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Friedenspolitik

Deutsche Friedensfreunde mit Tolstoi-Schauspiel auf Russland-Tour

Deutsche Friedensfreunde mit Tolstoi-Schauspiel auf Russland-Tour

Trotz der von der Bundesregierung angekündigten Schließung des Russischen Hauses in Berlin und der darauffolgenden Ankündigung von russischer Seite, das Goethe-Institut in Russland zu schließen: Der kulturelle Austausch zwischen Russland und Deutschland lässt sich mit administrativen Maßnahmen nicht beenden. Das zeigt die Reise von drei deutschen Friedensaktivisten, die auf eigene Faust nach Russland fuhren, um mit lebensgroßen Puppen die Erzählung des russischen Schriftstellers Lew Tolstoi „Was braucht der Mensch zum Leben“ aufzuführen. Die Puppen wurden anschließend dem Tolstoi-Zentrum in Tula als Geschenk übergeben. Mit den Russland-Reisenden hat Ulrich Heyden (Moskau) gesprochen.

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Schließung des Russischen Hauses in Berlin: „Das zerstört die ohnehin weitgehend abgerissenen Brücken zu Russland vollends“

Schließung des Russischen Hauses in Berlin: „Das zerstört die ohnehin weitgehend abgerissenen Brücken zu Russland vollends“

Wir haben es mit einer „systematischen Eskalationsspirale“ zu tun. Das sagt Manaf Hassan vom Berliner Landesvorstand des BSW und Spitzenkandidat in Friedrichshain-Kreuzberg für das Abgeordnetenhaus im Interview mit den NachDenkSeiten. Hassan geht davon aus, dass die angekündigte Schließung des Russischen Hauses, das Abreißen von Brücken zwischen Russland und Deutschland, die Verlängerung des Konflikts, aber auch das Schüren von „Hass gegen alles Russische“ als Vorbereitungen für einen größeren Krieg dienen. „Boris Pistorius hat nicht ohne Grund betont, Deutschland müsse bis 2029 ‚kriegstüchtig‘ sein. Das ist keine Verteidigungsrhetorik, das ist Kriegsvorbereitung“, sagt Hassan. Ein Interview von Artur Leier.

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Werner Rügemer zum 1. September

Werner Rügemer zum 1. September

Werner Rügemer hat zum Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkriegs bei Verdi in Hamburg eine bemerkenswerte Rede gehalten. Wir geben sie hier wieder.

Mutiger Pfarrer geht für den Frieden in den Predigtstreik – Wo sind die anderen, die es ihm nachmachen?

Mutiger Pfarrer geht für den Frieden in den Predigtstreik – Wo sind die anderen, die es ihm nachmachen?

Deutsche Bischöfe unterstützen „Verteidigungsbereitschaft“ – darüber haben die NachDenkSeiten im Oktober des vergangenen Jahres berichtet. Doch nicht alle innerhalb der Kirche begegnen der Militarisierung Deutschlands so unkritisch wie die hochrangigen „Männer Gottes“. Der evangelische Pfarrer Andreas Domke hat zum Predigtstreik aufgerufen. An vier Sonntagen wird Domke nicht den üblichen Gottesdienst abhalten. Stattdessen: „Schweigen für den Frieden“, wie die Berliner Zeitung berichtet. Ihm gehe es bei der Aktion um einen Weckruf, gedacht als konstruktive Provokation. Was Domke macht, verdient großen Respekt. Die Gefahr eines Krieges wächst, Politiker verschärfen den Ton gegenüber Russland immer weiter. Domke handelt im Sinne des Evangeliums. Wo sind die anderen Pfarrer, die es ihm nachmachen? Es wird Zeit! Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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„Wir sind EINE Menschheit! Wir leben alle auf EINEM Planeten!“ – Zum vierten Jahrestag des Todes von Michail Gorbatschow

„Wir sind EINE Menschheit! Wir leben alle auf EINEM Planeten!“ – Zum vierten Jahrestag des Todes von Michail Gorbatschow

Seit Gorbatschows Tod am 30. August 2022 habe ich zu diesem Datum jedes Jahr an den Ausnahmepolitiker erinnert, jenen Chef einer Supermacht, der nichts weniger als eine atomwaffen-, nein: gewaltfreie Welt anstrebte. Es ist auch dieses Jahr nötig – um daran zu erinnern, wie weit wir alle schon einmal waren. Und um zu zeigen, zu welchen Prinzipien wir wieder zurückfinden müssen, wenn die Menschheit überleben will. Von Leo Ensel.

Abschied vom „Staatsbürger in Uniform“: Gotteslästerung im Bendlerblock

Abschied vom „Staatsbürger in Uniform“: Gotteslästerung im Bendlerblock

Am 20. Juli 2026 wurde im Bendlerblock die Idee des Grafen Wolf von Baudissin vom „Staatsbürger in Uniform“ beim Gelöbnis der neuen Soldaten und Soldatinnen öffentlich desavouiert. Daran ändert auch nichts die Rede von Navid Kermani mit seinem Aufruf zur Befehlsverweigerung, so Klaus Kenke, Referent des Superintendenten für Friedensfragen Kirchenkreis Jülich, in einem Gastbeitrag für die NachDenkSeiten.

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Die Ruhe vor dem Krieg, in dem wir uns schon längst befinden

Die Ruhe vor dem Krieg, in dem wir uns schon längst befinden

Das Projekt „Friedensnoten“, ein Friedensbündnis von Manova, Radio München, NachDenkSeiten und Protestnoten, verschafft Stimmen des Friedens das dringend gebotene Gehör. Die Initiatoren des Projektes wollen über die Musik Gräben überwinden helfen, die in den letzten Jahren entstanden sind, und den Blick auf das richten, was wirklich zählt: Frieden! Die NachDenkSeiten beteiligen sich mit Liedvorstellungen. Hier ein Beitrag über den Song „Idylle im Krieg“ der Band „Die Zöllner“ und Gedanken über die Idylle, die keine ist. Von Frank Blenz.

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„Wer nie einen Krieg erlebt hat, weiß nicht, wie brutal er ist“

„Wer nie einen Krieg erlebt hat, weiß nicht, wie brutal er ist“

Jürgen Todenhöfer über Verhandlungsangst in Berlin, Diplomatie und das Versagen von Berufspolitikern
Er überlebte die Bombardierung Hanaus, lief über den Hindukusch und streitet seit Jahrzehnten gegen die deutsche Außenpolitik: Jürgen Todenhöfer (85). Am Rande der Berliner Friedensdemo des Bündnisses „Wir sind viele“ – unterstützt von der FriKo und dem BSW – spricht der Publizist und Ex-CDU-Abgeordnete über unterwürfige Politiker, Friedrich Merz’ fehlende Moskau-Erfahrung und die Chance auf einen Nichtangriffsvertrag mit Russland. Das Gespräch am 1. August führte Éva Péli gemeinsam mit Tilo Gräser.

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Stimmen gegen den Kriegskurs: Kleiner Protest, große Befürchtungen

Stimmen gegen den Kriegskurs: Kleiner Protest, große Befürchtungen

Trotz überschaubarer Zahlen reißt der Bürgerprotest gegen die Aufrüstungspolitik in Berlin nicht ab: Unter dem Banner von „Wir sind viele“ setzten Demonstranten am Wochenende ein weiteres Zeichen gegen die Eskalationsspirale. Éva Péli und Tilo Gräser waren für die NachDenkSeiten vor Ort, sprachen mit Teilnehmern über ihre Motive und lokale Rüstungsgefahren und dokumentierten die zentralen Reden von der Bühne. Ein Bericht von Éva Péli.

Projekt Friedensnoten: „Eiszeit“ – Peter Maffay über die nukleare Katastrophe

Projekt Friedensnoten: „Eiszeit“ – Peter Maffay über die nukleare Katastrophe

Für das Projekt Friedensnoten macht sich Marcus Klöckner Gedanken zu dem Lied „Eiszeit“ von Peter Maffay. Eine erweiterte, längere Live-Version des Liedes, das Maffay mit seiner Band 2001 spielte, rückt dabei in den Vordergrund. Bevor der Künstler zu singen anfängt, äußert er sich zu jener Zeit der Aufrüstung in der alten Bonner Republik, als „Hunderttausende auf die Straße gingen, um gegen diesen Wahnsinn zu demonstrieren“. Aber was sagt Maffay heute? Mit kritischem Ton fragt er Boris Pistorius in einem Facebook-Post, ob wir bald „mit der Bekanntgabe der Mobilmachung rechnen“ müssten. Von Marcus Klöckner.

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Gute Antikriegslieder sterben leider nie – sie warten auf den nächsten Krieg

Gute Antikriegslieder sterben leider nie – sie warten auf den nächsten Krieg

Unsere Geschichtsbücher erzählen gerne von Generälen, Feldherren, Königen und Präsidenten, die Kriege führen, gewinnen und verlieren. Doch sie sind es nicht, die elend in Schützengräben kauern und denen die Gliedmaßen von einer feindlichen Kugel weggerissen werden. Für das Schicksal der „Johnnys“, die mit Trommeln und Versprechungen geködert und dann im Militär gebrochen und in Kriegen verheizt werden, ist nicht die Geschichtsschreibung, sondern die Kunst zuständig. Ein solches Kunstwerk ist das zeitlose Antikriegslied „Johnny I Hardly Knew Ye“, das ich Ihnen heute im Rahmen des Projekts „Friedensnoten“ in der eindringlichen Version von Benjamin Luxon und Bill Crofut[*] vorstellen will. Von Jens Berger.

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Der Politik des Krieges Lieder des Friedens entgegensetzen

Wenn die Leute da draußen schon nicht mit Argumenten und Analysen für die Gefahren des politischen Großprojekts „Kriegstüchtigkeit“ sensibilisiert werden können, wie sieht es dann mit der Musik aus? Vielleicht vermögen jene großartigen Antikriegs- und Friedenslieder, die Künstler in den vergangenen Jahrzehnten verfasst haben, die Herzen zu erreichen? Mit diesen Gedanken begann 2022 das Projekt Friedensnoten, das der Künstler Jens Fischer Rodrian und Marcus Klöckner aufgebaut haben. Aus dem Projekt ist nun ein Friedensbündnis geworden, an dem sich auch die NachDenkSeiten beteiligen. Wir stellen es hier vor. Von Marcus Klöckner.

Harald Schmidt: „Wir haben in Europa eine Zuschauerrolle, wir haben nichts zu entscheiden“

Harald Schmidt: „Wir haben in Europa eine Zuschauerrolle, wir haben nichts zu entscheiden“

Wo kann „Verteidigungsbereitschaft“ enden? Entertainer Harald Schmidt greift das Thema in einem Gespräch mit der Kabarettistin Monika Gruber auf und sagt: „Es fehlt bei uns ein bisschen die Kategorie: ‘Opa erzählt vom Krieg’. Weil: Als ich ein Kind war, hast du noch bei jedem Kaffee gehört: In Russland geblieben, Bein verloren, 2 Söhne gefallen – das fehlt ja jetzt. Die Generation ist tot.“ Gut, dass Schmidt auf die Gefahren der Kriegspolitik aufmerksam macht. Er lenkt den Blick dorthin, wo sichtbar wird, was am Ende eines Krieges steht. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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