Beim Spiegel „drängelt“ sich „der Russe“ ins Bild

„Ein Familienfoto mit Sergej Lawrow konnte der deutsche Außenminister Johann Wadephul verhindern. Aber beim Abendempfang drängelte sich der Russe ins Bild und hielt mit den Kollegen Small Talk“ – so lautet der Vorspann eines Spiegel-Artikels, bei dem sich der Schluss aufdrängt: Das Hamburger Blatt hat die „Affäre Relotius“ vergessen. Was interessieren schon Fakten, wenn Stimmungsmache und die „richtige“ Weltanschauung im Vordergrund stehen? Ein drängelnder Russe ist eben schön lebhaft – da kann an der Stelle das alte Journalistenmotto von Spiegelgründer Rudolf Augstein, „Sagen, was ist“, kaum mithalten. Ob Lawrow tatsächlich gedrängelt hat: Das darf keine Rolle spielen. Es geht um die „richtige“ Weltanschauung. Fakten stören da bisweilen. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
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