar gestiegen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, der Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngr&ouml;&szlig;en b&uuml;ndelt. F&uuml;r den Zeitraum von Juni bis Ende August weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 49,3 Prozent aus, nachdem sie im Mai f&uuml;r die folgenden drei Monate noch 37,6 Prozent betrug. Das ist der h&ouml;chste Wert seit November 2022, als der Indikator infolge der Energiepreisschocks ein hohes Risiko f&uuml;r eine Rezession &uuml;ber das Winterhalbjahr anzeigte. Revidierte Daten des Statistischen Bundesamtes haben k&uuml;rzlich best&auml;tigt, dass Deutschland im letzten Quartal 2022 und im ersten Quartal 2023 eine leichte technische Rezession durchlaufen hat. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator schaltet zwar aktuell noch nicht auf &bdquo;rot&ldquo;. Die Eintr&uuml;bung liefert aber einen Hinweis darauf, dass die konjunkturelle Schw&auml;chephase noch l&auml;nger andauern k&ouml;nnte, interpretiert IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld die neuen Werte: &bdquo;Die abermalige sp&uuml;rbare Zunahme der Rezessionswahrscheinlichkeit deutet darauf hin, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland im zweiten Quartal allenfalls stagniert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-imk-konjunkturindikator-trubt-sich-erneut-ein-50108.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>China: Europ&auml;er wollen weniger Baerbock und mehr Macron<\/strong><br>\nEine europaweite Umfrage bringt Erstaunliches hervor. Gefragt wurde nach der Sicht auf China, aber auch Russland. Warum die Politik dem folgen sollte. [&hellip;]<br>\nFragt man nun die europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerungen, dann wollen sie jedoch tats&auml;chlich mehr Macron und weniger Baerbock, Scholz und von der Leyen.<br>\nSo ergab eine repr&auml;sentative Umfrage, dass eine Mehrheit der Menschen in den L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union der Auffassung ist, dass China ein &ldquo;notwendiger Partner&rdquo; f&uuml;r ihre L&auml;nder ist, im Gegensatz zu einem &ldquo;Rivalen&rdquo; oder &ldquo;Gegner&rdquo;. Das ist das Ergebnis der letzte Woche ver&ouml;ffentlichten Untersuchung vom European Council on Foreign Relations &uuml;ber die au&szlig;enpolitischen Einstellungen in Europa.<br>\nDie Umfrage, an der mehr als 16.000 Personen aus elf EU-Mitgliedstaaten teilnahmen, zeigt auch, dass eine solide Mehrheit der Befragten es vorziehen w&uuml;rde, dass ihr eigenes Land in einem m&ouml;glichen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China &uuml;ber Taiwan neutral bleibt.<br>\nDie meisten Europ&auml;er sehen die Vereinigten Staaten zwar als &ldquo;Verb&uuml;ndeten&rdquo; oder &ldquo;Partner&rdquo; an, sind aber auch mehrheitlich der Meinung, dass Europa seine eigenen Sicherheits- und Verteidigungskapazit&auml;ten ausbauen sollte und sich bei der Gew&auml;hrleistung seiner Sicherheit nicht immer auf Washington verlassen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/China-Europaeer-wollen-weniger-Baerbock-und-mehr-Macron-9185201.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die selbst verschuldete Unm&uuml;ndigkeit der EUrop&auml;er im Krieg<\/strong><br>\nDie ukrainische Gegenoffensive hat begonnen. Doch die Frage, wohin sie f&uuml;hren soll, bleibt unbeantwortet. Die EU hat keine eigenen Ziele definiert &ndash; und sie versucht auch nicht, die Kriegsf&uuml;hrung zu beeinflussen.<br>\nDies l&auml;sst sich aus mehreren Zeitungsberichten der letzten Tage schlie&szlig;en.<br>\nSo meldete die &bdquo;New York Times&ldquo;, dass die EU nicht wisse, woran sie einen &bdquo;Erfolg&ldquo; der ukrainischen Offensive bemessen soll.<br>\nEinen &bdquo;Sieg&ldquo;, wie er vom schwedischen EU-Vorsitz angestrebt wird, halte man in Br&uuml;ssel aber mittlerweile f&uuml;r unwahrscheinlich.<\/p>\n<blockquote><p>\nPrivately, U.S. and European officials concede that pushing all of Russia&rsquo;s forces out of occupied Ukrainian land is highly unlikely.<br>\nNYT\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn das stimmt, dann m&uuml;sste die EU schleunigst dar&uuml;ber nachdenken, was sie mit ihren Waffenlieferungen eigentlich erreichen will. Doch das tut sie nicht.<br>\nSie kontrolliert diese Lieferungen nicht einmal, wie der belgische &bdquo;Soir&ldquo; berichtet. Verst&ouml;&szlig;e gegen nationale Auflagen bleiben ohne Folgen.<br>\nObwohl bekannt wurde, dass belgische Waffen von Freisch&auml;rlern in der Ukraine zu Angriffen auf russisches Gebiet benutzt wurden, gehen die Lieferungen weiter.<br>\nDas l&auml;sst nur einen Schlu&szlig; zu: Belgien und die EU haben der Ukraine und ihrem Pr&auml;sidenten Selenskyj einen Freibrief ausgestellt und dr&uuml;cken nun die Daumen, dass alles gut l&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-selbst-verschuldete-unmuendigkeit-der-europaeer-im-krieg\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Atomm&auml;chte r&uuml;sten auf: &bdquo;Einer der gef&auml;hrlichsten Zeitr&auml;ume der Menschheitsgeschichte&ldquo;<\/strong><br>\nDie Zahl an einsatzbereiten Atomsprengk&ouml;pfen w&auml;chst wieder. Angesichts des Ukraine-Kriegs warnt das Friedensforschungsinstituts Sipri vor den Folgen.<br>\nDie Atomm&auml;chte st&auml;rken angesichts des Ukraine-Kriegs und der insgesamt verschlechterten Sicherheitslage auf der Welt ihre nuklearen Arsenale. Das geht aus dem Jahresbericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri) hervor, den die unabh&auml;ngige Organisation am Montag (12. Juni) ver&ouml;ffentlichte. &bdquo;Dieser verst&auml;rkte nukleare Wettbewerb hat das Risiko, dass Atomwaffen zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg im Zorn eingesetzt werden, dramatisch erh&ouml;ht&ldquo;, sagte Sipri-Experte Matt Korda.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/atomwaffen-russland-laender-atommaechte-nordkorea-china-ukraine-krieg-arsenal-zr-92336119.html\">FR Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Kann Biden einen russischen Nuklearangriff auf die Ukraine verhindern? Ja, wenn er der Ukraine taktische Atomwaffen zur Verf&uuml;gung stellt<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie Angst vor einem nuklearen Schlagabtausch pr&auml;gt seit langem die &Uuml;berlegungen des Wei&szlig;en Hauses zur Ukraine. [&hellip;]<br>\nSich selbst abzuschrecken und Russland einen Sieg zu schenken, w&auml;re unmoralisch und unklug. F&uuml;r Putin ist die Angst des Gegners so s&uuml;chtig machend wie Kokain. Sollte er sp&uuml;ren, dass die Angst des Wei&szlig;en Hauses ihm den Sieg bringen k&ouml;nnte, w&uuml;rde er einen weiteren Zug nehmen: Seine Provokationen w&uuml;rden nur noch zunehmen, nicht nur gegen die Ukraine, sondern auch gegen Moldawien und die baltischen Staaten.<br>\nF&uuml;r Biden stellt sich nun eine doppelte Frage: Wie kann man Russland vom Einsatz taktischer Nuklearwaffen abhalten, und wie kann man reagieren, wenn es sie einsetzt. F&uuml;r beides gibt es die gleiche Strategie. [&hellip;]<br>\nBiden sollte Russland stattdessen klar und deutlich sagen, dass jeder Einsatz von Atomwaffen jeglicher Gr&ouml;&szlig;e gegen die Ukraine dazu f&uuml;hren wird, dass die USA der Ukraine die gleichen Arten von Atomwaffen zur Verf&uuml;gung stellen, ohne zu kontrollieren, wo und wie die Ukraine sie einsetzen k&ouml;nnte. Die Nichtverbreitungsmafia mag vor Emp&ouml;rung aufheulen, aber der Westen muss seine Nuklearpolitik an der Realit&auml;t ausrichten, nicht an Wunschdenken oder einer leeren Fassade eines Vertragsregimes, an das sich revisionistische Staaten nicht mehr halten.<br>\nWie w&auml;hrend des Kalten Krieges ist der beste Weg, den Einsatz von Atomwaffen abzuschrecken, die Bereitschaft zu demonstrieren, sie auch einzusetzen. [&hellip;]<br>\nEs ist an der Zeit, diesen Schaden wiedergutzumachen. Die einfache Tatsache ist folgende: Die Vereinigten Staaten unterhalten Atomwaffen, weil sie ein wirksames Abschreckungsmittel gegen andere Atomstaaten sind. Die Ukraine sollte das gleiche Recht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aei.org\/op-eds\/can-biden-deter-a-russia-nuclear-attack-on-ukraine-yes-if-he-gives-ukraine-tactical-nukes\/%20\">AEI<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> So denken wichtige Einrichtungen in den USA. T&ouml;dlich f&uuml;r uns.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zwischen Wahn und Hybris &ndash; die &ldquo;Nationale Sicherheitsstrategie&rdquo;<\/strong><br>\nMan wei&szlig; wieder einmal nicht, ob man lachen oder heulen soll. Aber auch, wenn es viele von ma&szlig;loser &Uuml;berheblichkeit gepr&auml;gte Passagen in dieser neuen Sicherheitsstrategie gibt und sich hinter manch schmeichelnd formulierter Absicht finsterste Pl&auml;ne verbergen &ndash; herausragend ist vor allem eines: mit der konkreten Wirklichkeit hat das Papier nicht viel zu tun. [&hellip;]<br>\nFreude hat man auch an diesem Satz, der auf die Aussage folgt, dass &ldquo;neue parallele Institutionen&rdquo; (vulgo BRICS etc.) ein &ldquo;stabiles Finanzsystem&rdquo; (das &ldquo;stabile Finanzsystem&rdquo; ist eigentlich auch ein Br&uuml;ller) unterminierten: &ldquo;Erschwerend kommt hinzu, dass es in vielen Staaten an Strukturen zur effektiven Bek&auml;mpfung von Korruption, Steuerhinterziehung und Wirtschafts- und Finanzkriminalit&auml;t fehlt.&rdquo; Vor dem Hintergrund von Cum-Ex und Pfizers SMS ein wirklich treffender Satz.<br>\nDas allersch&ouml;nste Beispiel daf&uuml;r, wie sehr diese &ldquo;Nationale Sicherheitsstrategie&rdquo; in einer Welt spielt, die es nicht gibt, liefert allerdings wieder einmal Annalena Baerbock in ihrem Vorwort. Es ist nicht einmal der Satz, Sicherheit bedeute, &ldquo;dass im Winter unsere Heizungen laufen&rdquo;. Der ist schon nicht schlecht.<br>\nAber er wird noch einmal weit &uuml;bertroffen von diesem Satz: &ldquo;Dass wir sicher zur Arbeit kommen, weil unsere Z&uuml;ge nicht durch Cyberanschl&auml;ge lahmgelegt sind.&rdquo; Irgendjemand sollte ihr einmal sagen, dass der arme Mensch, der diesen b&ouml;sen Cyberanschlag beabsichtigt, einen Moment erwischen m&uuml;sste, in dem kein Gleis gebrochen, keine Lokomotive funktionsunt&uuml;chtig, keine Signalanlage ausgefallen, keine Klimaanlage kaputt, kein vorausfahrender Zug liegengeblieben, kein Unfall mit Personenschaden passiert, kein Lokf&uuml;hrer erkrankt, kein Ersatzzug nicht auffindbar und kein Fr&uuml;hjahr, Sommer, Herbst oder Winter ist &ndash; sprich, die Deutsche Bahn wirklich mal nach Fahrplan f&auml;hrt. Sonst w&uuml;rde das n&auml;mlich niemand bemerken.<br>\nUnd ungef&auml;hr so steht es mit allen anderen wirklichen Sicherheitsfragen auch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/172665-zwischen-wahn-und-hybris-nationale\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Von Feinden umgeben<\/strong><br>\nBundesregierung stellt erste &raquo;Nationale Sicherheitsstrategie&laquo; vor: Mehr Aufr&uuml;stung und &raquo;Wehrhaftigkeit&laquo; &uuml;berall &ndash; von der Ahr bis in den Weltraum.<br>\nDie Bundesrepublik ist demnach Opfer neuer weltpolitischer Bedrohungen und Feinde, ihre eigene Teilnahme an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen und der Aufmarsch der Bundeswehr in Osteuropa in den vergangenen drei Jahrzehnten wird nicht erw&auml;hnt. Im Text steht ironiefrei vielmehr: &raquo;Bewaffnete Eins&auml;tze der Bundeswehr im Ausland stehen immer im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht, dem Grundgesetz und den gesetzlichen Vorgaben.&laquo; Wer mit solch reinem Gem&uuml;t in die Welt schaut, f&uuml;r den ist folgerichtig Russland der Hauptfeind. Es wird zweimal als &raquo;auf absehbare Zeit gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r Frieden und Sicherheit im euroatlantischen Raum&laquo; bezeichnet. China ist gem&auml;&szlig; der NATO- und EU-Sprachregelung &raquo;Partner, Wettbewerber und systemischer Rivale&laquo;. In dem Dokument werden praktische Konsequenzen zumeist nur angedeutet &ndash; bis auf eine: Die Verteidigungsausgaben sollen ab kommendem Jahr &raquo;im mehrj&auml;hrigen Durchschnitt&laquo; auf das Zwei-Prozent-Ziel der NATO-Staaten erh&ouml;ht werden. Finanzminister Christian Lindner (FDP) will das &raquo;Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr&laquo; in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro daf&uuml;r ausgeben. Gegen Ende des Jahrzehnts m&uuml;sse das aber aus dem normalen Haushalt kommen. Lindner bot dazu die G&uuml;rtel-enger-Schnallen-Formel an: &raquo;Wir m&uuml;ssen aus der Zeit der Friedensdividende in die Freiheits- und Friedensinvestitionen kommen.&laquo; Denn: &raquo;W&uuml;nschenswerte Vorhaben werden zur&uuml;ckgestellt werden m&uuml;ssen.&laquo; (&hellip;)<br>\nAuf die Frage eines Journalisten, ob Handelswege auch zuk&uuml;nftig mit Gewalt gesichert werden sollten, wich Scholz zun&auml;chst aus. Als der Fragesteller auf einer Antwort beharrte, behauptete der Kanzler wahrheitswidrig, eine solche Politik habe &raquo;noch nie eine Bundesregierung verfolgt&laquo;. (&hellip;)<br>\nSicherheitsma&szlig;nahmen sollen auf das gesamte gesellschaftliche Leben ausgedehnt werden. In der Strategie hei&szlig;t es, die Handlungsf&auml;higkeit Deutschlands nach au&szlig;en h&auml;nge &raquo;zunehmend auch von seiner Resilienz im Inneren ab.&laquo; Der Weltraum z&auml;hlt auch dazu. Laut Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (&hellip;), die bei der Ausarbeitung federf&uuml;hrend war, werden zum Beispiel Katastrophenschutz &raquo;wie an der Ahr&laquo;, Entwicklungshilfe, Kampf gegen Klimawandel, Schutz der Infrastruktur, Wasserversorgung, Bildung und Cyberraum einbezogen. Die im Koalitionsvertrag noch erw&auml;hnte Koppelung der Steigerung der Verteidigungs- und Entwicklungsausgaben im Verh&auml;ltnis eins zu eins f&auml;llt ebenso weg wie eine Zur&uuml;ckhaltung bei R&uuml;stungsexporten. Neben &raquo;resilient&laquo; ist &raquo;regelbasiert&laquo; die am meisten strapazierte Vokabel im Papier, weit vor &raquo;nachhaltig&laquo;. &Uuml;ber die Hohlw&ouml;rter wird am Freitag im Bundestag diskutiert. Eine &raquo;China-Strategie&laquo; stellte der Kanzler f&uuml;r &raquo;bald&laquo; in Aussicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/452789.nationale-sicherheitsstrategie-von-feinden-umgeben.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nach Dammbruch in der Ukraine: EU-Raffinerien kaufen pl&ouml;tzlich mehr russisches &Ouml;l<\/strong><br>\nAuch der &Ouml;lmarkt reagiert gestresst auf die Katastrophe. Laut einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur Reuters f&uuml;rchten Raffinerien in Westeuropa, zu wenig &Ouml;l aus Russland zu beziehen, da die Druschba-Pipeline, die russisches &Ouml;l zum Teil durch die Ukraine transportiert, besch&auml;digt werden k&ouml;nnte. Zur Erinnerung: Das Pipeline-&Ouml;l aus Russland ist vom EU-Embargo ausgenommen; vor allem Ungarn, Tschechien und die Slowakei lassen sich immer noch von Russland beliefern. (&hellip;)<br>\nIm Juni k&ouml;nnten die Pipeline-Lieferungen von russischem Urals-Roh&ouml;l in die EU um 16 Prozent im Vergleich zum Mai ansteigen, prognostiziert Reuters unter Berufung auf zwei ungenannte Quellen. Die Raffinerien in der EU h&auml;tten aus Angst vor Angriffen auf wichtige Infrastrukturen und angesichts des eskalierenden Kriegs in der Ukraine &Ouml;lvorr&auml;te anlegen wollen, sagte eine Quelle. Die ungarische Raffinerie MOL, ein wichtiger Abnehmer russischem &Ouml;ls, werde im Juni 900.000 Tonnen Urals kaufen, das &uuml;ber die Druschba-Pipeline geliefert wird. Im Mai hatte MOL nur 750.000 Tonnen Urals-&Ouml;l erworben.<br>\nAuch die Ukraine verdient an dem &Ouml;ltransit. Anfang Juni habe Kiew abermals die Geb&uuml;hren f&uuml;r den Transport erh&ouml;ht, berichtete die Ungarische Zeitung Vilaggazdasag, hei&szlig;t es im Bericht. Mit der &Auml;nderung sei der Preis um 25 Prozent auf 17 Euro pro Tonne angehoben worden. Die im Vorfeld ge&auml;u&szlig;erte Androhung, die Geb&uuml;hren um 100 Prozent zu steigern, machte die ukrainische Regierung nicht wahr. Kiew hatte die Geb&uuml;hr f&uuml;r das &Ouml;l aus der Druschba-Pipeline zuletzt im Januar auf 13,60 Euro pro Tonne erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/ukrainekrieg-kachowka-staudamm-nach-dammbruch-in-der-ukraine-eu-raffinerien-kaufen-ploetzlich-mehr-russisches-oel-li.357318\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Netze vor &Uuml;berlastung sch&uuml;tzen? So werden Verbraucher stattdessen gemolken<\/strong><br>\nDie Netzentgelte bei Gas und Strom sollen steigen. Unser Kolumnist fragt, ob sich der Staat l&auml;nger von der Profitgier der Netzbetreibern erpressen lassen sollte.<br>\nSeit letztem Jahr &uuml;berredet er uns alle zum Energiesparen, jetzt will er, dass wir den Netzbetreibern h&ouml;here Profite finanzieren. Die Rede ist von Klaus M&uuml;ller, heute Chef der Bundesnetzagentur, fr&uuml;her Chef der Verbraucherzentrale &ndash; und: ein Gr&uuml;ner. Damit die Strom- und Gasnetze schnell genug ausgebaut werden, will M&uuml;ller den Netzbetreibern eine gr&ouml;&szlig;ere Karotte vorhalten.<br>\nMit Investitionen ins Netz sollen die Firmen k&uuml;nftig mehr Geld verdienen d&uuml;rfen, und die staatlich festgelegte Rendite aufs eingesetzte Kapital soll von 5,07 auf 7,09 Prozent angehoben werden. Ausl&ouml;ser daf&uuml;r seien die h&ouml;heren Zinsen. &bdquo;Deswegen wollen wir neue Investitionen besser verzinsen und schaffen so sp&uuml;rbare Anreize f&uuml;r Investitionen bei den Netzbetreibern&ldquo;, so M&uuml;ller. Ab sofort soll die Rendite jedes Jahr neu festgelegt werden, fr&uuml;her waren es nur alle f&uuml;nf Jahre. Immerhin: F&uuml;r bereits gebaute Netze soll die h&ouml;here Rendite nicht gelten, nur f&uuml;r neue.<br>\nRund eine halbe Milliarde soll der Vorschlag zus&auml;tzlich in die Firmenkassen sp&uuml;len &ndash; voraussichtlich. Je mehr die Betreiber investieren, desto teurer wird es. Und nat&uuml;rlich landet das am Ende auf der Strom- und Gasrechnung der Kunden, denn die Betreiber finanzieren sich &uuml;ber die Netzentgelte, die &uuml;brigens schon heute etwa ein Viertel des Preises ausmachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/netze-vor-ueberlastung-schuetzen-so-werden-verbraucher-von-den-netzbetreibern-gemolken-li.357360\">Maurice H&ouml;fgen in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie die Taz einen Artikel eines Ukraine-Kriegsreporters manipulierte<\/strong><br>\nUnai Aranzadi berichtete f&uuml;r die Taz aus der Kampfzone in der Ukraine. Doch den Artikel habe man verf&auml;lscht, sagt der Reporter, und auf Nato-Linie ausgerichtet. Genie&szlig;en westliche Journalisten in der Ukraine Meinungsfreiheit?<br>\nDer spanische Journalist Unai Aranzadi besuchte im Februar als Reporter die ostukrainischen St&auml;dte Kramatorsk, Slowjansk und Lyman. Aus dem Bombenhagel an der Front im Kampf um den Donbass sendete der in Spanien preisgekr&ouml;nte Dokumentarfilmmacher zwei Reportagen an die deutsche Tageszeitung Taz.<br>\nAranzadi kennt sich mit dem Ukraine-Konflikt bestens aus, da er seit 2014 regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r Dokumentationen vor Ort war. Der erste Text wurde am 3. Februar 2023 ver&ouml;ffentlicht, mit dem Titel &ldquo;Wo die russische Offensive beginnt&rdquo; und erz&auml;hlt die russische Bombardierung von Wohnh&auml;usern und die Zerst&ouml;rung, die diese hinterlie&szlig;.<br>\nAm 11. Februar erschien der zweite Text unter dem Titel &ldquo;Da, wo die Russen schon mal waren&rdquo;.<br>\nDie abgedruckte Version machte Aranzadi jedoch sprachlos. Sein Text war ohne sein Einverst&auml;ndnis von der Redaktion stark &ndash; seiner Meinung nach sinnentstellend &ndash; ver&auml;ndert worden. Ganze Abs&auml;tze wurden gestrichen, neue kamen dazu, die er nicht geschrieben hatte und mit denen er nicht einverstanden ist.<br>\nAranzadi sagt, dass die &Auml;nderungen nicht aus redaktionellen Gr&uuml;nden vorgenommen worden seien, sondern Eingriffe darstellen, die den Artikel an die politische Linie des Blattes anpassen sollten: &ldquo;Im ersten Bericht, in dem ich die grausamen russischen Bombardements verurteilt habe, gab es keine Probleme&rdquo;, sagt er gegen&uuml;ber Telepolis.\n<blockquote><p>\nEs war lediglich im zweiten Bericht, der die Einstellungen der russischsprachigen Bev&ouml;lkerung in anderen Gebieten einfing, in dem auf einmal eingegriffen wurde.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Wie-die-Taz-einen-Artikel-eines-Ukraine-Kriegsreporters-manipulierte-9186628.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Protest gegen EU-Asylkompromiss: Andrea Ypsilanti aus der SPD ausgetreten<\/strong><br>\nEinst war sie eine der wichtigsten Frauen in der SPD, nun wendet sie sich von der Partei ab: Andrea Ypsilanti ist nicht mehr Mitglied bei den Sozialdemokraten &ndash; es ist ein Abgang in Wut.<br>\nDie SPD verliert eine prominente Genossin: Die fr&uuml;here Landeschefin der hessischen Sozialdemokraten, Andrea Ypsilanti, ist aus der Partei ausgetreten. Das best&auml;tigte der hessische SPD-Generalsekret&auml;r Christoph Degen. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk dar&uuml;ber berichtet.<br>\nDegen sagte, er bedauere Ypsilantis Parteiaustritt sehr. Ihre Expertise werde fehlen. Er sprach von einem schleichenden Prozess der Entfremdung zwischen Ypsilanti und der Partei in den vergangenen Jahren. Der neue Asylkompromiss sei &raquo;eher das i-T&uuml;pfelchen&laquo; gewesen.<br>\nDer Hessische Rundfunk zitiert aus Ypsilantis Austrittsschreiben, die EU-Asylentscheidung lasse sie &raquo;ohnm&auml;chtig und sprachlos&laquo; zur&uuml;ck. Die neuen Regelungen<br>\nw&uuml;rden zu noch schlimmerem Elend f&uuml;hren. Der Kompromiss werde von politischen Kr&auml;ften bejubelt, &raquo;gegen die zu k&auml;mpfen die Sozialdemokratie angetreten ist&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/andrea-ypsilanti-politikerin-aus-spd-ausgetreten-a-8edb3328-4138-411c-8f92-7ffe9538dd11\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu: <strong>Es haben viele gefragt: warum? Deshalb hier die Antwort<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/YpsilantiAndrea\/status\/1668252821890773002\">Andrea Ypsilanti via Twitter<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Migration: Wir k&ouml;nnen uns einmauern oder den Reichtum teilen<\/strong><br>\nDie EU hat sich endg&uuml;ltig f&uuml;r das Einmauern entschieden. Der Asyl-Kompromiss l&auml;sst ein Asylrecht nur noch dem Namen nach bestehen.<\/p>\n<blockquote><p>\n&laquo;Zu den Grundirrt&uuml;mern der letzten Jahrzehnte geh&ouml;rt der Glaube, dass man Fl&uuml;chtlinge wirklich gerecht sortieren k&ouml;nne: In &lsaquo;gute&rsaquo; Fl&uuml;chtlinge, die aus politischen Gr&uuml;nden, und in &lsaquo;b&ouml;se&rsaquo; Fl&uuml;chtlinge, die aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden fliehen. Alle Anstrengungen wurden darauf gerichtet, alle sind sie gescheitert. Stets hat man die Probleme am Schwanz statt am Kopf gepackt. Mit Paragrafen hat man versucht, Schicksale zu verwalten. Wann wurde je mit gleicher Kraft versucht den Menschen dort zu helfen, wo sie das Schicksal trifft? Fluchtsituationen entstehen doch nicht deshalb, weil es die Bundesrepublik mit dem Grundrecht auf Asyl gibt.&raquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>So steht es in meinem ersten Leitartikel zum Thema Asyl, der 1990 in der S&uuml;ddeutschen Zeitung erschien &ndash; drei Jahre bevor dann das Asylgrundrecht nach einer langen, wilden Debatte massiv eingeschr&auml;nkt wurde. Es war dies damals mein erster grosser Text &uuml;ber Migration, und er endete so: <\/p>\n<blockquote><p>\n&laquo;Die &Uuml;berlegungen zur Bek&auml;mpfung von Fluchtursachen stehen erst am Anfang. Man wird eine v&ouml;llig neue Form von Entwicklungshilfe in einer v&ouml;llig neuen Dimension erfinden, man wird gewaltige Hilfsprojekte in Angriff nehmen m&uuml;ssen. Es gibt nur eine Alternative: Wir k&ouml;nnen uns einmauern oder unseren Reichtum teilen.&raquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die europ&auml;ische Politik hat sich nun endg&uuml;ltig f&uuml;r das Einmauern entschieden. Der Asyl-Kompromiss, der vom Europ&auml;ischen Rat beschlossen wurde, l&auml;sst ein Asylrecht und den Fl&uuml;chtlingsschutz nur noch dem Namen nach bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/migration\/migration-wir-koennen-uns-einmauern-oder-den-reichtum-teilen\/\">Heribert Prantl auf Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>24 Prozent w&uuml;rden Wagenknecht-Partei w&auml;hlen: &bdquo;Asylrecht ist kein Kniefall vor rechts&ldquo;<\/strong><br>\nDie Linke-Politikerin geht in einem Interview auf die m&ouml;gliche Gr&uuml;ndung einer eigenen Partei ein. Bei der Reform zum Asylrecht ist sie uneins mit der Linken. (&hellip;)<br>\nDie EU-Innenminister haben sich k&uuml;rzlich auf eine grundlegende Reform des Gemeinsamen Europ&auml;ischen Asylsystems (GEAS) verst&auml;ndigt. Damit einigen sich die Mitgliedsstaaten auf eine Versch&auml;rfung des europ&auml;ischen Asylverfahrens. Vorgesehen ist unter anderem ein restriktiverer Umgang mit Migranten ohne Bleibeperspektive. Bei der Parteispitze der Linken st&ouml;&szlig;t dies auf starke Ablehnung. (&hellip;)<br>\nSo bezeichnete Janine Wissler, Linke-Parteivorsitzende, die Reform als einen &bdquo;Kniefall von rechts au&szlig;en&ldquo; im Hinblick auf die beschleunigten Vorverfahren an den Au&szlig;engrenzen. Wagenknecht hingegen ist deutlich zur&uuml;ckhaltender, wie sich in ihrem Interview mit der Welt herausstellt. Wie steht sie der Versch&auml;rfung des Asylrechts gegen&uuml;ber?<br>\n&bdquo;Wenn man ein Problem versucht zu l&ouml;sen, dann ist das kein Kniefall&ldquo;, sagt sie und erkl&auml;rt: &bdquo;Wir haben eine Situation der &Uuml;berforderung in vielen St&auml;dten und Gemeinden und m&uuml;ssen das Problem unkontrollierter Zuwanderung irgendwie l&ouml;sen.&ldquo; Menschen, die aber tats&auml;chlich wie im Iran mit der Hinrichtung bedroht und verfolgt werden, m&uuml;ssten ein Recht auf Asyl behalten.<br>\nDie Armut dieser Welt k&ouml;nne man aber nicht durch Migration l&ouml;sen. Die Aller&auml;rmsten k&ouml;nnten sich die Flucht gar nicht leisten. Es sei keine L&ouml;sung, die etwas bessere Mittelschicht der armen L&auml;nder abzuwerben, wo sich dort die Probleme weiter versch&auml;rfen w&uuml;rden.<br>\nDer akute Wohnungsmangel, Schwierigkeiten an Schulen und fehlende Kitapl&auml;tze in Deutschland w&uuml;rden zwar nicht prim&auml;r von der hohen Zuwanderung kommen, sie spitze die Situation hierzulande aber zu. &bdquo;Es ist doch ein offenes Geheimnis, dass ein Gro&szlig;teil der Migration damit zu tun hat, dass es diese gro&szlig;en Wohlstandsdifferenzen gibt&ldquo;, so Wagenknecht im Gespr&auml;ch. Ob der gefundene Kompromiss funktioniere und er die europ&auml;ische Einigkeit hinter sich habe, m&uuml;sse sich zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/24-prozent-wuerden-wagenknecht-partei-waehlen-asylrecht-ist-kein-kniefall-vor-rechts-li.357653%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das mag in Umfragen so sein, aber sollte sich Sahra Wagenknecht tats&auml;chlich entschlie&szlig;en, eine eigene Partei zu gr&uuml;nden, wird dieses Land eine Diffamierungskampagne erleben, wie noch nie zuvor in seiner Geschichte.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Versagen von Parteien und Medien &ndash; Der aufhaltsame Aufstieg der AfD<\/strong><br>\nDer breite Unmut in der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber Habecks Heizungsdiktat und die anhaltende Migrationskrise kannte in den Umfragen zuletzt nur einen Nutznie&szlig;er: die AfD. Doch auch die mediale Diffamierung der Normalb&uuml;rger mit ihren Sorgen treibt viele B&uuml;rger in die Arme der Protestpartei.<br>\nDie AfD ist so popul&auml;r wie nie. Friedrich Merz hatte versprochen, er wolle sie &bdquo;halbieren&ldquo;. Der Kanzler sieht in ihr eine &bdquo;Schlechte-Laune-Partei&ldquo;. Die Reaktion der Bundesregierung, bei der der Mehrheit der B&uuml;rger das Lachen l&auml;ngst vergangen ist, k&ouml;nnte nicht selbstgerechter sein. Umfrageergebnisse von 19 Prozent f&uuml;r die AfD m&uuml;ssten ein Alarmsignal f&uuml;r alle Bundestagsparteien sein. Wie stark muss die AfD eigentlich noch werden, damit die Politik aufwacht?<br>\nKlima, Krieg, Migration &ndash; in Kernfragen der Politik werden die Positionen eines Gro&szlig;teils der Bev&ouml;lkerung beiseite gewischt, vielfach moralisch abgewertet. Das ist der Sessellift nach oben f&uuml;r die AfD, die momentan gar nichts tun muss. Man stelle sich vor, sie h&auml;tte charismatische und sympathische Parteivorsitzende. Zum Gl&uuml;ck teilt sie diesen Personalmangel mit den anderen Parteien.<br>\nDerzeit reicht ihr, dass im Land vielfach Debatten gew&auml;lzt werden, die mit den realen Problemen der Leute wenig zu tun haben. Der Normalb&uuml;rger steht allein und verlassen im Parteienspektrum. Da ist die Tendenz zur AfD oft Notwehr und verzweifelter Denkzettel. Auch die Medien haben ihren Anteil. Der Meinungskorridor in Deutschland verengt sich von Krise zu Krise &ndash; Fl&uuml;chtlinge, Corona, Ukraine. [&hellip;]<br>\nSchon die Einf&uuml;hrung der CO2-Steuer 2021 hat den B&uuml;rgern gezeigt, wie teuer und ineffektiv Klimaschutz betrieben wird. Diese gr&uuml;ne Rechnung, die ausschlie&szlig;lich dem Normalb&uuml;rger pr&auml;sentiert wird, ist ein st&auml;ndiger Wasserstrom auf die M&uuml;hlen der AfD. Die Leute wollen Natur und Umwelt sch&uuml;tzen und tun dies auch. Sie sind mehrheitlich f&uuml;r eine vern&uuml;nftige Klimapolitik, aber sie reagieren allergisch auf die Hybris, mit W&auml;rmepumpen die weltweite Klimakrise stoppen zu wollen, aber nicht einmal die Fische in der Oder sch&uuml;tzen zu k&ouml;nnen.<br>\nDer russische Krieg gegen die Ukraine tobt seit 16 Monaten, und ein Ende ist nicht in Sicht. Deutschland hat seinen anf&auml;nglich zur&uuml;ckhaltenden Kurs verlassen und liefert immer mehr Waffen an die Ukraine. Etwa die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung lehnt dies ab und glaubt nicht, dass Waffenlieferungen den Krieg beenden. Millionen Menschen haben Angst vor einer weiteren Eskalation, einem Dritten Weltkrieg. Es klaffen Welten zwischen den Selenskyj-Festspielen in Politik und Medien einerseits und der Antikriegsstimmung in der Bev&ouml;lkerung andererseits.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/afd-ampelkoalition-robert-habeck-oeffentlich-rechtliche\">Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auch der Alltag in der DDR war keine verlorene Zeit<\/strong><br>\nIm Sprechen &uuml;ber die DDR vergessen wir, dass es auch Menschen gab, die ganz normal in dem Land lebten. Die Entwertung dieser Biografien durch die Reduzierung auf Diktatur und Stasi bieten heute einen N&auml;hrboden f&uuml;r die AfD<br>\nGeschichte ist nie abgeschlossen, schon weil jede neue Generation das Recht hat, Geschichte noch einmal neu zu erz&auml;hlen. Um etwa &uuml;ber die DDR zu schreiben, muss man nicht immer und &uuml;berall dabei gewesen sein. Und man kann auch ganz woanders wohnen, wie die Historikerin Katja Hoyer, die am Londoner King&rsquo;s College forscht und mit Diesseits der Mauer. Eine neue Geschichte der DDR 1949 &ndash; 1990 im Diskurs zur DDR-Historie interveniert hat.<br>\nHoyer beharrt darauf, dass die DDR mehr war als Diktatur und Stasi. Wo ist das Problem? Die westdeutsche Nachkriegsgeschichte w&uuml;rde niemand allein &uuml;ber Polizei, Gerichte und Gef&auml;ngnisse erz&auml;hlen. Und auch die DDR war mehr als nur der SED-Staat, der hier nicht verkl&auml;rt werden soll. Wie aber erkl&auml;rt sich der Streit um B&uuml;cher wie das von Katja Hoyer? Um Geschichte wurde schon immer gerungen. Warum ist es nicht egal, wor&uuml;ber sich Historiker streiten? Es ist die Angst vor der verlorenen Zeit. Diese Angst ist nicht neu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/karsten-krampitz\/auch-der-alltag-in-der-ddr-war-keine-verlorene-zeit\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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