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Titel: „So lässt man unliebsame Nachrichten schnell verschwinden“

Datum: 12. Januar 2011 um 9:06 Uhr
Rubrik: Medien und Medienanalyse, Medienkritik, Riester-Rürup-Täuschung, Privatrente
Verantwortlich:

kommentiert ein NachDenkSeiten-Leser in einer Mail. Sie betrifft den Umgang von Spiegel Online mit der Meldung, dass Maschmeyer, ehedem AWD, über einen Hamburger Rechtsanwalt gegen die Sendung der ARD von heute Abend interveniert hat. Es geht um Maschmeyers/AWDs Verkaufsmethoden und seine Entourage. Wir hatten davon gestern berichtet. Spiegel Online hatte eine Meldung eingestellt und schnell wieder von der Hauptseite genommen. Albrecht Müller.

Hier die Mail des NachDenkSeiten-Lesers:

Heute (11.1.) berichtete SPON über die morgige Sendung über den AWD in der ARD.

Der Artikel wurde nach 19:00 Uhr eingestellt, und war schon kurze Zeit später von der Hauptseite verschwunden. Derzeit ist er nur noch über die Suchfunktion auffindbar, selbst im Ressort Wirtschaft wird er nicht mehr aufgeführt:

Der Artikel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,739003,00.html

Ressort Wirtschaft: http://www.spiegel.de/wirtschaft/#ref=ressortblock

Und das zum Artikel um 19:19 Uhr eröffnete Leserforum: http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=27289

Soweit die Mail.

Die Konsequenz?
Wenn Sie Freundinnen und Freunde haben, deren Glaube an die Eigenständigkeit, das kritische Potenzial und die Glaubwürdigkeit von Spiegel und Spiegel Online noch nicht erschüttert ist, dann machen Sie diese auf diesen Vorgang aufmerksam.

Das ist kein spielerisch gemeinter Vorschlag. Der Rettung des Restes an demokratischer Willensbildung in Deutschland würde es sehr helfen, wenn es wieder ein kritisches Potenzial mitdenkender Bürgerinnen und Bürger gäbe. Dieses Potenzial kristallisiert sich nur schwer heraus, wenn zu viele Menschen aus diesem Milieu immer noch glauben, der Spiegel oder die Zeit seien informative, glaubwürdige und unabhängige Medien und sie seien fern vom Kampagnenjournalismus. Das ist leider nicht so.
Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als die Glaubwürdigkeit dieser Medien in Zweifel zu ziehen, solange sie Anlass für diese Zweifel geben.

Machen Sie bitte in Ihrem Freundeskreis zugleich auf die NachDenkSeiten als Quelle von Informationen aufmerksam und auch auf die Notwendigkeit der Unterstützung.
Wenn Ihre Freundinnen und Freunde täglich einen Blick auf die Hinweise des Tages werfen, dann sind sie besser, schneller und preiswerter informiert als mit einem Abonnement von Spiegel oder Zeit. Und wenn Ihre Bekannten einen Blick auf unsere fast täglichen sonstigen Beiträge werfen, dann werden sie nach einiger Zeit die Welt mit anderen Augen sehen. Das ist nicht unsere selbstlobende Erfindung, sondern das Zeugnis vieler unserer Leserinnen und Leser.

Nachtrag 11.15 Uhr:
Der Artikel ist bei SPON wieder auf der Hauptseite im Teil Wirtschaft abrufbar. Danke für die Korrektur. Wir gehen mal zu unser aller Vergnügen davon aus, dass die Herausnahme ein Versehen war.


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