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Titel: „Die SPD ist ein wandelnder Toter der Politik“ – O-Töne zum Sinkflug der SPD und Aussichten der Koalition

Datum: 16. Juni 2026 um 12:00 Uhr
Rubrik: Bundesregierung, SPD
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Ein Jahr nach der Bildung der Regierungskoalition zeichnet sich der Riss zwischen den beiden Partnern immer deutlicher ab. Die einen meinen, die Union sollte die „Bürde SPD“ abwerfen, die die Regierung immer tiefer in den Abgrund treibt. Die anderen prognostizieren, die SPD könnte angesichts der sinkenden Umfragewerte selbst eine „Flucht nach vorn“ versuchen und aus der Koalition austreten, um dann quasi als neue Oppositionspartei um Wählergunst zu werben. Die wenigsten glauben mittlerweile, dass die Koalition noch drei Jahre bestehen würde. Eine neue Ausgabe der O-Töne. Zusammenfassung von Valeri Schiller.


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Bundeskanzler Friedrich Merz am 9. Juni 2026

„Die Rheinische Post berichtet: ‚In der Unions-Fraktionssitzung habe Merz deutlich gemacht, dass Deutschland Entscheidungen statt endloser Debatten brauche. Bezüglich der SPD soll er Folgendes gesagt haben, ich zitiere: ‚Meine Geduld ist jetzt auch am Ende – auch mit den Sozialdemokraten.‘“

(Quelle: NIUS, ab Minute 7:46)


SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil am 29. April 2026

„Natürlich, da ist manchmal zu viel öffentlicher Streit. Ich würde da auch gern darauf verzichten. Das prägt auch das Bild über diese Koalition. Aber wenn Sie sich angucken, wie viele Gesetze wir auf den Weg gebracht haben – ich habe gerade ein paar Punkte genannt: das Sondervermögen und andere Dinge –, dann ist da ja was gelungen. Und trotzdem: Natürlich muss es besser werden. Ich finde aber überhaupt nicht schlimm, wenn man am Anfang von Gesetzgebungsverfahren auseinander ist, unterschiedliche Positionen hat, auch mal mit Leidenschaft diskutiert wird.“

(Quelle: Tagesschau, ab Minute 3:57)


Der Spiegel am 23. April 2026

„Ein Bericht des Spiegel enthüllt einen heftigen Streit zwischen Friedrich Merz und Lars Klingbeil. Beim Koalitionsausschuss in der Villa Borsig kam es zu einem lautstarken verbalen Schlagabtausch. Merz sei ‚regelrecht aus der Haut gefahren‘ und habe seinen Vize angebrüllt, schreibt der ‚Spiegel‘ unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Der SPD-Chef soll nicht weniger emotional dagegengehalten haben. Anschließend wurden die Verhandlungen unterbrochen. Merz und Klingbeil hätten sich zu einem Vier-Augen-Gespräch zurückgezogen.“

(Quelle: FOCUS online)


WELT-Chefökonomin Dorothea Siems am 8. Juni 2026

„Mein Eindruck ist, die SPD bringt lauter Vorschläge, die vor allem der Union sehr wehtun. Die Union kann sich bei der Steuer nicht auf eine höhere Belastung von Leistungsträgern und vor allen Dingen von der Wirtschaft einlassen. Das würde ihr so dermaßen schaden, nachdem sie ja schon bei der Schuldenwende eben enorm an Vertrauen eingebüßt hat. Das wäre tatsächlich, das würde dort sie noch schwächer machen, und sie verliert ja Zustimmung zunehmend. Und ich glaube, das ist tatsächlich das Ziel, was die SPD verfolgt. (…)

Ich glaube, in der SPD meinen die meisten, dass es nicht mehr drei Jahre dauern wird bis zur nächsten Wahl, sondern dass das früher kommt.“

Quelle: WELT Nachrichtensender, ab Minute 4:51 und ab Minute 5:38)


Jakob Augstein, Journalist und Verleger, am 26. Dezember 2025

„Ich glaube, die SPD lebt in den Trümmern ihrer Vergangenheit und ist im Grunde ein wandelnder Toter der Politik, und gemeiner kann man dann auch gar nicht mehr reden über eine Partei. Ich glaube, die haben sowas von fertig.

(Quelle: YouTube-Kanal Ronzheimer, ab Minute 2:16)


FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer am 5. Mai 2026

„Ich glaube, die SPD ist wirklich unrettbar verloren. Also eine Partei, die ihre Wähler enttäuscht, ist ja schon tragisch. Aber eine Partei, die ja gar nicht mehr weiß, wer überhaupt ihre Wähler sind – und das ist der Zustand der SPD – da ist, der ist nicht mehr zu helfen. (…)

Sodass sich die Frage, glaub ich, für die CDU stellt jetzt, ob sie eigentlich mit der SPD untergehen will. Und je länger sie da festhalten, theoretisch ist das ja jetzt noch drei Jahre möglich, umso mehr wird auch die CDU mit in den Abgrund gerissen bzw. getrieben.“

(Quelle: WELT Nachrichtensender, ab Minute 1:29 und ab Minute 2:06)


BSW-Vorsitzende Amira Mohamed Ali am 10. Juni 2026

„Das Problem ist vielmehr, dass die Reformen, die geplant sind, die falschen Reformen sind. Wir brauchen Reformen, die dazu führen, dass die Arbeitnehmer mehr Geld in der Tasche haben und nicht immer weniger. Das ist die völlig falsche Richtung, und da müssen wir umkehren. Und ich glaube, dass Friedrich Merz mit seiner Regierung sehr zu Recht in der Bevölkerung sehr unbeliebt ist.“

(Quelle: phoenix, ab Minute 6:29)


AfD-Vorsitzende Alice Weidel am 11. Juni 2026

„Sie sollten mal Politik für unser Land machen, liebe SPD. Sie sind bereits bei 11/12 Prozent, oder wo sind Sie jetzt? Wenn man eigentlich nur bei Antifa gewesen ist, dann kann man noch keine vernünftige Politik machen. Das sehen wir nämlich an dem Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil. Nichts gelernt, nie gearbeitet, nur bei der Antifa gewesen, kann mit Zahlen nicht umgehen. Und darum steht unser Land genau da, wo es gerade steht. (…)

Sie haben also zwei Optionen, Herr Merz. Sie können die Blockade lösen, indem Sie die Linkskoalition mit der SPD beenden und sich neue konstruktive Mehrheiten suchen. Oder Sie können weiter abwarten und nichts tun, was zu erwarten ist, bis die Bürger Neuwahlen für eine AfD-Reformregierung erzwingen.“

(Quelle: YouTube-Kanal Alice Weidel, ab Minute 9:50 und ab Minute 10:22)


Titelbild: Screenshots FOCUS online, WELT Nachrichtensender, youtube.com/@Ronzheimer, phoenix, youtube.com/@Alice.Weidel


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