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Titel: Leserbriefe zu „Merz’ Vorstoß in Sachen Bundeswehr-Soldaten in der Ukraine: Das ist unverantwortlich gegenüber Deutschland“

Datum: 11. Januar 2026 um 13:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
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Hier kommentiert Marcus Klöckner Medienberichte, nach denen der Kanzler der Bundesrepublik den Einsatz deutscher Soldaten auf ukrainischem Boden ins Auge fasse. Zu den vom Westen an die Ukraine angebotenen Sicherheitsgarantien würde laut Merz zum Beispiel gehören „dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden”. An einem Ort, wo ein Funken genüge, um einen heißen Krieg zwischen der NATO und Russland zu entfachen, soll Deutschland ganz vorne mit dabei sein. Das sei unverantwortlich gegenüber Deutschland. Wir haben hierzu interessante Leserbriefe bekommen und bedanken uns dafür. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

danke für den Artikel, nichts hinzuzufügen. Vielleicht noch:

“Der Friederich, der Friederich das ist ein arger Wüterich” (Struwwelpeter). Auf diesem Niveau ist die Deutsche Politik schon lange angekommen. Wobei, der Struwwelpeter ist ein Märchen, das, richtig übersetzt, Wahrheiten verkündet. Der Merz meint aber ernst, was er sagt. Und das ist dann Wahnsinn.

“Ich will für mich sagen und auch für die Bundesregierung …”. Der Mann ist Kanzler, was er “für sich” sagt gehört nicht in eine offizielle Pressemitteilung. Nicht mal seinen Friseur interessiert das. Klingt wichtig, ist aber nur Gelaber.

“…dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden”

“Einmelden”, war der mal bei der Freiwilligen Feuerwehr? “auf benachbartem Nato-Gebiet”, unter seinem Großvater hieß das “Drang nach Osten” und “einmarschieren” statt “einmelden”.

Was Merz macht, ist nicht nur unverantwortlich für Deutschland, auch für Russland und die Ukraine.

“Denk ich an Deutschland in der Nacht …” Heinrich Heine. Ich denke nicht mehr an Deutschland in der Nacht.

Viele Grüße,
Rolf Henze


2. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,

Mich würde interessieren, welche anonymen “Architekten” (Think-Tanks, Konzerne, etc.) hinter solchen Entscheidungen stecken. Wer profitiert?

Viele Grüße
Michael Wrazidlo


3. Leserbrief

Guten Tag,

die Koalition der Kriegstreiber und Unfähigen, mit ihren Gallionsfiguren Starmer, Macron und Merz wollen ihre lang gehegten Pläne nun schnellstmöglich umsetzen.

Die Briten und Franzosen, aus ihrer Kolonialgeschichte heraus gewöhnt, in fremden Ländern, höflich ausgedrückt, ihr Unwesen zu treiben, werden auch Deutschland mit ins Boot holen.

Merz, scheinbar noch zurückhaltend, wird sich dieser Unverantwortlichkeit unter dem Deckmantel der Friedenssicherung anschließen und hierfür auch die parlamentarische Mehrheit finden.

Medial sowie so nicht und auch gesellschaftlich ist kein großer Widerstand zu erwarten. Mit diesem Wissen werden alle politischen Schweinereien durchgezogen. Die Menschen lassen sich einfach manipulieren und von Kriegstreibern, die erkennbar keinen Schaden von den Menschen im Land abwenden, regieren.

Kritiker dieser desaströsen Politik laufen Gefahr, ihre Existenzgrundlagen zu verlieren.

Fazit: Wir sollten aus unserer geschichtlichen Verantwortung heraus, ein Volk des Friedens im Herzen Europas sein. Keine deutschen Soldaten in die Ukraine oder sonst wohin. Frieden durch vernünftige Diplomatie, miteinander reden und Völkerverständigung.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

auch wenn ich nicht gerade ein Fan unseres derzeitigen Bundeskanzlers bin, muss ich Sie auf eine Falschinformation hinweisen. Herr Merz hat mitnichten gesagt, dass er deutsche Soldaten in die Ukraine entsenden will, wie dies Premierminister Starmer und Präsident Macron mit Präsident Selenskyi schriftlich vereinbart haben.

Herr Merz sprach lediglich davon, ggf. deutsche Soldaten in einem der Nato angehörigen Nachbarland der Ukraine zu entsenden, wohlwissend, dass Präsident Putin Natosoldaten in der Ukraine nicht dulden und somit als zu bekämpfende Feinde betrachten würde. Präsident Putin hat dies bereits vor einigen Wochen geäußert.

Herr Merz hat somit versucht, diesen Umstand mehr oder weniger elegant zu umschiffen ohne der Ukraine militärische Unterstützung zu verweigern.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Vogel


5. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten Redaktion,

dank an alle für die kritischen Artikel und Berichte. Es hilft sehr zur Orientierung und zeigt uns, dass wir nicht alleine sind.

Ich habe dem Bundeskanzler gemailt, weil mich die Täuschung, Ankündigung Bundeswehr zur Friedenssicherung wieder aufregt und sehr beunruhigt.

Ich wünsche mir, dass das noch mehr Friedensfreunde tun. Vielleicht auch an die Örtlichen Mitglieder des Bundestags.

Friedensgruesse von
Johanna Soufi


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