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NachDenkSeiten – Die kritische Website
Titel: Hinweise der Woche
Datum: 15. März 2026 um 9:00 Uhr
Rubrik: Hinweise des Tages
Verantwortlich: Redaktion
Am Wochenende präsentieren wir Ihnen einen Überblick über die lesenswertesten Beiträge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages für Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werktägliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)
Bitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschließlich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte stoßen, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund dafür: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachträglich eingeschränkt oder/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.
Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:
Vorbemerkung: Ursprünglich hatten wir geplant, in unserer Wochenübersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beiträge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine dafür nötige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beiträge vorzuenthalten. Daher möchten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beiträge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.
dazu: Putin bietet Europa Öllieferungen an – unter Bedingungen
Russland hat sich vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs offen für Öl- und Gaslieferungen an europäische Länder gezeigt. Voraussetzung sei aber eine “langfristige und stabile” Zusammenarbeit, bei der “kein politischer Druck” auf Moskau ausgeübt werde, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin bei einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung. “Wir sind bereit, mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale von ihnen, dass auch sie dazu bereit und willens sind.” (…)
“Wenn europäische Unternehmen und europäische Käufer plötzlich beschließen, sich neu zu orientieren und uns eine langfristige, nachhaltige Zusammenarbeit zu bieten, dann ja, wir haben das nie abgelehnt”, sagte er mit Blick auf Lieferungen.
Quelle: n-tv
dazu auch: Westen fährt auf Reserve
Iran-Krieg: Der Ölpreis steigt und steigt. G7-Staaten erwägen Rückgriff auf strategische Notfallreserven
Die G7 ziehen unter dem Druck des rasant steigenden Erdölpreises den Rückgriff auf ihre strategischen Erdölreserven in Betracht. Dies hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag bestätigt. Bereits zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass die G7-Finanzminister am Montag bei einem Treffen mit Fatih Birol, dem Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), über diesen Schritt beraten wollen. Die 32 durchweg westlichen oder prowestlichen IEA-Mitgliedstaaten haben Notfallreserven von rund 1,2 Milliarden Barrel (rund 190 Milliarden Liter) Öl eingelagert. US-Experten plädierten dafür, 300 bis 400 Millionen Barrel freizugeben, hieß es in der Financial Times – stolze 25 bis 30 Prozent der Gesamtreserven. Zuletzt wurden die Vorräte nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs angezapft, davor während und nach den Kriegen gegen den Irak im Jahr 1990 sowie gegen Libyen im Jahr 2011. Der Schritt, der Lieferausfälle ausgleichen und den Preis senken soll, gilt als äußerst seltene Ausnahme.
Quelle: junge Welt
und: Benzinpreis-Wut in Deutschland – Warum die Kritik an Steuern und Abgaben am Problem vorbeigeht
Quelle: NachDenkSeiten
dazu auch: „Wird Weltwirtschaft zum Einsturz bringen“: Katar warnt vor enormen Preissprüngen – Gaspreis als Gefahr für Deutschland
Der Ölpreis steigt deutlich, Tanker meiden die Straße von Hormus. Katars Energieminister sieht die Energieversorgung aus der Region in Gefahr. Besonders tückisch für Deutschland ist die Entwicklung am Gasmarkt.
Der Golfstaat Katar hat vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Lieferungen von Energierohstoffen aus der Region gewarnt. Es sei zu befürchten, dass alle Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen einstellen könnten, sagte Katars Energieminister Saad al-Kaabi der „Financial Times“. Dann sei ein Anstieg des Ölpreises bis auf 150 US-Dollar je Barrel (159 Liter) möglich. […]
Gefährlicher als ein Anstieg des Ölpreises ist für Deutschland und Europa aber die Entwicklung am Gasmarkt. Infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ist Deutschland mittlerweile abhängig von Flüssiggas (LNG) aus den Vereinigten Staaten (94 Prozent des deutschen Flüssiggasimports), welches entweder direkt über deutsche LNG-Terminals oder indirekt über die Niederlande und Belgien nach Deutschland gelangt. Das meiste Erdgas fließt allerdings noch über Pipelines aus Norwegen.
Durch den mindestens temporären Ausfall von Katar als wichtigem Weltmarktlieferanten für LNG kommt es global zu einer großen Angebotsverringerung, die die Preise treibt, zumal Katar einer der wichtigsten Lieferanten für den asiatischen Markt ist.
Quelle: Tagesspiegel
Anmerkung unseres Lesers J.A.: Dann passt es ja ganz prima, dass Deutschland das sehr günstige und zuverlässige Pipeline-Gas aus Russland komplett ablehnt, sich von teuren US-amerikanischen LNG-Lieferungen abhängig gemacht hat und jetzt in Gestalt der Bundeswirtschaftsministerin den weiteren Ausbau der Gaskraftwerke plant. Mit anderen Worten, direkt in die nächste Dauerrezession. Danke auch an die USA und an Israel, die ohne Sinn und Verstand solche verheerenden Kriege beginnen.
und: Emmanuel Todd: «Der Beginn eines Weltkriegs»
Das amerikanische Imperium zerfällt wie die Sowjetunion, sagt Emmanuel Todd. Der Demograf hat 1976 den Untergang der kommunistischen Supermacht vorhergesagt – anhand von Daten zur Kindersterblichkeit. Nun sieht er in Bevölkerungsstatistiken den Abstieg der USA abgebildet. In der Ukraine habe Russland längst gewonnen, im Iran sei China der lachende Dritte. Sorgen bereitet ihm Deutschlands Aufrüstung.
Quelle: Seniora.org
dazu: Trumps Kreuzzug
Aufmerksame Beobachter haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass in Deutschland nicht alle christlich-kirchlichen Instanzen die Militarisierung des Landes ablehnen – und damit der christlichen Aufforderung zum Frieden – Liebe deine Feinde – total widersprechen. In den USA aber ist es noch deutlich extremer. Dort wird der christliche Glaube dazu benützt, einen Angriffskrieg als gottgewollt darzustellen. Patrick Lawrence bringt dazu Beispiele.
Quelle: Globalbridge
dazu auch: Trumps Kalkül ging nicht auf
Vor den Zwischenwahlen 2026 verkauft Trump das Kidnapping Maduros und die Belagerung Kubas als spektakuläre Erfolge. Ein weiteres in den USA seit Jahrzehnten aufgebautes Feindbild ist das Regime des Iran. Die Aggression gegen den Iran sollte Trumps chauvinistische „Erfolgsserie“ fortschreiben. Alle „Feinde“, die er jagt, sind Exponenten von Ländern, die – trotz Sanktionen – ihre Souveränität gegen neokoloniale Ausbeutung und Bevormundung verteidigen. Marco Rubio hatte bereits auf der Münchner Sicherheitskonferenz unter dem Beifall der „Europäer“ die reaktionäre Utopie einer Rekolonialisierung des Globalen Südens verkündet.
Trump hat schlechte Umfragewerte. Teile der MAGA-Bewegung bröckeln weg. Chauvinismus soll Fehlschläge der Zollpolitik, Proteste gegen ICE und die Epstein-Akten an den Rand drängen. Der Angriff auf den Iran kann allerdings nach hinten losgehen.
Quelle: unsere zeit
und: Nichts gelernt: Vietnam-Verweigerer Trump erschafft sich im Iran sein eigenes Kriegs-Debakel
Die Parallele zu Vietnam drängt sich auf. Zwischen 1965 und 1968 flogen die USA in der “Operation Rolling Thunder” eine systematische Bombenkampagne gegen Nordvietnam. Die Überzeugung damals: Man könne den Feind durch schiere Feuerkraft in die Knie zwingen. Es funktionierte nicht. Und es funktioniert auch jetzt nicht. […]
In Vietnam geschah etwas Vorhersehbares: Als die militärischen Ziele erschöpft waren, bombardierten die Amerikaner Infrastruktur und Wohngebiete. Die antiamerikanische Stimmung explodierte – im Land selbst und weltweit. Der Widerstandswille der Bevölkerung wuchs mit jeder Bombe.
Quelle: FR Online
sowie: Gotteskrieger in der US-Armee: „Trump ist von Jesus gesalbt worden, um in Iran das Signalfeuer zu entzünden“
Quelle: NachDenkSeiten
dazu auch: Die Grenzen der Luftwaffe der USA und Israels
Der Westen, einschließlich Israel, weigert sich, aus der Geschichte zu lernen, was den Einsatz der Luftwaffe zur Herbeiführung eines Regimewechsels angeht. Die Entscheidung Israels und der Vereinigten Staaten, am 28. Februar den Iran anzugreifen und einen Regimewechsel zu erzwingen, ist ein kolossaler Fehlschlag. Die Ermordung von Ayatollah Khamenei, des Verteidigungsministers und des Chefs der IRGC sowie die Tötung von 165 Schülerinnen im Alter von 6 bis 12 Jahren hat stattdessen die iranische Öffentlichkeit dazu gebracht, sich um die Islamische Republik zu scharen, und die Chance zunichte gemacht, dass es zu einer für den Westen akzeptablen Verhandlungslösung für den Krieg kommt. Der Iran weigert sich, sich den USA und Israel zu unterwerfen, und ist fest entschlossen, die USA aus der Persischen Golfregion zu vertreiben und Israel zu vernichten.
Quelle: Seniora.org
und: Warum der Iran den Krieg bereits gewonnen hat
Es gibt ihn, den Schweizer Wissenschaftler, der den Iran und seine über tausendjährige Geschichte wirklich kennt und versteht – und der zu Recht darüber besorgt ist, dass in der internationalen Politik Leute entscheiden, die vom wahren Charakter des Iran keine Ahnung haben – nicht zuletzt natürlich die US-Amerikaner. Im hier folgenden, ausführlichen Text erklärt er, warum Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran nicht gewinnen werden, auch mit andauernden Bombenangriffen nicht. In Anbetracht des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Israels und der USA, der (negative) Auswirkungen auf fast die ganze Welt haben wird, lohnt es sich, die Ausführungen des Iran-Spezialisten Patrick Ringgenberg aufmerksam zu lesen.
Quelle: Globalbridge
dazu auch: Konfliktforscherin Nicole Deitelhoff: „Ein Angriffskrieg bleibt ein Angriffskrieg“
Frau Deitelhoff, Israel und die USA sprechen im Kern von einem Präventivschlag. Donald Trump, der Amerika einst durch einen „großen Teich“ von den Kriegen der Welt getrennt sah, sagt nun, Iran könne Raketen bauen, die auch die USA erreichen. Was ist davon zu halten?
Es ist wenig überzeugend. Die Argumentation ist zwar verständlich – man versucht erkennbar, sich innerhalb des Völkerrechts zu bewegen. Aber das trägt nicht. Das Völkerrecht schließt Präventivschläge aus. Was allenfalls zulässig wäre, ist die Abwehr eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs – das nennen wir einen Präemptivschlag. Und genau das liegt hier nicht vor.
Quelle: FR Online
und: Nicht auf dem neuesten Stand
Quelle: NachDenkSeiten
dazu: Konjunktur Deutschland Industrieaufträge brechen überraschend stark ein
Die deutsche Industrie ist schwach ins Jahr gestartet: Die Aufträge sanken im Januar um 11,1 Prozent – deutlich stärker als erwartet. Ökonomen sprechen von einem Schock, sehen aber auch Sondereffekte durch Großaufträge.
Quelle: tagesschau
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