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NachDenkSeiten – Die kritische Website
Titel: Leserbriefe zu „Nicht-Nachricht der Woche – Jeffrey Sachs’ Offener Brief an Friedrich Merz“
Datum: 7. Juni 2026 um 14:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
Verantwortlich: Redaktion
Jens Berger thematisiert hier „den dramatischen Offenen Brief“ von Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz. Der Starökonom von der Columbia University sei ein Schwergewicht der internationalen Diplomatie, sei als Sonderberater der UN und für den IWF, die Weltbank, die OECD sowie die WTO tätig gewesen und habe zahlreiche Staaten des ehemaligen Ostblocks wirtschaftspolitisch beraten. Nun hat ebenjener Jeffrey Sachs von Merz eine sofortige diplomatische Initiative gegenüber Russland gefordert, um eine weitere Eskalation des Ukrainekriegs bis hin zu einem direkten Krieg zwischen Europa und Russland zu verhindern. Eigentlich sollte man ja meinen, ein solcher Vorgang sei zumindest berichtenswert. Doch genau das Gegenteil sei geschehen. Der Offene Brief sei ein „wichtiger, eindringlicher Text, der der Deutungshoheit des Mainstreams widerspricht“. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten Leserbriefe, die wir dazu erhalten haben. Die hier nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.
1. Leserbrief
Lieber Herr Berger,
danke für die Veröffentlichung des Offenen Briefs von Jeffrey Sachs. Selten so eine klare und umfassende Darstellung der Geschichte des Ukraine-Konflikts gelesen.
Wenn man sich angesichts dieser Realität anschaut, was in Deutschlands Politik, Presse und Justiz los ist, kann man nur resignieren. Im Nachbarartikel von Marcus Klöckner, “Bei „Lügenfritz“ hört die Meinungsfreiheit auf”, wird noch einmal deutlich wohin das Land abgedriftet ist.
Dabei fällt mir zunehmend ein Meta-Problem auf. Die NachDenkSeiten, die Artikel, werden immer besser, interessanter und wichtiger. Die Gegenstände, die behandelten Themen dagegen: Zum Kotzen! Da fehlt mir zunehmend die Lust, weiter zu lesen oder Leserbriefe zu schreiben.
Auch deshalb dieser Leserbrief. Um zu signalisieren: Trotz alledem! Auch wenn die behandelten Themen einem zunehmen eine Gänsehaut bescheren und Resignation auslösen, der Journalismus der NachDenkSeiten wird immer besser und ist notwendiger denn je. Danke dafür!
Herzlichen Gruß,
Rolf Henze
2. Leserbrief
Guten Tag,
zunächst danke, dass dieser Brief hier in den Nachdenkseiten nachgelesen werden kann.
Das Interview mit Professor Glenn Diesen und Professor Sachs, wurde mit dem Titel ,Deutschland führt Europa in den 3. Weltkrieg” auf You Tube veröffentlicht und ist zur Meinungsbildung und einem öffentlichen Diskurs unerlässlich. Da nicht davon auszugehen ist, dass einem normal arbeitendem Journalisten solche Beiträge entgehen, kann man von willkürlichem, einseitigem, einäugigen und dem Narrativ gehorsamen Journalismus reden.
Die Nachdenker wissen und fordern, dass solche Interviews und Darstellungen, auch wenn sie provokativ erscheinen, zum Diskurs in den öffentlichen Raum gehören. Der Titel oder die Fragestellung „Führt Deutschland Europa in den 3. Weltkrieg?” wäre da angemessen, ihr Tagesschauer, heute-Macher, Talkmaster* Lanz, Illner, Miosga und weitere.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe
3. Leserbrief
Guten Tag Herr Berger,
es wundert mich nicht, dass niemand darüber berichtet. Es steht schließlich absolut nichts Neues in diesem Brief. Ja, das wird nicht der wahre Grund sein. Sondern weil so eine Einschätzung aus berufender Quelle teilweise jahrzehntealte Lügen, ähm… strafen würde.
Das Einzige, was in diesem Brief negativ auffällt, ist die angedachte Rolle der OSZE. Die war bereits einige Jahre absolut nutzlos, bezüglich der Friedenssicherung, in der Ukraine tätig.
Das ist so ähnlich wie bei der Doppelmoral. Ein „Doppelvertrauen“, nach dem Motto: „Frieden ist schön und gut, der einseitige Anfangsverdacht bleibt aber besser“, gibt auch nicht. Dann bleibt es bei einem Blatt Papier. Also einem wertlosen Zettel, der bestenfalls den Feind in Sicherheit wiegt.
Wann schreibt Mr. Sachs eigentlich einen Brief an Trump bezüglich des Iran? Komisch, da wird die Tonlage sehr ähnlich ausfallen. Ob das, rein zufällig, an Russland und Iran oder nicht doch eher am Westen liegt? Keine schwere Frage.
Ergo:
Ein Friedenszettel mit Russland wird den Westen nicht verändern, sondern den Krieg nur auf unbestimmte Zeit verschleppen. Es ist der Westen, der den Krieg unbedingt will. Dieses Problem müsste zuerst intern geklärt werden. Vorher bringt es nichts Zettel auszuhandeln und zu unterschreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Kai P.
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