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NachDenkSeiten – Die kritische Website
Titel: Hinweise des Tages
Datum: 15. Oktober 2026 um 8:20 Uhr
Rubrik: Hinweise des Tages
Verantwortlich: Redaktion
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dazu: Magdeburger Landtag jetzt Außenstelle des Kreml
AfD und BSW bringen in Sachsen-Anhalt den ersten gemeinsamen Antrag zum Thema Frieden in der Ukraine durch. Rechtlich verbindlich ist er aber nicht. (…)
Passenderweise trägt der Antrag von AfD und BSW das Datum des Geburtstages des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das war gewissermaßen auch der Inhalt des Antrags: Es ist ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk der beiden Landtagsfraktionen, die ausdauernd Narrative der russischen Propaganda in den öffentlichen Diskurs tragen, um die Unterstützung der Ukraine nach der russischen Vollinvasion 2022 zu untergraben.
Rechtlich verbindlich ist der Antrag nicht, zumal ein Landtag nicht für Außenpolitik zuständig ist. Sie fordern damit lediglich den noch amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) auf, sich „mit allen Mitteln“ im Bundesrat dafür einzusetzen, die Ukraine-Hilfe einzustellen. Der hatte während seiner Rede gesagt, dass sich das Kabinett damit befassen werde.
Der eigentliche Zweck des Antrags mit dem unverfänglichen Titel „Friedensgespräche statt Ausweitung des Krieges in der Ukraine“ war Demagogie. Die brachte BSW-Frontfrau Claudia Wittig in ihrer ersten Landtagsrede besonders gut zur Aufführung. Das vor allem Putin einen Frieden ablehnt, erwähnte sie nicht. Auch andere störende Fakten tauchten im Antrag und ihrer Rede nicht auf.
Quelle: taz
Anmerkung Christian Reimann: Die ehemals alternative “taz” ganz treu an der Seite der Grünen und weiterer Kriegstreiber-Parteien – russophob und gegen jede Initiative für Frieden in der Ukraine.
dazu: Julian Röpcke auf X:
[…] Seit der vergangenen Nacht funktionieren Starlink und/oder der militärische Ableger Starshield bei ukrainischen Drohnen ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr.
Zunächst war von einem Verbindungsabbruch ab 160 km/h die Rede. Mittlerweile wurde bestätigt, dass die Drohnen bereits ab 70 km/h nicht mehr über Elon Musks System gesteuert werden können.
Das hat weitreichende Implikationen – allesamt katastrophal für die ukrainischen Streitkräfte und das transatlantische Verhältnis.
1.Mid-Range-Strikes werden nahezu unmöglich.
Bei Angriffen auf Ziele in einer Entfernung von 25 bis 150 Kilometern setzt die Ukraine fast ausschließlich auf Starlink-gesteuerte Drohnen, allen voran die „Hornet“, aber auch einheimische Alternativen. Diese Angriffe auf die russische Logistik in Richtung Front und in den besetzten Gebieten sind seit heute Morgen nicht mehr möglich.
2.Deep Strikes werden erheblich erschwert.
Auch zahlreiche Langstreckendrohnen nutzen Starlink als redundantes Kommunikationssystem, obwohl die Funktionalität über russischem Gebiet ohnehin eingeschränkt ist. Diese Angriffe werden durch den Ausfall ebenfalls erschwert.
3.Die Kommunikation am Boden funktioniert bislang weiter.
Starlink-Terminals, die zur Kommunikation zwischen ukrainischen Stellungen eingesetzt werden, sind bislang(!) nicht betroffen. Gleiches gilt für Starlink-Systeme auf unbemannten Bodenfahrzeugen (UGVs), die aufgrund ihrer geringen Geschwindigkeit offenbar weiterhin funktionieren.
4.Ohne Starlink wäre die ukrainische Armee verloren.
Können Mid- und Deep-Strikes nicht rasch wieder aufgenommen werden, drohen verheerende Konsequenzen für die Front. Russlands Offensive ist seit der nur noch einseitigen Nutzung von Starlink innerhalb der Ukraine im Februar 2026 um mehr als 80% verlangsamt worden. Möglich, dass sie bei anhaltendem Wegfall der Drohnen-Komponente für die ukrainischen Streitkräfte wieder auf das Niveau vom Vorjahr zurückbeschleunigt. Stoppen Musk und Trump Starlink für die Ukraine komplett – also auch die Kommunikation am Boden – käme es zur Katastrophe für die ukrainische Armee.
Anmerkung Jens Berger: Was genau sie US-Regierung zu diesem Schritt bewogen hat, ist unbekannt. Sowohl Axel Springer (Business Insider) als Röpcke irren übrigens, wenn sie Elon Musk für die Einschränkung verantwortlich machen. Starshield wurde zwar von Musks SpaceX entwickelt und technisch betrieben, gehört jedoch der US-Regierung und wird vom Pentagon operativ betrieben.
passend dazu: Selenskyj erklärt, er fühle sich von Trump »verraten«
Erst der Dieseldeal mit Putin, dann offenbar die Drosselung des SpaceX-Satellitensystems: Der ukrainische Präsident beklagt den Verlust der USA als Partner. Auch Elon Musk schaltet sich ein – mit Schuldzuweisung gen Washington. […]
Selenskyj sagte im Interview mit Morgan nun, es sei schade, »dass wir einen starken Partner verlieren«. Die Ukraine könne sich keine Schwäche erlauben. »Wir verkaufen unser Land nicht.« Es gehe nicht ums Geschäft, sondern um das Leben und das eigene Land. Es sei schmerzhaft, wenn Trump nicht ihre Seite wähle, sagte der ukrainische Präsident. Es sei okay, wenn der US-Präsident »in der Mitte« stünde. »Aber wenn man in der Mitte ist, muss man in der Mitte bleiben.« Er wisse nicht, wer Trump auf die falsche Seite dränge. »Aber das ist nicht die richtige Seite der Geschichte.«
Quelle: SPIEGEL
und: Ukraine to resume strikes on Russian refineries, Zelenskyy says
Ukrainian president expresses anger in FT interview at ‘dangerous’ withdrawal of US intelligence sharing and weakening of Starlink satellite internet service. […]
Zelenskyy said that stopping energy strikes also risked only encouraging the US and Russia to pursue more deals, potentially providing more money for Putin’s war machine.
“The question will be when will the next deal be? Maybe it will be gas. Definitely it will be gas.”
“Business is interesting between the United States and Russia,” he added. “I think that they [America] want to have energy projects and . . . [that] of course for them is difficult to have when there is war in Europe.” […]
Zelenskyy said fighting without the US would be “very difficult” and conceded Europe would be stronger if truly united.
But a spate of elections in Europe over the next 12 months, with possible gains for pro-Russian parties, could bring “a lot of challenges” for Ukraine, he added. Asked about French far-right leader Marine Le Pen’s vow to stop financing Ukraine, he said France had a lot to lose because experience of the Ukrainian battlefield was essential for its defence companies. “It’s a win-win.”
Quelle: Financial Times
Serhii K.s Hamburger Strafverteidiger Jes Meyer-Lohkamp verlangt die Einstellung des Verfahrens. Sein Mandant habe als Soldat der Ukraine keine Aussagegenehmigung erhalten. Er könne sich nicht zum Tatgeschehen äußern, ohne sich in seiner Heimat strafbar zu machen. Nicht einmal mit seinen Anwälten dürfe er darüber reden.
Damit sei sein Recht auf umfassende Verteidigung nicht gewährleistet und ein faires Verfahren gefährdet.
Anmerkung Jens Berger: Na das ist ja mal eine originelle Argumentation. Aber auch die Verteidigungslinie der publizistischen Verteidiger ist bestenfalls widersprüchlich. Mal macht man geltend, dass der Anschlag die Energieversorgung Deutschlands gar nicht gefährden konnte, da „der Russe uns ja das Gas zuvor abgestellt“ hätte. Mal heißt es, das Motiv der Ukrainer sei legitim, da Russland durch Nord Stream „den Angriffskrieg finanziere“. So gesehen ist Nord Stream wohl Schrödingers Pipeline. die gleichzeitig kein Gas liefert und Russlands Kriegskasse finanziert.
Zu den „Kreislaufgeschäften“ der KI-Konzerne hatten die NachDenkSeiten bereits berichtet: „KI – die irrsinnige Billionen-Dollar-Wette der USA“
Anmerkung unseres Lesers M.W.: Ein jüdischer Mitbürger erklärt, worum es tatsächlich geht, den Schutz von Gewinninteressen z.B. der Wohnungskonzerne. Da wird dann der tatsächliche Inhalt von Antisemitismus verdreht, bis er herrschenden Interessen nutzt. Aber Vorsicht, die der „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, wurde in Deutschland als “antisemitisch” geframt. Hieß es weiland, wer Jude ist bestimmen wir, so heute, wer Antisemit ist, bestimmen wir. Praktisch.
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