An den Parolen der SPD kann man ihren Niedergang ablesen

An den Parolen der SPD kann man ihren Niedergang ablesen

An den Parolen der SPD kann man ihren Niedergang ablesen

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Bei den letzten Umfragen erreicht die SPD zwischen 11 und 14,5 Prozent. Siehe hier. Bei der letzten Bundestagswahl erreichte sie mit 16,4 Prozent auch nicht viel mehr. Ihr bestes Ergebnis erzielte sie 1972 mit 45,8 Prozent. Das ist dreimal so viel, wie bei der letzten Wahl beziehungsweise bei den aktuellen Umfragen gemessen. Man könnte den gravierenden Unterschied – heute ein Drittel dessen, was in ihrer besten Zeit erreicht worden ist – vielleicht mit den Personen erklären, die die SPD repräsentierten. Man könnte den Unterschied aber auch mit den jeweils gängigen Parolen erklären. Albrecht Müller.

In der Regierungserklärung vom 28. Oktober 1969, die die damalige Legislaturperiode einläutete, hatte der damalige Bundeskanzler Willy Brandt erklärt, quasi als Schlusssatz und Summe seiner Regierungserklärung: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein.“ Das ist das Gegenteil dessen, was Verteidigungsminister Pistorius von der SPD uns Anfang Juni 2025 anempfohlen hat: „Kriegstüchtig werden, um abzuschrecken.“ – Das ist genauso schlimm wie Adenauers Abschreckungsparole von 1953 – wie „Keine Experimente“ oder „Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau“.

Die aktuell in Umfragen geäußerte Wählerpräferenz für die SPD (11 bis 14,5 Prozent) und auch das Ergebnis bei der letzten Bundestagswahl (16,4 Prozent) zeugen von der Klugheit der Mehrheit der Wählerinnen und Wähler. Offensichtlich mögen sie Kriegstreiberei nicht – jedenfalls nicht mit ausreichender Mehrheit.

Wenn die SPD mal wieder auf die Beine kommen will, dann muss sie sich ihrer früheren Klugheit und Friedensverbundenheit erinnern. Und sie muss die heutigen Kriegstreiber vom Typ Pistorius loswerden. Das wird nicht leicht werden, denn die Mehrheit der meinungsführenden Medien schätzt solche Typen.

Titelbild: Deutscher Bundestag

Rubriken:

Demoskopie/Umfragen SPD

Schlagwörter:

Neu: unterstützen leicht gemacht

Unabhängiger Journalismus braucht unabhängige Finanzierung

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele – aber sie kosten auch Geld. Deshalb bitten wir Sie, liebe Leser, um Ihre Unterstützung. Herzlichen Dank!

Jetzt unterstützen

Beitrag versenden

Sie kennen jemand der sich für diesen Beitrag interessieren könnte?
Dann schicken Sie ihm einen kleinen Auszug des Beitrags über dieses Formular oder direkt über Ihr E-Mail-Programm!