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Titel: Leserbriefe zu „Ist Alice Weidel die deutsche Giorgia Meloni?“
Datum: 15. Juli 2026 um 16:50 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
Verantwortlich: Redaktion
In diesem Beitrag hinterfragt Oskar Lafontaine die Position der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel. Im Gegensatz zur italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die lange keine Transatlantikerin zu sein schien, sei Alice Weidel eine überzeugte Transatlantikerin und eine Anhängerin Donald Trumps. Die Bedeutung des AfD-Parteitages von Erfurt liege darin, dass sich der NATO-Flügel um Alice Weidel gegen Tino Chrupalla und seine Anhänger weitgehend durchgesetzt habe. Es wundere auch nicht, wenn sich Alice Weidel immer wieder der überaus NATO-treuen und transatlantischen CDU als Koalitionspartner andiene. Es sehe „nach dem Parteitag in Erfurt leider danach aus, als würde sich Alice Weidel Giorgia Meloni zum Vorbild nehmen und die AfD, wie andere Parteien in Europa, ihren Diener vor Washington machen, um ihre Regierungsfähigkeit unter Beweis zu stellen“. – Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante Leserbriefe bekommen. Danke dafür. Es folgt nun eine Auswahl, für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.
1. Leserbrief
Sehr geehrte Nachdenkseiten, lieber Herr Lafontaine,
es sieht leider genauso aus wie Sie es analysieren! Egal wer an die „Macht“ kommt, es wird immer ein US-höriger Vasall sein. Und wenn er (m/w/d) es noch nicht ist, wird er (m/w/d) im zeitlichen Umfeld der nächsten Bundestagswahl so eingenordet, dass er (m/w/d) keine Gefahr für die US-Interessen bedeutet.
Freundliche Grüße, und weiter so, Wolfgang Blendinger
2. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Lafontaine,
Tino Chrupalla, ein Mann der einen soliden und bodenständigen Eindruck macht, ist jetzt weg von Einfluss in der Politik? Schade. Für mich, als SPDler in der 4. Generation, war die AfD allerdings nie eine Option. Die Grünen vor langer Zeit einmal. Aber dann, 1998, wieder SPD aus Überzeugung und mit Begeisterung. Die Hoffnung dauerte nur 6 Monate. Sie werden wissen, was damals passiert ist. Das BSW hat mich enttäuscht, als schon nach den ersten erfolgreichen Landtagswahlen wieder das Gieren nach den Pöstchen Oberhand gewann.
Und was nun mit diesem Deutschland? Ordentlich und pflichtgemäß, wie es Wolfgang Neuss formulierte: “Was mache ich wenn ein Atomkrieg ausbricht? Ich hülle mich in ein weißes Bettlaken und gehe gemächlich zum Friedhof. Warum gemächlich? Damit keine Panik entsteht”.
Sie können immerhin noch von einer “Freien Republik Saarland” träumen. Da gibt es Wein und Frankreich ist in der Nähe. Die sind nicht ganz so bekloppt wie die Deutschen und haben immerhin schon mal eine Revolution geschafft. Oder in Dresden für den Anschluss an Tschechien kämpfen? Oder sich nach Görlitz verdrücken? Keine Option, wenn ich an den Polnischen Nationalismus denke. Ich komme aus der Mitte von diesem hoffnungslosen Deutschland, ganz in der Nähe von Hessen. “Die Hessen sind misstrauische Leute. Weil sie von Deutschen umzingelt sind”.
Menno, werden Sie endlich Bundeskanzler! Das war vor 28 Jahren schon fällig und ist jetzt notwendiger denn je!
Mit herzlichen Grüßen,
Rolf Henze
3. Leserbrief
Guten Tag,
es ist zu hoffen, dass mit diesem Artikel nicht weiter Spaltung betrieben wird.
Grundsätzlich ist allen Parteien gegenüber, ein gesundes Misstrauen angebracht.
Um es kurz zu machen, im Bundestag ist nur noch eine ernst zu nehmende und starke Opposition
übrig geblieben und das ist die AFD. Das unliebsame und mit störende BSW, wurde durch die Clique, der Altbekannten raus gekickt, um aktuell im Sprachgebrauch, beim Fußball zu bleiben.
Sollte die AFD, wenn sie in Verantwortung kommt, Bürgerfern auf Kurs des Narrativ gehen, wird sie ganz schnell zum eigenen Schaden, ehrlich gemeint und gesagt, wieder verschwinden.
Wir brauchen für eine wirkliche und starke Demokratie, eine starke Opposition aus BSW und AFD, mit der Option zu einer Regierungsbildung. Übrigens, wer es noch nicht gemerkt hat, die Linken sind doch nur ein geduldetes Werkzeug der Kartellparteien.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe
4. Leserbrief
Werter Herr Lafontaine,
werte Redaktion,
der o.g. Bericht mag inhaltlich richtig sein, in der desolaten Situation aber, in der unser Land steckt, absolut destruktiv. Wir haben so viele Probleme, welche durch politische Unfähigkeit (willentlich?) erzeugt wurden, wie noch nie nach 1945. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Wähler gibt, der eine Partei wählt, von der er zu hundert Prozent überzeugt ist, es geht immer um abwägende Kompromisse. Im Moment gibt es keine etablierte Partei, welche Interessen FÜR dieses Land zeigt, Patriotismus ohnehin ein Fremdwort, außer der AfD, welche zudem gute Chancen hat auf Regierungsbeteiligung. Das BSW hat viele Chancen vertan, wurde aber auch politisch hinter die Fichte geführt, wollte man abwarten bis es eine nennenswerte Größenordnung erreicht hätte, befänden wir uns bereits im Kalifat, in der Insolvenz (Bankrott) oder im Nirgendwo. Im Klartext, ein Umschwung wäre absolut fatal, obwohl ich auch nicht weiß, wie die AfD letztlich in Verantwortung agiert. Alle anderen Parteien sind beliebig austauschbar, SED-Konglomerat, ohne Wende ist das Land rettungslos verloren, verarmt, in Kriegsstimmung (oder mehr), energiearm, überfremdet, unregierbar. Inwieweit die aufgezeigten inneren Querelen und Nähe zu Trump kritisch sind, im Verhältnis zu den unzähligen Problemen die man bewusst/hausgemacht angehäuft hat, darf man gerne analysieren und den Wähler mit einbinden. Ob dieser Bericht zeitlich bewusst gewählt ist weiß ich nicht, klug war es bestimmt nicht, wollte man das Land noch einen Schritt vor dem Abgrund retten. WER käme als Retter in Frage, im Moment werden noch nachteilige Gesetze aus dem Boden gestampft, welche der Nachwelt große Probleme bereiten werden und ein Ende nicht in Sicht? Skylla oder Charybdis?
Mit freundlichen Grüßen
E. Bauer
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