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Titel: Leserbriefe zu “„Wenn der Tag kommt, werden wir gemeinsam kämpfen“ – Medien transportieren kritiklos die Sprache der Eskalation“ und „„Wenn russische Soldaten die Grenze überschreiten“: Ein Propaganda-Artikel aus der „Welt“

Datum: 4. Juli 2026 um 14:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
Verantwortlich:


Marcus Klöckner verzweifelt am Zustand unserer Leitmedien. Er analysiert einen Beitrag in der Welt, der – an journalistische Standards gemessen – nur der Kategorie „Propaganda zuzuordnen ist. Gestützt auf eine „Ideologie, die auf die Mär von der russischen Bedrohung“ aufbaut, lässt die Welt-Autorin jegliches kritische Hinterfragen der Eskalationspolitik gegen Russland unter den Tisch fallen. In diesem Kommentar kritisiert er, dass zahlreiche Leitmedien folgende Aussage von Generalleutnant Peter Mirow in Valga, Estland anlässlich der .“Vorstellung des neuen Hauptquartiers der „Nato-Ostflanke““ nicht sachlich einordnen: “Wenn der Tag kommt, werden wir gemeinsam kämpfen, Schulter an Schulter.“ Auf Grund Deutschlands Kriegsgeschichte und seiner geographische Nähe zur russischen Grenze ist sie als geschichtsvergessen und eskalierend zu bewerten.Damit befeuert die Presse aktiv den Feindbildaufbau gegen Russland, es entsteht eine gefährliche Eigendynamik der Eskalation. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken unseren Leserinnen und Lesern für die interessanten Zuschriften, die Ala Goldbrunner für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner, geschätztes NDS-Team,

vom obersten militärischen Befehlshaber der NATO in Europa, dem US-General Alexus G. Grynkewich, wissen wir doch inzwischen, dass von der Russischen Föderation keine Gefahr eines Angriffs auf uns ausgeht, zumindest sofern wir selbst sie nicht angreifen und bedrohen, was allerdings und bedauerlicherweise zumindest mittelbar in Form von Beihilfe bereits seit langem nicht mehr der Fall ist. Das sagt einem geistig Gesunden anhand der vorliegenden Fakten außerdem auch der gesunde Menschenverstand. Demzufolge sind doch alle gegenteiligen Behauptungen von Politik, MSM und Staatsfunk der pure Schwindel und Formen von Volksverhetzung, -manipulation und -verblödung, was eigentlich endlich auch mal strafrechtliche Konsequenzen und das Einschreiten von Staatsanwälten zur Folge haben müsste!. Anhand der real existierenden Fakten im Hinblick auf die konventionellen Kräfteverhältnisse ist der „Russe“ oder der „Putin“ doch überhaupt nicht in der Lage mit einer Aussicht auf Erfolg hier “eine Grenze zu überschreiten”. In Anbetracht der stattfindenden Hochrüstung, Kriegsplanung und -vorbereitung hier und des Aufmarsches an den Grenzen zur Russischen Föderation – siehe die deutsche Panzerbrigade in Litauen als Beispiel für vieles – muss aber „Der Russe“ doch davon ausgehen, dass hier so etwas wie ein „Unternehmen Barbarossa II“ angestrebt wird. Und wie man am lang andauernden Ukrainekrieg sehen kann, wäre „Der Russe“ also überhaupt nicht in der Lage dem konventionell wirksam etwas entgegen zu setzen. Demzufolge wird es dann zwangsläufig auf ein nukleares Armageddon hinaus laufen. Nun ist hier wieder der Reichstag das beliebte Bedrohungssymbol. Dort oben wehte einst die sowjetische Fahne nach unserem Untergang und dem gescheiterten „Unternehmen Barbarossa I“ Und Marschall Schukow soll gesagt haben: „Wir haben sie vom Faschismus befreit. Das werden sie uns nie verzeihen“. Wie recht er da doch hatte, oder? Nun war die Reichstagsruine einer der beliebtesten Spielplätze für uns Berliner Nachkriegskinder, was einem bei dergl. immer einfällt. Das Stahlskelett der Kuppel und das darunter stand noch. Doppel-T-Träger mit ca. 25 cm Stegbreite liefen sternförmig auf ein Träger-Rondell in der Mitte zu. Auf diesen Trägern balancierten wir in ca. 25 m Höhe entlang und pinkelten in der Mitte hinunter. Das war eine beliebte Mutprobe. Hat sich nicht jeder getraut. Nach einem besagten nuklearen Armageddon wird es aber weder eine noch halbwegs erhaltene Reichstagsruine noch Kinder geben, die darin hätten spielen können. Wie Krieg wirklich geht, können sich all die kriegsgeilen Spinner hier offensichtlich überhaupt nicht vorstellen.

Bester Gruß
H. Wohler


2. Leserbrief

Zitat:

Russland greift die NATO an? Wozu?

Wer nicht in der Fantasiewelt der Lückenpresse lebt, weiß zwar, dass Russland nie derartige Aggressionen plant. Und auch, dass die Vorwürfe im Grunde zeigen, was Militärs, Journalisten und NGOs, die sie äußern, für eigene Pläne haben.

Aber hat sich mal jemand überlegt, was wäre, wenn diese PR-Kampagne der NATO “Russland wird 20XX angreifen” vielleicht auch strategisch ist, um jeden militärischen Gegenschlag Russlands als genau diesen lang ersehnten Angriff Russlands umdeuten zu können, bevor er stattgefunden hat?

CIA + NATO haben 2013/2014 mit dem Putsch begonnen, Geld und Waffen geliefert und so dafür gesorgt, dass Russen und Ukrainer durch bis heute anhaltenden Beschuss getötet werden. Russland hat 8 Jahre später begonnen, militärisch einzugreifen und sorgt damit auch für unschuldige Tote. Das nutzt das westliche Militärbündnis mittlerweile, um regelmäßig mittels ferngesteuerten Kampfdrohnen Zivilisten in Russland zu töten und die Hersteller machen damit sogar noch Werbung. Aus russischer Sicht sind also längst feindliche Soldaten und Waffen in Form von Drohnen auf eigenem Gebiet. Aus ukrainischer Sicht, also NATO-Sicht, darf man natürlich nichts über die militärische Vorarbeit der NATO sagen, sonst ist man pro-russisch.

Mit freundlichen Grüßen
P.S.


3. Leserbrief

Hallo,

in den Mainstream Redaktionen ist schon lange der Bildungsnotstand angekommen…

Und zusätzlich sind diese Redaktionen total im Arsch… der Politik…

Was sich hier täglich zeigt, ist der Wandel und die Verelendung der Journalistenkaste in blinde, gehorsame, jenseits des Denkens angekommene Opportunisten, die genau darin ihr Heil finden.

Grüße
T. Rath


4. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

es ist bemerkenswert, dass gerade Journalisten sich als Hauptkriegstreiber und Propagandisten betätigen.Das ist kein Zufall, sondern Teil einer Strategie.Wenn man genau hinschaut kann man das spätestens seit 2008 beobachten.Zahlreiche sog. NGO’s arbeiten daran.Es geht um die Destabilisierung und anschliessende Vereinnahmung Russlands! Das ist „The Great Chessboard“ – eine Art “Barbarossa 2“ ,nur viel intelligenter, ursprünglich nicht von D ausgehend – Ukraine, Georgien und auch Rumänien sind dabei Schlüsselstaaten.

Wirklich lächerlich macht sich dabei Deutschland selbst und wird ohne Not von einer neofeudalen Politelite ruiniert, obwohl D, hätte es nicht die guten Beziehungen zu Russland aufgegeben, uneinholbar wäre. Aber genau das wollen die Great-Chessboard-Aktivisten eben verhindern und deswegen wurde auch Deutschlands industrielle Lebensader Nordstream 2 weggesprengt. Deutschland macht sich selbst zum Obertrottel auch Dank dieser einmalig armselig journalistischen Leistungen der Mainstreampresse.

Erinnert verblüffend an die deutsche Hirnerweichung, begleitet von unglaublicher Selbstüberschätzung, die zum WK 1 geführt haben.

Mit freundlichen Grüssen
Kählig Bruno


5. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,
sehr geehrter Marcus Klöckner,

danke für diesen hervorragenden Artikel, denn besser kann man diesen Irrsinn gar nicht in Worte fassen.

Vor vielen Jahren, als WeLT noch N24 war, da habe ich auch ab und zu dort mal reingeschaut, meist wegen Doku . Die “Nachrichten” bekam der Zuschauer in der Werbepause mal schnell nebenbei aufs Auge gedrückt.

Den Schund, den die da heutzutage den Leuten präsentieren, ist wie von Ihnen treffend dargestellt, unterste Schublade.

Ich erinnere mich gut an einen Artikel auf dem “anti-spiegel”, wo ein Videobeitrag von WeLT eingestellt war, in dem zunächst kritisch von Steffen Schwarzkopf über die Ukrainische Armee berichtet wurde. Kurze Zeit später wurde der Videobeitrag “überarbeitet” und diese Passage rausgeschnitten.

WeLT ist m.E. nicht seriös.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Meiser


6. Leserbrief

Guten Tag,

bei solchen Artikeln schwillt einem abermals der Kamm. Richtig erkannt und benannt, die

Propagandamaschine, der Massenmedien läuft unaufhaltsam und versucht den Menschen eine Bedrohung durch Russland vorzugaukeln. Gestern der Generalleutnant mit der Aussage ,, Wenn der Tag kommt, werden wir gemeinsam kämpfen“. Wahrscheinlich ist der gute Mann den Folgen einer Zwangsstörung erlegen […]. Wen meint er denn mit „wir“? Vielleicht die ganzen Schreibtischkrieger aus den Redaktionsstuben und Fernsehstudios oder die zahlreichen Experten aus den Talkshows. Dann gibt es ja schon einige „Wirs“. Propaganda hin, Propaganda her, wer schlau ist, nimmt kein Schießgewehr. Sowie es aussieht haben auch diejenigen, die die Leichensäcke füllen sollen, keinen Bock darauf. Lassen wir die Schreiber, Hetzer und Schwätzer einfach ins Leere laufen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe

Anmerkung A.G.: Leider ist es für diejenigen, die an Kriegsfronten (zwangs-)rekrutiert werden, zu spät die, Schreibtischtäter „ins Leere laufen“ zu lassen. Da hätte es im Vorfeld eines Krieges meiner Meinung nach schon des massenhaften Widerstandes bedurft.


7. Leserbrief

Moin Herr Klöckner,

Ich komme gerade aus dem Wald, wo ich als Uraltpauker ein wenig shinrinyoku betrieben habe, um meine 86 mal 365,2422 Tage in meinem corpus degradans zu beschwichtigen. Das funktioniert eigentlich sehr zuverlässig, wenn nur nicht zuweilen Sie, Herr Köckner, auf meinen Besuch dringen würden. Und also musste ich mich bemühen, um die Daten eines Menschen zu ergattern, um den es sich mitnichten lohnt sich zu bemühen: 1968 isser geboren der Generalleutnant und flugs trat er 1987 ins Jägerbataillon ein und wurde folgerichtig Offizier. Es folgte (auch folgerichtig) ein Studium der Geschichtswissenschaften! Herr Klöckner verzeihen Sie, den alten Historiker überkommt ein Würgen, er muss etwas Magenfreundliches zu sich nehmen. Danke! Er absolvierte das an der Helmut-Schmidt-Universität (Bundeswehr Hamburg). NDS-Herausgeber Müller war auch im TEAM des Kanzlers.  Ich würde ihn gerne fragen, was wohl Schmidt-Schnauze heute zu diesem “Wenn der Tag kommt”, sagen würde. Mirow machte seinen Abschluss mit dem Titel “Magister Artium”. Damit wurde er ein Meister der Künste. Und nun kann jeder googeln, welch beeindruckende Karriereleiter der Magister erklomm. Sogar in Afghanistan hat er 1/20 zeitlang die Sicherheit von “Unseredemokratie” verteidigt. 

Schulter an Schulter? Ein Leitgedanke der Solidarität. Hüben wie drüben. 2022 ist noch nicht so lange her, da hat Putin in einem Stadion aus ganz anderem Anlass von “Schulter an Schulter” gesprochen. Eine Diskussion den “furchtbaren Angriffskrieg gegen die Ukraine“ betreffend ist hier fehl am Platze. Aber es darf der Generalleutnant doch daran erinnert werden, dass die (damals) Sowjets Abermillionen Opfer haben erleiden müssen, als die deutsche Tötungsmaschinerie in ihr Land einfiel. Sie haben das Schulter an Schulter überstanden. Fast jede Familie ist davon betroffen und deutsche Politiker sollten nach wie vor der Betroffenheit fähig sein!

Der fast noch jugendliche General will wohl kein Sofageneral sein. Jung genug ist er noch. 2029/30 soll Russland ja kriegsbereit sein und dieser unverschämte Bursche -ordenbehängt- faselt von einem Tag, der da kommt! Vielleicht hat er seine studierten Künste betreffend auch bei Schopenhauer:

„Wir sollten stets eingedenk sein, daß der heutige Tag nur einmal kommt und nicht wieder. Aber wir wähnen, er kommt wieder; morgen ist jedoch ein anderer Tag, der auch nur einmal kommt.“

Klöckner sei Dank! Ich habe alles gelesen und befinde es als “notwendig”!

Dieter Münch


8. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

empfehle Generalleutnant Peter Mirow ernsthaft und mit Nachdruck das Buch “Im Westen nichts Neues” von Erich Maria Remarque zu lesen – oder es zumindest seiner Frau und seinen drei Kindern zu schenken.

Beste Grüße an das NDS-Team
Uwe Hüsgen


9. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

Eine Satzanalyse:

„Wenn der Tag kommt“: da wird nicht gesagt, wenn Russland uns angreift.

Werden wir gemeinsam kämpfen. Wer ist „wir“ ? Merz, Pistorius und der General als Panzergrenadiere in der vordersten Kampflinie, oder sind es nur die gehorsamen jungen Leute die ihren Fragebogen per Eilender Post an das Karrierecenter geschickt haben?

Welche Bedeutung kommt einem solchen Satz zu ?

Es bezeichnet die vollständige Ausrichtung der Wirtschaft, der gesamten Gesellschaft und der Politik auf den militärischen Krieg. Es bedarf als Begründung einer glaubhaften existentiellen Bedrohung für das Volk, die mit entsprechenden propagandistischen Maßnahmen verbreitet wird.

Die grundlegende Argumentation des Generals lautet eigentlich: Die Vorbereitung eines Kriegs gegen die russischen imperialen Ambitionen ist aktuell dringend notwendig, denn: Die Gefahr das Russland, uns angreift, existiert europaweit und akut. Wenn Putin siegt, würde dies das Ende Deutschlands und aller europäischen Kultur bedeuten; es geht also um Leben und Tod.

Deutschland und die Niederlande senden ein Signal an Putin. Welchen Inhalt hat dieses Signal und wie versteht Putin das Signal ?

Sehr schwierige Frage, der Putinversteher Max Mustermann würde etwa wie folgt antworten: Putin wird sich sagen, täglich vergrössert sich die existentielle Bedrohung gegen mich und Russland.

Vertrauenswürdige Experten, wie die Medien sie uns täglich vorführen, werden uns detailreich die heilsame Wirkung von Abschreckung erklären.

Abschreckung ist aber kein Allheilmittel, manchmal wirkt sie, ein andermal nicht. Todesstrafe verhindert keine Morde, Kim Jong Un glaubt aber felsenfest an Abschreckungswirkung.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


10. Leserbrief

Hallo Marcus Klöckner,

vielen Dank für diesen Artikel.

Ein paar Anmerkungen zum wording.

„Kämpfen“ (General) und „Verantwortung tragen/ übernehmen“ (FR,DLF).

„Kämpfen“ und „Verantwortung“ sind positiv besetzte Begriffe.

Im Krieg findet der Kampf auf dem Schlachtfeld statt. Und wieso heißt das Schlachtfeld Schlachtfeld? – Eben, dort wird geschlachtet! Menschen!!

„Verantwortung“ ist ein Terminus aus der konsequentialistischen Ethik (Max Weber).

Deren zentrales Wesensmerkmal ist es, den Tat-Folgen Horizont zu bedenken, vor einer Institution offenzulegen und zu rechtfertigen- und:den oder die Verantwortlichen (die „das Sagen haben/beanspruchen“) zu belangen und haftbar zu machen.

Spielt man in diesem Horizont das wording durch, wird vieles klarer und konkreter.

Liebe Grüße Udo und Ulrike Böttcher


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