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NachDenkSeiten – Die kritische Website
Titel: Videohinweise am Samstag
Datum: 1. Februar 2020 um 9:00 Uhr
Rubrik: Videohinweise
Verantwortlich: Redaktion
Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint in der Regel mittwochs) gibt es eine eigene Playlist. (CG)
Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:
Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.
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“Yet Another Declaration of War on Palestinians”: Rashid Khalidi on Trump’s Middle East “Peace” Plan
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu has announced plans to annex about 30% of the occupied West Bank, after Israel was given the green light to do so by the United States. On Tuesday, President Trump — with Netanyahu by his side — unveiled a so-called Middle East peace plan that was drafted by Trump’s son-in-law Jared Kushner without any input from Palestinians. Under the plan, Israel will gain sovereignty over large areas of the occupied West Bank, Jerusalem would be under total Israeli control, and all Jewish settlers in the occupied territory will be allowed to remain in their homes. The plan also calls for a four-year settlement freeze and the possible creation of a truncated Palestinian state, but only if a number of conditions are met. Palestinians responded to the U.S. plan with protests in the West Bank and Gaza. Palestinian President Mahmoud Abbas rejected the deal. Only hours before the plan was announced, Netanyahu was indicted for corruption, marking the first time in Israel’s history that a sitting prime minister will face criminal charges. We speak with Mehdi Hasan, senior columnist at The Intercept, and Rashid Khalidi, the Edward Said professor of modern Arab studies at Columbia University. Khalidi’s latest book is titled “The Hundred Years’ War on Palestine.”
[Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat Pläne zur Annexion von etwa 30 % des besetzten Westjordanlandes angekündigt, nachdem Israel von den Vereinigten Staaten grünes Licht dafür erhalten hat. Am Dienstag hat Präsident Trump – mit Netanjahu an seiner Seite – einen so genannten Nahost-Friedensplan vorgestellt, der von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ohne jegliche Beteiligung der Palästinenser entworfen wurde. Der Plan sieht vor, dass Israel die Souveränität über weite Teile des besetzten Westjordanlandes erlangt, Jerusalem unter vollständiger israelischer Kontrolle steht und alle jüdischen Siedler im besetzten Gebiet in ihren Häusern bleiben dürfen. Der Plan sieht auch einen vierjährigen Siedlungsstopp und die mögliche Schaffung eines palästinensischen Rumpfstaates vor, allerdings nur, wenn eine Reihe von Bedingungen erfüllt sind. Die Palästinenser reagierten auf den US-Plan mit Protesten im Westjordanland und im Gazastreifen. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas lehnte das Geschäft ab. Nur wenige Stunden vor der Bekanntgabe des Plans wurde Netanjahu wegen Korruption angeklagt. Damit wird zum ersten Mal in der Geschichte Israels ein amtierender Ministerpräsident angeklagt. Wir sprechen mit Mehdi Hasan, Senior-Kolumnist bei The Intercept, und Rashid Khalidi, dem Edward-Said-Professor für moderne arabische Studien an der Columbia University. Khalidis neuestes Buch trägt den Titel “Der Hundertjährige Krieg gegen Palästina”. Übersetzung CG]
Quelle: Democracy Now!, 29.01.2020
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Trump’s Middle East “peace plan” is a plan for apartheid. Journalists need to recognize that.
Trump’s long-awaited Middle East “peace plan” gives Israel sovereignty over large areas of the occupied West Bank, control over all of Jerusalem and all illegal settlements. Many media outlets have referred to Trump’s agenda — which was drafted by Trump’s son-in-law Jared Kushner without any consultation of Palestinians — as a “peace plan,” but Intercept columnist Mehdi Hasan says journalists need to scrap the terms they’ve long been using to describe the Israel-Palestine conflict and directly ask Democratic presidential candidates not if they are in favor of a two-state solution in the region, but “if they support apartheid or not.” Trump’s foreign policy has “forced people to basically take off the blinkers and recognize this for what it is. The conflict is no longer Israel versus Palestine, but it is apartheid.”
[Trumps lang erwarteter “Friedensplan” für den Nahen Osten gibt Israel die Souveränität über große Gebiete des besetzten Westjordanlandes, die Kontrolle über ganz Jerusalem und alle illegalen Siedlungen. Viele Medien haben Trumps Agenda – die von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ohne jegliche Konsultation der Palästinenser entworfen wurde – als “Friedensplan” bezeichnet, aber der Intercept-Kolumnist Mehdi Hasan sagt, dass die Journalisten die Begriffe, die sie seit langem zur Beschreibung des israelisch-palästinensischen Konflikts verwenden, streichen müssen und die demokratischen Präsidentschaftskandidaten nicht direkt fragen, ob sie für eine Zwei-Staaten-Lösung in der Region sind, sondern “ob sie die Apartheid unterstützen oder nicht”. Die Außenpolitik von Trump hat “die Menschen gezwungen, die Scheuklappen abzunehmen und dies als das zu erkennen, was es ist”. Der Konflikt heißt nicht mehr Israel gegen Palästina, sondern Apartheid.” Übersetzung CG]
Quelle: Democracy Now!, 29.01.2020
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Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller “Der Kampf gegen den Antisemitismus wäre wirksamer und glaubwürdiger, wenn Netanjahu und andere den Antisemitismus nicht anheizen würden“.
Hierzu auch von der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag “Trumps Friedensplan für den Nahen Osten ist Annexionsplan“.
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Iwan Martynuschkin (Kriegsveteran, Auschwitz-Befreier): “[Während] sich damals zum sechzigsten Jahrestag an die 40 Staats- und Regierungschefs, weltweit wichtige bekannte Persönlichkeiten der Öffentlichkeit zusammenfanden, und unsere Gruppe – damals waren wir zu viert – für die Befreiung von Auschwitz vom polnischen Präsidenten mit dem Verdienstorden der Republik Polen ausgezeichnet und überhaupt sehr herzlich aufgenommen wurde, so war am 65. Jahrestag alles ganz anders. Da trat hauptsächlich der damalige Vorsitzende des EU-Parlaments Jerzy Buzek* auf und gab den Ton an. Unter den Delegationsleitern waren kaum noch Staats- und Regierungsoberhäupter dabei und hier bekamen wir bereits an uns gerichtete Vorwürfe zu hören. Wir wurden nicht mehr Befreier genannt, es wurden ganz andere Saiten aufgezogen, Aggressoren seien wir gewesen, auch Polen hätten wir nicht die Freiheit gebracht bzw. diese Befreiung Polens habe den Polen nicht die Freiheit gebracht usw. Es gab viele solcher Vorwürfe gegen die Rote Armee und gegen die Sowjetunion. […] Das Wichtigste, was wir getan haben? Wir haben ihr Land gerettet, ihren Staat, ihre Sprache und Kultur, sprich Polen ist Polen geblieben und wurde nicht zu irgendeiner Kolonie, zu irgendeinem Lebensraum zur Ansiedlung deutscher Kolonisten.”
*Wikipedia: “Als Ministerpräsident erreichte er [Jerzy Buzek] den NATO-Beitritt und verhandelte die Bedingungen für den EU-Beitritt seines Landes. Er stand dem Europaparlament während der Eurokrise und nach den Kompetenzerweiterungen im Vertrag von Lissabon vor.”
Vor 75 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das NS-Vernichtungslager Auschwitz
Am 27. Januar 1945 – heute vor 75 Jahren – erreichten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Allein dort wurden mehr als eine Million Männer, Frauen und Kinder in Gaskammern getötet, erschossen oder durch Zwangsarbeit und Hunger in den Tod getrieben. Die meisten der Opfer waren Juden. Auch 80.000 nicht-jüdische Polen, 25.000 Sinti und Roma sowie 20.000 sowjetische Soldaten wurden in dem Lager getötet.
Der Bau des Lagerkomplexes begann 1940 im südpolnischen Oswiecim. Der rund 60 Kilometer westlich von Krakau gelegene Ort war während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen besetzt und in Auschwitz umbenannt worden. In den folgenden Jahren wurde das Areal ausgebaut und bestand schließlich aus dem Stammlager Auschwitz I, dem Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau, dem Arbeitslager Auschwitz III-Monowitz sowie rund 40 Nebenlagern.
Der Lagerkomplex, über dessen Eingangstor der zynische Spruch “Arbeit macht frei” angebracht wurde, nahm eine zentrale Rolle in der von den Nazis vorangetriebenen “Endlösung der Judenfrage” ein.
Quelle: tagesschau, 27.01.2020
Anmerkung CG: Hier werden sowjetische Truppen richtig als Befreier des NS-Vernichtungslagers Auschwitz benannt. Dies scheint die US-Botschaft Dänemark wie die Snapchat Redaktion des Spiegel “vergessen” zu haben. Nachlesbar auf Sputniknews “US-Botschaft schreibt Befreiung von Auschwitz der amerikanischen Armee zu – Nach der deutschen Zeitschrift ‘Der Spiegel’ hat nun auch die US-Botschaft in Dänemark ‘irrtümlich’ einen Post auf Twitter publiziert, laut dem das Nazi-Konzentrationslager Auschwitz angeblich von der US-Armee befreit wurde. Nach scharfer Kritik im Netz hat die Botschaft den Fehler zugegeben, doch der Text steht immer noch unverändert da.” und hier auf twitter bei Holger Michel “‘Damals. Als die Amerikaner #Auschwitz befreiten.’ @derspiegel Oder: wenn dir ein deutsches Leitmedium ungewollt beweist, dass wir viel mehr statt weniger Geschichtsunterricht brauchen.”
Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Tobias Riegel “Auschwitz-Gedenken gegen Russland missbraucht: ‘Eine Informations-Aggression gegen die Geschichte’” und “Die ARD zwischen ‘russischen Privatpartys’ und Phrasen von ‘der Wahrheit’“.
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Lesen Sie hierzu auf den NachDenkSeiten die erschütternde Dokumentation von Heiner Biewer “Frankreich: Streiks, Proteste, Demonstrationen – ein Blick auf die andere Seite der Gewalt.“
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Jimmy Dore [transkribiert]: “The Democrats and Republicans just passed Trump’s NAFTA 2.0 trade deal. And it’s so bad, Chuck Schumer voted against it. […] Well the United States Mexico Canada Agreement is another f***ing over of American workers, just like NAFTA, just like the TPP. This will increase the outsourcing of jobs to poverty labor nations and when companies don’t profit, they are able to sue for damages from tribunals of judges appointed from those very same companies. This trade deal is bad for workers, it’s bad for customers, it’s bad for farmers, bad for democracy and it’s bad for the planet. It was written by oligarchs and multinational corporations. It’s opposed by labor unions, it’s opposed by environmental organizations, it’s opposed by citizen groups. Politicians from both political parties are calling this a win. The only people this will win are the big-money donors. Jobs will stay outsourced, wages will stay stagnant, companies will continue to poison our communities and we get stuck with the bill. Some Democrats are giving themselves credit for some labor provisions in this new deal, which is like getting your attacker to use Lube. Republicans and Democrats are using the same lies and the same false promises, they used to pass NAFTA the first time. They are your enemy. American workers lose, multinational corporations win. Elizabeth Warren, Joe Biden, Pete Buttigieg and Amy Klobuchar, none of them have the guts or the leadership to oppose Trump’s trade deal, except Bernie Sanders. Elizabeth Warren is done, she won’t stand up for workers, she won’t stand up against corporations, she won’t stand against Trump. […] Chuck Schumer is more progressive than Elizabeth Warren. Let that sink in for a moment.”
Anmerkung CG: Die Rede von Bernie Sanders zu seiner Ablehnung von “NAFTA 2.0”, United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA), ist hier zu sehen.
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Jimmy Dore [transkribiert]: “These are the people who were running the Democratic Party, corporatists [von Konzernen bestimmt, Anm. CG] are gonna be on the committee!”
Jimmy Dore bezieht sich auf die Tweet-Serie von Kevin Gosztola: “Democratic National Committee chair Tom Perez issued a list of individuals he nominated for the 2020 Democratic National Convention committees. Let’s examine some of the individuals. I’ll initially focus on the nominees for the DNC Platform Committee.” Hier zu finden.
Kevin Gosztola [Übersetzung CG]: “Der Vorsitzende des Demokratischen Nationalkomitees, Tom Perez, gab eine Liste der Personen heraus, die er für die Ausschüsse des Demokratischen Nationalkonvents 2020 nominiert hat. Lassen Sie uns einige der Personen untersuchen. Ich werde mich zunächst auf die Nominierten für das DNC-Plattformkomitee konzentrieren.”
Lesen Sie hierzu auch auf The Grayzone “To rig primary against Bernie, DNC chair Tom Perez nominates regime-change agents, Israel lobbyists, and Wall Street consultants“.
Anmerkung unseres Lesers Holger Gebhardt: Dieser Artikel von The Grayzone zeigt, dass man die Zusammenstellung des DNC für das Nominierungskomittee aktiv steuert, um Sanders Gegner in die Wahlgremien zu hieven. Soviel zu den angeblich freien, fairen Wahlen in den westlichen Staaten.
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Arno Luik: “Es müsste vielleicht diese Aktiengesellschaft in eine Art Anstalt des öffentlichen Rechts mit einem Gemeinwohlauftrag umgebaut werden.”
Die Artikel von Arno Luik auf den NachDenkSeiten sind hier zu finden.
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Anmerkung CG: Klasse, demnach waren die deutschen Fußballfrauen des SSG 09 Bergisch Gladbach nicht nur mehrfach deutscher Frauenmeister, sondern in Taiwan auch beim Women’s World Invitation Tournament in den Jahren 1981 und 1984 bereits Fußball-Weltmeister der Frauen, bevor es diesen Wettbewerb offiziell überhaupt gab – und der vollständig von Männern dominierte DFB war offenbar ‘not amused’ und übernahm nicht einmal die Reisekosten. Silvia Neid stammt auch vom SSG 09 Bergisch Gladbach.
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