Zwangsrekrutierungen in der Ukraine: Die westliche „Wertegemeinschaft“ ist zu einer offenen Kloake verkommen

Zwangsrekrutierungen in der Ukraine: Die westliche „Wertegemeinschaft“ ist zu einer offenen Kloake verkommen

Zwangsrekrutierungen in der Ukraine: Die westliche „Wertegemeinschaft“ ist zu einer offenen Kloake verkommen

Marcus Klöckner
Ein Artikel von: Marcus Klöckner

Das Video ist nur 25 Sekunden lang. 25 Sekunden Schreien ums Leben. 25 Sekunden Kampf. Der Mann, der augenscheinlich in der Ukraine zwangsrekrutiert werden soll, hat großes Glück. Durch Männer, die ihm zu Hilfe eilen, entkommt er den Menschenfängern. Das Video hat Glenn Diesen, Professor für Politikwissenschaft in Norwegen, über seinen Kanal mit rund 185.000 Followern auf der Plattform X geteilt. Die furchtbaren Zwangsrekrutierungen auf offener Straße in der Ukraine sind seit langem bekannt. Ein großer Teil der deutschen Politiker und Journalisten nimmt diese Zustände hin. Die 25 Sekunden zeigen dem Betrachter, was aus der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ geworden ist. Sie ist zu einer offenen Kloake verkommen, die stinkt, dass es einem schlecht wird. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Das Europa der Menschenrechte gibt es nicht mehr. Es ist tot. Die Ukraine-Politik der vorgeblich „Guten“ geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen.

Deutschland hat die Ukraine mit bisher rund 100 Milliarden Euro finanziell unterstützt. Wie menschlich verkommen ist eine Politik, die einem Land Geld gibt, das bei der Rekrutierung seiner Soldaten Gewalt einsetzt? Wie verfault ist eine europäische „Wertegemeinschaft“, die sich hinter ein Land stellt, das Männer für den Fronteinsatz von der Straße in Busse zerrt? Wie verrottet ist ein Journalismus, der in Anbetracht der herzzerreißenden Videos die sogenannte „Busifizierung“ nicht anprangert, um Handlungsdruck auf die Politik auszuüben?

Ein Land, das überfallen wird, verdient Unterstützung. Ein Land, das in die Barbarei abgedriftet ist, verdient keinen Cent mehr. Wenn ein Staat bei einem Krieg seine Staatsbürger gegen deren ausdrücklichen Willen unter Einsatz von Gewalt von der Straße aufgreift, um sie dann, wenn sie als „wehrfähig“ klassifiziert wurden, an die Front zu schicken, ist zu dem geworden, was er vorgibt zu bekämpfen. Er ist das Monster vor unseren Augen. Kein Staat darf das Recht haben, einen Bürger dazu zu zwingen, einen „Feind“ zu töten. Kein Staat darf das Recht haben, einen Bürger in eine Situation zu bringen, in der er gezwungen ist, sich selbst töten zu lassen. Beides passiert in der Ukraine.

Die deutsche, genauso wie die europäische Politik übergehen die brutalen Rekrutierungen. Sie verschließen wissentlich die Augen. Bundeskanzler Friedrich Merz, aber auch die anderen Politiker im Parlament müssen von den Zuständen wissen. Das Schweigen ist als Billigung zu lesen.

Jeder, der sich diese 25 Sekunden auf Video anschaut, sollte sich fragen: Was wäre, wenn ich selbst oder mein Sohn, mein Partner, mein Ehemann an der Stelle des um sein Leben Schreienden stünde?

Wer als Politiker und Journalist mit der Barbarei in der Ukraine einverstanden ist, der wird auch an anderer Stelle mit der Barbarei einverstanden sein – etwa im Kriegsfalle hierzulande. Dessen gilt es sich bewusst zu sein.

Titelbild: Screenshot Video “X”

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