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Titel: Leserbriefe zu „Kanzler Merz und das Kind mit der Bundeswehrmütze“

Datum: 13. Juni 2026 um 13:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
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Hier kommentiert Marcus Klöckner ein Foto, auf dem Bundeskanzler Merz einem freudigen Jungen die Hand zum Gruß reiche. Die Aufnahme, die die Bundesregierung auf Instagram veröffentlicht habe, sei allerdings kein normales Bild. Vielmehr sei es durchtränkt von Propaganda. Dass ein Kanzler am Tag der Bundeswehr teilnehme und einem Kind mit Bundeswehrmütze die Hand schüttelt, sei das eine. Das andere sei die Veröffentlichung und Verbreitung dieses Bildes über einen offiziellen Kanal der Bundesregierung. Das heiße nichts anderes, als dass die Regierung versuche, die Kinder des Landes für die Bundeswehr zu begeistern. Generell gelte jedoch: „Das vorhandene Wissen um die Instrumentalisierung von Kindern samt ihrer Eltern im Sinne einer Kriegspolitik darf und kann nicht ausgeblendet werden.“ Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die zahlreichen und interessanten E-Mails dazu. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

Merz wie Weihnachtsmann: lasset die lieben Kindlein zu mir kommen. Im Kopf schreibt er bereits ihren zukünftigen Marschbefehl zum Einsatz für Volk (welchen Teil davon ?) Vaterland, Demokratie, Freiheit und Frieden. Ach ja, stimmt ja, gibt da eine Aussage auf dem Friedhof herscht der ewige Frieden, deshalb nennt man das ja auch Friedhof, dort wird ja auch alles schön sauber gehalten, dank der Kriegsgräberfürsorge.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

Ihr wieder mal wie immer sehr auf-den-Kopf-treffender Artikel , heute über das Verhältnis der dtsch. politischen “Elite” zur Jugend, ach was – zu “ihren” Untertanen , gipfelt in dem zwangsläufigen Vergleich “unseres” Kanzlers mit Hitler in Bezug auf beider schleimigen Anwanzerei an Kinder, sogar an Kinder. An Widerlichkeit schon gar nicht zu überbieten. Sexual-Straftäter sind dagegen “Peanuts”.

Der Witz ist, daß es niemandem nützt, wenn ich gut finde, was und wie Sie schreiben, weil die Leute, die es angeht und die Ihre Meinung über die Politik des Staates hinterfragen sollten, dieses nicht tun und schon gar nicht die Nachdenkseiten lesen werden.

Trotzdem ´la lutta continua`
Freundliche Grüße.
Iselin Boit


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

Sie fragen:

„Warum gerade ihm an diesem Tag der Bundeswehr in Laage bei Rostock der Bundeskanzler die Hand schüttelt, bleibt unklar.“

Die Antwort auf diese Frage lautet m.M.n, dass es sich sehr wahrscheinlich um ein künstlich generiertes Bild handelt. Der Ausschnitt, der Blickwinkel, die gesamte Bildkomposition spricht dafür, und daher wohl auch die passende Größe der Mütze.

Falls es sich jedoch wider meines Eindrucks um ein echtes Foto handelt, wurde es von einem nicht sehr talentierten Fotografen aufgenommen, und ich würde ich gerne wissen, ob die CDU das Einverständnis der Eltern eingeholt hat, um das Foto ihres Sohnes veröffentlichen zu dürfen. War die CDU nicht immer für den Schutz von Kindern? Naja, es wäre ja auch nicht der erste Fall, in dem Politiker Regeln und Gesetze brechen, deren Befolgung sie ansonsten strengstens an- und abmahnen. Und wer weiß, ob dem Kleinen nicht in ein paar Jahren total peinlich ist, händeschüttelnd mit Friedrich Merz fotografiert worden zu sein? Vielleicht ist er demnächst sogar suizidgefährdet, wenn ihm klar wird, was er da getan hat?

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Klein


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

leider gehen Sie nicht auf den Text der Bundesregierung neben dem besprochenen Bild ein, wo durch die Nebeneinanderstellung von Text und Bild im Instagram-Post suggeriert wird, dass im Bild gezeigt wird, wie Kanzler Merz einem Soldaten “für dessen Dienst” dankt. Einem derart suggerierten “Soldaten”, der ganz offensichtlich ein in der von Deutschland ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention nochmal besonders geschütztes Kind unter 15 Jahren ist.

Das ist perfide und verstösst meines Erachtens eklatant gegen den Geist dieser UN-Kinderrechtskonvention. Wie skrupellos muss man sein, ein solches Bild von sich in Kombination mit diesem Text veröffentlichen zu lassen?

Nachdenkliche Grüsse,
KK


5. Leserbrief

Hallo,

bei jeder Wahl in den letzten Jahrzehnten hat man nicht seine Stimme abgegeben, sondern seine Hausschlüssel und wenn man dann wieder mal nach Hause kam, da stand da immer wieder ein Blumenstrauß….ja wie nett …die Partei denkt an uns Bürger….nur hat man dann Wochen später festgestellt das Teile vom Familienschmuck fehlten… so geht das nun seit Jahren.

Vom Familienschmuck ist so gut wie nix mehr da…..und jetzt geht es an das Wertvollste was wir haben :

Unsere Kinder .

Ein Staat, eine Regierung, die nach den Kindern trachtet, um sie in den Tod zu schicken, ist die verkommenste aller Regierungen und deshalb gibt es nur eine Option : Nein!!

Grüße
T. Rath


6. Leserbrief

Warum hatte ich das unten dargestellte Bild aus der Doku Hitlers militärisch und ideologisch gedrilltes Kanonenfutter sofort vor meinem geistigen Auge?

Wann wachen die Menschen endlich auf?

Mein Optimismus hinsichtlich einer friedlichen Zukunft sinkt immer mehr.

Trotz allem ein großes Dankeschön an das ganze Team der NDS für unermüdliche Aufklärungsarbeit

J. Liepelt


7. Leserbrief

Liebe Leute,

Der Artikel ist nicht grundsätzlich falsch.

Aber immer wieder das eingebaute “Weichspühlen” mit dem Demokratiegefasel!

Hier herrscht mindestens die “Diktatur des Geldes”, das die Meisten nicht haben!

Und bei weiteren NACHDENKEN, was Sie so vehement betonen, liegt noch viel mehr im Argen.

Sie wissen das noch besser wie jeder “Normalo”, sind aber dann doch immer zu feige das deutlich zu benennen.

Für die Reichen (deren Staat) sollen unsere Kinder herhalten!

Das hätte mit in diesen Text gehört.

Grüße
Wolf


8. Leserbrief

…und der hübsche junge. lieber marcus, so sehr ich mit dir um die militarisierung als teil der totalisierung unserer gesellschaft besorgt einhergehe, so sehr möchte ich anmahnen, dass dies nicht das einzige bild ist, das kinder vom militär wahrnehmen. du wirst dich an den wunderbaren film “la vita e bella” von roberto benigni erinnern, wo die hoffnung des kindes, dem elend seiner absehbaren vernichtung zu entkommen, sich mit der ankunft des amerikanischen panzers und der gi’s erfüllte. es geht also nicht um die soldaten und ihre symbole, sondern um die ziele der propaganda, die unseren erbarmungslosen kanzler in eine reihe mit jenen durchhaltegesten hitlers stellen, die menschen ausweg- und alternativlos zu noch mehr kriegstüchtigkeit zu ermuntern. wir leisten uns staatsführer mitsamt einer gläubigen entourage, die das wort des widerstandes “Schwerter zu Pflugscharen” ebensowenig verstanden haben und verstehehn wollen wie “worte statt waffen” zu ersetzen – das wäre doch immerhin für blackrock-monetaristen billiger und erfolgreicher. sei gegrüsst, albert


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

ja wie sich die Bilder gleichen? Erschreckend!

Ich habe mich fast geschämt, dass dieses Bild, das natürlich inszeniert war, in Mecklenburg aufgenommen wurde und von hier in die Welt ging. Manuela Schwesig hätte lauten Protest einlegen müssen, hat aber zur Zeit wohl Probleme mit der anstehenden Landtagswahl.

Friedrich Merz ist mit der Aufrüstung von Beginn an in die Fußstapfen von Adolf Hitler getreten. Das ist wie es ist.

Sie haben natürlich in allem recht. Wie tief will diese Politik und diese Regierung noch sinken.
Es wäre schön, wenn Ihre Ausführungen mehr Verbreitung in der Bevölkerung fänden und sich ein breiter und deutlicher Widerstand formieren würde.

Die Beteiligung an der gestrigen Demo in Berlin war leider zu schwach.

Mit friedlich, freundlichen Grüßen
I. Hollnagel


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