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Sozialstaat

BAföG zum Abgewöhnen: Zu spät, zu wenig und für manche gar nichts mehr

BAföG zum Abgewöhnen: Zu spät, zu wenig und für manche gar nichts mehr

Nach monatelanger Hängepartie liegt er endlich vor: ein Gesetzentwurf zur Reform der Bundesausbildungsförderung. Alles verschiebt sich um mindestens ein halbes Jahr, die „Gleichstellung“ mit der Grundsicherung könnte zur Mogelpackung werden und obendrauf gibt es „substanziellen Sozialabbau“. Von Ralf Wurzbacher.

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Sommer der Demontage: Wie die Bundesregierung Aufrüstung auf Kosten des Sozialstaats finanziert

Sommer der Demontage: Wie die Bundesregierung Aufrüstung auf Kosten des Sozialstaats finanziert

Die Bundesregierung feiert ihren „Sommer der Reformen” – Friedrich Merz inszeniert sich als Kanzler der Erneuerung. Doch hinter dem Versprechen verbirgt sich ein anderes Projekt: die Umverteilung von unten nach oben und die Finanzierung einer Aufrüstung im Billionen-Maßstab auf Kosten des Sozialstaats. Christian Leye, stellvertretender Vorsitzender des BSW, analysiert im Gespräch mit Jens Berger, warum die 34 Maßnahmen des Reformpakets die wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht lösen – und wessen Interessen sie tatsächlich bedienen.

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Mal eine gute Nachricht: In Italien gibt es die Strandliege für vier Euro

Mal eine gute Nachricht: In Italien gibt es die Strandliege für vier Euro

Mal etwas anderes inmitten der vielen Nachrichten zum Empören, der ernüchternden Erkenntnis der Bürger, dass alles schlechter wird und dass es immer noch schlimmer geht – erfreut für den Moment, wenn gute Nachrichten wie Lichtblicke den Alltag erhellen. Einen solchen hatte ich jetzt, und er zeigte mir, dass es nicht viel braucht, das Leben gegen ungehemmten Ellenbogeneinsatz fairer zu machen. Ich gebe zu, ein wenig mehr Fairness allein reicht nicht für echte Verbesserungen. Dennoch will ich ein Beispiel aus Italien schildern, das auch etwas mit uns zu tun hat. Der Zugang zum Meer und der Aufenthalt am Strand sind ein Jedermannsrecht, theoretisch. Sehr viel Geld wird damit verdient, weil das Recht eingeschränkt wird. Tatsächlich widersteht mancher Bad-Betreiber der Gier. Wie wäre es, wenn das Schule machen würde – und zwar in vielen Lebensbereichen? Nicht als Gnadenakt, sondern als gelebte Praxis. Ein Zwischenruf von Frank Blenz.

Vom Sozialstaat zum Primat der Außenpolitik

Vom Sozialstaat zum Primat der Außenpolitik

Mit zunehmender Taktzahl überlegt und beschließt die Bundesregierung Streichungen und Kürzungen – als Reformen bezeichnet – staatlicher Leistungen in vielen Politikbereichen sowie Beitragserhöhungen (Renten-, Pflege- und Krankenkassenbeiträge) und längere Lebensarbeitszeiten. Ist der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar? Sind Leistungseinbußen auf der einen und Beitragserhöhungen auf der anderen Seite unumgänglich, um den Sozialstaat mit Verfassungsrang auf einem Mindeststandart halten zu können? Sind private Vorsorgemaßnahmen alternativlos, um nicht später Pfandflaschen aus den Mülleimern picken zu müssen? Und warum ist so viel Geld für die Aufrüstung, die Militarisierung, und für die Ukraine da? Gibt es hier einen Zusammenhang? Von Alexander Neu.

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Wie die globale Nahrungsmittelwirtschaft Kinder tötet

Wie die globale Nahrungsmittelwirtschaft Kinder tötet

Jedes Jahr verursachen unsichere Nahrungsmittel 866 Millionen Erkrankungen und 1,5 Millionen Todesfälle. Kleinkinder machen fast ein Drittel aller Fälle von lebensmittelbedingten Erkrankungen aus. Dies ist die vorhersehbare Folge einer Nahrungsmittelwirtschaft, die auf Profit statt auf das Recht auf Nahrung ausgerichtet ist. Von Vijay Prashad.

Krankschreibung ab Tag 1 – ein Schuss ins eigene Knie

Krankschreibung ab Tag 1 – ein Schuss ins eigene Knie

Friedrich Merz hält die Deutschen bekanntlich für faule Blaumacher. Nun will er den angeblich explodierenden Krankenstand senken, indem die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden soll und Arbeitnehmer künftig bereits für den ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von ihrem Arzt einreichen müssen. Selbst wenn man einmal die echten Krankheitsfälle herauslässt und sich nur auf die „Blaumacher“ konzentriert, ist dies eine kontraproduktive Schnapsidee. Ein Kommentar von Jens Berger.

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Rentenkommission präsentiert einen 33-fachen stacheligen Rentenstrauß – Kern: Die Renten-Konterreformen gehen weiter!

Rentenkommission präsentiert einen 33-fachen stacheligen Rentenstrauß – Kern: Die Renten-Konterreformen gehen weiter!

Der Souverän, das Wahlvolk, spielt in dem absurden Polittheater keinerlei Rolle. Von der Regierung handverlesene Experten üben Konsens untereinander – sie befinden sich im krassen Gegensatz zu den Interessen der betroffenen jetzigen und späteren Rentnerinnen und Rentner. Ein Artikel von Reiner Heyse.

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Menschen mit Behinderung – Angriff auf ein selbstbestimmtes Leben

Menschen mit Behinderung – Angriff auf ein selbstbestimmtes Leben

Unter beschönigenden Begriffen wie Bürokratieabbau und Haushaltsdisziplin wird aktuell klammheimlich über Teilhaberechte von behinderten Menschen verhandelt. So wird Selbstbestimmung von Politikern auf eine Kostenstelle reduziert. Von Detlef Koch.

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Für Schutzbedürftige nur Bett, Brot und Seife: Deutschland im Wettbewerb der Entrechtung

Für Schutzbedürftige nur Bett, Brot und Seife: Deutschland im Wettbewerb der Entrechtung

Mit seinem Urteil vom 4. Juni setzt der Europäische Gerichtshof der deutschen Kürzungspraxis im Asylbewerberleistungsgesetz klare Grenzen – und erinnert die Migrationspolitik an ihre rechtsstaatliche Bindung: Man kann eine restriktive Migrationspolitik vertreten. Man kann Dublin-Regeln durchsetzen wollen. Man kann Rückführungen beschleunigen. Was man in einem Rechtsstaat aber nicht kann: das Existenzminimum zum Druckmittel erklären und eine Politik der „wohltemperierten Grausamkeit“ (Peter Sloterdijk) betreiben. Von Detlef Koch.

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Verantwortlich für die niedrigen Renten in Deutschland ist die Politik und nicht die Demographie – Teil 2

Verantwortlich für die niedrigen Renten in Deutschland ist die Politik und nicht die Demographie – Teil 2

Die Menschen in Deutschland werden immer älter und die Zahl der Rentner nimmt zu. Gleichzeitig gehen die Geburtenraten zurück und steigt die Zahl der Menschen, denen die Work-Life-Balance wichtiger ist als die berufliche Kariere. Mit dem Ausscheiden der Babyboomer aus dem Arbeitsleben wird die Wirtschaft in den kommenden Jahren zudem viele Arbeitskräfte verlieren, die schwer zu ersetzen sein werden. So in etwa sieht das Bild aus, das Politiker, Rentenexperten und Medien von der Rentensituation zeichnen. Es ist das Bild einer überforderten Gesellschaft. Und steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Von Günter Eder.

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Verantwortlich für die niedrigen Renten in Deutschland ist die Politik und nicht die Demographie – Teil 1

Verantwortlich für die niedrigen Renten in Deutschland ist die Politik und nicht die Demographie – Teil 1

Die Menschen in Deutschland werden immer älter und die Zahl der Rentner nimmt zu. Gleichzeitig gehen die Geburtenraten zurück und steigt die Zahl der Menschen, denen die Work-Life-Balance wichtiger ist als die berufliche Kariere. Mit dem Ausscheiden der Babyboomer aus dem Arbeitsleben wird die Wirtschaft in den kommenden Jahren zudem viele Arbeitskräfte verlieren, die schwer zu ersetzen sein werden. So in etwa sieht das Bild aus, das Politiker, Rentenexperten und Medien von der Rentensituation zeichnen. Es ist das Bild einer überforderten Gesellschaft. Und steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Von Günter Eder.

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Schafft die Pflegeversicherung ab!

Schafft die Pflegeversicherung ab!

Es geht voran. Die bereits im Koalitionsvertrag angekündigte, aber anfangs etwas holprige Tour der Bundesregierung mit der Abrissbirne durch die Systeme der Sozialversicherung und andere Bereiche der sozialen Daseinsvorsorge hat Fahrt aufgenommen. Inzwischen wird gerne vom „größten Reformpaket in der Geschichte der Bundesrepublik” gesprochen und dessen Alternativlosigkeit beschworen, da andernfalls der finale Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft und letztendlich des Staates drohten. Von Rainer Balcerowiak.

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Friede, Freude, Eierkuchen. Wenn Sozialpartner den Sozialkahlschlag abkaspern …

Friede, Freude, Eierkuchen. Wenn Sozialpartner den Sozialkahlschlag abkaspern …

Beim Bundeskanzler trafen sich die Spitzen von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden zum Kuscheln. Verhärte Fronten, unerfüllbare Forderungen, verfehlte Reformen? Ach was! Bei allen Unterschieden überwiegen doch die „Gemeinsamkeiten“. Motto: Wirtschaftswachstum über alles, Interessen der Mehrheitsbevölkerung inklusive. Ein Einwurf von Ralf Wurzbacher.

Der große BAföG-Bluff. Nicht sexy, nicht lustig und garantiert nichts wert 

Der große BAföG-Bluff. Nicht sexy, nicht lustig und garantiert nichts wert 

Nun sieht auch Raumfahrtministerin Bär keine Chance mehr auf eine zügige Reform der Bundesausbildungsförderung. Dafür wäre weder eine Mehrheit in Sicht noch Geld da, zumal Studierende in Deutschland ohnehin privilegiert seien. Kritiker sind empört und die SPD fühlt sich verschaukelt. Für einen Koalitionsbruch reicht das aber trotzdem nicht. Versprochen! Von Ralf Wurzbacher.

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Gegen den Strom! Wie die Iberer energiepolitisch aus der Reihe tanzen

Gegen den Strom! Wie die Iberer energiepolitisch aus der Reihe tanzen

Hohe Kosten für Gas treiben die Kosten für Strom hoch. Schuld ist das Merit-Order-Prinzip: Die teuerste Technologie bestimmt den Preis. Spanien und Portugal haben sich dem System widersetzt und damit die Verbraucher deutlich entlastet. Ein Modell auch für Deutschland, meinen gewerkschaftsnahe Wissenschaftler. Die zuständige Ministerin meint: Nein! Von Ralf Wurzbacher.

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