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Titel: Medien, die eine Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD skandalisieren: Eine erbärmliche Inszenierung!

Datum: 20. Oktober 2026 um 11:15 Uhr
Rubrik: Kampagnen/Tarnworte/Neusprech, Medienkritik
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Ruft ein Dieb, „Haltet den Dieb!“, ist Vorsicht geboten. Warnen große Medien vor einer politischen Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD, ist es genauso. Nicht, weil ein Schulterschluss zwischen den beiden Parteien problemfrei ist und keiner Kritik verdiente, nein – das ist ein Thema für sich. Sondern weil die Kritik der großen Medien vor einem Fall der „Brandmauer“ eine erbärmliche Inszenierung ist. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Medien, die maßgeblich Mitschuld an den Verhältnissen durch einen verwahrlosten Journalismus tragen, gaukeln mit ihrer AfD-BSW-Kritik vor, das Land im besten demokratischen Sinne vor Schaden zu bewahren. Tatsächlich ist es so: Medien, die jetzt meinen, im „Wachhund-Modus“ zu agieren, haben durch ihre Komplizenschaft mit der Macht seit Jahrzehnten an der politischen Zerstörung des Landes mitgearbeitet. Sie haben jeden Anspruch, die Beschützer der Demokratie zu sein, verwirkt.

So wie ein Dieb, der ruft, „Haltet den Dieb!“, eigene Interessen verfolgt, so verfolgen auch viele Medien, die lauthals den Fall der Brandmauer als den Untergang der Republik an die Wand malen, eigene Interessen.

Diese Interessen kennt jeder, der den Medienmainstream mit einem kritischen Auge verfolgt.

Als Lordsiegelbewahrer unserer Zeit geht es ihnen in erster Linie um eines: um die Konservierung der gegenwärtigen Machtverhältnisse. Sie waren und sind Komplizen einer Politik, die dieses Land mit Vollgas an die Wand fährt.

In Verblendung, Ignoranz, Unfähigkeit und ideologischer Verbundenheit mit CDU, SPD und Co haben sie sich selbst zu weltanschaulichen Handlangern einer Politik gemacht, die nun mehr und mehr ihre Früchte der Zerstörung ernten muss.

Ein aktueller Tweet der BSW-Politikerin Claudia Wittig auf der Plattform X und die Reaktion einer Journalistin samt ihrem Artikel in der Berliner Morgenpost werfen ein Schlaglicht auf die Verhältnisse.

Da schreibt Wittig, sie sei von ZDF-Reportern „übelst bedrängt“ worden und die „übrige Journaille“ fabuliere rum. Sie spricht von „Lügen, einseitigen Darstellungen, Ragebaiting“ und sagt, „das Niveau ist am Boden“. Schließlich heißt es: „Am Ende lauern mir Reporter mit laufender Kamera vor meinem Privatfahrzeug auf, obwohl ich schriftlich ein Interview abgelehnt hatte.“

Wittig hatte zu ihren Äußerungen den Tweet der Redakteurin Doreen Reinhard retweetet – darin führt Reinhard unter anderem die Überschrift ihres Artikels zu einem Treffen zwischen BSW und AfD-Politikern in Magdeburg vom Sonntag an.

„AfD und BSW auf Kuschelkurs? Parteien kommen sich bei Treffen in Magdeburg nah“, lautet die Schlagzeile eines Artikels, der deutlich macht: Medien, die gerade Zeter und Mordio schreien, zementieren noch immer munter jene Verhältnisse, die sie nun vorgeben, zu bekämpfen.

Alleine schon die Überschrift …

Wie kann eine Zeitung mit einer solchen Schlagzeile an die Leserschaft herantreten, während sie selbst über Jahrzehnte den „Kuschelkurs“ zwischen hochrangigen deutschen Politikern und Machteliten im Kreise der semi-geheimen Bilderberg-Treffen ignoriert?

Begreift das ehemalige Springer-Blatt nicht: Dass sich überhaupt eine friedenspolitische Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD ergeben hat, hängt eben auch damit zusammen, dass Journalisten sich gegenüber den Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes blind, taub und stumm stellen.

Wo waren die Wachhunde der wackeren Morgenpost, als die westliche Tiefenpolitik sich in der Ukraine gegen Russland in Stellung gebracht hat? Waren sie damit beschäftigt, den publizistischen Schutzmantel um Angela Merkels Schultern zu legen?

Da bedrängen also Journalisten Wittig an ihrem Auto – aber wenn die versammelte Machtelite bei Bilderberg aufläuft, gilt strikt: Die „Privatsphäre“ von Politikern ist zu respektieren.

Journalisten – das ist seit langem bekannt – wissen genau, bei wem sie es sich erlauben können, Grenzen zu überschreiten, und bei wem nicht.

Dort, wo „die Macht“ schnell zum Tritt ans Schienbein ansetzt, agieren zu viele Medienvertreter aus Feigheit lieber als – um den Begriff aufzugreifen – „kuscheliger“ Pudel denn als Wadenbeißer.

Da versucht Reinhard, wie viele andere, journalistisch irrlichternd auf Empörung zu setzen, die Skandalisierung schreit förmlich aus dem Artikel.

Sie wagt es tatsächlich, Friedensdemonstrationen als „sogenannt“ zu bezeichnen und das Corona-Unrecht als „angeblich“ anzuführen – ganz so, als ob der massive Impfdruck und das Sterbenlassen der Alten und Kranken ohne ihre Angehörigen nicht angeprangert werden sollte.

Zum Vorschein kommt eine Berichterstattung, die klar erkennen lässt: Die Empörung großer Medien wegen der Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD ist eine erbärmliche Inszenierung.

Ginge es auch nur im Ansatz um hehre Ziele: Die Berichterstattung würde ganz anders aussehen.

Ein Schulterschluss zwischen BSW und AfD wirft ja tatsächlich Fragen auf. Zum Beispiel: Wie glaubhaft ist überhaupt ein friedenspolitischer Ansatz vonseiten der AfD, wenn es neben dem – sagen wir – „Friedensflügel“ um Tino Chrupalla auch einen stramm transatlantischen Flügel der AfD gibt, der voll hinter der NATO, der Wehrpflicht und der Aufrüstung steht?

Wie sind die Widersprüche innerhalb der Partei zu verstehen? Was können sie in letzter Konsequenz für Land und Wähler bedeuten?

Was bedeutet ein Schulterschluss mit der AfD für das BSW? Welche Chancen gibt es vielleicht, aber auch: Welche Gefahren lauern? Wie ist der Richtungsstreit innerhalb des BSW zu erfassen? Wie lauten die Argumente für eine Zusammenarbeit mit der AfD, wie die dagegen?

Anders gesagt: Fragen wie diese macht ein Journalismus zum Gegenstand, der Interesse an Inhalt, an echter Diskussion hat.

Einem Artikel wie „AfD und BSW auf Kuschelkurs?“ geht es nicht um Inhalt. Es geht um Zersetzung. Es geht darum, eine echte Diskussion, innerhalb der Parteien und ihre Vertreter auf der inhaltlichen Ebene sauber journalistisch gestellt werden, zu untergraben. Es geht um Stimmungsmache. Es geht darum, einen Popanz aufzubauen, der dann zu einer immer weiter stimmungsschürenden, immer abstruseren und immer mehr die Diskussion verseuchenden „Berichterstattung“ führt.

Da spricht Reinhard von dem „Querfront-Aktivisten“ Diether Dehm. Aber ein Politiker, der sagt, „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben“, bleibt in der Zeitung ohne entsprechende Zuschreibung. Und einem, der sagt, „Der Krieg muss nach Moskau getragen werden“, bietet das Blatt selbstverständlich auch ohne negativ begleitende Etikette eine Bühne.

Stichwort Bühne: Diese Schmierenkomödie, die weite Teile der großen Medien in Sachen BSW und AfD aufführen, würde auf keinem Dorfplatz länger als fünf Minuten überstehen.

Titelbild: Scrennshot X-Kanal Claudia Wittig


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