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Titel: Leserbriefe zu „Kein Weg zurück – aber nach vorn“

Datum: 15. Juli 2026 um 15:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
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Maike Gosch schreibt in dieser Betrachtung u.a., dass sie sich dabei ertappe, nicht akzeptieren zu wollen, dass diese Welt vor Corona eine vergangene sei. Anlass dafür sei der vor Kurzem in einem Instagram-Video zu hörende Satz „We will never get our pre-Covid society back.“ („Wir werden die Gesellschaft, die wir vor Corona hatten, nie wieder zurückbekommen.“) gewesen. Der Satz habe unserer Autorin klar gemacht, dass sie unausgesprochen immer noch hoffe, dass es ein „Zurück“ gebe. Es gebe jedoch keinen Weg zurück. Es gehe nur vorwärts. Sie rät: „Wir müssen unseren Blick auf das Positive lenken“. Inmitten von Zerstörung und Selbstzerstörung der bekannten Machtstrukturen könne Energie gestärkt auf das gerichtet werden, was kommen soll, was gestärkt und neu aufgebaut werden soll.

Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die zahlreichen und interessanten Zuschriften hierzu. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Liebe Frau Gosch,

Vielen Dank für ihren mutmachenden Artikel.

Viele Grüße, Petra Rader


2. Leserbrief

Liebe Maike Gosch,

Ich habe gerade Ihren heutigen Artikel mehrfach weitergeleitet, Betreff: “Maike Gosch spricht mir aus dem Herzen”.

Ich meine, auch IHR Herz darin gespürt zu haben – und bedanke mich dafür.

HW v. Kleist-Retzow


3. Leserbrief

Liebe Meike Gosch,

Sie sprechen mir aus der tiefsten Seele – alles scheint verloren an einstmals geliebten Medien, Orten, politische Heimaten. Was bleibt, sind die Arbeit am inneren Energiehaushalt und an die Verbreitung von “hellen” Gedanken und Haltungen. Denn es sind ja auch die einstmals Erfolg versprechenden Mittel “gegen” etwas perdu – was nützen denn noch Demos, Leserbriefe oder Abgeordnetenanschreiben? Für politische Menschen eine harsche Veränderung.

Danke für Ihren Artikel!

Katrin Bietz


4. Leserbrief

Liebes Nachdenkseitenteam,

ich lese aktuell das Buch „Hinter der Zukunft“ von Thomas Eisinger. In diesem Buch wird fiktional beschrieben, wie eine Medizin-Klimaschutz-Diktatur auf das Leben der Menschen Einfluss nimmt. Es sind in diesem Buch die Älteren, die sich noch an die Zeit vor dieser Diktatur erinnern können und deshalb den Jungen Informationen geben können, die die Jungen sonst nicht erhalten können. Es ist wichtig, sich zu erinnern und dieses Wissen nicht abzulegen.

Herzliche Grüße, T. Preuß


5. Leserbrief

Liebe Frau Gosch,

ich kann vieles in Ihrem Artikel unterschreiben. Es ist wirklich sehr schwierig, angesichts all der gegenwärtigen Ungeheuerlichkeiten und der düsteren Zukunftsaussichten (vor allem der ausgerechnet von Deutschland angestrebte Krieg gegen Russland) emotional stabil zu bleiben und die Hoffnung nicht ganz zu verlieren.

Allerdings habe ich zwei Einwände: Wollen wir wirklich die Vor-Plandemie-Zeiten zurückhaben? Natürlich waren sie rückblickend und im Vergleich zu heute fast irreal schön und entspannt. Doch das täuscht, denn die politischen Verwerfungen, etwa die Entmündigung der Menschen durch Genderismus, der Niedergang des Bildungssystems, die Einschränkungen infolge des Klima-Narrativs hatten ja schon lange vorher begonnen und das sind nur drei Beispiele. Mein zweiter Einwand bezieht sich auf die geforderte Empathie mit unseren Gegnern, also all den Tätern der sogenannten Eliten und ihrer Hintermänner, sowie mit den unzähligen Mittätern. Tut mir leid, aber da kann ich nicht mitgehen. Wieso soll ich mitfühlend gegenüber Bosheit, Machtgier und Charakterschwäche sein? Das klingt fast esoterisch und grenzt meiner Meinung nach an Masochismus.

Freundliche Grüße
Ute Wolter


6. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch,

“Uns erreichen zahlreiche Briefe von Lesern und Leserinnen, die sinngemäß schreiben: „Ich schätze Ihren Journalismus, Ihre Arbeit sehr, aber ich kann das manchmal alles nicht mehr lesen.“”

Diesen Brief wollte ich auch schon schreiben. Habe es aber gelassen, weil ich weiß, dass die Autoren der NachDenkSeiten das Richtige und Notwendige tun.

“Wenn wir anfangen, die Menschen auf der „Gegenseite“ zu hassen, …”

Nö, ohne mich! Dafür ist mir mein Leben zu schade. Und wenn ich die letzten 100 Jahre im Geiste vorbei ziehen lasse, dann sehe ich so viele aufrechte Menschen, die an Kritik und Widerstand an diesem Land zerbrochen sind oder ermordet wurden. In Frankreich gab es immerhin einmal eine Revolution des Volkes. In Deutschland immer nur Revolutionen “von oben”, die nur Böses gebracht haben.

Allerdings, auch aus Deutschland kann Rettung kommen. Das Vorbild dafür liefern die Gebrüder Grimm mit dem Märchen “Die Bremer Stadtmusikanten”: “Lasst und von hier verschwinden, etwas Besseres als den Tod finden wir überall”.

“Wir leben in einer Zeit, in der viele bekannte Institutionen zerbröckeln und sich selbst delegitimieren und Eliten ihre Schwäche und Korruption offenlegen.”

Daraus kommt die andere Hoffnung. Der “Westen”, in seiner derzeitigen Verfassung, hat nur zwei Möglichkeiten. Entweder er verbrennt die Erde in einem großen Krieg endgültig oder er “zerbröckelt” vorher an der eigenen Inkompetenz und dem eigenen Wahnsinn. Ich hoffe auf Letzteres.

Hass ist ein Zeichen von Kontrollverlust, wenn man die eigene Hilflosigkeit nicht mehr ertragen kann. Das erkennt man am Besten schon im Ansatz und lässt es gleich sein. Weil Hass selbstzerstörerisch ist.

Herzliche Grüße,
Rolf Henze


7. Leserbrief

Liebe Maike Gosch,

herzlichen Dank für Ihren Artikel, der mir aus der Seele spricht.

Die eigentliche Zeitenwende war Corona mit der Corona-Politik, seither hatte ich keinen Appetit mehr, magerte ab und wurde schließlich zur Tumorsuche ins Krankenhaus eingewiesen. Die Kriegspolitik hatte auch dazu beigetragen, sowohl Russlands als auch unsere. Und Israels. 

Ein Tumor wurde nicht gefunden, denn nicht nur Krebs kann Menschen krank machen.

Alles Gute für Sie und die Nachdenkseiten,

M. M.

P.S. Die US-Kriegspolitik und die Blackrock-Kanzler-Politik und und und muss ich täglich neu verdauen.


8. Leserbrief

Liebe Frau Gosch,

die Aussage einer Aktivistin “wir werden die Gesellschaft, die wir vor Corona hatten, nie mehr zurückbekommen“, da stelle ich mir die Frage, ob ich das wirklich wollen würde? War die Gesellschaft vor Corona nicht schon so, wie sie es nach Corona auch geblieben ist, nur dass man es vorher nicht gemerkt hat, weil bis dato dieses (globale) ungeheuerliche Instrument zur Menschenverachtung und Abschaffung von Rechtsstaatlichkeit (noch) nicht in der Form gegeben war?

So schlimm es auch klingen mag, aber ich bin froh, dass ich jetzt weiß, wer meine “Gegner” sind. War ich vor Corona ein mäßig interessierter politischer Mensch, sind mir heute im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet. Das ergeht anderen sicher genauso und diese “Erkenntnis” muss erst einmal “verdaut” werden. Ich bin heute hellwach und wachsam, was ganz oft an den Nerven zerrt. Auch ich drücke einige Berichte in den NDS und anderen Alternativmedien weg oder lese nur den letzten Absatz. Sonst würde ich verrückt werden oder tatsächlich hassen, denn die Wut ist ja oft schon da. Und dass die “Gegenseite” mit ihrer Propaganda versucht zu erschöpfen, ist offensichtlich. Mut und Wut sind menschliche Triebfedern und lassen einen aufmerksam bleiben. Mitleid mit denen, die ein Land und seine Bevölkerung vorsätzlich in den Untergang treiben, habe ich nicht. Das würde mich lähmen. Wie Sie schreiben, man muss sich kleine Wohlfühloasen schaffen, um geerdet zu bleiben. 

Bitte stecken Sie als NDS nicht den Kopf in den Sand und machen weiter wie bisher!

Viele Grüße
Claudia Limlahi


9. Leserbrief

Danke Maike Gosch für diesen Beitrag, der Hoffnung macht, dass auch die Nachdenkseiten sich weiter der “Systemfrage” annehmen, die sich “unsere Demokratie” nennt. Wie fehl konstruiert diese ist, erleben und erleiden nicht wenige Menschen in diesem Lande.

Auch wenn ich mich wiederhole. Angesagt ist eine Verfassungsreform, die allen BürgerInnen “politische Machtgleichheit” ermöglicht und politische Parteien überflüssig werden lässt. Konkurrenz- und Machtgehabe ist dem vorherrschenden Parteisystem immanent und fördert die Probleme, die es vorgibt “für uns” lösen zu wollen.  

Zitiere aus dem folgend verlinkten Artikel: “Mut zur politischen Mündigkeit: Die Demokratie als Verfassungsfrage”

“Wir haben heute erkennbar eine große Scheu, die Verfassungsfrage zu stellen. Nicht nur, aber vor allem auch in Deutschland haben wir manchmal den Eindruck, es sei allein unsere niedergeschriebene Verfassung, die uns vor dem Rückfall in Barbarei, Bürgerkrieg, Chaos und Massenmord bewahre.

Daher wollen wir auch dann nicht an unserer Verfassung arbeiten, wenn es diese Verfassung selbst geworden ist, die Unfrieden zwischen uns als Bürgern stiftet. Wir halten das Übel, das wir zu kennen glauben, immer noch für weit besser als jene Übel, die wir mit Blick auf die jüngere Geschichte hinter JEDWEGER Verfassungsreform lauern sehen, ganz unabhängig, ob sie eine Beseitigung der Demokratie im Auge hat oder ob sie auf ihren systematischen Ausbau, ihre Erweiterung und Vertiefung abzielt. Politisch angstgetrieben statt hoffnungsgetrieben erscheint uns unsere derzeitige Verfassung als das „summum bonum“ und als der Weisheit letzter Schluss. Jede Abänderung ist des Teufels. Jede Verfassungsdiskussion wird abgewürgt und auf politische Arbeit im Rahmen des Gegebenen umgelenkt. Auch dann, wenn es gerade dieser Rahmen ist, der uns fühlbar große Probleme macht.”

Friedensbewegte Grüße

Ute Plass

P.S.: Verwalteter Mangel: Unsere Gesellschaft leidet unter einer ausgewachsenen Sinnkrise


10. Leserbrief

Liebe Frau Gosch, das war ja ein toller Artikel!

Ja, zuerst schnell zu dem: Wir werden das Vor-Corona nie zurückbekommen. Das fiel mir damals auf, wie sie schon im Frühsommer 2020 immerzu predigten, das sei jetzt das ‚New Normal‘ – das Masketragen, die Habachtstellung, das Erwarten des nächsten Lockdowns …

Mir kam das damals so vor, als ob eine Familie, deren alte Oma wegen eines Oberschenkelhalsbruchs kurzfristig ins Altersheim kommt, ihr immer einpredigt: „Oma, das ist jetzt das Neue Normal, du bist jetzt im Altersheim!“ – ohne sich zu fragen, ob der Oberschenkelbruch wieder gut wegheilt und sie danach wieder zuhause leben könnte … weil sie die Oma halt loswerden wollen …

Ja – und außer dem Sturzflug unserer Demokratie, der mit Corona begann, im Sinne von André Hellers Liedzeile „was sie heute nicht halten – wird morgen nicht einmal mehr versprochen“ – ist das, was mir an der Nach-Corona-Zeit am meisten auffiel: Diese Zweispaltung des Volkes … Jetzt waren ja in Erfurt diese Anti-AfD-Parteitags-Proteste … und ich sah so hin, und sah: viele liebe, lachende, helle Leute, die da glaubten, auf der richtigen Seite zu stehen und die Demokratie zu schützen – und da dachte ich mir: genau solche lieben, lachenden, hellen Leute waren auch wir, auf den Querdenkerdemos – und wir wollten auch die Demokratie hochhalten in diesen Zeiten! … Ist das nicht traurig und seltsam: die gleichen guten lieben Leute, die das Gleiche wollen – und doch auf gegnerischen Seiten ……

Und das ist für mich eins der größten Rätsel: Wieso du die einen Leute nicht mal 3 Sekunden lang anzublicken brauchst, und du weißt gleich, dass sie auch wissen, welch ein riesengroßer Anschlag auf die Demokratie die Coronazeit war – und mit den andern (auch schlauen!) Leuten kannst du 3 Stunden lang diskutieren, und sie begreifen immer noch nicht, was MerkelSöderSpahnDrostenLauterbauchBosetti-BuyxUndsoweiter da taten …

Aber ich habe auch ein Geschenk erhalten – mein kleines Volk, meine Geschwister nenne ich sie – die liebenden, lachenden Leute, die eben NICHT mehr der Tagesschau glauben!

Liebe Frau Gosch, wussten Sie, dass Sie über ein Thema schreiben, das mich so lange schon beschäftigt? Wie versinkt man nicht in Kritik und Bitterkeit? Wie viel erreichen wir dadurch, gegen das Schlechte zu schimpfen – könnten wir denn nicht lieber die Leute zum Schönen locken? Aber wie?

Ich hab ein kleines Fantasybuch geschrieben, wo ein kleines Mädchen auf diese Welt kommt und genau das versucht…. Lach, falls Sie mich auf der Seitenwechsel Buchmesse in Halle besuchen wollen – so sieht mein Stand aus: wie hier im Video am Schluss bei 0:71 min … Vielleicht kommen Sie ja? Es wär schön, und auch schön, wenn die Nachdenkseiten auf der Messe vertreten wären, Diether Dehm und Michael Meyen waren auch schon da!

Martin aus S


11. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Was für ein großartiger, nachdenklicher, tiefer und richtungsweisender Artikel in düsteren Zeiten.  Ich stimme ihnen fast vollständig zu.

Nur wenn Sie den Blick zurück als Nostalgie abtun und nur den Weg nach vorne positiv konnotieren, möchte ich dazu eine kleine Korrektur anbringen. Natürlich sind wir in der Zeit grundsätzlich immer nur nach vorne unterwegs, aber die Orientierung für dieses nach Vorne erhalten “wir” nur aus grundsätzlichen Reflexionen über das gute und vernünftige Leben auch umgesetzt in politischen Utopien aber auch durch Erinnerung an frühere Zeiten und durch kritische Analyse der Gegenwart zusammen mit urteilskräftig erarbeiteten Prinzipien und Richtlinien, was sich letztlich immer auch auf Vorstellungen von dem stützt, was der Mensch ist und sein sollte.

Und dazu ist letztlich eine umfassende nachdenkliche Bildung nötig und dazu gehört meiner Meinung nach auch die tiefe auch emotionale Verbundenheit mit der eigenen persönlichen Vergangenheit und die Einsicht über die für uns grundlegende Einbindung in die gesellschaftliche Welt in der wir leben und gelebt haben.

Natürlich könnten “wir” rein theoretisch “unsere” Zukunft an “der” Vergangenheit ausrichten und sie in diesem Sinn wieder zurückgewinnen, z.B. indem wir alle unsere Social Media Accounts löschen, unsere Handys verschrotten und alle unsere modernen Lebensgewohnheiten ablegen wie kratzende Pullover. Dann würden “wir” auch nicht mehr mit Instagram-Videos konfrontiert werden, die uns weiss machen wollen „We will never get our pre-Covid society back.“ 

Ohne das nun näher ausführen zu wollen, sehen “wir” an dem Beispiel, dass unsere “schöne neue Welt” nicht nur durch politische Veränderungen deformiert wurde, sondern auch durch technische und kulturelle Veränderungen geprägt wurde, die äußerst fragwürdig sind und, um es moderat zu formulieren, viele Schädlichkeitsnebenwirkungen haben, wobei es meisten eher keine Nebenwirkungen sind sondern die Sache selbst schädlich ist. Dies hier näher auszuführen würde zu weit führen (Der Fortschritt beginnt da, wo er endet).

Sie stammen wahrscheinlich aus einer Generation, für die die Covid-Zeit ein wichtiger Wendepunkt war. Für mich ist sie das nicht, auch wenn viele in dieser Zeit offenbar zum erstenmal erfahren haben, was es heißt, dass auch der “demokratische” Staat das Gewaltmonopol besitzt und dass es so etwas wie strukturelle Gewalt gibt, was zum Guten aber auch zum Schlechten führen kann. 

Für mich begann der eigentliche Umbau unserer gesellschaftlichen Welt mit der “geistig-moralischen Wende” in den 80er Jahren als die Hippies von den Yuppis abgelöst wurden. Diese Veränderung kam im politischen Spektrum sehr schön in der Veränderung der Grünen Partei zum Ausdruck, die sich im Anschluss an die 68er Bewegung zunächst für mehr Umweltschutz, mehr (Basis-)Demokratie, mehr Pazifismus, Abrüstung und Frieden einsetzte und die Auswüchse der kapitalistischen Marktwirtschaft kritisierte und heute zu den größten Kriegstreibern und Yuppies mutiert ist.

Sie bemerken zu Recht, “dass wir uns inzwischen in einer ganz anderen Realität befinden” und schieben den Satz nach: “Ich glaube, psychologisch nennt man so etwas eine Anpassungsstörung.” In diesem Satz kommt auch sehr viel zum Ausdruck, was unsere Gegenwart ausmacht. Der Satz macht beispielhaft deutlich, wie gesellschaftliche Mißstände mit vermeintlich wissenschaftlichen Betrachtungsweisen legitimiert werden. Wenn Menschen mit der gegenwärtigen Realität nicht mehr klarkommen, besagt dieses Framing, ist das psychologisch gesehen immer ihr Problem nicht das der Gesellschaft, die die Rahmenbedingungen dafür schafft. Es ist mir klar, dass dazu noch viel geschrieben werden müsste, um das näher aufzuschlüsseln, aber dazu fehlt leider an dieser Stelle die Zeit.

Gleiches gilt für viele andere Statements ihres wunderbar nachdenklichen Artikels, der hoffentlich viele zum Nachdenken anregen wird.

Fritz Gerhard


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