{"id":9963,"date":"2011-07-01T15:27:33","date_gmt":"2011-07-01T13:27:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9963"},"modified":"2011-07-01T15:27:33","modified_gmt":"2011-07-01T13:27:33","slug":"hinweise-des-tages-ii-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9963","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen Stuttgart 21; Schattenbanksektor &ldquo;v&ouml;llig undurchsichtig&rdquo;; Arbeitsmarkt im Juni 2011; Wende im Fall Strauss-Kahn?; Sch&auml;uble plant Entlastung f&uuml;r Unternehmen; Basel-III-Eigenkapitalregeln: Deutsche Bank braucht Milliarden f&uuml;r Sicherheitspuffer; Streik in Gro&szlig;britannien; Millionenschaden f&uuml;r Bahn durch Kartellabsprachen; World Justice Report; Krankenkasse warnt: Bologna macht krank; NRW-SPD klagt doch nicht gegen Hartz IV; Marco B&uuml;low (MdB): Demokratie im Schweinsgalopp; &bdquo;In der Lobby brennt noch Licht&ldquo;; Prozess in Strassburg: Bootsfl&uuml;chtlinge, get&auml;uscht, verraten; Gewalt gegen Kinder: Schl&auml;ge f&uuml;r den Sohn, S&auml;ure f&uuml;r die Tochter; Wie viel Entt&auml;uschung vertr&auml;gt die Demokratie?; Eine Viertelmillion Tote, mindestens 4 Billionen US-Dollar an Kriegskosten; Werbung an Schulen; GWK Bericht zu Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung; zu guter Letzt: In den Unterschichtswohnungen die Fernseher kaputtschlagen! (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Stuttgart 21: Viel steht auf dem Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Schattenbanksektor &ldquo;v&ouml;llig undurchsichtig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Arbeitsmarkt im Juni 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Wende im Fall Strauss-Kahn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Sch&auml;uble plant Entlastung f&uuml;r Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Basel-III-Eigenkapitalregeln: Deutsche Bank braucht Milliarden f&uuml;r Sicherheitspuffer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Streik in Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Millionenschaden f&uuml;r Bahn durch Kartellabsprachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">World Justice Report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Krankenkasse warnt: Bologna macht krank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">NRW-SPD klagt doch nicht gegen Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Marco B&uuml;low (MdB): Demokratie im Schweinsgalopp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">&bdquo;In der Lobby brennt noch Licht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Prozess in Strassburg: Bootsfl&uuml;chtlinge, get&auml;uscht, verraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gewalt gegen Kinder: Schl&auml;ge f&uuml;r den Sohn, S&auml;ure f&uuml;r die Tochter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Wie viel Entt&auml;uschung vertr&auml;gt die Demokratie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Eine Viertelmillion Tote, mindestens 4 Billionen US-Dollar an Kriegskosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Werbung an Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">GWK Bericht zu Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">zu guter Letzt: In den Unterschichtswohnungen die Fernseher kaputtschlagen!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9963&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Viel steht auf dem Spiel<\/strong><br>\nSeit die Entscheidung, ob S 21 gebaut wird oder nicht, immer n&auml;her r&uuml;ckt, stellt sich die Frage, wohin sich der B&uuml;rgerprotest bewegt. Anlass f&uuml;r die Kontext:Wochenzeitung, sich zu besch&auml;ftigen mit Motivlagen, der Stuttgarter Republik, Blockdenken und Fairplay. Diese Splitter sollen zur Diskussion und zum Weiterdenken in die Zukunft anregen. Denn viel steht auf dem Spiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2011\/06\/viel-steht-auf-dem-spiel\/\">kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schattenbanksektor &ldquo;v&ouml;llig undurchsichtig&rdquo;<\/strong><br>\nDer Oberaufseher der deutschen Banken will den Schattenbankensektor in die Mangel nehmen und mahnt sch&auml;rfere Regulierung an. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Dieser Bereich ist v&ouml;llig undurchsichtig&ldquo;, erkl&auml;rte der Chef der deutschen Bankenaufsicht Bafin. Niemand kenne die Risikokonzentration auf diesem Markt. Deshalb werde man das Entstehen einer Krise noch nicht einmal erkennen. Das sei &bdquo;ein unhaltbarer Zustand&ldquo;. Zum Schattenbankensektor werden vor allem Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften gez&auml;hlt. Auf dem ungeregelten Markt handeln die Akteure unter anderem mit Finanzderivaten wie Kreditausfallversicherungen oder t&auml;tigen Devisentermingesch&auml;fte. Sanio beklagte, es sei international derzeit kein Konsens dar&uuml;ber herstellbar, ob und wie man diesen Bereich in den Griff bekommen k&ouml;nne. Er sprach von einem &bdquo;ganz gravierenden Regulierungsversagen&ldquo;. Es k&ouml;nne nicht sein, dass einerseits die Regulierung im Bankenbereich verst&auml;rkt werde, sich andererseits aber die &bdquo;Pappenheimer&ldquo; in den unregulierten Markt absetzten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/schattenbankensektor--voellig-undurchsichtig-\/-\/1472780\/8614268\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Juni 2011<\/strong>\n<ul>\n<li>5,346 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,677 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 282.000 (5,7%) weniger als im Juni 2010<\/li>\n<li>2,893 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 255.000 (8,1%) weniger als im Juni 2010<\/li>\n<\/ul>\n<p>72,2% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (Juni 2010: 68,8%). Im Juni 2011 wurden von der Statistik der BA insgesamt 2,893 Millionen Arbeitslose registriert, 255.000 bzw. 8,1% weniger als im Juni 2010. Von diesen 2,893 Millionen Arbeitslosen waren 804.000 (27,8%) im Rechtskreis SGB III und 2,089 Millionen (72,2%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert.<br>\nAls Arbeitsuchende waren im Juni 2011 insgesamt 5,175 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 578.000 (10,1%) weniger als im Juni 2010. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Juni 2011 4,080 Millionen, 545.000 (11,8%) weniger als im Juni 2010.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten 738.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,677 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 69.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Juni 2011 etwa 5,346 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 435.000 (7,5%) weniger als vor einem Jahr (BA-Monatsbericht, S. 19).<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110701_hinweisteile_wl.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 442 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wende im Fall Strauss-Kahn?<\/strong><br>\nIm Strafverfahren wegen Vergewaltigungsvorw&uuml;rfen gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn gibt es m&ouml;glicherweise eine Wende. Die Anklage gegen Strauss-Kahn stehe kurz vor dem Zusammenbruch, berichtete die &ldquo;New York Times&rdquo; unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Justizbeamte. [&hellip;] Die Zeitung berichtet, es gebe Hinweise, dass die Frau in Drogenhandel und Geldw&auml;sche verwickelt sei. Au&szlig;erdem habe sie mehrfach bei Angaben zu ihrem Asylantrag gelogen. Auch bei den Vernehmungen habe sie gelogen. Zudem soll sie nur Stunden nach dem Vorfall mit einem H&auml;ftling telefoniert haben und mit ihm die M&ouml;glichkeit er&ouml;rtert haben, mit Vorw&uuml;rfen gegen den Franzosen Geld zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/strausskahn222.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.G.:<\/strong> Kurz nachdem die Nachfolgerin LaGarde installiert ist, werden die Vorw&uuml;rfe gegen DSK als zweifelhaft gemeldet &hellip;<br>\nIch wundere mich nicht, bin aber doch etwas erstaunt &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Strauss-Kahn Case Seen as in Jeopardy<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/07\/01\/nyregion\/strauss-kahn-case-seen-as-in-jeopardy.html?hp\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sch&auml;uble plant Entlastung f&uuml;r Unternehmen<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) plant ungeachtet seines Widerstandes gegen allgemeine Steuersenkungen nach Informationen der &laquo;Berliner Zeitung&raquo; eine Entlastung f&uuml;r die Wirtschaft in Milliardenh&ouml;he. [&hellip;]<br>\nKonkret gehe es darum, dass der Fiskus einen Aufschub bei der Bezahlung der Umsatzsteuer gew&auml;hre. Hier solle eine Regelung, die w&auml;hrend der Finanzkrise eingef&uuml;hrt und bis Ende 2011 befristet wurde, unbegrenzt ins Gesetz geschrieben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/politik\/detail_dpa_31187484.php\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Basel-III-Eigenkapitalregeln: Deutsche Bank braucht Milliarden f&uuml;r Sicherheitspuffer<\/strong><br>\nDie Aufsichtsbeh&ouml;rden planen Sondervorschriften f&uuml;r die Schwergewichte der Finanzbranche. Die sieben gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Banken werden ihr Kapital voraussichtlich um insgesamt 62 Mrd. Euro aufstocken m&uuml;ssen. Auf den deutschen Branchenprimus entfallen Sch&auml;tzungen zufolge 3,5 Mrd. Euro.  Die Deutsche Bank wollte sich am Montag zu den Spekulationen &uuml;ber eine weitere Kapitalerh&ouml;hung nicht &auml;u&szlig;ern. Ein Sprecher verwies lediglich auf &Auml;u&szlig;erungen von Risikovorstand Hugo B&auml;nziger vom Juni, der damals sagte, die Bank sei &ldquo;zuversichtlich&rdquo;, die Basel-III-Kriterien zu erf&uuml;llen.<br>\nEnde M&auml;rz lag die Kernkapitalquote der Bank laut B&auml;nziger bei 9,6 Prozent. Da sich mit Inkrafttreten von Basel III auch die Regeln f&uuml;r die Berechnung dieser Quote &auml;ndern, werde sie Anfang 2013 auf acht Prozent sinken. Bankchef Josef Ackermann sieht in der Einstufung als systemrelevante Bank (Systemically Important Financial Institution, Sifi) trotz der h&ouml;heren Kapitalanforderungen sogar Vorteile. Diese l&auml;gen in einer g&uuml;nstigeren Refinanzierung und im Einlagengesch&auml;ft, &ldquo;weil die Kunden ihr Geld lieber bei den Sifis anlegen&rdquo;, sagte Ackermann am Montag auf dem Bankentag der Nachrichtenagentur Reuters in Frankfurt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:basel-iii-eigenkapitalregeln-deutsche-bank-braucht-milliarden-fuer-sicherheitspuffer\/60070708.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie hat doch seinerzeit Ackermann get&ouml;nt, man brauche die Hilfe des Staates nicht. Das stimmte schon damals nicht und heute wird dreist damit geworben: Bringen Sie Ihr Geld zu uns! Wir sind systemrelevant, sollten wir uns einmal verspekulieren, uns wird der Staat immer retten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Streik in Gro&szlig;britannien<\/strong><br>\nAus Protest gegen die Rentenreform von Premierminister David Cameron sind in Gro&szlig;britannien viele Mitarbeiter des &ouml;ffentlichen Dienstes in einen eint&auml;gigen Streik getreten. Sch&auml;tzungen zufolge k&ouml;nnten am Donnerstag rund 85 Prozent der Schulen geschlossen bleiben, aber auch Gerichte, Finanz&auml;mter und Arbeitsagenturen. [&hellip;] Bereits in der Nacht zum Donnerstag kam es zu ersten Behinderungen, weil die in Nachtschichten eingeteilten Beamten in Streik traten. In rund drei&szlig;ig St&auml;dten waren Demonstrationen geplant. Die Gewerkschaften hoffen, rund 600.000 Mitarbeiter des &ouml;ffentlichen Dienstes zu mobilisieren. Es w&auml;ren die gr&ouml;&szlig;ten Proteste gegen die Regierung Camerons, seitdem sie im Mai 2010 die Regierungsgesch&auml;fte &uuml;bernahm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/streik-in-grossbritannien\/-\/1472596\/8617254\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Und wieder einmal wird deutlich, welch demokratisch-streikrechtlich-defizit&auml;re Situation in Deutschland herrscht. Den Deutschen bleibt ein solcher Streik einfach verwehrt. Begr&uuml;&szlig;enswert bleibt es, dass wenigstens der Verdi-Vorsitzende Bsirske im letzten &ndash; sozial so bewegten &ndash; Herbst auf dieses Defizit aufmerksam gemacht hatte. Dabei h&auml;tte das von Deutschland aus praktizierte &ldquo;Export&uuml;berschuss-Modell durch Lohndumping&rdquo; es dringend notwendig gemacht, dieses &ldquo;Ungleichgewicht&rdquo; in der gewerkschaftlichen Durchsetzungsf&auml;higkeit mit dieser Form der Beteiligung der B&uuml;rger als Arbeitnehmer doch <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/gewerkschaft\/erfahrung\/polstreik_bahl.html\">einmal auszugleichen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Besonders bedauerlich ist es dann nat&uuml;rlich , wenn der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund den politischen Streik nicht einmal zum gemeinsamen Thema <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/monks_bahl.html\">machen will<\/a>. Aber vielleicht herrscht in diesen K&ouml;pfen noch diese von Albrecht M&uuml;ller gegei&szlig;elte &ouml;konomische &ldquo;Leer&rdquo;-Meinung der politischen Hoffnungslosigkeit, dass die &Ouml;konomie einfach unser Schicksal ist und bleibt und wir daher nichts dagegen tun k&ouml;nnen &ndash; eben dieses <a href=\"\/?p=9922\">Gewerkschaftsversagen gegen&uuml;ber Herrschaft und &Ouml;konomie<\/a>.<\/em><br>\n<em>Welche Auswirkungen das dann hat, Harald Schumacher bei den Gr&uuml;nen &ldquo;exemplarisch&rdquo; <a href=\"\/?p=9902\">dargelegt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Fazit : Es bleiben eben doch die sozialen K&auml;mpfe die einen sozialen Fortschritt aus diesem &ldquo;Tal des neoliberalen Elends&rdquo; wieder erm&ouml;glichen k&ouml;nnen &ndash; nur sie m&uuml;ssen auch m&ouml;glich gemacht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Millionenschaden f&uuml;r Bahn durch Kartellabsprachen<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Bochum und das Bundeskartellamt ermitteln wegen des Verdachts auf Ausschreibungsbetrug und unerlaubter Preisabsprachen gegen gut 30 Beschuldigte in zehn Unternehmen. Es ging um Schienenlieferungen f&uuml;r die Bahn. [&hellip;]<br>\n Es droht eines der gr&ouml;&szlig;ten Kartellverfahren der letzten Jahrzehnte. Der WAZ liegen detaillierte Aufzeichnungen des Kartells f&uuml;r mehrere Jahre vor. Alleine in einem Jahr, n&auml;mlich 2006, lassen &uuml;berzogene Abrechnungen auf Basis von Preisabsprachen einen Schaden von bis zu 100 Millionen Euro vermuten. Dieses Geld hat die Bahn zuviel f&uuml;r die Schienen bezahlt. Die Runde der &bdquo;Schienenfreunde&ldquo; existierte mindestens zehn Jahre lang. Der Gesamtschaden k&ouml;nnte im hohen dreistelligen Millionenbereich oder sogar dar&uuml;ber liegen. [&hellip;]<br>\nVon Anfang an waren die Konzerne Thyssen und Krupp &uuml;ber ein Schienenwerk und eine Handelstochter am Kartell beteiligt. Dazu kamen die bayerische Neue Maxh&uuml;tte, die Schienent&ouml;chter des &ouml;sterreichischen Konzerns Voestalpine, die schwedische Inexa, sowie die niederl&auml;ndisch-britische Corus-Gruppe. Die Tschechen waren &uuml;ber den H&auml;ndler CMC Trinec eingebunden. Das polnische Schienenwerk Huta Katowice wurde &uuml;ber den H&auml;ndler Krupp GfT Gleistechnik integriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/politik\/Millionenschaden-fuer-Bahn-durch-Kartellabsprachen-id4819495.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>World Justice Report<\/strong><br>\nDas Ergebnis ist ein Ranking zur Rechtsstaatlichkeit in insgesamt 66 L&auml;ndern, bei dem Deutschland unterschiedlich eingestuft wird &ndash; von sehr guten Platzierungen beim Zugang zu den Zivilgerichten und dem Schutz der Grund- und Menschenrechte bis hin zu negativen Beurteilungen durch ungerechtfertigte Polizeigewalt und &uuml;berlange Verfahrensdauern.<br>\nDie Verfahrensdauer bei Zivil- und Strafgerichten ist ein Problem, das bekannt ist und das schon mehrmals zu Verurteilungen Deutschlands durch den Europ&auml;ischen Gerichtshof und auch zu R&uuml;gen des Bundesverfassungsgerichts gef&uuml;hrt hat. &bdquo;Der Bericht zeigt die Schwachstellen des deutschen Rechtsstaates auf. Die Politik sollte das intensiv zur Kenntnis nehmen&ldquo;, so Professor Feltes. Vor allem die &uuml;berlange Verfahrensdauer geh&ouml;re abgestellt, um tats&auml;chlich gleiches Recht f&uuml;r alle zu gew&auml;hrleisten.<br>\nAuch der Umgang mit &uuml;berm&auml;&szlig;iger Polizeigewalt und polizeilichem Fehlverhalten m&uuml;sse &uuml;berdacht werden. Hier rangiert Deutschland unmittelbar vor Mexiko, Kolumbien und der T&uuml;rkei im hinteren Bereich. Zusammen mit anderen, ausl&auml;ndischen Experten fordert Feltes schon l&auml;nger mehr Transparenz und unabh&auml;ngige, externe Untersuchungskommissionen.<br>\nAuch in anderen Bereichen sieht Feltes Handlungsbedarf: W&auml;hrend beim Zugang zu den Zivilgerichten und dem Schutz der Grund- und Menschenrechte Deutschland weit oben rangiert (Platz zwei bzw. sechs weltweit), belegen wir in den Bereichen Korruption lediglich Rang zw&ouml;lf und bei der &bdquo;Transparenz der Regierung&ldquo; Rang elf und liegen damit deutlich hinter anderen L&auml;ndern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news429273\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/worldjusticeproject.org\/sites\/default\/files\/wjproli2011_0.pdf\">The World Justice Project, Rule of Law Index  2011 (Zusammenfassung Deutschland S. 62) [PDF &ndash; 3.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krankenkasse warnt: Bologna macht krank<\/strong><br>\nImmer mehr Studenten werden psychisch krank. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gesundheitsstudie der Techniker Krankenkasse. F&uuml;r den Gesundheitsbericht hat die Krankenkasse nach eigenen Angaben die Arzneimittel- und Diagnosedaten von 135.000 eigenst&auml;ndig bei der TK versicherten Studenten und weit &uuml;ber einer halben Million junger Erwerbst&auml;tiger ausgewertet.  Der Anstieg sei teilweise damit erkl&auml;rbar, dass mehr psychische Erkrankungen diagnostiziert werden: &ldquo;Viele Beschwerden, die vor 10, 20 Jahren noch unter anderem Label attestiert wurden, werden heute als psychische Diagnose dokumentiert. Auch die Patienten sind offenbar eher bereit, eine solche Diagnose zu akzeptieren&rdquo;, so Klusen. Er legt nahe, dass die sogenannte Bologna-Reform zur Schaffung eines einheitlichen europ&auml;ischen Hochschulsystems f&uuml;r den Anstieg psychischer Erkrankungen mitverantwortlich ist. &ldquo;Viele Studenten sind dem wachsenden Druck durch die Umstellung auf Bachelor und Master nicht gewachsen.&rdquo; Insbesondere Studierende ab dem 28. Lebensjahr seien extrem belastet: Wenn sie ihr Studium nicht in der Regelzeit beenden k&ouml;nnen, f&auml;llt das Baf&ouml;g weg und sie m&uuml;ssen sich durch Jobs finanzieren. Diese Doppelbelastung mache sich in steigenden Krankheitszahlen bemerkbar.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F07%2F01%2Fa0069&amp;cHash=40ff23878a\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.tk.de\/centaurus\/servlet\/contentblob\/346642\/Datei\/61744\/Medienservice-Juli-2011-krankes-Deutschland.pdf\">Gesundheitsreport 2011: So krank ist Deutschland [PDF &ndash; 950 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur zur Verdeutlichung: Der TK-Gesundheitsreport analysiert j&auml;hrlich die anonymisierten Daten der 3,5 Millionen bei der TK versicherten Besch&auml;ftigten und ALG-I-Empf&auml;nger. Im Sonderkapitel zur Gesundheit von Studierenden und junger Erwerbspersonen, werden Studierende und junge Besch&auml;ftigte miteinander verglichen. Psychopharmaka machen bei den Hochsch&uuml;lern &uuml;ber ein F&uuml;nftel aller verschriebenen Medikamente aus. Bei den gleichaltrigen Erwerbspersonen &ldquo;entfallen &lsquo;nur&rsquo; knapp 14 Prozent der Arzneien auf diese Gruppe, die aber auch hier inzwischen den gr&ouml;&szlig;ten Anteil ausmachen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>NRW-SPD klagt doch nicht gegen Hartz IV<\/strong><br>\nAlle Hoffnung vergebens: Die rot-gr&uuml;ne Regierung von NRW wird entgegen ihrem parlamentarischen Auftrag nicht gegen die willk&uuml;rlichen Hartz-IV-S&auml;tze vor Gericht ziehen. Der nordrhein-westf&auml;lische Landtag hatte mit den Stimmen von SPD, Gr&uuml;nen und Linken die rot-gr&uuml;ne Minderheitsregierung aufgefordert, gegen den Hartz-IV-Beschluss erneut vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Die Berechnung sei &ldquo;willk&uuml;rlich, intransparent und nicht urteilskonform&rdquo;. Besonders heftig kritisierte die Linke den R&uuml;ckzieher der SPD-Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft und ihres Arbeitsministers. Auch die Koalitionsfraktionen machen sich weiter f&uuml;r die Klage stark. &ldquo;Wir halten eine h&ouml;chstrichterliche Pr&uuml;fung f&uuml;r sinnvoll&rdquo;, sagt die gr&uuml;ne Abgeordnete Andrea Asch. Und der Vorsitzende des Sozialausschusses, Michael Scheffler (SPD), reagiert &uuml;berrascht auf den Klageverzicht: &ldquo;Da werden wir noch dr&uuml;ber reden m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nEntt&auml;uscht sind auch die Sozialverb&auml;nde. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnen nur die Regierungen von Bund, L&auml;ndern oder ein Viertel der Bundestagsabgeordneten per Normenkontrollklage direkt nach Karlsruhe ziehen. Hartz-Beziehern ist dagegen der langj&auml;hrige Weg durch alle Instanzen auferlegt. Die Verb&auml;nde, die selbst kein Klagerecht besitzen, hatten deshalb auf NRW gehofft: F&uuml;r eine Klage von Gr&uuml;nen und Linken im Bundestag reicht deren Abgeordnetenzahl nicht aus. Die Landesregierung will trotzdem hart bleiben. Zwar habe auch Minister Schneider als einstiger DGB-Landeschef massive Zweifel, ist aus D&uuml;sseldorf zu h&ouml;ren. Trotzdem k&ouml;nne das SPD-gef&uuml;hrte Land schlecht gegen den Kompromiss klagen &ndash; der sei immerhin von der stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Manuela Schwesig ausgehandelt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F07%2F01%2Fa0061&amp;cHash=56d81afe04\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Trauerspiel, aber nicht unerwartet: Stimmenthaltung im Bundesrat hei&szlig;t eben letztlich Zustimmung. Googelt man &ldquo;NRW Bundesrat Hartz IV&rdquo; so &uuml;berschlagen sich die Meldungen, wie  SPD und Gr&uuml;ne in NRW mit dem Gang nach Karlsruhe gedroht haben. Geboren wurde dann ein Kompromissm&auml;uslein, dass jetzt auch von Rot\/Gr&uuml;n in NRW endg&uuml;ltig adoptiert wurde &ndash; weil eine SPD- Frau im Bund vorangegangen war. Da erinnert man sich dann, dass letztlich der heutige SPD- Fraktionsvorsitzender im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, seinerzeit im Kanzleramt die Vorschl&auml;ge der Industrie dominierten Hartz-Kommission entscheidend versch&auml;rft hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Marco B&uuml;low (MdB): Demokratie im Schweinsgalopp<\/strong><br>\nKaum ein Abgeordneter durchschaut noch, was er beschlie&szlig;t &ndash; ein besonders krasses Beispiel ist der Atomausstieg.<br>\nDer dreifache Atomdeal zeigt, wie Politik funktioniert und wie wenig das Parlament bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielt. Meist geben einige wenige F&uuml;hrungspolitiker in Absprache mit m&auml;chtigen Lobbyisten die Richtung vor, die dann von der Regierungsmehrheit im Parlament abgenickt wird. Sollte es mal anders laufen, hei&szlig;t dies noch lange nicht, dass dann die Stunde des Parlaments schl&auml;gt. Vor allem die schnelle Abfolge von umfangreichen Gesetzesvorlagen und Zeitdruck &uuml;berfordern die Abgeordneten. Die politische Mitgestaltung wird immer schwieriger. Der eigentliche Anspruch, dass der Bundestag &bdquo;die zentrale Rolle im politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess&ldquo; einnehmen sollte, h&ouml;rt sich schon fast wie ein schlechter Witz an.<br>\nIm Eilverfahren hat die Kanzlerin nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima zwei unlegitimierte Kommissionen eingesetzt. V&ouml;llig abgekoppelt vom Parlament legten sie innerhalb weniger Wochen ihre Berichte und Empfehlungen vor. Noch schneller sollte dann alles im Parlament &uuml;ber die B&uuml;hne gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1126-demokratie-im-schweinsgalopp\">Der Freitag Community<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;In der Lobby brennt noch Licht&ldquo;<\/strong><br>\nLobbyismus als Schatten-Management in Politik und Medien<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzwerkrecherche.de\/files\/nr-werkstatt-12-lobbyismus-als-schatten-management-in-politik-und-medien.pdf\">Netzwerk Recherche [PDF &ndash; 2.7 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Prozess in Strassburg: Bootsfl&uuml;chtlinge, get&auml;uscht, verraten<\/strong><br>\nVor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte wurde letzte Woche die europ&auml;ische Migrationspolitik verhandelt: 24 Fl&uuml;chtlinge aus Somalia und Eritrea klagen gegen Italien. Die 24 Kl&auml;ger geh&ouml;rten zu einer Gruppe von 227 Fl&uuml;chtlingen, die am 6. Mai 2009 von der italienischen Grenzpolizei Guardia di Finanza aufgegriffen wurden. Die Fl&uuml;chtlinge waren in drei Booten von Libyen unterwegs und noch 35 Kilometer vom italienischen Lampedusa entfernt. Unter ihnen waren auch Frauen und Kinder. An jenem Tag waren zuf&auml;llig zwei Journalisten der Illustrierten &laquo;Paris Match&raquo; auf einem Schiff der Grenzpolizei (vgl. in der Printausgabe &laquo;Zu den Fotos&raquo;). Sie haben festgehalten, was genau passierte: Die Fl&uuml;chtlinge kletterten einer nach dem anderen von ihrem Boot aufs Schiff der Grenzpolizei. Sie waren durstig und durchn&auml;sst, ben&ouml;tigten Wasser und Medikamente. Sie konnten nicht mehr einsch&auml;tzen, wie lange sie auf dem Meer unterwegs waren. Nun w&auml;hnten sie sich in Sicherheit. Pl&ouml;tzlich &auml;nderte die Guardia di Finanza den Kurs. Nach stundenlanger Fahrt durch die Nacht hielten die Fl&uuml;chtlinge einen Gottesdienst ab, beteten als gl&auml;ubige Christen, dass alles gut komme. Doch die Unruhe stieg. Als tats&auml;chlich Tripolis am Horizont auftauchte, wurde es still auf dem Schiff. Die Fl&uuml;chtlinge wurden von der Grenzpolizei direkt an die libyschen Beh&ouml;rden &uuml;bergeben. Vor Verzweiflung zogen sich Einzelne nackt aus und drohten mit Selbstmord. Mit Kn&uuml;ppeln wurden sie in einen Lastwagen getrieben. &ndash; Ein Prozessprotokoll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2011\/nr26\/international\/20924.html\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gewalt gegen Kinder: Schl&auml;ge f&uuml;r den Sohn, S&auml;ure f&uuml;r die Tochter<\/strong><br>\nSexuelle Erniedrigung, Schl&auml;ge, Zwangsarbeit: Gewalt gegen Kinder ist allgegenw&auml;rtig, vor allem in armen L&auml;ndern. In Europa ist die Situation besser &ndash; doch auch hier sind &Uuml;bergriffe laut Unicef keine Ausnahme. 13 Prozent der deutschen Eltern erziehen nach Sch&auml;tzungen des Deutschen Kinderschutzbundes &ldquo;gewaltbelastet&rdquo;, wie es hei&szlig;t. Eines von f&uuml;nf Kindern wird Opfer sexueller &Uuml;bergriffe. 2009 z&auml;hlte die amtliche Kriminalstatistik 11.319 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen sowie deren sexuellen Missbrauch, obwohl Experten davon ausgehen, dass nur in jedem zehnten Fall das Jugendamt informiert wird. In etwa drei Vierteln der F&auml;lle stammt der T&auml;ter aus dem n&auml;heren Umfeld der Kinder. 2009 wurden 152 Kinder in Deutschland get&ouml;tet, davon waren 123 j&uuml;nger als sechs Jahre. Jugend&auml;mter nahmen 33.700 Kinder in Obhut &ndash; ein Plus von 30 Prozent gegen&uuml;ber 2004. 39 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die bei Hilfe-Hotlines anrufen, berichten von Mobbing-Erfahrungen, 26 Prozent von k&ouml;rperlichen Misshandlungen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/0,1518,771070,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.unicef.de\/presse\/2011\/unicef-report-2011\/\">Augen &ouml;ffnen f&uuml;r allt&auml;gliche Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie viel Entt&auml;uschung vertr&auml;gt die Demokratie?<\/strong><br>\nHeute nennt man sie &ldquo;Wutb&uuml;rger&rdquo;, die Demonstranten in Athen und Madrid oder in Stuttgart vor dem Bahnhof. Gleich in mehreren L&auml;ndern Europas macht sich Entt&auml;uschung breit. Eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie? Das M&uuml;nchner Institut f&uuml;r Zeitgeschichte will nun in einem mehrj&auml;hrigen Forschungsprojekt untersuchen, wie Demokratien mit Entt&auml;uschungserfahrungen in der Vergangenheit umgegangen sind und welche Auswirkungen diese auf die politische Kultur eines Landes haben. In Deutschland f&auml;llt der Blick auf die Zeit nach den beiden Weltkriegen, auf den Protest der Studentenbewegung von 1968 und auf den Frust angesichts der vielfach ausgebliebenen &ldquo;bl&uuml;henden Landschaften&rdquo; nach 1990 in den neuen Bundesl&auml;ndern. F&uuml;hrt Entt&auml;uschung automatisch zu Politikverdrossenheit? Oder kann sie eine Gesellschaft auch voranbringen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/swr2-forum\/-\/id=660214\/nid=660214\/did=8085004\/1s23yg4\/index.html\">SWR2 Forum<\/a><\/li>\n<p><a name=\"h17\"><\/a><strong>Eine Viertelmillion Tote, mindestens 4 Billionen US-Dollar an Kriegskosten<\/strong><br>\n[&hellip;] Das Eisenhower Research Project an der Brown University hat versucht, in einer multidisziplin&auml;ren Studie die Kriegskosten f&uuml;r die Menschen und die Wirtschaft abzusch&auml;tzen, auch um zu eruieren, ob es nicht bessere M&ouml;glichkeiten gibt, um in Zukunft Ziele ohne milit&auml;rische Interventionen dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung zu erreichen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35036\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/costsofwar.org\/\">Costs of war<\/a><\/p>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Werbung an Schulen<\/strong><br>\nWo das Geld f&uuml;r Bildung fehlt, d&uuml;rfen Unternehmen ihr Wissen an die Kinder bringen und so Werbung in eigener Sache machen. V&ouml;llig legal und ohne Kontrolle der Inhalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/panorama3187.html\">NDR Panorama Nord<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>GWK Bericht zu Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung: Chancengleichheit im Schneckentempo<\/strong><br>\nDer neueste GWK-Bericht zeigt unter anderem, dass es im Berichtszeitraum (2009\/2010) in Deutschland 7.162 Professorinnen gab; dies entspricht einem Frauenanteil von 18,0 % &ndash; hinter diesem Durchschnittswert verbergen sich allerdings erhebliche fachspezifische, institutionelle und regionale Differenzierungen.<br>\nDer Anteil von Frauen steigt auf den verschiedenen Qualifikationsstufen und beruflichen Positionen in Wissenschaft und Forschung in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, insgesamt zwar langsam, aber kontinuierlich; dies gilt auch f&uuml;r den Anteil von Frauen an den Professuren und bei den Berufungen von Frauen in Leitungspositionen an Hochschulen und au&szlig;erhochschulischen Forschungseinrichtungen.<br>\nDer diesj&auml;hrige Bericht zeigt weiterhin auf, dass\n<ul>\n<li>sich seit dem Beginn der ersten Datenerhebungen im Jahr 1992 der Anteil von Frauen an der    Gesamtzahl<\/li>\n<li>der Erstimmatrikulierten von 45,6 % auf 49,9 %,<\/li>\n<li>der Studienabschl&uuml;sse von 40,8 % auf 51,4 %,<\/li>\n<li>der Promotionen von 30,7 % auf 44,1 %,<\/li>\n<li>der Habilitationen von 13,1% auf 23,8 % und<\/li>\n<li>der Professuren von 7,5 % auf 18,0 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>erh&ouml;ht hat;<br>\nTrotz sichtbarer Verbesserungen in fast allen Bereichen ist das Ziel der angemessenen Repr&auml;sentanz von Frauen auf allen Ebenen der Wissenschaft, insbesondere in Leitungspositionen, bei weitem noch nicht erreicht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news429837\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.gwk-bonn.de\/fileadmin\/Papers\/GWK-Heft-22-Chancengleichheit.pdf\">F&uuml;nfzehnte Fortschreibung des Datenmaterials [PDF &ndash; 823 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>zu guter Letzt: In den Unterschichtswohnungen die Fernseher kaputtschlagen!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/27\/Martenstein\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen Stuttgart 21; Schattenbanksektor &ldquo;v&ouml;llig undurchsichtig&rdquo;; Arbeitsmarkt im Juni 2011; Wende im Fall Strauss-Kahn?; Sch&auml;uble plant Entlastung f&uuml;r Unternehmen; Basel-III-Eigenkapitalregeln: Deutsche Bank braucht Milliarden f&uuml;r Sicherheitspuffer; Streik in Gro&szlig;britannien; Millionenschaden f&uuml;r Bahn durch Kartellabsprachen; World Justice Report; Krankenkasse warnt: Bologna macht krank; NRW-SPD klagt doch nicht gegen Hartz IV; Marco<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9963\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9963","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9963"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9963\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9966,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9963\/revisions\/9966"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}