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Titel: Leserbriefe zu „Zwangsrekrutierungen in der Ukraine: Die westliche „Wertegemeinschaft“ ist zu einer offenen Kloake verkommen“

Datum: 25. August 2026 um 17:01 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
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In diesem Kommentar thematisiert Marcus Klöckner ein Video, das der norwegische Professor für Politikwissenschaft Glenn Diesen veröffentlicht hat. 25 Sekunden werde ein Beispiel der furchtbaren Zwangsrekrutierungen auf offener Straße in der Ukraine gezeigt. Ein Mann habe den Menschenfängern entkommen können, weil andere Männer ihm geholfen hätten. Ein großer Teil der deutschen Politiker und Journalisten nehme diese Zustände allerdings hin. Die 25 Sekunden würden dem Betrachter deutlich machen, was aus der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ geworden sei: Eine „offenen Kloake“, die stinke, dass es einem schlecht werde. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten Zuschriften, die wir hierzu bekommen haben. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe. Für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Leserbrief

Sehr geehrtes NDS-Team,

in der Ukraine (aber ebenso in Russland) kann man sehr eindrucksvoll den „Segen” der staatlichen Souveränität beobachten. So verteidigen eben auch demokratische Staaten ebendiese gegen den Willen und das Bedürfnis ihrer Bürger, nicht zu sterben. Daher sollte man sich einmal die Frage stellen, ob das „Verteidigen” der Souveränität (oder der territorialen Integrität im Fall der Ukraine) oder von Sicherheitsinteressen (die nichts anderes darstellen als das souveräne Machtbedürfnis eines Staates wie Russland) wirklich so großartige Konzepte sind. Denn im Zweifel wird der Staat seine Bürger immer als Verfügungsmasse zur Verteidigung ebendieser Ziele heranziehen – ob sie nun wollen oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Jonathan Heinz


2. Leserbrief

“Die westliche ‘Wertegemeinschaft’ was genau soll das (gewesen)sein?

Und “Das Europa der Menschenrechte gibt es nicht mehr. Es ist tot”.

Auch hier die Frage: Wann genau hat es jemals ein “Europa der Menschenrechte” gegeben?

Die vom Politbetrieb verkündete “Zeitenwende” sollten die Nachdenkseiten so wenden, dass klar und deutlich wird, dass es Zeit ist für systemische Veränderungen!

(…)

Friedensbewegte Grüße

Ute Plass

PS: Herzlichen Dank, Marcus Klöckner, für Ihren wertvollen Hinweis zu dem Machtstrukturforscher Jürgen Krysmanski.

https://www.telepolis.de/article/Machteliten-Von-der-grossen-Illusion-des-pluralistischen-Liberalismus-3265780.html?seite=all

Anmerkung Marcus Klöckner: Sehr gerne, liebe Frau Plass.

Leider ist er zu früh verstorben – und seine Uni hat seine sehr weitverzweigte, über eine große Fülle an Material zur Machtstrukturforschung angesammelte Webseite, nach seinem Tod vom Netz genommen.

Kurz vor seinem Tod hat er noch liebenswerterweise ein Geleitwort für unser Buch “WIe Eliten Macht organisieren” (VSA Verlag) geschrieben.

Seine Arbeit war und ist von großem Wert.

Alles Gute.

Herzlich

MK


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Vielen Dank für diesen erschütternden Hinweis auf die aktuellen Zwangsrekrutierungen in der Ukraine.

Man kann aber niemanden wirklich zu etwas zwingen, mit keinen Mitteln, insbesondere auch nicht dazu, auf einen anderen Menschen zu schießen. Wer die Freiheit besitzt für seine Freiheit zu sterben und dafür unendliche Qualen zu ertragen, wird von niemandem zu irgend etwas gezwungen werden können. Aber man kann einen Menschen vor sehr, sehr schlechte derartige Alternativen stellen. Ihm solche Zumutungen zuzumuten ist selbst natürlich eine Ungeheuerlichkeit, und solche Zumutungen sind mit einem wertebasierten Staat nicht vereinbar.

In der BRD gab es während des Kalten Krieges, u.a. in den 70er Jahren, auch eine Zwangsrekrutierung, man nannte das Einberufung und dazu war u.a. auch eine Musterung verpflichtend vorgesehen. Man konnte einen Antrag auf Wehrdienstverweigerung stellen, wozu aber erst mal eine entsprechende Prüfung bestanden werden musste. Gelang das nicht, “musste” man zum Militär. Wenn man der Aufforderung nicht nachkam, wurde man angeklagt, vor Gericht gestellt und verurteilt, was idR. zu einer Haftstrafe führte und galt anschließend als vorbestraft. Wenn man sich diesem Prozedere nicht unterwarf, wurde man sicherlich auch mit Polizeigewalt diesem Prozedere unterworfen. Im 2. Weltkrieg wurden Deserteure idR. erschossen.

Man darf sich die westliche Welt nicht allzu rosig und ausschließlich wertebasiert vorstellen. Man denke nur an den Kolonialismus und den derzeitigen Neokolonialismus (with god on our side). Statt immer nur eine Aufarbeitung der DDR-Geschichte voranzutreiben wäre eine Aufarbeitung der BRD-Vergangenheit und der westlichen Werte auch nicht verkehrt.

Fritz Gerhard


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

Sie kritisieren die furchtbaren Zwangsrekrutierungen auf offener Straße in der Ukraine, sowie die Tatsache, dass ein großer Teil der deutschen Politiker und Journalisten diese Zustände hinnehme. Dies zeige, dass die sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ zu einer offenen Kloake verkommen sei.

Abgesehen von der Wortwahl (‘Kloake’), stimme ich ihrer Kritik zu. Sie haben recht, wenn Sie in Bezug auf die Ukraine fordern: „Kein Staat darf das Recht haben, einen Bürger dazu zu zwingen, einen ‚Feind‘ zu töten. Kein Staat darf das Recht haben, einen Bürger in eine Situation zu bringen, in der er gezwungen ist, sich selbst töten zu lassen.“

Auch in Russland gibt es brutale Zwangsrekrutierungen:

https://amp.dw.com/de/furcht-vor-abschiebung-russische-deserteure-in-deutschland/a-78005855

Und die russische ‘Spezialoperation’ hat überhaupt erst den Rahmen geschaffen, in dem solche furchtbaren Taten auf beiden Seiten passieren, zumindest in diesem Ausmaß. Diese Aussage soll wiederum keineswegs die Mitverantwortung des Westens in Abrede stellen.

Jetzt meine Frage an Sie: Würden Sie Ihre o. g. Kritik sowie Ihre o. g. Forderungen gleichermaßen auch an Russland richten?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Anmerkung Marcus Klöckner:

Selbstverständlich gelten die in dem Beitrag formulierten Grundsätze für jedes Land. Kein Staat, sei es die Ukraine, sei es Russland usw., darf das Recht haben, Menschen gegen ihren Willen zum Kriegsdienst zu verpflichten. Ich denke, das versteht sich von selbst.


5. Leserbrief

Moin,

“Das Europa der Menschenrechte gibt es nicht mehr. Es ist tot.”

Richtig, denn es starb, als die deutsche Politikerin Ursula von der Leyen in mysteriöse Weise auf das Amt des Kommissionspräsidenten gehievt wurde. Von da an ging es so steil bergab, daß bei manchen Menschen das Bewußtsein aussetzt, ähnlich wie bei einer steilen Achterbahn-Abfahrt.

Die deutschen Grundrechte starben 2020. Die deutschen Menschenrechte starben 2022, als man ukrainische Ultrarechte hofierte und selbst ernannte ukrainische Botschafter alle Deutschen folgenlos beleidigen durften, selbst in der tagesschau. Da ist es nur logisch, wenn jetzt auch der letzte Rest an Menschlichkeit stirbt, bevor es in den letzten, großen, vaterländischen (?) Krieg geht: gegen Rußland, natürlich. Und vorher schicken die EU-, NATO- und baltischen Staaten schonmal die letzten wehrfähigen Asylanten aus der Ukraine zum Sterben an die Front. Ist doch so, oder? Menschenverachtung pur, ob bei “wehrfähigen” ukrainischen Männern (oft mit Familie), dem Volk von Palästina oder den systematischen Vergewaltigungen in Ceuta, wo die Behörden wegschauen; selbst in Großbritannien konnten indische “Grooming-Gangs” systematisch englische Minderjährige über Jahre hinweg mißbrauchen, während die Behörden aktiv wegschauten. Das Recht scheint es also nur nach Gutsherrenart zu geben; von der Verfolgung von Leuten, die sogar Fremdenhaß schüren, wie beispielsweise ein gewisser Herr Martens oder eine Sarah Bosetti, gar nicht zu reden. Die läßt man gewähren und belohnt sie für ihre Schandtaten sogar noch.

“Ein Land, das überfallen wird, verdient Unterstützung.”

Weder die Ukraine noch Rußland wurden “überfallen”, das ist eine unpassende Bezeichnung. Die Ukraine wurde über die Jahre vor dem Putsch 2014 von den USA regelrecht zersetzt, um den Maidan zu ermöglichen. Nach 2014 kam eine rechtsradikale Junta, ebenfalls von den USA bestimmt (man frage Victoria “fuck the EU” Nuhland), an die Macht und bekämpfte von da an unerbittlich alles Russische: es kam zum 8 Jahre andauernden Bürgerkrieg, aus dem in letzter Konsequenz, weil ein Genozid an Russen auf ukrainischem Boden drohte, ein heißer Krieg gegen Rußland wurde. Rußland hat nicht überfallen, sondern steht bei — und das sogar völkerrechtskonform, obwohl es allenortens heißt: “völkerrechtswidriger Angriffskrieg”. Genauso sind die sogenannten Annexionen bei näherem Hinschauen völkerrechtskonforme Sezessionen gewesen. Aber lassen wir das mit den Details, denn die scheinen in der öffentlichen Debatte kaum zu interessieren. Da wird die emotionale Keule geschwungen, daß sich die arme Ukraine ja nur gegen Rußland verteidige; und dabei müsse man eben auch etwas drastischere Maßnahmen wie Menschenjagd in Kauf nehmen, für ein höheres Ziel, sozusagen. Wie war das während “Corona”? Man verurteilt heute immer noch Ärzte, die dem hippokratischen Eid und dem Primat “Primum non nocere”, also in erster Linie nicht schaden, folgten, anstatt einer staatlich verordneten “Volksgesundheit”, wie sie Gerichte 1940 formulierten — und auf die sich heutige Gerichte immer noch beziehen? An genau dieser Stelle könnte man konstatieren: der Nationalsozialismus, den man überall zu bekämpfen betont, ist in der Ukraine offen und in Deutschland verdeckt zurückgekehrt. Er sagt aber natürlich nicht: “Ich bin der Nationalsozialismus”, sondern “westliche Werte” und “Volksgesundheit”.

Die Ukraine hat noch niemals irgend einen Cent “verdient”, weder von Deutschland noch von der EU, denn sie war ein Krisengebiet und ist heute ein Kriegsgebiet. Das deutsche Grundgesetz verbietet es, Unterstützung in solche Gebiete zu liefern, ganz egal, welcher Art sie sind. Deutschland dürfte, streng genommen, auch Israel gar keine Unterstützung zukommen lassen. Es müßte sogar das US-Militär von Ramstein verweisen, weil die USA ständig in irgend einem militärischen Konflikt sind. So viel zum Grundgesetz. Das hat man ebenfalls 2020 beerdigt und seit her nicht wieder zu reanimieren versucht.

Übrigens hatten wir es auch schonmal in Deutschland, daß wehrfähige Männer im schlimmsten Fall erschossen wurden, wenn sie nicht an die Front gehen wollten. Fahnenflucht wurde bei den Nationalsozialisten hart bestraft. Übrigens erschießt auch das ukrainische Militär Soldaten, die aufgeben oder zum “Feind”, also zu Rußland, überlaufen wollen — auch gerne in den Rücken, also die feigste aller Tötungen. Und die sinnloseste. Wer sind sie, daß sie über Menschenleben richten dürfen?

“Wer als Politiker und Journalist mit der Barbarei in der Ukraine einverstanden ist, der wird auch an anderer Stelle mit der Barbarei einverstanden sein – etwa im Kriegsfalle hierzulande.”

In Palästina werden bereits gezielt Journalisten vom israelischen Militär erschossen. Deswegen bleiben die Schreibtischtäter mit ihrem Hintern in ihrer warmen Stube zu Hause hocken. Das ist bequemer. Was sie aber vergessen: sie tragen selbst zu einer Situation bei, die im schlimmsten Fall ihr eigenes Leben kosten könnte. Oder, um es mit anderen Worten zu sagen: Journalisten, die nicht aktiv dagegen schreiben, sägen den Ast ab, auf dem sie sitzen. Mögen sie im Zentrum einer nuklearen Explosion sitzen: dann merken sie es nicht einmal, wenn sie abkratzen. Wer dieses Glück nicht hat, der siecht über Wochen & Monate unter Qualen dahin — genauso wie heute viele Opfer der modRNS-Spritzen.

Ritze, ratze
eine Lücke
in die Brücke
welche Tücke
(Wilhelm Busch, Max & Moritz)

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Schauberger


6. Leserbrief

Hallo,

(…) Diese „Wertegemeinschaft“ muss untergehen, sonst sehen wir genau diese Bilder bald auch auf unseren Straßen.

Grüße

T. Rath


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