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Titel: Leserbriefe zu „Demos gegen Wehrpflicht: 20 Euro Verwarngeld gegen Schüler in Stuttgart – Wo ist das Rückgrat der Schulen?“

Datum: 16. März 2026 um 14:15 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
Verantwortlich:


Die Politik richtet Deutschland auf Kriegstüchtigkeit aus – im Zuge dessen greift die „Hand des Staates“ auch nach jungen Staatsbürgern in Form des neuen Wehrdienstes. Und die lehnen sich dagegen auf, dass über ihre Köpfe hinweg über ihre Zukunft entschieden wird: Am 5. März 2026 fand bundesweit der 2. Schulstreik gegen die Wehrpflicht statt. 14 Schüler eines Stuttgarter Gymnasiums wurden mit einem Verwarngeld von 20 Euro belegt, weil sie an den Demonstrationen teilnahmen und somit unerlaubt beim Schulunterricht abwesend waren. Marcus Klöckner kritisiert das Vorgehen der Schulleitung in seinem Kommentar scharf. Lehrer und Rektorat verstoßen hier gegen das eigene Leitbild der Schule, „Schülerinnen und Schüler bei ihrer fachlichen, persönlichen und sozialen Entwicklung auch im Hinblick auf ihre Zukunft“ zu unterstützen, sie fallen ihnen sogar mit der Androhung „scharfer Konsequenzen“ in den Rücken. Aus Sicht unseres Autors sollten sie die Sorgen ihrer Schüler ernst nehmen und sie in ihrem berechtigten Protest gegen die Wehrpflicht unterstützen. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Herzlichen Dank für Ihre Zuschriften, zusammengestellt von Ala Goldbrunner.

1. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

auch wenn ich mit vielem im Artikel konform gehe – einiges ruft doch meinen Widerspruch hervor.
Dass die Schulleiter im Lande kein Rückgrat haben, das ist hinlänglich bekannt. Warum das so ist, hingegen weniger. Viel mehr als früher stehen Schulleiter heute als Vorgesetzte und Verantwortliche in der Pflicht, der primus inter pares unter den Lehrern ist nicht mehr gewünscht. Gleichzeitig sorgen die Ausschreibungen für Beförderungsstellen im Allgemeinen und das System der Schulleiterauswahl im Besonderen zumindest in meinem Bundesland dafür, dass nicht der Beste, sondern der Angepassteste die größten Chancen hat. Anschließend verwalten die frisch gekürten Oberstudiendirektoren den staatlich gewünschten Mangel und geben dafür ihr Gesicht her – wer da kein extrem dickes Fell und besonderes Selbstbewusstsein hat, steht auf verlorenem Posten, denn Schulen sind immer unterausgestattet und stehen jetzt ja auch im „Wettbewerb“ um die „besten“ (heißt: unproblematischsten) Schüler, von denen es gefühlt jedes Jahr weniger gibt. Die Rückendeckung (finanziell und administrativ) des Schulträgers und der Bezirksregierung kann man sich da nicht verscherzen, sonst ballen sich bald an der eigenen Schule die Probleme.

Das darüber hinaus viele (oder gar die meisten) von uns Lehrern nicht ins Beamtenverhältnis eingetreten sind, weil Freiheit uns wichtiger erschien als Sicherheit, kommt da noch hinzu. Das war nie anders – man denke nur an die drei Berufsgruppen mit der größten NSDAP Durchseuchung: Juristen, Ärzte, Lehrer … – und wird auch vermutlich nie anders sein. Rückgrat ist, wie jede Lehrerkonferenz es aufs neue zeigt, nicht unsere Stärke. Im schwarzgrünen (oder jetzt grünschwarzen) Ländle ist dazu mit Sicherheit der Durchschnitt der Lehrer, die von tiefschwarzem Russenhass erfüllt sind, noch größer als woanders, mithin wohl auch der Wunsch nach deutscher Wiederermannung im militärischen Sinne, ich würde also davon ausgehen, dass Rückgrat hier gar nicht das Problem ist, sondern, wie schon bei Corona, weite Teile der Kollegien und Schulleiterschaft die polit-medial verbreitete Meinung vollumfänglich teilen. Soweit die Kritik daher gegen das schulleiterliche und politische Brustgetrommel und die „Haltung“ geht, gehe ich d’accord.

Womit ich grundsätzlich nicht einverstanden bin, ist die Empörung über die angedrohte Strafe von 20 Euro.

Wer nicht grundsätzlich gegen die Schulpflicht ist, kann gegen die zitierte Aussage des Herrn Brust nicht viel sagen, denn ansonsten müsste ja demnächst auch für alle anderen Proteste schulfrei gegeben werden. Rein praktisch: Wer würde da nicht auf eine „Demo für mehr Rheinmetall“ gehen, wenn die Alternative Mathematikunterricht oder Vokabeltest hieße? Es muss möglich sein, die Teilnahme (strafbewehrt) während der Unterrichtszeit zu verbieten. Wie soll sonst die Beurlaubung für eine Demo für die Einführung der Scharia abgelehnt werden? Oder für Klimakleber? Oder für mehr kostenfreie Tampons auf Herrenklosetts? Entweder alle erlauben, oder keine – sonst sind wir genau bei der wohlfeilen und häufig verlogenen „Haltung“, die Sie ja auch bemängeln. Und da bin ich eindeutig, als Anhänger der Schulpflicht, gegen jedwede Erlaubnis – und 20 Euro Strafe (und unentschuldigte Fehlstunden) sind jetzt auch nicht besonders drakonisch.

Wir Lehrer tun in meinen Augen den Schülern den größeren Gefallen, wenn wir deutlich machen, dass zwar die Gesetze durchaus auch ihre Berechtigung haben – und als Beamte sind wir zur Einhaltung verpflichtet – wir als Bürger aber ihr Anliegen unterstützen. Demokratie ist nun mal kein Kinderspiel, und wenn wir den Schülern nicht beibringen, das Regelbruch Konsequenzen hat, helfen wir Ihnen nur zu einem übermäßigen Anspruchsdenken. Und das, seien wir ehrlich, ist bei den jungen Leute ohnehin schon ausreichend vorhanden. Gleichzeitig zeigen wir aber auch, was Solidarität heißt.

Daher mein Vorschlag für alle nachdenkseitenlesende Bürger (nicht nur die mit A13-A16): Lasst uns das wohlfeile Gegendere auf der unter Ihrem Artikel verlinkten Seite übersehen, ebenso wie den kindischen Verwendungszweck, und spenden wir 20 Euro an die kleinen Protestanten. Viele von den Nachdenkseitenlesern werden das Geld verschmerzen können, und für die protestierenden Jugendlichen ist es eine Möglichkeit zu reifen. Vielleicht placieren sie den Spendenaufruf noch einmal etwas prominenter?!

Und noch eins: Schlagen wir den politisch-administrativen Komplex mit seinen eigenen Waffen: Wenn jeder Bescheid über ein Ordnungsgeld mit einem Widerspruch angefochten wird, wenn außerdem für jeden Antrag auf Erstattung des Ordnungsgeldes von der erstattenden Organisation nach dem Informationsfreiheitsgesetz eine Anfrage gestellt wird, ob der Bescheid wirklich so ergangen ist und bezahlt wurde, dann wird die Verwaltung so mit überflüssigem Papierkram zugemüllt, dass die Schüler das länger durchhalten als die Verwaltung. Administrative Blockade einmal andersherum!

Keine (Schreib-)Blockade sondern weiterhin frohes Schaffen wünscht

N.J.


2. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion, Schulen und vor allem Lehrer verstehen sehr wohl, was in der Gesellschaft vorgeht. Bitte ziehen Sie aus dem Verhalten dieser einen Schulleitung keine verallgemeinernden Rückschlüsse auf andere Schulen, Schulleitungen und Lehrer.

Es gibt viele Klassenlehrer an vielen Schulen, die das Anliegen der Schüler unterstützen und bei einem entsprechenden Schreiben der Eltern das Fehlen der Schüler entschuldigen. Dieses Vorgehen entspricht dem der Mehrheit der Schulen, Schulleitungen und Lehrer.

Mit freundlichen Grüßen Ilka Müller


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner, sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team,

Wehrpflicht und Schulpflicht sind nun mal Pflichten, die der Staat mit Nachdruck einfordert. An dem Beispiel sieht man, dass die Schulpflicht ein zweischneidiges Schwert ist. Einserseits soll sie die jungen Menschen befähigen, arbeitsfähig zu werden und ihnen ein gewisses Maß an Allgemeinbildung und vielleicht auch noch etwas mehr an Bildung mitzugeben fürs Leben und gegebenenfalls fürs Studium, andererseits ist es aber auch gleichzeitig ein Manipulatonsinstrument und ein Zwangsinstrument, um Kinder und Jugendliche in der gewünschten Form zu sozialisieren. Dies ist nicht zuletzt der Grund dafür, dass die Schule immer schon, aber heute mehr denn je, ein “Kriegschauplatz” war und ist, auf dem Kinder und vor allem Jugendliche um ihre Freiheit kämpfen.

Fritz Gerhard


4. Leserbrief

Werter Herr Klöckner,

ich frage mich immer öfter, ob Dummheit auch Grenzen kennt. Noch vor nicht allzu langer Zeit hat man die Schüler fast genötigt die Schule zu schwänzen, ganztags (Freitag), um die Klimahysterie zu bedienen. So manche „Honoratioren“ können ihre Kinder freistellen, um die Ferien an den Termin der Eltern anzupassen, ohne Sanktionen natürlich. Wenn es aber um Leib und Leben, Grund- und Menschenrechte geht wird man komisch und scheint sich im Recht. Nein! Wer, wenn nicht die Kinder und Jugendlichen, sollen denn gegen ein neues Verheizen demonstrieren, ok die Siebzigjährigen noch, wenn man den Schwachsinn derer Kanonenfutter-Rekrutierung ernst nehmen würde. „Könnten Lehrer bitte mal ihren Rücken gerade machen und nicht vor der Politik kuschen“? Nein, diese Generation kann das vermutlich nicht, von Ausnahmen abgesehen. Die fahren zwar mit den Schülern an unterschiedliche Gedenkstätten, in denen man genau die Auswirkungen eines Krieges anschaulich ersehen kann, aber vermutlich halt ein Ausflug mit Abwechslungscharakter. Filme wie „Die Brücke“, „Die Welle“, „Im Westen nichts Neues“ etc. hat man vermutlich aus den Archiven verbannt, um die Nachfolgegenerationen nicht auf die pazifistische Bahn zu lenken. Besten Dank an die mutigen Gymnasiasten und deren Eltern. Ich hoffe, dass man vor Gericht zieht, sollte tatsächlich das Verwarnungsgeld drohen. Das Leitbild scheint Makulatur zu sein und gleicht einem Leitbild. Lehrkörper, welche hier nicht hinter den Schülern stehen müsste man entlassen, insbesondere im Hinblick auf unsere Geschichte und dem damaligen „nie wieder“!! Sind ca. neunzig Jahre zu lang für ein intellektuelles Gedächtnis? Gibt es keine Lehrer, bei denen ein Verwandter den Tod fand für einen unfassbaren Krieg mit ca. sechzig Millionen (!!) Toten? Meine Oma und Tante durfte ich nie kennenlernen, weil sie Kriegsopfer (Bombenterror) wurden – in Stuttgart! Wären meine Enkel betroffen, würde ich auf die Straße gehen und aktiv werden. Interessant wäre der oberste Rädelsführer dieser Verwarnungsaktion, der Schulleiter dürfte nur Erfüllungsgehilfe sein und mit welchen Rechtsgrundlagen, insbesondere im Vergleich zu fridays for future. Was sagt eigentlich der grün/schwarze Landtag und/oder das Kultusministerium zu solchen Aktionen? Wir müssen wieder Namen und Gesichter in den Fokus rücken, damit die kommende „Geschichte“ transparenter wird und man nachher nicht so lange recherchieren muss, um die Unbelehrbaren/Täter ausfindig zu machen. Wehret den Anfängen! WIR brauchen keinen Krieg mehr und wer das will soll gefälligst alleine hingehen! Hoffentlich entsteht eine neue Widerstandsbewegung gegen einen angedachten Krieg, was mit einer Musterung beginnt, muss aber aus der Gesellschaft heraus entstehen, welche die Leidtragenden sind bei Kriegen. Das Feindbild des Kalten Krieges hat man mühsam neutralisiert, schon kommen Ewiggestrige um die Ecke und wollen sich an einem neuen Krieg bereichern – ohne uns. Widerlich/unmenschlich ist gelinde ausgedrückt.

Mit freundlichen Grüßen

E. Bauer


5. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

danke für diesen Artikel.
Das wird der kürzeste Leserbrief den die NDS je bekommen haben:

Die Brücke von Bernhard Wicki (1959)

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Melchior


6. Leserbrief

Recht hat er der Klöckner!

Und er hat sich große Mühe gegeben, nicht mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Hier schreibt ein Uraltpauker (Zeitzeuge des Herausgebers der NDS), ein Mensch, der in Stuttgart-Heumaden ausgebombt wurde und von Mama mit seinem einjährigen Schwesterchen unter Lebensgefahr aus den Trümmern gehievt wurde. Heute besucht ihn eine Gruppe ehemaliger Stuttgarter Schüler im “Hohen Norden”! Es sind nun gestandene Herren. Einer ist schon OPA. Sie haben Geschichte bei MIR gehabt. Heut Abend ist dieser Artikel Thema nach dem Abendessen.

Was ist das für ein Ordnungsamt? “20 Euro sollen die Buben zahlen – möglicherweise waren auch Mädchen dabei! Wie es Mädchen gehen kann, die dort leben, wo unsere amerikanischen Freunde beschlossen haben, alles niederzubomben, haben 170 in Teheran erleiden müssen! Zeitgeschichte oder auch Unterricht in Ethik ist angesagt. Ersatzweise habe der Schulleiter massive Konsequenzen angedroht! Was sagt das Schulamt/Oberschulamt dazu? (…) Die Ertüchtiger finden offenbar nicht genug Sterbenswillige. Zu was das führen kann, zeigt Klöckner jedem, der das wissen will. Drücken Sie den LINK. Der Fachbegriff dazu lautet: Bussifizierung! Der Uraltpauker verzeiht dem Autor, dass er nicht andere, viel brutalere Beispiele gewählt hat.

Ich schließe -Ekel hab ich im Gaumen- mit dem Leitbild des Gymnasiums: Wir unterstützen ……… AUCH im Hinblick auf ihre ZUKUNFT. Auch! Ein Bauchschuss in Ehren!

Danke Herr Klöckner

Dieter Münch – ist nicht böse, wenn dieser Brief nicht veröffentlicht wird.


7. Leserbrief

Guten Tag,

natürlich gilt es einen geregelten, ungestörten Schulablauf zu gewährleisten, dann aber bitte in allen Belangen.

In speziellem Fall, wo es um den Eingriff in die Freiheitsrechte des Bürgers, hier der jungen, heranwachsenden Generation geht.

Durch die in der breiten Öffentlichkeit nicht in Konsens gestellte Wiedereinführung der Wehrpflicht, in Verbindung mit einer unbewiesenen und eher selbst provozierten, einseitigen Bedrohungslage durch Russland. Hier sollte den Betroffen, der jungen Generation schon die Möglichkeit gegeben werden, ihr Unbehangen und ihren Unmut zur Wehrpflicht, unter den genannten Umständen zu äussern. Auch die Lehrerschaft wäre gut beraten, zu diesem Thema, zu Frieden, einem guten Miteinander der Völker und Kulturen, mit den ihnen anvertrauten Schülern in einen offenen Diskurs zu gehen. Unterstützend und erster Ansprechpartner sind und bleiben die Eltern. Für eine Nichtteilnahme am Unterricht an besagten Tagen, kann mit ruhigem Gewissen die Unpässlichkeit als Entschuldigungsgrund genannt werden.

Auch die Lehrerschaft wäre gut beraten, sich generell wieder einmal mit dem Grundgesetz zu befassen und sich nicht blindlings zum Erfüllungsgehilfen einer aus dem Ruder gelaufenen Politik machen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


8. Leserbrief

[Anm.A.G.: unsere Leserin gab den NachDenkSeiten ihr Schreiben an die Schule zu Kenntnis weiter]

Guten Tag,

dieser Beitrag veranlasst mich zu meinem Schreiben an Ihre Schule.

Seit vielen Jahren in sozialen und friedensbewegten Zusammenhängen unterwegs, freue ich mich über das Engagement Ihrer SchülerInnen, die gegen Wehrpflicht und Kriegsdienst demonstrieren. Das verdient Lob und nicht Strafe. Sie können stolz auf die jungen Menschen sein und hoffe sehr, dass Sie diesen zur Seite stehen. Damit erweisen Sie auch der Entwicklung hin zu “wirklicher Demokratie” einen großen Dienst:

Empfehlung für den Politik/Sozialkunde-Unterricht:

“Frieden ist teuer” – Wie wirksamer Pazifismus aussieht und vorgeht (im Anschluss an Jörn Leonhard)

https://www.youtube.com/watch?v=1YggtK74m2w
(Hinweise unter d. Video beachten)

In Erwartung Ihrer Rückmeldung

sende ich

friedensbewegte Grüße

Ute Plass


9. Leserbrief

mich beeindrucken die Schülerproteste gegen die Wehrpflicht überhaupt nicht. Im Gegenteil, es drängt sich mir der Eindruck auf, dass die deutschen Schüler gar nicht wirklich gegen den Krieg sind, sondern nur dagegen, dass sie selbst in den Krieg ziehen sollen. Solange andere in den Krieg ziehen müssen, scheint es ihnen herzlich egal zu sein. Ich finde das äußerst unsympathisch und auch nicht überzeugend.

Ich bin gegen den Krieg, ganz massiv, und damit natürlich auch gegen die Wehrpflicht. Aber für mich ist die Wehrpflicht sekundär, nicht primär, wie ich es bei den deutschen Schülern empfinde.

Mit freundlichen Grüßen

Anne Reeßing


10. Leserbrief

Die letzten Beiträge von Marcus Klöckner sind an Naivität kaum zu überbieten.
Schon mal was von der “Schule der Nation” gehört ?
So wurde die Bundeswehr im Rückgriff auf die preußische Armee und der Nazi-Wehrmacht bezeichnet.
Selbstverständlich sind die Schulen und sonstigen Bildungsstätten der Nation erst recht “Schule der Nation”, auch ohne die explizite Zuweisung durch Bundeskanzler Brandt:
>>Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger meinte 1968, die Bundeswehr sei “die Schule der Nation”. Als Kanzler erwiderte Willy Brandt 1969: “Die Schule der Nation ist die Schule.”<< Zitat aus https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2022-06/wehrkunde-schule-unterricht-armee/seite-2
Es geht also nicht um “Rückgrat der Schulen” (?), sondern um deren “Bildungsauftrag”.
Die Berufsverbote nach dem “Radikalenerlaß” waren die zeitgemäße Ergänzung zum Bildungsauftrag der Schulen, “den kritischen, urteilsfähigen Bürger” zu erziehen (siehe Google-KI zur Schule der Nation im Anhang), damit die Kritik und das Urteil der Schüler in den Genzen von “Eine Zensur findet nicht statt”
(Artikel 5 Absatz 1 Satz 3 des deutschen Grundgesetzes) verbleiben.

Rückgrat können bestenfalls Lehrer oder Schulleiter haben, die den Bildungsauftrag “Kriegstüchtigkeit” ablehnen und damit riskieren, als “Verfassungsfeinde” ihren Bildungsauftrag zu verlieren, so wie viele kritische Ärzte mit Rückgrat in der Plandemie dafür mit Berufsverbot und Existenzbedrohung bestraft wurden.

B. Weber
Bankfurt


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