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Titel: Leserbriefe zu „Wadephul über ukrainische Kriegsdienstverweigerer: „Wir können Daten zur Verfügung stellen“ – Politik eiskalt“
Datum: 15. September 2026 um 16:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
Verantwortlich: Redaktion
Hier kommentiert Marcus Klöckner u.a. den Satz „Wir arbeiten ja schon mit der Ukraine zusammen und wir können schon Daten zur Verfügung stellen.“ von Außenminister Johann Wadephul im Podcast Ronzheimer. Dadurch soll die Ukraine Kriegsdienstverweigerer, die in Deutschland Schutz suchen, „heranziehen“ können. Es gehe jedoch nicht um „Daten“, die der Außenminister bereit ist, zur „Verfügung“ zu stellen. Hier gehe es um Menschen, die nicht mit der Waffe andere Menschen töten wollen. Es gehe um Menschen, die nicht verstümmelt und schwer traumatisiert aus einem Krieg kommen wollen. Wadephul spreche über das Ungeheuerliche wie ein Bürokrat. Die deutsche Öffentlichkeit werde Zeuge einer Politik, die längst eiskalt geworden sei und über Leichen gehe. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu zahlreiche und interessante Zuschriften erhalten. Dafür bedanken wir uns. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.
1. Leserbrief
Hallo,
Soweit ich informiert bin, gilt das Recht auf Kriegsdienstverweigerung auch für wehrpflichtige junge Männer/Frauen aus der Ukraine.
Gruß,
K. Ulrich
2. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner,
sollte Herr Wadephul wirklich Ukrainer an die Ukraine in welcher Form auch immer ausliefern wollen, so können alle diese Ukrainer unter Berufung auf den Artikel 4, Satz 3 des Grundgesetzes “Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.” Asyl beantragen. Jeder einzelne dieser Asylanträge ist erfolgreich, weil jeder Antragsteller in der Ukraine zum Kriegsdienst eingezogen würde. Denn der Artikel 4 Satz 3 macht keine Einschränkungen bzgl. der Staatsangehörigkeit, des Geschlechts oder sonst etwas: Dieses Recht ist universell und gilt für jeden Menschen!
Sollten Herr Wadephul oder Herr Dobrindt trotzdem ukrainische Kriegsdienstverweigerer an die Ukraine ausliefern, wäre dies ein massiver Verstoß gegen das Grundgesetz, der vor keinem einzigen deutschen Gericht Bestand haben dürfte.
Es ist ein Skandal, dass Politiker, die offensichtlich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, überhaupt Minister und Abgeordnete in Parlamenten sein dürfen!
Mit freundlichen Grüßen
Martin Blasczyk
3. Leserbrief
Hallo,
jetzt sind es ukrainische Männer, bald werden es deutsche Männer sein.
Diese ganze Politik ist nicht nur Eiskalt, sondern zutiefst bösartig…
Ich kann nur hoffen, dass diese Menschen irgendwann den Zorn des Volkes zu spüren bekommen, einen Zorn der sie alle zum Teufel jagt, denn :
“Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.”
Grüße
T. Rath
4. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner,
zunächst möchte ich Ihnen für den Artikel: „Wadephul über ukrainische Kriegsdienstverweigerer“ danken. Beim Lesen schoss mir sofort Hannah Arendt in den Kopf. Sie würde sicherlich weder ihre Hand noch ihren Mund still halten und ihre Abhandlungen über „Die Banalität des Bösen“ erweitern. Genügend Stoff bietet sich in unserer Gesellschaft. Einen Platz außerhalb einer extra Brandmauer würde H. Arendt auch einnehmen dürfen.
Herr Wadephul ist ein höriger Bürokrat, er möchte cool und klar sein, ist er aber nicht. Wie viele Menschen schon seit jeher verfügt er nicht über Empathie und ein Vorstellungsvermögen hat er scheinbar nie besessen, oder es wurde geschickt aus seinem Kopf verbannt. Ich verstehe sein Tun, denn er kann nicht anders. Verständnis habe ich nicht das Geringste.
Ich wünsche dem Team der Nachdenkseiten alles Gute.
Mit besten Grüßen Regina Fedeler
5. Leserbrief
liebe nachdenkseiten
ich gebe herrn kloeckner vollkommen recht.
man kann es wie folgt zusammenfassen:
ist doch eigentlich konsequent.
wie waers noch mit in deutschland lebenden ukrainerinnen: haben denn nicht schon einige politiker (kaja kallas, ben hodges, ben wallas) eine mobilisierung der frauen gefordert?
mit freundlichen gruessen
horst rudolf
6. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Marcus Klöckner sehr geehrtes NachDenSeiten-Team
Krieg ist keine Spieleinlage auf einem Kindergeburtstag der auf einem Ponyhof stattfindet!!! Das vergisst “man” leicht bzw. das kommt einem erst gar nicht in den Sinn, wenn die “Kriegsberichterstattung” in den Medien neben der Reklame, der Prommi-Berichterstattung und den Sportnachrichten und von seriös wirkenden Nachrichtensprechern untermalt vorgestellt und von fröhlicher Musik begleitet zwischen Oktoberfest und Auslandsurlaub über uns kommt, wie Geschichten aus Tausend-und-einer-Nacht.
Ebenso wenig sind dies Zwangsrekrutierungen, die für einen Krieg erfolgen, auch wenn sie früher und offensichtlich auch heute gang und gäbe waren und sind. Wer geht schon freiwillig in den Krieg um zu töten und sich töten zu lassen, wenn man ihn nicht vorher entsprechend verblödet hat oder er aus sonstigen Gründen keine andere Möglichkeit sieht, sein Leben erträglich zu leben.
Das wissen Politiker alles sehr genau, auch wenn sie eben erst aus dem Sommerurlaub gekommen sind. Insofern sind sie tatsächlich mehr als “eiskalt”, auch wenn sie sich bieder geben und den erwarteten seriös wirkenden Dresscode einhalten.
Auf diese unsäglichen Zustände kann man nicht oft und nicht eindringlich genug immer wieder hinweisen.
Fritz Gerhard
7. Leserbrief
Lieber Herr Klöckner,
wenn eine Politik eiskalt gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, darf man sich nicht wundern, wenn sie es tut gegen kriegsflüchtige Ukrainer.
Man sollte sich vergegenwärtigen, dass im Falle eines totalen Kriegs von Deutschland gegen Russland, Menschenfänger auch in Deutschland die Straßen unsicher machen würden.
Wir leben in einer Zeit, in der die Sehenden und Denkenden das unmaskierte Gesicht der Politik wahrnehmen, ein traumatisierende Erfahrung.
Prof. Mearsheimer hat mal gesagt und geschrieben, dass es in einer multipolaren Welt zu mehr Machtkämpfen kommt als in einer unipolaren oder bipolaren. Sieht danach aus, dass er recht haben könnte.
Tatsächlich befinden wir uns in einem zerstörerischem Wettlauf: wer die Menschheit zuerst vernichtet, die Politik oder die Natur über das Klima.
Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens
8. Leserbrief
Hallo Herr Klöckner
Es läßt einen erschauern Wadephul zuzuhören. Ich mußte das 45 minütige Interview nach ca. 10 Minuten abschalten, obwohl ich mir vorgenommen hatte, es ganz zu hören, um mich eine Stunde später dennoch ganz durchzuquälen.
Ihr Beitrag, in dem durchaus die verachtende Denkweise des Außenministerdarstellers unseres Landes durchscheint, ist meiner Meinung nach allerdings viel zu kurz gedacht, denn konsequent weitergedacht eröffnet sich ein erschütternderes Panorama. Darzustellen, daß ukrainische Kriegsdienstverweigerer durch Dazutun der Machtelite in Berlin das Schutzbedürfnis eventuell abhanden kommen könnte, alleine schon dadurch, daß die Kriegsaktivisten in der Ukraine deren Aufenthaltsorte kennen um, ich denke mal zwei Schritte weiter, ggf. auch ausgeliefert werden könnten, ist nur der Prolog zu dem, was im Falle eines Falles Kriegsdienstverweigerern in unserem Lande, die sich nach Art 4, Abs. 3 unseres Grundgesetzes einer Gewissenserforschung und Gewissensentscheidung unterzogen haben und, was schäbig genug ist, sich ihre Gewissensentscheidung den Kriegsdienst mit der Waffe entgegenzutreten, dieses auch noch bundesbehördlich -sozusagen als Gnadenzugeständnis- anerkennen lassen zu müssen, blüht, sollte diese Machtelite weiter mit dem Friedensgebot des Grundgesetzes so schändlich umgehen wie diese dieses seit dem eufemistischen Abkommen von Minsk II getan hat. Ich weiß wovon ich hier schreibe, denn als Beistand für Kriegsdienstverweigerer blicke ich in so manche Begründung eines KDV-Antrags.
Schlußendlich sagt Wadephul höchst verklausuliert: sch… drauf, daß uns das Grundgesetz ein Friedensgebot vorzeichnet und wir als Regierung strenggenommen diesem Gebot Priorität einzuräumen haben. Sch… drauf, daß es auch in der Ukraine Menschen gibt, die sich nicht dem sinnlosen Schlachtfest unterwerfen wollen um korrupten Machteliten in ihrem und anderen Ländern als Kanonenfutter zu dienen. Und in letzter Konsequenz…. sch… drauf, daß das Grundgesetz jedem das Recht gibt den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern. Denn wer ukrainische Kriegsdienstverweigerer in den Schützengraben schicken wird, der tut das auch mit anerkannten Kriegsdienstverweigerern im Lande ‘ihrer Demokratie’. Dies zu thematisieren wäre Ihre journalistische Pflicht gewesen.
Wer sich als Friedensaktivist mit dem Thema der ‘Kriegstüchtigkeit’ befaßt, erkennt schnell was das Anliegen der Machtelite in Berlin und Brüssel ist: abgreifen, was abzugreifen ist. So lange das politische Mandat meines ist, so lange muß ich eh den Kopf selbst nicht hinhalten. Es würde mich nicht wundern, wenn diese Machtelite nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die Eskalationsspirale noch weiter ankurbelt um den innerstaatlichen Vertrauensentzug außenpolitisch zu neutralisieren und auf die Ausrufung des Spannungsfalles drängt.
Bleibt zu hoffen, daß der Deutsche Michel baldigst auf die Straße strömt um dem Treiben in Berlin Einhalt zu gebieten. Die NDS mögen eine Plattform der tatsächlichen und perspektivischen Wahrheitsverbreitung sein. Denn “Kriegsverrat ist eine Friedenstat” (Ludwig Baumann).
Einen friedliebenden Gruß
Daniel Krabatsch
9. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner,
Herr Wadephul redet lediglich über einen “ganz normalen” Vorgang in Kriegszeiten, der genau so dann auch in Deutschland ablaufen wird. Darüber sollte sich jeder Mann und jede Frau in Deutschland klar sein.
Zum ersten Mal davon gehört habe ich übrigens in einem persönlichen Gespräch mit einem Bundeswehrangehörigen.
Warum bitteschön sollte Herr Wadephul sich über Busifizierung in der Ukraine aufregen? Damit würde er ja offensichtlich geltendes deutsches Recht in Frage stellen. Oder interpretiere ich das falsch? Menschlichkeit gehört m.E. nicht unbedingt zu den Primärtugenden von Politikern.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Nitze
10. Leserbrief
Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,
sehr geehrter Herr Klöckner,
Ihr Beitrag “Wadephul über ukrainische Kriegsdienstverweigerer: “Wir können Daten zur Verfügung stellen” – Politik eiskalt” hat mich nicht nur als Kriegsdienstverweigerer und aus der Evangelischen Kirche ausgetretener Kirchenmusiker, Jahrgang 1954, wütend gemacht. Mir fiel spontan ein Märchen der Brüder Grimm ein.
“Etwas Besseres als den Tod finden wir überall”.
Das dachten sich die Tiere im Märchen “Die Bremer Stadtmusikanten”, die vor den Misshandlungen ihrer “Besitzer” fliehen wollten, weil sie es nicht mehr länger aushielten. Sie wollten frei sein, dem sicheren Tod entgehen, und flüchteten vor ihren Peinigern.
Das mögen sich auch Menschen in aller Welt denken, die vor anderen Artgenossen fliehen, die sie eiskalt und emotionslos an die Kriegsfronten dieser Welt treiben und opfern wollen. Opfern für alle möglichen und unmöglichen Zwecke. Ihre Entscheidungen treffen sie nicht mit christlichen Hintergedanken, sondern im Gegenteil mit teuflischer Eiseskälte und emotionsloser Berechnung. Sie fühlen sich auch eher als “Besitzer” ihrer Untertanen denn als “Diener” des Volkes, das sie gewählt hat (bei dem Wort “Diener” würden die Herren und Damen Politiker vom Schlag eines Johann Wadephul in schallendes Gelächter ausbrechen). Und dieser Johann Wadephul ist nur einer von inzwischen vielen skrupel- und gewissenlosen Kriegstreibern im Land der „Dichter und Denker“, die vollkommen emotionslos Menschen in den sicheren Tod an der Front zu schicken bereit sind. Vollkommen sinnlose Menschenopfer im 21. Jahrhundert? Rendite wichtiger als Barmherzigkeit? Eigentlich ein Rückfall in längst vergangene Zeiten und überwunden geglaubte Methoden und Weltbilder.
Es gibt Menschen, die gehen buchstäblich über Leichen. Und es sind wahrlich nicht nur gewöhnliche Verbrecher, sondern es finden sich unter diesen auffällig viele Menschen in feinen Maßanzügen und mit stilvollen Krawatten, die in äußerst bequemen Sesseln sitzen und in der Gesellschaft Ränge ergattert haben, die sie selbst nahezu unangreifbar machen. Wer einmal auf dem Sessel sitzt, ist von dort so schnell nicht wieder zu vertreiben. Sie sitzen auf sicheren Positionen, die es ihnen erlauben, sich im Ernstfall schnell und geräuschlos aus dem Staub zu machen und grundsätzlich immer andere für ihre eigenen oder fremde Interessen verrecken zu lassen, gnadenlos und unbarmherzig.
An den leibhaftigen Teufel glauben heute wohl nur noch hartgesottene Katholiken. Aber das Böse existiert durchaus. Es manifestiert sich in vielerlei Form und Verkleidungen. Das Böse steckt in Menschen wie jenen, die während der Nazizeit von ihren Schreibtischen aus eiskalt andere Menschen in den Tod beförderten. Zu Hunderttausenden, ja Millionen mussten sie an den Kriegsfronten oder in Konzentrationslagern elendiglich verrecken. Das Böse steckt in mit Orden geschmückten oder mit Friedensnobelpreisen ausgezeichneten Menschen wie Barack Obama, der von seinem Schreibtisch aus eiskalt heimtückische Drohnenmorde anordnete und dabei den Tod vollkommen unbeteiligter Zivilisten in Kauf nahm. Kollateralschäden nennen die Technokraten das. Das Böse steckt in Menschen wie diesem unsäglichen Johann Wadephul, der von seinem Schreibtisch aus eiskalt Menschen, die in dem Land, dem er “dient”, einem Land, das einmal das Land der “Dichter und Denker” war, Zuflucht vor dem sicheren Tod an der ukrainischen Front gesucht haben, per Datenaustausch mit einem Terrorregime an diese Front beordert. Der Tod kommt als unblutiger Verwaltungsakt. Als Knopfdruck auf eine PC-Tastatur.
Die solcherlei Ungeheuerlichkeiten verübenden Verwaltungsbeamten in hohen und höchsten Positionen vom Schlag eines Johann Wadephul sind eiskalte Technokraten, die keinerlei Scham kennen. Sie haben auch nichts, das man guten Gewissens als “Gewissen” bezeichnen könnte. Was aber nicht heißt, dass sie sich nicht gerne auf evangelischen und katholischen Kirchentagen tummeln und wirkungsvoll in Szene zu setzen wissen und Mitglieder dieser Vereine sind, die zu Aufrüstung, Kriegsertüchtigung und Völkermord vornehm schweigen und so als zeitgenössische Jünger Jesu diesen schamlos verhöhnen. Was dem einen sein Kirchentag, das ist dem anderen sein Bayreuth. Je emotionsloser die Politik ist, die sie vertreten und machen, umso größer scheint bei ihnen das Bedürfnis zu sein, sich als feinfühlige Kunstsachverständige oder überzeugte Religionsanhänger mit besonders hohem moralischem Anspruch zu präsentieren. Denn, wer Wagner verehrt und/oder sich als gläubiger Christ präsentiert, wie kann der böse sein? Nun, wir wissen es nicht erst seit Adolf Hitler & Gesinnungsgenossen eigentlich besser.
Natürlich geht von Wadephul auch ein deutliches und unüberhörbares Signal an alle potentiellen Kriegsdienstverweigerer im eigenen Land aus. Liebe Schüler, die ihr in den nächsten Jahren fronttauglich werdet, ihr solltet euch sehr genau und sehr gründlich überlegen, ob ihr euer Schicksal in die Hände von eiskalten Verwaltungsbeamten wie Johann Wadephul legen wollt, in die Hände von skrupellosen und gewissenlosen Politikern, die mit aller Macht Vorbereitungen treffen für einen erneuten Feldzug gegen den altbösen Feind Russland. Denn im Ernstfall werden solche Herrschaften mit Sicherheit Mittel und Wege finden, euch auch gegen euren Willen an die Front zu schaffen. Wie das geht, macht uns ja gerade das Land vor, dem Deutschland bedingungslos Waffen liefert, um den Krieg um jeden Preis verlängern zu können, ja, dem sogar Terrorakte nachgesehen und so gestattet werden. Rekrutierungsbusse könnten auch einmal in Deutschland für Angst und Schrecken sorgen, wenn die Propaganda der Bundeswehr in den Schulen nicht verfängt. “Busifizierung” in der Ukraine. Menschenjagd auf offener Straße. Niemand ist sicher. Nirgends!
Es regt sich (noch?) kein erkennbarer Protest gegen die absolut unmenschliche und absolut unchristliche Ungeheuerlichkeit, Schutz suchende Menschen, die den Kriegseinsatz ablehnen, gegen ihren Willen an die Kriegsfront zu schaffen. Was ist nur aus diesem Land, dem einstigen Land der „Dichter und Denker“, geworden? Ein Land der gekauften Richter und skrupellosen Henker?
“Etwas Besseres als den Tod finden wir überall”.
Leider ist es in der Realität oft anders als im Märchen. Denn skrupellose Verwaltungsbeamte wie Johann Wadephul gibt es in allen Ländern dieser Welt. Sie schaffen es irgendwie immer wieder, auf die bequemen Sessel der Macht zu gelangen. Sogar in sogenannten “demokratischen” Systemen, wo solcherlei Schreibtischtätern vom Volk eigentlich keinerlei Verantwortung übertragen werden sollte. Dennoch, es bleibt die Utopie: Irgendwann werden die Teufel vom Volk zum Teufel gejagt werden, die Herrschaft der Räuber über das Volk, dem zu dienen sie verpflichtet gewesen wären, wird zu Ende sein.
“Von nun an getrauten sich die Räuber nicht weiter in das Haus, den vier Bremer Musikanten gefiel’s aber so wohl darin, daß sie nicht wieder heraus wollten.”
Ekkehard May
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