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Pepe Mujica – Der politische Abschied der linken Kultfigur Lateinamerikas

Pepe Mujica – Der politische Abschied der linken Kultfigur Lateinamerikas

Mit einer ergreifenden, sechsminütigen Dankes-Ansprache verabschiedete sich Ende Oktober der ehemalige Präsident Uruguays, José Pepe Mujica, von der offiziellen Politik. Der seit 2015 amtierende und wiedergewählte Senator begründete die Unterbrechung seines Mandats mit dem Corona-Virus. „Die Pandemie schlägt mich in die Flucht. Senator zu sein bedeutet, mit Menschen zu reden und überall hin zu gehen“, was er jetzt nicht dürfe. „Das politische Spiel findet nicht in Abgeordnetenbüros statt, und ich bin von allen Seiten durch doppelte Umstände bedroht: durch das Alter und durch chronische immunologische Erkrankungen“, erklärte der 84-jährige Star-Politiker. Von Frederico Füllgraf.

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Über die Einteilung der Welt in Gute und Böse und ihre möglichen Folgen. Von Hans Bleibinhaus.

Über die Einteilung der Welt in Gute und Böse und ihre möglichen Folgen. Von Hans Bleibinhaus.

Mitten im Ersten Weltkrieg las der spanisch/US-amerikanische Philosoph George Santayana den Deutschen gehörig die Leviten[1]. Unter Berufung auf Hegel und Fichte behauptete er nicht weniger, als dass die Deutschen die biblische Fabel vom auserwählten Volk für sich reklamierten und sich deshalb ausersehen fühlten, die Welt an ihrem Wesen genesen zu lassen[2]. Diese in seinen Augen verrückte Annahme werde aber nicht religiös legitimiert, sondern fuße auf einem übersteigerten egozentrischen Idealismus.
Wie aber erreicht man ohne Zuhilfenahme einer göttlichen Setzung, dass ein derartiger Wahn (wenigstens) vom eigenen Volk nicht nur geglaubt, sondern als Tatsache angesehen wird?

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Stimmen zum verhassten und bewunderten Kniefall Willy Brandts

Der Beitrag Ein Bundeskanzler kniet nieder – wo gibt‘s denn sowas? hat einige Reaktionen ausgelöst – kritische, bösartige wie den ersten Leserbrief und solche mit ein paar interessanten, für mich neuen Informationen wie im Leserbrief Nr. 2. In diesem Leserbrief wird berichtet, wie distanziert und mit spitzen Fingern deutsche Diplomaten noch im Jahre 1992 die friedensstiftende Geste vom 7. Dezember 1970 behandelten. Es gab jetzt im Kontext der Erinnerung einige Medienereignisse wie zum Beispiel einen Film des MDR, die zeigen, dass Willy Brandt in deutschen Hauptmilieu immer noch ein Stein des Anstoßes ist – für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik sowieso. *Nachtrag am 9. Dezember: Eine Mail von Arnulf Rating. Albrecht Müller.