Albrecht Müller (* 16. Mai 1938 in Heidelberg) ist ein deutscher Volkswirt, Publizist und ehemaliger Politiker (SPD).
Müller war Planungschef im Bundeskanzleramt unter den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt. Weiter war er von 1987 bis 1994 für die SPD Mitglied des Deutschen Bundestages und ist seit 2003 als Autor und Mitherausgeber der NachDenkSeiten tätig.
Beiträge von Albrecht Müller
So wird unsere Sprache ruiniert

Gestern flatterte ein Prospekt von Engelhorn auf meinen Tisch, vermutlich als Beilage zur Rheinpfalz. Engelhorn war ursprünglich ein großes Textilgeschäft in Mannheim. Ich kenne das noch aus meiner Kindheit. Schon auf dem Deckblatt des Prospektes werden die Leser gebührend eingestimmt. „Looks für den Winter“ – heißt es da. – Auf dem Deckblatt werden dann gleich noch fünf Produkte angeboten, darunter eine „Cargohose“ für 139,99 Euro und ein „Henley“ für 79,99 Euro. Was eine „Cargohose“ und was ein „Henley“ sein soll, weiß ich nicht. Wahrscheinlich ist mit „Henley“ ein Hemd gemeint. Von Albrecht Müller.
Über die angeblich kurzen Wege der ALDI-Milch

Beim heutigen Frühstückskaffee musste ich über die Werbung von ALDI für seine Milch ordentlich lachen. Da wird nämlich damit geworben, die Milch werde nur über kurze Wege von den Höfen zur Meierei transportiert. Dass sie dann noch über 700 Kilometer von Schleswig-Holstein zu ALDI Süd in Bad Bergzabern und sonst wohin in Süddeutschland transportiert werden muss, wird schlicht unterschlagen. Albrecht Müller.
Die Russen waren’s. Sie sind auch am Brexit schuld

Die Rheinpfalz bringt heute an exponierter Stelle, rechts oben auf der ersten Seite, eine kurze Meldung auf der Basis eines afp-Beitrags. Siehe oben. In der Einleitung heißt es fett gedruckt: „Der britische Premierminister Andy Burnham hat eine Einmischung Russlands in das Brexit–Votum von 2016 bestätigt und vor den Folgen russischer Einflussnahme auch auf die Politik in Deutschland gewarnt.“ Albrecht Müller.
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Wir müssten den Putin-Freund Schröder erfinden, wenn wir ihn nicht schon hätten

Schröder war in Moskau und hat sich mit dem Präsidenten Russlands, mit Putin, getroffen. Das löste in deutschen Medien böse Kommentare aus, positive muss man mit der Lupe suchen. Das zeigt, wie irre, ja, wie bekloppt die deutschen Meinungsmacher sind. Es läge ja nahe, den guten persönlichen Kontakt des früheren Bundeskanzlers zum Präsidenten eines anderen großen Landes gut zu finden. Albrecht Müller.
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Alle Jahre wieder der Auftritt der Nachrichtendienste zur Förderung des Russenhasses

Gestern wurde mal wieder Stimmung gegen Russland gemacht. Die „Tagesschau” berichtete, wie die Chefs der Nachrichtendienste die Sicherheitslage einschätzen. Eine solche Sendung kommt ohne Belege aus. Was hier geschieht, steht voll in der Tradition der in Deutschland üblichen Förderung des Russenhasses. Ohne Sinn und Verstand. Albrecht Müller.



