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Titel: Leserbriefe zu „Friedrich Merz: der Blitzableiter“

Datum: 25. September 2026 um 16:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
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In diesem Kommentar vertritt Tobias Riegel die These, nach der das aktuelle Drama um die Person Friedrich Merz eine willkommene Ablenkung von politischen Inhalten wie Sozialkürzungen, Rüstungsexzessen und so weiter sei, für die ja die ganze Bundesregierung und nicht nur der Kanzler stehe. Merz schaffe es allerdings nicht, den Bürgern die unsozialen „Reformen“ zu verkaufen. Also solle ein besserer Verkäufer her. Ohne Neuwahlen und bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen den Kanzler auszutauschen, würde jedoch politisch erstmal nichts ändern. Mit Merz müsse sich auch seine Politik zu Russland, zu den Sozialreformen, zum Energiehandel, zum Rüstungsetat und zu vielem mehr verabschieden. Denn: „Sonst bliebe ein etwaiger Kanzlerwechsel nur ein versuchter Etikettenschwindel“. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante Zuschriften erhalten und bedanken uns dafür sehr herzlich. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.

1. Leserbrief

Sehr geehrte Nachdenkseiten,

sehr guter und leider auch wieder ratlos machender Artikel von Tobias Riegel.

Ob Merz oder nicht, egal. Solange das System nicht geändert wird, wird sich nichts ändern. Dazu gab es heute auch einen sehr guten Artikel auf einem verbotenen Medium: „AfD und Co: Zweite Verteidigungslinie der Banken und Konzerne“. Den Link erspare ich Ihnen und mir wegen potentieller strafrechlicher Konsequenzen.

Freundliche Grüße, und weiter so, Wolfgang Blendinger


2. Leserbrief

Hallo Herr Riegel,

Kanzler Merz ist d a s Paradebeispiel dafür (wie auch Donald McDoof aus den USA), wie in jeder Hinsicht verkommen die politischen und wirtschaftlichen Systeme Deutschlands / der EU und des sog. Wertewestens sind. Diese Systeme taugen für Weltwohl und Allgemeinwohl gar nicht. Sind auch aus sich selbst heraus nicht reformierbar.

Grüße von Roland Weinert.


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel, liebe NDS,

um einen bildlichen Vergleich zu machen: man will den Lokführer auswechseln, nur der Zug fährt immer noch mit Volldampf und die Mauer ist in Sicht. Der Zug müßte auf ein anderes Gleis und der Kurs gewechselt werden, nur sieht das der Kanzler der zweiten Wahl und seine Regierung nicht ein. Also weiter so, mit Volldampf in die Mauer!

Man muß dem dummen Souverän (Volk) das nur richtig erklären. Die begreifen das ja einfach nicht. So die Kurzzusammenfassung des Kanzlerstatements am Sonntag nach MV – und Berlinwahl.

Ja, mit einem Kanzlertausch ist es nicht getan. CDU und SPD Regierungsmitglieder und Bundestagsabgeordnete sehen ihre Pfründe schwimmen, wenn es zu Neuwahlen käme. Da ist das Hemd immer noch näher als die Jacke.

Bezeichnend, daß M. Schwesig in MV ihre Aufholjagd mit Themen gegen die Regierung und SPD Bundesvorstand erfolgreich abschloss.

Nicht die AFD ist der Demokratiegefährder, sondern Altparteien, die gegen den Willen des Volkes regieren und dem dummen Michel auch noch den letzten Cent aus der Hose ziehen.

MfG

Michael Vogel


4. Leserbrief

Tobias Riegel:”Ohne Neuwahlen und bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen den Kanzler auszutauschen, würde politisch erstmal nichts ändern.”

So ist es.

Allerdings stellt sich die weitere Frae: “Was genau würden Neuwahlen im gleichbleibenden System ändern?”

Angesagt wäre eine Verfassungsreform, damit wir BürgerInnen Politik im Sinne des Gemeinwohls gestalten können, und das unabhängig von politischen Parteien.

Empfehle: “Gegen Wahlen – Warum Abstimmen undemokratisch ist” von David Van Reybrouck

L.G.

Ute Plass


5. Leserbrief

Hallo,

welcher Kanzlerwechsel war denn kein Etikettenschwindel ?

Und : Der Blitzableiter ist immer das Volk !

Merz ist taub und blind und jetzt riecht er gerade den Machtverlust und entdeckt daher jetzt aktuell die „Gerechtigkeitsnummer“. Das ist schäbig.

Wie ganz viele vor ihm hat Merz den eigentlichen Sinn seines Berufes überhaupt nicht verstanden!

Mit Schröder, Merkel, Scholz und Habeck kam die Abenddämmerung danach kam Merz und es wurde dunkle Nacht und solange dieses politische System in dieser Form weitergeht…wird es Nacht bleiben !

Eine Morgendämmerung kommt nur noch dann, wenn das Parteiensystem als ganzes abgeschafft wird und Politik und Rechtsstaatlichkeit in die Hände des Volkes gelangt, mit neuen Regeln und Möglichkeiten. Ideen dafür gibt es und es lohnt sich darüber ernsthaft nachzudenken.

Das jetzige System ist gescheitert, das ist die Realität.

Grüße

T. Rath


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