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Titel: Leserbriefe zu „Danger Dan und das ZDF – die Cancel Culture frisst ihre Kinder“

Datum: 23. Juli 2026 um 16:02 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
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In diesem Beitrag kommentiert Jens Berger die mediale Berichterstattung über die Ausladung des Musikers Danger Dan aus der Satiresendung „Die Anstalt“ durch das ZDF. Schnell sei von Zensur die Rede gewesen. Gefordert wird: „Vor allem die (echten) linken Kritiker dieser Entscheidung sollten angesichts der Hintergründe vielleicht ohnehin ihre Kritik an dieser Entscheidung noch einmal überdenken. Gegen wen oder was singt Danger Dan denn in seinem Lied ‚Keine Angst‘? Gegen Faschisten? Sicher“. Nur gehöre Danger Dan zu der Art Mensch, die überall Faschisten sehen würden, nur nicht dort, wo diese Faschisten sogar in der Regierung seien – in Israel. Wenn einige gutgläubige Linke nun kritisieren würden, dass Danger Dan im ZDF keine „Anleitung zum Widerstand“ singen dürfe, sollten sie aufpassen – denn es könne gut sein, dass dieser „Widerstand“ sich auch gegen sie richten würde. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten Zuschriften hierzu. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

kaum etwas hinzu zu fügen, das Wesentliche haben Sie gesagt.

Die Anstalt? Im ersten Jahr war sie gut, danach war die Luft raus, habe nicht mehr hingeschaut. “Danger Dan”, nie gehört. ZDF? Was da mal gut war, gibt’s nicht mehr, z.B. “Wilsberg”. Antideutsche? Totalitäre bis faschistische Ideologen (am Ende ein Witz, der die Antideutschen als eher “gute” Deutsche einordnet).

Politische Musik, die gibt es, bzw. gab es mal, brandaktuell: Besuchen Sie Europa! (solange es noch steht)

Und nun der Witz (aus “Strschel”, bulgarisches Satireblatt):

Ein Franzose: Ein Frauenheld, zwei Franzosen: Ein Duell, 3 Franzosen: Revolution!
Ein Deutscher: Ein Pedant, zwei Deutsche: Eine Fabrik, drei Deutsche: Krieg!
Ein Jude: Ein Geschäft, zwei Juden: Ein Konzern, drei Juden: Eine Bank.
Ein Bulgare: Ein Säufer, zwei Bulgaren: Streit, drei Bulgaren: Eine Partei!

Gruß,
Rolf Henze


2. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

ich bin mal wieder völlig d´accord mit Ihrem Artikel. Nur in einem möchte ich Ihre Meinung nicht teilen. Sie würden die als Rap bezeichnete “Keine Angst”-Darbietung “eher als klassischen politischen Chanson bezeichnen”. Das “klassisch” dabei wäre eher der Tradition des kleinen, literarisch und musikalisch anspruchsvollen, künstlerisch-poetischen Vortrags zuzuordnen. Davon kann doch aber bei dem Danger-Dan-Dings nicht die Rede sein. Für mich ist die Darbietung einfach nur primitiv und dümmlich. Und in den konkreten Aufforderungen bis zur Denunziation durch “Outingaktionen” nicht nur hilflos irrsinnig, sondern ebenfalls faschistisch. Völlig unverständlich, wie sich der Starpianist Igor Levit auf so ein Niveau herablässt.

Mit freundlichem Gruß
Wolfgang Kammerer


3. Leserbrief

Hallo,

so wie das aussieht, ist dieser Mann ja einfach nur einer von den „guten”…..rechtsradikalen.

Die Dummheit von Menschen, die jetzt tatsächlich Gründe für „gute” und „schlechte” Gewalt haben, haben in ihrem Gepäck dann auch „gute Gründe“ für wertes und unwertes Leben…

…da ist er wieder : „Mein Kampf“ diesmal vorgetragen vom Dumb Dan.

Grüße
T. Rath


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

habe mich mit Danger Dan nicht befassen wollen, bis ich das entsprechende Video angeklickt habe und nach 2 Minuten hat es mir gereicht. Bemerkenswert waren die Zuschauerkommentare. Fast alle erwähnten, daß sie vom ZDF eine Empfehlung erhalten haben, sich diesen Song anzuhören, was dankend quittiert wurde. Offenbar sind viele der Meinung, daß der (rechte) Faschismus da ist bzw. schon an der Ecke lauert. Andere bedankten sich für die “Gebrauchsanweisung”. Nicht eine Stimme, die Entsetzen bekundet hätte. Wo soll das hinführen, wenn der öffentliche Rundfunk dazu beiträgt, andere politische Auffassungen mit Gewalt zu beantworten?

Mit freundlichen Grüßen, C.Zerbe


5. Leserbrief

Hallo Nachdenkseitenteam, lieber Herr Berger!

Ihren Kommentar auf den Nachdenkseiten “Danger Dan und das ZDF – die Cancel Culture frisst ihre Kinder” finde ich zwar zur Meinungsbildung recht interessant, aber richtet sich nicht auf das Ziel aus, die grundgesetzlich garantierten Rechte der Menschen im Land gegenüber einem zugriffigen oder übergriffigen Staat zu sichern und durchzusetzen. Das Grundgesetz sagt: “Eine Zensur findet nicht statt”! Aber was passiert? Eben dieser ideologisierte Missbrauch seitens der Behörden, Sendeanstalten, veröffentlichter Meinung (Mainstream-Presse) und Institutionen, die mit Cancelcultur oppositionelles Denken zerstören wollen. Das ist der Alltag in dieser Republik!

Glauben wir noch noch an die Durchsetzungsfähigkeit eines Rechtsstaates? Im Zuge der EU-Sanktionspraxis versteht sich?! Wir müssten großes Interesse haben, das Grundgesetz zu schützen! Es ist der Schutz gegenüber einem totalitären Staat, der Menschenrechte nur mit Dollar und dem, wem der Profit zuflließt, beurteilt.

Gruß
Jürgen Hagenguth


6. Leserbrief

Die vom ZDF genannten Gründe zum Aufruf der Gewalt? Geschenkt. Ein paar Saalschlachten zwischen linken und rechten Schlägern haben dem Überwachungsstaat noch nie geschadet.

Der Text enthält immens viel Sprengkraft, aber an einer anderen Stelle:

“Lasst euch nicht erwischen, schaut nach Überwachungskameras
Nie ohne Handschuh, nie ‘n Fingerabdruck hinterlassen
Und erst recht nie film’n und niemals ein Foto davon machen
Von Aktion’n nur den’n, die selbst dabei waren, erzähl’n
Es geht um linke Straßenpolitik und nicht um Fame
Ihr braucht Regeln für die Kommunikation
Nicht nur Nazis und Konsorten, die in eurer Gegend wohn’n
Auch die Sicherheitsbehörden werden sich schnell intressier’n
Ihr dürft von Anfang an alles nur geheim kommunizier’n
Das bedeutet, keine DMs, keine Messenger und Mails
Alles, was verboten sein könnte, immer Face-to-Face
Lasst das Handy zuhaus wegen Bewegungsprofil’n
Und wenn sie euch erwischen, redet nicht mit ihn’n”

DAS trifft den Überwachungsstaat ins Mark, besonders das “Lasst das Handy zuhaus”. Am Ende lernt die Opposition noch, wie man (abhör)sicher kommuniziert.

Liebe Grüße,
Tom Demmer


7. Leserbrief

Was bin ich froh, daß es Jens Berger und die NDS gibt! Ich habe schon Ihre einstige eigene Seite “Spiegelfechter” damals mit Genuß gelesen.

Zur aktuellen “Anstalt” und der Frage, wie deren Macher überhaupt auf die Idee kommen konnten, diesen “Künstler” einzuladen, noch dazu in Kenntnis des Lied-Textes (!!!), haben Sie eigentlich alles Nötige schon gesagt. Ich möchte aber noch gern auf die “Gegenseite” verweisen, die rund um diesen Skandal ein ebenso jämmerliches Bild abgibt. Und zwar explizit in Person von Larissa Fußer in ihrer Video-Kolumne “Larissas Woche” auf Apollo News.

Die leitete nämlich ihre mehr als berechtigte Spott-Attacke auf auf die unsägliche Relativierung des gewaltanstiftenden Hetz-Textes von “Danger Dans” Lied “Keine Angst” durch das Anstalt-Team ihrerseits mir einer Relativierung ein – nämlich des nicht weniger unsäglichen Hetz-Textes desselben “Künstlers” und seiner “Antilopen Gang” von 2024 über den angeblichen “Antisemitismus in der Tradition der Judenvergaser” mit dem Titel “Oktober in Europa”, den Sie, Herr Berger, in Ihren Artikel völlig zu Recht ebenfalls thematisiert hatten. Nur daß Frau Fußer und ihren eigenen Worten zufolge vielen Machern von “Apollo News” dieser Text aus dem Herzen gesprochen hätte! Jetzt aber sind sie ganz doll böse auf Dan…

Man merke an: sachlich und vom Niveau der Argumentation her sind Apollo News und die Anstalt mittlerweile auf einem vergleichbaren Level. Wenn es nur “gegen die Richtigen” geht, ist offenbar jede Art von Hetze und Gewaltverherrlichung/relativierung sehr willkommen! Während gleiches der anderen Seite selbstverständlich aufs Schärfste kritisiert wird.

Ganz nebenbei: Diese 100ste Folge der Anstalt stand unter welchem zentralen Motto? “ANTIFAnstalt”! Sogar mit dem Logo dieser, bei Lichte betrachtet, nicht nur extremistischen, sondern dem Wesen nach sogar faschistischen Terrorgruppe, die sich aber so erfolgreich als “links” inszeniert, daß es selbst (eigentlich) intelligenten (Ex-?) Kabarettisten nicht mehr auffällt.

Was für ein Trauerspiel! Wenn man da an die “guten alten Zeiten” auch schon mit Uthoff und v.Wagner denkt, wird einem übel. Ihre geniale Sendung zur Rentenproblematik, das “Kammerspiel” zum Ukrainekrieg und dem Abschuß von MH17 im Jahr 2014 oder die “Nato-Versteher”-Nummer, die ihnen sogar eine Klage des “Zeit”-Herausgebers Josef Joffe einbrachte. Wenn man die heutigen Sendungen anschaut, hat man das Gefühl, die beiden Haupt-Protagonisten könnten schon morgen eine eigene Kolummne bei der “Zeit” bekommen. Und ein Großteil der Sendung besteht heute im Bashing der “kleinen Leute”, die mit der Regierungspolitik unzufrieden sind. Personifiziert durch den schwäbelnden (immerhin nicht sächselnden!!) Kleinbürger, als Kunstfigur Uthoffs. Ebenso nervend und diffamierend wie der als moderner Hanswurst daherkommende Besserwisser “Neffton”.

Wie sagte eine sehr kluge Frau und ebenfalls Kabarettistin über ihren Abschied von der heute-show? Kabarett hat die Mächtigen zu kritisieren. Nicht auf den kleinen Leuten herumzuhacken und Andersdenkende der Lächerlichkeit preiszugeben. Christine Prayon. Eine der Wenigen dieses Berufsstandes, die noch echtes Rückgrat hat.

Grüße, Ole.


8. Leserbrief

Gegen Faschisten? Sicher. Nur gehört Danger Dan zu der Art Mensch, die überall Faschisten sehen“ … heißt es im Artikel.

Mich beschäftigt das Thema – wie schon im letzten Leserbrief – gerade: wieso darf jemand „Faschist“ genannt werden? Denn das kann im Herbst noch mächtig explo-dieren, falls die AFD tatsächlich erstmals an die Regierung kommt, werden viele das tatsächlich als ein zweites 1933 sehen – und dann droht die Vorstufe zum Bürgerkrieg?

Und alles nur, weil Hayali & Co mit dem Pinsel „du bist Faschist!“ so leichthändig malen…! Aber die Hayalis können nie klare Kriterien definieren, wann man denn nun Faschist ist und wann nicht – achtet mal drauf: das bleibt immer schwammig! Denn bei ihnen ist wohl jeder, der nicht mit in ihre bunte Zukunft will, einer, der zurück in die braune Vergangenheit will und schon halb Faschist. Nur können sie das nicht so klar zugeben – dass sie ein ganzes Volk nach ihren Vorlieben, in die von ihnen gewünschte Zukunft dirigieren wollen – das wäre ja zu offensichtlich.

Wisst ihr, wir haben gleich am Anfang einen fundamentalen Fehler begangen: diese Gutmenschen als TÜV für uns alle jemals ernst zu nehmen! Wenn mir in der Fußgängerzone einer begegnet und sagt: „Ich bin Zeuge Jehovas – ich darf meinen Geburtstag nicht feiern, weil wir nur Gott ehren, nicht uns!“ … dann sag ich doch: „Na gut, wenn das eine wichtige Regel ist, um ein guter Zeuge Jehovas zu sein und DU ein guter Zeuge Jehovas sein willst – dann musst DU das natürlich so machen! Viel Glück!“ … Und dann würde ich winken und weitergehen – ich würde doch keine Sekunde denken: „Oh, na dann darf auch ICH ab morgen meinen Geburtstag nicht mehr feiern!“ Nein – es sind IHRE Gutseiregeln, und SIE müssen sie befolgen!

Und genau so hätten wir VON ANFANG AN die Gutmenschen behandeln sollen! Wenn einer sagt: „Ich muss Sonderzeichen in meine Worte schreiben und Schluck-laute sprechen, um ein guter Mensch zu sein!“ – dann hätten wir lächeln sollen und sagen: „Naja, wenn DU glaubst, dass man nur so ein guter Mensch ist – dann musst DU das wohl so machen! Viel Spaß!“ Wir hätten NIEMALS zulassen sollen, dass sie sich zum Gutsei-TÜV für uns alle aufschwingen! Tja, nun sind wir da so reingerutscht und ließen zu, dass sie das Gutsei-Koordinatensystem für uns alle schleichend so verschoben, dass sie nun jeden „Faschist“ nennen können, der bei ihrer Uns-alle-Gutmach-Dressur nicht spurt …

Apropos „Faschist“ … ich nenne diese Leute ja die „Flauschisten“ – denn ich glaube, der „Flauschismus“ kommt auf uns zu = ein joghurtleichter flauschiger Faschismus mit Fahrradwegen und Binnen-I … Der Faschismus 2.0 wird nicht sein wie der Faschismus 1.0. Er wird lächeln und so flauschig aussehen – und doch fähig zu größten Grausamkeiten wie der Immerweiterfütterung des Ukrainekriegs oder der Herzlosigkeiten der Coronapolitik.

Martin aus S


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