Schlagwort:
Genossenschaftsbanken

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Volks- und Raiffeisenbanken – die Krise setzt sich ungebremst fort

Volks- und Raiffeisenbanken – die Krise setzt sich ungebremst fort

Die Mini-Finanzkrise bei den Volks- und Raiffeisenbanken geht in eine weitere Runde. So sind in den vergangenen Tagen mit der Volksbank Kleverland, der VR Bank Oberfranken Mitte und der Raiffeisenbank Thurnauer Land gleich drei weitere Fälle bekannt geworden, die von der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) Garantien erhalten haben. Auch die Volksbank Brawo (Braunschweig-Wolfsburg) befindet sich inzwischen unter dem Rettungsschirm. Damit erhöht sich die Zahl der in Schieflage geratenen Genossenschaftsbanken auf zehn. Darüber hinaus haben zwei weitere Institute mit Governance-Problemen zu kämpfen. So hat die Finanzaufsicht Bafin im Juli bei der Raiffeisenbank Plankstetten die komplette Führungsebene abgesetzt, und nicht zuletzt wird die Volksbank Köln Bonn gerade von einer Affäre rund um das Kölner Großbordell Pascha eingeholt. Von Thomas Trares.

Sechs Jahre nach Wirecard – die Bafin greift jetzt durch

Sechs Jahre nach Wirecard – die Bafin greift jetzt durch

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat im Wirecard-Skandal kläglich versagt. Anstatt den untergegangenen Zahlungsdienstleister zu kontrollieren, hatte die Behörde das Unternehmen lange Zeit sogar hofiert und protegiert. Nun hat die Finanzaufsicht mit zwei spektakulären Fällen erneut von sich reden gemacht. So hat die Bafin im Juni die Geschäftsleitung der in Hamburg ansässigen Berenberg Bank abgesetzt. Im Juli dann das gleiche Procedere bei der Raiffeisenbank Plankstetten. Beide Entscheidungen kamen quasi aus heiterem Himmel. Kommentatoren beschreiben das Vorgehen als „rigoros“ und „beispiellos“. Von Thomas Trares.

Volks- und Raiffeisenbanken – die Mini-Finanzkrise schwelt weiter

Volks- und Raiffeisenbanken – die Mini-Finanzkrise schwelt weiter

Das nun auslaufende Jahr 2025 war in wirtschaftlicher Hinsicht durch Nullwachstum, Insolvenzen, hohe Energiepreise und nicht enden wollende Hiobsbotschaften aus Schlüsselbranchen wie Automobil und Chemie geprägt. Dabei ist fast völlig aus dem Blick geraten, dass in der hiesigen Bankenlandschaft, genauer gesagt in der genossenschaftlichen Finanzgruppe, seit gut anderthalb Jahren eine Mini-Finanzkrise schwelt. Aktuell befinden sich sechs Institute unter dem Rettungsschirm des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), nachdem es jahrelang so gut wie gar keine Stützungsaktionen gab. Insgesamt 1,5 Milliarden Euro stehen im Feuer. Von Thomas Trares.

Volks- und Raiffeisenbanken – Finanzkrise im Miniaturformat

Volks- und Raiffeisenbanken – Finanzkrise im Miniaturformat

Volks- und Raiffeisenbanken gelten gemeinhin als konservativ, seriös und bieder. Eigenschaften, die im Alltagsleben vielleicht etwas altbacken daherkommen mögen, sind bei Banken dagegen ein Ausweis von Qualität, Vertrauen und Stärke. Doch mit der heimeligen Idylle ist es bei den Genossenschaftsbanken nun vorbei, denn binnen eines Jahres sind gleich vier Institute in Schieflage geraten: Die Volksbank Düsseldorf Neuss, die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden („Effenberg-Bank“), die Volksbank Dortmund-Nordwest und die Raiffeisenbank im Hochtaunus („Meine Bank“). In allen Fällen sind Immobilien in irgendeiner Form Bestandteil des Problems. Stand heute stehen mehr als 1,2 Milliarden Euro im Feuer. Von Thomas Trares.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

„Wir machen den Weg frei“ – Bloß für wen?

„Wir machen den Weg frei“ – Bloß für wen?

Wie Entscheidungen im Vorstand einer Bank zu Unternehmensschließungen führen können. Es klingt wie eine verspätete Episode aus der Finanzkrise aus 2008. Ein Vermieter kündigt einem mittelständischen Betrieb. Zwischenzeitlich wechselt die Immobilie in den Besitz einer Bank. Die Bank bietet der Mieterin eine Miete in etwa dreifacher Höhe zu einem Folgemietvertrag an. [*] Die Mieterin, ein mittelständisches Familien-Unternehmen, kann den Standort so nicht mehr wirtschaftlich betreiben ohne massive Preiserhöhungen für die Kunden und muss das bei Familien beliebte Angebot wahrscheinlich demnächst schließen. Ein Beitrag von Markus Fiedler.