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Medien und Medienanalyse

Pläne für Gegenangriff der NATO: Nicht Russland ist hier der Adressat, sondern die deutsche Bevölkerung

Pläne für Gegenangriff der NATO: Nicht Russland ist hier der Adressat, sondern die deutsche Bevölkerung

„Die Nato bereitet sich immer präziser auf einen möglichen Angriff Russlands vor“, schreibt die Bild-Zeitung in einem aktuellen Artikel. Darin geht es um einen Plan der NATO, wie bei einem Angriff Russlands Gegenangriffe erfolgen sollen. Die BILD, aber auch andere Medien „berichten“ brav. Eine kritische Einordnung fehlt. Der angebliche Grund für die Veröffentlichung: Die NATO wolle Russland im Sinne der Abschreckung informieren. Das ist lächerlich. Wollte das „Verteidigungsbündnis“ Russland etwas mitteilen, braucht es nicht den Umweg über die Presse. Der Adressat der Veröffentlichung ist nicht Russland, sondern die deutsche Öffentlichkeit. Sichtbar wird: Medien lassen sich vom Militär am Nasenring durch die Manege der Propaganda ziehen – für einen „exklusiven“ Bericht und ein exklusives Foto aus einer Kommandozentrale. Die Presse ist den Anforderungen der Konfrontationspolitik nicht gewachsen. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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Die Fälle Martens/Doğru zeigen die ganze Heuchelei des Deutschen Journalistenverbands

Die Fälle Martens/Doğru zeigen die ganze Heuchelei des Deutschen Journalistenverbands

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) spielt sich aktuell als Beschützer des durch russische Behörden bedrohten FAZ-Journalisten Michael Martens auf – der hatte gefragt, wie man helfen könne, „mehr russische Soldaten“ zu töten. Gleichzeitig schweigt der Verband seit Monaten zu den EU-Sanktionen gegen den deutschen Journalisten Hüseyin Doğru. Mehr Doppelmoral als beim DJV ist kaum auszudenken. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

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Wagenknecht ein Fall für den Verfassungsschutz? Nordkorea-Sehnsucht im deutschen Journalismus

Wagenknecht ein Fall für den Verfassungsschutz? Nordkorea-Sehnsucht im deutschen Journalismus

Sahra Wagenknecht ist längst ein Fall für den Verfassungsschutz“ – unter dieser Schlagzeile fordert der Hauptstadtkorrespondent des RedaktionsNetzwerkDeutschland (RND) eine Beobachtung der BSW-Politikerin durch den Inlandsgeheimdienst der Bundesrepublik. Anlass: Markus Decker warnt vor einer angeblichen „Querfront“ zwischen AfD und BSW. Fundierte Argumente, die eine derartige Forderung untermauern, finden sich in dem Kommentar nicht. Stattdessen ist etwas zu lesen von „Shit“, „offenkundig“ und „Desinformationskampagnen“. Immerhin kommt ein Prinzip zum Vorschein: Wer politisch quer liegt, soll am besten vom Geheimdienst überwacht werden. Dieses Prinzip passt nach Nordkorea – nicht aber zu einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit XLVI – „Russlands Angriffskrieg und der Waffengang gegen das Regime der islamischen Geistlichen“

Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit XLVI – „Russlands Angriffskrieg und der Waffengang gegen das Regime der islamischen Geistlichen“

Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich veröffentliche, nicht zuletzt aus hygienischen Gründen, in unregelmäßigen Abständen eine Sammlung teils verharmlosender, teils lügenhafter Wörter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft – uns alle – an das Undenkbare zu gewöhnen und möglichst geräuschlos in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ umzukrempeln. – Diesmal geht es nicht zuletzt um die berühmten doppelten Standards in der Berichterstattung unserer Leitmedien. Von Leo Ensel.

Verteidigung braucht keinen Hass

Verteidigung braucht keinen Hass

Der russische Historiker Artjom Drabkin darüber, wie man auf den Aufruf, Russen zu töten, reagieren muss. Aus dem Russischen übersetzt von Éva Péli.

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Mit eliminatorischem Russenhass in den NATO-Krieg

Mit eliminatorischem Russenhass in den NATO-Krieg

Ein FAZ-Korrespondent fragt in Belgrad den ukrainischen Präsidenten, was man tun könne, um noch mehr Russen zu töten – und findet damit den ideologischen Kern des Krieges. Von Sevim Dagdelen.

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FAZ reagiert auf „Mehr-russische-Soldaten-töten“-Aussage – der Fisch stinkt vom Kopf her

FAZ reagiert auf „Mehr-russische-Soldaten-töten“-Aussage – der Fisch stinkt vom Kopf her

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat auf die „Mehr-russische-Soldaten-töten“-Aussage ihres Autors mit einer Pressemitteilung reagiert. Das Blatt lässt von der Unternehmenskommunikation verkünden, es habe sich um eine „missverständlich“ formulierte Frage gehandelt. Eine direkte Stellungnahme der Chefredaktion oder der Herausgeber findet sich in der Erklärung nicht. Deutlich wird: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

„Helfen, mehr russische Soldaten zu töten“ – die bestialische Frage eines FAZ-Autors

„Helfen, mehr russische Soldaten zu töten“ – die bestialische Frage eines FAZ-Autors

„Können Sie uns Europäern konkret sagen, was wir tun können, um ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten? Mehr russische Soldaten, natürlich.“ Das ist die Frage, die der Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Michael Martens, in Serbien auf einer Pressekonferenz mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gestellt hat. Die Frage ist nicht etwa mit einem kriegskritischen Unterton versehen. Sie ist befürwortend gemeint. Getragen ist die Frage von schier unfassbarer historischer Asozialität. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen: Steckt das „Celler Loch“ dahinter?

Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen: Steckt das „Celler Loch“ dahinter?

Kiesewetter fordert wegen Drohnen-Vorfalls Nato-Konsultationen“, heißt es in einer ntv-Überschrift. Und der Spiegel fragt: „Steckt Russland dahinter?“ Man könnte aber auch zugespitzt fragen: Steckt das „Celler Loch“ dahinter? Oder: Cui bono, also: Wem nützt es? Die Lage zwischen der NATO und Russland ist extrem angespannt. Ein Funke genügt zum großen Knall. Eine distanzierte, kritische Berichterstattung ist gefragt. Stattdessen zeigen Medien mal zügig auf einen Lieblingstäter. Da nutzen Fragezeichen auch nichts mehr. Die Antwort schreit förmlich aus den Zeilen raus. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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Es gibt noch gute Nachrichten

Es gibt noch gute Nachrichten

Die staatlich finanzierte „Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg“, die Unterrichtsmaterialien für Schulen bereitstellt, hat nach einer Presseanfrage der NachDenkSeiten die Änderung eines Dokuments zum Konflikt im Iran angekündigt. Darin sind wesentliche Informationen zu US-amerikanischen Interventionen und zugehörigen völkerrechtlichen Einschätzungen sowie iranische Informationen zu Opfern von Protesten weggelassen worden. Nun will die Servicestelle nachbessern. Von Karsten Montag.

Harald Schmidt: „Wir haben in Europa eine Zuschauerrolle, wir haben nichts zu entscheiden“

Harald Schmidt: „Wir haben in Europa eine Zuschauerrolle, wir haben nichts zu entscheiden“

Wo kann „Verteidigungsbereitschaft“ enden? Entertainer Harald Schmidt greift das Thema in einem Gespräch mit der Kabarettistin Monika Gruber auf und sagt: „Es fehlt bei uns ein bisschen die Kategorie: ‘Opa erzählt vom Krieg’. Weil: Als ich ein Kind war, hast du noch bei jedem Kaffee gehört: In Russland geblieben, Bein verloren, 2 Söhne gefallen – das fehlt ja jetzt. Die Generation ist tot.“ Gut, dass Schmidt auf die Gefahren der Kriegspolitik aufmerksam macht. Er lenkt den Blick dorthin, wo sichtbar wird, was am Ende eines Krieges steht. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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Der Deutschlandfunk und das Wort „kriegstüchtig“

Der Deutschlandfunk und das Wort „kriegstüchtig“

„Generation Wehrpflicht: Wie kriegstüchtig muss Deutschland sein?“, lautet eine Überschrift zu einer Diskussionsrunde beim Deutschlandfunk. Sie spiegelt das Grundproblem in der deutschen Presse wieder. Als deutsche Politiker im Zuge der angeblichen „Zeitenwende“ das Nazi-Wort von der Kriegstüchtigkeit zum ersten Mal öffentlich gebrauchten, haben Medien nicht angeschlagen, sondern es hingenommen. Das war das Signal für die Politik: Weitermachen! Und nun, während die Militarisierung im Gange ist, stellt der Deutschlandfunk eine Frage, die den journalistischen Ansprüchen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht gerecht wird. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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Danger Dan und das ZDF – die Cancel Culture frisst ihre Kinder

Danger Dan und das ZDF – die Cancel Culture frisst ihre Kinder

Manchmal treibt die Debatte um die Cancel Culture schon seltsame Blüten. So geschehen an diesem Wochenende, als sowohl die klassischen Medien als auch große Teile der sogenannten sozialen Medien nur ein Thema kannten: Die Ausladung des Musikers Danger Dan aus der Satiresendung „Die Anstalt“ durch das ZDF. Schnell war von Zensur die Rede. Ein klassischer Fall von Cancel Culture? Nein. Erstaunlich ist vielmehr, dass die Verantwortlichen der Anstalt Danger Dan überhaupt eingeladen haben. Noch erstaunlicher ist, dass die Intervention des ZDF nun als Kotau vor der „politischen Rechten“ und Danger Dan als „linker“ Musiker bezeichnet werden. Ein Kommentar von Jens Berger.

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