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Titel: Hinweise des Tages

Datum: 19. Februar 2026 um 8:45 Uhr
Rubrik: Hinweise des Tages
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Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Der Pöbel soll sparen
  2. „Ich merke nichts von einem Schnaps obendrauf“
  3. Arbeitsmarkt: Deutlich weniger Unternehmen klagen über Fachkräftemangel
  4. Deutsche Dominanz
  5. Operation Unthinkable – Marco Rubios Rede in München
  6. Deutschland erschwert Friedensgespräche in der Schweiz
  7. Aus USA und Niederlande: Kampfpiloten schützen Ukraine vor russischem Raketenhagel
  8. Wahlen in der Ukraine bleiben eine Illusion: Seifenblasenpolitik
  9. Totalblockade Kubas: Kaum jemand spricht vom Völkerrecht
  10. Francesca Albanese entgegnet den falschen Antisemitismus-Vorwürfen aus Frankreich
  11. Scholastizid und deutsche Wissenschaft: Eine Bestandsaufnahme
  12. Kommentar: Weit mehr als nur „Fake News“
  13. „Geschichte wird weltweit wieder zu einer Streitfrage“
  14. Botschaft im Kölner Rosenmontagsumzug: Aufrüstung dient Profiten von Rheinmetall
  15. EU-Sanktionen: Der »bürgerliche Tod«

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Der Pöbel soll sparen
    Während Politiker über „Lifestyle-Teilzeit“ und selbst zu bezahlende Zahnarztbesuche sinnieren, ermöglicht ihnen der Steuerzahler einen saturierten Lebensstandard auch über die Zeit ihres Mandats hinaus.
    Während Millionen Menschen in Deutschland jeden Monat neu rechnen müssen, wie sie steigende Mieten, höhere Krankenkassenbeiträge und wachsende Eigenanteile im Gesundheitssystem bezahlen sollen, diskutiert die Union über längere Arbeitszeiten, den Wegfall von Feiertagen und die Einschränkung des Rechts auf Teilzeit. Was als „Produktivitätsdebatte“ verkauft wird, trifft in Wahrheit jene, die ohnehin am stärksten belastet sind.
    Quelle: Manova
  2. „Ich merke nichts von einem Schnaps obendrauf“
    Das Karnevalswochenende begann für die 2,2 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder mit der Mitteilung über die Tarifeinigung in Potsdam. In den folgenden Videokonferenzen der Tarifaktiven und bei ersten Rückkopplungen in die Betriebe herrschte in den streikstarken Belegschaften eine Mischung aus Ratlosigkeit und Katerstimmung. „Ich merke nichts von einem Schnaps obendrauf“, brachte es eine Streikende wütend auf den Punkt. Mit dieser Formulierung hatte Andreas Dressel, Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes, für Empörung gesorgt, als er in der ersten Verhandlungsrunde dargestellt hatte, was es aus seiner Sicht zusätzlich zum Inflationsausgleich geben könnte.
    Quelle: unsere zeit
  3. Arbeitsmarkt: Deutlich weniger Unternehmen klagen über Fachkräftemangel
    In Deutschland ist der Fachkräftemangel in Unternehmen laut ifo Institut so gering wie seit fünf Jahren nicht mehr. Betroffen ist dennoch jeder fünfte Betrieb.
    Quelle: Zeit Online

    Anmerkung unseres Lesers J.A.: Irrelevant, denn es ist bloß das: “Klagen” oder “Jammern” über einen angeblichen Fachkräftemangel. Den besten und treffendsten Kommentar hat ein Leser verfasst: “Es kann in einer Marktwirtschaft gar keinen Fachkräftemangel geben: wenn Firmen Mitarbeiter einstellen wollen, finden sie immer welche, wenn sie mehr Gehalt zahlen. Dann gehen die schlechtesten Firmen pleite, weil sie nicht konkurrieren können. Und das ist gut so, denn es sorgt für eine permanente Optimierung und damit für mehr Wohlstand. Je mehr über vermeintlichen “Fachkräftemangel” geklagt wird, desto besser. Immer mehr Arbeitskräfte dagegen sorgen dafür, dass ineffiziente Unternehmen überleben können, indem sie immer geringere Löhne zahlen. Dadurch sinkt unser Wohlstand.” Und noch ein Kommentar: “Deutsche Unternehmen sind neoliberal und beuten ihre so dringend benötigten Angestellten aus. Das wäre die richtige Überschrift.“.

  4. Deutsche Dominanz
    Außenminister Johann Wadephul fordert Frankreich zu Kürzungen „auch im sozialen Bereich“ zugunsten einer massiven Hochrüstung auf. „Bedauerlicherweise“ seien „die Anstrengungen“ der französischen Regierung, Gelder in den Militäretat umzuschichten, „unzureichend“, befindet Wadephul; Paris sei „aufgerufen“, dies zu ändern. Hintergrund der offenen Einmischung in Frankreichs innere Angelegenheiten ist zunehmender Unmut in mehreren Staaten Europas über die krasse deutsche Hochrüstung, die die Bundesrepublik schon in wenigen Jahren zur „militärischen Großmacht“ werden lässt, wie es in einem Beitrag in der US-Zeitschrift Foreign Affairs heißt. Bereits im Herbst wurden etwa in Paris Warnungen laut, gelinge Deutschland der Durchbruch zur Militärmacht, dann werde es in der EU „extrem dominant“ sein. Kürzlich bestätigte der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, er spüre in Gesprächen in Frankreich und Polen, dass dort „alte Vorbehalte wieder hochkommen“ – „die Sorge vor deutscher Dominanz“. EU-Diplomaten diagnostizieren bereits eine „tektonische Verschiebung“ auf dem Kontinent. In Frankreich werden erste öffentliche Warnungen vor einem „deutschen Europa“ laut.
    Quelle: German Foreign Policy

    dazu auch: Kein Schutzrecht gegen Genozid
    Der Tod kommt mit deutschen Aggregaten. Oder wie es der Chef des Getriebeherstellers Renk (Augsburg) ausdrückt: „Kaum ein militärisches NATO-Kettenfahrzeug fährt, steuert und bremst ohne Renk-Technologie.“ Auch der Stolz der israelischen Armee in Gaza, der Kampfpanzer „Merkava IV“, setzt auf sein Renk-RK 325-Getriebe und den 1.500-PS-Dieselmotor von MTU aus Friedrichshafen. „Im urbanen Kampf, wo das Risiko ziviler Opfer hoch ist und der Feind oft in zivilen Strukturen verwurzelt ist, ist Präzision der Schlüssel“, schreibt der NATO-Waffenalmanach „Army Recognition“ über die Einsatzeffizienz des Panzers. Über die Trümmer der Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser rollt das deutsche Getriebe, es „gewährleistet höchste Mobilität, Leistung und Beschleunigung des Fahrzeuges in jedem Gelände“ (RK 325-Werbung). 72.000 Tote, über 171.600 Verletzte, 82 Prozent der Gebäude in Gaza sind zerstört. Was die Bomben aus der Luft, ist der „Merkava IV“ am Boden. Sein Einsatz befeuert den Umsatz in Augsburg und am Bodensee.
    Quelle: unsere zeit

  5. Operation Unthinkable – Marco Rubios Rede in München
    Der US-Außenminister begreift das Jahr 1945 als Niederlage des Westens und will die Nachkriegsordnung samt antikolonialer Befreiung revidieren. Dafür gibt es auf der „Sicherheitskonferenz“ Standing Ovations, allen voran deutsche Minister.
    Der britische Premierminister Winston Churchill hat noch im Mai 1945 die Ausarbeitung der „Operation Unthinkable“ in Auftrag gegeben. Der britische Generalstab wurde angehalten, einen Plan für einen Angriff auf die Sowjetunion auszuarbeiten, der gemeinsam mit US-amerikanischen Verbänden und 100.000 Soldaten der deutschen Wehrmacht bereits am 1. Juli 1945 hätte erfolgen sollen. Wegen zu hoher Risiken, insbesondere aufgrund der Zweifel, ob die britischen Soldaten einem entsprechenden Angriffsbefehl überhaupt Folge geleistet hätten, wurde das Vorhaben, das erst 1998 veröffentlicht wurde, fallengelassen. Der Plan allerdings war ganz in der Linie eines Winston Churchill fälschlicherweise zugeschriebenen Zitats: „Wir haben das falsche Schwein geschlachtet.“
    Quelle 1: Sevim Dagdelen auf Overton Magazin
    Quelle 2: NachDenkSeiten

    Anmerkung unseres Lesers J.S.: Wieder ein ausgezeichneter Beitrag von Frau Dagdelen. Frau Dagdelen fragt zum Schluss, wer den US-Imperialismus stoppen wird. Unsere drei Hanseln, die begeistert klatschend bei Rubios Rede aufsprangen sicher nicht. Sie würden wie bei Napoleons Krieg gegen Russland ins Verderben marschieren. Und sind dankbar, dienen und zahlen zu dürfen nach Trumps Motto “kiss my ass”.

    dazu: Münchner Sicherheitskonferenz – die vergiftete Liebeserklärung der USA
    Quelle: NachDenkSeiten

  6. Deutschland erschwert Friedensgespräche in der Schweiz
    Im Prinzip unterstützt Deutschland die Friedensgespräche für die Ukraine. In der Praxis werden sie aber behindert – für ein Treffen in der Schweiz gab es keine Überflug-Genehmigung.
    Dies berichten mehrere deutsche Medien unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Demnach haben sich die USA bei den EUropäern um eine Überflug-Genehmigung für die russische Verhandlungsdelegation bemüht.
    Deutschland, das auf der direkten Flugroute von Moskau nach Genf liegt, habe diese jedoch verweigert, heißt es in der “Berliner Zeitung”. Auch Polen soll sich gesperrt haben, so der “Focus”.
    Die Russen mußten daher einen riesigen Umweg über die Türkei, das Mittelmeer und Italien nehmen, das eine Ausnahmegenehmigung erteilte.
    Für Verzögerungen sorgte offenbar auch die Prüfung, ob gegen die beteiligten russischen Unterhändler womöglich EU-Sanktionen bestehen.
    Trotz dieser Schikanen wurden auch Vertreter aus vier europäischen Staaten in die Gespräche einbezogen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien seien mit Sicherheitsberatern vertreten, meldete AFP.
    Allerdings spielten diese nur “Mäuschen”; an den Verhandlungen waren sie nicht aktiv beteiligt.
    Quelle: Lost in Europe
  7. Aus USA und Niederlande: Kampfpiloten schützen Ukraine vor russischem Raketenhagel
    Erfahrene F‑16-Piloten aus den USA und den Niederlanden unterstützen die Ukraine bei der Abwehr russischer Raketenangriffe – und arbeiten dabei gemeinsam an der Verteidigung des Luftraums über Kiew.
    Kiew setzt nun offenbar auf die Unterstützung westlicher Militärveteranen im Kampf gegen russische Angriffe. Wie “EuroMaidan Press” berichtet, wurden in den vergangenen Wochen erfahrene F‑16-Piloten aus den USA und den Niederlanden in der ukrainischen Hauptstadt stationiert, um die Verteidigung des Luftraums zu verstärken.
    Quelle: Focus Online

    Anmerkung unseres Lesers M.L.: Das ist eine sehr gefährliche Eskalation.

  8. Wahlen in der Ukraine bleiben eine Illusion: Seifenblasenpolitik
    Wladimir Selenski, Präsident der Ukraine mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum, stellt neben den Westeuropäern das größte Hindernis auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden in der Ukraine und Europa dar. Selenskis politisches Überleben ist unmittelbar mit der Fortsetzung des Kriegs verbunden. Solange er als Präsident andere in den Tod schickt, ist sein Überleben durch den Sicherheitsapparat der Ukraine garantiert, lautet die paradoxe Formel, mit der sich die Lage fassen lässt. Selenski steht vor der Entscheidung, entweder sich oder seine Landsleute zu opfern. Wofür er sich entscheidet ist offensichtlich. Damit entscheidet er sich auch dafür, jeden Tag mehr Hass auf sich zu laden.
    Quelle: unsere zeit

    Anmerkung unseres Lesers M.W.: Was in der Ukraine auf Kosten des eigenen Volkes abläuft, ist eine Schande. Und die tatsächlichen Zustände scheinen sich sehr von den Qualitätsmedien uns erzählten zu unterscheiden.

  9. Totalblockade Kubas: Kaum jemand spricht vom Völkerrecht
    Die umfassenden US-Sanktionen stürzen Kubas Bevölkerung ins Elend. Völkerrechtler reden Klartext. Medien drücken sich.
    Kuba ist abgeschnitten von lebenswichtigen Gütern aus dem Ausland. Ohne Diesel und Benzin kein Strom. Ohne Diesel oder Benzin zu wenig Transporte und keine Abfallentsorgung. Ohne Banküberweisungen ins Ausland und aus dem Ausland ein wirtschaftliches Chaos. Ohne importierte Wirkstoffe keine Medikamente. Ohne Ersatzteile keine brauchbaren Geräte für Chirurgen.
    Als Folge der Sanktionen sterben viele Kubanerinnen und Kubaner vorzeitig
    Quelle: Infosperber

    dazu: Die Blockade durchbrechen
    US-Präsident Donald Trump möchte in die Geschichte eingehen. Als Friedensnobelpreisträger, Dealmaker, großartigster Präsident aller Zeiten – und als derjenige, der nach mehr als 60 Jahren das sozialistische Kuba zu Fall gebracht und Lateinamerika und die Karibik endgültig wieder zum Hinterhof der USA gemacht hat. Mit der verbrecherischen und mörderischen Blockade soll Kuba mit so viel Not und Elend überzogen werden, dass die Bevölkerung gegen ihre Regierung, gegen ihre Revolution, gegen ihre Errungenschaften aufsteht. Ruhe werden die USA, ihr Präsident und sein von der Exil-Mafia in Miami finanzierter Außenminister Marco Rubio erst geben, wenn Kuba wieder das Spielerparadies und das Bordell der US-Elite ist.
    Quelle: unsere zeit

  10. Francesca Albanese entgegnet den falschen Antisemitismus-Vorwürfen aus Frankreich
    Genau an dem Tag, als der Dokumentarfilm Disunited Nations in 122 italienischen Kinos lief und 10.000 Zuschauer anzog, hat der französische Außenminister Barrot den Rücktritt von Francesca Albanese gefordert und ihr wegen einer Äußerung, die im Video des von Al Jazeera organisierten Forums gar nicht vorkommt, Antisemitismus vorgeworfen.
    Der Vorwurf lautet nämlich, Israel als „gemeinsamen Feind der Menschheit“ bezeichnet zu haben. Francesca Albanese hat sich jedoch wie folgt geäußert:
    Quelle: pressenza
  11. Scholastizid und deutsche Wissenschaft: Eine Bestandsaufnahme
    Was bedeutet es, wenn nicht nur Menschen ermordet, sondern auch Universitäten, Schulen, Bibliotheken, Archive und Forschungsinfrastrukturen systematisch zerstört werden? Wenn Studierende, Lehrende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ermordet werden und mit ihnen institutionelles Gedächtnis, intellektuelle Kontinuität und gesellschaftliche Zukunft? Für diese Form der Vernichtung existiert ein wissenschaftlicher Begriff: Scholastizid. Eine Analyse von Prof. Dr. phil. Sabine Broeck.
    Quelle: etos.media
  12. Kommentar: Weit mehr als nur „Fake News“
    Falsch- und Desinformation sind längst keine Nischenphänomene mehr, sondern fixer Bestandteil der digitalen Informationsinfrastruktur geworden. Sie einzudämmen erfordert entschiedenes politisches Handeln.
    Wenn heute über Falschinformation gesprochen wird, richtet sich der Blick allzu oft auf anonyme Websites, dubiose Social-Media-Accounts oder geheime Trollfabriken im Ausland. Doch diese Perspektive greift zu kurz. Das eigentliche Problem liegt heute nicht mehr am Rand, sondern im Zentrum politischer und technologischer Macht. Falsch- und Desinformation (also unbewusst oder bewusst verbreitete falsche Inhalte) sind nicht mehr die Ausnahme. Sie gehören inzwischen zur Funktionsweise der Systeme, über die wir täglich Informationen erhalten.
    Die Fixierung auf das Äußere und Anonyme verkennt, dass demokratische Öffentlichkeiten in Europa zunehmend von oben unter Druck geraten. Ein großer Teil wirkmächtiger Desinformation entsteht nicht in obskuren Online-Nischen, sondern durch politische Eliten – und durch ihre Wirkung auf privat kontrollierte Kommunikationsinfrastrukturen.
    Quelle: Arbeit&Wirtschaft

    Anmerkung André Tautenhahn: Da denkt man zunächst, es fängt gut an, doch dann sind mit politischen Eliten lediglich Elon Musk und andere Milliardäre gemeint, die auf ihren Plattformen irgendwelche Verschwörungsmythen verbreiten oder relativeren. Schade. Taugen die ständig wiederholten und vielfach reproduzierten Falschbehauptungen der Eliten aus Politik und Wissenschaft über Rentensystem, Staatsverschuldung und Wirtschaftspolitik immer noch nicht für die Einordnung als „Fake News“?

  13. „Geschichte wird weltweit wieder zu einer Streitfrage“
    Wissenschaftsfreiheit unter Druck: Historiker*innen der Freien Universität berichten, welchen Einfluss die aktuelle Politik auf ihre Forschung und Lehre hat
    Der Umgang mit der Forschungsarbeit von Grzegorz Rossoliński-Liebe, Privatdozent am Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichtswissenschaft der Freien Universität, sorgt derzeit für Diskussion. Der Historiker hat sich in seiner als Buch veröffentlichten Habilitationsschrift mit der Kollaboration polnischer Bürgermeister mit den Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt. Dafür wird er als Wissenschaftler und auch persönlich angefeindet. Die geplante Veranstaltung „Polnische Bürgermeister und der Holocaust. Besatzung, Verwaltung und Kollaboration“ in der „Topographie des Terrors“ in Berlin, zunächst offenbar auch auf Druck der polnischen Regierung verschoben, findet nun am 3. März 2026 um 19 Uhr statt. In einem offenen Brief unterstützen Kolleg*innen die wissenschaftliche Arbeit des Historikers und wehren sich gegen Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit.
    Quelle: FU Berlin
  14. Botschaft im Kölner Rosenmontagsumzug: Aufrüstung dient Profiten von Rheinmetall
    Besondere Beachtung in den Medien finden jedes Jahr die Persiflagewagen mit ihren politischen Botschaften. Als Zuschauer des Rosenmontagszugs konnte man sich später wundern, wie Redakteure von Tagesschau und WDR den Zug in den Abendnachrichten am Montag präsentierten.
    Schwerpunktmäßig berichteten sie über den Kölner Zug, dass ganz zuvorderst eine Gruppe Ukrainer mitgelaufen sei, die Bilder von Putin-Schmähungen des Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly auf mitgeführten Pappschildern präsentierte. Mit anderen Worten, die Kölner präsentierten gleich zu Beginn des Kölner Rosenmontagszugs Bilder des Düsseldorfer Wagenbauers Tilly, so der Fokus der Redakteure bei WDR und ARD. Nach dem Motto, wenn die Kölner das nicht selbst bauen, dann kommt Düsseldorf zu Hilfe!
    Quelle: RT DE
  15. EU-Sanktionen: Der »bürgerliche Tod«
    Vorabdruck. Durch die neuen EU-Sanktionen werden Einzelpersonen in einen Zustand der Rechtlosigkeit versetzt. Über den Fall Jacques Baud
    Mit John Dougan und Xavier Moreau setzte Brüssel Mitte Dezember 2025 nach einem Slowaken, drei Deutschen und einer Schweizer Staatsbürgerin zwei weitere »Westler« auf die schwarze Liste. Der 49jährige Dougan, ein Expolizist aus Palm Beach, ist US-Amerikaner, während der in der Militärakademie Saint-Cyr zum Offizier ausgebildete Xavier Moreau die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Beide gerieren sich als glühende Anhänger des Kreml und seiner Politik und übersiedelten in den vergangenen Jahren nach Russland.
    Quelle: junge Welt


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