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Innen- und Gesellschaftspolitik » Kultur und Kulturpolitik

Ob wir für die Welt was schaffen, Oder nur die Welt begaffen – Das thut was dazu.

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Kultur und Kulturpolitik, Wertedebatte
Albrecht Müller

Gestern Abend war Hannes Wader im Rahmen seiner Verabschiedungstour im nahen Bad Bergzabern. Er hat dort auch das „Bürgerlied“ vorgetragen. Das ist ein von Adalbert Harnisch, einem Postsekretär, geschriebenes und 1845 veröffentlichtes Lied. Siehe unten. Wegen zwei zentralen aktuellen Zeilen habe ich Hannes Wader im Gespräch angekündigt, den NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern heute das Bürgerlied ins Gedächtnis zu rufen. Als Hannes Wader in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts das Bürgerlied in sein Repertoire aufnahm, wollten vergleichsweise viele Menschen „für die Welt was schaffen“. Vor allem junge Leute, in der 68er-Bewegung und weit darüber hinaus. Heute muss man den Eindruck gewinnen, dass zu viele in die Zuschauerrolle entrückt sind. Albrecht Müller
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Die vier Tode des Pablo Neruda – Chilenischer Staat schloss sich Mordklage an.

Veröffentlicht in: Erosion der Demokratie, Kultur und Kulturpolitik, Länderberichte

Am 20. Oktober 2017 wird in Chile – hoffentlich aufschlussreich und endgültig – geklärt, wie Pablo Neruda, der Nobelpreisträger, linke Chilene und Freund von Präsident Allende, zu Tode gekommen ist – an einer Krankheit gestorben oder von Pinochets Militär ermordet. Am 20. Oktober legen Forensiker ihren Schlussbericht vor. Im Anschluss dürfte der zuständige Richter Carroza ein mit Spannung erwartetes, historisches Urteil sprechen. Unser südamerikanischer Korrespondent Frederico Füllgraf berichtet darüber. Lesenswert. Es täte der demokratischen Weltöffentlichkeit und der deutschen Öffentlichkeit gut, wenn andere Medien sich dieses Themas wenigstens noch einmal annähmen. Albrecht Müller.
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Bonnopoly – vielleicht ein Anreiz dafür, auch anderswo die Skandale der Privatisierung und der gen Himmel schreienden Großprojekte auf die Bühne zu bringen

Veröffentlicht in: Kultur und Kulturpolitik, Private Public Partnership

In Bonn gibt es ein politisch relevantes Theaterereignis. Der wegen besonderer Theaterereignisse in Hamburg, in Stuttgart und anderswo bekannte Regisseur Volker Lösch inszenierte „Bonnopoly“, Untertitel: „Das WCCB, die Stadt und ihr Ausverkauf“. Dabei geht es um einen in Bonn abgelaufenen Riesenskandal. Albrecht Müller.
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„Jedes System braucht Widerspruch“ – Der Filmproduzent Ottokar Runze (*1925). Eine Rezension von Wolfgang Bittner.

Veröffentlicht in: Kultur und Kulturpolitik, Rezensionen, Wertedebatte

Viele Autobiographien bekannter Persönlichkeiten, die zumeist von Ghostwritern geschrieben werden, sind überflüssig; nicht so die 2015 erschienenen Lebenserinnerungen des Schauspielers, Regisseurs und vielfach ausgezeichneten Filmproduzenten Ottokar Runze. Hier berichtet jemand offen und schonungslos über sein Leben, seine Erfahrungen und Einsichten, seine Erfolge und sein Scheitern, unprätentiös, lebensklug aus der Sicht des Neunzigjährigen. „Vom Glück zu trauern“ ist ein gutes Buch, lesenswert, zugleich informativ und anrührend. Dass es kein „Seller“ geworden ist, was es verdient hätte, liegt ganz offensichtlich an dem nonkonformistischen, gesellschaftliche und kulturpolitische Verhältnisse scharf kritisierenden Ansatz.
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Violeta Parra – die 100-Jahr-Feier der musikalischen Seele Chiles

Veröffentlicht in: Gedenktage/Jahrestage, Gleichstellung, Kultur und Kulturpolitik

Violeta del Carmen Parra Sandoval, kurz Violeta Parra genannt, hätte nach dem anhaltenden Trend von wachsender Lebenserwartung am 4. Oktober 2017 einhundert Jahre alt werden können – hätte sie an jenem 5. Februar 1967 nicht einer fatalen Kurzschlusshandlung nachgegeben. Als künstlerisch Vielbegabte betätigte sie sich in der Musik als Komponistin, Dichterin und Interpretin sowie gleichzeitig als Malerin, Kunstteppich-Knüpferin und Töpferin und ging in die Geschichte als bedeutendste Folklore-Forscherin und Begründerin der chilenischen Volksmusik ein. Von ihren herzzerreißenden Liedern wie Gracias a la Vida (Ich danke dem Leben) und Volver a los Diecisiete (Wieder siebzehn sein) von internationalen Ikonen der Volksmusik, der Pop- und der klassischen Szene – darunter so unähnliche Größen wie Mercedes Sosa, Joan Báez, Deep Purple und Shakira, sowie Placido Domingo und Konstantin Wecker – interpretiert. Von Frederico Füllgraf.
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Wir gratulieren Konstantin Wecker zum Geburtstag.

Veröffentlicht in: Doku interessanten Kabaretts, Gedenktage/Jahrestage, Kultur und Kulturpolitik

Konstantin Wecker wird heute 70 Jahre alt. Wir wünschen ihm das Allerbeste und noch viele produktive Jahre, in denen er uns weiter mit großartigen Texten und Melodien beschenken wird. Dass Konstantin Wecker auch ein sehr politischer Liedermacher ist, müssen wir eigentlich nicht belegen. Wir wissen es und schätzen es sehr. Dennoch nehmen wir seinen 70. Geburtstag zum Anlass, eine kleine Auswahl seiner politischen Lieder zu verlinken. Sie sind sehr aktuell.

Konstantin Wecker: „Sage Nein!“

Konstantin Wecker „Was keiner wagt“ (Die Vertonung eines Gedichts von Lothar Zenetti)

Konstantin Wecker: „Empört Euch!“

Reinhard Mey, Hannes Wader, Konstantin Wecker: „Es ist an der Zeit“

 
Albrecht Müller und das Team der NachDenkSeiten.

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ESC 2017 in Kiew – Zäune errichten, statt Brücken zu bauen

Veröffentlicht in: Europapolitik, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Kultur und Kulturpolitik

Wenn heute Abend der Eurovision Song Contest in Kiew mit dem ersten Halbfinale und großem Getöse vor Millionen Fernsehzuschauern aus der ganzen Welt eröffnet wird, wird Julija Samoilowa vor wesentlich kleinerem Publikum in Sewastopol auftreten. Dabei hatte Samoilowa, die seit früher Kindheit auf einen Rollstuhl angewiesen ist, den russischen Vorentscheid gewonnen und war damit eigentlich als Interpretin für den ESC gesetzt. Doch die Ukraine hat die Russin eigenmächtig vom Wettbewerb ausgeschlossen – offiziell, weil sie ukrainisches Gesetz verletzt hat, da sie 2015 auf einem Galakonzert auf der Krim teilgenommen hat. Die veranstaltenden Rundfunkanstalten tragen für diese Eskalation ein gehöriges Maß an Mitverantwortung – viel zu lange hat man die Eskapaden der immer chauvinistischer agierenden ukrainischen Offiziellen hingenommen und so der Völkerverständigung einen Bärendienst erwiesen. Von Jens Berger.
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