{"id":99404,"date":"2023-06-19T11:31:45","date_gmt":"2023-06-19T09:31:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99404"},"modified":"2023-06-26T08:10:35","modified_gmt":"2023-06-26T06:10:35","slug":"faz-duemmlich-akademischer-renten-zynismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99404","title":{"rendered":"FAZ: D\u00fcmmlich-akademischer Renten-Zynismus"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Professoren pl&auml;dieren f&uuml;r die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters und hetzen Rentner gegen Noch-Besch&auml;ftigte auf. Die Mehrheit der Besch&auml;ftigten und Selbstst&auml;ndigen &ndash; auch der jungen &ndash; lehnt aber die l&auml;ngere Lebensarbeitszeit ab und fordert h&ouml;here L&ouml;hne: Alternativen f&uuml;r ein demokratisches Rentensystem. Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8232\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-99404-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230620_FAZ_Duemmlich_akademischer_Renten_Zynismus_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230620_FAZ_Duemmlich_akademischer_Renten_Zynismus_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230620_FAZ_Duemmlich_akademischer_Renten_Zynismus_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230620_FAZ_Duemmlich_akademischer_Renten_Zynismus_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=99404-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230620_FAZ_Duemmlich_akademischer_Renten_Zynismus_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230620_FAZ_Duemmlich_akademischer_Renten_Zynismus_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Unternehmer-Postille <em>FAZ<\/em> ver&ouml;ffentlichte am 9. Juni 2023 den ganzseitigen Artikel &bdquo;Renten, stabiler als gedacht?&ldquo; Daf&uuml;r holte sie zwei hochrangige Wissenschaftler: Senior Economist Benjamin Bittschi vom Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung WIFO in Wien und Professor Berthold Wigger vom Karlsruher Institut f&uuml;r Technologie KIT. Beide werden mit ihren erfolgreichen Karrieren in diversen Universit&auml;ten vorgestellt, Wigger noch als Mitglied des &bdquo;Wissenschaftlichen&ldquo; Beirats beim Bundesfinanzministerium. Die Idylle wird durch ein gro&szlig;es Buntfoto untermalt: Ein Rentner in Sommerkleidung r&auml;kelt sich bequem im Gartenstuhl unter den hohen B&auml;umen des Kurparks Bad F&uuml;ssing.<\/p><p><strong>Im Interesse der vielen Neurentner: Besch&auml;ftigte sollen l&auml;nger arbeiten!<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die Rente&ldquo;, so die Behauptung der beiden FAZ-Akademiker, ist &bdquo;stabil&ldquo;. F&uuml;r die &bdquo;Stabilit&auml;t der Rente&ldquo; und f&uuml;r die &bdquo;Stabilit&auml;t des Konsums im Rentenalter&ldquo; m&uuml;sse lediglich die Lebensarbeitszeit verl&auml;ngert werden.<\/p><p>Und diese notwendige Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters lasse sich umso leichter durchsetzen, weil jetzt und in den kommenden Jahren immer mehr &bdquo;Babyboomer&ldquo; in Rente gehen. Damit erh&ouml;he sich logischerweise die Zahl der Rentner &ndash; und die haben &bdquo;nat&uuml;rlich&ldquo; das existenzielle Interesse, dass die Renten stabil bleiben oder m&ouml;glichst noch steigen.<\/p><p>&bdquo;Wissenschaftliche&ldquo; Schlussfolgerung der beiden FAZ-Professoren: Die jetzigen Rentner selbst und die zahlreichen Neurentner sind die besten Unterst&uuml;tzer f&uuml;r die Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit. Denn dann zahlen immer mehr Besch&auml;ftigte immer l&auml;nger und mehr in die gesetzliche Rentenkasse ein. Das gelte f&uuml;r Deutschland wie auch f&uuml;r &bdquo;viele andere L&auml;nder&ldquo;.<\/p><p>Dezenterweise nennen die beiden Autoren keine Zahl: Das Renteneintrittsalter von jetzt 67 auf 70 Jahre erh&ouml;hen, beispielsweise? Das lassen sie offen. Die konkrete Zahl 70 nennen allerdings ihre geistig-kapitalistisch Verwandten schon seit einiger Zeit, so in Deutschland BDI-Pr&auml;sident Siegfried Russwurm und Gesamtmetall-Pr&auml;sident Stefan Wolf, auch der CDU-Wirtschaftsrat, aktuell der &ouml;konomische Chefberater des FDP-Finanzministers Lindner, Professor Dr. Dr. Lars Feld, der zugleich Vorsitzender des Beirats des CDU-Wirtschaftsrates ist.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p><strong>Die Neurentner als politische Komplizen der Arbeitszeitverl&auml;ngerung<\/strong><\/p><p>Bittschi\/Wigger bieten sich als Berater der Politik an. Sie loben die jetzt kommenden vielen Neurentner aus den Babyboom-Jahrg&auml;ngen ab Ende der 1950er-Jahre als wichtige politische Komplizen f&uuml;r die angeblich notwendige Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters.<\/p><p>So werde &bdquo;das politische Gewicht der Rentner, wie beschrieben, in den kommenden Jahren deutlich zunehmen&hellip; Zwar d&uuml;rften sich die Erwerbst&auml;tigen gegen ein h&ouml;heres Renteneintrittsalter zu wehren versuchen. Ihr politischer Einfluss auf das Renteneintrittsalter wird aber tendenziell geringer sein als in der Vergangenheit.&ldquo;<\/p><p>Das ist doch auch ein passender Vorschlag f&uuml;r die w&auml;hlerm&auml;&szlig;ig abdriftenden Christen-Parteien, nicht wahr? Traditionell werden die (un)christlichen Kapitalparteien vorwiegend von alten und Christenmenschen gew&auml;hlt. Der im Versuch der Erneuerung begriffene CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat ja schon &uuml;berlegt: Das &bdquo;Christliche&ldquo; zieht nicht mehr, die Kirchen leeren sich, und der sexuelle Missbrauch nagt am Image! Sollen wir das &bdquo;C&ldquo; im Parteinamen nicht lieber abschaffen? Merz z&ouml;gert. Er hat noch keinen &uuml;berzeugenden Ersatz gefunden. Da kommen doch die neuen Babyboomer-Rentner als neue St&uuml;tze gerade recht, oder? Also das &bdquo;C&ldquo; durch das &bdquo;R&ldquo; ersetzen: die neue Rentner-Partei! Oder besser noch: die neue BabyBoomer-Partei, also die BBR-Partei! Gute Idee, Herr Merz?<\/p><p><strong>Das Tabu im &bdquo;Demografie&ldquo;-Klischee: Sinkende Arbeitseinkommen<\/strong><\/p><p>Die beiden FAZ-Akademiker beschw&ouml;ren das seit Jahrzehnten von der Kapital-Lobby behauptete &bdquo;Demografie&ldquo;-Problem: &bdquo;Steigende Lebenserwartung und geringe Geburtenzahlen&ldquo; gef&auml;hrden das gesetzliche Rentensystem. Denn immer mehr Rentner m&uuml;ssen von den Einzahlungen von immer weniger Besch&auml;ftigten leben, so das &bdquo;wissenschaftlich&ldquo; unterst&uuml;tzte Klischee.<\/p><p>Doch da wird genau die zentrale Ursache des &bdquo;Renten-Problems&ldquo; zugedeckt, verschwiegen, geleugnet: die sinkenden Arbeitseinkommen. Denn je niedriger die Arbeitseinkommen, desto geringer sind die prozentualen Einzahlungen in die Rentenkasse.<\/p><p>Seit dem Ende des Sozialismus musste das bisher so sch&ouml;ne reiche westliche &bdquo;Schaufenster&ldquo; mit Wohlstand und zumindest ann&auml;hernder Vollbesch&auml;ftigung nicht mehr so sch&ouml;n und reich geschm&uuml;ckt werden. Die Arbeitseinkommen wurden gesenkt, schrittweise, oft unmerklich. Zuerst wurde Ost-Deutschland, also die Ex-DDR, deindustrialisiert und verarmt &ndash; durch westdeutsche Investoren. Und seit etwa dem Jahr 2000 wird West-Deutschland deindustrialisiert und verarmt, durch US-Investoren &ndash; und das jetzt noch beschleunigt durch die US-gef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Ukraine-Krieg.<\/p><p>So stagnieren seit 1990 die durchschnittlichen Arbeitseinkommen der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, gemessen an der Kaufkraft. F&uuml;r eine Minderheit stiegen die Einkommen leicht, f&uuml;r die Mehrheit stagnierten sie oder sanken ab[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] &ndash; w&auml;hrend die Besserverdiener wie Bittschi\/Wigger und die Investoren immer mehr &bdquo;verdienen&ldquo;.<\/p><p><strong>Systemische Niedrigl&ouml;hnerei<\/strong><\/p><p>So wurde mit den vier Hartz-Gesetzen der SPD-gr&uuml;nen Bundesregierung bekanntlich der gr&ouml;&szlig;te Niedriglohnsektor der EU gestartet und unter der christlich lackierten Dauerkanzlerin Merkel und mithilfe der EU noch weiter ausgebaut: Minijobs, befristete und Teilzeitarbeit, erweiterte Leiharbeit, migrantische Aushilfsarbeit, neuerdings noch mit weithin rechteloser, teilweise sogar vertragsloser Plattform-Arbeit (Liefer-, Taxi-, IT- und weitere Dienste). Nicht nur &bdquo;christliche&ldquo; Gewerkschaften helfen bei niedrigeren Tarifabschl&uuml;ssen. Bedeutungsverlust und Anpassung der Gewerkschaften n&auml;hern sich US-Verh&auml;ltnissen an.<\/p><p>Das fr&uuml;here Ziel der Vollbesch&auml;ftigung wurde im Dienste der neuen Investoren aufgegeben. So werden Niedrigl&ouml;hnerei und unfreiwillige Arbeitslosigkeit in verschiedenen Formen miteinander kombiniert: erzwungene Teilzeitarbeit, zwischenzeitliche Arbeitslosigkeit, Dauerarbeitslosigkeit &ndash; mit niedrigen oder keinen Rentenbeitr&auml;gen.<\/p><p>Diese Arbeitspolitik trifft auch die &bdquo;Normal&ldquo;arbeitspl&auml;tze: Die j&auml;hrlich offiziell erfassten etwa eine Milliarde &Uuml;berstunden werden von den Unternehmern nicht bezahlt, bleiben ohne Arbeitseinkommen &ndash; und ohne Rentenbeitrag. Deshalb werden m&ouml;gliche Arbeitspl&auml;tze nicht geschaffen, Arbeitslosigkeit und Rentenarmut werden gef&ouml;rdert. Mit der Digitalisierung werden die unbezahlten &Uuml;berstunden noch ausgeweitet &ndash; deshalb wehrte sich nicht nur die Merkel\/CDU-gef&uuml;hrte Bundesregierung, sondern es wehrt sich auch die gegenw&auml;rtige Scholz\/SPD-gef&uuml;hrte Bundesregierung verbissen, das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs EuGH von 2019 einzuhalten, wonach die Unternehmen alle geleisteten Arbeitsstunden rechtssicher dokumentieren m&uuml;ssen.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Nein &ndash; mehr arbeiten, ohne Bezahlung, und ohne Rentenbeitr&auml;ge! Und noch mehr Arbeitslose!<\/p><p><strong>Merkel\/von der Leyen: Rentenbeitrag f&uuml;r Arbeitslose gestrichen<\/strong><\/p><p>Am st&auml;rksten leiden unter dieser Verarmungspolitik die Arbeitslosen: F&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger wurde der anf&auml;nglich noch gezahlte Rentenbeitrag dann unter Kanzlerin Merkel ersatzlos gestrichen, und zwar unter direkter Verantwortung der damaligen Arbeitsministerin namens Ursula von der Leyen, der heutigen Pr&auml;sidentin der Europ&auml;ischen Kommission.<\/p><p>Von all dem haben die FAZ-Wissenschaftler noch nie etwas geh&ouml;rt. Vielleicht haben sie das doch schon mal geh&ouml;rt, ist ja eigentlich alles leicht mit einem Klick auch im universit&auml;ren B&uuml;ro abrufbar &ndash; die schlecht bezahlten wissenschaftlichen 450-Euro-Hilfskr&auml;fte sind dabei sicher gern behilflich, jedenfalls wenn sie solche Auftr&auml;ge kriegen w&uuml;rden.<\/p><p>Gegen alle Fakten halten sich Bittschi\/Wigger verbissen an ihr vorgegebenes Klischee: &Uuml;ber die Arbeitseinkommen und die Arbeitslosen-Einkommen und deren Niedrigst- und Nicht-Rentenbeitr&auml;ge wird nicht gesprochen.<\/p><p>Von den immer zahlreicheren, zwischenzeitlich oder dauerhaft in ihre osteurop&auml;ischen und sonstigen Herkunftsl&auml;nder zur&uuml;ckkehrenden Wanderarbeitern der h&auml;uslichen Pflege, der Haushaltshilfe, der saisonalen Landwirtschaft, der Gastronomie, der Prostitution, der Baustellen, der Sicherheitsdienste usw. ganz zu schweigen &ndash; &bdquo;deutsche&ldquo; FAZ- und Unternehmer-Rentenpolitik muss sich um diese billigen, schweigenden und lautlos verschwindenden Dienstleister nicht k&uuml;mmern, nach dem Motto &bdquo;Wir sind gute Europ&auml;er&ldquo;!<\/p><p><strong>Aber die &bdquo;Dachdecker&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Die FAZ-Autoren haben aber schon mal irgendwie davon geh&ouml;rt, dass es Besch&auml;ftigte mit k&ouml;rperlich besonders anstrengenden Berufen gibt: Die k&ouml;nnten ein Argument gegen die noch weiter verl&auml;ngerte Lebensarbeitszeit sein. Dieses &bdquo;Ph&auml;nomen&ldquo; spie&szlig;en Bittschi\/Wigger mit dem Klischee-Stichwort &bdquo;Dachdecker&ldquo; auf. Im Prinzip gestehen sie zu: Ja, solche anstrengenden T&auml;tigkeiten gibt es. Aber, so Bittschi\/Wigger: Man soll nicht &uuml;bertreiben!<\/p><p>Denn bekanntlich seien in Deutschland drei Viertel aller Erwerbst&auml;tigen &bdquo;im Dienstleistungsbereich&ldquo; besch&auml;ftigt. Deshalb: &bdquo;Das Argument eines k&ouml;rperlich belastenden Berufs trifft damit f&uuml;r die meisten Besch&auml;ftigten gar nicht zu.&ldquo; Denn so wurde es ja von der herrschenden US-Soziologie schon vor Jahrzehnten vor-fabuliert und von der bundesdeutschen &bdquo;Wissenschaft&ldquo; folgsam &uuml;bernommen: Aus der &bdquo;Industriegesellschaft&ldquo; ist eine &bdquo;Dienstleistungsgesellschaft&ldquo; geworden. Und &bdquo;Dienstleistung&ldquo; klingt modern und soll hei&szlig;en: Die k&ouml;rperlich schwere Arbeit alter Art geh&ouml;rt der Vergangenheit an.<\/p><p>Falsch, Fake, Kapital-Ideologie: Zu &bdquo;Dienstleistung&ldquo; wird zum Zweck der einkommensm&auml;&szlig;igen Deklassierung immer mehr k&ouml;rperlich und oft zus&auml;tzlich seelisch anstrengende, auch &uuml;beranstrengende Arbeit gez&auml;hlt, zudem meist auch schlecht bezahlte: LKW-Fahrer, Uber-Taxifahrer, Altenpfleger, Krankenpfleger, h&auml;usliche Pflegerinnen im 24-Stunden-Betrieb, Paketauslieferer, Postboten, Stra&szlig;enreiniger, Abfallentsorger, Lagerarbeiter, Hausmeister, Reinigungskr&auml;fte, Billig-Prostituierte aller Geschlechter, private Sicherheitsdienstleister, Polizisten, Geb&auml;udereiniger, Verk&auml;ufer, K&ouml;che, Haushaltshilfen, Essens-, Getr&auml;nke-, Medikamenten- und Supermarkt-Auslieferer, vertragslose gig-, click- und crowd worker, Solo-Selbstst&auml;ndige, scheinselbstst&auml;ndige Kulturmitarbeiter usw. &ndash; alles &bdquo;Dienstleister&ldquo;. Richtig daran ist: Sie dienen, in modernisierter Form, und werden schlecht bezahlt.<\/p><p>Davon haben unsere &bdquo;Dachdecker&ldquo;-Klischee-Wiederk&auml;uer auch noch nix geh&ouml;rt, jedenfalls verleugnen sie das FAZ-gef&auml;llig. F&uuml;r den irgendwie doch noch existierenden Restbestand k&ouml;rperlich anstrengender T&auml;tigkeiten stellen Bittschi\/Wigger aber Hoffnungen in Aussicht:<\/p><ul>\n<li>Erstens sei &bdquo;zu erwarten, dass Arbeitgeber hier mehr tun werden als in der Vergangenheit, um f&uuml;r &auml;ltere Besch&auml;ftigte attraktiv zu sein&ldquo; &ndash; was das sein soll, bleibt im Nebel, Vorschl&auml;ge machen Bittschi\/Wigger nicht. Ihnen geht es ja auch nur um die &bdquo;&auml;lteren&ldquo; Besch&auml;ftigten, nicht um die Mehrheit. Und f&uuml;r diese &Auml;lteren, was machen Arbeitgeber bisher? Sie nutzen die Rentenarmut von immer mehr Rentnern und Rentnerinnen &uuml;ber 70, &uuml;ber 75 und sogar &uuml;ber 80 Jahren, damit die ihre Armutsrenten durch billige Nebenjobs aufbessern und damit die Arbeitgeber keine teuren Normal-Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r Besch&auml;ftigte vor der Rente schaffen m&uuml;ssen. Im Jahre 2020 gingen 220.000 &uuml;ber 75-J&auml;hrige einem Nebenjob nach, eine Verdoppelung innerhalb eines Jahrzehnts.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Also noch mehr genauer zugeschnittene Teil-Arbeits-Porti&ouml;nchen f&uuml;r arme Rentner statt fester Arbeitspl&auml;tze!<\/li>\n<li>Die zweite Hoffnung setzen Bittschi\/Wigger in &bdquo;die Automatisierung&ldquo;: Sie biete, behaupten sie, &bdquo;Chancen f&uuml;r Entlastungen in anstrengenden und gef&auml;hrlichen Berufen&ldquo;. Bisher machen die gelobten Arbeitgeber allerdings das genaue Gegenteil. Ob &bdquo;die Arbeitgeber&ldquo; jetzt reum&uuml;tig umkehren? Wo doch beim alles beherrschenden Thema der Umwelt und der Nachhaltigkeit und der neuen Werte-Skala ESG die Nachhaltigkeit von Arbeitseinkommen und Renten gar keine Rolle spielt!<\/li>\n<\/ul><p><em><strong>FAZ<\/strong><\/em><strong>: &bdquo;Stabile Renten&ldquo; &ndash; auch wenn sie gesenkt werden!<\/strong><\/p><p>Bittschi\/Wigger verk&uuml;nden ihre frohe Botschaft. &bdquo;Die Renten&ldquo; sind trotz mancher bisheriger Zweifel &bdquo;stabil&ldquo;, es m&uuml;sse ja nur das Renteneintrittsalter erh&ouml;ht werden.<\/p><p>Das ist nat&uuml;rlich Unsinn, faktenwidrig. Bei Leuten wie den beiden hochrangigen Wissenschaftlern, die es berufsm&auml;&szlig;ig besser wissen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen, k&ouml;nnen wir auch von L&uuml;ge sprechen. Bittschi\/Wigger sind Renten-L&uuml;gner. Das zeigt sich an weiteren Fakten. Die sind mit einem Mausklick verf&uuml;gbar.<\/p><p>Die Standardrente vor Steuern, auch Eckrente genannt, betrug im Jahre 1990 in Deutschland 55 Prozent in Bezug auf die Standardregelung der 45 Entgeltpunkte und Versicherungsjahre und in Prozent des durchschnittlichen Jahresentgelts.<\/p><p>Diese Standardrente fiel wegen sinkender Arbeitseinkommen und versicherungsfremder Leistungen bis 2007 auf 51,9 Prozent. Dann wurde von der Merkel-gef&uuml;hrten CDU-SPD-Regierung das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre erh&ouml;ht. Das h&auml;tte nach der FAZ\/Bittschi\/Wigger-Logik dazu f&uuml;hren m&uuml;ssen, dass die Renten &bdquo;stabil&ldquo; blieben &ndash; blieben sie aber nicht. Im Gegenteil: Der Abstieg wurde beschleunigt. Schrittweise wurden die Renten bis jetzt auf schlie&szlig;lich 48,3 Prozent abgesenkt.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p><strong>Versicherungsfremde Leistungen<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die gesetzlichen Renten der gegenw&auml;rtig 21,4 Millionen Rentner werden in Deutschland jetzt 338 Milliarden Euro ausgegeben. Darin enthalten sind aber nicht nur die Kosten f&uuml;r die Verwaltung sowie f&uuml;r medizinische und berufliche Rehabilitation, sondern auch f&uuml;r &bdquo;versicherungsfremde Leistungen&ldquo;.<\/p><p>Die gehen auf politische Beschl&uuml;sse zur&uuml;ck. F&uuml;r die m&uuml;ssten die Regierungen eigene Haushaltsposten schaffen. Das tun sie aber nicht, ob sie von Adenauer, Brandt, Kohl, Schr&ouml;der, Merkel oder Scholz gef&uuml;hrt werden &ndash; es ist ja politisch leichter durchzusetzen, wenn nicht wahrheitsgem&auml;&szlig;e neue Haushaltsposten, sondern wenn Schattenhaushalte geschaffen werden. Und es ist oder scheint vordergr&uuml;ndig billiger, das notwendige Geld aus der gesetzlichen Rentenkasse zu holen. Das verletzt aber die demokratischen Gebote der Rechtsstaatlichkeit und der Haushaltsklarheit.<\/p><p>Diese versicherungsfremden Leistungen kommen sehr verschiedenen Rentnergruppen zugute: ehemalige SS-Mitglieder im Baltikum, abgeworbene Sp&auml;taussiedler aus der damaligen Sowjetunion, Ex-DDR-Rentner, j&uuml;dische Opfer, fr&uuml;hverrentete Arbeitslose, zuletzt f&uuml;r die M&uuml;tterrente. Auch deshalb sind die gesetzlichen Renten so niedrig.<\/p><p>Zusammen k&uuml;rzten die versicherungsfremden Leistungen den Bestand der gesetzlichen Rentenkasse im Jahr 2020 um 66 Milliarden Euro, das waren immerhin 22,9 Prozent der Rentenkasse, mehr als ein F&uuml;nftel.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Dies wird von den FAZ-Autoren souver&auml;n bzw. blind &uuml;bergangen.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p><strong>Es gibt nicht weniger, sondern immer mehr Besch&auml;ftigte<\/strong><\/p><p>Das FAZ-Bittschi\/Wigger-Demografie-Klischee besagt auch: Die Zahl der Besch&auml;ftigten nimmt st&auml;ndig ab.<\/p><p>Falsch, ganz falsch: Die Zahl der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten hat nach der Wiedervereinigung stetig zugenommen. 1991 waren es 35,3 Millionen Arbeitnehmer, heute sind es 41,6 Millionen Arbeitnehmer, also gut 6 Millionen mehr. Die professoralen FAZ-Wissenschaftler k&ouml;nnen nicht mal die einfachsten Statistiken lesen.<\/p><p>Dabei wurde allerdings nicht das Arbeitsvolumen erweitert. Vielmehr wurde in der kapitalgetriebenen ost-westlichen Stagnation das gleichbleibende Arbeitsvolumen auf immer mehr Besch&auml;ftigte verteilt, in immer kleineren Portionen.<\/p><p>So verdoppelte sich der Anteil der Teilzeitbesch&auml;ftigten von 1991 bis 2019 von 18,5 auf 38,6 Prozent. Und die geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung stieg von 7,7 Prozent der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse auf 17 Prozent: Im Jahre 2022 hatten 7,5 Millionen Besch&auml;ftigte einen Minijob (bis 450 Euro, ab Oktober 2022 bis 520 Euro pro Monat), 5 Millionen davon im &bdquo;Hauptberuf&ldquo;, 2,5 Millionen im Nebenberuf neben dem Hauptberuf.<\/p><p>Ebenfalls wurde die Leiharbeit erweitert, zugleich mit der M&ouml;glichkeit, dass sie schlechter bezahlt wird als die gleichartige Arbeit in Festanstellung: entweder durch einen Tarifvertrag mit einer meist &bdquo;christlichen&ldquo; Gewerkschaft oder durch die Festlegung im Arbeits&uuml;berlassungsgesetz aus der &Auml;ra Merkel: In den ersten neun Monaten gilt kein &bdquo;equal pay&ldquo;, sondern erst danach, wenn die bisherigen Leiharbeiter notfalls durch neue ersetzt werden.<\/p><p>Diese Entwicklung, durch die vier Hartz-Gesetze und sp&auml;tere Ma&szlig;nahmen verrechtlicht und beschleunigt, bedeutet auch: Die Arbeitseinkommen werden gesenkt, damit auch die Rentenbeitr&auml;ge. Und die arbeitsm&auml;&szlig;ig Aller&auml;rmsten, die 450- bzw. jetzt 520-Euro-Jobber haben die Wahl: Soll ich davon einen Rentenbeitrag abf&uuml;hren oder nicht? Die meisten entscheiden sich gegen den Rentenbeitrag, damit ihnen jetzt ein paar Euro mehr &uuml;brigbleiben.<\/p><p><strong>8,4 Millionen Fr&uuml;hrentner<\/strong><\/p><p>Die gesetzliche Rente ist aber auch aus weiteren Gr&uuml;nden nicht &bdquo;stabil&ldquo;: Immer mehr abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte gehen vorzeitig in Rente, seit zwei Jahrzehnten. Das hat viele Gr&uuml;nde: Unzufriedenheit mit der Arbeit und &bdquo;innere K&uuml;ndigung&ldquo; wegen Stress oder Sinnlosigkeit, wiederholte oder dauerhafte Arbeitslosigkeit, Schwerbehinderung, Muskel- und Nervenerkrankungen, Gliederschmerzen, Burn-out, schnell wechselnde Schichtdienste, wachsende Entfernungen zwischen Wohn- und Arbeitsort mit erh&ouml;htem Zeit- und Kostenaufwand.<\/p><p>Wenige k&ouml;nnen es sich leisten, &bdquo;freiwillig&ldquo; vorzeitig in Rente zu gehen, die meisten tun es unter Zw&auml;ngen, weil sie einfach nicht mehr wollen, nicht mehr k&ouml;nnen. Sie alle m&uuml;ssen dauerhafte Abz&uuml;ge bei ihren Renten hinnehmen.<\/p><p>Gegenw&auml;rtig bei 21,4 Millionen gesetzlichen Rentnern gibt es deshalb immerhin 8,4 Millionen Renten, die deshalb gek&uuml;rzt sind. Im Durchschnitt gingen diese 8,4 Millionen Arbeitnehmer zwei Jahre und acht Monate vorzeitig in Rente. Pro Monat werden 0,3 Prozent abgezogen, bei zwei Jahren und acht Monaten sind dies folglich 9,6 Prozent an Abz&uuml;gen.<\/p><p>Zu diesen Betroffenen mit lebenslang gek&uuml;rzter Rente geh&ouml;ren 1,6 Millionen Besch&auml;ftigte, die wegen Arbeitslosigkeit vorzeitig in Rente gingen oder eben geschickt wurden, abgeschoben wurden. Weitere 1,8 Millionen Besch&auml;ftigte sind wegen verschiedener Krankheiten in vorzeitiger Erwerbsminderungsrente.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] F&uuml;r die restlichen knapp f&uuml;nf Millionen Fr&uuml;hrentner macht die staatliche Rentenbeh&ouml;rde keine Angaben zur Ursache der vorzeitigen, gek&uuml;rzten Rente.<\/p><p>Diese Entwicklung wird jetzt beschleunigt, wovon die FAZ-Autoren Bittschi\/Wigger bei ihrer Stabilit&auml;tsduselei offensichtlich auch keine Ahnung haben, n&auml;mlich durch die Deindustrialisierung aufgrund der Sanktionspolitik gegen Russland wie auch durch die zeitenwendig intensivierte Anwerbung von jungen und billigen &bdquo;Fachkr&auml;ften&ldquo; aus Brasilien, Indien, Mexiko usw. &ndash; das bisherige Reservoir der Wanderarbeiter in den von der EU verarmten Volkswirtschaften Osteuropas ist weitgehend ausgepowert, und die vorhandenen Arbeits- und Fachkr&auml;fte in Deutschland werden oder bleiben arbeitslos &ndash; mit eingebauter Rentenk&uuml;rzung.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p><strong>Seit 2005: Renten werden immer mehr besteuert<\/strong><\/p><p>Gleichzeitig mit den vier Hartz-Gesetzen hat die SPD\/Gr&uuml;ne Regierung 2005 eine weitere K&uuml;rzung der Renten eingef&uuml;hrt: Die gesetzlichen Renten werden besteuert, &bdquo;nachgelagerte Besteuerung&ldquo; hei&szlig;t das. Sie ist salamitaktisch auf 35 Jahre verteilt, bis 2040.<\/p><p>Wer 2005 neu in die Rente eintrat, musste 50 Prozent des Rentenbetrags versteuern. J&auml;hrlich wird der Betrag um zwei Prozent erh&ouml;ht. Bei Neueintritt im Jahre 2020 unterlagen bereits 80 Prozent der Rente der Steuerpflicht. Ab 2040 ist die gesamte Rente steuerpflichtig.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Das trifft nicht die absoluten Armutsrentner, aber dann immer mehr diejenigen, die eine h&ouml;here Renten bekommen: Also an den h&ouml;heren Renten wird &bdquo;nachgelagert&ldquo; bis 2040 immer mehr gek&uuml;rzt, auch das haben Bittschi\/Wigger nicht auf ihrem Schirm.<\/p><p><strong>Die Durchschnittsrente im &bdquo;reichen&ldquo; Deutschland: Unter der Armutsgrenze<\/strong><\/p><p>Wenn Mensch in Deutschland im Monat weniger als 1.250 Euro netto im Monat an Einkommen hat, gilt Mensch als arm.<\/p><p>Im Jahr 2022 betrug die durchschnittliche gesetzliche Rente 1.152 Euro &ndash; sie liegt also unterhalb der Armutsgrenze! Das bleibt auch so, wenn wir das nach M&auml;nnern und Frauen und nach West- und Ostdeutschland aufschl&uuml;sseln: Die durchschnittliche Rente in Westdeutschland betr&auml;gt bei M&auml;nnern 1.218 Euro, bei Frauen 809 Euro. Ostdeutschland: f&uuml;r M&auml;nner 1.143 Euro, f&uuml;r Frauen 1.072 Euro. Also alles unter der Armutsgrenze.<\/p><p>Nat&uuml;rlich haben einige Millionen Rentner eine h&ouml;here Rente. Vier Millionen M&auml;nner und zwei Millionen Frauen bekommen zwischen 1.200 und 1.500 Euro, also von knapp unter der Armutsgrenze und etwas dar&uuml;ber. Die h&ouml;chste gesetzliche Rente bei knapp &uuml;ber 2.400 Euro wird von 1,2 Prozent der M&auml;nner und 0,1 Prozent der Frauen erreicht. <\/p><p>Die meisten Rentner im &bdquo;reichen&ldquo; Deutschland haben also eine Armutsrente. Das betrifft vor allem Frauen: 12,9 Prozent haben eine Rente unter 300 Euro, 21,8 Prozent zwischen 300 und 600 Euro, 23,7 Prozent zwischen 600 und 900 Euro, 23,5 Prozent zwischen 900 und 1.200 Euro. Insgesamt bekommen also 81,9 Prozent der Rentnerinnen eine Armutsrente.<\/p><p>Bei den M&auml;nnern bekommen fast die H&auml;lfte eine Armutsrente, n&auml;mlich 47,4 Prozent.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p><strong>FAZ-Autoren: Kapitalistischer Stabilit&auml;tsbegriff<\/strong><\/p><p>F&uuml;r Bittschi\/Wigger sind also Renten &bdquo;stabil&ldquo;, wenn sie<\/p><ol>\n<li>systemisch und dauerhaft sinken, wenn sie<\/li>\n<li>unterhalb der Armutsgrenze liegen, wenn sie<\/li>\n<li>zunehmend besteuert werden und wenn sie<\/li>\n<li>durch versicherungsfremde Leistungen zus&auml;tzlich verringert werden.<\/li>\n<\/ol><p>Da hantieren zwei professorale &Ouml;konomen mit einem tollen Stabilit&auml;tsbegriff, oder?<\/p><p>Aber so kurios das klingt: &bdquo;Stabil&ldquo; hat bei diesen von Staat und Privatwirtschaft korrumpierten Wissenschaftlern aber eine tats&auml;chlich zutreffende Bedeutung, sie lautet nur anders, verdeckt: stabil f&uuml;r die Gewinne der Konzerne und f&uuml;r die wachsenden Einkommen und Renten derer, die im Interesse der Aktion&auml;re die Gewinne bei der nationalen wie globalen Ausbeutung der Besch&auml;ftigten (und der Umwelt usw.) herausholen. Je h&auml;rter und brutaler die Besch&auml;ftigten ausgebeutet werden, desto h&ouml;her m&uuml;ssen die daf&uuml;r direkt Verantwortlichen belohnt werden, damit das klappt, ist doch logisch, oder? Das ist Kapitalismus. Davon schreiben Bittschi\/Wigger nie, weswegen sie in der <em>FAZ<\/em> beliebt sind (mit kleinem Nebenverdienst schon vor der Rente). Dazu kommen wir jetzt.<\/p><p><strong>Konzernvorst&auml;nde: Mit 60 in Rente, Rente steigend<\/strong><\/p><p>Bittschi\/Wigger befassen sich populistisch nur mit der gesetzlichen Rente der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten und geben das als allgemeines Rentenproblem aus, verschweigen aber die Renten der Besser- und Bestverdiener.<\/p><p>Aber es gibt Rentner, deren Renten sind nicht nur wirklich stabil, sondern sie werden systemisch und langfristig erh&ouml;ht &ndash; so, wie die Renten der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten gesenkt werden. Das betrifft zum Beispiel Manager, Beamte, Professoren, Offiziere, Bisch&ouml;fe, also die Systemrelevanten in dieser nach arm und reich geteilten Kapital-Demokratie. Und f&uuml;r diese wird das Renteneintrittsalter nicht erh&ouml;ht. Renten hei&szlig;en hier wie bei den Beamten allerdings etwas vornehmer Pensionen.<\/p><p>W&auml;hrend sich BDI, BDA, Gesamtmetall und <em>FAZ<\/em> &amp; Co. scheinbar ganz allgemein f&uuml;r die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters einsetzen, praktizieren sie in ihrem eigenen Milieu das Gegenteil. In den DAX-Unternehmen k&ouml;nnen die Top-Manager ab dem 60. Lebensjahr in Rente gehen, im Durchschnitt gehen sie mit 62. Da gibt es keinerlei Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit. Gleichzeitig werden die Renten erh&ouml;ht, auch unabh&auml;ngig vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><ul>\n<li>2023 geht der f&uuml;hrende Angestellte des Konzerns Deutsche Post DHL AG, Frank Appel, in Rente, und zwar gesundheitsschonend im zarten Alter von 61 Jahren. Eigentlich h&auml;tte er laut Vertrag schon mit 55 in Rente gehen k&ouml;nnen. Seine Rente betr&auml;gt ca. 1 Million Euro pro Jahr. Das wird von den zwei gr&ouml;&szlig;ten Aktion&auml;ren unterst&uuml;tzt: Staat Deutschland, vertreten durch die Bundesregierung, und der gr&ouml;&szlig;te Aktion&auml;r des westlichen Kapitalismus und in Deutschland &ndash; BlackRock.<\/li>\n<li>Bei Bayer, BASF, Eon, RWE, Munich Re und Siemens gingen die Chefs im Jahre 2021 mit 60 Jahren &auml;hnlich gepolstert in Fr&uuml;hrente.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/li>\n<\/ul><p>Und die steigenden Einkommen und Renten der Konzernvorst&auml;nde &ndash; mitsamt der von ihnen zu sichernden Gewinne der Aktion&auml;re &ndash; h&auml;ngen mit den sinkenden Arbeitseinkommen und sinkenden Renten der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten zusammen: Je mehr f&uuml;r Vorst&auml;nde (und weitere Manager und Aufsichtsr&auml;te und Berater und vor allem f&uuml;r die Aktion&auml;re) herausgeholt wird, desto weniger bleibt f&uuml;r die normalen Besch&auml;ftigten &uuml;brig.<\/p><p><strong>Beamte: Stabil steigende Renten<\/strong><\/p><p>Von Bittschi\/Wigger ebenfalls tabuisiert: Die durchschnittliche Rente der 1,4 Millionen Beamten-Rentner, auch Pension&auml;re genannt, betr&auml;gt gegenw&auml;rtig 3.150 Euro im Bund, 3.340 Euro in den Kommunen und 3.490 Euro bei den Bundesl&auml;ndern. Dabei bestehen gro&szlig;e Unterschiede: Oberstudiendirektor &uuml;ber 5.000 Euro, Gener&auml;le und Bisch&ouml;fe &uuml;ber 9.500 Euro.<\/p><p>Dagegen betr&auml;gt die durchschnittliche Rente der gesetzlich Versicherten gegenw&auml;rtig 1.152 Euro. Die gesetzliche Rente betr&auml;gt also fast nur ein Drittel der Beamtenpension, im Vergleich zur Beamtenpension der Bundesl&auml;nder ist es sogar weniger als ein Drittel.<\/p><p>Einen Unterschied zwischen Beamtenpension und gesetzlicher Rente kann man auch an folgendem Beispiel sehen: Ein verbeamteter einfacher Lehrer mit der Einstufung A 13 und mit allen Voraussetzungen bekommt jetzt eine Anfangsrente von 3.138 Euro. Ein angestellter, nicht verbeamteter Lehrer mit gleicher T&auml;tigkeit und Dauer der Besch&auml;ftigung bekommt weniger als die H&auml;lfte, n&auml;mlich 1.495 Euro.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Der Renten-Pensions-Unterschied vergr&ouml;&szlig;ert sich noch dadurch, dass Beamte, h&auml;ufig auch als Ehepaare, sich w&auml;hrend des Berufslebens ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung anschaffen konnten (oder auch zwei Eigentumswohnungen), sodass sie im Unterschied zu den meisten gesetzlichen Rentnern keine Miete zahlen m&uuml;ssen.<\/p><p><strong>Berufssoldaten, Offiziere, Milit&auml;rgeistliche<\/strong><\/p><p>Es gibt nicht nur die &bdquo;Dachdecker&ldquo; und die Konzernvorst&auml;nde, die als besonders arbeitsm&auml;&szlig;ig Belastete einen fr&uuml;heren Renteneinstieg verdienen. Aber es gilt noch viel mehr f&uuml;r andere systemrelevante Besch&auml;ftigte, zum Beispiel f&uuml;r die Bundeswehr, f&uuml;r deren verbeamtete Mitglieder.<\/p><p>Berufssoldaten k&ouml;nnen schon mit 55 Jahren in Rente gehen, Majore mit 59, Oberstleutnante mit 61, Oberste und Gener&auml;le mit 65. Da gibt es auch keine Vorschl&auml;ge, das Renteneintrittsalter zu erh&ouml;hen. Die Renten entsprechen den schon bei den Beamten genannten Betr&auml;gen des sonstigen &Ouml;ffentlichen Dienstes. Die durchschnittliche Rente der Berufssoldaten betr&auml;gt zum Beispiel 3.280 Euro.<\/p><p>Auch Milit&auml;rbisch&ouml;fe und Milit&auml;rgeistliche sind &uuml;brigens Beamte. Sie segnen Panzer f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege wie in Afghanistan. Wie kirchliche T&auml;ter und Mitt&auml;ter des sexuellen Missbrauchs geh&ouml;ren sie dann zu den systemrelevanten Rentnern.<\/p><p><strong>&bdquo;Versicherungsfremde Leistungen&ldquo;: Nur in der gesetzlichen Rente<\/strong><\/p><p>Die &bdquo;versicherungsfremden Leistungen&ldquo; werden nur den gesetzlichen Rentnern aufgeb&uuml;rdet. Den Rentensystemen der Beamten, Professoren, Manager, Bisch&ouml;fe und Offiziere und auch den Rentensystemen der privilegierten Selbstst&auml;ndigen wie Apotheker, &Auml;rzte und auch dem Rentensystem der Abgeordneten werden die &bdquo;versicherungsfremden Leistungen&ldquo; nicht aufgeb&uuml;rdet.<\/p><p>Es kommt hinzu, dass Beamte usw. l&auml;nger leben und ihre h&ouml;here Rente l&auml;nger beziehen als gesetzlich Versicherte mit ihrer niedrigeren Rente: Beamtete M&auml;nner leben nach dem Renteneintritt im Durchschnitt noch 21,5 Jahre, w&auml;hrend m&auml;nnliche Arbeitnehmer nach dem Renteneintritt im Durchschnitt nur noch 15,9 Jahre leben &ndash; und zudem mehr krank sind und einem h&ouml;heren Pflegerisiko unterliegen.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>Neutral-wissenschaftlich hei&szlig;t das &bdquo;Lebenserwartungsdiskrepanz&ldquo;: Je fr&uuml;her du in Rente gehen kannst und je h&ouml;her die Rente ist, desto l&auml;nger lebst du, und dazu lebst du besser und ges&uuml;nder, was Bittschi\/Wigger, wie am Anfang zitiert, als &bdquo;Stabilit&auml;t des Konsums&ldquo; bezeichnen.<\/p><p><strong>Das asozial-feudale Renten-Chaos<\/strong><\/p><p>Wie &bdquo;die Renten stabil&ldquo; halten? Die nur scheinbar wissenschaftlich gestellte Frage der <em>FAZ<\/em> ist bewusst falsch gestellt. Denn erstens ist die gesetzliche Rente gar nicht stabil, sondern wird seit 30 Jahren schrittweise abgesenkt, vor allem durch sinkende Arbeitseinkommen. Und zweitens ist diese absinkende Rente schon heute mehrheitlich eine Armutsrente! Und vor allem f&uuml;r Frauen!<\/p><p>Zudem gibt es neben der gesetzlichen Rente der &bdquo;normalen&ldquo; abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten eine ganze Reihe privilegierter Renten. Die Renten der Top-Manager, Beamten und Offiziere wurden schon genannt. Daneben bestehen noch die Rentensysteme der kammerf&auml;higen Berufe der gehobenen Selbstst&auml;ndigen (Anw&auml;lte, Apotheker, Architekten, &Auml;rzte, Notare, Ingenieure&hellip;), der Kirchenbeamten, der GmbH-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, dann noch der Abgeordneten des Bundestags und der Landtage, dann noch die unterschiedlichen Betriebsrenten f&uuml;r den &Ouml;ffentlichen Dienst und f&uuml;r die Privatunternehmen, und dann noch die Privatrenten wie die &bdquo;Riester&ldquo;-Rente, der neue Renten-Kapitalfonds der Ampel-Regierung und noch die individuellen BlackRock-ETF-Renten.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Dies ist teilweise chaotisch, aber vor allem ein systemisches asoziales Unrechtssystem wie in Feudalgesellschaften. Mit Demokratie und dem Gleichheitsgrundsatz hat das nichts zu tun.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/p><p><strong>Wie sieht ein demokratisches Rentensystem aus?<\/strong><\/p><p>Deshalb sind f&uuml;r ein menschenrechtliches, demokratisches, rechtsstaatliches Rentensystem vor allem folgende Ma&szlig;nahmen n&ouml;tig:<\/p><ul>\n<li>erstens die Anerkennung der menschenrechtlichen Renten-Konvention Nr. 128 der UNO\/ILO<\/li>\n<li>zweitens die Abschaffung der Niedrigl&ouml;hnerei und die Erh&ouml;hung der Arbeitseinkommen f&uuml;r die Mehrheit der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, vor allem f&uuml;r Frauen, ebenso entsprechend der einschl&auml;gigen ILO-Konventionen<\/li>\n<li>drittens Rentenbeitr&auml;ge f&uuml;r zeitweise und dauerhaft Arbeitslose und f&uuml;r die Wanderarbeiter<\/li>\n<li>viertens die Einbeziehung aller Lohn- und Gehaltsbezieher &ndash; also auch der Beamten, Manager, kammerf&auml;higen Berufe, Abgeordneten &ndash; in ein einheitliches, staatliches Umlagesystem<\/li>\n<li>f&uuml;nftens die Herausnahme versicherungsfremder Leistungen aus dem Haushalt der gesetzlichen Rente, um Transparenz und Haushaltsklarheit herzustellen.<\/li>\n<\/ul><p>Die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten haben die Arbeits- und Renten-Verarmung seit dem Ende des Sozialismus viel zu lange hingenommen. Viele K&uuml;rzungen wurden in Salamitaktiken versteckt. Die Regierungen und ebenso die Uralt-Leitmedien, die schon vor und in der Adenauer-Zeit der Alt-BRD lizensiert wurden, haben ebenso mitgemacht wie die vorherrschende akademische &bdquo;Wissenschaft&ldquo; &ndash; sie alle strampeln wie jetzt die FAZ-Autoren Bittschi\/Wigger mit vordergr&uuml;ndigen L&uuml;gen und Fakes ums eigene &Uuml;berleben. Ihre Zeit ist sp&auml;testens jetzt abgelaufen, eigentlich.<\/p><p><strong>Was will die Mehrheit der Besch&auml;ftigten und Selbstst&auml;ndigen wirklich?<\/strong><\/p><p>Bittschi\/Wigger &amp; Co verdr&auml;ngen, verleugnen mit politischen, medialen, &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Mitteln die Mehrheitsmeinung in der Bev&ouml;lkerung:<\/p><ul>\n<li>81 Prozent der Erwerbst&auml;tigen und ebenso 81 Prozent der Selbstst&auml;ndigen wollen ein Rentensystem, das Erwerbst&auml;tige und auch Selbstst&auml;ndige und Beamte umfasst;<\/li>\n<li>81 Prozent lehnen eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters ab, nur 5 Prozent k&ouml;nnen und wollen sich &uuml;berhaupt vorstellen, l&auml;nger als bis 67 zu arbeiten; und wer l&auml;nger arbeitet, braucht gute Gesundheit und gute Arbeitsplatzbedingungen;<\/li>\n<li>99 Prozent wollen: Die Renten m&uuml;ssen Armut verhindern!<\/li>\n<li>83 Prozent wollen f&uuml;r die besseren Renten h&ouml;here L&ouml;hne;<\/li>\n<li>Auch 83 Prozent der 18- bis 29-J&auml;hrigen und 85 Prozent der 30- bis 39-J&auml;hrigen stimmen diesen Forderungen zu.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/li>\n<\/ul><p>Die Bundesregierung und die Kapital-Lobby verdecken mit der Aufr&uuml;stung und der Deindustrialisierung wegen des Ukraine-Kriegs sowie mit dem Hype um e-Mobilit&auml;t und Umwelt alle Fragen der Arbeit und des Sozialen. Deshalb geh&ouml;ren zum Kampf gegen Waffenlieferungen und Aufr&uuml;stung, f&uuml;r Demokratie und Frieden auch ganz elementar die K&auml;mpfe f&uuml;r die Infrastruktur der Gesundheit, Bildung, Ausbildung und eben auch f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne und f&uuml;r armutsfeste, menschenw&uuml;rdige Renten, gerade jetzt!<\/p><p>Die Zeitenwende, die Wehrhaftigkeit, die Nachhaltigkeit sehen ganz anders aus, Herr Bundeskanzler![<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99680\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p>Titelbild: Matej Kastelic\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Lindner-Berater Feld f&uuml;r h&ouml;heres Rentenalter, Der Spiegel 16. Februar 2022. CDU-Wirtschaftsrat: &bdquo;Wirtschaft&ldquo; = populistische Umschreibung f&uuml;r &bdquo;Unternehmer&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Dies ist der Zustand bis 2021; die Pandemie-Politik und die Sanktionen gegen Russland haben diese Entwicklung versch&auml;rft; <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] EUGH, Urteil zur Arbeitszeiterfassung vom 14. Mai 2019, Az. C-5\/18<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Rente plus Job, merkur.de 16. Juli 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Deutsche Rentenversicherung: Rentenversicherung in Zeitreihen 2021, in: Rentenversicherungsbericht 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] ADG e.V.: J&auml;hrliche versicherungsfremde Leistungen seit 1957, Stand 5. Oktober 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Eine Gesamtbilanz der gegenw&auml;rtigen Situation der gesetzlichen Renten gibt die Brosch&uuml;re &bdquo;Ohne eine gr&uuml;ndliche Rentenreform wird es kein w&uuml;rdevolles Leben im Alter geben&ldquo;, erstellt von der Initiative RentenZukunft.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Deutsche Rentenversicherung in Zeitreihen 2022 und Statistikband Rente 2021 &ndash; Band 224<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Imperium EU &ndash; ArbeitsUnrecht, Krise, neue Gegenwehr, K&ouml;ln 2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Reiner Heyse: Rentenschwindsucht durch die nachgelagerte Besteuerung, <a href=\"http:\/\/www.rentenzukunft.de\/\">rentenzukunft.de<\/a> 14. Juli 2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Alle Angaben aus Deutsche Rentenversicherung Bund (2022): Verteilung der Versichertenrenten nach Geschlecht im Rentenbestand 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] DAX-Konzerne: Goldene Rentner &ndash; Altersvorsorge von Vorst&auml;nden immer &uuml;ppiger, WirtschaftsWoche 8. August 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Deutsche Schutzvereinigung f&uuml;r Wertpapierbesitz: DSW-Vorstandsverg&uuml;tungsstudie 2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Das Beispiel bezieht sich auf Bayern; zwischen den Bundesl&auml;ndern bestehen leichte Unterschiede.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW): Lebenserwartung, 16. August 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Zu den international gescheiterten Privatrenten &ndash; hohe Geb&uuml;hren, niedrige Leistung, Risiko bei den Anlegern\/Versicherten: ILO: Reversing Pension Privatizations, Genf 2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Werner R&uuml;gemer: K&auml;mpfen statt auf Aktienkurse glotzen!, &Ouml;kologiePolitik 3. Dezember 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Besch&auml;ftigte wollen h&ouml;here und sichere Renten &ndash; DGB, Arbeitskammer des Saarlandes und Arbeitnehmerkammer Bremen legen Befragung zur Alterssicherung vor, Arbeitskammer des Saarlandes 17. Februar 2023<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Zum Zusammenhang der K&auml;mpfe f&uuml;r Frieden, Arbeit, Infrastruktur und Soziales siehe z.B.: Soziale Politik &amp; Demokratie 11. Juni 2023<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Professoren pl&auml;dieren f&uuml;r die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters und hetzen Rentner gegen Noch-Besch&auml;ftigte auf. Die Mehrheit der Besch&auml;ftigten und Selbstst&auml;ndigen &ndash; auch der jungen &ndash; lehnt aber die l&auml;ngere Lebensarbeitszeit ab und fordert h&ouml;here L&ouml;hne: Alternativen f&uuml;r ein demokratisches Rentensystem. Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":99405,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,183,39,146],"tags":[707,2380,1542,315,301,1912,1771,2272],"class_list":["post-99404","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-medienkritik","category-rente","category-soziale-gerechtigkeit","tag-oeffentliche-beschaeftigung","tag-dienstleistungen","tag-faz","tag-merkel-angela","tag-rentenalter","tag-rentenniveau","tag-selbststaendige","tag-versicherungsfremde-leistungen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Shutterstock_1086254576.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/99404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=99404"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/99404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":99787,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/99404\/revisions\/99787"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/99405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=99404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=99404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=99404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}