{"id":99395,"date":"2023-06-19T08:35:53","date_gmt":"2023-06-19T06:35:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395"},"modified":"2023-06-19T08:30:37","modified_gmt":"2023-06-19T06:30:37","slug":"hinweise-des-tages-4379","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h01\">&bdquo;Kaufen Panzer, weil wir nicht geholfen haben, einen Krieg zu verhindern, der verhinderbar war&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h02\">Das Jahr der R&uuml;stungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h03\">Stand Gegenoffensive: &laquo;&Uuml;ber allem liegt der Nebel des Krieges &ndash; mit gezielten Fehlinformationen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h04\">Putin und die Kriegsreporter I: &ldquo;Wir haben Pl&auml;ne unterschiedlicher Art&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h05\">In der Sicherheitsstrategie fehlt der gr&ouml;&szlig;te Angriff auf deutsche Interessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h06\">Warnung vor &bdquo;De-Industrialisierung&ldquo; &ndash; Unionspolitiker schreiben Brandbrief an von der Leyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h07\">EU-Kommission will kostenlosen digitalen Euro f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h08\">Wirecard-Skandal: Der Schatten des Jan Marsalek (Teil 1)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h09\">Steuerfahnderin Birgit Orths: &bdquo;Das Steuergeheimnis sch&uuml;tzt die T&auml;ter&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h10\">Zehn Milliarden Euro mehr: Intel-Werk in Magdeburg will h&ouml;here Subventionshilfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h11\">Marode Bahn in Bayern: Warum die Probleme nicht enden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h12\">Staatstrojaner: Blankoscheck f&uuml;r Geheimdienst-&Uuml;berwachung der Presse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h13\">KI entscheidet nichts: &bdquo;K&uuml;nstliche Intelligenz&ldquo; ist ein Versteck f&uuml;r die Menschen dahinter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h14\">110 Millionen Fl&uuml;chtlinge und Vertriebene durch Krieg und Klimakrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99395#h15\">Der gef&auml;hrlichste Mann in Amerika: zum Tode von Daniel Ellsberg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Kaufen Panzer, weil wir nicht geholfen haben, einen Krieg zu verhindern, der verhinderbar war&ldquo;<\/strong><br>\nDer Westen, so der fr&uuml;here Hamburger B&uuml;rgermeister Klaus von Dohnanyi, trage eine Mitschuld am Krieg in der Ukraine. Mit dem russischen Pr&auml;sidenten Putin m&uuml;sse nun verhandelt werden &ndash; der internationale Haftbefehl gegen ihn sei deshalb unklug.<br>\nDer fr&uuml;here Hamburger B&uuml;rgermeister und ehemalige Bundesminister Klaus von Dohnanyi hat den Kurs der Bundesregierung und der SPD in der Ukraine-Krise scharf kritisiert. &bdquo;Ich halte die gegenw&auml;rtigen Priorit&auml;ten der Bundesregierung und des Westens f&uuml;r falsch&ldquo;, sagte der Sozialdemokrat der Deutschen Presse-Agentur in einem Interview zu seinem 95. Geburtstag am kommenden Freitag.<br>\n&bdquo;Die Priorit&auml;t m&uuml;sste sein, uns vor den Folgen des Klimawandels zu sch&uuml;tzen (&hellip;) Stattdessen kaufen wir Panzer f&uuml;r die Ukraine, weil wir nicht geholfen haben, einen Krieg zu verhindern, der verhinderbar war.&ldquo;<br>\nDer Klimawandel sei die wahre Bedrohung, &bdquo;nicht Putin&ldquo;, sagte von Dohnanyi, der als Staats- und Bundesminister in den sp&auml;ten 1960er und 70er Jahren unter den Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt gedient hat. Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin habe nie die Absicht gehabt, Europa anzugreifen. &bdquo;Er wollte nur die Ukraine nicht in der Nato und diese nicht an seiner Grenze haben. Dar&uuml;ber wollte er verhandeln, aber der Westen war dazu nicht bereit.&ldquo; Deshalb trage der Westen eine Mitverantwortung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article245917406\/Unbedacht-und-unklug-Von-Dohnanyi-kritisiert-Bundesregierung-fuer-Ukraine-Politik.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich bin zutiefst erstaunt. Klaus von Dohnanyi hat immer wieder hart wirtschaftsliberale Positionen vertreten (<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/von-dohnanyi-gegen-kurswechsel-in-der-wirtschafts-und-100.html\">u.a. f&uuml;r Hartz IV<\/a>), f&uuml;r mich ein konservativer Knochen, aber in Bezug auf den Ukrainekrieg wirbt er f&uuml;r <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/-markus-lanz---klaus-von-dohnanyi-aeussert-verstaendnis-fuer-wladimir-putin-31730574.html\">Verst&auml;ndnis f&uuml;r Putin<\/a> und kritisiert die westliche Politik mit pazifistischen Argumenten, weist sogar auf das Drama des Klimawandels hin und ist damit im Alter von 95 Jahren deutlich j&uuml;nger und moderner als ein Gro&szlig;teil der SPD: &bdquo;Eine SPD ohne eine erkl&auml;rte, h&ouml;rbare und offensive Friedenspolitik, ist keine SPD mehr&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Jahr der R&uuml;stungsindustrie<\/strong><br>\nDer R&uuml;stungskonzern Rheinmetall rechnet mit bald eingehenden Neuauftr&auml;gen in zweistelligem Milliardenwert und schlie&szlig;t f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre ein Umsatzwachstum von jeweils 20 bis 30 Prozent nicht aus. Dies hat Konzernchef Armin Papperger nach einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister mit F&uuml;hrungspersonal von mehr als 20 transatlantischen R&uuml;stungsfirmen best&auml;tigt. Bei den Auftr&auml;gen werde nicht 2022, das Jahr der Scholz&lsquo;schen &bdquo;Zeitenwende&ldquo;, sondern 2023 &bdquo;das beste Jahr ever&ldquo; werden, sagt Papperger voraus. Der Manager r&auml;umt offen ein, Rheinmetall verdanke sein immenses aktuelles Wachstum dem Ukraine-Krieg. Dabei kann die D&uuml;sseldorfer Waffenschmiede sogar ihre Produktpalette erweitern: Sie wird k&uuml;nftig Teile f&uuml;r den US-Kampfjet F-35 fertigen &ndash; ein Gegengesch&auml;ft f&uuml;r den Kauf von 35 Exemplaren des Flugzeugs durch die Bundesregierung, das die transatlantische R&uuml;stungsbasis weiter festigt. Um die R&uuml;stungsindustrie zur rascheren Ausweitung ihrer Munitions- und Waffenproduktion zu veranlassen, sind die NATO-Staaten um langfristige Abnahmegarantien bem&uuml;ht. Das B&uuml;ndnis erarbeitet dazu eigens einen ausf&uuml;hrlichen Defence Production Action Plan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9271\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Stand Gegenoffensive: &laquo;&Uuml;ber allem liegt der Nebel des Krieges &ndash; mit gezielten Fehlinformationen&raquo;<\/strong><br>\nBei der Gegenoffensive im russischen Angriffskrieg meldet Kiew Fortschritte, Moskau dementiert solche. Deswegen haben wir besser bei Roland Popp von der Milit&auml;rakademie an der ETH Z&uuml;rich nachgefragt.<br>\nHerr Popp, wo steht die Gegenoffensive derzeit?<br>\nEs sieht so aus, als seien dies die intensivsten und verlustreichsten Gefechte dieses Krieges. Es muss fast so sein, wenn man sich die aktuellen Konstellationen ansieht. Gleichzeitig haben wir ganz wesentliche Informationen nicht, die Verlustzahlen, die Rekrutierungs- und Mobilisierungszahlen. &Uuml;ber allem liegt der Nebel des Krieges &ndash; mit gezielten Fehlinformationen von allen Seiten.<br>\nLassen sich in dieser fr&uuml;hen Phase Tendenzen ablesen?<br>\nMan kann nicht wirklich erkennen, was los ist. Was zumindest mich &uuml;berraschte: Es wurden jetzt wirklich vertiefte Operationen durchgef&uuml;hrt, genau in dem Bereich, wo sich die Russen am st&auml;rksten befestigt haben. Hier laufen die Ukrainer mit ihrer Offensive in denjenigen Frontabschnitt hinein, der ihnen wahrscheinlich die gr&ouml;ssten Probleme bereitet. W&auml;ren sie hier erfolgreich und w&uuml;rden Melitopol erreichen, w&auml;re ich pers&ouml;nlich &uuml;berrascht. Aber eben: Ob die Hauptstossrichtung der Offensive &ndash; und die haben wir wohl noch nicht gesehen &ndash; nach S&uuml;den Richtung Asowsches Meer geht, ist noch nicht ausgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/ueber-allem-liegt-der-nebel-des-krieges-mit-gezielten-fehlinformationen-410702918014\">20minuten<\/a>\n<p>dazu: <strong>Enorme Verluste der Ukraine &ndash; nur noch drei Monate kampff&auml;hig?<\/strong><br>\nDie ukrainische Gegenoffensive l&auml;uft nicht gut, da sind sich die Experten einig. Die Sch&auml;tzungen &uuml;ber die m&ouml;gliche Dauer der blutigen K&auml;mpfe und die damit verbundenen Verluste werden immer d&uuml;sterer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/enorme-verluste-der-ukraine-nur-noch-drei-monate-kampffaehig\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Putin und die Kriegsreporter I: &ldquo;Wir haben Pl&auml;ne unterschiedlicher Art&rdquo;<\/strong><br>\nAber was war das f&uuml;r ein Gespr&auml;ch! Es geht um das Treffen des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin mit einer Runde von Kriegsreportern (eine Reihe davon d&uuml;rfte unseren regelm&auml;&szlig;igen Lesern vertraut sein). Zwei Stunden, unz&auml;hlige Themen und eine sehr interessante Atmosph&auml;re, in der phasenweise die Reporter eher als Delegierte von der Front agierten, mit Fragen im Gep&auml;ck, hinter denen man den Vorlauf f&ouml;rmlich sp&uuml;ren kann (&ldquo;wenn du dann bei Putin bist, vergiss nicht &hellip;&rdquo;). Im Gegensatz zu Pressekonferenzen, die immer schon formal eine Hierarchie herstellen, wirkte das eher wie ein Arbeitstreffen. Eigentlich m&uuml;sste man das ansehen, Minute f&uuml;r Minute, und dann nach einzelnen Themen und Aspekten absuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.live\/meinung\/172813-putin-und-die-kriegsreporter-i-wir-haben-plaene-unterschiedlicher-art\/%20\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Putin und die Kriegsreporter II: &ldquo;In Europa gibt es niemanden, mit dem man reden sollte&rdquo;<\/strong><br>\nIm zweiten Teil des Gespr&auml;chs geht es um das Gebiet der Ukraine, um B&uuml;rohengste im Verteidigungsministerium, um das Verhalten im Informationskrieg und um das Verh&auml;ltnis Europas zu den Vereinigten Staaten von Amerika.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/172815-putin-und-kriegsreporter-ii-in\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>In der Sicherheitsstrategie fehlt der gr&ouml;&szlig;te Angriff auf deutsche Interessen<\/strong><br>\nDie deutsch-russische Gaspipeline, die im Herbst 2022 gesprengt wurde, wird in dem 74 Seiten starken Dokument mit keinem Wort erw&auml;hnt. Dabei will die neue Strategie auch &bdquo;kritische Infrastruktur&ldquo; sch&uuml;tzen.<br>\n&bdquo;Kritische Infrastrukturen sind lebensnotwendig und vermehrt erheblichen Bedrohungen und St&ouml;rungen ausgesetzt&ldquo;, hei&szlig;t es auf Seite 25. &bdquo;F&uuml;r die Versorgungs- und Wirtschaftssicherheit Deutschlands hat dabei die maritime Dimension, &uuml;ber und unter Wasser, eine besondere Bedeutung.&bdquo;<br>\nDie &bdquo;maritime Dimension&ldquo; war auch bei Nordstream sehr wichtig, denn die R&ouml;hre liegt in der Ostsee. Die Passage wirkt so, als habe die Bundesregierung daran gedacht &ndash; es jedoch nicht gewagt, sie zu erw&auml;hnen. Dann w&uuml;rden sich wohl zu viele Fragen stellen.<br>\nZum Beispiel jene, was denn aus den Ermittlungen nach den T&auml;tern geworden ist. Oder, auch, wie die Verantwortlichen bestraft werden sollen. Neuerdings streuen die USA ja das Ger&uuml;cht, es seien die Ukrainer gewesen&hellip;<br>\nDarauf wollte die Regierung offensichtlich nicht eingehen. Aber eine Sicherheitsstrategie zu schreiben, in der der seit Jahrzehnten gr&ouml;&szlig;te Angriff auf die wichtigste Energie-Infrastruktur fehlt &ndash; und das mitten im &bdquo;Energiekrieg&ldquo; &ndash; ist schon ein starkes St&uuml;ck&hellip;<br>\nSiehe auch &bdquo;Nordstream: USA belasten Ukraine&ldquo;<br>\nP.S.  Schweden stehe kurz vor der Aufkl&auml;rung der Anschl&auml;ge auf Nordstream, meldet &bdquo;telepolis&ldquo;. Wer es war, wollte man in Stockholm leider noch nicht verraten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/in-der-neuen-sicherheitsstrategie-fehlt-der-groesste-angriff-auf-deutsche-interessen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warnung vor &bdquo;De-Industrialisierung&ldquo; &ndash; Unionspolitiker schreiben Brandbrief an von der Leyen<\/strong><br>\nIn der Unionsfraktion im Bundestag sto&szlig;en Pl&auml;ne der EU-Kommission zum Klima- und Umweltschutz auf Widerstand. In einem vierseitigen Brandbrief an EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen warnen die Verfasser vor einer &bdquo;&Uuml;berforderung&ldquo; und &bdquo;&Uuml;berregulierung&ldquo; durch ambitionierte Vorgaben. (&hellip;)<br>\nBemerkenswert ist, dass die CDU- und CSU-Politiker mit ihrem Brief an von der Leyen auch eine Parteifreundin tadeln. &bdquo;Umweltpolitische Ziele erreichen wir am besten durch finanzielle Anreize, Freiwilligkeit und mit kooperativen Ans&auml;tzen und nicht durch Verbote, Stilllegungen und Nutzungsverbote bzw.- beschr&auml;nkungen&ldquo;, hei&szlig;t es unter anderem. (&hellip;)<br>\nuch die Verordnung zur &bdquo;Wiederherstellung der Natur&ldquo; und die Europ&auml;ische Luftqualit&auml;tsrichtlinie sehen die CDU- und CSU-Politiker kritisch. Sie f&uuml;rchten sogar Fahrverbote in ganzen Regionen, sollte die EU-Kommission die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation f&uuml;r die Grenzwerte f&uuml;r Stickstoffoxide und Feinstaub &bdquo;unkritisch&ldquo; &uuml;bernehmen.<br>\nZum Ende des Briefes signalisieren die Verfasser grunds&auml;tzlich Unterst&uuml;tzung f&uuml;r mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit, mahnen aber, dass die gew&uuml;nschte Transformation ohne eine starke Wirtschaft nicht m&ouml;glich sein werde. Daher bitten sie von der Leyen, die Initiativen der Kommission daraufhin zu &uuml;berpr&uuml;fen, &bdquo;ob sie in angemessener Art und Weise dem Erhalt von Wohlstand, Arbeitspl&auml;tzen, Wettbewerbsf&auml;higkeit, Klima- und Umweltschutz Rechnung tragen.&ldquo;<br>\nNeben dem ehemaligen Gesundheitsminister Spahn und der fr&uuml;heren Landwirtschaftsministerin Kl&ouml;ckner haben auch die Abgeordneten Steffen Bilger, Albert Stegemann (beide CDU) und Anja Weisgerber (CSU) den Brief unterzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article245906850\/Klimaschutz-Unionsfraktion-schreibt-Brandbrief-an-Kommissionschefin-von-der-Leyen.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wer &uuml;berlegen sollte, bei der n&auml;chsten Bundestagswahl die Union zu w&auml;hlen, bekommt vielleicht eine schwarz-gr&uuml;ne Koalition. Die Logik der EU-Pl&auml;ne wird grunds&auml;tzlich nicht hinterfragt. &Uuml;brigens &ndash; was f&uuml;r ein Zufall &ndash; Blackrock fordert auch: Der erneuerte, nachhaltige Kapitalismus soll auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77440\">ein &bdquo;gr&uuml;ner&ldquo; Kapitalismus werden<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>3,1 % mehr beantragte Regelinsolvenzen im Mai 2023 als im Mai 2022<\/strong><br>\nDie Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorl&auml;ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2023 um 3,1 % gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im April 2023 hatte sie bereits um 4,8 % gegen&uuml;ber April 2022 zugenommen. Bei den Ergebnissen ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Verfahren erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einflie&szlig;en. Der tats&auml;chliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen F&auml;llen ann&auml;hernd drei Monate davor. (&hellip;)<br>\nIm 1. Quartal 2023 haben die deutschen Amtsgerichte nach endg&uuml;ltigen Ergebnissen 4 117 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das bedeutet einen Anstieg um 18,2 % gegen&uuml;ber dem 1. Quartal 2022.<br>\nDie voraussichtlichen Forderungen der Gl&auml;ubiger aus den im 1. Quartal 2023 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 6,7 Milliarden Euro. Im 1. Quartal 2022 hatten die Forderungen bei rund 3,9 Milliarden Euro gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/06\/PD23_231_52411.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Kommission will kostenlosen digitalen Euro f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDer Vorschlag zur Einf&uuml;hrung eines digitalen Euro soll am 28. Juni vorgelegt werden. Er muss dann sowohl vom Europ&auml;ischen Parlament als auch von den Regierungen der Mitgliedsstaaten im EU-Rat genehmigt werden. (&hellip;)<br>\nDie Diskussion um den digitalen Euro nahm erstmals Fahrt auf, als ein Konsortium um Facebook (heute Meta) das Projekt &bdquo;Libra&ldquo; mit dem Ziel startete, eine eigene digitale W&auml;hrung zu schaffen. Zwar wurde das Libra-Projekt inzwischen aufgegeben, doch die Angst, die Kontrolle &uuml;ber die W&auml;hrung an private Initiativen zu verlieren, blieb. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Im Euroraum ist die Einf&uuml;hrung einer digitalen Zentralbankw&auml;hrung [Central Bank Digital Currency, CBDC] f&uuml;r Privatkunden &ndash; der digitale Euro &ndash; notwendig, um das Bargeld zu erg&auml;nzen und die offiziellen Formen der W&auml;hrung an die technologische Entwicklung anzupassen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung des Vorschlagsentwurfs.<br>\nMit der Einf&uuml;hrung einer digitalen W&auml;hrung f&uuml;r Privatkunden w&uuml;rde die EU einen anderen Weg einschlagen als andere L&auml;nder. Die Schweizerische Nationalbank zum Beispiel ist haupts&auml;chlich an einer Digitalw&auml;hrung f&uuml;r Gro&szlig;kunden interessiert, die zur Erleichterung von Interbankenzahlungen verwendet werden k&ouml;nnte. (&hellip;)<br>\nDer Vorschlagsentwurf regelt auch die Front-End-Dienste, die den Nutzern des digitalen Euro zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Sie sollten zum Beispiel &bdquo;mit den Europ&auml;ischen Geldb&ouml;rsen f&uuml;r digitale Identit&auml;ten interoperabel oder in diese integriert sein.&ldquo;<br>\nIn den Erw&auml;gungsgr&uuml;nden des Vorschlagsentwurfs hei&szlig;t es:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/finanzen-und-wirtschaft\/news\/eu-kommission-will-kostenlosen-digitalen-euro-fuer-alle\/\">Euractiv<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Regierung finanziert die Bargeldbek&auml;mpfungsallianz Better Than Cash Alliance<\/strong><br>\nAus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage, die mir vorliegt, geht hervor, dass das Entwicklungshilfeministerium weiterhin die &ouml;ffentlich-private Antibargeldallianz Better Than Cash Alliance mit 200.000 Euro pro Jahr mitfinanziert. Als diese F&ouml;rderung 2018 ruchbar wurde, hatte die Regierung angegeben, weitere Zahlungen seien nicht geplant, hatte die F&ouml;rderung aber nahtlos fortgesetzt.<br>\nIn Antwort auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron an die Bundesregierung vom 1.6.2023 antwortete die Staatssekret&auml;rin im Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit, B&auml;rbel Kofler mitSchreiben vom 8.6.:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung hat die Better than Cash Alliance (BTCA) im Jahr 2022 mit 200.000 Euro unterst&uuml;tzt und f&uuml;hrt die Unterst&uuml;tzung in ebendieser H&ouml;he auch im Jahr 2023 fort.&ldquo;<br>\nErstmals bekannt geworden war die F&ouml;rderung der Besser-als-Bargeld-Allianz 2018 durch die Antwort der Regierung auf eine AfD-Anfrage. Damals hatte die Regierung geantwortet:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung hat die &bdquo;Better Than Cash Alliance&ldquo; in den Jahren 2016 &ndash; 2018 mit insgesamt 500.000 Euro (aus Mitteln des Einzelplans 23) unterst&uuml;tzt. Eine weiterf&uuml;hrende Unterst&uuml;tzung ist derzeit nicht geplant.&ldquo;<br>\nIch deckte allerdings 2019 auf, dass unser Steuergeld stillschweigend weiter nach New York ins Hauptquartier der globalen Anti-Bargeld-Krieger &uuml;bermittelt wurde, und zwar mit 200.000 Euro h&ouml;her als im Durchschnitt der Jahre 2016 &ndash; 2018.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/bargeld-widerstand\/btca-von-berlin-finanziert\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Innenministerin will gegen Mafia k&auml;mpfen<\/strong><br>\nDeutschland gilt als Paradies f&uuml;r organisierte Kriminalit&auml;t. Das ist seit Jahren bekannt, politische Konsequenzen wurden daraus nur wenige gezogen. Das will Innenministerin Nancy Faeser (SPD) &auml;ndern. &bdquo;Mir geht es darum, kriminelle Strukturen zu zerschlagen und ihnen kriminelle Einnahmen konsequent zu entziehen&ldquo;, sagte sie dem Tagesspiegel.<br>\nZum Beispiel m&uuml;ssten &bdquo;Eigentumsstrukturen transparenter&ldquo; werden. &bdquo;Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer m&uuml;ssen leichter ermittelbar sein&ldquo;, sagte sie. Bargeldeink&auml;ufe von Schmuck oder Uhren sollten &bdquo;bald der Vergangenheit&ldquo; angeh&ouml;ren. Oft werden solche Eink&auml;ufe genutzt, um Geld zu waschen.<br>\n&bdquo;Deutschland darf kein Hort f&uuml;r Geldw&auml;scher sein&ldquo;, sagte Faeser. Sie fordert die &bdquo;Einf&uuml;hrung einer allgemeinen Bargeldobergrenze von deutlich unter 10.000 Euro&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDamit geht sie &uuml;ber den Koalitionsvertrag hinaus, der keine Bargeldobergrenze vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/innenministerin-will-gegen-mafia-kampfen-deutschland-darf-kein-hort-fur-geldwascher-sein-9953985.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu z.B. auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33337\">Der &bdquo;War on Cash&ldquo;<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33337\">Bargeldlos gegen Geldw&auml;sche und Kriminalit&auml;t? So einfach ist es dann doch nicht<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97090#h10\">Mit dem digitalen Euro droht die totale &Uuml;berwachung<\/a> mit Anmerkungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirecard-Skandal: Der Schatten des Jan Marsalek (Teil 1)<\/strong><br>\nEr steht auf der Fahndungsliste von Interpol und war bei &bdquo;Aktenzeichen XY&hellip; Ungel&ouml;st&ldquo; im ZDF zu sehen. Am M&uuml;nchener Flughafen hing sein Fahndungsplakat gleich an der Passkontrolle. Politik und Sicherheitsbeh&ouml;rden vollziehen das Kunstst&uuml;ck, fieberhafte Suche nach einem Mann vorzut&auml;uschen, den sie auf gar keinen Fall in Deutschland wiederhaben wollen: Jan Marsalek, den fr&uuml;heren Chief Operating Officer und Asien-Vorstand des Zahlungsdienstleisters Wirecard AG, der im Zuge der Wirecard-Milliardenpleite vor drei Jahren am 19. Juni 2020 unbehelligt Deutschland verlie&szlig;.<br>\nJan Marsalek ist eine schillernde Figur: Er ist ein Enkel von Hans Marsalek, eines antifaschistischen Widerstandsk&auml;mpfers und KZ-&Uuml;berlebenden, der nach dem Krieg in &Ouml;sterreich Polizist wurde. Jan Marsalek brach hingegen die Schule ab, lernte Programmieren, stieg fr&uuml;h zum Vorstand eines sp&auml;teren DAX-Konzerns auf und umgab sich mit Geheimdiensten aus Ost und West. (&hellip;)<br>\nIch bin mittlerweile &uuml;berzeugt: Jan Marsalek war ein Strohmann &ndash; auch unserer Sicherheitsbeh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/fabio-de-masi-zum-wirecard-skandal-der-schatten-des-jan-marsalek-teil-1-li.359251\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Steuerfahnderin Birgit Orths: &bdquo;Das Steuergeheimnis sch&uuml;tzt die T&auml;ter&ldquo;<\/strong><br>\nEine Fahnderin klagt an: Der Staat bek&auml;mpft aus ihrer Sicht Steuerhinterziehung nicht konsequent genug. Kriminelle h&auml;tten leichtes Spiel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/dienstleister\/interview-steuerfahnderin-birgit-orths-das-steuergeheimnis-schuetzt-die-taeter\/29190586.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man k&ouml;nnte fast meinen, die Bundesl&auml;nder (die f&uuml;r Finanz&auml;mter und Steuerfahndung zust&auml;ndig sind) wollten Unternehmen und Sehr-Gut-Verdiener bevorzugen. Denn die Menschen, die eigentlich hohe Steuern zahlen m&uuml;ssten, sind die einzigen, die substantiell (mehr als ein paar Hundert Euro) Steuern hinterziehen k&ouml;nnen; h&auml;tten die Bundesl&auml;nder ernsthaftes Interesse an dem vorenthaltenen Geld (es geht immerhin um zig Milliarden Euro pro Jahr), dann w&uuml;rden sie anderenfalls mehr Personal einstellen und besser bezahlen, weil jeder Steuerfahnder das Mehrfache seines Gehalts f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand &ldquo;einspielt&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zehn Milliarden Euro mehr: Intel-Werk in Magdeburg will h&ouml;here Subventionshilfen<\/strong><br>\nDer amerikanische Chiphersteller Intel rechnet f&uuml;r sein geplantes Werk in Magdeburg mit deutlich h&ouml;heren Kosten. Wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfuhr, plant der US-Konzern inzwischen mit einer Investitionssumme von 27 Milliarden Euro. Das sind zehn Milliarden Euro mehr als zum Projektstart Anfang 2021.<br>\nIntel erh&ouml;ht damit den Druck auf die Bundesregierung. Der Chipproduzent verhandelt seit Monaten mit dem Bundeswirtschaftsministerium &uuml;ber eine Ausweitung der Investitionshilfen f&uuml;r das Werk in Magdeburg. 6,8 Milliarden Euro waren bislang zugesagt, inzwischen fordere Intel rund zehn Milliarden Euro, hei&szlig;t es in den Kreisen.<br>\nDie Forderung spaltet die Bundesregierung. Laut beteiligten Regierungsvertretern h&auml;tten Wirtschaftsministerium und Kanzleramt signalisiert, dass sie bereit seien, Intel h&ouml;here Subventionen zu zahlen. Das Bundesfinanzministerium hingegen beharre weiter darauf, die staatlichen Hilfen nicht zu erh&ouml;hen.<br>\nDer Fall Intel ist beispielhaft f&uuml;r die Debatte, wie Deutschland unabh&auml;ngiger vom Ausland wird. Dabei geht es vor allem darum, wie stark die Politik mithilfe von Subventionen versuchen sollte, ausl&auml;ndische Konzerne dazu zu bringen, ihre Industriefabriken in Deutschland zu bauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/zehn-milliarden-euro-mehr-intel-werk-in-magdeburg-will-hohere-subventionshilfen-9909395.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Subventionen widersprechen dem Kerngedanken einer Marktwirtschaft bzw. dem Kapitalismus. Eine Investition lohnt sich oder sie lohnt sich nicht. Als Belohnung winkt dem Unternehmer ein h&ouml;herer Unternehmenslohn bzw. Gewinn. Mit Intel wird ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen unterst&uuml;tzt, das hohe Gewinne erzielt &ndash; zuletzt 8 Milliarden Euro &ndash; und die Investitionen selbst stemmen kann. Letztlich findet hier eine Umverteilung &uuml;ber Steuermittel statt. Der Staat an sich besitzt kein Geld, kann es drucken oder sich von den Steuerzahlern holen. Die ARD-Sendung Plusminus errechnete k&uuml;rzlich, dass ein Intel-Arbeitsplatz in Magdeburg den Steuerzahler rund 3,3 Millionen Euro koste.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Marode Bahn in Bayern: Warum die Probleme nicht enden<\/strong><br>\nF&uuml;r Fahrg&auml;ste ist es Alltag, wenn sie mit dem Zug unterwegs sind: Versp&auml;tungen, St&ouml;rungen. Es ist ein wenig Gl&uuml;cksache, ob sie p&uuml;nktlich ankommen. Und die Bahn in Deutschland kommt nicht aus den Schlagzeilen &ndash; Baustellen, Tarifauseinandersetzungen, Streckensperrungen. Im letzten Jahr musste die Bahn Reisenden eine Rekordsumme an Entsch&auml;digungen zahlen: Es waren fast 100 Millionen Euro in Summe f&uuml;r Versp&auml;tungen und Zugausf&auml;lle. Die P&uuml;nktlichkeitswerte f&uuml;r den Mai 2023 liegen bei ICE und IC Z&uuml;gen &ndash; also im Fernverkehr &ndash; bei 65,5 Prozent. Das hei&szlig;t, jeder dritte Zug ist versp&auml;tet.<br>\nIm Nahverkehr sind die Werte besser, aber Z&uuml;ge, die gar nicht fahren, z&auml;hlen auch nicht in der P&uuml;nktlichkeitsstatistik. Warum sich die Bahn so schwer tut? Warum das Netz so marode ist? &ndash; Es gibt viele Gr&uuml;nde. Der wichtigste Grund liegt vielleicht darin, dass sie mit der Instandhaltung ihrer Anlagen nicht hinterherkommt. (&hellip;)<br>\nAuch im Kernnetz sei die Qualit&auml;t in den letzten Jahren deutlich zur&uuml;ckgegangen, sagt Lukas Iffl&auml;nder. Er ist Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn in Bayern. Aber repariert wurden immer Einzelprobleme, deswegen die vielen Sperrungen. Und deswegen brauche es Generalsanierungen wie auf der Rheinschiene oder zwischen W&uuml;rzburg und N&uuml;rnberg. &Uuml;berhaupt gehe es vor allem um Sanierungen des Kernnetzes. Dass die Bahn dabei immer von Investitionen spricht, kritisiert Iffl&auml;nder. Denn ein Gro&szlig;teil der Summe gehe f&uuml;r den Austausch von abgehenden Anlagen drauf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/marode-bahn-in-bayern-warum-die-probleme-nicht-enden,ThQaCMw\">BR24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Staatstrojaner: Blankoscheck f&uuml;r Geheimdienst-&Uuml;berwachung der Presse<\/strong><br>\nEin geplantes Medienfreiheitsgesetz der EU sollte Journalist:innen vor &Uuml;berwachung sch&uuml;tzen. Doch Europas Regierungen planen eine Blankoausnahme f&uuml;r &bdquo;nationale Sicherheit&ldquo;, die den Vorschlag praktisch aush&ouml;hlen w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\nDer Rat der EU-Staaten will die Schutzbestimmungen f&uuml;r Journalist:innen durch eine generelle Ausnahme f&uuml;r die &bdquo;nationale Sicherheit&ldquo; aushebeln. Das geht aus einem Textentwurf der schwedischen Ratspr&auml;sidentschaft vom 7. Juni hervor, den wir durch eine Informationsfreiheitsanfrage erhielten und im Volltext ver&ouml;ffentlichen. Der Rat geht damit &uuml;ber fr&uuml;here Vorschl&auml;ge zur Verw&auml;sserung des Textes hinaus, &uuml;ber die wir zuvor berichteten.<br>\nSchon der urspr&uuml;ngliche Vorschlag der Kommission sah vor, dass der Staatstrojaner-Einsatz &bdquo;im Einzelfall&ldquo; aus Gr&uuml;nden der nationalen Sicherheit gerechtfertigt sein soll. Aus dem Einzelfall soll nun eine Blanko-Erlaubnis werden, die nicht nur das Trojaner-Verbot aufweicht, sondern auch das generelle Verbot der &Uuml;berwachung von Journalist:innen zur Ermittlung ihrer Quellen aushebelt. Au&szlig;erdem schw&auml;cht die Ausnahme das Recht, eine Beschwerde bei einer unabh&auml;ngigen Beh&ouml;rde einzureichen, wie es der urspr&uuml;ngliche Vorschlag vorgesehen h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/staatstrojaner-blankoscheck-fuer-geheimdienst-ueberwachung-der-presse\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>KI entscheidet nichts: &bdquo;K&uuml;nstliche Intelligenz&ldquo; ist ein Versteck f&uuml;r die Menschen dahinter<\/strong><br>\nDie verbreitete Angst vor einer Macht&uuml;bernahme der Computer ist kategorisch falsch und hochgef&auml;hrlich. Sie lenkt von den Interessen ab, in deren Sinn diese Maschinen trainiert werden (&hellip;)<br>\nStatt gesunder Skepsis pr&auml;gt jedoch arglose Naivit&auml;t die Alltagssprache. Angesichts angeblich &bdquo;&uuml;berlegener&ldquo; Maschinen-Kalk&uuml;le gilt es bereits als ganz normal, z.B. zu sagen: &bdquo;Die KI hat entschieden&ldquo;, &bdquo;bewertet das so&ldquo;, &bdquo;macht einen Unterschied zwischen x und y&ldquo; oder gar &bdquo;Die KI will dies-oder-das&ldquo;. So man&ouml;vriert sich der Mensch in die irrige Fantasie hinein, intelligenzm&auml;&szlig;ig mit Maschinen zu konkurrieren.<br>\nDie unsaubere Anwendung des Begriffs &bdquo;Intelligenz&ldquo; macht uns anf&auml;llig daf&uuml;r, angesichts maschineller Perfektion das Selbstvertrauen der Vernunft einzub&uuml;&szlig;en. G&uuml;nther Anders nannte dieses Syndrom &bdquo;prometheische Scham&ldquo;: Der Mensch f&uuml;hlt sich seinen eigenen Technologien unterlegen und unterwirft sich ihre angeblichen &bdquo;Forderungen&ldquo;. Eine solche Haltung einzu&uuml;ben, wird absehbar immer gef&auml;hrlich f&uuml;r unsere Freiheit.<br>\nDas Prinzip n&auml;mlich, einer Maschine Muster beizubringen und sie diese dann nutzbringend anwenden zu lassen, ist auch politisch m&auml;chtig, wie man in China nicht nur an der radikalen, digital umgesetzten Corona-Politik erkennen konnte. Dort werden (nicht nur) &uuml;ber die Universal-App &bdquo;WeChat&ldquo; Informationen &uuml;ber alle m&ouml;glichen Vollz&uuml;ge des Lebens ihrer Nutzer an einer Stelle gesammelt und gespeichert. In ihrer Summe erlauben diese Informationen eine gespenstisch genaue Profilbildung; aber nicht nur das.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/michael-andrick\/kuenstliche-intelligenz-nur-ein-versteck-fuer-die-menschen-dahinter\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>110 Millionen Fl&uuml;chtlinge und Vertriebene durch Krieg und Klimakrise<\/strong><br>\n&bdquo;Die 46 am wenigsten entwickelten L&auml;nder erwirtschaften weniger als 1,3 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, haben aber mehr als 20 Prozent aller Fl&uuml;chtlinge aufgenommen&ldquo;, so das UNHCR.<br>\nDer Iran nimmt derzeit 3,4 Millionen Fl&uuml;chtlinge auf, darunter viele aus Afghanistan. Kolumbien und Peru haben ebenfalls Millionen von venezolanischen Fl&uuml;chtlingen aufgenommen, w&auml;hrend L&auml;nder wie die USA in den letzten Monaten Ma&szlig;nahmen ergriffen haben, die es Menschen, die vor Verfolgung und Konflikten fliehen, sogar erschweren, dort Zuflucht zu finden.<br>\n&bdquo;Wir sehen, dass die Staaten zunehmend z&ouml;gern, die Prinzipien der Fl&uuml;chtlingskonvention von 1951 vollst&auml;ndig einzuhalten, selbst die Staaten, die sie unterzeichnet haben&ldquo;, sagte Filippo Grandi, der Chef des Hochkommissariats f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge bei der UNO, gegen&uuml;ber Reuters. Die rekordverd&auml;chtige Zahl internationaler Fl&uuml;chtlinge zeigt, dass die politischen Entscheidungstr&auml;ger &bdquo;viel zu schnell zu Konflikten eilen und viel zu langsam sind, um L&ouml;sungen zu finden&ldquo;, so Grandi in einer Erkl&auml;rung. &bdquo;Die Folge sind Verw&uuml;stung, Vertreibung und Leid f&uuml;r jeden der Millionen von Menschen, die gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben wurden&ldquo;, f&uuml;gte er hinzu.<br>\nDie UNHCR wies darauf hin, dass die Fl&uuml;chtlingskrise in den letzten zehn Jahren explodiert ist, nachdem die Zahl der Fl&uuml;chtlinge vor dem 2011 begonnenen Konflikt in Syrien 20 Jahre lang relativ stabil bei etwa 40 Millionen Menschen weltweit lag. Heute ist mehr als einer von 74 Menschen auf der Flucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/110-millionen-fluechtlinge-und-vertriebene-durch-krieg-und-klimakrise\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der gef&auml;hrlichste Mann in Amerika: zum Tode von Daniel Ellsberg<\/strong><br>\nDer Friedensaktivist Daniel Ellsberg ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Seine &ldquo;Pentagon Papers&rdquo; gelten als wichtigste Ver&ouml;ffentlichung eines Whistleblowers.<br>\nDer Whistleblower Daniel Ellsberg ist in seinem Zuhause an den Folgen von Bauchspeicheldr&uuml;senkrebs im Kreise seiner Familie friedlich gestorben. Er wurde 92 Jahre alt. Als die Krankheit bei ihm diagnostiziert wurde, hatte Ellsberg eine Chemotherapie abgelehnt. F&uuml;r seinen Grabstein hatte er noch die Inschrift entworfen: &ldquo;Mitglied der Anti-Kriegs- und der Anti-Atom-Bewegung&rdquo;. Die durch ihn erfolgte Ver&ouml;ffentlichung der Pentagon-Papiere im Jahre 1971 gilt als die wichtigste und einflussreichste Handlung eines Whistleblowers. [&hellip;]<br>\nIm September 2006 schrieb Ellsberg einen Artikel f&uuml;r &ldquo;Harper&rsquo;s Magazine&rdquo;. In diesem Artikel &uuml;ber The Next War hoffte Ellsberg darauf, dass jemand Geheimdokumente zu den Kriegsvorbereitungen der USA gegen den Iran ver&ouml;ffentlicht, damit dieser sich abzeichnende Krieg verhindert werden kann. Anfang Dezember 2006 erhielt Ellsberg eine E-Mail einer damals unbekannten Organisation namens Wikileaks, die sich auf seinen Artikel berief und fragte, ob er zur Mitarbeit an einem Projekt bereit w&auml;re, das massenhaft Geheimdokumente leaken soll. Ellsberg lehnte eine Mitarbeit bei Wikileaks ab, sympathisierte jedoch mit dem Projekt. Noch vor zwei Jahren erkl&auml;rte er &ouml;ffentlich: &ldquo;Whatever Julian Assange is guilty of, I&rsquo;m guilty of.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Der-gefaehrlichste-Mann-in-Amerika-zum-Tode-von-Daniel-Ellsberg-9190712.html%20\">Heise Online <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Mit Daniel Ellsberg haben wir einen unbeugsamen und aufrichtigen Mitmenschen verloren, und auch Julian Assange wird ihn und seine F&uuml;rsprache vermissen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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