{"id":99703,"date":"2023-06-25T09:00:25","date_gmt":"2023-06-25T07:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703"},"modified":"2023-06-23T14:06:16","modified_gmt":"2023-06-23T12:06:16","slug":"hinweise-der-woche-313","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h01\">&bdquo;Kaufen Panzer, weil wir nicht geholfen haben, einen Krieg zu verhindern, der verhinderbar war&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h02\">Das Decoupling beginnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h03\">&bdquo;Diese Zeiten sind vorbei&ldquo; &ndash; wird Deutschland ein Entwicklungsland? Was daf&uuml;r spricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h04\">Die Bedeutung der Erzeugerpreise, die EZB und Professor Sinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h05\">Nord Stream und die deutsche Psyche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h06\">Das Elend in Syrien darf nicht vergessen gehen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h07\">75 Jahre Nakba &ndash; 75 Jahre pal&auml;stinensische Katastrophe von 1948<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h08\">Wirecard-Skandal: Der Schatten des Jan Marsalek (Teil 1)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h09\">Staatstrojaner: Blankoscheck f&uuml;r Geheimdienst-&Uuml;berwachung der Presse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99703#h10\">Bittere Bilanz zum Weltfl&uuml;chtlingstag<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Kaufen Panzer, weil wir nicht geholfen haben, einen Krieg zu verhindern, der verhinderbar war&ldquo;<\/strong><br>\nDer Westen, so der fr&uuml;here Hamburger B&uuml;rgermeister Klaus von Dohnanyi, trage eine Mitschuld am Krieg in der Ukraine. Mit dem russischen Pr&auml;sidenten Putin m&uuml;sse nun verhandelt werden &ndash; der internationale Haftbefehl gegen ihn sei deshalb unklug.<br>\nDer fr&uuml;here Hamburger B&uuml;rgermeister und ehemalige Bundesminister Klaus von Dohnanyi hat den Kurs der Bundesregierung und der SPD in der Ukraine-Krise scharf kritisiert. &bdquo;Ich halte die gegenw&auml;rtigen Priorit&auml;ten der Bundesregierung und des Westens f&uuml;r falsch&ldquo;, sagte der Sozialdemokrat der Deutschen Presse-Agentur in einem Interview zu seinem 95. Geburtstag am kommenden Freitag.<br>\n&bdquo;Die Priorit&auml;t m&uuml;sste sein, uns vor den Folgen des Klimawandels zu sch&uuml;tzen (&hellip;) Stattdessen kaufen wir Panzer f&uuml;r die Ukraine, weil wir nicht geholfen haben, einen Krieg zu verhindern, der verhinderbar war.&ldquo;<br>\nDer Klimawandel sei die wahre Bedrohung, &bdquo;nicht Putin&ldquo;, sagte von Dohnanyi, der als Staats- und Bundesminister in den sp&auml;ten 1960er und 70er Jahren unter den Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt gedient hat. Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin habe nie die Absicht gehabt, Europa anzugreifen. &bdquo;Er wollte nur die Ukraine nicht in der Nato und diese nicht an seiner Grenze haben. Dar&uuml;ber wollte er verhandeln, aber der Westen war dazu nicht bereit.&ldquo; Deshalb trage der Westen eine Mitverantwortung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article245917406\/Unbedacht-und-unklug-Von-Dohnanyi-kritisiert-Bundesregierung-fuer-Ukraine-Politik.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich bin zutiefst erstaunt. Klaus von Dohnanyi hat immer wieder hart wirtschaftsliberale Positionen vertreten (<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/von-dohnanyi-gegen-kurswechsel-in-der-wirtschafts-und-100.html\">u.a. f&uuml;r Hartz IV<\/a>), f&uuml;r mich ein konservativer Knochen, aber in Bezug auf den Ukrainekrieg <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/-markus-lanz---klaus-von-dohnanyi-aeussert-verstaendnis-fuer-wladimir-putin-31730574.html\">wirbt er f&uuml;r Verst&auml;ndnis f&uuml;r Putin<\/a> und kritisiert die westliche Politik mit pazifistischen Argumenten, weist sogar auf das Drama des Klimawandels hin und ist damit im Alter von 95 Jahren deutlich j&uuml;nger und moderner als ein Gro&szlig;teil der SPD: &bdquo;Eine SPD ohne eine erkl&auml;rte, h&ouml;rbare und offensive Friedenspolitik, ist keine SPD mehr&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Das Jahr der R&uuml;stungsindustrie<\/strong><br>\nDer R&uuml;stungskonzern Rheinmetall rechnet mit bald eingehenden Neuauftr&auml;gen in zweistelligem Milliardenwert und schlie&szlig;t f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre ein Umsatzwachstum von jeweils 20 bis 30 Prozent nicht aus. Dies hat Konzernchef Armin Papperger nach einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister mit F&uuml;hrungspersonal von mehr als 20 transatlantischen R&uuml;stungsfirmen best&auml;tigt. Bei den Auftr&auml;gen werde nicht 2022, das Jahr der Scholz&lsquo;schen &bdquo;Zeitenwende&ldquo;, sondern 2023 &bdquo;das beste Jahr ever&ldquo; werden, sagt Papperger voraus. Der Manager r&auml;umt offen ein, Rheinmetall verdanke sein immenses aktuelles Wachstum dem Ukraine-Krieg. Dabei kann die D&uuml;sseldorfer Waffenschmiede sogar ihre Produktpalette erweitern: Sie wird k&uuml;nftig Teile f&uuml;r den US-Kampfjet F-35 fertigen &ndash; ein Gegengesch&auml;ft f&uuml;r den Kauf von 35 Exemplaren des Flugzeugs durch die Bundesregierung, das die transatlantische R&uuml;stungsbasis weiter festigt. Um die R&uuml;stungsindustrie zur rascheren Ausweitung ihrer Munitions- und Waffenproduktion zu veranlassen, sind die NATO-Staaten um langfristige Abnahmegarantien bem&uuml;ht. Das B&uuml;ndnis erarbeitet dazu eigens einen ausf&uuml;hrlichen Defence Production Action Plan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9271\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Bombenstimmung bei H &amp; K<\/strong><br>\nAktion&auml;re von Waffenschmiede freuen sich bei Hauptversammlung &uuml;ber Mordsgesch&auml;fte. Kritiker beklagen Greenwashing und einen Nazi als Namenspatron.<br>\nBei Heckler &amp; Koch (H&amp;K) tagt man in standesgem&auml;&szlig;em Ambiente. Am Dienstag stieg bei Rottweil im S&uuml;den Baden-W&uuml;rttembergs die diesj&auml;hrige Hauptversammlung des deutschen Waffenherstellers &ndash; in der &raquo;Eventlocation Pulverfabrik&laquo;. Wo im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter bis zum Umfallen Ballerzeug und Fallschirme produzierten, trafen sich die Aktion&auml;re zum gro&szlig;en Halali nach erfolgreicher Renditejagd.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/453148.waffenschmiede-bombenstimmung-bei-h-k.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Decoupling beginnt<\/strong><br>\nNeue politisch-&ouml;konomische Ma&szlig;nahmen Deutschlands und der EU gegen China &uuml;berschatten die heutigen deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen. W&auml;hrend zahlreiche Minister der Bundes- und der Volksrepublik in Berlin zusammentreffen, um die bilaterale Kooperation zu st&auml;rken, arbeitet die Bundesregierung an einer Chinastrategie, die eine deutliche Versch&auml;rfung des Kurses gegen Beijing erwarten l&auml;sst. Wie gestern fr&uuml;h bekannt wurde, will das Bundesinnenministerium &bdquo;Anhaltspunkte&ldquo; gefunden haben, nach denen die Nutzung von Huawei-Technologie in den deutschen 5G-Netzen &bdquo;die &ouml;ffentliche Ordnung oder Sicherheit&ldquo; gef&auml;hrde; die Einstufung l&auml;uft auf ein Huawei-Verbot hinaus. Zudem wird berichtet, die EU-Kommission bereite eine neue Strategie zur &bdquo;Wirtschaftssicherheit&ldquo; vor; diese orientiere sich an einschl&auml;gigen US-Ma&szlig;nahmen und sehe etwa Export- und Investitionsverbote vor. Das Decoupling beginnt: Zu Monatsbeginn hat sich mit dem US-Venture Capital-Riesen Sequoia ein erster Konzern in ein westliches und ein chinesisches Unternehmen aufgeteilt. Weitere Konzerne denken dar&uuml;ber nach, ihr Chinagesch&auml;ft abzuspalten, darunter deutsche. Genannt werden VW und BASF.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9272\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Auf Messers Schneide: China und der Westen.<\/strong><br>\nDer Westen verh&auml;lt sich gegen&uuml;ber China wie nach den Minsk-Abkommen gegen&uuml;ber Russland: Man sucht den diplomatischen Austausch offenbar nur, um zu &uuml;bert&uuml;nchen, dass alle Wegweiser in Richtung Konfrontation gestellt werden. Mit einer gigantischen Hochr&uuml;stungspolitik bereiten sich derweil die USA und die NATO-Staaten mit zusammen &uuml;ber 1,1 Billionen Euro Milit&auml;rausgaben mit ihren pazifischen Verb&uuml;ndeten auf eine Eskalation vor. (&hellip;) Die diplomatische Charmeoffensive des Westens gegen&uuml;ber China scheint vor allem darauf aus, Zeit zu gewinnen f&uuml;r die Vorbereitung der Zuspitzung der Konfrontation. Nur so ist die Debatte im EU-Rat um das elfte Sanktionspaket gegen Russland zu verstehen, wo erstmals auch chinesische Firmen gelistet werden sollen. Hier werden die Voraussetzungen f&uuml;r sogenannte Sekund&auml;rsanktionen, die Dritte treffen, und einen totalen Wirtschaftskrieg geschaffen. Die internen Diskussionen lesen sich wie ein Protokoll der Angst der EU vor einer Sanktionsspirale. Ziel ist offenbar, China zu treffen, ohne unvorbereitet allzu deutliche Gegenma&szlig;nahmen in Kauf nehmen zu m&uuml;ssen. Deshalb setzen die USA insbesondere darauf, die EU und Deutschland nach vorn zu schieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/453048.auf-messers-schneide.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Transatlantisch fixiert: Chinapolitik der BRD.<\/strong><br>\nDie Bundesregierung lehne &raquo;alle einseitigen Versuche&laquo;, den Status Taiwans &raquo;mit Gewalt oder Zwang zu ver&auml;ndern&laquo;, entschieden ab, dozierte Olaf Scholz vor dem Parlament. Nun, wer gerade dabei ist, den Status Taiwans zu ver&auml;ndern, das ist der Westen, der die chinesische Insel entgegen geltendem internationalen Recht immer mehr so behandelt, als w&auml;re sie ein souver&auml;ner Staat. Das US-Handelsabkommen mit Taipeh, das das Repr&auml;sentantenhaus soeben gebilligt hat, &uuml;berschreitet weitere Grenzen. Und was ist es anderes als Zwang und Gewalt, wenn der Westen dies mit stetigen Patrouillen vor der chinesischen K&uuml;ste, mit dem Bau neuer Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte und allerlei weiteren Drohungen gegen Beijing absichert? Aber egal: In Zeiten des Kampfes kommt es nicht auf logische Stringenz, sondern auf gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Lautst&auml;rke des Kriegsgeschreis an. Nat&uuml;rlich auch in Berlin. Anlass f&uuml;r Scholz&rsquo; &Auml;u&szlig;erung war die Europareise des chinesischen Ministerpr&auml;sidenten Li Qiang, der zu Wochenbeginn zun&auml;chst Berlin besucht hatte, bevor er nach M&uuml;nchen und dann nach Paris weiterflog. Sie hat die Unterschiede zwischen der deutschen und der franz&ouml;sischen Chinapolitik recht klar hervortreten lassen. Was Deutschland betrifft: Sein Chinagesch&auml;ft ist bedeutend, weshalb Berlin es so wenig wie m&ouml;glich sch&auml;digen will. Dumm freilich, dass sein noch bedeutenderer Wirtschaftspartner, die USA, mit aller Macht Chinas Aufstieg bremsen m&ouml;chte und in Berlin Druck macht. Entsprechend laviert die Bundesregierung; w&auml;hrend Scholz bei Lis Deutschlandbesuch noch bem&uuml;ht war, sich verbal vom US-Decoupling abzugrenzen, zeichneten sich neue Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Exporte und Investitionen in China bereits ab. Und, mal ehrlich: W&auml;re es machtpolitisch nicht auch g&uuml;nstig f&uuml;r die Herrschenden in der Bundesrepublik, wenn Beijing global wieder in die zweite Liga verbannt w&uuml;rde? Paris geht zur Zeit anders vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/453308.transatlantisch-fixiert.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Zehn Milliarden Euro mehr: Intel-Werk in Magdeburg will h&ouml;here Subventionshilfen<\/strong><br>\nDer amerikanische Chiphersteller Intel rechnet f&uuml;r sein geplantes Werk in Magdeburg mit deutlich h&ouml;heren Kosten. Wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfuhr, plant der US-Konzern inzwischen mit einer Investitionssumme von 27 Milliarden Euro. Das sind zehn Milliarden Euro mehr als zum Projektstart Anfang 2021.<br>\nIntel erh&ouml;ht damit den Druck auf die Bundesregierung. Der Chipproduzent verhandelt seit Monaten mit dem Bundeswirtschaftsministerium &uuml;ber eine Ausweitung der Investitionshilfen f&uuml;r das Werk in Magdeburg. 6,8 Milliarden Euro waren bislang zugesagt, inzwischen fordere Intel rund zehn Milliarden Euro, hei&szlig;t es in den Kreisen.<br>\nDie Forderung spaltet die Bundesregierung. Laut beteiligten Regierungsvertretern h&auml;tten Wirtschaftsministerium und Kanzleramt signalisiert, dass sie bereit seien, Intel h&ouml;here Subventionen zu zahlen. Das Bundesfinanzministerium hingegen beharre weiter darauf, die staatlichen Hilfen nicht zu erh&ouml;hen.<br>\nDer Fall Intel ist beispielhaft f&uuml;r die Debatte, wie Deutschland unabh&auml;ngiger vom Ausland wird. Dabei geht es vor allem darum, wie stark die Politik mithilfe von Subventionen versuchen sollte, ausl&auml;ndische Konzerne dazu zu bringen, ihre Industriefabriken in Deutschland zu bauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/zehn-milliarden-euro-mehr-intel-werk-in-magdeburg-will-hohere-subventionshilfen-9909395.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Subventionen widersprechen dem Kerngedanken einer Marktwirtschaft bzw. dem Kapitalismus. Eine Investition lohnt sich oder sie lohnt sich nicht. Als Belohnung winkt dem Unternehmer ein h&ouml;herer Unternehmenslohn bzw. Gewinn. Mit Intel wird ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen unterst&uuml;tzt, das hohe Gewinne erzielt &ndash; zuletzt 8 Milliarden Euro &ndash; und die Investitionen selbst stemmen kann. Letztlich findet hier eine Umverteilung &uuml;ber Steuermittel statt. Der Staat an sich besitzt kein Geld, kann es drucken oder sich von den Steuerzahlern holen. Die ARD-Sendung Plusminus errechnete k&uuml;rzlich, dass ein Intel-Arbeitsplatz in Magdeburg den Steuerzahler rund 3,3 Millionen Euro koste.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Diese Zeiten sind vorbei&ldquo; &ndash; wird Deutschland ein Entwicklungsland? Was daf&uuml;r spricht<\/strong><br>\nDie Produktivit&auml;t in Deutschland sinkt. Trotzdem investieren Staat und Unternehmen nicht. Ist der Schaden reparabel, oder folgt der Abstieg? Experten sind sich &uuml;berraschend einig.<br>\nDie Bev&ouml;lkerung ist von der Wirtschaftskrise stark belastet. W&auml;hrend der Corona-Pandemie mussten zahlreiche Menschen auf Einnahmen verzichten, nun zehrt die Inflation an den Einkommen und wegen der sogenannten Heizungswende bef&uuml;rchten viele zus&auml;tzlichen erheblichen Mehrkosten ausgesetzt zu werden.<br>\nBereits jetzt steckt die deutsche Wirtschaft in der Rezession, und auch mittelfristig prognostiziert der Internationale W&auml;hrungsfonds ein Wachstum, das gerade so an der Stagnation kratzt. Der britische Finanzanalyst Michael Every warnte in einem Interview mit der Berliner Zeitung bereits davor, dass sich Deutschland wegen der vielen wirtschaftspolitischen Fehler, die in den letzten Jahren gemacht wurden, zu einem Entwicklungsland entwickeln werde. Wie stark zugespitzt ist seine These?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/wird-deutschland-ein-entwicklungsland-warum-wir-trotz-ueberstunden-aermer-werden-li.359521\">Simon Zeise auf Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Deutsche Wirtschaft schrumpft in diesem Jahr um 0,5 Prozent, 2024 Wachstum um 1,2 Prozent<\/strong><br>\nEine nur langsame Erholung nach der Winterrezession f&uuml;hrt dazu, dass die deutsche Wirtschaft auch im Gesamtjahr 2023 leicht schrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinkt im Jahresdurchschnitt um 0,5 Prozent. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt stabil. Im kommenden Jahr gewinnt die Konjunktur dann wieder etwas st&auml;rker an Fahrt, das BIP d&uuml;rfte um durchschnittlich 1,2 Prozent zulegen. Das ergibt die neue Konjunkturprognose des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Arbeitslosenquote steigt im Durchschnitt diesen Jahres leicht auf 5,5 Prozent und bleibt 2024 auf diesem Niveau. Das entspricht knapp 2,6 Millionen Menschen ohne Job &ndash; 150.000 mehr als 2022. Die Inflationsrate wird im Jahresdurchschnitt 2023 noch hohe 5,3 Prozent betragen, im Jahresverlauf verringert sich der Preisauftrieb aber. 2024 d&uuml;rfte die Teuerungsrate mit 2,4 Prozent wieder relativ nahe am Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) liegen.<br>\nGegen&uuml;ber seiner vorherigen Prognose vom M&auml;rz senkt das IMK seine Erwartung zur BIP-Entwicklung f&uuml;r 2023 um 0,5 Prozentpunkte ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-deutsche-wirtschaft-schrumpft-in-diesem-jahr-50254.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Bedeutung der Erzeugerpreise, die EZB und Professor Sinn<\/strong><br>\nWie schnell sich manchmal die Zeiten doch &auml;ndern. Vor einem halben Jahr waren die Erzeugerpreise f&uuml;r gewerbliche Produkte in aller Munde, weil man an diesen Preisen sehr zuverl&auml;ssig ablesen kann, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln werden. Professor Sinn hat das bei seiner Weihnachtsvorlesung 2022, die laut YouTube &uuml;ber eine Million Mal angeklickt worden ist, sehr anschaulich erkl&auml;rt (um die Minute 10). Auf dem H&ouml;hepunkt des Preisschocks waren die Erzeugerpreise um &uuml;ber 40 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat gestiegen und Herr Sinn erwartete, dass davon etwa ein Drittel bei den Verbraucherpreisen ankommen werde.<br>\nIm April war bei diesen Preisen in der EWU noch ein Zuwachs von einem Prozent festgestellt worden (wie hier beschrieben). Jetzt meldet das Statistische Bundesamt, dass im Mai auch in Deutschland nur noch ein Prozent Zuwachs gegen&uuml;ber dem Vorjahr zu Buche steht und diese Preise gegen&uuml;ber den Vormonaten absolut fallen. Die Abbildung zeigt, dass nicht nur die Erzeugerpreise f&uuml;r gewerbliche Produkte, sondern auch einige andere wichtige Indizes inzwischen unter dem Ziel der EZB von 2 Prozent liegen bzw. die Vorjahresraten bereits negativ geworden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/06\/21\/die-bedeutung-der-erzeugerpreise-die-ezb-und-professor-sinn\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nord Stream und die deutsche Psyche<\/strong><br>\nDie Terroranschl&auml;ge auf die Nord Stream-Pipelines sind die erste gr&ouml;&szlig;ere Zerst&ouml;rung deutscher Infrastruktur seit den britisch-amerikanischen Bombardements deutscher St&auml;dte im Zweiten Weltkrieg. Der folgende Beitrag argumentiert, dass die damalige traumatisierende Pr&auml;gung des (west-)deutschen Verh&auml;ltnisses zu den USA nie &uuml;berwunden wurde und dass diese Pr&auml;gung erkl&auml;rt, warum die Bundesregierung kaum Interesse an einer Aufkl&auml;rung des Angriffs auf die eigene Energieversorgung zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/nord-stream-und-die-deutsche-psyche\">multipolar<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Bericht: Nord Stream 2 offenbar durch kleine Sprengladung besch&auml;digt<\/strong><br>\nBisher gingen Experten von gro&szlig;en Explosionen aus. Nun legen Recherche nahe, dass der Schaden an der Pipeline Nord Stream 2 eher gering ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/bericht-nord-stream-2-pipeline-anschlag-nur-durch-kleine-sprengladung-beschaedigt-li.361301\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Das ist doch nur noch l&auml;cherlich: Jetzt wird die Sprengladung dem Segelboot angepasst, damit es die Ukrainer und nicht die Amis waren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Elend in Syrien darf nicht vergessen gehen!<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngste Bericht des &laquo;Hohen UN-Fl&uuml;chtlingskommissariats&raquo; UNHCR h&auml;lt den M&auml;chtigen der Welt den Spiegel vor. 110 Millionen Menschen waren im Jahr 2022 auf der Flucht, Tendenz steigend. 70 Prozent von ihnen leben als Inlandsvertriebene im eigenen Land, auf der Flucht vor Krieg, Naturkatastrophen oder anderer Verfolgung. Die Fl&uuml;chtlinge aus Syrien gelten laut UNHCR mit 6,5 Millionen weiterhin als die gr&ouml;&szlig;te Gruppe unter den Fl&uuml;chtlingen, gefolgt von jeweils 5,7 Millionen aus der Ukraine und aus Afghanistan.<br>\nIm Jahr 2000 lag die Zahl der Fl&uuml;chtlinge laut UNHCR bei 38,08 Millionen, doch schon ein Jahr sp&auml;ter z&auml;hlte das Fl&uuml;chtlingskommissariat mehr als 40 Millionen. Der von den USA erkl&auml;rte Krieg gegen den Terror, der seit dem 11. September 2001 bis heute viele L&auml;nder nicht zur Ruhe kommen l&auml;sst, tr&auml;gt nach den Dokumentationen des Watson-Instituts (Brown University, Rhode Island) erheblich zu Flucht und Vertreibung der Menschen bei. In einem im Mai 2023 ver&ouml;ffentlichten Bericht werden besonders Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen, Libyen und Somalia hervorgehoben, aus denen die gr&ouml;&szlig;te Zahl von Fl&uuml;chtlingen stammt.<br>\nUnter dem Titel &bdquo;Wie der Tod den Krieg &uuml;berlebt&ldquo; beschreibt das Institut, dass allein in den genannten L&auml;ndern seit September 2001 mindestens 4,5 Millionen Menschen an den Folgen der US-gef&uuml;hrten Kriege starben. Durch zerst&ouml;rte &Ouml;konomien, zerst&ouml;rte Lebensgrundlagen, zerst&ouml;rte medizinische Einrichtungen, Umweltverschmutzung, anhaltendes Traum und Gewalt. Mehr als 7,6 Millionen Kinder unter f&uuml;nf Jahren gelten nur in diesen L&auml;ndern als mangelern&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/das-elend-in-syrien-darf-nicht-vergessen-gehen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>75 Jahre Nakba &ndash; 75 Jahre pal&auml;stinensische Katastrophe von 1948 <\/strong><br>\nPal&auml;stinenser fordern: Wir wollen unsere Freiheit, und wir wollen sie JETZT<br>\n&Uuml;berall in Europa, ja praktisch &uuml;berall im Westen, nimmt man zuerst und vor allem Israel wahr. Israels 75j&auml;hriges Bestehen wird gro&szlig; gefeiert. Viele dr&uuml;cken ihre wahre Begeisterung f&uuml;r diesen Staat aus und bekunden ihm ihre ungebrochene Solidarit&auml;t. Deutschland zeichnet sich dabei besonders aus. Die Pal&auml;stinenser vergisst man dagegen fast immer. Man &uuml;bersieht sie gerne, weil sie die ausgezeichneten Beziehungen zu Israel nur st&ouml;ren w&uuml;rden.<br>\nWas aber ist diese Nakba, die pal&auml;stinensische Katastrophe von 1948?<br>\nIn den Worten von Constantin Zurayk, der schon im August 1948 sein wichtiges kleines B&uuml;chlein, Die Bedeutung der Katastrophe, ver&ouml;ffentlichte, konstituiert die Proklamation des Staates Israel auf dem Land des historischen Pal&auml;stina &bdquo;eine Katastrophe (Nakba) im vollsten Sinne des Wortes&ldquo;. Was man den Pal&auml;stinensern 1948 angetan hat, indem man ihnen ihr Land weggenommen und es Zuwanderern und Siedlern gegeben hat, damit diese dort ihren eigenen Staat errichten, das ist die Katastrophe. In anderen Worten, die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes f&uuml;r die Pal&auml;stinenser und ihre Vertreibung machen die Katastrophe aus&hellip;<br>\nMasafer Yatta im S&uuml;den des Westjordanlandes,  Scheich Jarrah und Silwan in Jerusalem, zahllose pal&auml;stinensische D&ouml;rfer und Weiler im Jordantal und derzeit vor allem Jenin und Nablus im Norden der Westbank &hellip;. eine lange Liste mit Orten, an denen bis heute Gewalt gegen Pal&auml;stinenser ausge&uuml;bt wird und die Menschen aus ihren H&auml;usern und Wohnorten vertrieben werden. Wir m&uuml;ssen deshalb die Nakba (die Katastrophe f&uuml;r die Pal&auml;stinenser) als ununterbrochenen Prozess sehen und sie entsprechend analysieren&hellip;<br>\nNeue israelische Ultra-Rechtsregierung versch&auml;rft Repressionen<br>\nZuletzt m&uuml;ssen wir die Gewaltserie seitens der israelischen Regierung unter Netanyahu mit den rassistischen Extremisten Itamar Ben Gvir und Bezalel Smotrich, aber eben auch dem Verteidigungsminister Yoav Gallant (besser Kriegsminister, wie weltweit wohl alle Verteidigungsminister umbenannt werden sollten!) analysieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/international.or.at\/75-jahre-nakba-75-jahre-palaestinensische-katastrophe-von-1948-palaestinenser-fordern-wir-wollen-unsere-freiheit-und-wir-wollen-sie-jetzt\/\">International<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirecard-Skandal: Der Schatten des Jan Marsalek (Teil 1)<\/strong><br>\nEr steht auf der Fahndungsliste von Interpol und war bei &bdquo;Aktenzeichen XY&hellip; Ungel&ouml;st&ldquo; im ZDF zu sehen. Am M&uuml;nchener Flughafen hing sein Fahndungsplakat gleich an der Passkontrolle. Politik und Sicherheitsbeh&ouml;rden vollziehen das Kunstst&uuml;ck, fieberhafte Suche nach einem Mann vorzut&auml;uschen, den sie auf gar keinen Fall in Deutschland wiederhaben wollen: Jan Marsalek, den fr&uuml;heren Chief Operating Officer und Asien-Vorstand des Zahlungsdienstleisters Wirecard AG, der im Zuge der Wirecard-Milliardenpleite vor drei Jahren am 19. Juni 2020 unbehelligt Deutschland verlie&szlig;.<br>\nJan Marsalek ist eine schillernde Figur: Er ist ein Enkel von Hans Marsalek, eines antifaschistischen Widerstandsk&auml;mpfers und KZ-&Uuml;berlebenden, der nach dem Krieg in &Ouml;sterreich Polizist wurde. Jan Marsalek brach hingegen die Schule ab, lernte Programmieren, stieg fr&uuml;h zum Vorstand eines sp&auml;teren DAX-Konzerns auf und umgab sich mit Geheimdiensten aus Ost und West. (&hellip;)<br>\nIch bin mittlerweile &uuml;berzeugt: Jan Marsalek war ein Strohmann &ndash; auch unserer Sicherheitsbeh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/fabio-de-masi-zum-wirecard-skandal-der-schatten-des-jan-marsalek-teil-1-li.359251\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Staatstrojaner: Blankoscheck f&uuml;r Geheimdienst-&Uuml;berwachung der Presse<\/strong><br>\nEin geplantes Medienfreiheitsgesetz der EU sollte Journalist:innen vor &Uuml;berwachung sch&uuml;tzen. Doch Europas Regierungen planen eine Blankoausnahme f&uuml;r &bdquo;nationale Sicherheit&ldquo;, die den Vorschlag praktisch aush&ouml;hlen w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\nDer Rat der EU-Staaten will die Schutzbestimmungen f&uuml;r Journalist:innen durch eine generelle Ausnahme f&uuml;r die &bdquo;nationale Sicherheit&ldquo; aushebeln. Das geht aus einem Textentwurf der schwedischen Ratspr&auml;sidentschaft vom 7. Juni hervor, den wir durch eine Informationsfreiheitsanfrage erhielten und im Volltext ver&ouml;ffentlichen. Der Rat geht damit &uuml;ber fr&uuml;here Vorschl&auml;ge zur Verw&auml;sserung des Textes hinaus, &uuml;ber die wir zuvor berichteten.<br>\nSchon der urspr&uuml;ngliche Vorschlag der Kommission sah vor, dass der Staatstrojaner-Einsatz &bdquo;im Einzelfall&ldquo; aus Gr&uuml;nden der nationalen Sicherheit gerechtfertigt sein soll. Aus dem Einzelfall soll nun eine Blanko-Erlaubnis werden, die nicht nur das Trojaner-Verbot aufweicht, sondern auch das generelle Verbot der &Uuml;berwachung von Journalist:innen zur Ermittlung ihrer Quellen aushebelt. Au&szlig;erdem schw&auml;cht die Ausnahme das Recht, eine Beschwerde bei einer unabh&auml;ngigen Beh&ouml;rde einzureichen, wie es der urspr&uuml;ngliche Vorschlag vorgesehen h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/staatstrojaner-blankoscheck-fuer-geheimdienst-ueberwachung-der-presse\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bittere Bilanz zum Weltfl&uuml;chtlingstag<\/strong><br>\nDie Bilanz zum Weltfl&uuml;chtlingstag am 20. Juni ist auch aus deutscher Sicht bitter<br>\n110 Millionen Gefl&uuml;chtete z&auml;hlt der UNHCR f&uuml;r Ende 2022. 70% sind Frauen und Kinder. Doch zwischen Fl&uuml;chtlingsgipfeln und Weltfl&uuml;chtlingstag im Fr&uuml;hjahr 2023 versinkt das Recht auf Schutz Fl&uuml;chtender mit Hunderten von ihnen im Mittelmeer. Gleichzeitig versteckt Deutschland hinter mehr als 2 Millionen bereits Aufgenommenen, dass es von einer Belastungsgrenze im globalen Kontext weit entfernt ist, und will nicht wahrhaben, dass die ausl&auml;nderrechtliche Abschreckungspraxis Integration systematisch behindert. Im Osten geschieht dies doppelt so h&auml;ufig wie im Westen. K&ouml;nnen wir wirklich nicht mehr tun?<br>\nSeit mehr als 10 Jahren muss der UNHCR, das Fl&uuml;chtlingskommissariat der Vereinten Nationen, allj&auml;hrlich eine neue Rekordzahl melden, so auch in diesem Jahr: 108,4 Millionen Gefl&uuml;chtete, Vertriebene und Schutzbed&uuml;rftige sind zu beklagen; die Ursachen liegen seit Langem auf der Hand und werden jedes Jahr aufs Neue aufgez&auml;hlt: Kriege, Verfolgung, Unterdr&uuml;ckung, Landraub, Klimawandel, Verlust der Lebensgrundlagen &ndash; eine bittere Bilanz in einer Welt der Nationen, in einer Welt der Globalisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/websie.art.blog\/2023\/06\/20\/bittere-bilanz-zum-weltfluchtlingstag\/\">Educasa Blog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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