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Titel: Leserbriefe zu „Wadephul im Flecktarn, Soldat mit Tarnfarbe im Gesicht: Beim Interview mit dem Außenminister wird ein Bild zum Zeitdokument“

Datum: 16. Oktober 2026 um 10:00 Uhr
Rubrik: Leserbriefe
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Marcus Klöckner kommentiert in diesem Beitrag ein Interview, das Johann Wadephul n-tv gegeben hat. Im Hintergrund habe die Redaktion ein großes Bild eingespielt, das den Außenminister komplett im Fleckentarn sowie mit verschränkten Armen und ernstem Blick zeige. Wadephul wirke wie ein General, der gerade mit seinen Soldaten in die Schlacht ziehe. Wadephul sei aber nicht der Verteidigungsminister, sondern der Außenminister. Das Amt des Außenministers sei in der Bundesrepublik über viele Jahrzehnte von der Bereitschaft zur Diplomatie geprägt gewesen. Mit Worten, nicht mit Waffen, seien die Außenminister in Erscheinung getreten. Jetzt sei jedoch alles anders. Unser Autor ist dennoch der Überzeugung: „In jedem Krieg sollten alle Politiker, die ihre Soldaten in den Krieg schicken wollen, zuerst an die Front. Ganz weit nach vorne. Jede Wette: Dann wird es keinen Krieg mehr geben“.

Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten.

Wir haben hierzu interessante Zuschriften bekommen. Dafür bedanken wir uns. Die nun folgende Leserbriefe-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

ja so ist das: Die einen Wutsozis spielen in Bullshit-Berlin geschichtsvergessen und bildungsfern Weimarer Republik.

Die anderen sind im Tarnanzug auf Adventure Tour und zündeln wie aus den Fugen geratene Idioten.

Das sind Inkarnationen von Militarismus, Zeitenwende, Revanchismus und … Die Folgen sollten bekannt sein:

Dresden 1945: bpb.de/themen/deutschlandarchiv/518214/der-13-februar-1945-im-kollektiven-gedaechtnis-dresdens/ . Nie wieder derlei!

Ceterum censeo: Niemand in diesem unseren Lande sollte sich auf Geheiß irgendwelcher Politikknalltüten, welche regelmäßig den Souverän bepöbeln, zu welchem Dienst auch immer zur Verfügung stellen; und obendrein sein Leben riskieren.

Pessimistische Grüße sendet Roland Weinert.

2. Leserbrief

(…) Eine verantwortliche Aktivität im Sinne und Interesse Deutschlands konnte ich bei ihm (Anmerk. Red: Wadephul) noch nicht erkennen. Er handelt für mich wie ein Apparatschik Washingtons, vergleichbar mit Walter Ulbricht, der in Moskau auf Linie gebracht wurde.

Hans-Dietrich Genscher soll eine 2-Euro-Münze gewidmet werden. Ich frage mich, ob das mittlerweile eigentlich verwerflich ist, er war ja für seinen diplomatischen Eifer bekannt… ich erinnere an den Witz “Begegnen sich 2 Flugzeuge (über dem Atlantik) – in beiden sitzt Genscher.”. Ich glaube Genscher hätte nie so etwas dummes wie Herr Wadephul geäußert, dass Russland “immer ein Feind und eine Gefahr für unsere europäische Sicherheit sein” werde, um wenige Monate später trotzdem Außenminister zu werden. Aber vielleicht wurde er ja genau deshalb zum Außenminister…

MfG
Frank Bussinger


3. Leserbrief

Guten Tag,

scheinbar kann er es nicht, oder er will es nicht, aber eher beides.

Weit entfernt vom grundgesetzlichen Auftrag zur Friedenspflicht Deutschlands und dem selbst auferlegten nie wieder Krieg von deutschem Boden aus, wird hier wieder mehr oder weniger offen Kriegspropaganda betrieben. Von dem Medium, wie auch seiner vermutlich hochdotierten, smart und charmant wirkenden Auftragsjournalistin, geht wie immer natürlich Seriosität aus. Im Hintergrund ein völlig unrealistisches Bild in Kämpferpose.

Wer es immer noch nicht kapiert hat, es werden keine russischen Panzer oder Soldaten in Deutschland einfallen, wohl aber möglich, Schläge mit modernsten Raketen, die die militärischen, logistischen, infrastrukturellen Knotenpunkte, die Energie und Wasserversorgung lahm legen werden. Krieg bedeutet außer Tod, Zerstörung und unermesslichem Elend auch und das zum Verstehen und weiter sagen, an die nicht mitdenkenden Mitbürger, kein funktionierendes Smartphone, keine Klotze, keine solide Strom, Wasser und Abwasserversorgung, keine Kraftstoffe, leere Supermarktregale und für uns alle unvorstellbar, einfach wieder Hunger. Daraus resultierend, die Gefahr von Verteilungskämpfen unter den Bürgern und eine beginnende Anarchie. Wer sollte dieses Szenario dann noch beherrschen?

Zu guter Letzt noch an die ganzen Fußballexperten, auch eine Bundesliga wird dann nicht mehr spielen.

Leute wacht endlich flächendeckend auf und erhebt friedlich eure Stimme für den Frieden.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


4. Leserbrief

Lieber Marcus Klöckner,

haben Sie Dank für diese verstörenden Bilder.

Hat da jemand die Ressorts verwechselt? Die Uniformen getauscht? Oder nur die Köpfe? Ist es am Ende ein spätes Coming-out? Immerhin ist der Mann ja für die gleichgeschlechtliche Ehe. Respekt, Herr Oberstleutnant!

Das nächste Mal bitte vorher die Uhr abnehmen. Ist genau wie zu Hause.

What a fool believes he sees
No wise man has the power
To reason away
What seems to be
Is always better than nothing
And nothing at all
Weggetreten!

S.Storp


5. Leserbrief

Hallo,

(…) Man muss sich das mal vorstellen, diese Person ist „Außenminister“ und hat tatsächlich

noch weniger Ahnung von diesem Job als seine Vorgängerin, was eigentlich gar nicht geht, und läuft stattdessen lieber im Tarnanzug durch die Gegend….

Was will dieser Mann tarnen ?….seine diplomatische Unfähigkeit ?

Vergessen Sie es Herr Wadephul, das weiß mittlerweile die ganze Welt !!

Und wenn der erste Schuss fällt, ist Wadephul auch der erste der weg ist…

Und deshalb ist dieses Bild schlicht ein Fake….so wie die ganz Politik drumherum.

Für keine Arbeit auf der Welt lohnt es sich zu sterben, Herr Wadephul, aber Sie denken wohl eher man stirbt ja gar nicht, man hört nur auf zu atmen….

(…)

Grüße
T. Rath


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