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Titel: Leserbriefe zu „„Mit Dir sind wir viele“, sagt die Bundeswehr im Aufrüstungsmodus – wie wäre es, viele für Abrüstung und nachhaltigen Frieden zu begeistern?“
Datum: 18. Juli 2026 um 12:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
Verantwortlich: Redaktion
In diesem Zwischenruf vertritt Frank Blenz die These, nach der Deutschland in einem „Ausnahmezustand“ sei, der „unauffällig lässig“ und mit großformatigen Stadt-Postern, auf denen die Bundeswehr für ihren YouTube-Kanal werbe, daherkomme. Unser Autor meint, das Zitat aus der Überschrift stamme von „gewieften Strategen“, die damit junge Leute ansprechen würden. Verschwiegen werde jedoch, dass die Rekrutierungsaktivitäten Teil der fortwährenden, ungebremsten Aufrüstung und Militarisierung unserer Zivilgesellschaft seien. Statt solche Plakate in unsere Stadtbilder zu kleben, sei es längst Zeit, andere Poster zu platzieren, auf denen u.a. „Bundeswehr abschaffen“ und „Schwerter zu Pflugscharen“ stehe. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten Zuschriften dazu. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.
1. Leserbrief
Hallo,
mit Dir sind wir viele…Tote….
Grüße
T. Rath
2. Leserbrief
Liebe NDS,
solche Kampagnen und Plakate, wie von Frank Blenz beschrieben, fallen nicht vom Himmel. Dahinter steckt die Arbeit von Werbe- und Propagandafachleuten, die wissen, was sie tun und warum. Das Friedensplakat „Bundeswehr abschaffen” ist dagegen aus der Zeit gefallen. Wer kennt heute noch einen Pflug? Und wen spricht das weisse Geflügel noch an?
Was spricht aber dagegen, von seinen Gegnern zu lernen? Zeigen wir doch auf Plakaten an den Kreuzungen, in den Zeitungen und im ÖV, wie solche „Top Guns” nach einem Drohnenangriff oder Raketeneinschlag aussehen! Auch die Überschrift „Mit Dir waren wir viele” braucht keine eigene Kreativität.
Es muss doch möglich sein, aus Viren- und Klimaangst eine Kriegsfurcht zu erwecken! Bevor es richtig weh tun wird.
Norbert Galster
3. Leserbrief
Lieber Frank Blenz,
danke, diesen Gedanken hege ich seit Jahren unter dem Motto „Deutschland erklärt der Welt den Frieden”. Es schafft die Wehrmacht ab und ersetzt sie durch ein international tätiges Hilfwerk für den Frieden, gegen den Hunger in der Welt und für Beseitigung von Kathastrophenfolgen aller Art. Einer Institution, in der in Zusammenarbeit mit Hochschulen geforscht und ausgebildet wird, die mit dem Nötigsten gut ausgerüstet und schnell dort eingesetzt wird, wo Hilfe gefordert ist. Die könnte auf teure und verdummende Werbung um Mitarbeitende gut verzichten, und alle gut und fair entlohnen. Diese Idee ist weniger utopisch, als mit Kriegen und einer Kriegswirtschaft Frieden und Wohlstand erreichen zu wollen. Deutschlands ramponierte Ansehen in der Welt könnte damit behoben und vielleicht sogar ein Beispiel für andere Völker sein. Die Einwände dagegen kenne ich, eine Entgegnung erspare ich mir, die sind mir zu infantil.
Es grüßt Sie ganz herzlich,
Jo Hauberg
4. Leserbrief
Schönen Tag,
nur eine kurze Anmerkung zum Beitrag von Frank Blenz. Auch in meinem Ort hängt großformtig eine Anzeige der Bundeswehr zum selben Thema Anwerbung. Sehr ärgerlich. In der Zeit davor wurde an selber Stelle noch für das Mineralwasser Rosbacher geworben.
Nun eben „Generation Wehrdienst“
Im Jahr 2013 sendete das ZDF mit großem Erfolg den 3-Teiler „Unsere Mütter, unsere Väter“, über den 2. Weltkrieg. Der Ostfeldzug. Für den Internationalen Verleih erhielt die Produktion den Titel „Generation War“.
Ich meine, die Parallele ist unverkennbar. Vielleicht entspricht das ja auch der Planung, jetzt eine Generation Wehrdienst, und in Folge eine Generation War.
Beste Grüße
H. R.
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