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Titel: Die GDRF – Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft – trägt zur Völkerverständigung bei. NDS im Gespräch mit Torsten Rexin von der GDRF
Datum: 14. Juli 2026 um 14:00 Uhr
Rubrik: Außen- und Sicherheitspolitik, Interviews, Parteien und Verbände
Verantwortlich: Redaktion
Wo die Politik nahezu sämtliche Kontakte nach Russland eingefroren hat, übernimmt der Verein „Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft“ eine wichtige Rolle. Sie organisiert und betreut Studentenbesuche in drei russische Universitäten, vermittelt Sprachkurse in Kaliningrad und plant für Herbst 2027 einen „Sonderzug“ nach Russland mit rund 300 Interessierten. Das soll dem Kennenlernen von Menschen und Kultur in Russland dienen, also der Völkerverständigung. Von Anette Sorg.
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Es wäre schön, wenn der Austausch, den die GDRF pflegt und fördert, nicht eindimensional verlaufen müsste. Wenn also auch russische Studenten in Deutschlands Universitäten willkommen wären. In Russland bestehen offensichtlich keine Vorbehalte gegen solche Studentenbesuche. Torsten Rexin, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, hält das für ein wichtiges Signal der weiter ausgestreckten Hand in Richtung Deutschland.
Dies ist umso überraschender, als von offizieller Seite in Deutschland keine freundlichen Signale gesendet, sondern eher Vorbehalte transportiert und Verbote erlassen werden.
Kritikern der Vereins-Aktivitäten, welche eine russische Indoktrination befürchten, begegnet der stellvertretende Vorsitzende des Vereins mit Gelassenheit. Wie heute die Deutschen und Franzosen nicht mehr auf die Idee kämen, gegeneinander die Waffen zu erheben, so sollte das auch zwischen Deutschen und Russen eine Selbstverständlichkeit sein. Für diese Entspannung ganz in der Tradition der Politik von Willy Brandt und Egon Bahr setzt sich die GDRF gerne und intensiv ein.
Die ständig steigende Mitgliederzahl des Vereins und die Tatsache, dass es inzwischen mehrere Regionalgruppen, auch im Westteil von Deutschland, gibt, macht Hoffnung, dass die anti-russische Propaganda im Land nicht überall verfängt und sich viele Menschen kennenlernen und den Dialog mit dem „Nachbarn“ wünschen.
Titelbild: NachDenkSeiten
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