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Titel: Leserbriefe zu „Drohnenvorfall: Die Grünen wollen sofort eskalieren und reden von ‚russischem Staatsterrorismus‘“
Datum: 13. August 2026 um 14:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
Verantwortlich: Redaktion
Tobias Riegel kommentiert in diesem Beitrag Äußerungen der Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. In Verbindung mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle habe sie mitgeteilt, es liege nahe, „dass es sich bei dem Drohnenangriff um russischen Staatsterrorismus handeln könnte“, und sie hat „entschlossene Reaktionen“ gefordert. Eine russische Urheberschaft des Vorfalls sei jedoch überhaupt nicht „naheliegend“. Es sei schlicht noch nicht bekannt, wer diese Aktion geplant und durchgeführt hat. Abschließend stellt unser Autor fest: „Aber mit ihren völlig unverantwortlichen Versuchen, die ungeklärte Situation sofort für die eigene antirussische Ideologie auszuschlachten und mit vorschnellen Reaktionsforderungen das Risiko für alle Bürger hierzulande zu erhöhen“, hätten die Grünen einmal mehr bestätigt, dass sie die „Kriegstreiber Nummer eins in Deutschland“ seien. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante Leserbriefe erhalten. Dafür bedanken wir uns. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.
1. Leserbrief
Hallo,
die Grünen sind und bleiben die gefährlichste Partei Deutschlands.
Grüße
T. Rath
2. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Riegel,
seit der „Joschka Fischer/ Madeleine Albright Inszenierung“ vom Holocaust in Jugoslawien und der anschließenden – übermäßig gut bezahlten „Vortragsreise durch die USA/Kanada von der Dachlatte Fischer“ wissen wir, woher „Fischer und Die Grünen gesteuert wurden und werden !“
Nachträglich sind noch „Sponsoren aus dem Mittelraum“ auszumachen, aber die „NATO-OLIV-GRÜNEN Kriegshetzer“ sprechen, ähnlich wie die Neoliberalen der FDP, nur von „Kohle ziehen und Krieg machen“.
Aber so sind „abgebrühte Marionetten“ eben . . .
M f G
B. Schroeder
3. Leserbrief
Als Kriegstreiber demonstrieren die Grünen sehr eifrig wer der Schuldige ist, nämlich die Russen. Wer auch sonst? Das Feindbild “Russland” ist doch von all den EU- und deutschen Regierungskriegstreibern und mit Hilfe von ARD und ZDF so gut etabliert, dass jede abweichende Meinung als Ketzerei gebrandmarkt wird. Wie kann man auch als Normalbürger an den Meinungen der Grünen sowie der Herren Merz, Pistorius und Wadephul zweifeln die uns immer wieder antirussisch belehren und uns gleichzeitig auf die guten und selbstlosen Absichten der Amis hinweisen. Ich habe das vor vielen Jahren auch einmal geglaubt bis ich in den vergangenen siebzig Jahren und den Ereignissen in dieser Zeit eines Besseren belehrt wurde. In den letzten 25 Jahren erinnere ich mich immer wieder an die Bemerkungen von zwei Raketen-Ingenieuren des V2-Teamsdie von den Russen in 1945 ergriffen und dann 10 in Russland in einem Team für Raketenentwicklung arbeiten Mussten. Trotz dieser Gefangenschaft hegten sie keinen Hass auf die Russen waren aber Ende der siebziger Jahre sehr kritisch in Bezug auf die USA, die sie “Russen mit Bügelfalten” bezeichneten. Sie hatten genug von den rücksichtslosen Aktionen der USA weltweit was auch nicht verwundert. Unsere heutigen Politiker mit wenigen Ausnahmen aus der Geschichte nichts gelernt und sind resistent gegen Ratschläge von Alten Menschen die bewusst die Zeit seit den 40-ziger Jahren erlebt haben.
M.Neven
4. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Riegel,
Es ist anzunehmen dass die Bevölkerung völlig die Orientierung verloren hat im Zusammenhang mit dem Wort Staatsterrorismus.
Drohnen Leipzig sind Staatsterrorismus, aber wie soll die Bevölkerung den illegalen Angriff gegen Iran, Nordstream, die Vorgänge in Gaza und die Strangulierung von Kuba einordnen?
Die Forderung der Grünen nach einer entschlossenen Reaktion gegen Russland erfordert tatsächlich eine entschlossene Reaktion, und zwar von der Justiz. Der Sprachgebrauch der Grünen führt zur naheliegenden Vermutung, dass ein Verstoss vorliegen könnte gegen §80a StGB: das öffentliche anstacheln zum Verbrechen der Agression (Angriffskrieg).
Jemand sollte die Grünen belehren, dass sie Aussagen unterlassen sollten, die sie möglicherweise der Gefahr einer Strafverfolgung aussetzen.
Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens
5. Leserbrief
Guten Tag,
mit recht kann man, wie auch schon geschehen, die Grüne Partei als die Gefährlichste im Land bezeichnen.
Offensichtlich fachliche und politische Nichtskönner einer ehemaligen Antikriegspartei trommeln und hetzen unaufhörlich zum Krieg gegen den selbsternannten Feind Russland.
Der eigentliche Skandal ist nicht einmal die Drohne, wer auch immer diese auf den Weg gebracht haben mag, sondern, dass von einem hochfrequentierten zivilen Flughafen, gefährliche und wie zu hören, auch explosive Rüstungsgüter in zivilen Frachtmaschinen in Ukraine starten. Welche Rechtsgrundlagen und Sicherheitsvorschriften gelten denn da, wer trägt die Verantwortung dafür? Sich darum zu kümmern, anstatt irrsinniger Kriegstreiberei, wäre doch eine sinnvolle Aufgabe für das grüne, politische Fachpersonal. Mit ins Boot nehmen könnten sie hierbei gleich die anderen Kriegstreiber und Hetzer, nebst den vorverurteilenden Qualitätsmedien.
Ansonsten lässt James Bond grüßen und gibt Spielraum für die abenteuerlichsten Spekulationen, sogar für 99 Luftballons.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe
6. Leserbrief
Geehrte Redaktion , sehr geehrter Herr Riegel ,diesem Artikel kann ich nur zustimmen !
Ich vermisse die Umsicht und die Klugheit eines Helmut Schmidt , eines Egon Bahr , natürlich auch eines Willy Brandt . Klaus von Donahny steht noch in dieser Tradition, mit hellwacher Auffassungsgabe , wird aber aufgrund seines Alters von vielen nicht mehr ernstgenommen , scheint mir. Ähnliches gilt für Oskar Lafontaine. Überhaupt hatte Deutschland früher gerade wegen seiner Besonnenheit und Vernunft in vielen Ländern ein hohes Ansehen . Heute ist es erschreckend , wie manche Menschen mit äußerst dürftiger historischer Kenntnis ( z.B. von 27 Millionen toten Sowjetbürgern durch den 2. Weltkrieg , eine Schuld unsererseits , die es zu beachten und zu achten gilt ) und ausgeprägtem Schwarz-Weiß-Denken Abgeordnete im Bundestag werden können. Es geht immerhin auch um das Leben der Bevölkerung in Deutschland, das bei einer Entscheidung wie „ einfach mal angreifen „ zur Disposition steht . Außerdem ist noch gar nichts bewiesen , und alle möglichen Beschuldigungen Russlands im Falle von Drohnen erwiesen sich als unberechtigt. Um es einfacher zu sagen : Hätten in der Kubakrise J.F. Kennedy und Nikita Chrustschow nicht ernsthaft miteinander gesprochen , um friedliche Ergebnisse zu erzielen, gäbe es uns nicht oder nicht mehr. Es war zeitlich denkbar knapp , um die Katastrophe ( Atombomben ) abzuwenden.
Wenn es stimmt, dass Lawrow eine Art Nicht -Angriffspakt mit der EU und der NATO angeboten hat , so sollte man dies nutzen, um ebenfalls zu friedlichen Ergebnissen und endlich zu einem Ende des Kriegs zu kommen . Wo sind unsere Diplomaten ?
Danke für Ihre wichtige Arbeit und alles Gute dafür,
R. W.
7. Leserbrief
Lieber Herr Riegel!
Redliche Überlegungen wie Ihre tun Not!
Stattdessen werden wir mal wieder mit Propaganda zugeschüttet.
Anbei ein paar Überlegungen dazu.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Scherer
Es sind immer die Russen Auf diese Meldung ist Verlass.Und weil das so sein muss, unterbricht der deutsche Inneminister natürlich seinen Italienurlaub. Einer muss ja da sein, um die Russen in Berlin zu empfangen, wenn sie nun doch früher als geplant einmarschieren. Dass die Drohnenentdeckung auf dem Leipziger Flughafen evtl eine gefakte Aktion zB des ukrainischen Geheimdienstes sein könnte, auf diesen “abstrusen” Gedanken kommt keiner, weder im Berliner Politzirkus noch in den ach so kritischen tonangebenden Medien unseres Landes. Ähnlich wie die Sprengung der Nordstream 2 Pipeline, die bei genauem Hinsehen gar nicht russischen Interessen entsprechen konnte, den Russen unisono in die Schuhe geschoben wurde, dies sich aber dank unabhängiger Medienarbeit als Fake herausgestellt hatte (die Ukraine war inrgendwie involviert)! So ähnlich wird jetzt mit der Causa Leipzig verfahren: Nichts genaues weiß man nicht, aber es wird wohl der Russe gewesen sein… Um das ganze dramatisch und bedrohlich genug zu gestalten, soll schon mal, außer dass Dobrindt anreist, ein NATO Gipfel einberufen werden. So schreien es die Falken ins Land, die schon seit geraumer Zeit den Schlachtruf erschallen lassen, dass man den Krieg nach Russland tragen müsse. Da käme doch der Vorwand, Russland stecke hinter der Leipziger Drohne, geradezu ein Geschenk des Kriegsgottes Mars. Was wenn aber ein Double desselben in Leipzig am Werk war, eines das sich schon lange wünscht, unter dem Schutzschirm der NATO den Krieg nach Russland tragen zu können. Koste es, was es wolle. Sollte man angesichts des immer mehr aus dem Ruder laufenden Wirkens in der ukrainischen Regierung (Immerhin hat der neue ukrainische Minister fürs Mitärische Russland das Existenzrecht abgesprochen) nicht zumindest so etwas erwägen, bevor man in Panik gerät und diese mir nichts dir nichts in der deutschen und europäischen Bevölkerung schürt. Kaltes Blut ist angesagt, nicht hitzige Bellizisterei wie die “Grünen” sie so sehr “lieben”!
8. Leserbrief
Es ist offenbar der Aufreger der Woche. Da wurde also am Flughafen Leipzig/Halle „eine Drohne mit einer Sprengstoffvorrichtung in der Nähe eines ukrainischen Frachtfliegers gefunden“ (mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/news-verdaechtiger-gegenstand-frachtflugzeuge-antonov,polizeieinsatz-flughafen-100.html). Im gleichen Bericht heißt es weiter, „der Zünder sei defekt gewesen“. An anderer Stelle wurde berichtet, der „ukrainischen Frachtflieger“ sei mit Munition beladen gewesen – will heißen: Leipzig sei nur knapp einem großen Unglück entronnen – wenn denn die Drohne explodiert wäre. Bei so viel Konjunktiv wäre etwas mehr Indikativ wünschenswert.
Da wir unmündigen Staatsbürger (oder vielleicht doch eher Untertanen) zu unserer Sicherheit vor gefährlichen Informationen (für wen eigentlich) bewahrt werden müssen, bleiben uns überprüfbare Details erspart. Dafür werden wir mit Fragezeichen und Spekulationen versorgt: „Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Steckt Russland dahinter?“ (msn.com/de-de/nachrichten/politik/sprengstoff-drohne-in-leipzig-steckt-russland-dahinter/ar-AA29wk2G).
Wenn man diese Frage ernst nehmen möchte, sollte man auch einige – nicht unwesentliche – Aspekte in diesem Zusammenhang erinnern:
Letztlich unterscheidet lediglich, der Verzicht, eigene Soldaten in den Kampf zu schicken, das derzeitige Engagement der BRD von einer aktiven Kriegsbeteiligung.
Also nehmen wir einmal an, es habe sich in Leipzig um eine von Russland gesteuerte Drohne gehandelt. Dann lassen sich die bisher bekannten Informationen wohl am ehesten als eine „Botschaft“ interpretieren: Der „Pilot“ der Drohne weiß um die Involvierung der BRD und er kennt die Logistik. Er betrachtet die Politik der BRD als nahe an einer offenen Kriegsbeteiligung. Er ist in der Lage, effektive Gegenmaßnahmen zu ergreifen – und er ist bereit, dies zu tun, sollte er Maßnahmen der Bundesregierung als einen effektiven Kriegseintritt betrachten.
Und dann fordern Vertreter der Grünen „Entschlossenheit“. Mir will das Ganze erscheinen wie der kleine Sextaner, der dem so viel größeren, schwereren und stärkeren Primaner gerne gegen das Knie treten möchte. Selbst wenn er sich der Unterstützung durch den „großen Bruder“ wirklich sicher sein sollte, müsste er doch bedenken, dass die unmittelbare Reaktion des Stärkeren ihn dennoch treffen würde. Wichtige Stimmen aus Russland haben wiederholt darauf hingewiesen, dass gerade Deutschland der Hauptleidtragende eines, möglichen neuen Krieges sein würde – oder man denke an Brechts Zitat über das „große Karthago“.
Kraftmeierische Sprüche mögen vielleicht man gerne hören (und vielleicht fühlen sich ihre Urheber auch dabei gut), sie tragen aber wenig zur Lösung bei. Gerade wenn die (mit Fragezeichen versehenen) Unterstellungen bezüglich der Urheberschaft des Drohnenvorfalls zutreffen sollten, wäre Zurückhaltung und aktive (!) Deeskalation das Gebot der Stunde.
Klaus Habel
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