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Titel: Leserbriefe zu „„Altersrassismus“ – Kann man die Isolation von Risikogruppen wirklich so bewerten?“.

Datum: 13. April 2020 um 11:45 Uhr
Rubrik: Gesundheitspolitik, Innen- und Gesellschaftspolitik, Leserbriefe, Wirtschaftspolitik und Konjunktur
Verantwortlich:

Der Artikel „„Altersrassismus“ – Kann man die Isolation von Risikogruppen wirklich so bewerten?“ von Diether Dehm und Christian Petry hat zahlreiche und unterschiedliche Reaktionen bei unseren Leserinnen und Lesern ausgelöst. Ganz herzlichen Dank an unsere Leserschaft für die Leserbriefe. Eine Auswahl geben wir hier nun wieder. Zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Mail

Liebe NDS,

ich habe mir gestern auf Youtube angeschaut, wie „ Mr. Dax“ , Herr Dirk Müller, die Corona-Krise beurteilt. Wir alle wissen ja verschiedene Dinge mit absoluter Sicherheit, wie

  • Geld regiert die Welt
  • bei Finanzkrisen gibt es immer Profiteure
  • Krisen können künstlich herbeigeführt werden ( wenn man genug Kapital, Medien, Wissenschaftler und Politiker in der Hand hat)
  • unserer Bundesregierung sind die Probleme alter Menschen in den Pflegeheimen und beim Flaschensammeln ziemlich egal
  • sie würde niemals die ganze Volkswirtschaft anhalten, weil es älteren Menschen schlecht geht, oder diese besonders durch einen Virus gefährdet werden

Herr Müller führt aus, dass jetzt eine gigantische Umverteilung von Vermögen zu den ganz großen Playern hin erfolgt. Dazu wird die Weltwirtschaft angehalten. In der Folge gehen kleinere und mittlere Unternehmen sowie Banken pleite und werden von den großen aufgekauft. Herr Müller empfiehlt des seiner Kundschaft, welche Aktien man deshalb jetzt lieber nicht kaufen sollte. Abgesehen davon nimmt er an, dass eine große Währungskrise, Inflation und Unruhen in einigen Ländern stattfinden werden. Betreffs der Unruhen ist meine persönliche Vermutung, dass die Amerikaner deshalb ihre Panzer nach Europa gebracht haben. Aber das nur nebenbei. Herr Müller meint, dass die Politik mit Manipulation der Corona-Zahlen die Krise (auftragsgemäß) steuert. Je nachdem, wer und wie viele Menschen getestet werden, wird die benötigte Panik erzeugt. Damit wird der Wirtschaftsstillstand gerechtfertigt, für den hinterher die Politiker und die Banken jegliche Verantwortung ablehnen. Schuld war einzig Corona. China ist das Beispiel dafür wie mit Corona gesteuert wird. Indem man den Sieg über Corona erklärt und keine Tests im Land mehr durchführt, ist die Sache vorbei. Dabei ist völlig unwichtig, wie viele Menschen dort noch tatsächlich an Corona erkranken oder nicht. Jede Erkrankungswelle endet ja ohnehin einmal, wie auch jede Grippewelle ( meine persönliche Erfahrung) Ich bin 64 Jahre, habe aber absolut keine Angst wegen diesem Virus. Die Regierung weist so unsinnige Maßnahmen an, dass man eigentlich sofort erkennen kann, dass es nicht um Corona geht. Zum Beispiel, dass alle die Wohnung nicht verlassen sollen. Schon früher wusste man, das Stubenhocker blass und krank werden. Jeder braucht unbedingt frische Luft für seine Gesundheit und sein Immunsystem. Das Virus hat ja keine Flügel. Es befindet sich nur kurz auf maximal 2 m in der Luft, wenn ein Infizierter Tröpfchen aushustet oder ausniest. Was macht es also für Sinn für die Gesundheit, wenn alle in der Wohnung bleiben? Es verstärkt aber die Panik, den Stress und das Bewusstsein von Hilf- und Machtlosigkeit, wenn man eingesperrt ist. Aber zurück zur Ökonomie. Ich habe keine große Ahnung davon. Ich habe aber den Mauerfall miterlebt, und sehe heute das Ergebnis. Alle großen Banken, Versicherungen, Immobilien und Fabriken in Ostdeutschland gehören jetzt westdeutschen Eigentümern. Eine völlige Eigentumsumverteilung. Es gab erst die Währungsreform, dann eine Wirtschaftskrise mit Massenarbeitslosigkeit. Heute ist es offensichtlich umgekehrt. Es gibt erst die Wirtschaftskrise.  Dirk Müller sagt sinngemäß wenn die Zentralbanken es wollen, schalten sie das Finanzroulette mit einem Schlag ab. Wenn sie auf einmal kein Geld mehr hineinpumpen und das öffentlich erklären, dann bricht die Börse  im großen Ausmaß weltweit ein. Gegenwärtig sind wir auf der Titanic und die Kapelle spielt noch. Wenn die Musik aus ist, merken alle, was los ist. Herr Müller geht davon aus, dass auch viele kleineren und mittleren Banken den Crash nicht überleben werden. Und er scheint auch nicht der einzige Finanzexperte zu sein, der das glaubt. 

Im Prinzip ist das Corona wie eine Glaubensfrage. Wir können es nicht sehen. Nur einige wenige Experten. Diese Experten werden aber bezahlt. Vor allem von Pharma-Konzernen, die Impfstoffe oder Tests verkaufen wollen. Wer nicht finanziell unabhängig ist, ist beeinflussbar und kein unvoreingenommener Experte. Es fällt auf, das vor allem emeritierte oder sonst im Ruhestand befindliche – also tatsächlich unabhängige Experten – der Corona-Panik widersprechen. Das ist bestimmt kein Zufall. Wir können uns jetzt entscheiden, welchen Experten wir glauben wollen.

Ich glaube keinem Experten, der irgendwie von Pharma- Konzernen oder der gegenwärtigen Regierung abhängig ist. 

Was die Regierung betrifft gilt für mich das Sprichwort: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. 

Sie , liebe NDS – Gemeinde wissen das doch selbst am besten, wie die Regierung so manipuliert und laviert. Einschließlich der öffentlich – rechtlichen Medien und der Bezahlpresse sowieso. Wenn alle nur noch die Regierungs – Meinung haben, ist die Demokratie zu Ende. 

Mit freundlichen Grüßen
R. M. 


2. Mail

Sehr geehrter Herr Müller,

diesem von Ihnen eingestellten Artikel kann ich zum größten Teil zustimmen.

Dass in diesem Land immer mehr Stimmung gegen die alten Leute gemacht wird und wohl auch werden soll, sollte uns zu denken geben. So ist es für mich unverständlich, dass der unsägliche WDR überhaupt noch seine Schundpropaganda senden darf. Dumm sind auch die Journalisten, die sich für solche Ausgrenzungs- und Meinungsmache hergeben. Vergessen sie offensichtlich, dass auch sie zwangsläufig irgendwann alt sein werden. Da hilft auch das ganze Facelifting nichts.

Gelernt habe ich, dass immer wenn eine Regierung unter Merkels Kanzlerschaft vorgab etwas für den Schutz der Bürger oder einer Gruppe unternehmen zu wollen, dass dann eine Schweinerei dahinter steckte.

Sicher bin ich mir, dass hinter diesem Wegsperren der Alten zu deren Schutz (dass ich nicht lache) nicht nur dass berühmt-berüchtigte teile und herrsche-Prinzip steckt. Es geht wohl eher darum die Alten, die kritischer sind als die Fun-und Smartphone-Generation, möglichst mundtot zu machen und eventuell Rentenzahlungen einsparen zu können.

Wie bereits geschrieben, sollen also die alten Mitbürger unter nationalistische Isolation gestellt werden. Sie sollen also weiterhin keine Kontakte haben dürfen – wohl auch nicht mit den jüngeren Familienmitglieder, die nicht unter ihrem Dach leben. Das eine länger dauernde Isolation erst einmal zu psychischen Erkrankungen führen , ist bekannt. Dann ist die Frage wie lange will man die alten Mitbürger isolieren und wegsperren? Monate oder bis zu 3 Jahren? So gehen doch einige der sogenannten Experten davon aus, dass die Krise bis zu 3 Jahren dauern könnte. Bleibt zu hoffen, dass nicht auch noch geplant ist dann klammheimlich die Alten in Lager sperren? Sind sie doch aus dem Gesichtsfeld der Umgebung verschwunden, sodass dies überhaupt nicht mehr auffällt. Rentenzahlungen erübrigen sich dann auch. So werden die Alten in den Lagern ja “versorgt”.

Man hat das Gefühl, dass die Eliten in diesem Land nichts aus unseren historischen Altlasten gelernt haben. Oder nicht lernen wollen?

Denn das, was die Politik da plant, ist für mich ein Anschlag auf die Alten, es ist wirklich eine Art von Rassismus!

Mit freundlichen Grüßen,
DD


3. Mail

Sehr geehrter Herr Müller.
wertes NDS-Team,

Zu Ihrem heutigen Beitrag:

„Altersrassismus“ – Kann man die Isolation von Risikogruppen wirklich so bewerten? …“

und Ihrem persönlichen Vermerk:

„… ich kann als „Ü-60-Jähriger“ ergänzen, dass ich mich im Interesse der Existenzrettung von Millionen jüngerer Menschen gerne von der “infektiösen Bildfläche wegsperren” lasse bzw. selbst den Rückzug antrete.“

erlauben Sie mir – auch ein Ü-60er – bitte meine Meinungsäußerung dazu.

Abgesehen davon, dass mir bei einer Isolierung von Risikogruppen der bayer. Ex-MP Edmund Stoiber einfällt, der in der Anfangszeit der AIDS-Hysterie (Mitte der 1980er) homosexuelle Männer ernsthaft ghettoisieren wollte:

Ich glaube, dass „wir“ Wohlsituierten nicht wirklich nachempfinden können, was eine solche Alten-Isolierung für viele Ü-60er bedeuten würde (z.B.: für eh schon alleinstehende Rentner/-innen in 1-Zimmer-Appartements), ehrt Sie Ihre Opferbereitschaft für die allgemeine Bevölkerungs-Gesundheit und wäre evtl. tatsächlich angebracht.

Wäre! – – – wenn man sich auf die aktuellen Zahlen eines Worst-, oder sogar nur Bad-Case-Szenario verlassen könnte. Können wir aber leider nicht, wie einige wenige, mutige Menschen die letzten Tage glaubwürdig veröffentlicht haben. Diesen kann man m.E. nicht genug danken (evtl. die wirklichen Helden?), weil sie den Fokus auf das lenken, was (zumindest?) ich schon viele Jahre beobachte:

Die Streits unter (hier: Medizin-)Wissenschaftlern um die Meinungsherrschaft und Deutungshoheit bezügl. wissenschaftliche Fakten. Ende dieser Debatten sind oftmals: KEIN nach den Regeln der Wissenschaft bewiesener Fakt, sondern ein Konsens(!). Ein Konsens unter einigen wenigen Mächtigen in der Wissenschafts-Hierarchie, die sich  auf etwas geeinigt haben, was als wissenschaftlich bewiesen gelten soll(!). Echte, nach den Regeln der Wissenschaft bewiesene Fakten werden nicht vorgelegt. Notfalls werden dann sogar einfach die bisher gültigen, wissenschaftlichen Regeln geändert, um den Konsens glaubwürdiger zu machen.

Die Mehrheit der Wissenschaftler passt sich aber – wie in hierarchischen Systemen üblich – dem Konsens an, und die wenigen Kritischen, die sich den seriösen Regeln echter Wissenschaft verpflichtet fühlen werden, wenn sie auf Dauer keine Ruhe geben, persönlich attackiert und diffamiert und schließlich als Wissenschaftler: Isoliert! Ein äußerst übles, wenn auch in anderen Gesellschaftsbereichen durchaus bekanntes Phänomen, auch schon mit wohl bekannten Opfern (bspw. Daniele Ganser, u.a.).

Dieses „Ignaz-Semmelweis-Prinzip“ – wie ich es nennen möchte – feiert, nicht nur hierzulande, schon seit einigen Jahrzehnten wieder fröhliche Urständ‘ und ist m.E. die eigentliche Gefahr für die sogen. Volksgesundheit. Dass sich dieses auch in den medizinischen Wissenschaften abspielt, ist wohl den allermeisten nur noch nicht ausreichend bewusst geworden. Kennen sie ja die Thematik meist nur durch Apotheken-Umschau und ihren Hausarzt, der – der freien Arztwahl sei Dank! – für sie grundsätzlich vertrauenswürdig ist.

Dass Letzterer aber geradezu dazu gezwungen ist, sich nach den „von oben“ kommenden Statistiken (von WHO, RKI u.a.) und Behandlungs-Leitlinien zu richten, und keineswegs freie Hand (und freien Geist!) für Therapie-Konzepte hat, macht sich (verständlicherweise) – v.a. im persönlichen Krankheitsfall – kaum jemand wirklich bewusst.

Zum Schluss aber, Herr Müller, nochmal zu Ihrer Opferbereitschaft:
Wie erwähnt, m.E. ehrt Sie diese. Und wenn man die aktuelle Zahlenjongliererei tatsächlich seriöse Wissenschaftlichkeit unterstellen könnte, hielte auch ich eine “Alten-Isolation” für einen begrenzten Zeitrahmen für zumutbar. Bislang aber ist mir die Decke der aktuellen Zahlenakrobatik dafür noch viel zu dünn und vor allem: Nicht wirklich seriös wissenschaftlich begründet.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen
für körperliche und – wie immer wieder bewiesene – geistige Fitness
des gesamten NDS-Teams,

A. F.


4. Mail

Hallo,

mit knapp 68 Jahren gehöre ich zur Gruppe derer, die da angeblich rassistisch verfolgt werden. Wenn nicht alle Informationen falsch sind, gehöre ich zumindest zur Gruppe derer, die eine erhöhtes Risiko haben – nicht sich zu infizieren, aber einen kritschen Krankheitsverlauf zu haben, falls dies passiert. Ich gehöre ferner zu denen, denen aufgrund ihrer Rente nicht gleich alle Einnahmen wegbrechen, so dass ich mich relativ umproblematisch vorübergehend aus dem Verkehr ziehen kann (im Unterschied zu vielen anderen kann ich von meiner Rente ganz gut leben). An dieser Stelle will ich nicht auf diskriminierende Bedingungen für alte Menschen eingehen, die es ohne Zweifel gibt. Ich will mich auch nicht zu lange mit einem (vorsichtig formuliert) überflüssigen Text beschäftigen, in erst ein Popanz aufgebaut werden muss, um dann umso besser auf ihn einschlagen zu können (“‘Herdenimmunisierung’ ohne Alte klingt plausibel”,… Hollywood-Sciencefiction-Film der 70er …, “Welche/r Alte will sich aus kulturellen Zusammenhängen mit jüngeren herausdrängen lassen, wenn davon junge Börsenhaie profitieren”). Es gibt viele gute Argumente von links, die in die aktuelle Diskussion gehören. Der Text von Dehm/Petry ist nur verbalradikal und für mich einfach ärgerlich.

Viele Grüße
Joachim Wieck


5. Mail

Sehr geehrter Herr Müller,

ich beziehe mich auf den Artikel der beiden Politiker mit der Überschrift “Altersrassismus oder Corona Realismus”, den Sie dankenswerterweise abgedruckt haben. Leider verstehe ich Ihre Einlassung nicht, bzw. Ihren Kommentar, den Sie direkt an erster Stelle anbieten. Es widerspricht doch hoffentlich Ihre eigenen Vorstellung von Wertschätzung einer (von mir aus) anderen Meinung. Sie dürfen und sollen ja gerne ihre Meinung zu dem Artikel der Beiden schreiben, aber dann doch bitte als sachlich fundierte Gegenmeinung in einem damit kenntlich gemachten zweiten Artikel. Das vermisse ich. Ich finde, wohl im Gegensatz zu Ihnen, enthält dieser Artikel einige gute Argumente und sehr kritische Anmerkungen zum neoliberalen Gedankengut. Das müsste Sie doch freuen. Ausserdem find ich es gut, wenn Politiker die NDS mit ins Boot nehmen.

Ihre Kommentierung direkt zu Beginn empfinde ich als sehr verstörend, und wenn ich einer der Autoren wäre, würde ich es mir demnächst zweimal überlegen, die NDS zu kontaktieren. 

Davon angesehen kann ich leider ihrem einzigen Argument gegen diesen Artikel nicht folgen. 

Bleiben Sie bitte sachlich. Ich lobe Ihre Zusammenstellung aller teilweise widersprechenden Meinung zum Coronathema.

Mit freundlichen Grüßen 
C. Müller 


6. Mail

Moin,

nachdenkseiten.de/?p=59783

Daß ein gerüttelter Teil unsere Abgeordneten nur ideologisch gefärbtes
Stroh im Hirn hat ist mir nix neues.

Elite halt.

Günter Weller


7. Mail

Hallo, liebes Team der LeserInnenbrief-Abteilung.
 
Haben die Zwei doch gut geschrieben!

Immunität hängt mit so vielem zusammen und dass Ältere, die sich im Berufsleben krank gearbeitet haben jetzt flächendeckend isoliert werden sollen ist an keiner Stelle einzusehen. Denn es sind im Grunde alle Menschen gefährdet zumal dieses Virus ein ganz besonderes sein soll. Wo kommt es her? Aus der Fledermaus?  Oder aus einem Labor in dem fleißig geforscht wird, wie man Viren „böse“ machen kann und gleichzeitig dann einen Impfstoff dagegen erfinden will, damit die Kassen der Pharmaindustrie wieder tüchtig klingeln können? “Wir befinden uns einem Krieg. Reich gegen Arm. Und wir Reichen werden ihn gewinnen.“ (Aber das sollten sie nicht“, steht in einigen Zitatebüchern.)
 
Macron spricht von einem Krieg in dem sich Frankreich befände und  ist  unbewusst ehrlich.
 
Wie sähe so ein Krieg aus, den Buffett so beschwört und Macron und andere auch so sehen? Genau so! Dieses Virus schaltet die gesamte Wirtschaft, das gesamte gesellschaftliche Leben auf Null mit den entsprechenden Verlusten unserer demokratischen Freiheiten. Die Mehrheit der Bevölkerungen wird überall arm und rechtlos gemacht! Was für ein Szenario für die Reichen der Welt!!! Endlich! Weder Schüsse noch Bomben sind gefallen, die Bevölkerungen sind Gefangene in ihren eigenen Wohnungen, das Militär wird für helfende Einsätze benötigt.
 
Die Regierungen der Welt – insbesondere auch die westlichen die seit Jahrzehnten unerschrocken ohne schlechtes Gewissen und Respekt vor den Gesetzen-  völkerrechtswidrige Kriege führen, sind auch in der Lage, so ein kleines harmloses Grippevirus zu einem Killer-Virus zu machen, das alles bisher Dagewesene übertrifft mit dem Ziel einer „neuen Weltordnung.“ Die Reichen wollen diesen Krieg gewinnen, aber sie werden es nicht!
 
Beste Grüße
Karola Schramm


8. Mail

Liebes Nachdenkseiten-Team, lieber Herr Müller,

auf jeden Fall kann man die Isolation von Risikogruppen so bewerten und ich bin froh, dass dieser Aspekt aufgegriffen worden ist. Seit Tagen formuliere ich dazu einen Aufschrei.

Die Risikogruppen sind mal die über 65jährigen, dann die über 80jährigen, die Vorerkrankten – ein diffuser Haufen Menschen, der Rente will und nicht mehr oder nicht mehr so lange einen Beitrag für die Wirtschaft leistet. Gleichzeitig sind es aber die, die nach dem Wunsch Vieler zukünftig noch länger arbeiten sollen, weil die Rentenansprüche ja sonst keiner bezahlen kann.

Ich lese und höre von allen möglichen Seiten, uns müsse man jetzt beschützen. Ich bin seit drei Wochen 67, arbeite noch, weil die Rente nicht reicht und höre erst jetzt davon, dass wir eine schützenswerte Gruppe seien. Warum höre ich das nie, wenn es darum geht, ob man sich unsere Rente (für die wir lange Beiträge bezahlt haben) leisten kann.

Ich habe schon immer zur Risikogruppe gehört: Zu der, die gegen den Vietnamkrieg protestiert und von der vorherigen Generation Aufklärung über die NS-Zeit gefordert hat, zu der Risikogruppe der Feministinnen, der Atomkraftgegner und derer, die auch heute noch gegen Kriege protestieren.

Ich weiß mich zu schützen, diejenigen in meinem Freundeskreis, die ebenso alt sind, wissen das auch. Wir verhalten uns verantwortungsvoll. Respekt bedeutet für mich, genau das zu beachten und uns nicht zu isolieren.

Mit freundlichen Grüßen
Christel Weller


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