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Titel: Selbst-Gleichschaltung unserer lieben Medien bei der Darstellung leidender Kinder und bei der Verwendung des Begriffs „NATO-Ostfront“. Kurz gesagt: propagandistische Kriegsvorbereitung

Datum: 23. Februar 2018 um 9:33 Uhr
Rubrik: Audio-Podcast, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Leserbriefe, Medienkritik, Militäreinsätze/Kriege
Verantwortlich:

Als Ergänzung zu dem Nachdenkseiten-Beitrag Will Merkel Krieg? erreichten uns zwei interessante Mails, die wir Ihnen hiermit zur Kenntnis geben. In der ersten Mail wird mit Links belegt, dass gestern parallel zu der Äußerung der Bundeskanzlerin im Deutschen Bundestag in vier zentralen deutschen Medien verletzte Kinder wiedergegeben – in vielen anderen wahrscheinlich auch – und damit benutzt worden sind. In der zweiten Mail werden die Links auf drei Medienorgane genannt, die über den Mangel an Ausrüstung an der „NATO-Ostfront“ berichten. Da ist offensichtlich jede Sensibilität und jeder politische Verstand verloren gegangen. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Zum detaillierten Beleg zitiere ich aus der Goslarschen Zeitung:

„Um dem Vorgehen Russlands auf der Krim zu begegnen, hat die Nato 2014 die sogenannte «Speerspitze» für rasche Einsätze gegründet – Anfang 2019 wird Deutschland dort eine führende Rolle übernehmen.“

Jetzt soll also die Bundeswehr nach Meinung dieser Journalisten dem „Vorgehen Russlands auf der Krim begegnen“.

„Die Bundeswehr ist für neue Herausforderungen unzureichend gewappnet.“

So lautet die Bildunterschrift der Grafschafter Nachrichten unter einem Foto mit marschierenden Bundeswehrsoldaten.

Quelle der Gleichrichtung ist häufig dpa. Im konkreten Fall tun aber die einzelnen Redaktionen ihren Teil dazu. Gedankenlosigkeit oder beabsichtigter Wahnsinn?

Es folgen die beiden Mails:

Erste Mail:

Lieber Herr Müller,

ich habe auch das Gefühl, man bereitet uns auf einen Krieg vor. Ein Indiz ist, dass in den letzen Tagen in fast allen online zugänglichen Mainstream Medien die Artikel über Syrien mit Bildern versehen sind, auf denen Kinder zu sehen sind.

Es ist nicht so, dass ich bestreite, dass in Syrien Kinder Opfer des Krieges sind, das sind sie aber schon länger und die Verantwortlichen davon sind nicht nur in Damaskus zu suchen.

Und auch die Kampagne für die Erfüllung des 2 Prozent Nato-Ziels ist ähnlich perfide. Apelliert wird an das Mitgefühl der Menschen, die ihre eigenen Soldaten natürlich nicht ohne ordentliche Zelte und warmer Kleidung in den Krieg schicken will, tatsächlich geht es im Endeffekt aber darum Waffen zu kaufen. Nach den mitleiderregenden Berichten hatte ich schon überlegt, ob wir nicht wieder ein Winterhilfswerk gründen sollten, um unseren Vätern, Söhnen und Brüdern im Felde Päckchen zu schicken.

Viele Grüße
Leser C. K. aus Bochum


Zweite Mail:

Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,

es nimmt inzwischen nicht mehr erträgliche Züge an, mit welcher Rhetorik unser Volk auf den Krieg eingestimmt wird, denn um etwas anderes kann es sich bei der gegenwärtigen Propaganda nicht mehr handeln. Die verschiedensten Medien verwenden seit einigen Tagen auffallend unisono den Begriff “Nato-Ostfront” wie es beispielsweise aus diesen Links

ersichtlich ist. Verbal ist kaum noch eine Steigerung denkbar, sodaß offensichtlich der bereits kürzlich auf der sogenannten Münchner Sicherheitskonferenz herbeigeredete Ernstfall nicht mehr auszuschließen ist. Entsetzlich!

Viele Grüße mit der Hoffnung, daß unsere Menschen endlich genauer hinschauen und begreifen: nomen est omen!

Jürgen Keller


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