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Außen- und Sicherheitspolitik

Wo wächst das Rettende? – Lösungsansätze für den Ukrainekrieg und die Konflikte im Nahen Osten

Wo wächst das Rettende? – Lösungsansätze für den Ukrainekrieg und die Konflikte im Nahen Osten

Wie kommen wir zum Frieden in einer Zeit eskalierender Konflikte? Diese Podiumsdiskussion zum Thema „Europas Souveränität und seine Beziehung zu USA, Russland und den aufstrebenden Nationen“ fand am 18. Juni 2026 im Babylon in Berlin statt. Anlass war die Buchpremiere von „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch – Texte zum Frieden“. Organisiert wurde sie vom Kulturkreis Pankow.

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Ukraine-Politik der Bundesregierung: Ein Spiel mit dem Feuer

Ukraine-Politik der Bundesregierung: Ein Spiel mit dem Feuer

Es ist bereits eine Minute vor zwölf. Mit einem frohen „Slava Ukraine“, dem Schlachtruf der ukrainischen Nationalisten (OUN und UPA) während der Massenmorde an Polen (Wolhynien) und Juden, kündigte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius im Mai in Kiew die gemeinsame Entwicklung von Langstreckendrohnen bis 1.500 Kilometern und deren Produktion auf deutschem Boden (vermutlich in Süddeutschland) an. Von Frank Haubold.

Der Kampf um Ressourcen dürfte erst am Anfang stehen

Der Kampf um Ressourcen dürfte erst am Anfang stehen

Trotz Einigung zwischen den USA und dem Iran könnte die Erholung der Ölpreise und der Versorgungslage noch Monate dauern. Das zeigen Daten der US-Regierung. Bevorstehende Midterm-Wahlen in den USA waren höchstwahrscheinlich Auslöser für das Einlenken Donald Trumps bei den Verhandlungen mit der iranischen Regierung. Die Vereinigten Staaten könnten die Abhängigkeit Chinas von Energieimporten weiterhin nutzen, um im Ringen um die Vormachtstellung in der Welt Vorteile zu erzielen. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten sowie die Kontrolle über südamerikanische Ölexporte scheinen vorprogrammiert. Von Karsten Montag.

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Medial widerspruchslos verbreiteter Irrsinn: Gebt dem Land eine Zukunft – mit Satelliten und Rüstungsgütern

Medial widerspruchslos verbreiteter Irrsinn: Gebt dem Land eine Zukunft – mit Satelliten und Rüstungsgütern

Normal scheint inzwischen zu sein, braven Bürgern die Militarisierung unserer Gesellschaft Tag für Tag ohne Einspruch und Bedenken zu verklickern. Die „Normalität“ erlebt Bürger selbst bei kleinen Alltagsmomenten, beim Kauf einer Tageszeitung zum Beispiel. Die Sächsische Zeitung an einem Kiosk mitnehmen ist das eine, man will ja informiert sein. Die Schlagzeile „Freistaat ruft Space Saxony aus“ lesen ist das andere. Bei der Lektüre unverdächtig sachlich wirkender Zeilen fällt dem Leser womöglich das Schwärmen der Redaktion für den Umbau einer Industrielandschaft in einen Kriegswirtschaftsstandort gar nicht auf. Patriotisch wird er meinen: Endlich geht es aufwärts. Im Ernst? Ein Zwischenruf von Frank Blenz.

ARD-Interview mit Pistorius zur Litauen-Brigade: Wie beim Fußball – Steilvorlagen für den Minister

ARD-Interview mit Pistorius zur Litauen-Brigade: Wie beim Fußball – Steilvorlagen für den Minister

„Reichen 5.000 Soldaten aus Deutschland, um Russland abzuschrecken?“ Diese Frage stellt eine ARD-Redakteurin bei einem Interview mit Verteidigungsminister Boris Pistorius in der Sendung „Berlin direkt“. Wie wäre es, wenn die ARD zukünftig Interviews mit dem Verteidigungsminister gleich von der Pressestelle der NATO führen lassen würde? Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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„Das Entscheidende waren die schönen Bilder“ – O-Töne zum G7-Gipfel in Évian

„Das Entscheidende waren die schönen Bilder“ – O-Töne zum G7-Gipfel in Évian

Die Top-Vertreter der G7-Staaten feiern den Gipfel im französischen Évian-les-Bains als einen großen Erfolg: Es sei ihnen gelungen, US-Präsident Trump im Ukraine-Konflikt endlich auf ihre Seite zu bekommen, hieß es. Als „Gegenleistung“ sollen die Europäer Trump „aus dem Schlamassel helfen, das er im Iran angerichtet hat“. Außerdem sollte der Gipfel der restlichen Welt zeigen, dass das G7-Format noch etwas tauge. Doch noch bevor das Treffen mit einem pompösen Empfang im Schloss von Versailles gekrönt wurde, waren selbst aus deutschen „Leitmedien“ skeptische Stimmen zu vernehmen: „Trump wäre nicht Trump, wenn schon morgen einiges anders sein könnte.“ Eine neue Ausgabe der O-Töne. Zusammenfassung von Valeri Schiller.

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (26)

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (26)

„Ein schickes Mercedes-Cabrio nahm mich mit, und am Steuer saß der UFA-Star Josef Sieber (Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern!). Er war in Luftwaffenuniform. Aber ich glaube, dass es sich bei der Uniform um ein Kostüm handelte, denn er war, wie er mir sagte, auf dem Weg zu den Studios in Babelsberg. Mit seiner berühmten sonoren Stimme brüllte er mir im offenen Cabriolet zu: ‚Na mein Junge, du glaubst doch sicher auch noch an den Endsieg!‘ Diesem Satz folgte eine apokalyptische Lachsalve.“

Gerade wollten wir unsere Reihe mit Folge 24 abschließen – doch dann erreichten uns noch zwei eindrucksvolle Texte mit den Erinnerungen des Vaters eines Lesers an die letzten Kriegsmonate, die er als 15-Jähriger erlebte. Gerne veröffentlichen wir diese, wieder sehr interessanten und bewegenden, Zeitzeugenberichte als Folgen 25 und 26. Hier der zweite Teil.

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Vernichtungskrieg (II): „Jeden totschießen, der nur schief schaut“ – Vor 85 Jahren überfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion

Vernichtungskrieg (II): „Jeden totschießen, der nur schief schaut“ – Vor 85 Jahren überfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion

85 Jahre nach dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion nimmt die Orwell‘sche Sprachverdrehung hierzulande mittlerweile atemberaubende Züge an. Nach dem „Vernichtungskrieg“, den der „zweite Hitler“ im Kreml seit über vier Jahren angeblich gegen die Ukraine führt, wird nun auch noch ungeniert eine „bedingungslose Kapitulation Russlands“, eine „Stunde Null“ mit anschließendem Kriegsverbrecherprozess eingefordert. Höchste Zeit, die Maßstäbe wieder richtigzustellen: Ein veritabler Vernichtungskrieg war Hitlers Krieg gegen die Sowjetunion, der von Anfang an als solcher geplant war. Fast 27 Millionen Sowjetbürger fielen ihm zum Opfer. Von Leo Ensel.

Nach dem Drohnenangriff auf Moskau: Schadenfreude und russische Gelassenheit

Nach dem Drohnenangriff auf Moskau: Schadenfreude und russische Gelassenheit

Auf den größten ukrainischen Drohnenangriff auf Russland seit Beginn des Krieges reagierten die großen deutschen Medien mit kaum verhohlener Schadenfreude: „Drohnenhagel auf Russland“ (FAZ). „Moskau-Angriffe blamieren Putins Regime“ (Bild). Mitgefühl für die 17 verletzten Zivilisten und ein totes Mädchen sucht man in den deutschen Leitmedien vergeblich. Die Mehrheit der Russen nimmt die Drohnen-Attacken gelassen. Eine Analyse von Ulrich Heyden, Moskau.

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22. Juni 2026: Der Tag, an dem Friedrich Merz die Notbremse zog – Eine konkrete Utopie

22. Juni 2026: Der Tag, an dem Friedrich Merz die Notbremse zog – Eine konkrete Utopie

Wie gravierend die Versäumnisse sind, deren sich die deutsche Politik im Hinblick auf die akute Gefahr einer kriegerischen Konfrontation mit Russland schuldig macht, erkennt man am besten im Kontrast. Skizzieren wir daher einen Augenblick lang eine konkrete Utopie, in der Kanzler Merz das dringend Gebotene tatsächlich umsetzen würde … Von Leo Ensel.

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Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (25)

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (25)

Immer wieder ruft meine Mutter: „Junge! Beeil dich! Du verpasst deinen Zug!” Dass ich mich nicht beeilt habe, hat mir mit hoher Wahrscheinlichkeit das Leben gerettet.“

Gerade wollten wir unsere Reihe mit Folge 24 abschließen – doch dann erreichten uns noch zwei eindrucksvolle Texte mit den Erinnerungen des Vaters eines Lesers an die letzten Kriegsmonate, die er als 15-Jähriger erlebte. Gerne veröffentlichen wir diese, wieder sehr interessanten und bewegenden, Zeitzeugenberichte als Folgen 25 und 26. Hier der erste Teil.

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Vernichtungskrieg (I): „Der russische Magen ist dehnbar“ – Vor 85 Jahren überfiel Hitlers Wehrmacht die Sowjetunion

Vernichtungskrieg (I): „Der russische Magen ist dehnbar“ – Vor 85 Jahren überfiel Hitlers Wehrmacht die Sowjetunion

85 Jahre nach dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion nimmt die Orwell‘sche Sprachverdrehung hierzulande mittlerweile atemberaubende Züge an. Nach dem „Vernichtungskrieg“, den der „zweite Hitler“ im Kreml seit über vier Jahren angeblich gegen die Ukraine führt, wird nun auch noch größenwahnsinnig eine „bedingungslose Kapitulation Russlands“, eine „Stunde Null“ mit anschließendem Kriegsverbrecherprozess eingefordert. Höchste Zeit, die Maßstäbe wieder richtigzustellen: Ein veritabler Vernichtungskrieg war Hitlers Krieg gegen die Sowjetunion, der von Anfang an als solcher geplant war. Fast 27 Millionen Sowjetbürger fielen ihm zum Opfer. Von Leo Ensel.

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Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit XXXVIII – „Außenpolitik besteht nicht nur aus Völkerrecht!“

Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit XXXVIII – „Außenpolitik besteht nicht nur aus Völkerrecht!“

Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich veröffentliche, nicht zuletzt aus hygienischen Gründen, in unregelmäßigen Abständen eine Sammlung teils verharmlosender, teils lügenhafter Wörter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft – uns alle – an das Undenkbare zu gewöhnen und möglichst geräuschlos in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ umzukrempeln. – Heute geht es unter anderem um den höchst originellen deutschen Umgang mit dem Völkerrecht und die internationalen Konsequenzen. Von Leo Ensel.

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Drohnen auf Moskau: Je schlechter es für Russland läuft, umso gefährlicher wird es

Drohnen auf Moskau: Je schlechter es für Russland läuft, umso gefährlicher wird es

Angeblich gibt es eine „Wende“ im Ukrainekrieg und hierzulande wird es teils indirekt begrüßt, dass ukrainische Drohnen in Russland einschlagen. Doch diese kaum verhohlene Freude ist nicht angebracht, denn damit beklatscht man die eigene Gefährdung: Je mehr Russland unter Druck geraten sollte, umso mehr können völlig unberechenbare Entwicklungen in Gang gesetzt werden. Wer die Sorge vor einem real näherrückenden Atomkrieg lächerlich macht, ist nicht mutig, sondern ein skrupelloser Lobbyist. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

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Mittendrin statt nur dabei – Deutsche Marineschiffe „bereit“ zum Einsatz im Nahen Osten

Mittendrin statt nur dabei – Deutsche Marineschiffe „bereit“ zum Einsatz im Nahen Osten

„Wir sind ready“ – das sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Hinblick auf einen Einsatz der deutschen Marine in der Straße von Hormus. Unter dem Motto „mittendrin statt nur dabei“ will die Politik wohl Deutschlands Militär an Auslandseinsätzen beteiligen. Da ist die Rede von der „Ostfront“, Stichwort: Litauen-Brigade, von einem möglichen Minenräumeinsatz im Nahen Osten. Und was kommt als Nächstes? Diese Politik zieht Deutschland immer tiefer in Konflikte, aus denen sich das Land dringend raushalten muss. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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