Hier finden Sie einen Überblick über interessante Beiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)
Bitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschließlich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte stoßen, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund dafür: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachträglich eingeschränkt oder/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.
Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:
- Adam Riese und die Rente
- Armut bekämpfen statt vergrößern!
- Neue Studie zeigt, wie Sparpakete dazu führen, dass Staatsschulden erst recht steigen
- Rubio in Ungarn und Slowakei: Amerikas Griff nach Europas Energieversorgung
- Wang Yi: Deutschland soll treibende Kraft für chinesisch-europäische Zusammenarbeit werden
- Flucht von Exminister verhindert
- Deserteure im Krieg – Millionen Soldaten fehlen der Ukraine an der Front – die Gründe
- Der Weg zur Bombe (III)
- Deutschland vor der Pleite: Trotz maroder Dienststellen fließen Milliarden in die Rüstung
- Ratatatatatatatatatatata – keine Sorge, das ist nur eine Übung
- Thomas Röwekamp will Soldaten notfalls zu Litauen-Einsatz verpflichten
- Mit einem manipulierten Video diskreditiert
- Hype um KI: Wie viel Stunden Arbeitszeit spart KI im Büroalltag?
- Klerikaler Geldsegen
- Jeder macht das Spiel mit
Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.
- Adam Riese und die Rente
Immer weniger Junge, immer mehr Alte – kollabiert die Rente zwangsläufig? Ein Blick auf die Zahlen und einen oft übersehenen Faktor stellt gängige Gewissheiten infrage.
Das zentrale Argument in der deutschen Debatte zur Altersvorsorge ist keine Aussage, sondern eine immer wiederkehrende Frage: Wie soll das mit der gesetzlichen Rente gehen, wenn künftig immer weniger Jüngere für immer mehr Ältere die Rente finanzieren sollen? Sie wird in den Raum gestellt und regelmäßig nicht beantwortet. Denn es spüre doch jeder intuitiv, dass das gar nicht gehen kann, und manche fügen hinzu, das könne man nach Adam Riese ausrechnen. Ende aus die Maus; da müsse man nicht länger darüber nachdenken.
Ja, es scheint plausibel, dass die Last, die Alten mit versorgen zu müssen, die Jungen irgendwann erschlagen muss. In diesem Szenario schießen die Beiträge in den Himmel, es bleibt vom Brutto ein zu kleines Netto – oder schlimmer noch: die Wirtschaft bricht zusammen, weil es nicht mehr genügend Arbeitskräfte gibt. Die Einkommen schmelzen für alle dahin – nicht nur für die Rentner. (…)
Grundlage ist ein gutes Bildungssystem. Innovationen (darunter auch kluge Anwendungen der KI), verbesserte Abläufe in Wirtschaft und Verwaltung (Abbau von überflüssigen Doppelstrukturen), eine moderne und zuverlässige Infrastruktur – all dies bringt die Produktivität voran. Hierauf sollten wir unsere Kräfte konzentrieren.
Und wenn jemand in einer Talkshow mit diesem einfachen Modell einer Volkswirtschaft mit dem Altenquotient argumentiert, dann rechnen Sie bitte nach Adam Riese nach: Solange der Anstieg der Produktivität den Rückgang an Erwerbstätigen kompensiert, steigen im Umlagesystem die Einkommen und die Renten.
Quelle: Rolf Schmachtenberg auf Makroskop
dazu: 60 zu 40 statt 50 zu 50: Linke fordern höheren Arbeitgeberanteil für die Rente
In der Regel zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte der Sozialbeiträge. Das soll sich ändern, fordert die Linke auf Basis eines Gutachtens aus dem Bundestag. Die Frage ist, was das mit der Lohnentwicklung machen würde.
Arbeitgeber sollten aus Sicht der Linken mehr in die Rentenversicherung einzahlen als Arbeitnehmer. Der Arbeitgeberanteil solle von heute 50 Prozent schrittweise auf 60 Prozent des fälligen Rentenbeitrags angehoben werden, heißt es in einem Papier, das von der Partei verschickt wurde.
Bisher übernehmen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Regel jeweils die Hälfte des Beitragssatzes von derzeit 18,6 Prozent des Bruttolohns. Um auf ein auskömmliches Rentenniveau zu kommen, sollen Arbeitnehmer aber zusätzlich privat vorsorgen. Die Linke sieht sie deshalb einseitig belastet.
Quelle 1: n-tv
Quelle 2: Ihre Vorsorge
dazu auch: Junge Union will höheren Beitrag für Kinderlose
Die Junge Union macht einen neuen Vorstoß für eine Reform des Rentensystems. In einem Antrag für den CDU-Parteitag stellt sie umfangreiche Forderungen. […]
- Koppelung an die Lebenserwartung: Das Renteneintrittsalter soll ab 2031 nach einer „3:1-Regel“ an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Damit würde sich das Renteneintrittsalter voraussichtlich alle zehn Jahre um ein halbes Jahr erhöhen.
- Abschaffung der „Rente mit 63“: Diese soll bis auf „klar definierte Härtefälle“ gestrichen werden. Nähere Angaben zu diesen Härtefällen macht der Antrag nicht.
- Anreize für Frühverrentung verringern: Die bisherigen Abschläge für langjährig Versicherte (35 Beitragsjahre) bei vorzeitigem Rentenbeginn sollen von 0,3 Prozent pro Monat auf 0,6 Prozent pro Monat steigen.
- Inflationsanpassung: Renten sollen künftig an die Preisentwicklung statt an die Lohnentwicklung angepasst werden. Tendenziell dürfte dies in Zukunft zu geringeren Steigerungen führen, da Lohnerhöhungen oft über der Inflationsrate liegen.
Besonders brisant dürfte jedoch die Forderung sein, Eltern und Kinderlose unterschiedlich zu behandeln. Es sollen nicht mehr alle den gleichen Beitrag in die Rentenversicherung einzahlen; stattdessen soll es einen Zuschlag geben. Wer keine Kinder oder nur ein Kind hat, müsste demnach mehr zahlen.
Quelle: Focus Online
Anmerkung unseres Lesers F.K.: Es wird immer bizarrer, denn jetzt sind kinderlose Einzahler zur Abwechslung mal dran.
und: Bis zum Frühjahr könnte Empfehlung vorliegen: Rentenkommission will offenbar über Rente mit 70 beraten
Wie das genau aussehen kann, wenn wir bis 70 arbeiten – darüber diskutiert die Rentenkommission demnächst. Im Gespräch ist wohl auch eine „großzügige“ finanzielle Belohnung für alle, die noch länger arbeiten wollen.
Quelle: Tagesspiegel
- Armut bekämpfen statt vergrößern!
Nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes waren 2025 rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland akut von Armut bedroht – 16,1 Prozent der Bevölkerung. Das waren 1,4 Millionen Menschen mehr als 2023. Ihr Einkommen lag unter 1.446 Euro im Monat als Single oder 3.036 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Das sind weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens. Vor allem die Altersarmut wird weiter zunehmen. Und die Reichen werden immer reicher.
Unternehmerverbände und Neoliberale in Wissenschaft und Medien fordern „Reformen“, die die Lage der Armen und ihrer Kinder noch verschlechtern würden. Es ist Klassenkampf von oben. Löhne wollen sie bremsen, Streiks einschränken. Die soziale Sicherung soll nicht besser, sondern billiger werden: Kürzungen bei der Rente, keine Lohnfortzahlung an den ersten Krankheitstagen, Zahnbehandlung selbst bezahlen, jeden Job annehmen statt Qualifizierung, weniger Arbeitsschutz, Arbeiten bis zu 13 Stunden am Tag. Reiche und Unternehmen dagegen freuen sich auf weitere Steuersenkungen.
Quelle: ver.di Wirtschaftspolitik
dazu auch: Nicht gezahlte Mindestlöhne: Der Sozialbetrug der Arbeitgeber
Tausende Unternehmen betrügen beim Mindestlohn – zum Schaden von Arbeitnehmern und Sozialkassen. Doch die CDU/CSU ist auf diesem Auge blind.
Es ist ein Sozialbetrug mit immensem Ausmaß: Über 6.000 Verfahren hat der Zoll im letzten Jahr eingeleitet, weil seinen Fahndern bei Kontrollen der Verdacht kam, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten den Mindestlohn vorenthalten. Die Zahl, die jetzt durch eine Bundestagsanfrage der Linken publik wurde, wäre noch um ein Vielfaches höher, wenn der Zoll mehr Personal hätte und mehr Betriebe prüfen könnte. Verschiedene Befragungen legen nahe, dass Arbeitgeber das Mindestlohngesetz in Wirklichkeit millionenfach brechen.
Quelle: taz
- Neue Studie zeigt, wie Sparpakete dazu führen, dass Staatsschulden erst recht steigen
Wenn Staaten ihre Budgets konsolidieren, ist das ein zweischneidiges Schwert. Es gilt, den richtigen Zeitpunkt gut auszuwählen. Wie sieht es in Österreich aus?
Die Budgetdefizite müssen runter. Das gilt nach den finanziellen Eskapaden der Energiekrise und vor allem der Corona-Ära nicht nur für Österreich, sondern für die ganze EU. Überall in der Union wird gespart. In Österreich soll heuer rund 1,7 Prozent weniger ausgegeben werden, als es ohne Konsolidierung der Fall wäre. Die Folgen dieser Politik kommen bei jeder und jedem Einzelnen an: ob man nun keinen Klimabonus mehr bekommt oder mehr Geld für das Wiener Öffi-Jahresticket hinlegen muss.
Quelle: der Standard
dazu auch: DIW-Präsident erwartet Anhebung der Mehrwertsteuer auf 21 Prozent
Laut Ökonom Marcel Fratzscher dürfte die schwarz-rote Koalition das Haushaltsproblem über die Mehrwertsteuer lösen. Für mehr Wachstum fordert er das Ende der Minijobs.
Quelle: Zeit Online
Anmerkung unseres Lesers F.K.: Dann wird ja fast alles noch teurer, das wird Rentner und Erwerbslose besonders erfreuen.
- Rubio in Ungarn und Slowakei: Amerikas Griff nach Europas Energieversorgung
Atomdeals in Bratislava, Sanktionsausnahmen in Budapest, Eigentümerwechsel in Serbien, neue Korridore. Washington greift weltweit nach Europas Energie-Arterien.
Die Reise von US-Außenminister Marco Rubio nach Bratislava und Budapest reiht sich in ein größeres Muster ein. Washington positioniert sich systematisch an den zentralen Eintrittspunkten europäischer Energieversorgung – über Handelsabkommen und Lieferverträge, aber auch über Sanktionsregime, Lizenzierungsverfahren und direkte Übernahmeversuche kritischer Infrastruktur.
Quelle: Berliner Zeitung
Anmerkung unserer Leserin S.B.: Falls die NS-Pipelines an die USA gehen, könnte es auch sein, dass die USA in Russland Gas kauft, unterwegs der US-Stempel draufkommt, und das dann als USA-Gas an uns verkauft wird. Mit einem kleinen Aufschlag – versteht sich. Vieles ist möglich.
- Wang Yi: Deutschland soll treibende Kraft für chinesisch-europäische Zusammenarbeit werden
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat Deutschland am Samstag dazu aufgerufen, eine treibende Kraft für die pragmatische Zusammenarbeit zwischen China und Europa sowie ein „Anker der Stabilität“ in den strategischen Beziehungen zwischen den beiden Seiten zu werden.
Wang, der zugleich Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas ist, äußerte dies bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. (…)
Wang verwies zudem auf die weitreichenden gemeinsamen Interessen und komplementären Vorteile beider Staaten. Der Ausbau der Zusammenarbeit sei eine strategische Entscheidung, die auf den praktischen Bedürfnissen beider Länder basiert. Chinas Engagement für eine Öffnung nach außen auf hoher Ebene werde deutschen Unternehmen enorme Investitions- und Geschäftsmöglichkeiten bieten. China hoffe, dass Deutschland auch ein faireres und gerechteres Geschäftsumfeld für chinesische Unternehmen schaffen könne.
Quelle: CRI online
Anmerkung Christian Reimann: Setzt sich die Bundesregierung nun z.B. auch für den Einsatz von Huawei und ZTE im EUropäischen Mobilfunknetz ein? Bitte lesen Sie dazu auch Huawei und ZTE aus Netzen verbannen mit einer Anmerkung.
- Flucht von Exminister verhindert
In der Ukraine haben die Ermittlungen wegen Korruption im engsten Umfeld von Präsident Wolodimir Selenskij zu einer neuen Festnahme geführt. In der Nacht zum Sonntag holten Grenzbeamte den früheren Energie- und Justizminister German Galuschtschenko am Übergang Jagodin aus dem Zug von Kiew nach Warschau. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Antikorruptionsbehörde NABU vor. Unter seiner Verantwortung soll ein Personenkreis um den »Kassenwart Selenskijs«, Timur Minditsch, über Jahre von Lieferanten ukrainischer Kernkraftwerke sogenannte Kickbackzahlungen von zehn Prozent der Vertragssumme erpresst haben, wenn sie den Zuschlag bekommen wollten. Galuschtschenko soll dabei auch persönlich profitiert haben.
Quelle: Reinhard Lauterbach in junge Welt
Anmerkung Christian Reimann: Zufall oder nicht? Oftmals wenn die US-Regierung an den ukrainischen Machthaber Erwartungen hat und diese nicht schnell genug erfüllt werden, kommen insbesondere Ermittlungen der NABU zum Vorschein. Mehr über NABU und SAPO ist u.a. hier zu erfahren.
- Deserteure im Krieg – Millionen Soldaten fehlen der Ukraine an der Front – die Gründe
Seit bald vier Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg. Eine der grössten Herausforderungen wird dabei immer offensichtlicher: Die ukrainische Armee hat schlicht zu wenig Personal an der Front. Viele desertieren, andere entziehen sich der Mobilisierung und bleiben dem Militärdienst fern. SRF-Osteuropa-Korrespondentin Judith Huber erklärt, wie gross das Ausmass ist, warum Soldaten desertieren und was das für den Kriegsverlauf bedeutet.
Quelle: SRF
- Der Weg zur Bombe (III)
Bundeskanzler Friedrich Merz dringt auf erste konkrete Schritte zum Aufbau eines europäischen Nuklearschirms noch in diesem Jahr. Dazu habe man bereits vertrauliche Gespräche mit Frankreich eingeleitet, teilt Merz in einem Namensbeitrag in der US-Zeitschrift Foreign Affairs mit. Frankreich hatte zuvor eine enge Kooperation seiner Atomstreitkräfte mit Großbritannien initiiert. Es bietet zudem seit Jahren an, seinen Nuklearschirm auf die gesamte EU auszuweiten, was bisher jedoch daran gescheitert ist, dass Deutschland Mitbestimmung über Frankreichs Atomwaffen und über ihren etwaigen Einsatz verlangt. In der aktuell zum wiederholten Mal anschwellenden Debatte wird erneut auch über eine mögliche deutsche Bombe diskutiert. Diese sei allerdings mit gewaltigem Aufwand und mit immensen Kosten verbunden, heißt es. Beschleunigt worden ist die Debatte durch eine neue Studie der Münchner Sicherheitskonferenz, die fünf Optionen für eine europäische Abschreckung gegen Nuklearmächte diskutiert. Zumindest übergangsweise sei man dabei auf den US-Atomschirm angewiesen. Die Option, energisch auf nukleare Abrüstung zu setzen, wird nicht ernsthaft in Betracht gezogen.
Quelle: German Foreign Policy
- Deutschland vor der Pleite: Trotz maroder Dienststellen fließen Milliarden in die Rüstung
Es ist die Pflicht der Regierung, uns Sicherheit nach innen und die Fähigkeit zur Verteidigung nach außen zu garantieren. Wie ist dies jedoch bei leeren Kassen auf Dauer zu gewährleisten?
Die erste Daseinsvorsorge Deutschlands ist die Sicherheit seiner Bürger. Dafür steht der Staat kraft Gesetzes und unbedingter Verpflichtung ein. Im Umkehrschluss lässt sich drastisch sagen: Hätte er keine exekutivische Macht mehr, würde verheerende Tyrannei herrschen. Bereits der berühmte englische Philosoph Thomas Hobbes hat in seinem heute noch bedeutenden Hauptwerk „Leviathan“ 1651 erklärt, dass die Bürger nur dann zum Aufstand berechtigt seien, wenn ihr Staat nicht mehr die Kraft besitze, sie zu beschützen.
Quelle: Berliner Zeitung
- Ratatatatatatatatatatata – keine Sorge, das ist nur eine Übung
Menschen in mehreren Bundesländern müssen sich auf nächtliche Flüge von Kampfhubschraubern einstellen. Die Bundeswehr hat einige Tests angekündigt.
Menschen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen könnten in den kommenden Tagen in ihrer Nachtruhe gestört werden. Die Bundeswehr übt mit ihren Kampfhubschraubern Nachtflüge in niedriger Höhe.
Wie das Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar mitteilt, sind Tiefflüge in teilweise weniger als 30 Meter Höhe geplant. »Dabei kann es möglicherweise zu einer erhöhten Lärmbelastung kommen«, heißt es.
Quelle: DER SPIEGEL
dazu auch: Steadfast Dart übt in Deutschland den Ernstfall
Das größte Nato-Manöver des Jahres findet derzeit in Deutschland statt. Nach dem Transport gehen die Übungen im Norden jetzt in die zweite Phase. Die wichtigsten Fragen
Quelle: Zeit Online
- Thomas Röwekamp will Soldaten notfalls zu Litauen-Einsatz verpflichten
Der Bundeswehrbrigade in Litauen mangelt es einem Bericht zufolge an Personal. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses schließt einen verbindlichen Dienst nicht aus.
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), will Bundeswehrsoldaten zu einem Einsatz in Litauen verpflichten, wenn sich nicht genügend Freiwillige melden. “Die Bundeswehr baut auf Freiwilligkeit, und das bleibt der richtige Grundsatz”, sagte der CDU-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), fügte aber hinzu: “Wenn dieser für einen sicherheitspolitisch unverzichtbaren Auftrag wie die Brigade in Litauen nicht ausreicht, muss der Dienst auch verbindlich angeordnet werden.”
Quelle: Zeit Online
- Mit einem manipulierten Video diskreditiert
Amnesty International kritisiert den Ruf nach Absetzung von Albanese. Die europäischen Staaten sollten vielmehr das Völkerrecht schützen.
Amnesty International verurteilt die Rücktrittsforderungen europäischer Minister von UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese. Die Angriffe gegen sie basieren auf gezielter Desinformation und einem manipulierten Video ihrer Rede in Doha. Die Minister haben Albanese fälschlicherweise unterstellt, Israel als „gemeinsamen Feind“ bezeichnet zu haben. Tatsächlich bezog sie sich auf das System aus Finanzkapital, Algorithmen und Waffen, das den Konflikt befeuert.
Quelle: taz
- Hype um KI: Wie viel Stunden Arbeitszeit spart KI im Büroalltag?
Einer Studie zufolge kann der Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Produktivität um 20 Prozent steigern. Zugute kommt diese Zeit aber nicht den Beschäftigten
Die heikle E-Mail an einen verärgerten Kunden, die früher eine Stunde Formulierungsarbeit kostete, ist heute in wenigen Minuten erledigt. Ein Bericht wird von der KI zusammengefasst, eine Präsentation vorstrukturiert, eine Recherche vorselektiert. In vielen Büros ist generative KI vom Experiment längst zum alltäglichen Werkzeug geworden. Doch spart KI tatsächlich so viel Zeit – und was geschieht mit der gewonnenen Arbeitszeit? […]
Nur etwa ein Viertel nutzt sie für längere Pausen oder persönliche Entlastung. Die Mehrheit investiert sie direkt wieder in die Arbeit: mehr Aufgaben, schnellere Reaktionszeiten, höherwertige Tätigkeiten. Die Zeitgewinne kommen damit überwiegend den Unternehmen zugute.
Quelle: der Standard
- Klerikaler Geldsegen
Weniger Mitglieder, mehr Geld vom Staat. Trotz knapper Kassen: Jahr für Jahr zahlt der deutsche Staat an die beiden christlichen Kirchen sogenannte »Staatsleistungen«. 2026 in Rekordhöhe von 666 Millionen Euro. Der staatliche Geldsegen ist ein permanenter Verfassungsbruch.
Quelle: pressenza
- Jeder macht das Spiel mit
Schon vor dem Parteitag kursieren fertig ausgeklügelte Kandidatenlisten, je besser die Absprachen, desto unkomplizierter der Parteitag. Und wenn dann auch noch die Rede des Kandidaten sitzt, heißt es Spiel, Satz und Sieg.
Entsprechende WhatsApp-Gruppen koordinieren die Delegierten, damit Absprachen eingehalten werden und alle auf Kurs bleiben. Bei jedem Parteitag dasselbe Bild, und jeder macht das Spiel mit, weil er Teil dieses Systems ist. Nicht vergessen darf man das vorherige Mobbing der Kandidaten des anderen Lagers im Vorfeld des Parteitages. Bereits Monate vor der entscheidenden Wahl werden Gerüchte gestreut, Mails weitergeleitet, Telegram-Gruppen eröffnet. Im Krieg gegeneinander wird die Vergangenheit der Kandidaten durchleuchtet, die Familien miteinbezogen, Affären unterstellt, Wohnsitze kontrolliert, Dating-Apps durchforstet, nachvollzogen, wer mit wem vor Jahren innerparteilich zusammengearbeitet hat, um vielleicht eine Kontaktschuld herstellen zu können und so weiter. Keine Schweinerei, die nicht versucht wird, um einen unliebsamen Gegenkandidaten zu verhindern. Wer hier gewählt werden will, muss seine Netzwerke sicher hinter sich wissen und bei der unentschlossenen Basis punkten.
Quelle: Overton Magazin