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Titel: Leserbriefe zu „„Natürlich wollen wir nicht in diesen Krieg“, dann schiebt Gabriel ein „Aber“ hinterher – Rheinmetall freut‘s, den Frieden nicht“
Datum: 25. März 2026 um 15:06 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
Verantwortlich: Redaktion
In diesem Beitrag kommentiert Marcus Klöckner die Aussage „Natürlich wollen wir nicht in diesen Krieg“ vom früheren Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD), der er ein „Aber“ hinterhergeschoben habe. Es habe bereits einige historische „Aber“ gegeben – irgendwas „ist“ immer. So auch dieses Mal. Das würden wir von Sigmar Gabriel lernen. Gabriel begründe sein „Aber“ mit „unseren Handelsschiffen“. Ein altes Bibelwort aus dem Matthäus-Evangelium Kapitel 5 Vers 37 dränge sich laut Klöckner auf: „Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.“ Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben hierzu interessante Zuschriften erhalten und danken dafür. Christian Reimann hat für Sie die nun folgende Leserbrief-Auswahl zusammengestellt.
1. Leserbrief
„Zieht nun in neue Kriege nicht, ihr Armen, als ob die alten nicht gelanget hätten.“ (Brecht)
Marcus Boshkow
2. Leserbrief
Sehr geehrter Markus Klöckner
als Leser der Nachdenkseiten von Anfang an freue ich mich sehr, dass Sie seit einiger Zeit regelmäßig in den NDS schreiben.
Ihr heutiger Kommentar zum Vorsitzenden der Atlantikbrücke hat mich zu einer Art Haiku angeregt, nachdem das Wort Verantwortung ja durch alle Politiker- und sonstigen “Verantwortungsträger*innen” geistert.
Bleiben Sie weiterhin so kritisch und leider manchmal zu zynisch.
Freundliche Grüße
Dr. Siegfried Ecker
3. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner,
was erwarten Sie denn von einem Transatlantiker wie Gabriel. Natürlich ist er, nicht nur als Mitglied des Aufsichtsrates von Rheinmetall, ein Verfechter der Kriegstüchtigkeit und hält von Frieden nichts, weil der das Geschäft versaut.
Es ist doch nicht nur Herr Gabriel der Kriegsgelüste hat. Dazu passt doch auch der Joschka Fischer, ein Kiesewetter, ein Hofreiter und andere. Sie schreiben: “Wo echte Diplomatie und Friedenspolitik gefragt sind, soll die Aufrüstung sprechen und „es“ richten.”
Diese Leute wissen doch gar nicht, was Diplomatie ist. Sie wollen auch keine Diplomatie.
Gabriel könnte von mir aus sagen was er wollte, wenn er nicht doch Einfluss auf die Politik haben
würde. Diese Leute verkriechen sich allerdings als erste, wenn es knallt.
Ulrich Kleinecke
4. Leserbrief
“Zitate
“Meine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat von Rheinmetall soll als Beitrag dazu verstanden werden, offensiv mit der Notwendigkeit einer starken und leistungsfähigen Verteidigungsindustrie in Deutschland und Europa umzugehen” Die Bundeswehr müsse wieder verteidigungs- und damit kriegstauglich gemacht werden. [66]”
lobbypedia.de/wiki/Sigmar_Gabriel
Liebe Redaktion,
der Obergefreiter Siggi ist ziemlich flexibel, wenn es um die dicke Kohle geht.
Bei Lobbypedia steht
“…
2015-2017: Treffen mit Gazprom und der Nord Stream AG
Recherchen von Correctiv zufolge hat Gabriel eine zentrale Rolle dabei gespielt, die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas zu zementieren. So war dieser ein prominenter Gast beim Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum und pflegte Beziehungen zum Seitenwechsler Heino Wiese, dessen Karriere von der Landespolitik für die SPD zum russischen Honorarkonsul reichte
…”
Aber
“Notfalls mit deutschen Soldaten
Gabriel: “Müssen Russland niederringen”
n-tv.de/politik/Gabriel-Muessen-Russland-niederringen-article25007806.html
Anmerkung
Das wollte ein Gefreiter schon einmal, es endete in einer Katastrophe.
Br
Dieter Gabriel
5. Leserbrief
Lieber Herr Klöckner,
“Sigmar Gabriel war deutscher Außenminister.”
(…) Bleibt nur die Frage, warum so einer, Gabriel, ausgerechnet Rüstungslobbyist wird. Vielleicht weil er als Pop-Minister so harmlos daher kam? Da denkt man erst einmal nichts Böses. Bis er den Mund aufmacht.
Außerdem ist er ein schöner Kontrast zu der Baba Jaga von der FDP. Wäre ja alles sehr lustig, wenn es die Rüstungsindustrie nicht gäbe. Die jetzt ausgerechnet die Deutsche Wirtschaft retten soll.
Wie im Märchen, die Bremer Stadtmusikanten.
Viele Grüße,
Rolf Henze
6. Leserbrief
So ist das Herr Klöckner!
Sie arbeiten sich an diesen Figuren ab. Harte Arbeit und karger Lohn! Gemeint ist nicht das Geld, das sich ein Autor mit seiner Arbeit verdient. Schon viele Jahre lese ich die NDS. Das ganze Team mit und um den Autor Klöckner arbeitet sich ab. Tag für Tag und Jahr für Jahr. Ein schwäbischer Journalist und Redakteur eines Qualitätsmediums hat mir die NDS empfohlen. Er sagte: Da findest du Journalismus. Er ist nicht mehr unter uns.
Auch er war einmal in der SPD – wie ich. Willy wählen war einmal. Der letzte große Sozialdemokrat war Schmidtschnauze. Eine Gabrielschnauze hat es nie gegeben, aber einen wortgewandten und stets nichtssagenden prinzipienlosen Vizekanzler – immerhin das. Die Prinzipien der großen sozialdemokratischen Partei sind von -es sei noch einmal so gesagt- von Figuren wie Gabriel verraten worden. Politiker ist er nicht mehr, sagt Klöckner – ABER im Aufsichtsrat von Rheinmetall sitzt er. Seine Umtriebe als Politiker haben ihn dafür qualifiziert. Er muss sich in diesem Umfeld nicht einsam fühlen. Auch SPD-Lobbyist Klingbeil zieht dort seine Kreise. Das war mal meine Partei – die Partei eines Otto Wels. Im Ländle hat sie sich gerade noch über die 5%-Grenze gemogelt. Meine SPD ist zur Pünktchen-Partei geworden! Und da erinnere ich mich an das Jahr 2023: Dreikönigstreffen der Jungliberalen. Auf “meinem” Schlossplatz in Stuttgart saß eine Gruppe Jungliberaler und hielt grölend ein Schild hoch: Krieg beenden – Panzer senden! Die FDP ist RAUS! Danke.
Rheinmetall! Klöckner lässt die große Glocke läuten: Das Geschäft mit Bomben und Raketen und Waffen ist böse. Krieg ist böse! Klingt das einem Klingbeil nicht in den Ohren?
Er ist doch jetzt der VIZE und thront neben dem Black-Rock-Merz. Noch ist er Politiker. Noch! Autor Klöckner ist eine feine Feder, er könnte auch anders! Er muss sich aber weiter abarbeiten. Wie die anderen im NDS-Team. Auch an ganz BÖSEM wie den 175 Mädchen …..
ABER es reicht!
Mit Dank
Dieter Münch
7. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner,
Mit untertänigstem Verlaub, aber bitte verschonen Sie uns doch vor den Verlautbarungen des ‚Vorsitzenden der Atlantikbrücke‘. Auch wenn die aktuelle Lage noch so hoffnungslos sein mag, ernst zu nehmen ist sie wahrlich nicht mehr. War sie das überhaupt jemals? Egal, es gäbe gewiß anderes zu tun, wo doch eigentlich sogar der Wunsch wenn nicht die freche Forderung – „Raus aus der NATO“ – nicht nur von Frau Dagdelen wider Erwarten noch nie so nahe zur Realisierung gerückt ist. Wie das, fragen Sie womöglich? Nun, der ‚Commander in chief‘ äußerte es ja mit mehr als aufgeblasenen Backen „WE DO NOT NEED THE HELP OF ANYONE“! Hier der volle Text:
Donald J. Trump
@realDonald Trump The United States has been informed by most of our NATO “Allies” that they don’t want to get involved with our Military Operation against the Terrorist Regime of Iran, in the Middle East, this, despite the fact that almost every Country strongly agreed with what we are doing, and that Iran cannot, in any way, shape, or form, be allowed to have a Nuclear Weapon. I am not surprised by their action, however, because I always considered NATO, where we spend Hundreds of Billions of Dollars per year protecting these same Countries, to be a one way street
— We will protect them, but they will do nothing for us, in particular, in a time of need. Fortunately, we have decimated Iran’s Military – Their Navy is gone, their Air Force is gone, their Anti-Aircraft and Radar is gone and perhaps, most importantly, their Leaders, at virtually every level, are gone, never to threaten us, our Middle Eastern Allies, or the World, again! Because of the fact that we have had such Military Success, we no longer “need,” or desire, the NATO Countries’ assistance – WE NEVER DID! Likewise, Japan, Australia, or South Korea. In fact, speaking as President of the United States of America, by far the Most Powerful Country Anywhere in the World, WE DO NOT NEED THE HELP OF ANYONE! Thank you for your attention to this matter.
President DONALD J. TRUMP
Mar 17, 2026, 10:18
Solche Menschen sollte man doch – bitterscheen – endlich mal ernst nehmen (dürfen). Und was machen Sie? Genau, Sie machen sich stattdessen – wenn es hoch kommt – über die Verlautbarungen von einem Siegmar G. lustig. Nein, das ist ‚wahrlich’ nicht lustig. Das ist einfach nur überflüssig. Und – m.u.M.n. – dumm darüberhinaus. In Zeiten und bzgl. bekannter Begebenheiten, wo selbst unser ‚Commander-in-chief‘ zu Schland glaubt, sich für allerlei ‚Drecksarbeiten‘ bei vorgenanntem ‚Kollegen‘ gar ‚bedanken’ zu müssen. Die Premiere dazu vor nicht langer Zeit (9 Monate) in änlicher Angelegenheit, andere ‚Verrichtungen‘ – gerade mal vor einem Vierteljahr – da ‚zu komplex‘ für ein Kanzler-Stellungnahmer verworfen und jetzt mit – erst einmal – vorerst eingezogenem Schwanz und tunlichster Zurückhaltung … nein, pfui aber auch!
Und zu allem Überfluss dann doch, darf der per Haftbefehl vom ‚Internationalen Strafgerichtshof‘ wegen mutmaßlichen, aber doch ‚wohl‘ effektiv durchgeführten Völkermordes dennoch im souveränsten Staat ever – dem bisherigen Reichsprotektorat, im Lande der Staatsräsonggg- im Volksrundspruch (ARD&ZDF) wiederholt seine Hasbara-Kopfab-Strategie ‚verlautbaren, in etwa zur gleichen Zeit wie er auf eigenen Wunsch und Befehl reihenweise ‚Dreck verklappen‘ lässt. Nicht einen, nicht zwei, nicht drei vom selbsternannten ‚Satansbraten‘ – die ‚Sieben auf einen Streich‘ wie bei Grimm’s Märchen in Reichweite? Bei Kölnern – wenn sie gefragt werden ‚Darfderdatt?‘ – heißt es umgehend „Der darf datt“ und – selbst im nahen Sauerland nicht stattdessen „Dattdatderdarf!“. Man fasst es einfach nicht, und dabei ist der alternativlose ‚Enthauptungsschlag‘ mit den fast zweihundert kleinen Mädchen in der ungetünchten Mädchenschule noch gar nicht erwähnt.
Wenn man sich dann noch dessen erinnert, an jenes Beweis-Foto eines veritablen Regierungsfliegers mit blauweißen-Stern – auf dem Vorfeld eines bundesdeutschen Flugplatzes – just zur falschen oder vielleicht gar richtigen Zeit, dann ist mal wieder Goethe gefragt. Dieses Mal mit seinem Torquato Tasso: „„Man merkt die Absicht und ist verstimmt“! Hieß es nicht doch – zumindest im Regierungsrundspruch – man sei nicht informiert gewesen, habe schon gar nichts eine Ahnung gehabt? Nun denn, was ein Ex-Außenminister und Ex-Vorsitzender einer darniederliegenden Partei kurz vor dem Exitus ist natürlich wichtiger. Fast so wichtig jedenfalls als wenn der nachdenkliche Herausgeber mal wieder von seinem Frühstücksblättchen glaubt berichten zu müssen.„Man merkt die Absicht und ist verstimmt“
Mit freundlicher Empfehlung
Michael Kohle
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