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Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:
- Die Straße von Hormuz
- Evangelikale US-Christen und Irankrieg: Gottes Wille
- Amnesty-Chefin Hashemi über Iran: “Man hat jetzt den schlechtesten möglichen Outcome erreicht”
- Das Ende der Empathie: Warum wir das Handwerk des Friedens verlernt haben
- US-Behörde droht Medien mit Lizenzentzug
- Warum reagiert Russland auf den Angriff der USA und Israels auf den Iran so sanft?
- Unrecht im Schatten des Krieges
- Angst und Verzweiflung im Libanon: „Hören die Krisen denn niemals auf?“
- Kreislauf des Krieges
- Krieg auf Kredit
- Druschba-Pipeline: „Einstimmigkeit in der EU durch Erpressung hergestellt“
- Interne Chats belegen Kooperation von Europäischer Volkspartei mit Rechten
- Riester- und Rürup-Rente: Sparern droht am Ende Verlust – Studie zeigt ernüchterndes Ergebnis
- Schiefergas aus Deutschland: Heimisches Fracking löst die Energiekrise nicht
- Eine Klasse für sich
- Klerikale Abgründe
Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.
- Die Straße von Hormuz
In Berlin werden erste Plädoyers für eine deutsche Teilnahme an dem von US-Präsident Donald Trump verlangten Marineeinsatz in der Straße von Hormuz laut. Es sei „zwingend“, die freie Schifffahrt auch in der Meerenge vor der iranischen Küste „militärisch zu verteidigen“, äußert der CDU-Militärpolitiker Thomas Röwekamp; dabei sei „auch ein deutscher Beitrag notwendig“. Dies läuft der Position der Bundesregierung zuwider, die bislang jegliche deutsche Beteiligung an etwaigen Operationen westlicher Streitkräfte in der Straße von Hormuz ablehnt. Experten weisen darauf hin, dass bis zu zwölf Kriegsschiffe nötig wären, um fünf bis zehn Tanker durch die Meerenge zu geleiten. Dabei biete auch dies keine Sicherheit, da iranische Trupps aus kürzester Entfernung angreifen könnten. Alternativ sei eine US-Invasion an der südiranischen Küste denkbar, die allerdings erneut US-Bodentruppen in einen langwierigen Krieg in Mittelost verwickeln würde. Parallel zu den US-Forderungen sucht Frankreich eine Marinekoalition zu schmieden, die unter Einschluss auch arabischer Staaten die Straße von Hormuz sichern soll, allerdings erst nach einem Abflauen des Kriegs, in den sie nicht involviert werden soll.
Quelle: German Foreign Policy
- Evangelikale US-Christen und Irankrieg: Gottes Wille
Der Krieg mit Iran wird von US-Evangelikalen als Kreuzzug gegen die Feinde Israels gedeutet. Sie geben ihm damit eine religiöse Rechtfertigung.
Vorige Woche umgab sich US-Präsident Donald Trump im Oval Office mit einer Gruppe von rund 20 evangelikalen Pastoren und Predigerinnen. Sie legten ihre Hände auf seine Schulter und Arme und beteten für ihn und die US-Truppen. Die Szene erinnerte nicht zufällig an Jesus und seine Jünger beim letzten Abendmahl. Organisiert hatte das fotogen inszenierte Gebet Paula White Cain, die Leiterin des „Büros für Glaubensfragen“ im Weißen Haus, das Trump im Februar 2025 einrichten ließ. Die mehrfache Millionärin soll dafür sorgen, dass Amerika „wieder eine Nation unter Gott wird“ – so lautet ihr Auftrag.
Quelle: taz
dazu: Trump: Regierungs-Insider sauer wegen planlosem Iran-Krieg – “es war ein Chaos”
Donald Trump hat sich den Verlauf des Kriegs im Iran anders vorgestellt, auch wenn er das nicht zugeben will. Das legen nun ein weiteres Mal Berichte seiner Mitarbeiter:innen nahe. Sie zeichnen ein chaotisches Bild der Arbeit im Weißen Haus dieser Tage.
Quelle: watson
dazu auch: Wie sind Trump und die US-Politik insgesamt nun zu bewerten?
US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin haben versucht und weitgehend auch erreicht, die diplomatischen Kontakte zwischen den USA und Russland zu öffnen und wieder zu beleben – auch wenn diese im Ukraine-Krieg noch zu keinen konkreten Resultaten geführt haben. Aber welche Auswirkungen hat nun der Angriffskrieg der USA und Israels auf den Iran, einen zumindest wirtschaftlich nahen Verbündeten Russlands, auf die Beziehungen zwischen den USA und Russland? Für Russland ist das keine einfach Situation.
Quelle: Globalbridge
und: Der Irankrieg greift auf den Irak über
Schiitische Milizen im Irak steigen immer mehr in den Kampf gegen die USA ein. Irakische und kurdische Politiker versuchen verzweifelt, das Land herauszuhalten
Quelle: der Standard
- Amnesty-Chefin Hashemi über Iran: “Man hat jetzt den schlechtesten möglichen Outcome erreicht”
Angesichts der starken Angriffe auf zivile Infrastruktur kritisiert Shoura Hashemi jenen Teil der iranischen Diaspora, der den Krieg immer noch feiert – und der sich zunehmend radikalisiert
Vor knapp zwei Wochen begann der völkerrechtswidrige US-israelische Angriff auf den Iran. Seitdem hat sich der brutale Konflikt auf den gesamten Nahen Osten ausgeweitet – mit zahlreichen zivilen Opfern. Für die Österreich-Geschäftsführerin von Amnesty International, Shoura Hashemi, ist der Jubel über den Krieg pietätlos. Die Menschenrechtsexpertin hat in der Vergangenheit mit ihren Vorwürfen gegen das Vorgehen von Israels Regierung im Gazastreifen für Aufsehen gesorgt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Angriffe fürchtet Hashemi, dass der Bevölkerung im Iran nun ein härteres Regime droht. Ein Gespräch über die zutiefst gespaltene iranische Diaspora und die verhaltenen Aussichten für den Iran.
Quelle: der Standard
- Das Ende der Empathie: Warum wir das Handwerk des Friedens verlernt haben
Die Generation der Kriegskinder ist aus den Parlamenten verschwunden – und mit ihr das tiefe Verständnis für das Leid, das militärische Konflikte verursachen. Im Gespräch mit ÉVA PÉLI wirbt der Krisengebiets-Experte und Berater Christoph Polajner für strategische Vernunft, die Wiederentdeckung der europäischen Identität und einen gemeinsamen europäischen Raum.
Quelle: Hintergrund
dazu auch: Offener Brief zum vierten Jahrestages des Krieges in der Ukraine
Sehr geehrter Herr Pistorius,
Wir sind eine Gruppe besorgter Bürger*Innen, die in einem Arbeitskreis hier in Mittelhessen, angesichts der aktuellen Lage der Weltpolitik, uns Gedanken um Sicherheitspolitik machen. In diesem, unserem Land gibt es Freiheit, gibt es Demokratie. Das sind und waren für uns immer heilige Dinge. Aber sie waren und sind für uns keine Selbstverständlichkeit. Demokratie kann nur Leben, Überleben, wenn die Menschen die in ihr leben, diese Demokratie mitgestalten ja mitbestimmen. So haben wir unseren Auftrag als Bürger*Innen immer verstanden. Sich für das Gemeinwesen einzusetzen, ist eine bürgerliche Tugend und dafür wollen wir uns engagieren. Wir sehen das als ein Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Momentan haben wir aber das Gefühl, das dieses Bewusstsein in Deutschland gerade verloren geht ! Wir erleben das es immer weniger einen Diskurs der Verständigung in Verbindung mit Kompromissen gibt. Um so stärker hat sich ein Geist der Kompromisslosigkeit entwickelt. Wenn wir demokratische Tugenden, Engagement, Diskussionsbereitschaft und Kompromissfähigkeit nicht pflegen, wachen wir irgend wann in einem anderen Land auf.
Quelle: Offener Brief [PDF]
und: Was hat die politisch-ökonomische Lage mit dem Frieden zu tun? Keine Politik ohne Ökonomie
Die politisch-ökonomische Lage ist Ausgangspunkt gesellschaftlicher Entwicklungen, die die Perspektiven der Menschen allgemein und speziell der Friedensbewegung(en) (mit-)bestimmt. Deshalb lohnt es sich, einen Blick auf die Ökonomie zu werfen. Der Blick sollte dabei auf einzelne Staaten gehen, wie auch auf ihre Beziehungen untereinander und natürlich auch auf die Lage in Deutschland. In diesen Beziehungen entstehen Konfliktlinien, die sich bis zu Kriegen zuspitzen (siehe aktuell den völkerrechtswidrigen Krieg seitens USA und Israel gegen den Iran).
Quelle: Free21
- US-Behörde droht Medien mit Lizenzentzug
Der Leiter der US-Medienaufsichtsbehörde (Federal Communications Commission, FCC), Brendan Carr, hat am Samstag US-Medien mit Konsequenzen wegen ihrer Berichterstattung über den Iran-Krieg gedroht. Diese müssten laut Gesetz „im öffentlichen Interesse“ handeln, „wenn sie das nicht tun“, drohe der Entzug von staatlichen Lizenzen.
Quelle: ORF
- Warum reagiert Russland auf den Angriff der USA und Israels auf den Iran so sanft?
Russland hat für den Krieg in der Ukraine auch Drohnen und vielleicht auch andere Waffen aus dem Iran bezogen. Jetzt aber scheinen seine Reaktionen auf den Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran eher zurückhaltend zu sein. Geht es darum, Donald Trump nicht zu sehr zu verärgern? Ein Thema, das Globalbridge beschäftigt. Eine erste kurze Stellungnahme liegt vor: ein Gespräch mit dem russischen Nahost-Experten Artyom Kirpitschenok.
Quelle: Globalbridge
- Unrecht im Schatten des Krieges
Das Westjordanland wurde vollständig von Israel abgeriegelt und Siedler nutzen die Gunst der Stunde.
Während die weltweite Aufmerksamkeit auf den eskalierenden Krieg der USA und Israels gegen den Iran gerichtet ist, hat Israel eine vollständige militärische Abriegelung des besetzten Westjordanlands verhängt. Israelische Siedler, unterstützt durch die Armee, nutzen die Gelegenheit, um weitere palästinensische Landgemeinden von ihrem Land zu vertreiben, wie sie es bereits in den Tagen unmittelbar nach dem 7. Oktober getan haben. Zwei Palästinenser wurden getötet und Dutzende Dörfer überfallen, während die Armee die Bewegungsfreiheit einschränkt und die Angreifer unterstützt.
Quelle: Manova
dazu auch: Eugene Doyle: Francesca Albanese zum Schweigen bringen – „Nicht in unserem Namen“: Gedanken zu Gaza
Die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese steht erneut im Mittelpunkt einer Hetzkampagne wegen einer Rede, die sie letzte Woche auf dem Al-Jazeera-Forum gehalten hat und die von der pro-israelischen und gegen die Vereinten Nationen gerichteten NGO „UN Watch“ „manipuliert“ wurde, um fälschlicherweise zu behaupten, sie habe Israel als den „gemeinsamen Feind“ bezeichnet. Albanese antwortete – wie die Originalaufzeichnung der Rede zeigt –, dass sie sich auf „das System, das den Völkermord in Palästina ermöglicht hat“ als den „gemeinsamen Feind“ bezog. Albanese gab in ihrer Ansprache keine derartige erfundene Aussage ab, sondern kritisierte vielmehr die Untätigkeit des Westens während des Völkermords in Gaza. Dies ist ein Rückblick auf das Jahr 2023, als Eugene Doyle, Mitwirkender beim Asia Pacific Report, Albanese in Neuseeland traf.
Quelle: Seniora.org
- Angst und Verzweiflung im Libanon: „Hören die Krisen denn niemals auf?“
Israels Aufforderung zur Evakuierung treibt im Libanon Tausende in die Flucht. Die Menschen im Land sind verängstigt, erschöpft – und wütend.
Der Libanon – das Land der Zedern, das Land der Bekaa-Ebene, die Obst- und Gemüsekammer der Region, das Land mit so vielen Stätten des Weltkulturerbes. Dieses wunderschöne kleine Land, das sich seit Jahrzehnten im Ausnahmezustand befindet und von Krise zu Krise stürzt, wird nun in einer Zeit, in der die Menschen zu hoffen gewagt hatten, dass mit der neuen Regierung endlich etwas Normalität, etwas Stabilität und Ruhe in ihren Alltag einkehrt, durch Israel und die Hisbollah in eine weitere Krise gestürzt, die die bisherigen Ausmaße um ein Vielfaches überschreitet.
Quelle: Berliner Zeitung
Anmerkung unserer Leserin A.F.: Die tägliche Verletzung des Waffenstillstands und der Einsatz von Glyphosat zeigt, dass die Israelis keinen Vorwand brauchen und wenn sie ihn zu brauchen meinen, selbst schaffen. Insofern ist die Schuldzuweisung an die Hisbollah billig. Israel will grundsätzlich alles Land für sein Großisrael und im Schatten des von ihm angezettelten Iran-Krieges treibt es den umfangreichen Landraub an seinen Nachbarn verstärkt voran.
- Kreislauf des Krieges
Der militärisch-industrielle Kongress-Komplex in den USA bildet eine sich selbsterhaltende Profitmaschine, die Rüstung als Selbstzweck produziert und langfristig die gesamte Menschheit in den Abgrund zieht. Auszug aus „Gegendruck 2“.
Knapp 48.000 US-Dollar verschlingt der militärisch-industrielle Komplex der USA — pro Sekunde. Auf das gesamte Jahr gerechnet sind das 1,5 Billionen Dollar. Wofür diese astronomischen Ausgaben? Welche äußere Gefahr rechtfertigt es, dass für militärische Zwecke doppelt so viel ausgegeben wird wie für nicht militärische? Was ließe sich mit diesen Summen im Sinne des zweitgenannten alles verwirklichen? Etwa für Bildung, Soziales, Infrastruktur und vieles mehr. Stattdessen verschwinden Geldmengen, die in keinen Tresor passen, in einem Schlund, ohne dass schlussendlich etwas dabei herauskommt, das dem Leben zugewandt ist. Vielmehr wird eine Maschinerie gefüttert, für die Vernichtung scheinbar einen wirtschaftlichen Selbstzweck darstellt.
Quelle: Manova
- Krieg auf Kredit
Die USA verschossen im Iran in einer Woche Munition für über 11 Milliarden Dollar. Die wahren Kosten zeigen sich erst Jahre später.
Was die moderne Kriegsführung auszeichnet, ist nicht ihre Grausamkeit – die ist so alt wie der Krieg selbst –, sondern ihre Buchhaltung. Man denke nur an die Zahl, die Anfang März in den Korridoren Washingtons die Runde machte: Sie wurde nicht mit militärischer Fanfare oder unter dem Glanz der Generalssterne verkündet, sondern versteckt in einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Wir erfuhren, dass die amerikanische Regierung allein in den ersten 48 Stunden ihres Angriffs auf den Iran Munition im Wert von 5,6 Milliarden Dollar verschossen hatte.
Quelle: Infosperber
- Druschba-Pipeline: „Einstimmigkeit in der EU durch Erpressung hergestellt“
Sanktionen, Ukraine-Hilfen und die Druschba-Pipeline: In Brüssel prallt alles aufeinander – Budapest und Bratislava geraten in einen Machtpoker.
Die Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland und russische Einzelpersonen gerät Mitte März 2026 zum Machtkampf in Brüssel. Ungarn und die Slowakei blockieren den Beschluss im EU-Botschafterausschuss, verlangen die Streichung russischer Geschäftsleute von der Sanktionsliste und koppeln ihr Veto an den Streit um die beschädigte Druschba-Ölpipeline. Erst am 14. März geben sie nach – in letzter Minute wird, wie häufig, eine Einigung erzielt.
Nach Informationen aus unmittelbar mit den Verhandlungen befassten Kreisen kam die Einigung nur unter massivem Druck zustande.
Quelle: Berliner Zeitung
dazu: Sanktionen gegen Moskau verlängert
Die Slowakei hat in letzter Minute ihre Blockade gegen eine Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland aufgegeben. Die Strafmaßnahmen wurden daraufhin umgehend für weitere sechs Monate verlängert, wie gestern die EU in Brüssel mitteilte.
Quelle: ORF
- Interne Chats belegen Kooperation von Europäischer Volkspartei mit Rechten
In einer Chatgruppe wurde an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik gearbeitet. Das Gesetz soll unter anderem die Abschiebung von Asylsuchenden in “Return Hubs” ermöglichen
Die Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament, der auch die ÖVP sowie die CDU und CSU aus Deutschland angehören, kooperiert deutlich enger mit der deutschen AfD und anderen rechten Parteien wie der FPÖ als bisher bekannt. Recherchen der Deutschen Presse-Agentur belegen, dass die EVP jüngst gemeinsam mit dem rechten Flügel in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen von Abgeordneten an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik arbeitete.
Quelle: der Standard
- Riester- und Rürup-Rente: Sparern droht am Ende Verlust – Studie zeigt ernüchterndes Ergebnis
Mit Riester- oder Rürup-Rente für das Alter vorsorgen – und am Ende trotzdem weniger haben als eingezahlt: Genau das droht der Mehrheit der deutschen Sparerinnen und Sparer, wie eine Analyse des Vereins Finanzwende zeigt. „Viel zu viele Menschen werden mit ihren Riester- und Rürup-Verträgen reale Verluste einfahren“, warnt Britta Langenberg, Leiterin des Bereichs Verbraucherschutz bei Finanzwende. Auch die von der Regierung geplante Reform werde daran kaum etwas ändern.
Quelle: FR Online
dazu: Altersvorsorgedepots ein Abzocke-Angebot oder besser als die Riester-Rente?
Bundesregierung verspricht Verbesserungen. Verbraucherschutz und Sozialverband zweifeln an der Rentabilität der neuen Produkte.
Es soll und es muss eine Reform der Riester-Rente her. Erst vor wenigen Tagen hat eine Studie des Vereins Finanzwende erneut gezeigt, dass “der Niedergang der Riester-Rente schon seit Jahren offenkundig ist”. Jetzt hat Finanzminister Lars Klingbeil im Bundestag den Regierungsentwurf zur Reform der geförderten Zusatzvorsorge vorgestellt. Es soll “leichter” werden für alle. […]
Für den Sozialverband ist klar, dass der “Niedriglohnsektor weiterhin viel zu groß ist”. Deutlich wird das dadurch, dass “Millionen Beschäftigte trotz Arbeit weniger als 15 Euro pro Stunde verdienen, die Energiepreise hoch bleiben und weiter bezahlbarer Wohnraum fehlt”.
Für den SoVD ist klar, “dass der Versuch staatlich gelenkter privater Rentenvorsorge spätestens seit Riester gescheitert ist. Eine verlässliche Alterssicherung muss in erster Linie über eine starke gesetzliche Rente erfolgen, private Vorsorge kann nur eine Ergänzung sein. Die Empfehlung, mit kleinen monatlichen Beträgen privat für das Alter vorzusorgen, greift zu kurz und verkennt die Lebensrealität vieler Menschen.”
Quelle: inFranken.de
dazu auch: Neue Rente wird zur Gebührenfalle: Ein Prozentpunkt kostet Sie 50.000 Euro
Mit dem geplanten Altersvorsorge-Depot strebt Bundesfinanzminister Klingbeil nichts Geringeres als einen „Kulturwandel“ an: Die private Vorsorge soll weg vom Sparbuch und hin zum rentablen Kapitalmarkt. Doch der Erfolg dieses Paradigmenwechsels hängt an einer entscheidenden Zahl: der Kostenquote.
Der aktuelle Gesetzentwurf sieht für das verpflichtende Standardprodukt eine Kostenobergrenze von 1,5 Prozent pro Jahr vor. Viel zu hoch, urteilen Experten. Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip, warnt eindringlich: „Solche Gebühren gefährden den zentralen Vorteil des gesamten Modells.“
Quelle: Merkur
- Schiefergas aus Deutschland: Heimisches Fracking löst die Energiekrise nicht
Deutschland sitzt auf großen Mengen an Erdgas. Die Verlockung ist immer wieder groß, sie per Fracking zu erschließen. Doch auch wenn sich die Risiken beherrschen ließen – lohnen würde es sich wohl nicht.
An bis zu 60 Orten müssten an die 800 Löcher gebohrt werden, um die deutschen Schiefergasreserven zu fördern.
Eigentlich sollte die Debatte um Fracking in Deutschland seit 2016 beendet sein. Damals entschied sich die Mehrheit des Deutschen Bundestags gegen die Technologie – zu hoch schien das Risiko für Trinkwasser und von dadurch ausgelösten Erdbeben, zu gering die gesellschaftliche Akzeptanz. Doch seither flammt die Debatte immer wieder auf; immer dann, wenn die Versorgung Deutschlands mit fossilen Rohstoffen infrage steht.
Quelle: Spektrum
- Eine Klasse für sich
Die Freigabe von Epstein-Akten hat weltweit eine Welle des Entsetzens und der Empörung ausgelöst. Der Name des mehr als eine halbe Milliarde schweren Investmentbankers, dessen Machenschaften dadurch zum Teil enthüllt wurden, ist zum Platzhalter für alles nur erdenklich Verabscheuungswürdige geworden – über den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen hinaus. Er steht für Megalomanie, Willkür und Zynismus, unstillbare Gier nach Ausschweifung und Perversem, schier unbegrenzte kriminelle Energie von mehr oder weniger prominenten, aber mächtigen Happy Few. Von kaum jemandem in der jüngeren Geschichte wurde Maxim Gorkis Metapher vom Kapitalisten als »Greis«, der »die Welt vergewaltigt«, so sinnlich erfahrbar gemacht wie von Jeffrey Epstein und seinem Netzwerk notgeiler alter Geldsäcke.
Quelle: Melodie & Rhythmus
- Klerikale Abgründe
Eine Studie deckt jahrzehntelange sexuelle Verbrechen im Erzbistum Paderborn auf. Kirchenobere haben den Missbrauch gezielt vertuscht und die Täter geschützt. Und der Rechtsstaat? Er schweigt – wieder einmal.
Ein Blick in den Abgrund. Das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn ist nach einer unabhängigen Studie deutlich höher als bislang bekannt. Für die Jahre 1941 bis 2002 gibt es demnach Hinweise auf 210 Beschuldigte und 489 Betroffene – fast doppelt so viele wie bisher angenommen. Ein Wissenschaftlerteam der Universität Paderborn war seit 2020 mit der historischen Studie befasst. Für die unabhängige Untersuchung wurden den Angaben zufolge personenbezogene Akten von beschuldigten Priestern, das Erzbischöfliche Geheimarchiv, private Nachlässe, Gerichts- und Strafakten, Protokolle sowie Briefwechsel untersucht. Zudem wurden rund 80 Interviews mit Zeitzeugen und Betroffenen geführt.
Quelle: pressenza
- Bleibt häufig unbemerkt: Problematischer Trend bei Schulausflügen löst Diskussionen aus
Viele Firmen würden zu Workshops oder Ausflügen einladen, bei denen „mehr oder weniger subtil“ die eigenen Produkte eingebunden werden. „Eine Einflussnahme, die in der Schule nichts zu suchen hat“, sagt Katrin Rieger, Referatsleiterin für Verbraucherbildung bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Sie sieht gerade bei Finanzdienstleistern einen „bedenklichen“ Trend.
Quelle: FR Online