Kategorie:
Gleichstellung

Mails von Leserinnen und Lesern zum „Internationalen Frauentag“

Die positive Resonanz auf unseren Artikel, der am „Internationalen Frauentag“ erschienen ist, hat uns überrascht. Bei früheren Artikeln mit sogenannten „Frauenthemen“ war die Zahl der Kritiker in der Überzahl. Diesmal nicht. Woran das liegt, vermögen wir nicht zu beurteilen. Jedenfalls freuen wir uns darüber, dass dieses Thema auch bei den NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern kein Nischendasein (mehr) fristet. Einen treffenden Kommentar, den wir auf Facebook entdeckt hatten, hatte Albrecht Müller nachgereicht. Besonders gefreut hat uns, dass auch Marlene Hilsenrath, politisch aktiv bei „Die Linke“ und Ehefrau des kürzlich verstorbenen Schriftstellers Edgar Hilsenrath, sich gemeldet hat.

Leserbriefe zu: Internationaler Frauentag: ein Feiertag für Berlin! Peinlich oder ein notwendiges Signal?

Zu dem Beitrag “Internationaler Frauentag: ein Feiertag für Berlin! Peinlich oder ein notwendiges Signal?” erreichten uns diverse Zuschriften, von denen wir einige nun hier wiedergeben. Wie man den Leserbriefen entnehmen kann, wird uns das vielschichtige Thema Gleichstellung auch weiterhin beschäftigen, denn es gibt in dieser Sache auch in Zukunft viel zu tun und an manchen Orten der Welt dreht sich das Rad auch wieder rückwärts. Zusammengestellt von Moritz Müller.

Internationaler Frauentag: ein Feiertag für Berlin! Peinlich oder ein notwendiges Signal?

Internationaler Frauentag: ein Feiertag für Berlin! Peinlich oder ein notwendiges Signal?

Dass der Vorstoß, den Internationalen Frauentag in Berlin zu einem Feiertag zu machen, für teilweise heftige Reaktionen sorgen würde, war vorauszusehen. Dass die Wirtschaftsverbände Zeter und Mordio schreien, ist ein erwarteter Reflex. Dass aber Frauen diese Entscheidung auch negativ sehen, verwundert dann doch. Anette Sorg.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Rote Karte für unsere Medien in ihrem Match gegen Russland? Teil 3: Welches Russlandbild bleibt jetzt nach der WM?

Der NachDenkSeiten-Leser Michael Steinke[*] hat die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland besucht und sich vier Wochen lang vor Ort einen eigenen Eindruck gemacht. Für die NachDenkSeiten schildert er seine Erfahrungen und Gedanken nun in einer dreiteiligen Serie und stellt sie der negativen Medienkampagne gegenüber, die seit Wochen auf Hochtouren läuft. Lesen Sie heute das ausführliche Finale des Dreiteilers. Der erste Teil der Serie erschien am letzten Dienstag, der zweite Teil am letzten Donnerstag.

Frank Castorfs Macho-Sommernachts-Sex-Tragödie

Gerade haben wir das Theaterstück mit dem Titel „Koalitionskrach“ überstanden, da tritt der Berliner Theatermacher Frank Castorf mit Macho-Sprüchen seine eigene Sommerloch-Debatte los. Hätte er doch geschwiegen – das kann man allerdings auch über einige seiner Kritiker sagen. Von Tobias Riegel.

Leserbriefe zu „Sprache und Wirklichkeit – ein schwieriges Verhältnis“

Zu dem Artikel Sprache und Wirklichkeit – ein schwieriges Verhältnis erreichten die Nachdenkseiten einige Zuschriften, die sich teils sehr detailliert mit den Aussagen im Artikel auseinandersetzen. Interessanterweise stieß der Artikel scheinbar auf mehr Resonanz bei Männern als bei Frauen. Vielleicht ist es bei dieser Leserbriefsammlung ja umgekehrt. Ein Leser schreibt, Frauen seien in Deutschland „längst gleichberechtigt“, das wage ich zumindest zu bezweifeln, auf jeden Fall besteht bei so einer Behauptung die Gefahr, dass man sich auf dünnem Eis ausruht. Vielen Dank an alle, die uns geschrieben haben! Frau Dr. Schrattenholzer war auch so freundlich, eine Antwort auf die Leserbriefe zu verfassen, die ganz am Ende des Textes zu finden ist. Zusammengestellt von Moritz Müller.

Sprache und Wirklichkeit – ein schwieriges Verhältnis

Elisabeth Schrattenholzer

Politische Meinungsbildung braucht klare Sprache, die sich genau auf Wirklichkeit bezieht. Zwei Grammatikformen werden aus diesem Blickwinkel bereits seit Jahrzehnten diskutiert: die Einzahlform mit generalisierender Bedeutung (das „generische Maskulinum“) und diejenigen Mehrzahlformen, in denen ausschließlich Männer genannt werden. Marlies Krämer zieht demnächst vor das Bundesverfassungsgericht, um das Recht zu erkämpfen, von ihrer Sparkasse als „Kundin“ angesprochen zu werden.

Der BGH hat ihr dieses Recht zunächst abgesprochen. Prof. Dr. Elisabeth Schrattenholzer[*] stellt diese Diskussion in einen umfassenderen Rahmen. Sie untersucht die Wirkung auf das Denken: Da wir Sprache, so wie sie ist, als Kinder übernehmen müssen, trainieren wir von Anfang an, einen Teil der Wirklichkeit sprachlich auszublenden. Anette Sorg.

Violeta Parra – die 100-Jahr-Feier der musikalischen Seele Chiles

Violeta del Carmen Parra Sandoval, kurz Violeta Parra genannt, hätte nach dem anhaltenden Trend von wachsender Lebenserwartung am 4. Oktober 2017 einhundert Jahre alt werden können – hätte sie an jenem 5. Februar 1967 nicht einer fatalen Kurzschlusshandlung nachgegeben. Als künstlerisch Vielbegabte betätigte sie sich in der Musik als Komponistin, Dichterin und Interpretin sowie gleichzeitig als Malerin, Kunstteppich-Knüpferin und Töpferin und ging in die Geschichte als bedeutendste Folklore-Forscherin und Begründerin der chilenischen Volksmusik ein. Von ihren herzzerreißenden Liedern wie Gracias a la Vida (Ich danke dem Leben) und Volver a los Diecisiete (Wieder siebzehn sein) von internationalen Ikonen der Volksmusik, der Pop- und der klassischen Szene – darunter so unähnliche Größen wie Mercedes Sosa, Joan Báez, Deep Purple und Shakira, sowie Placido Domingo und Konstantin Wecker – interpretiert. Von Frederico Füllgraf.